Umzug Checkliste: Daran bitte denken
Nicht immer ist ein neuer Job mit der aktuellen Wohnsituation vereinbar. Wenn die Strecke zwischen dem neuen Arbeitsplatz und dem aktuellen Wohnort zu weit ist und somit auch pendeln nicht zur Option steht, bleibt nur noch ein Umzug. Wie aufwendig dieses Unterfangen werden kann, weiß jeder, der schon einmal umgezogen ist. Irgendetwas fehlt immer, anderes geht verloren, man ärgert sich, weil man etwas nicht bedacht hat und die Kosten sind größer als erwartet. Um bei Ihrem nächsten Umzug an alles zu denken, sollten Sie sich vorher die Zeit nehmen und den Ablauf genau organisieren. Unsere Checkliste für den Umzug kann Ihnen dabei helfen...

Umzug Checkliste: Vor dem Umzug

Lange bevor das erste Mal die neue Wohnung aufgeschlossen werden kann, beginnt bereits die Planungsphase, denn es gibt vieles zu beachten. Wie lange im Voraus Sie damit beginnen wollen, können Sie selbst entscheiden, doch empfehlen wir, nicht zu kurzfristig zu planen. Je mehr Zeit Sie sich für die Vorbereitungen lassen, desto leichter wird es Ihnen fallen, auf Schwierigkeiten zu reagieren. Außerdem wollen Sie nicht in die unbequeme Situation kommen, eine Wohnung schnell nehmen zu müssen, weil Sie keine Zeit mehr haben, um weiterzusuchen.

  • Klären Sie Ihre Finanzen. Durch den neuen Job verändert sich vielleicht auch Ihr Gehalt. Überlegen Sie, wie viel die neue Bleibe kosten darf.
  • Definieren Sie Ihr Suchgebiet. Wollen Sie möglichst nah an den Arbeitsplatz und damit vielleicht auch in eine Stadt ziehen? Oder sehen Sie die neue Wohnung eher außerhalb, sodass Sie mit dem Auto zur Arbeit fahren?
  • Legen Sie wichtige Kriterien fest. Um eine Wohnung zu finden, müssen Sie wissen, was Ihnen dabei wichtig ist. Können Sie beispielsweise auf keinen Fall auf eine Badewanne verzichten oder benötigen unbedingt eine Terasse, können Sie Ihre Suche entsprechend eingrenzen.
  • Suchen Sie geeignete Immobilien. Es gibt viele Portale, die Wohnungen über das Internet vermitteln. Aber auch Inserate in Zeitungen können vielversprechende Alternativen aufzeigen.
  • Vereinbaren Sie Besichtigungstermine Da Sie vermutlich noch in Ihrem Job aktiv sind, bleibt dafür meist nur das Wochenende. Gerade wenn die Fahrt zur neuen Stadt eine längere Strecke bedeutet, ist hier einige Planung erforderlich.
  • Schätzen Sie den zusätzlichen Aufwand ab. Wenn Sie die Wohnungen betrachten, sollten Sie sich fragen, wie viel Arbeit und Geld dort noch investiert werden muss und ob es den Aufwand wert ist.
  • Prüfen Sie die Anbindungen. Von der neuen Wohnung wollen Sie möglichst unkompliziert überall hinkommen. Informieren Sie sich über die Anbindungen zu Hauptverkehrsstraßen und anderen wichtigen Punkten wie Einkaufsmöglichkeiten.
  • Fragen Sie nach der Küche. Eine Küche ist ein großer Kostenpunkt. Bei der Besichtigung sollten Sie sich daher unbedingt informieren, ob eine möglicherweise vorhandene Küche in der Wohnung bleibt oder ob Sie selbst eine entsprechende Einbauküche kaufen müssen.
  • Achten Sie auf Mängel. Finden Sie Mängel, sollten Sie diese unbedingt festhalten - gerade im späteren Mietvertrag. Ansonsten könnte es spätestens bei einem erneuten Umzug passieren, dass der Vermieter eine Entschädigung von Ihnen verlangt.

