Arbeitnehmer haben nicht nur Pflichten, sondern auch eine Menge Rechte. Beide werden im Arbeitsrecht geregelt, das allerdings nicht immer leicht zu durchschauen ist. Was passiert zum Beispiel wenn ich krank werde: Brauche ich dann sofort eine Krankschreibung? Was passiert bei Ermahnung, Abmahnung oder Kündigung - und wann sind diese berechtigt? Welche Spielräume gibt es bei Verspätungen durch Stau, Bahn- oder Piloten-Streik? Worauf müssen Sie beim Arbeitsvertrag und Arbeitszeugnis achten?

Arbeitsrecht ABC Lexikon Urteile So ists Recht

Arbeitsrecht ABC: Von Abmahnung bis Zeugnis

Zu all diesen (und noch mehr) Fragen haben wir längst ein umfassendes Arbeitsrecht-Kompendium zusammengetragen - unser Arbeitsrecht ABC. Hier finden Sie nicht nur kurze Erläuterungen zu dem jeweiligen Thema, sondern auch gleich Links zu ausführlichen und detaillierten Dossiers.

Die alphabetische Liste wird von uns zudem regelmäßig aktualisiert und erweitert...

  • Abmahnung

    Die Abmahnung ist ein Warnschuss des Chefs - eine Art gelbe Karte und eventuell die Vorstufe zur Kündigung. Welches Verhalten darf aber überhaupt abgemahnt werden und muss wie eine Abmahnung aussehen, damit Sie rechtsgültig ist? Antworten darauf und wie Sie am besten reagieren...

    Mehr zur Abmahnung finden Sie HIER.

    Ermahnung: Der kleine Bruder der Abmahnung

    Arbeitsrecht Tipps ParagraphIst ein Arbeitgeber mit dem Verhalten eines Mitarbeiters unzufrieden, stehen ihm unterschiedliche Wege offen, darauf zu reagieren. Im schlimmsten Fall und bei einer wiederholten Verletzung der Vertragspflichten kann laut Arbeitsrecht eine Kündigung ausgesprochen werden. Ein deutlich milderes Mittel, den Arbeitnehmer darauf aufmerksam zu machen, dass sein Verhalten nicht den Vorstellungen des Chefs entspricht, ist die Ermahnung. Was genau dazu zählt, welche Konsequenzen sie hat und wie Sie als Mitarbeiter darauf reagieren sollten, lesen Sie HIER.

  • Änderungskündigung

    Bei der Änderungskündigung geht es dem Arbeitgeber nicht darum, seinen Mitarbeiter vor die Tür zu setzen. Vielmehr will er den Mitarbeiter weiterbeschäftigen, nur zu anderen Konditionen. Das müssen Sie allerdings nicht klaglos hinnehmen...

    Mehr zur Änderungskündigung finden Sie HIER.

  • Alkohol

    In Maßen genossen (nicht das Glas!) ist Alkohol am Arbeitsplatz nicht verboten. Das bedeutet jedoch keinen Freibrief: Restalkohol im Büro ist genauso problematisch, wie im Straßenverkehr und kann zu einer Abmahnung führen, im Wiederholungsfall gar zur Kündigung. Ferner ist der Chef berechtigt, den Mitarbeiter umgehend wieder nach Hause zu schicken. Für diesen Tag gibt es dann auch kein Gehalt.

    Mehr über Alkohol im Job finden Sie HIER.

  • Arbeitsvertrag

    Es herrscht Vertragsfreiheit in Deutschland. Das bedeutet, dass Arbeitgeber bei der Gestaltung eines Arbeitsvertrags nicht wirklich an Regeln gebunden sind. Dennoch sollten Arbeitnehmer einige Aspekte im Arbeitsrecht beachten, damit im Ernstfall der Arbeitsvertrag vor Gericht gilt. Denn wie heißt es so schön: Verträge werden nicht für gute Zeiten geschlossen, sondern für schlechte.

    Eine Checkliste zum Arbeitsvertrag finden Sie HIER.

    Nachweisgesetz

    Arbeitsrecht Tipps ParagraphAls Arbeitnehmer haben Sie Anspruch auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag. Der Arbeitgeber ist daher verpflichtet, Ihnen bis spätestens einen Monat nach Arbeitsbeginn eine unterzeichnetes Schriftstückaller wesentlichen Vertragsbedingungen zu übergeben. Darin müssen enthalten sein: Angaben zum Arbeitgeber, Ort und Dauer der Beschäftigung, Gehalt, Beschreibung der Tätigkeit, Arbeitszeit, Urlaubsdauer, Kündigungsfristen.

