Pinterest ist seit seiner Einführung viel Aufmerksamkeit zu Teil geworden. Die einen schwärmen von den vielen Möglichkeiten, während die anderen fragen: “Braucht es wirklich noch ein Soziales Netzwerk? Gibt es davon nicht schon genug?” Diese Fragen sind durchaus berechtigt, denn auf den ersten Blick wirkt Pinterest nicht unbedingt wie ein Dienst, auf den die Welt gewartet hat. Doch das täuscht, denn bei genauerer Betrachtung bietet Pinterest eine ganze Reihe von Funktionen, die das Netzwerk interessant und nützlich machen. Damit Sie das Potential von Pinterest voll ausnutzen können, haben wir heute unser Pinterest-Tutorial für Sie vorbereitet.

Pinnwand 2.0

Eine Anmeldung bei Pinterest ist aktuell nur nach Einladung möglich. Um eine Einladung zu erhalten können Sie sich entweder auf der Pinterest-Homepage mit Ihrer E-Mail-Adresse eintragen, oder ein bestehender Pinterest-Nutzer lädt Sie zu dem Dienst ein. Wie Pinterest funktioniert und welche Funktionen der Dienst erfüllt, beschreiben wir Ihnen in unserem folgenden Screencast.

Wie bereits im Video erwähnt, legt Pinterest Wert darauf, Ihnen das Sammeln von Bildern und Videos möglichst einfach zu machen. Zu diesem Zweck gibt es den Pin-Button. Das folgende Video von Pinterest zeigt dessen Installation und Funktionsweise. Und wie es sich für ein modernes Soziales Netzwerk gehört, gibt es natürlich auch eine iPhone-App.

Pinnen und repinnen lassen

Pinterest ermuntert die Nutzer natürlich dazu, Bilder untereinander zu teilen und zu repinnen, also Inhalte auf verschiedenen Boards hinzuzufügen. Webseiten bietet Pinterest verschiedene Buttons an, mit denen Besucher die entsprechenden Seiten direkt pinnen können. Für die jeweiligen Seiten hat das zwar den Vorteil, dass sie dadurch Ihre Bekanntheit und ihre potentielle Leserschaft vergrößern, doch nicht alle Seiten sind damit einverstanden, dass Ihre Inhalte einfach so auf Pinterest landen. Pinterest hat auf die zahlreiche Kritik reagiert und bietet inzwischen einen Code an, den Webseiten integrieren können, dieser verhindert, dass Nutzer Inhalte dieser Webseite pinnen können. Doch ganz so einfach macht Pinterest es den Webseiten-Betreibern dann doch nicht. Denn beim Klick auf eine geschützte Webseite kommt eine Meldung die sinngemäß lautet: “Diese Webseite möchte nicht, dass ihre Inhalte gepinnt werden. Wenn du Fragen hast, wende dich bitte direkt an den Autor.”

Schnittstellen zu Facebook und Twitter

Das Pinterest kein geschlossenes Netzwerk ist, wird bereits bei der Anmeldung deutlich. Nutzer müssen sich entweder mit ihrem Facebook- oder mit ihrem Twitter-Konto identifizieren. Bei allen Pins und Boards besteht außerdem immer die Möglichkeit, die Inhalte mit einem Klick auf den eingeblendeten Gefällt-mir-Button auf Facebook zu teilen. Doch Pinterest geht hier noch einen Schritt weiter und bietet sogar die Option, Pinterest direkt in die Facebook Chronik zu integrieren. Wie das funktioniert, zeigt Pinterest auf der entsprechenden Hilfe-Seite.

Wieso, weshalb, warum?

Sie können Pinterest als Inspirationsquelle oder schlicht als unterhaltsames Fotoalbum verwenden. Wenn Sie jedoch die Pins anderer Nutzer kommentieren und Diskussionen entstehen, entfaltet Pinterest sein wahres Potential und wird zu einem Sozialen Netzwerk. Für Teams können gemeinsame Boards zu viel genutzten Fotoalben oder Ideenspeichern werden. Außerdem macht es einfach Spaß, sich durch die Boards anderer Nutzer zu klicken und Sie können auf diese Weise auch viele Infografiken oder Bilder zu einem Thema finden. Pinterest wird so zu einer personalisierten Bildersuchmaschine.

Pinterest braucht im Endeffekt niemand, doch wer es einmal nutzt, wird es wahrscheinlich nicht mehr missen wollen. Über all dem schwebt jedoch die nach wie vor unklare Urheberrechtssituation. Denn noch weiß niemand, ob das Pinnen überhaupt rechtlich in Ordnung ist und ob gepinnte Inhalte weiterverwendet werden dürfen. Fragen Sie deshalb immer beim ursprünglichen Autor nach, bevor Sie gepinnte Bilder verwenden und pinnen Sie selbst mit Bedacht. Dann können Sie die Vorteile von Pinterest mit ruhigem Gewissen nutzen.

Pinterest-Tracking leicht gemacht

Sie wollen wissen, welche Inhalte Ihrer Seite gepinnt werden? Nichts leichter als das! Ersetzen Sie in der folgenden URL http://pinterest.com/source/karrierebibel.de einfach unsere Domain durch Ihre.

Wenn Sie wollen, lässt sich daraus sogar ein Feed generieren, den Sie in Ihrem RSS-Reader abonnieren und so letztlich sogar monitoren können, wer Sie mit was pinnt. Bei Mashable gibt’s dazu eine erstklassige Anleitung: Dazu legen Sie sich zuerst einen Account bei Feed43 an, einem kostenlosen RSS-Feed-Generator. Nachdem Sie angemeldet sind, fügen sie die obige URL ein.

In dem Feld “Item (repeatable) Search Pattern” müssen Sie dann noch folgende Zeile ergänzen:

<a href=”http://pinterest.com/pin/{%}” class=”PinImage ImgLink”>{*}
<p class=”description”>{%}</p>{*}
<a href=”{%}” title=”{%}” class=”ImgLink”>{*}

… und auf extract klicken. Sie sehen dann eine erste Vorschau Ihres neuen Feeds. Im zweiten Schritt müssen Sie dann noch im Feld “RSS item properties” folgende Zusätze einfügen:

Item Title Template:
{%2}
Item Link Template:

http://pinterest.com/pin/{%1}

Item Content Template:
Gepinnt von <a href=”{%3}”>{%4}</a></p>

Fertig. Die RSS-URL, die Sie nun erhalten können Sie bequem mit Ihrem Feed-Reader abonnieren. Und ab sofort sehen Sie sofort, welche Inhalte von Ihnen von wem bei Pinterest gepinnt wurden.

Apropos Pinterest…

Es gibt inzwischen sogar so etwas wie ein Profil des durchschnittlichen Pinterest-Nutzers: Der…

    … hat 229 Follower.
    … folgt selbst 20 Freunden.
    … hat im Schnitt 171 Pins auf der Wand.
    … drei Boards.
    … 28 Likes.
    … verbrachte im Januar 89 Minuten auf der Pinnwand.

16 Prozent haben überdies ihre Pinwand mit Twitter verbunden.
16 Prozent offenbaren ihren aktuellen Ort.
17 Prozent haben ihr Profil ausgefüllt. Die Zahl ist vermutlich auch deshalb so gering, weil sich der Rest vor Ärger wegen Urheberrechtsverletzungen schützen will.

Und natürlich gibt es dazu auch schon eine Infografik: