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Es bleibt einem jeden immer noch soviel Kraft, das auszuführen, wovon er überzeugt ist. Schon Johann Wolfgang von Goethe erkannte die Bedeutung von Überzeugungen und wie sie das Leben beeinflussen können. Auch heute haben Überzeugungen nicht an Wichtigkeit verloren, nur leider weichen viele Menschen immer wieder davon ab. Man macht Ausnahmen, nimmt es manchmal nicht so genau oder macht Kompromisse bei Dingen, über die man eigentlich nicht verhandeln sollte - was man meist später bereut. Wie Überzeugungen entstehen und zehn Dinge, auf die Sie bestehen sollten...

Wie entstehen Überzeugungen?

Jeder Mensch vertritt eigene Überzeugungen - das kann eine Meinung zu einem Thema oder der persönliche Glaube an die Richtigkeit einer bestimmten Idee sein. Manche Menschen sind beispielsweise davon überzeugt, dass sich in ihrem Leben alles zum Guten entwickeln wird, andere folgen der Überzeugung, dass Sie schlauer sind als die meisten anderen Menschen und wieder andere glauben daran, dass das ganze Leben durch das Schicksal vorgegeben ist.

Dies sind natürlich nur einige wenige Beispiele der unzähligen Vielfalt an individuellen Überzeugungen, doch reichen diese aus, um die wichtigsten Eigenschaften einer Überzeugung zu verdeutlichen:

  • Sie sind sehr unterschiedlich. Natürlich gibt es Menschen, die die gleichen Überzeugungen in manchen Bereichen teilen, doch insgesamt sind diese sehr individuell und unterschiedlich - und wer in einer Sache übereinstimmt, kann bei einem andere Thema vollkommen unterschiedliche Auffassungen haben.
  • Sie müssen nicht wahr sein. Überzeugungen sollten nicht mit Fakten oder der Realität verwechselt werden. Es handelt sich dabei lediglich um eigene und persönliche Ansichten, die manchmal auch vollkommen absurd und für Außenstehende kaum nachvollziehbar sein können.
  • Es fällt oft schwer, sich von Ihnen zu lösen Ist jemand wirklich davon überzeugt, schlauer als sein Umfeld zu sein, wird er sich durch Argumente kaum von dieser Meinung abbringen lassen, schließlich glaubt er, dass die Argumente von jemandem kommen, der ihm intellektuell nicht das Wasser reichen kann. So verhält es sich mit fast allen Überzeugungen: Einmal gefasst, ist die Meinung von außen kaum noch abänderbar.

Nun wissen Sie bereits, was Überzeugungen auszeichnet, doch es bleibt die Frage: Wie entstehen Überzeugungen? Schließlich sind diese nicht einfach da, sondern müssen sich erst im Laufe der Zeit entwickeln und festigen. Grundsätzlich wird dabei die Entstehung von Überzeugungen in zwei Arten unterteilt.

  • Durch Übernahme von anderen Personen. Viele Überzeugungen werden von wichtigen Bezugspersonen übernommen. So lernen bereits Kinder, was ihre Eltern als richtig oder falsch erachten und bilden erste eigene Überzeugungen. Hier ist allerdings auch Vorsicht geboten, da dies im Erwachsenenalter auch genutzt werden kann, um anderen Menschen etwas einzureden oder diese gezielt zu beeinflussen.
  • Durch Erfahrungen oder Beobachtungen. Überzeugungen können jedoch auch selbst gebildet werden. Um beim bereits oben genannten Beispiel zu bleiben, kann die Beobachtung, dass Dinge sich zum Guten wenden, dazu führen, dass diese Überzeugung auf jeden Bereich des Lebens übertragen wird.

