Keine Sorge, ich verfalle nun nicht die grassierende Obamania (obgleich mich Amerikas neuer Präsident beeindruckt) und schreibe auch keine 15 Folgeartikel darüber, was wir aus seiner Amtseinführungsrede lernen können (auch wenn es da einiges gäbe). Gleichwohl beschäftigt mich ein Passus aus eben dieser gestrigen Rede, in der Barack Obama von ebenso alten wie wahren Werten spricht:
„Unsere Herausforderungen mögen neue sein. Und auch die Instrumente, mit denen wir ihnen begegnen, mögen neu sein. Aber die Werte, von denen unser Erfolg abhängt – harte Arbeit und Ehrlichkeit, Mut und Fairplay, Toleranz und Neugier, Loyalität und Patriotismus –, diese Werte sind alt. Sie sind wahrhaftig.“
Barack Obama
Ich finde, das sind einige bemerkenswerte Tugenden, über die sich ein wenig Reflektion lohnt. Allerdings möchte ich die einzelnen Punkt ungern sofort kommentieren, weil das a) eine Diskussion latent abwürgen könnte oder b) das Ergebnis vorab verfälscht und c) weil ich das lieber Ihnen, liebe Leser, überlassen würde. Dafür werde ich versuchen, eine paar grundlegende Gedanken und Definitionen zu den einzelnen Werten zu formulieren sowie ein paar Zitate aufzusammeln, was andere dazu gesagt und gedacht haben. Ich bin gespannt, was Sie darüber denken. Also los…
Ehrlichkeit
Wer von Ehrlichkeit spricht, rede zugleich auch von der Ehre und der Wahrhaftigkeit. Ehrlichkeit im Reden bedeutet, die Wahrheit zu sagen, was sich schon aus dem alttestamentlichen Gebot „Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen…“ ableitet. Ehrliches Verhalten dagegen meint, eine Sache wahrhaftig zu Ende zu bringen – ohne dabei in erster Linie den eigenen Vorteil wahrzunehmen. Die Philosophie verbindet Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit mit dem in allen Menschen vorhandenen Gewissen, das einen grundsätzlichen Kompass über das Wissen von falsch und richtig implementiert.
Was andere über Ehrlichkeit sagen:
„Alle Menschen werden ehrlich geboren und sterben als Betrüger.“
Luc de Vauvenargues
„Der ehrliche Mann aus dem einen Hause gilt als Schelm im Nachbarhause.“
Jean-Jacques Rousseau
„Ehrlichkeit ist das Einzige, was höher steht als Leben, Liebe, Tod, als alles andere. Sie allein ist beständig.“
Katherine Mansfield
„Ich ging immer davon aus, die Leute sind zu dir so ehrlich, wie du zu ihnen bist. Ich musste erst lernen, dass man hauptsächlich mit Schweinehunden zu tun hat.“
Günther Krause
„Man sollte immer ehrlich spielen, wenn man die Trümpfe in der Hand hat.“
Oscar Wilde
„Der Ehrliche ist der Dumme.“
Volksweisheit
Mut
Wer Mut beweist, muss nicht zwingend in einer gefährlichen Situation stecken. Vielmehr gelingt es dem Mutigen, seine subjektive Angst zu überwinden. Oft wird der Begriff auch synonym mit Kühnheit (meist im Zusammenhang von soldatischem Mut), mit Courage (in Form der Zivilcourage) oder Tapferkeit (Charakterstärke, trotz widriger Umstände auszuharren) verwendet. Mit Mut ist es wie mit Medizin: Die Dosis macht das Gift. Zu viel davon, und aus ihm wird Übermut, Leichtsinn oder gar Mutwillen. Alles nicht gut und moralisch negativ besetzt. Mutige Menschen werden bewundert, in einigen Beruf ist die Eigenschaft essenziell – bei Polizisten, Feuerwehrleuten, Sprengmeistern, Soldaten, Akrobaten oder auch Journalisten in Diktaturen etwa.
