Warnzeichen-Alarm-Alert
Es gibt so Tage: Die fangen schwach an und lassen dann stark nach. Die To-Do-Liste wird immer länger, Zusagen können nicht eingehalten werden, und der Kaffee wirkt auch nicht mehr. Stattdessen wachsen Stress und Frust. Nun, solche Tage kommen und gehen auch wieder vorbei. Hoffentlich. All diese Anzeichen könnten aber auch dafür sprechen, dass Sie den Spaß am Job längst verloren haben. Es gibt einen Bruch zwischen Beruf und Berufung, zwischen Leistung und Leidenschaft. Und der wird immer größer.

Sie fühlen sich angesprochen? Dann sollten Sie nach weiteren sieben Warnzeichen Ausschau halten...

Bruch zwischen Leistung und Leidenschaft

Es ist nicht leicht, sich einzugestehen, dass man längst nicht mehr macht, was einem Spaß macht oder weiterbringt. Denn das bedeutet zugleich, Verantwortung zu übernehmen und daraus möglicherweise unkomfortable Konsequenzen zu ziehen - zum Beispiel sich einen neuen Job zu suchen.

Die Frage, die Sie sich trotzdem stellen sollten: Was tut Ihnen langfristig besser? Weitermachen und zusehen, wie der Frust wächst bis der Körper leidet - oder aktiv die Situation zum Besseren verändern?

Egal, wie Sie sich letztlich entscheiden: Wenn folgende Warnzeichen überhand nehmen oder gar chronisch werden, sollten Sie handeln...

7 Warnzeichen im Job

  1. Sie prokrastinieren.

    Klar, das machen wir alle mal - und es kann unterschiedliche Gründe haben. Wenn das Aufschieben aber chronisch wird und Sie sich immer wieder dabei ertappen, etwas anderes zu machen, als das, was gerade wichtig wäre, dann sollten Sie sich fragen: Warum tue ich das?

  2. Sie begründen.

    Es klingt ein bisschen stereotyp, ist deswegen aber nicht weniger wahr. Die meisten Menschen lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Wer etwas will, findet Wege; wer etwas nicht will, findet Gründe. Wenn Leistungen eher unterdurchschnittlich sind und der Erfolg schon länger ausbleibt, entwickelt die zweite Gruppe enorme Energien, um Gründe und Schuldige dafür zu finden: Umstände, Chef, Deutschland, eine kosmische Verschwörung, die ausgerechnet sie zum Opfer gewählt hat... Die anderen nutzen dieselbe Energie - und finden einen Ausweg. Wie reagieren Sie?

  3. Sie klagen.

    Und nicht gerade wenig. Natürlich streiten die meisten erst einmal ab, zu der Jammerer-Fraktion zu gehören. Und ab und zu ist ventilierter Frust auch völlig normal. Aber beobachten Sie sich einfach mal selbst, worüber Sie sich mit Kollegen unterhalten oder was Sie abends über die Arbeit erzählen oder in den Sozialen Netzwerken (anonym) posten: Sind das mehrheitlich Klagelieder darüber, wie schrecklich und falsch das alles gerade läuft? Dann sollten die Alarmglocken schrillen. Denn wovon das Herz voll ist, davon quillt der Mund über, sagt ein altes Sprichwort.

  4. Sie faulenzen.

    Als wir vor einiger Zeit eine Umfrage über die tatsächliche Produktivität am Tag gemacht haben, antworteten mehr als 75 Prozent der Leser (rund 900 Befragte), dass Sie maximal zwischen drei und sechs Stunden täglich produktiv sind. Der Rest der Zeit wird irgendwie verdaddelt - und sei es nur mit "beschäftigt aussehen". Ein realistisches Ergebnis. Falls Sie aber regelmäßig morgens mit den besten Intentionen starten, um dann festzustellen, die Hälfte des Tages irgendwas gemacht zu haben, nur nicht den Job, dann ist das kein gutes Zeichen.

  5. Sie erkranken.

    Und zwar häufiger als sonst. Das müssen gar nicht mal schwere Erkrankungen sein, auch häufige Erkältungen, Magen-Darm-Verstimmungen oder Kopfschmerzen zählen dazu. Der Grund: Anhaltender Stress schlägt früher oder später auf den Körper durch. Der spricht durch solche Symptome zu uns und warnt: Es reicht! Dann reicht es nicht, ein paar Medikamente zu nehmen, sondern die Ursachen zu erforschen: Warum steigt der Stress? Was löst ihn aus? Lässt sich das ändern? Falls nicht: Würde ein Jobwechsel etwas ändern?

  6. Sie ermatten.

    Frische Impulse, Ideen, Kreativität und Leidenschaft sind nicht nur der Motor für den beruflichen Erfolg - sie sind auch Symptome: Solange wir vor Ideen sprudeln, sind wir auch begeistert von dem, was wir tun. Selbst wenn es nicht optimal läuft, engagieren wir uns - intrinsisch motiviert -, dass es besser wird. Umgekehrt aber, bleiben die Impulse aus und machen dem Alltagstrott Platz, driften wir bereits gefährlich in Richtung innere Kündigung.

  7. Sie verbittern.

    Nichts entfernt Sie weiter von Glück, Zufriedenheit und Erfolg als eine negative Attitüde. Leider ist die gar nicht mal so selten - und ganz oft können wir diese schon an den Kommentaren auf Facebook oder hier im Blog ablesen: Egal, wie motivierend oder inspirierend ein Post auch gemeint ist - diese Menschen finden immer das Haar in der Suppe, den einzigen Tippfehler im Text, das scheinbar fehlende "Ja, aber!". Wer derart auf das Negative fokussiert, bremst sich nur selbst. Im Job ist das nicht anders: Je bitterer Sie werden, desto schlechter werden Sie. Nicht zuletzt, weil es auch den Kollegen zunehmend negativ auffällt. Manchmal lässt sich die Attitüde ändern - manchmal reicht aber auch das nicht. Dann muss es der Job sein.

Jedes Indiz für sich betrachtet, ist natürlich noch kein Alarmzeichen. Konnten Sie bei der obigen Liste aber mehrmals nicken oder fühlten sich beschrieben, sollten Sie reagieren. Das Leben ist zu kurz, um es mit den falschen Dingen zu vergeuden...

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