Und wieder hat es einen erwischt – diesmal den US-Abgeordneten und Demokraten Anthony Weiner. Er galt als potenzieller Kandidat für die nächste Bürgermeisterwahl in New York. Dann zwitscherte er sich um seine Karriere: Er twitterte ein Foto von sich in Feinripp-Unterhose und mit erigiertem Penis. Gedacht war es für eine junge College-Studentin, mit der Weiner heimlich Sexmails austauschte (Er ist mit einer engen Vertrauten Hillary Clintons verheiratet). Doch statt einer privaten Nachricht, einer sogenannten Direkt Message, verschickte er das Foto öffentlich per @reply – und alle seine rund 56.000 Follower sahen es.
Zunächst leugnete der 46-jährige Politiker (dessen Name sich im Amerikanischen wie Wiener spricht und daher wie ein Synonym für “Schwanz” klingt) die Tat zwar noch und konstruierte eine Geschichte von Hackern, die seinen Account geknackt hätten. Am Montag aber gab er zu: “Ja, das Foto ist von mir und es zeigt mich.” In einer peinlichen und tränenreichen Pressekonferenz gestand er zudem, Internetsex mit insgesamt „rund sechs Frauen“ gehabt zu haben. Zurücktreten will er zwar noch nicht, der Druck auf ihn nimmt derzeit aber gewaltig zu.
Und die Moral von der Geschichte: Je peinlicher die Fotos, desto weniger gehören sie in Social Media – und dafür (maximal) in eine E-Mail.







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