Deutsche Arbeitskräfte zeigen große Begeisterung für das Internet, 81 Prozent bezeichnen es gar als Chance, um die Leistung am Arbeitsplatz zu steigern. Zudem scheinen deren Arbeitgeber ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit den entsprechenden Arbeitsmitteln des Unternehmens zuzutrauen. Jedenfalls sagen das 87 Prozent der Befragten einer zweiten großen Studie von Dell und Intel zur Zukunft der Arbeit (PDF), für die insgesamt mehr als 8300 Beschäftigte befragt wurden. Das jedenfalls ist die eine Seite. Jetzt geht’s ins Detail…

Ich wünsche mir ein Smartphone, und das ist von…

Die Option, etwa eigene Arbeitsgeräte wie PC, Laptop oder Smartphone auszuwählen, haben aber zum Beispiel nur 46 Prozent der Angestellten von Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und nur 30 Prozent der Konzern-Mitarbeiter. Immerhin hoffen aber 41 Prozent, dass sich dies zukünftig verändern wird und sie diesbezüglich mehr Freiheiten bekommen. Obgleich das Thema nicht ganz unproblematisch ist. Denn 59 Prozent der KMU-Angestellten sagen auch, dass sie ihre Arbeitsgeräte ebenso privat nutzen würden. Das sagen auch 48 Prozent der Konzern-Mitarbeiter.

So glauben etwa auch 87 Prozent der über 45-Jährigen, dass Menschen, die sich mit der neuesten Technik auskennen, am Arbeitsplatz einen Vorteil haben, während das nur 64 Prozent der 18- bis 24-Jährigen sagen. Ebenso sagen 83 Prozent der Arbeitskräfte zwischen 44 und 64 Jahren, dass sie gerne für ein Unternehmen arbeiten würden, das gute Technologien bietet, während dies bei den 18- bis 34-Jährigen nur für 70 Prozent eine Rolle spielt.

Interessant auch: 84 Prozent der deutschen Arbeitnehmer können derzeit jederzeit und überall auf beliebige Webseiten zugreifen – für 62 Prozent ist dies auch wichtig.

Keine Telearbeit, bitte!

Dazu muss man sagen, dass freilich nicht alle von den damit verbundenen Veränderungen begeistert sind. So gaben auch 55 Prozent der deutschen Arbeitnehmer an, dass Telearbeit dem Teamgeist eher schadet – in den Großunternehmen denken ganze 64 Prozent so. Zudem fürchtet rund jeder vierte Angestellte (26 Prozent), dass sein Job durch technische Modernisierung bedroht sein könnte.

Meine Leistung zählt, nicht meine Anwesenheit!

Ein ganz wichtiger Punkt in der Studie – und den sollten sich vor allem Chefs zu Herzen nehmen – war jedoch: Deutsche Arbeitnehmer möchten ihre Arbeit über die erbrachte Leistungen (60 Prozent) und nicht über die im Büro verbrachte Arbeitszeit (21 Prozent) bewertet wissen. Die gute Nachricht: Angeblich halten das bereits 71 Prozent der Arbeitgeber auch so. Und erwartungsgemäß sind das mehr Unternehmen im Privatsektor (74 Prozent) als im Staatssektor (64 Prozent).

Damit könnte der klassische Arbeitstag – von 9 bis 17 Uhr – bald schon zum Auslaufmodell werden.
Nur 59 Prozent der Befragten haben noch solch geregelte Arbeitszeiten und nur 48 Prozent finden, dass das auch so bleiben sollte. Dem gegenüber stehen 65 Prozent der Beschäftigten, die lieber flexiblere Arbeitszeiten möchten – auch weil sie glauben, so produktiver zu sein.

Letztlich möchten 72 Prozent der deutschen Arbeitnehmer die Wahlfreiheit haben, wie sie ihre Arbeit verrichten. Einziger Wermutstropfen: Während zurzeit 83 Prozent das Gefühl haben, dieses Privileg auch zu genießen, gehen nur 76 Prozent davon aus, dass dies auch in zehn Jahren noch so sein wird.

Im internationalen Vergleich