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Valentinstag: Die Kunst des Flirtens

Flirten-Valentinstag-Büroromanze
Heute ist Valentinstag – wie immer am 14. Februar. Es ist der Tag der Liebenden und Flirtenden. Alle denken an Schmetterlinge im Bauch, Glücksgefühle, Freude. Entsprechend wird gebaggert, angeschmachtet und bezirzt. Immerhin: Bei jedem vierten deutschen Arbeitnehmer hat es zwischen Kantine und Kopierer schon einmal gefunkt. 23 Prozent waren bereits im Kollegenkreis liiert, so das Ergebnis einer Stepstone-Umfrage. Das ist auch gut so. Denn so ein bisschen Romantik hat durchaus positive Nebenwirkungen


Valentinstag: Die Geschichte des Gedenktages

Der 14. Februar gilt in zahlreichen Ländern als der Tag der Liebenden. Sein Name – Valentinstag – geht zurück auf die Legende des Märtyrers Valentin von Terni. Der war Bischof der italienischen Stadt Terni und hatte verliebte Paare getraut, darunter auch Soldaten, die nach damaligem kaiserlichen Befehl unverheiratet bleiben mussten. Am 14. Februar 269 wurde er deshalb hingerichtet.

Wie die Liebe den Job beeinflusst

Bei Singles ist die Sache noch relativ klar: Sie flirten am Valentinstag, weil sie

  • a) einen Partner suchen oder
  • b) niemanden haben, der sie an diesen fiesen, schwer zu erreichenden Stellen am Rücken kratzt.

Bei Paaren ist die Lage erheblich schwerer zu beurteilen: Die einen wollen vielleicht nur spüren, dass es für sie noch immer eine Nachfrage auf dem Beziehungsmarkt gibt, andere wollen nachholen, was sie seit Jahren vermissen und wieder andere reizt schlicht das Abenteuer.

Und sagen Sie jetzt nicht, Sie würden nicht flirten! Das ist gelogen. Wir alle tun es. Ständig. Lehnen Sie sich zum Beispiel leicht vor, sobald Sie sich mit einem attraktiven Gegenüber unterhalten? Neigen Sie dabei den Kopf zur Seite? Verändern Sie Ihre Stimme? Lächeln Sie öfters? Klimpern Sie mit den Augen, lecken Sie sich über die Lippen oder spielen mit den Haaren? Tja, Sie flirten schon…

Das ist aber nichts, wofür man sich schämen müsste. Zunächst sind das nur unwillkürliche körperliche Signale, die das Terrain sondieren, bevor Sie (unter Umständen) in den verbalen Nahkampf übergehen. Bis dahin ist der Zweck: gegenseitige Sympathie analysieren und andeuten.

Sie finden Ihr Gegenüber anziehend – und möchten nun, dass das erwidert wird. Flirten ist letztlich immer ein Spiel um Alternativen. Gut, manchmal ist es auch eine Art Beziehungsversicherung: Wenn die aktuelle scheitert, weiß man zumindest wer und wie viele andere potenziell verfügbar wären. Aber das ist eine andere Geschichte.

Vorteile hat des dennoch – selbst für den Job:

  1. Liebe macht kreativ.

    Forscher der Universitäten von Amsterdam, Groningen und Bremen kamen zu dem Ergebnis: Liebe macht kreativer. Menschen, die verliebt sind, denken eher an langfristige Ziele und dies fördere das kreative Denken, so die Begründung. Eine neuro-chemische Erklärung gibt es allerdings auch: Danach stimuliert der Neurotransmitter Dopamin das Belohnungszentrum im Gehirn des Verliebten und aktiviert dabei auch jene Hirnareale, die für Kreativität und künstlerische Aktivitäten verantwortlich sind. Oder kurz: Verliebte sind die Idealbesetzung, wenn es darum geht, Langfristiges zu planen, neue Lösungen zu finden oder neue Perspektiven zu entdecken.

