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4 von Jochen Mai am 28. August 2007 → Artikel in Bewerbung
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Vitamin B – Jobleads versucht sich in Recruiting 2.0

JobleadsLogoVertraute Kontakte, das berühmte Vitamin B, sind laut Arbeitsmarktstudien nach wie vor der beste Weg zum neuen Job. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) sind solche Empfehlungen schon bei 40 Prozent der Neueinstellungen entscheidend. Sie sind aber auch der effektivste Weg zu neuen Mitarbeitern, warum sonst zahlt etwa Siemens seinen Mitarbeitern aktuell 3000 Euro Kopfprämie, für jeden, der einen neuen Ingenieur-Kollegen anwirbt. Für solche Suchwege hat das IAB sogar eine Erfolgsquote von 85 Prozent ermittelt.

Dass sich das Prinzip womöglich systematisieren, skalieren und auch gleich monetarisieren lässt, dachten sich wohl auch die Hamburger Gründer von JobLeads – die beiden Investmentbanker Christian von Ahlen (31) und Martin Schmidt (29) sowie der IT-Manager Jan Hendrik von Ahlen (33) –, die daraufhin ein Rekruting-Portal 2.0 (Eigenwerbung) und seit gestern ihre Beta-Phase gestartet haben.

Das Ganze haben sich die Hamburger so gedacht: Personal suchende Unternehmen schreiben Stellen und dazu gehörige Prämien aus. Bei JobLeads akkreditierten sich dann tolle Leute, so genannte Talent Scouts, und bewerben sich entweder selbst oder vermitteln andere tolle Leute aus ihrem Netzwerk. Führt die Empfehlung zur Einstellung, gibt’s Geld. 20 Prozent der Prämie kassiert allerdings JobLeads, die restlichen 80 Prozent teilen sich die an der Vermittlung Beteiligten. Was nicht schlecht sein muss: Immerhin geht es ausschließlich um Positionen ab 40.000 Euro Jahreseinkommen.

Zu den ersten Kunden gehören gleich zehn namhafte Unternehmen, darunter Lufthansa, Roland Berger, BBDO Germany, Montblanc, Merrill Lynch, Accenture, ECE, Comdirect, die Anwaltskanzlei Bird & Bird. Schon ganz gut. Fehlt allerdings noch die Community der Talent Scouts, damit es wirklich zwonullig wird. Die können aber nur per Einladung an dem System teilnehmen. Und seit gestern sitzen die Betreiber fieberhaft daran, Beziehungsnetze zu bauen. Die Personaler können etwa ihre Mitarbeiter, Ex-Kollegen oder -Studienfreunde einladen, die dann wiederum ihre Kollegen und Ex-Studienfreunde einladen, die dann… ungefähr so. Ob’s funktioniert? Unklar. Denn eine Empfehlung will immer gut durchdacht sein. Schließlich fällt das auf den eigenen Ruf zurück. Und davon abgesehen ist das eigene Funktionsmodell vielleicht noch nicht so ganz klar. Mich erinnert das jedenfalls eher an eine Mindmap. Aber sehen Sie selbst:

jobleads



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1. Kommentar

Manuel
15.07.09 um 12:28 Uhr

Hier bekommt man eine Einladung: http://bit.ly/jobleads

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