Diese Situation kennen Sie garantiert: Sie beginnen eine neue Aufgabe mit voller Motivation und Elan, doch je länger Sie daran arbeiten, desto geringer wird Ihre Motivation bis Sie sich schlussendlich fast nicht mehr aufraffen können und sich zur Arbeit zwingen müssen. Denn mit der Motivation ist das so eine Sache. Sie kann innerhalb weniger Augenblicke auf den Nullpunkt sinken und genau so schnell wieder steigen. Sätze wie “Ich bin heute so unmotiviert, am liebsten wäre ich im Bett geblieben” oder “Meine Motivation ist heute zu Hause geblieben” haben Sie so oder so ähnlich bestimmt schon gehört. Und immer schwingt diese unausgesprochene Resignation “Da kann man nichts machen, Motivation lässt sich eben nicht steuern” mit. Das ist – mit Verlaub – Unsinn, denn natürlich können Sie Ihre Motivation beeinflussen. Positiv wie negativ.

Natürlich können Sie nicht jeden Tag einen neuen Motivations-Rekord aufstellen, doch Motivationstiefs müssen Sie eben nicht hilflos hinnehmen. Denn Motivation ist – genau wie Erfolg – zu einem großen Teil von Ihrem Verhalten und Ihrer Einstellung abhängig. Deshalb haben wir heute das Motivations-ABC für Sie zusammengetragen.

