Tablet-PCs wie das iPad sind längst mehr als eine Spielerei. Sie sind mobile Bücher, Shops, Zeitungen – und für immer mehr Nutzer auch ein echter Laptop-Ersatz. So viele Optionen das iPad auch bietet: Es hat seine Limits. So gibt es nach wie vor Datei-Formate, mit denen das iPad nichts anfangen kann und die sich damit auch nicht öffnen lassen. Abhilfe schafft hier ein Urgestein des iOS-Appstores: der Goodreader. Diese App ist mehr oder weniger seit der Eröffnung des Appstores dabei und hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Universalwerkzeug entwickelt. Nicht nur, dass sich damit die verschiedensten Formate öffnen lassen, auch das Kommentieren von PDF-Dateien und sogar der Download von Youtube-Videos ist mit der App möglich. Wir haben das inzwischen renovierte Programm für Sie unter die Lupe genommen.
Beim Öffnen der App – die für iPhone und iPad für jeweils 3,99 Euro verfügbar ist – fällt sofort die antik wirkende Benutzeroberfläche auf. Diese ist auch das einzige echte Manko der App. Denn obwohl der Funktionsumfang in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen ist, hat sich die Benutzeroberfläche leider fast nicht verändert. Im Screenshot unten sind die zahlreichen Optionen zu sehen, die der Goodreader für den Umgang mit Dateien bietet. Die auf der linken Seite markierte PDF-Datei werden Sie in unserem Hands-on-Video am Ende des Artikels wiederfinden.
Die Liste der unterstützen Datei-Formate reicht von Microsoft Office Dateien über verschiedene Video- und Audio-Formate bis hin zu Text- und PDF-Dateien. Die Unterstützung von PDF-Dateien klingt im ersten Augenblick unspektakulär, doch Goodreader kommt mit PDFs beliebiger Größe zurecht. So konnten wir in unserem Test ein PDF-Dokument mit einer Gesamtgröße von über 100 MB im Goodreader problemlos öffnen und bearbeiten, während die gleiche Datei in der nativen Vorschau nicht einmal geöffnet werden konnte. Sowohl die Kindle- als auch die iBooks-App stürzten jedes Mal ab, wenn wir das Dokument importieren wollten.
Dateitransfer
Doch der Goodreader macht nicht nur beim Öffnen und Bearbeiten von Dateien eine gute Figur. Auch der Dateitransfer läuft angenehmen unkompliziert ab. Wie Sie im Screenshot unten sehen können, bietet der Goodreader eine ganze Reihe von Cloud- und Server-Diensten – unter anderem auch Dropbox und Google Docs – an, von denen Dateien importiert werden können. Zusätzlich ist der klassische Dateitransfer via Kabel oder auch über WLAN möglich. Gerade die letzte Option macht das schnelle Verschieben von Dateien zwischen verschiedenen Geräten zum Kinderspiel.
Datei-Download
Auch das Herunterladen von Dateien ist mit dem Goodreader kein Problem, seit dem letzten Update lassen sich sogar Youtube-Videos durch einen Klick im mobilen Safari im Goodreader herunterladen. Dazu müssen Sie zuerst ein Bookmarklet in Safari installieren, danach genügt es, dieses Bookmarklet anzuklicken und der Download des Videos beginnt.
Goodreader ergänzt das iPad um viele nützliche und manchmal schmerzlich vermisste Funktionen. Vor allem wer viel mit PDF-Dateien arbeitet und Youtube-Videos oder andere Dateien herunterladen will, sollte sich die App unbedingt anschauen.
Und wie das Ganze im Einsatz aussieht, zeigen Ihnen jetzt noch in unserem Hands-on-Video:


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Jörg Oyen
Richtig eingesetzt wird so im Vollbildmodus aus einem schlauen PDF mit Links eine nette “fast” iPad Präsentations App … wie das mit Broschüren geht habe ich im Artikel Print to iPad in der MacUp 06.2011 beschrieben – anbei Link zu Leseprobe https://dl.dropbox.com/u/1607759/press/leseprobe/Leseprobe-Print-to-iPad-MacUp-06-2011-S-96-98.pdf
Jörg Oyen
Nachtrag Print to iPad … dank der IOS integrierten PDF Engine kommen individual Publisher so am Retina eMagazin Auflösungs- und Datenvolumen Schock, schlank vorbei.
Peter Wittmann
Wieso wirkt die Oberfläche “antik”??? Verstehe ich nicht…
Jochen Mai
Naja, moderne App-Designs sehen heute anders aus.
Peter Wittmann
@ Jörg Oyen
Diese Antwort ist etwas unspezifisch; softwareergonomisch ist die Oberfläche m.E. sehr gut und funktional, und damit auch (z.T.) deutlich besser als das eine oder andere “Modernere”, was mir schon untergekommen ist. Aber man kann da in der Tat unterschiedlicher Ansicht sein.
Jörg Oyen
Ich glaube @Jochen meinte eher das Agentur PDF-Mockup in meine Artikel das dank Goodreader im Vollbildmous auch als Teil eines Raumschiff Enterprise Bildschirm Schoners durchgehen könnte…