  2. Sex fördert analytisches Denken.

    Gleiche Studie, zweites Ergebnis: Sex macht smart. Jedenfalls stark vereinfacht gesagt. Laut den Wissenschaftlern hat körperliche Liebe – im Gegensatz zum reinen Gefühl des Verliebtseins – den Effekt, das analytische Denken zu fördern. Nach dem Geschlechtsakt zeigten die Probanden eine starke Tendenz, sich auf den aktuellen Moment und die momentan anliegende Aufgabe zu konzentrieren. Die Forscher vermuten, dass durch den Sex jene Hirnareale aktiviert werden, die für logisches Denken verantwortlich sind. Dieser Zustand versetzt die Betroffenen anschließend in die Lage, Zusammenhänge schneller zu erkennen und effektive Lösungen zu finden. Auch die Analyse anstehender Entscheidungen lässt sich so verbessern. Theoretisch. Die praktische Anwendung dieser Erkenntnis im Job dürfte er die Ausnahme sein.

  3. Liebe steigert die Stimmung.

    Und zwar so oder so. Verliebte weisen einen deutlich erhöhten Serotoninspiegel auf. Serotonin ist auch als Glücksbotenstoff bekannt. Oder kurz: Viel Seorotonin, viel gute Laune. Allerdings funktioniert der Effekt auch anders herum: Ein niedriger Serotoninlevel führt zu mieser Laune, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. Und den erreichen ganz viele ganz leicht etwa bei Liebeskummer oder bei Zoff in der Beziehung.

Wer sich noch eingehender mit den wissenschaftlichen und biologischen Auswirkungen der Liebe beschäftigen will, dem sei diese Präsentation (PDF) der Universität Bremen empfohlen…

Flirten am Valentinstag: Was die Wissenschaft rät

Wenig überraschend gibt es zum Thema Flirten inzwischen gefühlte zwoundtrölfzig Studien und doppelt so viele Ratgeberbücher. Muss man nicht alle lesen. Eine Reihe faszinierender Untersuchungen, die Flirtwilligen helfen, ihre Chancen zu verbessern, finden Sie auch hier:

  • Wenn Sie eine Frau nach ihrer Telefonnummer fragen, sollten Sie vorher sanft (und wie zufällig) ihren Arm berühren.
  • Männer sollten versuchen, größer zu wirken – Frauen hingegen kleiner.
  • Wenn Sie einen Mann bezirzen wollen, seien Sie direkt – versuchen Sie es bloß nicht mit intelligenten und subtilen Zwischentönen. Versteht der Typ nicht.
  • Wollen Sie hingegen auf eine Frau Eindruck machen, zeigen Sie sich generös, hilfsbereit, kultiviert – auf keinen Fall sollten Sie mit Witzen, hohlen Komplimenten oder gar sexueller Potenz protzen.
  • Egal, ob Mann oder Frau: Wirken Sie bloß nicht bedürftig, so als bräuchten Sie ganz dringend Sex.
  • Was bei Männern übrigens noch sehr gut wirkt: Lassen Sie sich von anderen Frauen anlächeln. Das erhöht Ihren Wert in den Augen Ihrer Zielperson enorm.

„Der Schmeichelei gehen auch die Klügsten auf den Leim“, wusste schon der Dramatiker Molière. Dennoch sollte dies nie ins Schlüpfrige abdriften: Jede Anzüglichkeit ist eine zu viel. Es ist ein Irrglaube, dass sexuelle Anspielungen schneller zum Ziel führen. Das Gegenteil ist der Fall: Wer den anderen intelligent umgarnt, ohne dabei seine Absichten durchblicken zu lassen, spielt mit dessen Phantasie.

Suggestion ist bei der Verführung alles. Und dabei ist entscheidend, das Objekt seiner Begierde immer wieder zu faszinieren, zu verwirren, zu unterhalten.



Die Kunst des Flirtens: 30 erforschte Tipps

Weil Männer und Frauen unterschiedlich ticken, lauern gerade beim Flirten und Dating jede Menge Fallstricke. Und so wird oft zur plumpen Anmache, was lieb gemeint ist – oder der Funke springt vor lauter Zurückhaltung nicht über.