Was andere über Mut sagen:
„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Reinhold Niebuhr
„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie die Unerreichbare, für die Furchtsamen ist sie die Unbekannte, für die Tapferen ist sie die Chance.“
Victor Hugo
„Je nachdem, wie mutig ein Mensch ist, expandiert oder schrumpft sein Leben.“
Anais Nin
„Mut ist das Übertreten der sich selbst gesteckten Grenzen.“
Elisabeth Hable
„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca
„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“
Immanuel Kant
„Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.“
Friedrich Hebbel
„Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.“
Demokrit
„Man entdeckt keine neuen Weltteile, ohne den Mut zu haben, alle Küsten aus den Augen zu verlieren.“
Andre Gide
Fairplay/Fairness
Der Begriff geht auf das englische Wort „fair“ (anständig, ordentlich) zurück und meint vor allem eine Form Chancengleichheit und individueller Gerechtigkeit, die nicht unbedingt gesetzlich geregelt sein muss. Also etwa im Sport, wo Fairplay vor allem heißt, sich an die Spielregeln zu halten – auch oder gerade dann, wenn der Schiedsrichter nicht hinsieht: Keine fiesen Tricks und kein Sieg um jeden Preis! Es kann aber auch bedeuten, die eigene Würde zu behalten, indem man die Achtung und den Respekt vor dem Gegner behält sowie seine physische und psychische Unversehrtheit bewahrt. Das Gegenteil von Fairness ist die eine Art systematische Diskriminierung.
„Verlangt ist nicht nur die formelle Beachtung von Regeln. Nie werden geschriebene Regeln die menschliche Haltung des Fairplay ersetzen können. Der Sportler, der das Fairplay beachtet, handelt nicht nach dem Buchstaben, er handelt nach dem Geist der Regeln.“
Richard von Weizsäcker
„Fairness ist die Kunst, sich in den Haaren zu liegen, ohne die Frisur zu zerstören.“
Gerhard Bronner
Toleranz
Statt einer Definition ein Zitat aus der Erklärung zu den Prinzipien der Toleranz auf der 28. Generalkonferenz der UNESCO am 25. Oktober in Paris:
„Entschlossen, alle positiven Schritte zu unternehmen, die notwendig sind, um den Gedanken der Toleranz in unseren Gesellschaften zu verbreiten – denn Toleranz ist nicht nur ein hochgeschätztes Prinzip, sondern eine notwendige Voraussetzung für den Frieden und für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung aller Völker, erklären wir:
Artikel 1: Bedeutung von ‘Toleranz’
1.1 Toleranz bedeutet Respekt, Akzeptanz und Anerkennung der Kulturen unserer Welt, unserer Ausdrucksformen und Gestaltungsweisen unseres Menschseins in all ihrem Reichtum und ihrer Vielfalt. Gefördert wird sie durch Wissen, Offenheit, Kommunikation und durch Freiheit des Denkens, der Gewissensentscheidung und des Glaubens. Toleranz ist Harmonie über Unterschiede hinweg. Sie ist nicht nur moralische Verpflichtung, sondern auch eine politische und rechtliche Notwendigkeit. Toleranz ist eine Tugend, die den Frieden ermöglicht, und trägt dazu bei, den Kult des Krieges durch eine Kultur des Friedens zu überwinden.1.2 Toleranz ist nicht gleichbedeutend mit Nachgeben, Herablassung oder Nachsicht. Toleranz ist vor allem eine aktive Einstellung, die sich stützt auf die Anerkennung der allgemeingültigen Menschenrechte und Grundfreiheiten anderer. Keinesfalls darf sie dazu missbraucht werden, irgendwelche Einschränkungen dieser Grundwerte zu rechtfertigen. Toleranz muss geübt werden von einzelnen, von Gruppen und von Staaten.
1.3 Toleranz ist der Schlussstein, der die Menschenrechte, den Pluralismus (auch den kulturellen Pluralismus), die Demokratie und den Rechtsstaat zusammenhält. Sie schließt die Zurückweisung jeglichen Dogmatismus und Absolutismus ein und bekräftigt die in den internationalen Menschenrechtsdokumenten formulierten Normen.