  • Arbeitszeit

    Das Arbeitszeitgesetz regelt die Höchstdauer der täglichen Arbeitszeit, Pausen und Ruhezeiten sowie die Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Dort steht zum Beispiel: "Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden." Mit werktäglich sind die Wochentage von Montag bis Samstag gemeint. Das bedeutet, dass ein Vollzeit Beschäftigter laut Arbeitsrecht maximal 48 Stunden in der Woche arbeiten darf. Die Arbeitszeit darf kurzfristig, beispielsweise saison- oder auftragsbedingt, auf zehn Stunden verlängert werden.

    Ein Dossier zum Arbeitszeitgesetz finden Sie HIER.

    Arbeitszeitverkürzung: Darf der Arbeitgeber das?

    Arbeitsrecht Tipps ParagraphWie viele Stunden ein Beschäftigter pro Woche arbeiten muss, ist im Arbeitsvertrag festgelegt - und den kann der Arbeitgeber nicht einseitig ändern. Für Sonderfälle wie beispielsweise Kurzarbeit im gesamten Betrieb gelten strenge arbeits- und sozialrechtliche Voraussetzungen. Unwirksam sind zum Beispiel Klauseln, die eine einseitige Erhöhung der Mindestarbeitszeit um mehr als 25 Prozent ermöglichen würden. Umgekehrt sind Vertragsklauseln, die eine Reduzierung der bestehenden Arbeitszeit um mehr als 20 Prozent gestatten, ebenfalls unwirksam. Aber auch 40 Stunden minus 20 Prozent ergeben genau 32 Stunden. Mehr dazu können Sie HIER nachlesen.

  • Aufhebungsvertrag

    Egal, ob in der Ausbildung oder später im Job: Der Aufhebungsvertrag ist eine attraktive Alternative zur Kündigung. Allerdings nur, wenn alles richtig gemacht wird und Sie die kleinen versteckten Fallstricke beachten.

    Mehr zum Aufhebungsvertrag finden Sie HIER.

  • Bahnstreik

    Was tun, wenn man zur Arbeit pendeln will, aber es durch den Bahnstreik nicht rechtzeitig ins Büro schafft? Das sogenannte Wegerisiko und damit auch das Risiko am Heimatbahnhof festzusitzen, trägt der Arbeitnehmer. Da hilft dann nur auf eigene Kosten umsteigen - auf den privaten PKW oder eine Fahrgemeinschaft. Wer einen verständnisvollen Chef hat, kann natürlich auch vorher (!) fragen, ob er oder sie einen Home-Office-Tag einlegen kann. Verneint der Chef das, muss man leider selber zusehen, dass man pünktlich auf der Arbeit erscheint.

    Mehr über Bahnstreiks finden Sie HIER.

  • Befristeter Arbeitsvertrag

    Vom Gesetzgeber war der befristete Arbeitsvertrag ursprünglich als Einstiegs- oder Rückkehroption in das Berufsleben gedacht. Dabei wird das Arbeitsverhältnis für eine bestimmte Dauer geschlossen. Danach endet der Job ohne dass es dazu eine Kündigung braucht. Sogenannte Kettenbefristungen sind jedoch verboten. Ohne Sachgrund darf eine Befristung laut Arbeitsrecht insgesamt nicht länger als zwei Jahre dauern und in dieser Zeit nur drei mal verlängert werden.

    Mehr zur Befristung finden Sie HIER.

  • Berufskleidung

    Wer als Polizist, Feuerwehrmann, Arzt, Soldat, Pilot, Steward oder Koch arbeitet, ist in der Regel verpflichtet, Berufskleidung zu tragen, weil es dafür ein Gesetz, einen Tarifvertrag, eine Betriebsanweisung oder eben einen entsprechenden Passus im Arbeitsvertrag gibt. Aber auch in anderen Berufen hat der Arbeitgeber, was die Dienstkleidung anbelangt, weitreichende Kompetenzen, wie einige bemerkenswerte Urteile aus dem Arbeitsrecht beweisen.

    Mehr zur Berufskleidung finden Sie HIER.

  • Betriebsrat

    Der Betriebsrat ist die Interessenvertretung der Arbeitnehmer. Hat ein Betrieb fünf Mitarbeiter oder mehr, kann die Belegschaft einen Betriebsrat gründen. Das Gremium verfügt über weitgehende Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte. Welche Rechten und Aufgaben der Betriebsrat genau hat, wo diese im Gesetz verankert sind und worauf Sie achten sollten...