Damit Ihnen beim trauten Tète à tète am Valentinstag Erfolg beschieden ist und kein Fauxpas unterläuft, haben wir 30 wissenswerte Dinge über Liebe und Flirts zusammengestellt:

  • Zurückhaltung führt zum Erfolg: Wenn Sie gleich beim ersten Mal Ihre große Liebe gestehen, überfahren Sie Ihren Gegenüber – das haben Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) herausgefunden (PDF).
  • Nervenkitzel schlägt Romantik: Cindy M. Meston und Penny Frohlich von der Universität von Texas konnten zeigen (PDF), dass Männer attraktiver wirken, wenn sie beim ersten Date die Nerven der Angebeteten kitzeln.
  • Offenheit macht attraktiv: Ein Forscherteam um Arthur Aron fand heraus, dass Offenheit anziehend wirkt, weil sie für Intimität und Anknüpfungspunkte sorgt.
  • Widerspruch hilft: Elliot Aronson und Darwyn Linder konnten zeigen, dass Menschen sich besonders zu einem Gegenüber hingezogen fühlen, wenn dieser zunächst reserviert ist, gelegentlich widerspricht und erst langsam auftaut.
  • Geteilte Abneigung verbindet: Laut einer Studie von Jennifer K. Bosson fühlen sich Menschen näher, wenn sie nicht die Vorlieben teilen, sondern die Abneigungen.
  • Liebe geht durch den Magen: Einer Untersuchung (PDF) von Viren Swami und Martin Tovée zeigt: Männer finden Frauen attraktiver, wenn sie hungrig sind.
  • Nonverbale Kommunikation: Gian Gonzaga von der University of California will herausgefunden (PDF) haben, dass ein Mann einer Frau zuneigt, nickt und lächelt, wenn er ehrlich an seiner Gesprächspartnerin interessiert ist. Auf Beutezug befindet er sich dagegen, wenn er die Zunge leicht raus streckt und sich ständig die Lippen befeuchtet.
  • Auf Tuchfühlung gehen: Leichte Berührungen am Oberarm, verbunden mit einem Kompliment, steigern die Zuneigung, schreibt Nicolas Guéguen in seiner Studie.
  • Konkurrenz belebt das Geschäft: Ein Forscherteam um Lisa DeBruine entdeckte, dass Frauen Männer attraktiver finden, die auch von anderen Frauen angelächelt werden.
  • Unbekanntes zieht an: Wer nicht genau weiß, ob der andere ihn mag, fühlt sich zu ihm hingezogen. Das konnte Erin Whitchurch in einer Studie zeigen.
  • Hintergrundmusik: Der oben bereits zitierte Nicolas Guéguen fand heraus (PDF), dass Frauen ihrem Gegenüber eher die eigene Telefonnummer verraten, wenn sie zuvor romantische Musik hörten.
  • Sprache verbindet: Flirtpartner fühlen sich umso stärker verbunden, je größer ihre sprachlichen Gemeinsamkeiten sind sind. Das hat James Pennebaker von der Universität von Texas in einer Untersuchung (PDF) festgestellt.
  • Ein Flirt gefährdet die Beziehung nicht: Das gilt zumindest für Frauen, wie John Lydon zeigen (PDF) konnte, im Gegenteil: Für das weibliche Geschlecht stärkt ein Flirt die eigene Beziehung – Männer dagegen denken anschließend schlechter über ihre Partnerschaft.
  • Flirten macht glücklich: Der Blickkontakt mit sexuell attraktiven Personen aktiviert jene Teile des Gehirns, die fürs Glücksgefühl zuständig sind, berichtet Knut Kampe in seinem Artikel.
  • Männer verlieben sich schneller: Tatsächlich tendieren Männer dazu, einen Flirt gleich als sexuelles Interesse zu werten – und sich deswegen Hals über Kopf zu verlieben. Für beide Geschlechter gilt: Je größer das eigene sexuelle Interesse ist, desto größer die Bereitschaft, sich zu verlieben, wie Andrew Galperin von der Universität von Kalifornien nachweisen konnte.
