Yoga Übungen Bluse blau meditieren
Sie kennen das: Stress im Büro, mehrere Tage hintereinander Überstunden, der Körper schmerzt bei jeder Bewegung und Sie können sich nicht mehr konzentrieren. Lange Tage ohne ausreichend frische Luft und Bewegung führen unvermeidlich zu einer schlechten körperlichen Verfassung - höchste Zeit, etwas daran zu ändern. Aber Hand aufs Herz: Haben Sie noch Lust, nach der Arbeit ins Fitnessstudio zu fahren oder einmal um den nächstgelegenen See zu joggen? Wir stellen Ihnen eine Alternative vor: Yoga Übungen. So trainieren Sie nicht nur den Köper, Sie befreien auch Ihre Gedanken vom Stress und verbessern Ihre Konzentrationsfähigkeit. Und dafür müssen Sie noch nicht einmal Ihren Arbeitsplatz verlassen: Wir haben für Sie Yoga Übungen zusammengestellt, die Sie am Arbeitsplatz ohne großen Aufwand machen können und dabei keine neugierigen Blicke auf sich ziehen werden...

Yoga Übungen: Grundlegende Regeln

Haben Sie beschlossen, sich den Yoga Übungen zu widmen, sollten Sie einige grundlegende Regeln beachten. Zum einen braucht Yoga Regelmäßigkeit: Sie sollten von Anfang an Übungszeiten festlegen - am besten jeden Morgen. Viele nutzen aber auch den Abend, um sich vom Arbeitstag zu erholen: Der Körper ist flexibler und die Yoga Positionen fallen leichter.

War der Tag hingegen überfüllt und der Betroffene konnte sich nicht mehr zum Sport motivieren, wird oftmals versucht, am kommenden Abend das Pensum der Übungen zu verdoppeln – das allerdings bringt nur wenig, höchstens einen Muskelkater am nächsten Morgen. Besser ist es, Sie widmen jeden Morgen 15 Minuten Ihren Yoga Übungen, statt an einem Abend krampfhaft die verpassten Zeiten der Vortage nachholen zu wollen.

Die Übungen sollten dabei auf leeren Magen oder einige Stunden nach dem Essen durchgeführt werden. Dafür eignet sich jeder nicht rutschige Boden. Sie sollten dabei keine Schuhe oder Socken tragen. Yoga braucht vollkommene Ruhe und Konzentration – alle Nebengeräusche sollten daher soweit möglich beseitigt werden.

Bei den Übungen sollten Sie sich auf Ihren Körper konzentrieren und sich gleichzeitig vollständig entspannen. Die Bewegungen werden langsam und flüssig ausgeführt, jeder Atemzug wird mit dem ganzen Körper nachempfunden. Nur durch die richtige Atmung entspannt sich der Körper und die Gedanken beruhigen sich - sie ist bei Yoga das wichtigste Element.

Was ist Yoga?

Yoga ist eine Lehre der Selbstfindung und ein Weltverständnis. Es ist eine Wissenschaft, die in Indien vor Tausenden von Jahren erfunden wurde und seitdem viele Änderungen und Anpassungen erfahren hat. Heute richten sich die Yoga Übungen vor allem auf den Körper - früher ging es darum, zu erfahren, wie der menschliche Geist funktioniert, um ihn zu mehr Ruhe, Frieden und Einheit zu bewegen. Zahlreiche konkrete Yoga-Stellungen helfen dabei, das eigene Potential zu erkennen, physische und mentale Fähigkeiten zu entdecken und den eigenen Körper fit zu halten.

Yoga Übungen: Stress und Krankheiten vermeiden

Arbeiten Sie im Büro, sind häufige körperliche Anspannungen unvermeidlich, ebenso wie psychische Überlastung – Sie versuchen mit dem Arbeitspensum und der Verantwortung fertig zu werden, Sie wollen sich beweisen.

Der menschliche Körper ist für Bewegung und eine aktive Lebensweise geschaffen – er leidet, wenn ihm diese Möglichkeit genommen wird. Die Gelenke verlieren ihre Flexibilität, die Muskeln ihre Festigkeit. Im Bürojob ist es aber beinahe unmöglich, den Arbeitstag aktiv zu gestalten. Neben physischen Übungen benötigt der Körper auch frische Luft, viel Sauerstoff – verbringen Sie aber viel Zeit in geschlossenen Räumen, sind auch diese Faktoren nicht gegeben. Dies alles beeinflusst Ihre Gesundheit, Ihre geistigen Fähigkeiten, Ihre emotionale Stabilität, Ihre Laune und Ihre Konzentrationsfähigkeit.