Umzug Checkliste: Für den Umzug

inxti/shutterstock.comHaben Sie sich dann für eine Wohnung entschieden, ist es an der Zeit, alles für den Umzug vorzubereiten. Die Zeitspanne, die Ihnen hierfür bleibt, wird meist durch den Start in den neuen Beruf und den Einzugstermin in die neue Wohnung vorgegeben.

  • Unterschreiben Sie den Mietvertrag. Bevor Sie etwas anderes machen, sollten Sie zunächst einen Termin mit dem zukünftigen Vermieter vereinbaren und den Mietvertrag unterschreiben. Ab diesem Punkt ist der Umzug fest und Sie können die konkrete Planung angehen.
  • Denken Sie an die Kaution. In Ihrer Kalkulation haben Sie hoffentlich auch bereits daran gedacht, dass für die neue Wohnung eine Kaution fällig wird. Diese beträgt meist zwischen zwei und drei Monatsmieten und ist bei Vertragsunterzeichnung zu bezahlen.
  • Kündigen Sie die alte Wohnung. Mit der Sicherheit des Mietvertrages können Sie nun ohne Probleme Ihre vorhandene Wohnung kündigen. Hier gilt es vor allem die Fristen zu beachten und - falls möglich - Monate mit doppelter Mietbelastung zu vermeiden.
  • Legen Sie einen Termin fest. An welchem Datum soll der große Tag sein, an dem Sie mit Ihren Sachen in die neue Wohnung einziehen? Oftmals empfiehlt sich ein Wochenende
  • Bitten Sie Ihre Freunde um Hilfe. Allein ist ein Umzug nicht nur schwer, sondern auch viel weniger lustig. Sprechen Sie Ihre Freunde an, die meist für eine entsprechende Verpflegung in Form von Pizza und Bier gerne bereit sind, ein paar Kisten zu schleppen.
  • Organisieren Sie die nötigen Arbeiten. Sollte in der neuen Wohnung noch renoviert werden müssen, gilt es dies frühzeitig in Angriff zu nehmen. Kleinere Dinge können am Tag des Umzugs erledigt werden, doch größere Baustellen benötigen entsprechende Zeit.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Telefonanbieter. Damit Sie auch in der neuen Wohnung von Anfang an Telefon und Internet nutzen können, sollten Sie Ihr Telefon ummelden und dem Anbieter mitteilen, wann der Umzug stattfindet.
  • Kaufen Sie Umzugsmaterial. Vielleicht haben Sie noch einige Umzugskartons rumliegen, aber Sie sollten sicher sein, genügend Platz für alle Sachen zu finden, die Sie mitnehmen wollen. Sowohl im Internet als auch im Baumarkt finden Sie alle nötigen Materialien.
  • Kümmern Sie sich um eine Umzugsfirma. Manchmal ist ein Umzug auch mit der Hilfe von Freunden nicht alleine zu stemmen und es müssen Experten ran. Informieren Sie sich, welche Kosten dabei auf Sie zukommen und sprechen Sie die Termine rechtzeitig ab.
  • Räumen Sie aus. Keiner gibt es gerne zu, doch fast jeder hat im Keller, auf dem Speicher oder in der Garage eine ganze Menge rumliegen. Nehmen Sie sich die Zeit, um Gerümpel auszusortieren und gegebenenfalls gleich zu entsorgen.
  • Packen Sie ein. Wenn der Umzugstermin näher rückt, sollten Sie bereits anfangen, die ersten Dinge in den Kartons zu verstauen. Fangen Sie dabei logischerweise mit den Sachen an, die Sie bis zum Umzug voraussichtlich nicht mehr brauchen werden. Jeder fertige Karton erspart Ihnen Arbeit am eigentlichen Umzugstag.
  • Werden Sie Ihren Sperrmüll los. In der Regel bleiben bei einem Umzug einige Dinge zurück, die nicht in die neue Wohnung mitgenommen werden. Kümmern Sie sich deshalb rechtzeitig um einen Termin für den Sperrmüll, wo Sie sich von diesen Teilen trennen können.
  • Stellen Sie einen Nachsendeantrag. Damit Ihre Post auch tatsächlich an die neue Adresse gesendet wird und nicht fälschlicherweise an Ihrem letzten Wohnort landet, sollten Sie bei der Post einen Nachsendeantrag stellen.
  • Renovieren Sie die alte Wohnung. Da Sie eine neue Kaution entrichten mussten, wollen Sie die alte sicherlich gerne wieder haben. Lesen Sie Ihren alten Mietvertrag und schauen Sie, in welchem Zustand die Wohnung übergeben werden muss. Falls nötig, planen Sie Zeit ein, um die Wände neu zu streichen oder zu tapezieren.
  • Kontrollieren Sie Ihre Überweisungen. Sobald der neue Mietvertrag läuft, sollten Sie einen entsprechenden Dauerauftrag für die Miete einrichten. Gleichzeitig können Sie den alten Dauerauftrag löschen, sobald die letzte Miete an den ehemaligen Vermieter überwiesen wurde.
  • Legen Sie alles wichtige zusammen. Ihre Wertgegenstände und Unterlagen sollten Sie zusammenpacken, um es nicht aus den Augen zu verlieren. So finden Sie diese schnell wieder und haben im neuen Zuhause alles zur Hand.
  • Umzugsutensilien parat halten. Bei all dem Einpacken sollten Sie daran denken, Werkzeug so aufzubewahren, dass Sie in der neuen Wohnung ohne Probleme Zugriff darauf haben. Ansonsten könnte der Aufbau der Möbel zu einem Problem werden. Auch Putzmittel sollten greifbar sein, da bei einem Umzug zwangsläufig etwas dreckig wird.
  • Wohnungsübergabe mit dem alten Vermieter. Ist die Wohnung ausgeräumt und sauber, können Sie die Übergabe mit dem alten Vermieter machen. Hier werden auch die Zählerstände abgelesen und schriftlich festgehalten und die Hausschlüssel zurückgegeben.