    Mehr zum Betriebsrat finden Sie HIER.

  • Bewerbung

    Bewerber können aus vielen Gründen abgelehnt werden, aber nicht alle Ablehnungsgründe sind im Arbeitsrecht erlaubt. Grundsätzlich hat jeder Arbeitgeber Wahlfreiheit. Doch diese hat auch Grenzen...

    Mehr zur Ablehnung von Bewerbern finden Sie HIER.

  • Datenschutz

    Bei Bewerbungen sind Social Media nicht mehr wegzudenken. Fast jeder ist heute auf wenigstens einem Portal wie Xing, Linkedin oder Facebook präsent. Bewerber nutzen diese aber nicht nur zur professionellen Präsentation, sondern eben auch privat. Eine verlockende Informationsfülle, die auch Chefs, Headhunter und Recruiter zunehmend zu nutzen wissen. Das ist nicht jedem Recht und auch nicht immer erlaubt. Wann und wo Personalentscheider Kandidaten googeln dürfen...

    Mehr zum Datenschutz finden Sie HIER.

    Privatsphäre

    Arbeitsrecht Tipps ParagraphZu den Personaldaten, die ein Arbeitgeber erfragen und speichern darf gehört rein rechtlich nur die Anschrift. Ihre private Telefon- oder Handynummer müssen Sie laut Arbeitsrecht nicht offenbaren, wenn Sie das nicht wünschen. Das ist vor allem für den Fall interessant, wenn der Chef einen gerne mal nach Feierabend anrufen möchte. Darf er aber nicht, nach einem Arbeitspensum von 8 Stunden pro Werktag ist Schluss. Nach dem Arbeitszeitgesetz kann Ihr Chef also nicht permanente Erreichbarkeit verlangen. Auch müssen nach Feierabend keine Dienst-Mails mehr beantwortet werden

  • Dienstwagen

    Er wird zwar zunehmend unattraktiver - in manchen Branchen und Positionen stellt der Dienstwagen aber immer noch ein Statussymbol dar. In dem Fall zahlt die Firma das Auto, der Arbeitnehmer kann den Wagen kostenlos zu dienstlichen (manchmal auch zu privaten) Zwecken nutzen. Allerdings gilt das als steuerrechtlich als sogenannter geldwerter Vorteil und muss beim Fiskus versteuert werden. Genaueres dazu finden Sie in unserem Dienstwagen Rechner.

    Mehr zum Firmenwagen finden Sie HIER.

    Dienstreisen: Ist Reisezeit gleich Arbeitszeit?

    Arbeitsrecht Tipps ParagraphWer zur Arbeit pendelt, der Jurist spricht dabei von Wegezeiten zwischen privater Wohnung und Büro, der arbeitet nicht. Folglich muss der Arbeitgeber dies auch nicht bezahlen, denn es ist Sache des Arbeitnehmers, wie er zu seinem Arbeitsplatz kommt.

    Viel schwieriger aber wird die Frage aber bei Dienstreisen. Was ist dann mit der Hin- und Rückfahrt: Zählen diese automatisch als Arbeitszeiten und sind daher mit dem Gehalt zu bezahlen und auf die tägliche Arbeitszeit von rund acht Stunden anzurechnen? Oder gilt dies als Freizeit? Gute Frage! Aber ganz schwierige Antwort. Wir zeigen Ihnen hier, was Sie über Dienstreisen und das Arbeitsrecht wissen müssen...

  • Doping

    Nicht wenige greifen heute im Job zu Aufputschmitteln wie Amphetaminen oder zweckentfremden Ritalin. Legale Drogen sind zunächst kein Kündigungsgrund. Sollten die Mittel aber ähnliche Auswirkungen wie Alkohol haben, etwa die Verminderung der Reaktionsfähigkeit und Arbeitsleistung, können Arbeitgeber zur Abmahnung und unter Umständen zur Kündigung berechtigt sein. Ebenso könnte der Chef per Weisungsrecht die Einnahme solcher Mittel generell untersagen. Hat der Arbeitgeber ein solches ausdrückliches Verbot erteilt und wird dagegen verstoßen, droht laut Arbeitsrecht ebenfalls mindestens eine Abmahnung.

    Mehr zum Thema Doping finden Sie HIER.