1.4 In Übereinstimmung mit der Achtung der Menschenrechte bedeutet praktizierte Toleranz weder das Tolerieren sozialen Unrechts noch die Aufgabe oder Schwächung der eigenen Überzeugungen. Sie bedeutet für jeden einzelnen Freiheit der Wahl seiner Überzeugungen, aber gleichzeitig auch Anerkennung der gleichen Wahlfreiheit für die anderen. Toleranz bedeutet die Anerkennung der Tatsache, dass alle Menschen, natürlich mit allen Unterschieden ihrer Erscheinungsform, Situation, Sprache, Verhaltensweisen und Werte, das Recht haben, in Frieden zu leben und so zu bleiben, wie sie sind. Dazu gehört auch, dass die eigenen Ansichten anderen nicht aufgezwungen werden dürfen.
Was andere über Toleranz sagen:
„Toleranz ist gut, aber nicht gegenüber den Intoleranten.“
Wilhelm Busch
„Toleranz ist die Nächstenliebe der Intelligenz.“
Jules Lemaître
„Toleranz heißt, die Fehler der anderen zu entschuldigen. Takt heißt, gar nicht erst bemerken.“
Arthur Schnitzler
„Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein; sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“
Johann Wolfgang von Goethe
„Bloßes Ignorieren ist noch keine Toleranz.“
Theodor Fontane
„Toleranz ist das menschenfreundliche Verständnis für Eigenschaften, Auffassungen und Handlungen anderer Individuen, die der eigenen Gewohnheit, der eigenen Überzeugung und dem eigenen Geschmack fremd sind.“
Albert Einstein
„Freiheit kann nur fordern, wer sich zur Toleranz bekennt.“
Alphonse de Lamartine
Neugier
Wer neugierig ist strebt nach Neuem, nach Unbekanntem – er ist ein Forscher und Entdecker im weitesten Sinn. Also nicht nur von Ländern, Welten oder Landschaften, sondern auch von Menschen, Sinneseindrücken, Zusammenhängen, kurz: von Wissen. Das dem Begriff Neugier auch die negative Konnotation der „Gier“ innewohnt, ist kein Zufall. Denn neugieriges Verhalten beinhaltet durchaus das Verlangen, auch über widrige Umstände hinweg weiterzuforschen. Also die Suche nach dem Neuen auch im seiner selbst Willen, was auch als Wissbegierde bezeichnet wird.
Was andere über Neugier sagen:
Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.“
Albert Einstein
„Wer überhaupt keine Neugier mehr verspürt, ist irgendwie bereits tot.“
Ernst Ferstl
„Die Öffentlichkeit hat eine unstillbare Neugier, alles zu wissen, nur nicht das Wissenswerte.“
Oscar Wilde
„Neugier ist eine der festen und ständigen Eigenschaften eines energischen Geistes.“
Samuel Johnson
„Man eilt herbei, um die Unglücklichen zu betrachten, man bildet eine Gasse oder stellt sich an die Fenster, um die Züge und die Haltungen eines Menschen zu beobachten, der zum Tode verurteilt ist und weiß, dass er sterben muss: eitle, bösartige, unmenschliche Neugierde!“
Jean de La Bruyère
„Die Liebe besteht zu drei Viertel aus Neugier.“
Giacomo Casanova
Loyalität
Der aus dem Französischen entlehnte Begriff meinte ursprünglich „Treue“ und bezeichnet heute in erster Linie das Einhalten von getroffenen Vereinbarungen oder Gesetzen sowie die Treue gegenüber einer Autorität. Loyalität beschreibt eine Art innere Verbundenheit, die Werte eines anderen (oder einer Gruppe) zu teilen, zu achten und zu vertreten – auch, wenn man sie nicht vollumfänglich teilt. Loyalität ist jedoch stets ein freiwilliger Akt, sie kann nicht erzwungen, wohl aber gefordert werden. Entspricht der Geforderte dem nicht, kommt es zu einem sogenannten Loyalitätskonflikt. Dieser tritt ebenso in Staaten und Unternehmen wie auch in Familien auf. Für die Betroffenen entsteht so zugleich ein Gewissenskonflikt, ob sie nun ihre eigenen Werte und Ziele unterdrücken oder diese über die Treue zu der Autorität stellen. Loyalität wird oft synonym verwendet mit Anstand, Rechtschaffenheit, Redlichkeit, Zuverlässigkeit – und verwechselt mit Obrigkeitsdenken und Kadavergehorsam.