Umzug Checkliste: Nach dem Umzug

Sie sind angekommen und haben den schwersten Teil bereits hinter sich. Die Umzugshelfer haben gute Arbeit geleistet, die meisten Möbel stehen bereits und die Kartons wurden an den verschiedensten Plätzen der neuen Wohnung verteilt. Dem Einrichten des neuen Zuhauses und dem Eingewöhnen an die Umgebung steht damit nichts mehr im Weg.

  • Beginnen Sie mit dem Ausräumen. Es ist eine mühsame Arbeit, doch Sie werden froh sein, wenn die Kartons endlich leer werden. Packen Sie einen Karton nach dem anderen aus und überlegen Sie, wo was zu verstauen ist, um später keine Probleme beim Suchen zu haben.
  • Sorgen Sie für Ordnung. Nachdem alles ausgepackt ist, sollte erst einmal aufgeräumt werden. Alles, was nicht mehr benötigt wird, landet im Müll - damit der Keller nicht gleich wieder voll ist.
  • Lernen Sie die Nachbarn kennen. Um einen guten Start in die neue Nachbarschaft zu haben, sollten Sie sich bei den anderen Parteien vorstellen. Mit einer kleinen Aufmerksamkeit können Sie dabei nichts falsch machen.
  • Melden Sie sich um. Einer Ihrer ersten Wege sollte Sie zum Einwohnermeldeamt führen, um sich dort umzumelden.
  • Ändern Sie überall Ihre Adresse. Ihre Adresse ist bei den unterschiedlichsten Unternehmen, Behörden oder Diensten hinterlegt. Denken Sie daran, diese überall zu ändern. Dazu zählen beispielsweise Ihre Versicherungen, Ämter, Ihr neuer Arbeitgeber, Ihre Bank und Profile bei Versandhändlern. Auch Freunde und Verwandte sollten über die neue Anschrift informiert werden.
  • Schmeißen Sie eine Einweihungsparty. Als endgültigen Abschluss des Umzugs und um neue Freunde, Kollegen und Nachbarn besser kennenzulernen, können Sie eine Einweihungsparty geben.

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