41,2 Stunden pro Woche – auf so viele Wochenarbeitsstunden kommt ein deutscher Arbeitnehmer derzeit im Durchschnitt. Im europäischen Vergleich ist das ein (trauriger) Spitzenplatz. Das hat jetzt eine EU-Studie zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen ermittelt.
Demnach gehören die Deutschen zusammen mit den Rumänen, Tschechen und Österreichern zu den Langarbeitern in Europa. Spitzenreiter ist übrigens Rumänien mit durchschnittlichen 41,8 Wochenarbeitsstunden. Das Schlusslicht bilden indes die Franzosen mit gerade mal 38,4 Wochenstunden. Vielleicht müsste es heißen: Arbeiten wie Gott in Frankreich…
Hierzulande liegt die von den Tarifparteien vereinbarte Wochenarbeitszeit zwar im Schnitt bei 37,6 Stunden. Doch machen derzeit viele Beschäftigte tatsächlich Überstunden. Die Krise und so… Fairerweise muss man dazu aber sagen, dass Deutschland bei der Anzahl der bezahlten Urlaubstage EU-weit ebenfalls weit vorne liegt. Während die Arbeitnehmer in Frankreich oder Österreich nur 25 Urlaubstage haben, die Briten sogar nur 24,6 und der EU-Durchschnitt bei 25,2 Tagen liegt, kommen die meisten Deutschen auf 30 Urlaubstage im Jahr.



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Dirk Deimeke
Witzig, wie sehr sich die Wahrnehmung verschiebt, wenn man schon nur in die Schweiz geht. Hier sind Regelarbeitszeiten von 42 Stunden (wie bei mir) oder 45 Stunden anderswo keine Seltenheit. Aber die Schweiz gehört ja auch nicht zur EU …
David
Ja, die 41 Stundenwoche vermisse ich hier in der Schweiz. Oder tue ich das wirklich? Nein, denn dafür gibt es hier weniger Arbeitslose und einen doch sehr frappant höheren Reallohn bei gleichzeitig angenehmeren Arbeitsbedingungen. Ich wünschte mir meine alte Heimat Deutschland wäre diesbezüglich ein wenig offener und würde sich mehr darauf konzentrieren vorwärts zumachen als Stunden zu zählen.