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Entscheidungen werden oft und gerne unterschätzt. Dabei geht es um weit mehr als die simple Wahl zwischen A und B, einige Entscheidungen sind so weitreichend, dass man sehr genau darüber nachdenken sollte. Soll ich den Job annehmen? Welche Wohnung ist die richtige für mich? Werde ich mit diesem Studium glücklich? Wer an einer solchen Weggabelung steht, wünscht sich, er hätte die Weisheit mit Löffeln gegessen. Leider ist es hier wie überall im Leben: Hinterher ist man immer schlauer. Aber wie trifft man wirklich weise Entscheidungen? Wir haben einige Tipps für Sie gesammelt...

Was steht einer weisen Entscheidung im Weg?

Wer würde sich nicht gerne damit rühmen, regelmäßig weise Entscheidungen zu treffen? Leider sieht die Realität meist anders aus. Zwar entscheiden wir uns dauerhaft, doch mit Weisheit hat das in der Regel nur wenig zu tun.

Dies bekommen die meisten spätestens dann zu spüren, wenn sich die Wahl im Nachhinein als Fehler herausstellt. Dies ist jedoch keine Kritik an Ihren Entscheidungsfähigkeiten, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass weise Entscheidungen schwer zu treffen sind.

Die zwei wichtigsten Faktoren, die eine weise Entscheidung erschweren, sind...

  • ...Denkfehler. Egal, wie viel Mühe wir uns bei einer Entscheidung geben, manchmal macht unser Unterbewusstsein uns einfach etwas vor. Manches wird falsch interpretiert, anderes überbewertet und schon sind wir der festen Überzeugung, die perfekte Wahl getroffen zu haben, obwohl wir uns nur selbst in die Tasche gelogen haben.
  • ...Angst. Eine Entscheidung zu treffen bedeutet immer auch, viele Alternativen auszuschließen und unbeachtet links liegen zu lassen. Das schürt gleichzeitig aber auch die Angst. Die Angst, falsch zu liegen, etwas besseres zu verpassen und schlicht und einfach die Angst, sich festlegen zu müssen. Selbst wenn eine weise Entscheidung erkannt wurde, kann so es passieren, dass wir davor zurückschrecken und in einer Schockstarre verharren.

Für eine gute Wahl bedarf es daher einigen Aufwand und die richtige Vorgehensweise.

So treffen Sie weisere Entscheidungen

PathDoc/shutterstock.comWeise Entscheidungen werden nicht zufällig getroffen. Wer sich nur auf sein Glück verlässt und blindlings eine Wahl trifft, wird sich später immer mit dem Gedanken herumschlagen müssen: Was hätte sein können... Um den eigenen Weg wirklich selbst in die Hand zu nehmen, müssen die richtigen Entscheidungen bewusst getroffen werden - und dafür braucht es einige Selbstreflexion und auch Ehrgeiz.

Wir haben Tipps gesammelt, die Ihnen helfen können, weisere Entscheidungen zu treffen.

  1. Machen Sie sich Ihre Ziele klar

    Ob eine Entscheidung Weise ist, kann von Person zu Person verschieden sein. Es kommt immer darauf an, welche langfristigen Ziele verfolgt werden. Um wirklich weitsichtig und klug entscheiden zu können, sollte man sich zunächst einmal klar machen, was man überhaupt möchte.

    Klingt relativ simpel, stellt in der Praxis jedoch viele vor eine echte Herausforderung. Nur wenige kennen ihre eigenen Prioritäten gut genug, um diese auch vor dem Hintergrund der nächsten Jahre einschätzen zu können.

    Es gehört weit mehr dazu, als sich spontan zu überlegen, wonach einem gerade der Sinn steht. Möglichst detailliert sollten Faktoren betrachtet und beurteilt werden. Was wollen Sie durch die Entscheidung bewirken? Was ist dabei wichtig und worauf könnten Sie im Zweifelsfall verzichten?

  2. Werfen Sie einen Blick in die Zukunft

    Hierfür braucht es keine Glaskugeln oder hellseherische Fähigkeiten. Vielmehr geht es darum, sich die Möglichkeiten und Auswirkungen einer Entscheidung bereits im Vorfeld bewusst zu machen. Wie könnte der Weg weiter verlaufen, wenn Sie sich für eine Abzweigung entschieden haben?

    Fragen Sie sich: Welche Option hat die größte Wahrscheinlichkeit, meine gesteckten Ziele zu erreichen? Vielleicht kann die ein oder andere Alternative so von vornherein aus dem Entscheidungsprozess ausgeschlossen werden.

  3. Vertreten Sie Ihre Auswahl selbstbewusst

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    Die eigene Einstellung zur Entscheidung kann tatsächlich Einfluss darauf nehmen, als wie weise eine Entscheidung empfunden wird. Anders formuliert: Wer gleich zu Beginn zweifelt, wird langfristig unglücklicher mit seiner Wahl, selbst wenn diese gar nicht so schlecht war.

    Man redet sich das Risiko einer Fehlentscheidung solange selbst ein, bis der Kopf tatsächlich überzeugt davon ist, eine andere Wahl wäre die bessere gewesen. Wie bei einer selbsterfüllenden Prophezeiung trägt man dann unbewusst zu einem schlechteren Ergebnis bei.

    Steht man auf der anderen Seite selbstbewusst hinter seiner getroffenen Entscheidung, weil man sicher ist, die wichtigen Faktoren beachtet und Risiken abgewogen zu haben, stellt sich ganz automatisch eine größere Zufriedenheit ein.

  4. Verlassen Sie sich auf Rationalität

    Rationales Denken und logisches Vorgehen ist ein Schlüssel zu weisen Entscheidungen. Dies soll Entscheidungen aus dem Bauch heraus keineswegs schlecht machen, die in vielen Fällen den richtigen Anstoß liefern.

    Kluge und langfristige Entscheidungen auf einer Vielzahl an Informationen und Fakten zu treffen erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit die richtige Wahl zu treffen. Je genauer Sie sich über die Möglichkeiten informieren und verstehen, welche Konsequenzen jede einzelne Wahl mitbringen würde, desto einfacher wird es Ihnen fallen, abzuwägen, Prioritäten einfließen zu lassen und weise zu entscheiden.

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