„Vielfliegerprogramm – Tipps für Geschäftsreisen“ auf karrierebibel.de – Jeden Tag mehr Erfolg!
Anzeige

Hier könnte schon bald Ihre Werbung stehen… Melden Sie sich!

4 von Jochen Mai am 8. Dezember 2007 → Artikel in Büro
Diesen Artikel drucken

Vielfliegerprogramm – Tipps für Geschäftsreisen

abflugWer viel und lange reist, kann was erleben. Manchmal erlebt er aber auch nur sein blaues Wunder. Vor allem, wenn der Langstreckenflug nicht gründlich vorbereitet wird. Worauf Vielflieger achten sollten, damit Meilen und mehr nicht zur Bruchlandung führen:

  • Abschalten. Damit sie an Bord besser entspannen, sollten sie folgende Utensilien ins Handgepäck packen: Ohrenstöpsel oder entsprechende Kopfhörer samt MP3-Player; eine dunkle Sonnenbrille oder eine Schlafmaske; einen Wollpulli oder eine leichte Decke. Gerade an Fensterplätzen wird es auf Langstrecken gerne mal kalt und ungemütlich. Die Decke sorgt dann für ausreichend Kuschelatmosphäre. Und als kleine Einschlafhilfe – ob nun im Flieger oder später im Hotel – empfehlen Profis ein Stück Heimat mitzunehmen, etwa in Form eines Kopfkissens. Darin stecken genug eigene Dufthormone, die beruhigen und dem Körper signalisieren: Alles so wie immer.
  • Feuchtigkeit Weil die Haut durch die Bordklimaanlage schnell austrocknet, fühlen sich viele hinterher verspannt oder sehen so aus als hätten sie die ganze Nacht durchgemacht (was auf Langstrecken ja durchaus der Fall sein kann). Die Alternative: Geben Sie ihrem Gesicht regelmäßig etwas Feuchtigkeit – zum Beispiel mit stillem Wasser, das an Bord ausgeschenkt wird. Das Mitführen von Sprühdosen im Handgepäck ist zwar inzwischen auf vielen Flügen verboten, ein Stofftaschentuch aber dürfen Sie mitnehmen. Das können Sie später mit dem Wasser befeuchten und über Ihr Gesicht tupfen.
  • Gesundheit. Wer länger als zwei Stunden am Stück fliegt, sollte sich zwischendurch bewegen. Weil das Blut in den Beinen an Bord schlechter zirkulieren kann, erhöht sich automatisch das Thromboserisiko. Dagegen helfen spezielle Thrombosestrümpfe. Die sind aber unbequem und hässlich. Einige Vielflieger schwören deshalb auf Aspirin, das sie vor dem Flug einnehmen. Das Schmerzmittel verdünnt das Blut und soll so ebenfalls vor Thrombose schützen. Was zudem hilft: aufstehen und durch den Gang laufen, ein bisschen dehnen und strecken geht aber auch. Eine klassische Übung: Schuhe aus und Füße abwechselnd auf Zehen oder Ferse stellen.
  • Jetlag Gegen Jetlag hilft vor allem Schlaf. Wer kann, sollte auf Langstrecken Nachtflüge buchen oder mindestens einen Tag früher anreisen. So hat der Körper Zeit, sich an die Zeitverschiebung zu gewöhnen. Wer nach Westen fliegt, bleibt indes idealerweise wach. Durch den Flug verlängert sich der Tag. Deshalb ist man zwar am ersten Abend besonders groggy, die Ausdauer wird aber meist schon am nächsten Morgen durch natürliche Zeitumstellung belohnt. Wer an Bord schon vorschläft, findet dagegen kaum in den neuen Rhythmus. Bei Flügen gen Osten wiederum ist es genau umgekehrt und Schlafen die bessere Alternative. Was ebenfalls hilft, sich schnell an die neue Zeitrechnung zu gewöhnen: viel Tageslicht. Sonnenstrahlen am Zielort aktivieren die Ausschüttung aufmunternder Hormone.
  • Kleidung Wählen Sie für die Reise ein möglichst bequemes und knitterfreies Outfit, etwa Wolle oder Stoffe mit eingewebten Stretchfäden. Knitterfalten im Anzug können Sie später immer noch mit einem einfach Trick beseitigen: Im Hotel die Dusche unter Heißdampf setzen und den Anzug wenige Minuten in den Nebel hängen.
  • Platzwahl Vermeiden Sie auf Langstrecken möglichst den Mittelplatz. Erstens, weil Sie dort am wenigsten Platz haben; zweitens, weil Sie nicht durchschlafen können, falls Ihr Nachbar am Fenster ständig auf die Toilette muss. Für Reisende, die an Bord schlafen wollen, empfiehlt sich deshalb der Fensterplatz. Wer dagegen lieber mal auf und ab geht oder eine schwache Blase hat, sollte den Gangplatz wählen. Die Sitze vor dem Notausgang bieten übrigens die meiste Beinfreiheit. Nachteil: Das wissen inzwischen viele, so dass diese Plätze als erste weg sind.
  • Sicherheit Bewahren Sie Bargeld, Kreditkarten und Ausweise stets in getrennten Taschen auf. Falls Sie bestohlen werden, bleiben Sie so flüssig und können sich obendrein gegenüber Behörden ausweisen (was im Ausland oft wichtiger ist!). Und nicht vergessen: Notieren Sie sich vorher die wichtigsten Notfallnummern, um Ihre Konten, Karten oder das Handy zu sperren.
  • Trinken Trinken Sie auf Flügen das zwei- bis dreifache von dem, was Ihnen die Flugbegleiter üblicherweise anbieten. Faustregel: Pro Flugstunde ein Viertel Liter Wasser. Bitte keinen Alkohol und auch keinen Kaffee (bzw. koffeinhaltige Getränke)! Alkohol senkt die Sauerstoffsättigung des Blutes, Koffein entzieht dem Körper Flüssigkeit. Effekt: Bei Ankunft fühlen Sie sich schlapp oder bekommen Kopfschmerzen. Wasser und Säfte löschen den durst genauso und machen fitter.