Das ABC der Motivation

  1. A – Aufmerksamkeit sollten Sie Ihrem Motivationslevel täglich schenken. Denn nur wenn Sie rechtzeitig merken, dass Ihre Motivation sinkt, können Sie auch etwas dagegen tun. Das lässt sich recht einfach trainieren, nehmen Sie sich täglich immer wieder einige Minuten Zeit, sorgen Sie möglichst für Ruhe und achten Sie bewusst darauf, ob Sie noch motiviert bei der Arbeit sind oder gedanklich bereits den Feierabend herbei sehnen.
  2. B – Belastungen jeglicher Art sind hervorragende Motivationskiller. Achten Sie deshalb vor allem in Phasen mit hoher Belastung und Zeitdruck darauf, dass Sie auch für den notwendigen Ausgleich sorgen, um Ihre Batterien wieder aufzuladen. Nur so bleibt Ihnen Ihre Motivation erhalten.
  3. C – Chancen zur Motivationssteigerung gibt es immer wieder, Sie müssen diese nur nutzen. Dabei kann es sich um neue und spannende Aufgaben, hoch motivierte Kollegen, eine Beförderung oder generell die Anerkennung Ihrer Leistungen handeln. Nutzen Sie solche Chancen für einen Motivationsschub.
  4. D – Disziplin brauchen Sie manchmal auch, um Ihre Motivation lebendig zu halten. Wenn vieles schief geht, Pläne nicht funktionieren und die Arbeit keinen Sinn zu machen scheint, ist Ihre Motivation in großer Gefahr. Machen Sie sich dann wieder bewusst, warum Sie den Job eigentlich machen und nutzen Sie das als Motivationsquelle.
  5. E – Einfach den ersten Schritt in ein neues Projekt zu machen, kann manchmal schon reichen, um Ihre Motivation zu entfachen. Statt sich tagelang Gedanken zu machen, was alles schief gehen könnte, beginnen Sie einfach mit den ersten Schritten. Die ersten Ergebnisse sind dann Nahrung für Ihre Motivation.
  6. F – Familie und Freunde können Ihnen natürlich auch helfen. Wenn Sie selbst nicht mehr motiviert sind, lassen Sie sich von Ihren nahestehenden Menschen neu motivieren.
  7. G – Gleichgesinnte können sogar noch mehr bewirken als Familie und Freunde. Denn Kollegen oder Mitarbeiter, die das gleiche Ziel haben wie Sie, können Sie auch mal durch ein Tief mitnehmen und Sie mit ihrer Motivation anstecken.
  8. H – Hungrig nach Erfolg sollten Sie schon sein, um Ihre Motivation dauerhaft zu halten. Der Erfolg muss sich dabei nicht unbedingt in Zahlen ausdrücken lassen, sondern kann ganz individuell wahrgenommen werden. Wichtig sind Teilerfolge, an denen Sie Ihren Fortschritt messen können.
  9. I – Illusionen helfen Ihnen jedoch nicht, sondern stellen eher Motivationsbremsen dar. Denn so bald Wunschträume an der Realität scheitern, geht Ihre Motivation garantiert in den Keller. Ein realistischer Blick kann das verhindern.
  10. J – Jammern bringt Sie übrigens auch nicht weiter. Machen Sie sich statt den bestehenden Problemen lieber die Chancen und Möglichkeiten klar, die Sie in Ihrer aktuellen Situation haben. Nur wenn Sie zumindest eine Ahnung davon haben, wie es weiter geht, lässt sich Ihr Motivation auch halten.
  11. K – Kompetenz schadet Ihrer Motivation sicher nicht, ganz im Gegenteil. Mit fachlicher Kompetenz können Sie Aufgaben schnell lösen und sehen so Erfolge. Und mit sozialer Kompetenz kommen Sie mit Ihren Kollegen gut klar, und finden bei diesen Unterstützung und Rückhalt.
  12. L – Leidenschaft ist für viele Menschen die Grundlage ihrer Motivation. Machen Sie sich das zu eigen und nutzen Sie Ihre Leidenschaft für ein bestimmtest Thema, um motiviert an die Arbeit zu gehen.
  13. M – Mentoren können für Sie Wegweiser sein, die Ihnen durch ein Motivationstief hindurch helfen und Ihnen den Rücken stärken. Manchmal geht es einfach nicht ohne die Hilfe Dritter.
  14. N – Nachdenken kann auch Motivationsprobleme verhindern. Wenn Sie sich im Vorfeld überlegen, welche Ergebnisse Sie realistischer Weise erwarten können, reduzieren Sie die Zahl der Fehlschläge. So verhindern Sie Motivationsdämpfer.
  15. O – Offenheit gegenüber neuen Möglichkeiten und der Hilfe anderer kann für Ihre Motivation essentiell sein. Denn in manchen Situationen ist diese ohne Unterstützung schlicht und ergreifend nicht aufrecht zu erhalten. Wenn Sie dann Unterstützung ablehnen, können Sie auch keine neue Motivation entwickeln.
  16. P – Planung hilft Ihnen bei der realistischen Einschätzung des Zeit- und Energiebedarfs für die anliegenden Arbeiten. Wenn Sie wissen, was auf Sie zukommt, können Sie viel motivierter an die Arbeit gehen, als wenn sich überraschend Berge von Arbeit vor Ihnen aufbauen.
  17. Q – Quellen für Ihre Motivation sollten Sich ganz bewusst suchen. Das können die bereits genannten Freunde oder die Wertschätzung durch Ihren Chef sein. Wichtig ist einfach, dass Sie wissen, woher Ihre Motivation stammt.
  18. R – Raum für die Verwirklichung eigener Ideen und Gedanken hilft ungemein dabei, die Motivation zu erhalten. Wer immer nur den nach den Vorgaben anderer arbeitet, ist irgendwann nur noch körperlich bei der Arbeit anwesend.
  19. SSelbstvertrauen bildet die Basis für motiviertes Arbeiten. Nur wer seine Fähigkeiten und Stärken kennt und sich darauf verlässt, geht gerne an die Arbeit.
  20. T – Träume und Ideale sind die Nahrung für hohe Motivation. Wenn Sie aus Überzeugung an einer Sache arbeiten, ist Motivation wahrscheinlich kein großes Problem.
  21. U – Ueberraschungen können Ihre Motivation dämpfen oder stärken. In vielen Fällen hängt die Wirkung davon ab, ob Sie die Vor- oder die Nachteile der neuen Situation in den Mittelpunkt stellen.
  22. V – Visualisierung kann Ihre Motivation neu entfachen. Stellen Sie sich Ihren Erfolg und das erreichte Ziel so plastisch und realistisch wie möglich vor. Arbeiten Sie dann gezielt auf darauf hin, diese Visualisierung Wirklichkeit werden zu lassen. Wenn Sie wissen wofür Sie arbeiten, ist Motivation kein Thema.
  23. W – Wille ist natürlich immer nötig, um motiviert zu arbeiten. Sicher, Sie können manche Ziele auch erreichen, ohne es unbedingt zu wollen. Doch Motivation dürfen Sie dann nicht erwarten.
  24. X – X-fache Wiederholungen und bewusst etablierte Gewohnheiten können Ihnen als Motivationsschub dienen. Das kann ein bestimmtes Lied, ein Foto oder die Erinnerung an einen persönlichen Erfolg sein.
  25. Y – Ying und Yang stehen hier stellvertretend für ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit, Belastung und Erholung. Denn bei dauernder Anspannung und unter andauerndem Druck wird auch die höchste Motivation irgendwann verschwinden.
  26. Z – Ziele sind – wie bereits erwähnt – extrem wichtig, um motiviert arbeiten zu können. Nur wenn Sie konkret wissen wo die Reise hingeht und wozu Sie manche Arbeiten ausführen, kann Motivation entstehen.