Was andere über Loyalität sagen:
„Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten.“
Marie von Ebner-Eschenbach
„Loyalität schlägt Qualität – immer und unter allen Umständen. Koste es, was es wolle.“
Hans-Ulrich Jörges
Patriotismus
Im Altgriechischen wurden mit „patriótes“ ausschließlich Nichtgriechen (Barbaren) bezeichnet. Die heutige Form ist jedoch aus dem Lateinischen, beziehungsweise aus dem Französischen entlehnt und steht in erster Linie für „Vaterlandsliebe“. Patriotismus drückt eine emotionale Wertschätzung gegenüber den Heimattraditionen, den kulturellen und historischen Werten und Leistungen des eigenen Volkes aus. Oft wird dies auch als Nationalgefühl oder Nationalstolz bezeichnet. Im negativen Extrem kann er aber auch zu nationaler Arroganz und überbordendem Nationalismus entarten. Im positiven Sinne aber bezeichnet er das Bekenntnis zu den demokratischen Werten einer Gesellschaft und die Verteidigungsbereitschaft derselben. Kritiker sehen allerdings fließende Grenzen zwischen beiden – positiven wie negativen – Ausprägungen, weshalb man damit vorsichtig umgehen sollte.
Was andere über Patriotismus sagen:
„Der Baum der Freiheit muss ab und zu mit dem Blut von Patrioten und Tyrannen getränkt werden.“
Thomas Jefferson
„Ein Patriot sei ein Mensch, dem es um das Beste seines Vaterlandes ein rechter Ernst ist, einer, der dem gemeinen Wesen redlich zu dienen geflissen ist.“
Michael Richey
„Kein Gemeinwesen kann ohne Patriotismus leben oder überleben.“
Michael Wolffsohn
„Patriotismus ist Liebe zu den Seinen; Nationalismus ist Hass auf die anderen.“
Richard von Weizsäcker
„Die billigste Art des Stolzes ist hingegen der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt.“
Arthur Schopenhauer
„Ein Patriot ist jemand, dem die Interessen eines Teils über die Interessen des Ganzen gehen.“
Ambrose Bierce
„Patriotismus ist in seiner überhitzten Form das Ei, aus dem die Kriege gebrütet werden.“
Guy de Maupassant
„Ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau.“
Gustav Heinemann







Roland Kopp-Wichmann
Nichts gegen Obama. Ich finde toll, was er erreicht hat. Aber die zitierten Werte “harte Arbeit und Ehrlichkeit, Mut und Fairplay, Toleranz und Neugier, Loyalität und Patriotismus” klingen so hehr, dass man nichts dagegen einwenden kann.
Aber mit der gleichen Berechtigung könnte man auch sagen: “Die Werte, von denen unser Erfolg abhängt – sind Bescheidenheit, Zuversicht, Flexibilität, der Glaube an uns, Ausdauer und die Liebe zu unserem Land.”
Natürlich macht sich das in einer Rede gut. Aber entscheidend ist doch, wie solche Begriffe verstanden und in praktische Politik umgesetzt werden.
Gut klingt auch der Satz “Die beste Hoffnung für Frieden in unserer Welt liegt in der Ausbreitung von Freiheit überall in der Welt.” Der stammt aus der Antrittsrede von George W. Bush am 20. Januar 2005.
Jochen Mai
Da haben Sie natürlich völlig Recht: Es gibt noch viele weitere Tugenden, über die es sich ebenfalls nachzudenken lohnt und die sich in jeder Rede gut machen würden. Aber darum geht es nicht, denn Obama zitierte nunmal ausgerechnet diese Werte. Und ich fände es schon interessant zu wissen, was anderen darunter verstehen.
Dass Bush (wie Obama übrigens auch) die Freiheit preisen, ist sicher inhaltlich nicht verkehrt. Aber ich bin mir nicht so sicher, ob Bush darunter auch die Freiheit Andersdenkender verstand.
birgit permantier
Hallo Herr Mai,
es ist gar nicht einfach diese Werte in aller Kürze zu diskutieren.
Im Zusammenhang mit Barack – Neo – Obama ist sicherlich erst einmal interessant wie ER diese Werte versteht und in die Praxis umsetzt.
