Es ist leicht zu mutmaßen, dass jeder Mitarbeiter, der einen freien Internetzugang am Arbeitsplatz hat und weiß, wie man ein Smartphone bedient, ständig im (Social) Web daddelt, statt seiner bezahlten Arbeit nachzugehen. Aber stimmt das? Verschwenden Mitarbeiter tatsächlich so viel Zeit? Und selbst wenn: Haben sie das nicht früher auch schon gemacht – nur eben mit Kaffeepausen, Zigarettenpausen und einem ausgedehnten Pläuschchen? Zum Start ihres neuen Zeitmanagement-Systems haben die Jungs von Tempo 7 eine Infografik genau dazu erstellt, die sie diversen Blogs als kleine PR-Maßnahme angeboten haben.

Darin erfährt erfährt der Leser dann zum Beispiel, dass jene Kollegen, die zwischen 1980 und 1985 geboren wurden etwa vier Mal so viel Zeit vergeuden wie die zwischen 1930 und 1949 Geborenen. Oder dass die Höherqualifizierten mit Bachelor mehr Arbeitszeit verdaddeln als geringer Qualifizierte. Und überhaupt: 64 Prozent der Mitarbeiter vergeuden am Tag bis zu eine Arbeitsstunde, 22 Prozent sogar bis zu zwei Stunden und 14 Prozent drei Stunden und mehr. Okay, das Internet ist mit 48 Prozent inzwischen der größte Ablenker, aber dicht gefolgt vom Kollegentratsch (33 Prozent) und eigenen Angelegenheiten (30 Prozent).

Symptome – nicht Ursachen

Fast interessanter finde ich allerdings die Ursachen für die tägliche Zeitverschwendung. Die halte ich nämlich lediglich für ein Symptom, nicht für die wahre Ursache: Danach macht 46 Prozent der Job schlichtweg keinen Spaß mehr, 34 Prozent fühlen sich unterbezahlt, 24 Prozent haben weder Deadline noch bekommen Sie Anerkennung für geleistete Arbeit und 18 Prozent werden von Kollegen abgelenkt und von der Arbeit abgehalten – vermutlich, weil die ebenfalls frustriert sind… Aber sehen Sie selbst:

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