  • Elternzeit

    Familie und Beruf zusammenzubringen ohne die individuellen Karrierechancen aufs Spiel zu setzen ist für Arbeitnehmer nach wie vor schwierig. Um (werdenden) Eltern die Verknüpfung beider Lebensbereiche zu ermöglichen, wurde die Elternzeit geschaffen. Dabei muss der Arbeitgeber jeden Mitarbeiter bis zu drei Jahre für die Kindererziehung freistellen und im Anschluss bei der Rückkehr den alten oder einen vergleichbaren Arbeitsplatz gewährleisten. Hinzu kommt für mindestens ein Jahr staatliche Hilfe durch das Elterngeld...

    Mehr zur Elternzeit finden Sie HIER.

  • Fußball gucken

    Egal, ob Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft: Während der Arbeitszeit Fußball zu schauen bedarf der Zustimmung durch den Chef. Verstößt der Arbeitnehmer gegen Pflichten aus seinem Arbeitsvertrag, muss er mit der gelben Karte, der Abmahnung, oder gar der roten Karte, der Kündigung rechnen.

    Mehr zum Fußball gucken im Büro finden Sie HIER.

  • Gehaltskürzung

    Im Arbeitsvertrag wird genau geregelt, wie hoch das Gehalt ausfällt. Was aber, wenn der Chef mit den Leistungen seines Angestellten nicht mehr zufrieden ist: Darf er dann das Gehalt einfach kürzen?

    Mehr zur Gehaltskürzung finden Sie HIER.

  • Krankmeldung

    Jeder Mensch wird irgendwann mal krank. Und wer krank ist, gehört nicht mehr ins Büro - zu groß ist die Ansteckungsgefahr für Kollegen und zu groß das Risiko für die eigene Gesundheit und Genesung. Wer krank ist und deshalb zuhause bleibt, muss die Arbeitsunfähigkeit seinem Arbeitgeber allerdings melden - mindestens telefonisch und spätestens bei Dienstbeginn. Am dritten Kalendertag nach der Krankmeldung ist zudem eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erforderlich. Immerhin in diesem Punkt ist das Arbeitsrecht gnädig: Sie müssen deswegen nicht unbedingt daheim das Bett hüten...

    Mehr zur Krankmeldung finden Sie HIER.

    Krank in der Probezeit: Darauf bitte achten

    Arbeitsrecht Tipps ParagraphWenn Sie gerade erst den Arbeitsvertrag unterschrieben haben, kommt eine plötzliche Erkrankung in der Probezeit natürlich besonders ungelegen. Schließlich steht während der Probezeit ja auch Ihre Zuverlässigkeit auf dem Prüfstand – und die müssen Sie erst mal beweisen. Riskieren Sie also gleich die Kündigung und damit den Verlust Ihres Arbeitsplatzes, wenn Sie sich noch in der Probezeit einfach krank schreiben lassen? Nein - vorausgesetzt, Sie beachten diese Tipps.

  • Krankes Kind

    Das Kind wird krank und muss zuhause im Bett bleiben. Welche Rechte haben Arbeitnehmer jetzt? Was sagt das Arbeitsrecht dazu? Darf ein Elternteil einfach zu Hause und beim kranken Kind bleiben? Die gute Nachricht ist: Ja, es gibt ein Recht darauf. Die schlechte: Es ist nicht uneingeschränkt...

    Mehr dazu finden Sie HIER.

  • Kündigung

    Für viele Menschen stellt die berufliche Demission eine fürchterliche Blamage dar: Die Kündigung des Arbeitsvertrags ein Kainsmal, das man so schnell nicht mehr los wird. Unsinn! Zuerst sollten Sie prüfen, ob diese überhaupt rechtswirksam ist. Denn kündigt ein Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis, muss er sich laut Arbeitsrecht an bestimmte Formalia und Kündigungsfristen halten. Eine fristlose Kündigung ist beispielsweise nur in Ausnahmefällen zulässig. In Betrieben mit mehr als zehn Mitarbeitern braucht es immer zudem einen triftigen Kündigungsgrund. Und falls ein Betriebsrat vorhanden ist, muss der in der Regel auch noch zustimmen.

    Mehr zur Kündigung finden Sie HIER.

    Betriebsbedingte Kündigung: Gründe und Reaktion

    Arbeitsrecht Tipps ParagraphNeben der personenbedingten und verhaltensbedingten Kündigung ist die betriebsbedingte Kündigung die dritte Form der ordentlichen Kündigung, mit der ein Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis beenden kann. Eine allgemeine wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens oder Umsatzeinbrüche reichen dazu aber nicht aus. Dazu muss der Arbeitgeber konkrete Gründe und Zahlen präsentieren können.

