Unglücklich? Dann stellen Sie sich diese Fragen
Sind Sie unglücklich? Um daran etwas zu ändern, gilt es zunächst einmal herauszufinden, welche Ursachen dahinter stehen. In vielen Fällen gibt es einen konkreten Auslöser, der der schlechten Gefühlslage zugrunde liegt. Manchmal ist es aber auch schwieriger und es lässt sich nicht so leicht benennen, warum man eigentlich unglücklich ist. Hier entsteht ein Problem, denn wer nicht weiß, wo die Ursache für sein Unglück liegt, kann kaum etwas dagegen tun. Um die eigene Situation besser zu verstehen, ist eine ehrliche Reflexion nötig. Diese Fragen sollten Sie sich stellen, um zu verstehen, was Sie unglücklich macht...

Fragen, die Sie sich stellen sollten, wenn Sie unglücklich sind

Sich einzugestehen, dass man unglücklich ist und etwas daran ändern möchte, ist bereits der erste wichtige Schritt. Oft lügt man sich lieber selbst in die Tasche, schwindelt sich selbst vor, dass man nur einen schlechten Tag hat und die Dinge sich von alleine ändern werden. Dem ist meist aber nicht so.

Es kratzt nur noch weiter am eigenen Selbstbild, einen Missstand zu erkennen und einzugestehen. Der einfache Weg ist es, diesen möglichst unauffällig unter den Teppich zu kehren und die Fassade aufrecht zu erhalten. Am Ende schneiden Sie sich mit dieser Strategie jedoch nur ins eigene Fleisch. Besser ist es, das Problem bei der Wurzel zu packen und selbst aktiv zu werden. Aber was ist die Wurzel? Um diese zu finden, müssen Sie in sich hineinhorchen.

Vorneweg: Versuchen Sie bei der Beantwortung der Fragen möglichst ehrlich zu sich selbst zu sein. An der ein oder anderen Stelle ist das nicht ganz leicht, da auch unangenehme Erkenntnisse gewonnen werden können. Doch nur so können Sie wirklich etwas aus der Selbstreflexion lernen und etwas unternehmen, um glücklicher zu sein.

  1. Wofür bin ich momentan dankbar?

    Der Blick schweift allzu häufig von den guten Dingen ab und bleibt am Negativen hängen. Man sieht nur noch alles, was schief läuft, die Probleme und Sorgen, mit denen man sich herumschlagen muss und die kaum überwindbar scheinen. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit wieder auf die positive Seite und fragen Sie sich, welche Gründe Sie haben, dankbar zu sein. Ihre Gesundheit, der Zusammenhalt in der Familie, ein sicherer Arbeitsplatz, Ihre Freunde, Ihre Wohnung oder vielleicht etwas, dass Sie erreicht haben? Es kann unzählige Gründe geben, Dankbarkeit zu empfinden, man muss diese nur erkennen und sich darüber freuen und das Glück kommt von ganz allein.

  2. Mit wem verbringe ich viel Zeit?

    Der Mensch ist ein soziales Wesen, da ist es nur allzu selbstverständlich, dass die Menschen, mit denen wir uns täglich umgehen, einen großen Einfluss auf unsere Gefühlslage nehmen. Jeder möchte von seinem Umfeld akzeptiert und aufgenommen werden. Fehlt diese Akzeptanz, wird man schnell unglücklich. Vielleicht verbringen Sie zu viel Zeit mit den falschen Leuten, die Ihnen kein gutes Gefühl geben und Sie möglicherweise runterziehen. Wenden Sie sich an Familie und gute Freunde, um den Rückhalt zu bekommen, den Sie benötigen, um sich wieder besser zu fühlen.

  3. Bin ich zufrieden mit meinem Job?

    Ob man glücklich ist oder nicht, hängt auch davon ab, wie zufrieden man mit seiner aktuellen Anstellung ist. Diese verspricht vielleicht ein gutes Gehalt, aber macht Sie Ihr Job auch glücklich? Fragen Sie sich, ob Sie vielleicht lieber etwas ganz anderem nachgehen würden, weil Ihr jetziger Job nicht Ihrer Leidenschaft entspricht. Ein solcher Umbruch kann schwierig sein, doch wenn Sie täglich einer Arbeit nachgehen, die Sie erfüllt und Ihnen Spaß macht, werden Sie sich glücklicher fühlen als in einem Beruf, bei dem Sie sich jeden Tag aufs Neue überwinden müssen.

  4. Worin investiere ich meine Energie?

    Arbeiten Sie gerade besonders stark an Ihrer Karriere? Liegt der Fokus eher auf der Familie? Oder konzentrieren Sie sich vielleicht auf soziales Engagement? Nachdem Sie erkannt haben, wofür Sie Ihre Energie einbringen, können Sie sich fragen, ob hier der Grund dafür liegt, dass Sie sich unglücklich fühlen. All seine Zeit und Kraft in die Karriere zu stecken, bringt Sie dort wahrscheinlich weiter, wenn Sie aber eigentlich lieber eine Familie gründen würden, stehen sich diese beiden Ziele im Weg.

  5. Was bewundere ich an anderen?

    Schauen Sie aus bestimmten Gründen zu anderen Menschen auf, kann dies ein Indiz dafür sein, dass Ihnen selbst etwas fehlt. Der Kollege, der eine Beförderung erhalten hat, die gute Freundin, die einen Heiratsantrag bekommen hat oder ein Bekannter, der den Mut hatte, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Oft bewundern wir an unseren Mitmenschen die Dinge, die wir selbst schätzen oder selbst gerne hätten. Wer diese Ziele erkennt, kann darauf hinarbeiten und so glücklicher werden.

  6. Was treibt mich an?

    Nicht immer lassen wir uns von Motivation oder Leidenschaft leiten. Manchmal ist es auch Angst, die uns antreibt. Beispielsweise wenn wir in einem Job bleiben, der nicht der richtige für uns ist, wir aber Angst davor haben, etwas dagegen zu unternehmen. Fragen Sie sich, ob Sie aus den richtigen Motiven handeln oder von Ihrer Angst oder den Erwartungen Ihrer Mitmenschen angetrieben werden. Handeln Sie entsprechend Ihrer Motivation, werden Sie auch spüren, dass Sie glücklicher mit den Entscheidungen sind, die Sie treffen.

[Bildnachweis: KieferPix, by Shutterstock.com]