Schütze deinen guten Ruf! Über die Hälfte der US-Unternehmen ist offenbar derart über Social Media verunsichert, dass sie laut einer Umfrage von Robert Half Technology den Zugang zu Facebook, Twitter, LinkedIn & Co. gleich ganz sperren. Insgesamt wurden dazu 1400 CIOs (Chief Information Officers) von Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt, hier die Ergebnisse im Detail:
- 54 Prozent verbieten die Nutzung ganz.
- 19 Prozent erlauben Social Media nur für berufliche Zwecke.
- 16 Prozent gestatten eine begrenzte, private Nutzung.
- 10 Prozent haben keinerlei Auflagen.
- 1 Prozent konnte die Frage nicht beantworten.
Das Thema haben auch andere Blogger-Kollegen aufgegriffen und kommentiert…
Thorsten zur Jacobsmühlen etwa schreibt:
Eine Nutzung durch Mitarbeiter hat Vorteile, die vielleicht erst auf den zweiten Blick auffallen. Anstatt Verbote auszusprechen, die die obigen Risiken beinhalten, sollte man sich erst einmal über die Vorzüge bewusst werden. Und die sind nicht ohne: Nicht nur Personaler googeln Bewerber, auch Bewerber googeln Unternehmen. Ist das Unternehmen in Social Media Angeboten nicht aktiv oder ist nachzulesen, dass die Nutzung nicht erlaubt ist, kann dies Bewerber abschrecken. Social Media bedeutet auch das Teilen von Wissen. Wird es gezielt beruflich eingesetzt, kann dies einen ungeheuren Mehrwert für das eigene Unternehmen bedeuten. Und: Um die eigene Unternehmenswebsite mit Links zu unterfüttern, bieten sich die eigenen Mitarbeiter als Helfer an. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter überall wo man eine URL eingeben kann, die Ihres Unternehmens dafür zu nutzen.
Und Klaus Eck schreibt:
Dabei wird jedoch völlig verkannt, dass sich Unternehmen viel besser über die Einsicht ihrer Mitarbeiter vor Reputationsschäden schützen können. Denn online geht jeder spätestens nach der Arbeit. Besser geeignet für den Reputationsschutz sind Social Media Policies. Diese sind vergleichbar mit E-Mail-Policies oder einem Code of Conduct. Entscheidend hierbei ist, dass sie den Angestellten genauso wie dem Unternehmen eine gewisse Sicherheit im Umgang mit Social Media geben und zur Aufklärung beitragen. Schließlich kann dadurch jeder Mitarbeiter (idealerweise) im Intranet nachlesen, worauf er in Social Networks achten sollte. Es geht in der Regel nicht darum, die Arbeitnehmer von Social Media fernzuhalten. Das wäre völlig illusionär und vermutlich nicht einmal arbeitsrechtlich durchsetzbar. Aber es geht zumindest um eine klare Trennung von Arbeits- und Privatsphäre.



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