Es gibt Berufe die zwar einerseits enorm wichtig, andererseits jedoch fast unbekannt sind und stets im Hintergrund wirken. Zu dieser Kategorie gehört das Berufsbild des Vorstandsassistenten. Wer dabei spontan an die Aufgaben einer Sekretärin oder eines Sekretärs denkt, liegt allerdings meilenweit daneben. Vorstandsassistenten haben zahlreiche Aufgaben und Funktionen und einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Ein Job mit großem Potenzial – auch für die eigene Karriere.

Als Assistent respektive Assistentin sind die Mitarbeiter nicht nur für die persönliche Korrespondenz, Terminvereinbarungen und Reiseorganisation des Vorstands zuständig. Auch die Filterung von Anfragen, die Priorisierung von Anliegen und die ständige Verfügbarkeit der wichtigsten Unterlagen und Dokumente gehören zum Aufgabengebiet. Vorstandsassistenten begleiten ihren Chef auf vielen Reisen und sind in den meisten Besprechungen anwesend. Dementsprechend bilden Vertrauen und Loyalität die Grundlage eines funktionieren Arbeitsverhältnisses zwischen Assistent und Vorgesetztem.

Multifunktionaler Alleskönner

Ein Vorstandsassistent übernimmt dabei nicht nur die administrativen Aufgaben, er oder sie wird im Lauf der Zeit auch zu einem wichtigen Ratgeber, der Entscheidungen und Ansichten des Vorstands – natürlich nur auf ausdrücklichen Wunsch – reflektiert und kommentiert.

Auf Grund der zahlreichen Anforderungen gibt es keine festgelegte Ausbildung für diesen verantwortungsvollen Posten. Vom Bürokaufmann über betriebswirtschaftliche Ausbildungen bis hin zum Studium im Kommunikationsbereich reicht die Bandbreite der möglichen Berufe. Mindestens ebenso wichtig wie die formale Ausbildung ist in dieser Funktion die Berufserfahrung und die Persönlichkeit des Assistenten.

Letzterer kommt eine besondere Bedeutung zu, da sich Assistent und Chef auf der persönlichen Ebene sympathisch sein müssen. Eine enge und auf Vertrauen basierende Zusammenarbeit ist sonst nicht möglich. Eigenschaften wie Kontaktfreudigkeit, absolute Verschwiegenheit, Zuverlässigkeit, Diskretion und Loyalität stehen ganz oben auf der Wunschliste für Vorstandsassistenten.

Ideales Karrieresprungbrett

Wer es einmal in eine solche Position geschafft hat und seinen Job gut macht, kann sich schon während seiner Arbeit auf die Beförderung freuen. Denn erstens lernen Vorstandsassistenten viele wichtige Entscheider und Multiplikatoren kennen und arbeiten oft direkt diesen zusammen. Das Netzwerk erweitert sich daher stetig. Zweitens werden gute Leistungen in dieser Position nach einigen Jahren meist mit einem entsprechend gut dotierten Anschlussposten honoriert. Nicht selten ist der Job als Vorstandsassistent daher – entsprechende Leistungen vorausgesetzt – der Fahrschein in eine leitende Postion mit Einfluss und angemessenem Gehalt.

Kennen Sie einen Vorstandsassistenten oder eine Vorstandsassistentin persönlich oder arbeiten Sie gar selbst in diesem Job?