Die Abschlussprüfungen sind bestanden, die Berufswahl ist entschieden, die Bewerbung abgeschickt und angenommen. In wenigen Wochen starten Sie in den ersten Job. Berufseinsteiger eben. Aber muss mit dem alten Lebensabschnitt auch gleich der komplette Kleiderschrankinhalt in die Tonne? Tschüss Studentenklamotten, hallo Businessoutfit?

Nein! Bevor Sie mit dem eisernen Besen Schränke und Schubladen ausmisten: Mit nur rund 200 Euro lassen sich die meisten Unioutfits im Handumdrehen bürotauglich machen. Schon mit wenigen Ergänzungen wird so aus einer Studentin von einst eine veritable Karrierefrau. Optisch zumindest.

Klar, der Campus ist zunächst mal ein Ort der Freiheit. Jeder darf sich individuell und frei ausleben und anziehen: Hippies tragen bunte Leinengewänder und Sandalen, Ingenieure Randbrille und Karohemd, Juristinnen Rollkragenpulli und Perlenkette. Das sind zwar vor allem Klischees, trotzdem eint die Träger nach dem Uniabschluss ein Problem und eine Frage: Wie passt mein Stil zum neuen Job?

Denn natürlich müssen Sie den zugunsten des Berufs nicht aufgeben, im Gegenteil: Ein wenig Individualität ist sogar wünschenswert, um in der Masse nicht unterzugehen oder gar langweilig zu wirken. Gerade Frauen haben im Berufsleben viele Möglichkeiten, sich modisch zu präsentierten und zugleich authentisch und originell zu bleiben. Der Grat ist jedoch schmal, und das Maß muss stimmen. Auffällige und grelle Muster, Glitzer oder Piercings gehören nicht ins Büro. Auch auf zu tiefe Ausschnitte und kurze Kleider sollte frau verzichten, wenn sie auch weiterhin als kompetente Kollegin und nicht als Objekt wahrgenommen werden will.

Die Grundausstattung

Was kann also im Schrank bleiben? Und wie lässt sich das später kombinieren? Suchen wir zunächst die Grundausstattung, die wohl fast jede Studentin zu Hause hat und die sich ohne Weiteres auch im Arbeitsleben einsetzten lässt:

  • Den schwarzen Bleistiftrock vom letzten Kellnerjob,
  • ein stilvolles Kleid (beispielsweise mit dezentem Blumenaufdruck),
  • und eine hochwertige Strickjacke.

All das besitzen wohl die meisten Ex-Studentinnen. Super! Denn das können sie auch weiterhin im Büro tragen.

Auch die Chinos, die schon seit längerem angesagt sind, passen vor allem zum Casual Friday. Also auch rein in den neuen Business-Schrank. Zudem findet sich in fast jedem Kleiderschrank die weiße Bluse von der letzten Familienfeier, eine edle, lange Tunika und ein schwarzer, blauer oder cremefarbener Blazer. Selbst ein einfaches T-Shirt lässt sich weiterhin verwenden – nur bitte eins ohne Aufdruck!

Zusammen ergibt das dann die Grundausstattung. Und bisher haben Sie dafür nicht einen Cent bezahlt. Doch die Grundausstattung reicht leider nicht. Deshalb müssen Sie jetzt noch einmal etwas Geld investieren – für wichtige Erweiterungen.

Viel Businesslook für wenig Geld

Was den meisten Ex-Studentinnen nach der Unizeit in ihrer textilen Ausstattung wohl fehlt, sind Feinstrumpfhosen. In der Freizeit oder zur Vorlesung getragen, sehen sie einfach nur spießig aus und sind wegen ihrem Hang zu Laufmaschen auch eher unpraktisch. Für den Berufseinstieg aber sind sie Pflicht. Daher sollten Sie wenigstens drei Stück anschaffen. Auch ein Hosenanzug war im bisherigen Lebensabschnitt wohl eher nicht von Nutzen. Jetzt muss er aber in den Kleiderschrank. Zusätzlich sind ein weiterer Blazer und eine zweite Bluse angebracht. Und obwohl jede Frau ein einfaches Paar Pumps besitzt, kommen wohl die meisten an einem weiteren Paar nicht vorbei. Das ergibt dann diese Bilanz:

Nachweis:
Strumpfhosen: Falke; Hosenanzug: Otto; Blazer: H&M; Bluse: Zalando, Pumps: Zalando

Fünf Kombinationen für die Arbeitswoche

Und wie macht man daraus eine modisch abwechslungsreiche Woche? Ganz einfach, zum Beispiel mit folgenden Kombinationen (wobei viele weitere noch denkbar sind):

Montag: Lange Tunika und Strumpfhose.
Dienstag: Blumenkleid plus Blazer.
Mittwoch: Hosenanzug mit T-Shirt.
Donnerstag: Bleistiftrock, Bluse plus schwarzer Blazer.
Freitag: Chinos, Bluse und Strickjacke.

Und alles zusammen hat nicht mehr als 200 Euro gekostet.