  • Frauen reagieren empfindlicher auf Anmache: Gehören beide Gesprächspartner zur selben sozialen Schicht, fühlen sich Frauen schneller sexuell belästigt als Männer. Hat der Flirter dagegen eine höhere soziale Position, fällt die Reaktion moderater aus, wie Maria Rotundo zeigen (PDF) konnte. Der Grund dafür: Das Interesse Ranghöherer schmeichelt.
  • Testosteronschub: James R. Roney konnte per Speicheltest nachweisen (PDF), dass der Testosteronwert seiner Probanden um 30 Prozent anstieg, wenn junge Frauen sie anlächelten.
  • Frauen achten aufs Gesicht: Frauen schließen aus den Zügen eines Mannes auf seine sexuelle Attraktivität und Sympathie, wie Robert Franklin und Reginald Adams von der Universität von Pennsylvania herausgefunden haben.
  • Männer mögen Sanduhren: Frauen mit großen Brüsten, schlanken Taillen und starken Hüften sind aus männlicher Sicht am attraktivsten – das konnten Johan C. Karremans, Willem E. Frankenhuis und Sander Arons eindeutig belegen.
  • Intelligente Männer sind attraktiver: Frauen mögen kluge Köpfe lieber als Muskelprotze – das zumindest will Mark Prokosch von der Univversität von Kalifornien ermittelt haben.
  • Radfahrer und Fußgänger sind nicht sexy: Frauen lassen sich einer Studie von Michael Dunn und Robert Searle zufolge von großen Autos beeindrucken und finden deren Besitzer attraktiver.
  • Attraktive Frau, glückliches Paar: James McNulty und Lisa Neff fanden heraus (PDF), dass Paare umso glücklicher sind, je attraktiver die Frau im Vergleich zum Mann ist.
  • Schöntrinken hilft: Je angetrunkener eine Person ist, desto anziehender findet sie die Menschen in ihrer Umgebung – so das Ergebnis eines Experiments von Marcus Munafò.
  • Das Internet unterstützt die Partnersuche: Wer oft vorm Rechner sitzt, vereinsamt nicht – im Gegenteil: Michael Rosenfeld fand heraus, dass regelmäßige Internetnutzer häufiger in Beziehungen leben als Computermuffel.
  • Speed-Dating macht wählerisch: Der Mode-Trend Speed-Dating scheint keinen positiven Einfluss aufs Paarungsverhalten zu haben. Einer Studie (PDF) von Eli Finkel und Paul Eastwick zufolge sind dabei die Ansprüche beider Geschlechter höher als bei anderen Gelegenheiten.
  • Konkurrenz belebt die Liebe: Je mehr Geschlechtsgenossen bei einem Speed-Dating die anwesenden Frauen attraktiv finden, desto stärker ist das Interesse der Männer an den Teilnehmerinnen. Bei Frauen verhält es sich genau umgekehrt, wie Jens Asendorpf von der Humboldt-Uni in Berlin herausfand (PDF).
  • Pärchenabende sorgen fürs Wohlbefinden: Richard Slatcher stellte fest (PDF), dass Partner in der Beziehung glücklicher sind, wenn sie sich regelmäßig gemeinsam mit anderen Paaren treffen.
  • Sex macht glücklich: Wenig erstaunlich ist, was David Blanchflower und Andrew Oswald durch eine Befragung von 16.000 amerikanische Paaren erfuhren (PDF): Ganz oben bei den Glücksverursachern rangiert Sex. Dass monatlicher Sex nur mit einem Gehaltsplus von 40.000 Dollar aufzuwiegen ist, verblüfft dann aber doch.
  • Für Frauen ist Sex Unterwerfung: Vielleicht resultiert die Sensibilität der Frauen gegenüber sexueller Belästigung daraus, dass sie Sex häufig mit Unterwerfung assoziieren – diesen Zusammenhang konnte Amy Kiefer von der University of Michigan nachweisen (PDF).

