Der Kampf um Nachwuchstalente wird zunehmend härter, vor allem im Mittelstand. 70 Prozent der Unternehmen empfinden die Rekrutierung neuer Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr als deutlich schwieriger geworden, so eine Umfrage des Personaldienstleisters Mediaintown, bei der 831 Unternehmen befragt wurden (85 Prozent davon waren kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Mitarbeitern). Dennoch wollen nur 19 Prozent der Unternehmen ihr Budget für die Personalwerbung erhöhen, sieben Prozent haben sogar vor, es zu kürzen.

Weniger Geld, mehr erreichen – wie soll das gehen? Mit dem Internet und Social Media. Hierhin sollen die Budgets der Betriebe künftig verstärkt fließen.

84 Prozent setzen bei der Personalsuche dabei vor allem auf Online-Anzeigen. Stellenanzeigen in Zeitungen und Fachzeitschriften spielen mit 61 Prozent der Nennungen aber eine noch immer relevante Zweitrolle. Auf Platz drei der forcierten Rekrutierungsbemühungen landet mit 46 Prozent der Karrierebereich der eigenen Firmen-Website. Unternehmen mit Fokus auf Mitarbeiter aus den Fachbereichen Technik und Ingenieurwesen (59 Prozent) sowie IT und Telekommunikation (51 Prozent) wählten die eigenen Karrierewebseiten sogar noch vor der Prinanzeige auf Platz zwei.

Rund 28 Prozent der Befragten gaben zudem an, künftig verstärkt soziale Netzwerke wie Facebook, Xing und Twitter zu nutzen. Damit überholen die Social Media gar einen Rekrutierungsklassiker: die Fach- und Karrieremessen, die nur noch für 26 Prozent der Befragten einen wichtigen Rekrutierungsweg darstellen.

Das Schlusslicht bildet indes der Radiospot: Für weniger als zwei Prozent ist dieses Medium für die Personalwerbung entscheidend. Das Unternehmens- oder Jobvideo erreichte dagegen immerhin noch fünf Prozent.