Ihr Boss kann noch so viel reden, noch so viele Komplimente machen – trotzdem bleibt zuweilen das ungute Gefühl, er könnte damit etwas ganz anderes sagen wollen. Der Grund dafür ist simpel: seine Körpersprache harmoniert nicht mit seinen Worten. Das können nur Nuancen sein, die Sie allenfalls unbewusst wahrnehmen. Aber Sie nehmen sie wahr – und das ist schon mal gut.

Der Körper lügt nicht. Das gibt Ihnen zugleich die Chance, hinter manche Fassade zu blicken, günstige Momente geschickt zu nutzen und Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Doch das Dechiffrieren der nonverbalen Signale erfordert etwas Erfahrung. Erwarten Sie anfangs also nicht zu viel. Damit Sie die Zeichensprache Ihres Chefs besser interpretieren, heute ein paar untrügliche Anzeichen dafür, ob es zwischen Ihnen und Ihrem Boss gerade gut läuft oder die Atmosphäre gestört ist:

Gestik, Mimik, Verhalten

Positiv Negativ
Er stellt oder setzt sich zu Ihnen physisch auf eine Ebene. Er bleibt stehen, wenn Sie sitzen (Betonung von Hierarchie).
Er behält Blickkontakt zu Ihnen (Interesse). Er sieht Sie kaum an, blinzelt öfter als normal und die Lippen sind schmal.
Er betritt Ihr Büro statt davor stehen zu bleiben (Vertrauen). Er verschränkt seine Arme im Gespräch oder stützt sie in seine Hüften (Skepsis).
Er zeigt seine offenen Hände, womöglich sogar seine Handflächen. Die Bewegungen
sind ruhig und nicht ausladend.
Die Hände sind unter dem Tisch oder stecken in den Hosentaschen; die Finger sind verschränkt oder geballt. Die Gestik ist zackig, nervös, und asymmetrisch (Misstrauen).
Er reibt sich die Hände (Zufriedenheit). Spielt mit dem Stift, der Brille, dem Blackberry (Ungeduld/Ärger).
Er halt den Kopf schräg, wenn er mit Ihnen spricht (Zuversichtlich). Er kratzt sich am Kopf oder der Nase, wenn Sie reden (Ungläubig).
Er passt sich Ihrer Körpersprache an, wiederholt Gesten (Sympathie). Er breitet seine Unterlagen vor Ihnen aus (Abgrenzung).
Er öffnet sein Jackett (Vertrautheit), stellt sich locker hin oder lehnt sich herüber. Er blickt zu Ihnen über seine Schulter, wendet sich damit de facto von Ihnen ab und vergrößert die körperliche Distanz.
Im Meeting setzt er sich in Ihre Nähe (Zuneigung). Im Meeting bleibt er Ihnen fern, spricht Sie kaum an oder stellt Sie nicht vor.