Verhasste Jobs: Berufe, die keiner mag
Auf der einen Seite gibt es scheinbare Traumjobs: Gute Bezahlung, spannende Arbeit, ein tolles Umfeld und ein guter Ruf, der mit der Arbeit einhergeht. Wie so oft gibt es aber auch hier die sprichwörtlich andere Seite der Medaille, eben jene Jobs, die viel Arbeit bei schlechtem Gehalt bedeuten, nicht das Ansehen erhalten, das ihnen zusteht oder gar ein schlechtes Image haben. Kurz gesagt: Es gibt verhasste Jobs, die man selbst nicht gerne machen würde - oder es sogar soweit geht, dass ganze Berufsgruppen in Verruf geraten. Wir haben einige Berufe gesammelt, die keiner mag...

Verhasste Jobs: Viele Vorurteile und Verallgemeinerungen

Was sorgt dafür, dass ein Job unbeliebt wird? Manche Berufe haben einfach ein schlechtes Image, doch hat dies nicht immer etwas mit konkreten Situationen oder Personen zu tun, die das Bild eines Jobs geprägt haben. In der Regel handelt es sich dabei um Vorurteile oder Verallgemeinerungen, die sich im Laufe der Zeit in den Köpfen festgesetzt haben. Bedeutet auch: Die folgende Liste soll natürlich keinen Beruf in ein schlechtes Lich rücken oder den Eindruck vermitteln, dass die genannten Stellen weniger wichtig wären als andere Jobs.

Manchmal liegt es auch einfach am Aufgabenbereich des jeweiligen Berufes, der dafür sorgt, dass man sich bei dessen Ausführung keine Freunde macht. Es müssen Entscheidungen getroffen und Regeln eingehalten werden, die nicht jedem passen, besonders wenn diese nicht zu den eigenen Gunsten ausfallen - und schon gibt es einen verhassten Job mehr.

Jobs, die einen schlechten Ruf haben

  1. Banker

    Seit der Finanzkrise ist der Ruf genauso drastisch gefallen wie einige Aktienkurse. In den Augen der meisten spielen sie mit dem Geld anderer Leute, um sich selbst möglichst schnell zu bereichern, auch wenn andere dabei ihre Ersparnisse verlieren. Die Mitverantwortung an der Krise, Fälle von Korruption und Gehälter, für die andere Menschen jahrelang arbeiten müssten, tun ihr übriges dazu, um das Image der Banker vollends abzurunden.

  2. Politiker

    Wann immer etwas schlecht läuft, findet sich ein Politiker, dem man die Schuld dafür geben kann. Gerade in der aktuellen Zeit ist der Stand eines jeden Politikers besonders schwer und den meisten wird nur noch mit Vorwürfen begegnet. Auch beim Thema Steuern ist die Wut groß und so müssen Politiker sich oft damit abfinden, auf der einen Seite Wähler zu gewinnen, während andere ihre Arbeit verurteilen.

  3. Call-Center Mitarbeiter

    Mit dieser Berufsgruppe haben die meisten Menschen nur in zwei Situationen direkten Kontakt: Entweder haben sie ein Problem und erhoffen sich am Telefon die schnellstmögliche Lösung, die jedoch meist ausbleibt. Stattdessen bleibt der Frust über eine unbefriedigende Auskunft - oder der Ärger, 45 Minuten in der Warteschleife verbracht zu haben. Der zweite Umstand sind die unerwünschten Anrufe für Umfragen oder Angebote, bei denen man minutenlang zu erklären versucht, dass man in Zukunft bitte nicht mehr angerufen werden möchte.

  4. Politessen

    Sie erledigen nur ihre Arbeit, dennoch gehören Politessen zu der Gruppe von Berufen, die viele Menschen absolut nicht leiden können. Sie tauchen immer zum falschen Zeitpunkt auf, obwohl man doch nur kurz fünf Minuten... Auch gutes Zureden und Beteuerungen der Besserung des eigenen Verhaltens helfen nichts und so hat sich schon so manche Politesse unbeliebt gemacht.

  5. Vertreter

    Egal ob Versicherungen oder andere Produkte: Die meisten Menschen stehen Vertretern sehr kritisch gegenüber. Da Ihre Bezahlung auf Provisionen aufbaut, sind sie sehr darauf bedacht, Kunden zu gewinnen, Verträge abzuschließen oder Verkäufe zu tätigen - und können dabei nicht nur überzeugend, sondern regelrecht aufdringlich sein, wenn sie die Vorteile anpreisen und betonen, warum jeder sofort unterschreiben sollte.

Jobs, die kaum einer gerne machen würde

  1. Türsteher

    Für die Arbeitszeiten eines Türstehers muss man wirklich gemacht sein. Es geht meist erst am späten Abend los, dafür endet der "Arbeitstag" erst in den frühen Morgenstunden. Hinzu kommt, dass man sich mit betrunkenen und Teils aggressiven Gästen auseinandersetzen muss, die ein Nein nur ungern akzeptieren.

  2. Fließbandarbeiter

    Über Stunden absolut eintönige Arbeit, die keinerlei Platz für Kreativität, eigene Ideen oder komplexere Gedankengänge lässt. Die Arbeit am Fließband ist gerade aufgrund der einseitigen und monotonen Aufgaben eine Belastung für Arbeitnehmer, der die meisten Menschen gerne entgehen.

  3. Reinigungskraft

    Immer noch wird der Beruf der Reinigungskraft von vielen nur belächelt und gilt nur als Lösung, wenn es mit keiner anderen Anstellung geklappt hat. Auch moderne Berufsbezeichnungen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen hat noch nichts daran ändern können, dass kaum jemand gerne als Reinigungskraft arbeiten würde.

  4. Bestatter

    Mit dem Tod wollen die meisten Menschen so wenig wie möglich zu tun haben, weshalb nur die wenigsten sich vorstellen können, als Bestatter täglich mit trauernden Angehörigen oder Vorbereitungen für Beerdigungen konfrontiert zu werden.

Kennen Sie noch weitere unbeliebte Berufe? Wir freuen uns auf Ihre Antworten!

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