Die Amerikaner sagen dazu “Walk what you talk” – und es wird spannend zu beobachten, inwieweit der neue Weltenretter walks, what he talks.
Der erste Amtstag mutet vielversprechend an. Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang seine neuen Erlasse zum Thema Anti-Lobby-Arbeit.
We will see!
Da der Mann nun unter weltweiter Dauerbeobachtung steht, wird uns sicher nichts wichtiges entgehen.
Gerhard Zirkel
Reden kann er viel, was er letztendlich umsetzt ist entscheidend. Gerade beim Thema Toleranz bleibt abzuwarten ob er darunter auch die Toleranz anderen Glaubensrichtungen versteht. Gleiches gilt für Fairplay – auch den Ländern gegenüber die nicht auf seiner Seite stehen?
Auf das Thema Freiheit möchte ich gar nicht erst eingehen. Wir werden sehen.
Gerhard Zirkel
Dieter Baier
In unserer Gesellschaft fehlen Vorbilder!- In der Wirtschaft, in der Politik erst recht. Wir alle brauchen wieder Werte und Tugenden die vorgelebt und weitergegeben werden. Ich habe als Kind einmal gelernt: Was Du nicht willst das Dir man tut, dies füge keinem anderen zu. Oder: Der Spatz in der Hand ist mehr wert als die Taube auf dem Dach. Uns ist dieses denken und handeln im laufe der nach Gier, Geiz und Ellenboben- Gesellschaft verloren gegangen. Es wird höchste Zeit diese alten aber keineswegs altmodischen Werte wieder zu beherzigen. Da gibt es eine Partei die mit Ihrer Politik “ABWEICHLER” an den Pranger stellte, wo doch eine Demokratie genau solche Menschen benötigt. Altbundeskanzler Helmut Schmidt sagte einmal: Demokratie ist ein streitbarer Prozess! Ich jedenfalls freue mich auf eine Gesellschaft die Werte und Tugenden lebt, schließlich war es genau dies, was Deutschland einmal auszeichnete, in der Welt Anerkennung und Respekt zu erfahren. Die Zeit von 1936 bis 1945 ausgeschlossen!!
Beschleunigen kann man diesen Wandel mit etwas Mut und indem man Gauner auch Gauner nennt.- Viel ERFOLG!!!
LexLegis
Was unserer Gesellschaft fehlt, sind weniger hochtrabende Ideale, sondern schlicht bessere Gesetze. Wir leisten uns ein Ausmaß an Korruption und Verschwendung, die ohnegleichen sind. Apelle an Moral, Ideal oder Ethos sind da zwecklos. Das hat noch nie funktioniert.
Versagt hat schließlich nicht ein Einzelner oder eine kleine Gruppe. Versagt hat das Finanz- und Wirtschaftssystem. Und mit ihm auch die Politik. Man kann also wohl kaum sagen: Ab morgen sind wir alle nett zueinander, dann läuft der Laden reibungslos. Das Problem sind doch gerade die falsch gesetzten Anreize. Wer besonders gierig ist, wird belohnt. Wer vorsichtig oder aber zu arm ist, verpasst einerseits die allgemeine Bereicherung und muss dann andererseits mit höheren Steuern die Folgen bezahlen…
Solange sich eine Kaste von Politikern, Gewerkschaftern, Managern, Verbandsfuktionären und Beamten gegenseitig ein sorgloses und verantwortungsfreies Leben auf Kosten des Steuerzahlers genehmigen kann (es gibt keine effektiven Kontrollinstanzen), wird alles so bleiben, wie es ist (wenn wir Glück haben).
Wenn wir weniger Glück haben, geht es mit der nächsten Finanzkrise richtig schief. Dann stehen wir in etwa da, wo wir 1928 schon einmal waren. Fünf Jahre später wurde Adolf Hitler dann in Deutschland Reichskanzler… Das nächste Mal dann vielleicht jemand vergleichbares in den USA, Russland oder China?
Und gerade in Deutschland erzieht der Sozialstaat die Menschen auch eher zu Untugenden, als zu Charakterstärke, eher zu demütigen Leistungsempfängern, als zu verantwortlichen Bürgern (nach dem Motto: Bitte Staatsknete nehmen und dann aber bitte auch die Klappe halten…)