Wir alle wollen glücklich sein und glücklicher werden. Dabei geben wir uns die größte Mühe, um auf unserem eigenen, ganz individuellen Weg zufriedener zu werden. Verkehrt ist das nicht. Allerdings ist es auch ein bisschen egoistisch. Dabei zeigen zahlreiche psychologische Studien längst: Wer sich um die Belange anderer kümmert und andere glücklich macht, findet dabei genauso das Glück. Oft sogar viel nachhaltiger. Auch wenn der absichtsvolle Altruismus irgendwie ein Widerspruch in sich ist, empfehlen heute trotzdem mal die gute, selbstlose Tat - mit dem angenehmen Nebeneffekt, das eigene Wohlbefinden zu steigern. Kurz: 7 Wege, wie Sie andere glücklich machen können...

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Altruismus: Keine gute Tat bleibt unbelohnt

Schon lange weiß die Wissenschaft: Unser Umfeld hat enormen Einfluss darauf, wie glücklich wir uns fühlen. Geht es unseren Freunden nicht gut, machen wir auch keine großen Luftsprünge. Besonders deutlich wir das an einem toxischen Umfeld: Toxische und negative Menschen können aus einem normalen Tag in Rekordzeit eine Qual machen. Sie jammern, meckern oder lästern und vergiften jede Atmosphäre. Mehr noch: Negative Menschen ziehen jeden in ihrer Nähe mit in den Abgrund, weshalb man sie dringend meiden sollte.

Dies gilt aber auch in die andere Richtung: Wir können selbst dazu beitragen, dass sich Menschen in unserer Umgebung besser fühlen - das Glück sozusagen teilen und dadurch mehren.

Und das ist nicht einmal schwer, sondern vor allem eine Entscheidung: Einfach mal anderen eine Freude machen, wegsehen von sich selbst und nicht ans eigene Glück denken. Denn wo sich geteiltes Leid halbiert, wird geteiltes Glück gleich doppelt so stark. So geht's:

  1. Machen Sie Komplimente.

    Ob es einen konkreten Anlass gibt oder nicht, ist gar nicht mal entscheidend. Ein Kompliment, das ehrlich ist und von Herzen kommt, erfreut jeden. Oft ist es nur unsere Unsicherheit, das Kompliment könnte falsch verstanden werden oder zum falschen Zeitpunkt kommen. Zerbrechen Sie sich darüber nicht zu sehr den Kopf: Wenn Sie es wirklich ehrlich meinen und damit nichts bezwecken (außer Freude zu schenken), kommt es eigentlich immer gut an. Und falls nicht, ist das nicht ihr Problem.

    Hier mehr darüber erfahren: Komplimente machen: So geht es richtig

  2. Nehmen Sie jemandem eine Aufgabe ab.

    Der Chef kommt kurz vor Feierabend mit einer dringenden Aufgabe ins Büro und drückt diese Ihrem Kollegen aufs Auge. Nun könnten Sie sich freuen, dass es diesmal nicht Sie getroffen hat. Oder Sie entscheiden sich dazu, spontan Hilfe anzubieten. Sie müssen ja nicht gleich die ganze Arbeit übernehmen - allein die Geste, etwas davon zu machen, zählt. Nebeneffekte: Sie werden Dankbarkeit und Glück ernten - und wenn es Sie selbst das nächste Mal trifft, müssen Sie auch nicht alles alleine wegschaufeln. Bieten Sie die Hilfe aber nicht mit dieser Erwartungshaltung an. Uneigennützige Hilfe ohne Hintergedanken sorgt bei nachweislich für das meiste Glück.

