Videos, Videos, Videos… In den Verlagen aber auch im Internet insgesamt ist das derzeit das Thema. Indikatoren dafür sind allein der starke Nutzerzuwachs auf YouTube oder MyVideo, der Einsatz von Videoclips in der Online-Werbung sowie die zunehmende Integration von Webvideos in den Redaktions-Webseiten. Wie aber schätzen die Journalisten und PR-Profis selbst diesen Trend ein? Wie setzen Sie die Webclips ein? Und wer produziert sie? Professor Ansgar Zerfaß, Martina Mahnke, Harald Rau und Alexander Boltze vom Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig haben dazu aktuell 2400 Journalisten und PR-Profis befragt. Herausgekommen ist die Bewegtbildstudie 2008. Hier die wichigsten Eckdaten im Überblick:

  • 33,4 Prozent der Journalisten schauen täglich Webvideos, 35,1 Prozent schauen sie mindestens einmal pro Woche.
  • Im PR-Bereich schauen 20,2 Prozent der Befragten die Clips täglich und 35,8 Prozent mindestens einmal pro Woche.
  • 60 Prozent der Journalisten arbeiten bereits mit Bewegtbildern; im PR-Bereich sind es 40 Prozent.
  • Neun von zehn Befragten sind von einem Bedeutungszuwachs der Clips überzeugt.
  • In den Redaktionen werden die Filme zu 65,8 Prozent im eigenen Haus produziert, ein Drittel der Aufträge extern vergeben.
  • Im PR-Bereich beauftragt die Mehrheit externe Dienstleister, nur 32,1 setzen auf interne Produktionen.
  • Sechs von zehn Journalisten verwenden Videos als eigenständige Darstellungsform; 15 Prozent veröffentlichen auch User-Generated-Content.
  • Jedes dritte Unternehmen, das Webvideos extern bezieht, will damit eigenes Know-how aufbauen.
  • Webclips werden von Journalisten und PR-Profis unterschiedlich eingesetzt: Redaktionen setzen überwiegend auf die Themen Sport, Zeitgeschehen/Vermischtes, Kultur, Reise/Tourismus; PR-Profis dagegen auf Wissenschaft/Technik/Innovation, Wirtschaft/Finanzen und IT/Telekommunikation.

Quelle: Uni Leipzig, Bewegtbildstudie 2008, 2400 Befragte