Wahrscheinlich denken Sie, dass Sport nur in die Freizeit gehört und dass Sie sich nach Feierabend dafür Zeit nehmen müssen. Allerdings ist es oft ratsam, sich einige Minuten während der Arbeitszeit zu nehmen, um den Stress und die Muskelanspannung zu beseitigen. Gewöhnen Sie sich an, Yoga Übungen in Ihren Arbeitstag einzubinden, vertreiben Sie auch die Müdigkeit, die sich im Laufe des anstrengenden Tages ansammelt.

Yoga Übungen fürs Büro

Bereitet Ihnen der Gedanke, Yoga Übungen vor den Augen der Kollegen zu machen, ein ungutes Gefühl in der Magengegend? Dann können wir Sie beruhigen: Wir haben für Sie Yoga Übungen zusammengestellt, die nicht auffallen. Außerdem werden Sie mit der Zeit immer mutiger, sobald Sie merken, dass es Ihnen danach besser geht. Achten Sie dabei immer auf die Atmung - atmen Sie langsam und bewusst ein und aus. Diese Yoga Übungen helfen dabei, den Bürostress loszulassen:

  • Kopfdrehung

    Schließen Sie die Augen und lassen Sie Ihr Kinn an die Brust sinken. Machen Sie eine langsame Kopfdrehung nach links, die Schultern sind dabei frei und entspannt. Wiederholen Sie die Kopfdrehung drei bis fünf Mal in eine Richtung und ebenso oft in die andere Richtung.

  • Dehnung des Rückens

    Stellen Sie die Füße flach auf den Boden und legen Sie beide Hände auf die Knie. Die Schultern und die Hände bilden eine Linie, die Knie sind hüftbreit aufgestellt. Beim Einatmen strecken Sie den Rücken nach vorne aus und blicken zur Decke. Beim Ausatmen beugen Sie den Rücken nach hinten und blicken zum Boden. Verharren Sie so lange in den einzelnen Positionen, wie es für Sie bequem ist. Wiederholen Sie die Übung drei bis fünf Mal.

    Yoga-Armestrecken-Uebung

  • Dehnung der Arme

    Schieben Sie den Stuhl vom Tisch weg, stellen Sie die Füße fest auf den Boden. Verschränken Sie die Finger hinter dem Rücken, strecken Sie die Arme aus und lassen Sie sie langsam sinken. Verharren Sie in dieser Position. Dann heben Sie die Arme, immer noch hinter dem Rücken verschränkt, lassen den Brustkorb auf die Beine senken und entspannen die Halsmuskeln.

  • Adler Position

    Strecken Sie die Arme parallel zum Boden aus, die Handflächen zeigen nach oben. Winkeln Sie die Arme an und legen Sie den rechten Arm über den linken. Verschränken Sie die Arme so ineinander, dass Sie die Handflächen vereinen können. Heben Sie nun die Ellenbogen, die Schultern sinken dabei. Wiederholen Sie die Übung, indem Sie nun den linken Arm über dem rechten legen.

  • Drehung der Wirbelsäule

    Setzen Sie sich seitlich auf den Stuhl und stellen Sie die Füße fest auf den Boden. Halten Sie sich mit beiden Händen an der Rückenlehne fest und drehen Sie sich in der Taille in Richtung der Hände, dann langsam in die andere Richtung. Wiederholen Sie die Übung zwei bis drei Mal.

  • Dehnung der Handgelenke

    Stehen Sie auf. Strecken Sie Ihre Hände so aus, dass die Handflächen in Richtung des Bildschirms und die Finger nach unten in Richtung der Tischplatte zeigen. Beugen Sie sich nach vorne und strecken Sie die Handflächen soweit es geht. Wiederholen Sie die Übung mehrmals. Verspüren Sie Schmerzen, sollten Sie diese - wie auch jede andere - Übung sofort unterbrechen.

  • Dehnung der Schultern und der Schulterblätter

    Atmen Sie tief ein und heben Sie langsam die Schultern, so als ob Sie damit Ihre Ohren berühren wollen. Atmen Sie wieder aus und ziehen Sie gleichzeitig die Schulterblätter zueinander. Atmen Sie weiter aus, senken Sie dabei die Schultern tief nach unten – fühlen Sie dabei, wie der Abstand zwischen den Ohren und den Schultern wächst. Wiederholen Sie die Übung so lange, wie Sie es für nötig halten und es für Sie angenehm ist.

Alle Übungen können Sie sich auch in dem folgenden Video anschauen:

[Bildnachweis: Jeanette Dietl by Shutterstock.com]