    Hier mehr darüber erfahren: Helfen macht glücklich? Ja, ein bisschen

  3. Schenken Sie ein Lächeln.

    Schon ein simples Lächeln im Gesicht kann ausreichen, um andere mit Ihrer guten Laune anzustecken. Jeder hat es schon selbst erlebt: Blickt man in gut gelaunte Gesichter, hebt das sofort die eigene Stimmung. Ist man hingegen von Miesepetern umgeben, zieht es einen ebenso runter. Das funktioniert übrigens auch in der virtuellen Welt. Gar nicht mal unbedingt nur durch den Einsatz von Smileys, sondern schon durch einen lächelnd-freundlichen Unterton.

    Hier mehr darüber erfahren: Lächeln: Warum es guttut

  4. Zeigen Sie Ihre Dankbarkeit.

    Viel zu selten sagen wir jemandem "Danke". Was uns häufig widerfährt, halten wir irgendwann für selbstverständlich. Ist es aber nicht. Freunde, mit denen man immer und über alles reden kann; Kollege, die einem im Job den Rücken stärken; ein Partner, auf den man sich durchweg verlassen kann... All das ist Gnade und Glück, nichts Selbstverständliches. Deshalb: Pflegen Sie nicht nur eine Haltung der inneren Dankbarkeit, sondern zeigen Sie dies auch nach außen - durch Worte und Taten. Schon ein simples "Ich wollte dir einfach mal Danke sagen, für all das, was du für mich getan hast..." kann Wunder wirken und andere enorm glücklich machen.

    Hier mehr darüber erfahren: Dankbarkeit: Wie sie Glück und Erfolg fördert

  5. Rufen Sie einen guten Freund an.

    Der Alltag kann selbst die besten Freundschaften manchmal in Mitleidenschaft ziehen. Entweder liegt es an der großen Entfernung oder an der fehlenden Zeit, aber die Gespräche und gegenseitigen Besuche werden seltener. Nicht gut. Und höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen: Greifen Sie einfach mal nicht zum Messenger oder zu Mail, sondern rufen Sie einen guten Freund mal wieder an und vereinbaren Sie ein Treffen. So machen Sie beide Seiten glücklicher. Und mal ehrlich: Zwei Bier gehen immer!

    Hier mehr darüber erfahren: Freunde: Wer gehört wirklich dazu?

  6. Seien Sie ein guter Zuhörer.

    Das klingt zwar passiv, ist es aber nicht. Gerade einsame Menschen, fühlen sich enorm geborgen und geschätzt, wenn ihnen einfach mal jemand zuhört. Es ist ein Ausdruck von Wertschätzung und Würde, Anteil an den Gedanken und Gefühlen anderer zu nehmen und diese wirklich verstehen zu wollen. Kein Mensch, der diese Form der Aufmerksamkeit nicht genießen würde. Und es ist auch ganz einfach: Handy weg oder aus, gute Fragen stellen, zuhören. So zeigen Sie Ihrem Gegenüber zugleich, dass er oder sie Ihnen wichtig ist und Sie sich um die Person kümmern.

    Hier mehr darüber erfahren: Zuhören lernen: 8 Tipps für besseres Zuhören

  7. Verschenken Sie eine Kleinigkeit.

    Eine kleine Aufmerksamkeit hat noch nie ihre Wirkung verfehlt und wird den Empfänger sofort glücklicher machen. Dies gilt besonders dann, wenn das kleine Geschenk überraschend und ohne konkreten Anlass gemacht wird. Jeder verschenkt etwas am Valentinstag oder zum Geburtstag. Aber zwischendurch, einfach so? Das ist selten. Wenn es auch noch selbstgemacht ist, steigert das die Wirkung enorm. Denn darin steckt etwas, was für Geld nicht zu kaufen ist: Ihre Lebenszeit.

    Hier mehr darüber erfahren: Großzügigkeit: Besser geben als nehmen

Von Mutter Theresa gibt es ein schönes Bonmot, dass wir uns alle zu Herzen nehmen sollten:

Lass es nicht zu, dass ein Mensch nach einer Begegnung mit dir nicht glücklicher ist als zuvor.

Genauso ist es: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.<

[Bildnachweis: savitskaya iryna by Shutterstock.com]

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