Tags

Ähnliche Artikel

1. Kommentar

Nicola
09.12.07 um 15:20 Uhr

Der Tipp mit dem Bordwasser ist zwar ganz nett, aber ich persönlich bevorzuge eine gute Feuchtigkeitscreme, die ich vor dem Flug auftrage.

2. Kommentar

markus
10.12.07 um 17:13 Uhr

1) es tönt zwar unlogisch – aber: Wasser trocknet die Haut noch mehr aus (bis hin zum sog. kumulativ toxischen Ekzem); leicht fettende Crème verhindert das Austrocknen
2) Aspirin nützt nichts zur Thromboseprophylaxe. Aspirin ist ein Thrombozytenaggregationshemmer der zur Verdünnung im arteriellen Kreislauf eingesetzt werden kann (Prophylaxe Herzinfarkt und Hirnschlag). Zur Thromboseprophylaxe in den Venen braucht es eine Heparin-Spritze oder eine Einstellung des Quickwertes mit Vitamin-K-Antagonisten (Marcoumar) über Tage.
=> deshalb: ab und zu aufstehen, viel trinken, Stützstrümpfe

3. Kommentar

Jochen Mai
10.12.07 um 18:16 Uhr

@Markus: Ist das nicht auch abhängig vom Hauttyp? Wenn ich in die USA fliege und meine Haut mit Wasser benetze, bekomme ich davon noch lange kein Ekzem… Das mit dem Aspirin ist aber interessant. Medizinische Vorbildung oder gegoogelt?

4. Kommentar

markus
10.12.07 um 19:04 Uhr

zu 1)
nein, für ein Ekzem braucht es schon etwas mehr; aber Leute, die im Beruf häufig nasse Hände haben (Koch, etc.) oder Leute mit Händewasch-Zwang habe oft das Problem. Was häufiger ist, ist ein Juckreiz der Haut im Winter, wenn man täglich duscht (oder sogar mehrmals täglich). Im Winter wird die Haut durch die Heizungen in den Häusern eher trocken, durch häufiges Duschen wird alles noch schlimmer; Auch bei trockenen Lippen kann man den Effekt beobachten: wenn man sich mit der Zunge die Lippen wieder befeuchtet, macht man alles noch schlimmer. Dann hilft nur Lippenpommade. Bei normaler Haut schadet Wasser sicher nicht. Aber es ist wirklich so: Wasser trocknet die Haut aus.
zu 2)
(medizinische (Vor)bildung)

Sagen Sie ihre Meinung!

Folgendes HTML ist in den Kommentaren verwendbar: <a> <em> <strong>

karrierebibel.de © 2006 - 2010 Jochen Mai

Design von kunstreich & partner