Überzeugungen: 10 Dinge, auf die Sie bestehen sollten

Doppelganger4/shutterstock.comDas Leben, ob beruflich oder privat, ist fast immer ein Miteinander, ein Geben und Nehmen. Oft werden Sie in eine Situation kommen, in der ein Kompromiss verlangt wird, um eine Gemeinschaft zu erhalten. Doch dabei sollten Sie darauf achten, Ihre Überzeugungen nicht zu verleugnen und die Meinung anderer nicht über Ihre eigene stellen. Nach einiger Zeit kommt oft die Erkenntnis, dass man seinen Prinzipien hätte treu bleiben sollen. Man ärgert sich über sich selbst und muss sich die Frage gefallen lassen, ob man wirklich richtig gehandelt hat, als mein gegen die eigenen Überzeugungen verstoßen hat. Besser ist es daher gleich auf die Dinge zu bestehen, die einem wichtig sind. Das kann zwar manchmal der schwerere Weg sein, da man seine Ansicht durchsetzen muss und einem möglichen Konflikt nicht aus dem Weg geht, doch kann es das eigene Selbstbewusstsein fördern, wenn man zu dem steht, an das man glaubt.

Unsere Liste zeigt Ihnen 10 Dinge, auf die Sie bestehen sollten, auch wenn Ihr Umfeld vielleicht eine andere Meinung vertritt.

  1. Bestehen Sie darauf, Sie selbst zu sein.

    Der Mensch neigt dazu, sich zu verstellen, um von seiner Umwelt akzeptiert und gemocht zu werden. Nur wenn Sie es aber schaffen, mit Ihrer eigenen Persönlichkeit und Authentizität aufzutreten, können Sie auf Dauer glücklich werden. Nicht nur ist es für Sie sehr frustrierend, permanent eine Rolle spielen zu müssen und Angst zu haben, dass Ihre Schauspielerei enttarnt wird. Wenn Sie nicht sie selbst sind, wird auch Ihr Selbstbewusstsein darunter leiden, dass Sie Ihre eigene Persönlichkeit als nicht gut genug einschätzen.

  2. Bestehen Sie darauf, optimistisch zu denken.

    Es gibt sie überall, in jedem Unternehmen und in jedem Freundeskreis - die Pessimisten, die Schwarzseher, die Miesepeter. Sie finden immer ein Haar in der Suppe und verbreiten ihre negativen Gedanken. Das Wichtigste ist: Lassen Sie sich davon nicht runterziehen. Wer davon ausgeht, das alles schief gehen wird, stellt häufig fest, dass es genauso kommt. Behalten Sie sich aber Ihren Optimismus, werden Sie feststellen, wozu Sie durch positive Gedanken in der Lage sind.

  3. Bestehen Sie darauf, von den richtigen Personen umgeben zu sein.

    Im Endeffekt haben Sie es selbst in der Hand, welche Personen Sie an Ihrem Leben teilhaben lassen und welche Sie außen vor halten. Und diese Entscheidung sollten Sie nicht unterschätzen. Es gibt viele Wegbegleiter, die Sie fördern oder unterstützen. Doch leider gibt es auch genauso viele, die Ihnen im Weg stehen und so Ihre Pläne kaputt machen. Umgeben Sie sich mit den richtigen Menschen, die Ihnen gut tun und Sie weiterbringen, das stärkt auch Ihr Selbstbewusstsein.

  4. Bestehen Sie darauf, nicht in der Vergangenheit zu leben.

    Die Dinge, die geschehen sind, sind geschehen. Daran können Sie nichts mehr ändern. Lassen Sie die Vergangenheit los und konzentrieren Sie sich stattdessen auf die Zukunft. Klammern Sie sich nicht an alte Erfolge oder Niederlagen, sondern nutzen Sie Ihre Energie, um eine neue Aufgabe anzupacken. Um die Vergangenheit hinter sich zu lassen, müssen Sie auch lernen, über Ihren Schatten zu springen, anderen zu vergeben und Veränderungen zu akzeptieren, anstatt sich dagegen zu sträuben.

