LärmDer Stress am Arbeitsplatz hat deutlich zugenommen – weltweit. Das sagen zumindest 58 Prozent der insgesamt 11.000 Arbeitnehmer aus 13 Ländern, die der Bürodienstleister Regus jetzt dazu befragte. Hierzulande gab jeder Zweite (48 Prozent) an, heute gestresster zu sein als vor zwei Jahren. Insbesondere die zunehmende Gewinnfixierung der Unternehmen stellt für 35 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland einen erheblichen Stressfaktor dar, weitere 33 Prozent gaben an, dass der Druck, einen erstklassigen Kundenservice zu liefern, für mehr Stress am Arbeitsplatz sorge.

Das gilt allerdings nicht überall. So ergab die Studie auch, dass das Stress-Niveau in Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern stärker angestiegen ist als in kleineren Firmen. 63 Prozent der Arbeitnehmer in Konzernen, aber nur 43 Prozent in KMU fühlen sich gestresster als vor zwei Jahren. Am stärksten stieg der Druck im Gesundheitswesen und in der Pharmaindustrie (65 Prozent), im Einzelhandel am wenigsten (52 Prozent).

Das Ganze relativiert sich allerdings im internationalen Vergleich. Denn im globalen Stress-Ranking belegt Deutschland den entspannten vorletzten Platz. Spitzenreiter ist hierbei China, wo 86 Prozent der Befragten sagten, dass ihr Stress enorm zugenommen habe. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Belgien und Mexiko mit jeweils rund 64 Prozent. Relativ noch entspannter als in Deutschland geht es nur noch den Niederlanden zu: Hier beklagen „nur“ 47,3 Prozent eine Stresszunahme. Siehe Grafik (zum Vergrößern bitte anklicken):

Stressranking

Alle Angaben in Prozent, Quelle: Regus