Die Kunst der Verführung

Der Marquis de Sevigné ist verzweifelt. Schon lange betet er diese wunderschöne, junge Gräfin an, stellt ihr nach, bewegt sich in ihren Kreisen – und vermag sie doch nicht zu erobern. Sevigné ist genauso rasend wie ratlos als ihm der Name Ninon de Lenclos einfällt. Sie ist eine der infamsten Kurtisane im Frankreich des 17. Jahrhunderts. Sie ist schon 62 und er erst 22, aber in Fragen der Liebe gibt es keine andere, die erfahrener wäre. Also sucht er ihren Rat und sie willigt ein, den tumben Marquis unter ihre Fittiche zu nehmen.

Ihre wichtigste Lektion: Verführung ist Krieg. Und die angebetete Gräfin ist eine Festung, die er mit der List einer Schlange und der Umsicht eines Generals belagern und erobern muss. Aber zunächst soll er für Distanz sorgen, um sie so auf eine falsche Fährte zu locken. Sein Interesse an ihr soll ihr Rätsel aufgeben: Vielleicht ist er nur an ihrer Freundschaft interessiert, vielleicht ist es mehr. Unsicherheit ist eine mächtige Waffe bei der Verführung.

Danach folgt Stufe zwei: Der Marquis soll die Gräfin eifersüchtig machen. Bei einem der nächsten Pariser Feste soll er sich mit wunderschönen Frauen an seiner Seite zeigen. Immer wenn ihn die Gräfin erspäht, wird er dann in Gesellschaft hinreißender Frauen sein, für die sich auch andere Männer interessieren. Die Gräfin würde nicht nur vor Eifersucht kochen – sie sähe im Marquis auch einen begehrten Mann. Sein Wert steigt.

Und so passiert es auch, de Lenclos’ Plan geht auf. Die Gräfin glüht vor Eifersucht und Neugier – und es folgt Stufe drei des Flirts: Verwirrung. Der Marquis muss sich nun rar machen. Er fehlt auf Anlässen, wo ihn die Gräfin erwartet und taucht stattdessen in Salons auf, die er nie zuvor besucht hat. Die Gräfin ist jetzt außer Stande seine nächsten Schritte zu erahnen, den Marquis umgibt die Aura des Geheimnisvollen. Zusammen mit Neugier und Eifersucht gerät die Gräfin in einen Zustand emotionaler Verwirrung.

Die Verführung ist perfekt… Beinahe.

Denn nun begeht der Marquis einen folgenreichen, schweren Fehler. Er besucht die Gräfin, folgt einem spontanen Impuls und gesteht ihr seine leidenschaftliche Liebe. Die junge Frau errötet, schweigt kurz und entschuldigt sich höflich. In den nächsten Tagen lässt sie sich verleugnen. Beim nächsten Treffen fühlen sich beide unbehaglich. Der Zauber zwischen ihnen ist gebrochen. Für immer.

Die Anekdote ist wahr und lehrt zweierlei: In der Liebe wie im Job geht es oft um Suggestion und Manipulation. Beides ist zulässig. Denn ob Sie nun einen Mann, eine Frau, Kollegen oder einen potenziellen Kunden umgarnen – die Mittel sind dieselben. Es geht darum, Sympathien zu wecken und den anderen immer wieder auf falsche Fährten zu führen, ihn zu verwirren, aber gleichzeitig auch zu faszinieren, zu unterhalten, um so seine volle Aufmerksamkeit und Bewunderung zu gewinnen.

Allerdings – und das ist der Kern – dürfen Sie nie Ihre wahren Absichten offenbaren. Selbst wenn intelligente Menschen die Manipulation hinter einem Kompliment oder anderen Aktionen ahnen, wirkt ein Geständnis wie eine schallende Ohrfeige. Eben noch war man ein hofiertes und begehrtes Wesen, jetzt ist man nur noch ein Spielball: manipuliert, dirigiert, benutzt. Mit Menschen, die bei einem solche Gefühle wecken, geht nicht gerne eine Liaison ein.

Zudem geht dabei die Leichtigkeit der Kunst der Verführung darin verloren. Mit einem Mal ist die bewusste Anstrengungen dahinter zu erkennen, der Plan und die Tricks des Verführers verlieren ihre Eleganz. Womöglich hat er sie sogar nötig. Wie klein!

Wohlgemerkt: Ein bisschen Trickserei ist in der Liebe wie im Job erlaubt und zeichnet Sie aus – aber widerstehen Sie immer (!) der Versuchung, jemals selbige zuzugeben.

[Bildnachweis: XiXinXing, Pressmaster by Shutterstock.com]


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