  5. Bestehen Sie darauf, weiter zu lernen.

    Schule, Studium oder Ausbildung vermitteln oft den Eindruck, nach deren Abschluss alles Wissenswerte gelernt zu haben. Fallen Sie nicht auf diesen Trugschluss herein. Egal ob mit 20, 40 oder 60 - Sie sollten immer den Drang verspüren, etwas Neues zu lernen und Ihre Fähigkeiten zu erweitern. Vielleicht durch eine neue Fremdsprache oder Sie lernen eine eigene Homepage zu programmieren? Auch aus Fehlern können Sie lernen, in dem Sie den Fehler verstehen und Ihr Vorgehen beim nächsten Versuch anpassen und verbessern.

  6. Bestehen Sie darauf, freundlich zu bleiben.

    Viele Menschen haben Ihr Temperament nicht unter Kontrolle und brausen bei jeder Kleinigkeit auf. Jeder kennt mindestens eine Person, die einen auf die Palme bringt, auch wenn Sie vielleicht nicht einmal erklären können, woran das liegt. Doch da Sie sicher nicht zu den Cholerikern zählen wollen, sollten Sie sich selbst immer wieder daran erinnern, freundlich zu bleiben.

  7. Bestehen Sie darauf, Ihre Träume zu verfolgen.

    Jeder Mensch hat Träume, ob materiell, beruflich oder privat. Vielleicht wollen Sie sich ein eigenes Haus bauen, sich mit einem eigenen Unternehmen selbstständig machen oder eine Familie gründen. Auch wenn andere Ihre Träume für unrealistisch halten, sollten Sie trotzdem auf Ihre Ziele hinarbeiten. Das andere Menschen ihre Ziele und Träume nicht erreichen können, bedeutet nicht, dass Sie es nicht schaffen. Sie wollen sich in Zukunft nicht fragen müssen, was Sie hätten erreichen können, wenn Sie sich nur getraut hätte, an Ihren Träumen zu arbeiten.

  8. Bestehen Sie darauf, dankbar zu sein.

    Jeder strebt nach mehr - mehr Geld, mehr Erfolg, mehr Ansehen. Dabei bleibt die Dankbarkeit für das, was bereits erreicht wurde, oft auf der Strecke. Doch wenn Sie sich bewusst machen, welche Erfolge Sie bereits verbuchen konnten und welche positiven Dinge es in Ihrem Leben gibt, werden Sie sich glücklicher und zufriedener fühlen. Vergessen Sie jedoch nicht, auch den Menschen zu danken, die Ihnen auf dem Weg zur Seite gestanden haben und Sie mir Rat und Tat unterstützt haben.

  9. Bestehen Sie darauf, sich Zeit für sich zu nehmen.

    To-Do-Listen, Termine, Deadlines - stressige Arbeitstage können ganz schön an die Substanz gehen. Um den Stress auszugleichen, brauchen Sie Zeit für sich. Wie Sie diese nutzen, bleibt Ihnen überlassen: Sport treiben, ein entspannendes Bad nehmen oder ein gutes Buch mit einer Tasse Tee. Lassen Sie sich nicht von anderen ausnutzen, sondern fordern Sie aktiv Zeit für sich ein. Schalten Sie wirklich ab, wenn Sie das Büro verlassen und gönnen Sie Ihrem Körper die Auszeit, die er verdient hat und auch braucht.

  10. Bestehen Sie darauf, Risiken einzugehen.

    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Darin steckt eine Menge Warheit. Denn wer nicht bereit ist, ab und an ein gewisses Risiko einzugehen, findet schnell heraus, dass er auf der Stelle tritt. Lassen Sie sich also nicht davon abbringen, auch einmal eine Entscheidung zu treffen, deren Ausgang Sie nicht zu 100 Prozent vorhersagen können. Wagen Sie beispielsweise den Schritt in einen neuen Job oder trauen Sie sich, Ihren Chef nach mehr Verantwortung zu fragen. Sie werden überrascht sein, wie viel Positives Sie erreichen können, wenn Sie bereit sind, ein Risiko einzugehen.

Und worauf bestehen Sie? Gibt es einen Punkt, bei dem Sie keine Kompromisse eingehen? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

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