    Um eine betriebsbedingte Kündigung berechtigt auszusprechen, müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein. Trifft auch nur eine der Voraussetzung nicht zu, ist die betriebsbedingte Kündigung insgesamt ungültig. Mehr dazu lesen Sie HIER.

  • Kündigungsschutzklage

    Der Kündigungsschutz in Deutschland ist einer der stärksten in der ganzen Welt. So kann sich jeder Arbeitnehmer mit einer Kündigungsschutzklage gegen den Rauswurf wehren. Dazu muss diese aber rechtzeitig beim Arbeitsgericht eingereicht werden - drei Wochen nach Zugang der Kündigung sagt das Arbeitsrecht -, sonst wird die Kündigung wirksam, und für eine Abfindung gibt es keine Verhandlungsposition mehr...

    Mehr zur Kündigungsschutzklage finden Sie HIER.

  • Lohnpfändung

    Kann ein Schuldner die Forderungen eines Gläubigers nicht mehr bezahlen, kann es im schlimmsten Fall zu einer Lohnpfändung kommen. Für den Arbeitnehmer ist dieser Vorgang aus mehreren Gründen schwierig: Einmal fehlt plötzlich das bisher sichere Einkommen, zum anderen weiß nun auch der Arbeitgeber von den Geldsorgen. Was Sie zum Thema Lohnpfändung wissen sollten und welches Gehalt unantastbar bleibt.

    Mehr zur Lohnpfändung finden Sie HIER.

  • Meinungsfreiheit

    Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht. Doch das heißt nicht, dass jede Äußerung rechtens ist. Im Job etwa hat Meinungsfreiheit Grenzen: Zum Beispiel wenn unwahre Behauptungen verbreitet werden, die anderen schaden können. Das Recht auf Meinungsfreiheit endet aber auch dort, wo das Recht der persönlichen Ehre (Art. 5 Abs. 2 GG.) beginnt. Im Klartext: Bekommt der Chef über Dritte Wind von internen Lästereien, bewegen sich die betroffenen Arbeitnehmer auf dünnem Eis.

    Mehr zur Meinungsfreiheit finden Sie HIER.

  • Mindestlohn

    Seit 2015 gilt bundesweit ein Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Ausgenommen vom Mindestlohn sind etwa Langzeitarbeitslose, Schülerpraktikanten oder Studenten, die ein Pflichtpraktikum absolvieren. Auch im Frisörgewerbe und in der Fleischindustrie gibt es Ausnahmen. Bei Minijobbern auf 450-Euro-Basis wiederum begrenzt der Mindestlohn die monatliche Arbeitszeit.

    Mehr zum Mindestlohn finden Sie HIER.

  • Mobbing

    Mobbing hat viele hässliche Gesichter. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen, die im Job gemobbt werden. Allerdings gilt es, zwischen systematischem (!) Mobbing und einfacher Abneigung zu unterscheiden. Zu echtem Mobbing gehören laut Arbeitsrecht: fortgesetzte Tätlichkeiten; sexuelle Belästigungen; Demütigungen; Diskriminierungen; grundloses Herabwürdigen der Leistung; vernichtende Beurteilungen; Isolation – auch von der betrieblichen Kommunikation; schikanöse Anweisungen, wie das Zuteilen nutzloser oder unlösbarer Aufgaben; Anweisungen für ehrmindernde Arbeiten, denen vergleichbare Mitarbeiter nicht unterworfen sind; sachlich unbegründbare Häufung von Arbeitskontrollen; sowie das Herbeiführen oder Aufrechterhalten eines Erklärungsnotstands. Vorgesetzte, die das mitbekommen, haben eine Fürsorgepflicht und müssen das Mobbing unterbinden.

    Mehr zum Thema Mobbing finden Sie HIER.

  • Nebentätigkeit

    Grundsätzlich will der Arbeitgeber über die volle und uneingeschränkte Arbeitskraft seiner Mitarbeiter verfügen. Die Freizeit dient vor allem der Erholung. Dennoch kann es vorkommen, dass einem Arbeitnehmer das Gehalt nicht reicht und er sich etwas dazu verdienen muss. Zwar darf der Chef eine erwerbsmäßige Nebentätigkeit nicht einfach verbieten, eine Genehmigungspflicht gibt es aber trotzdem...

    Mehr zur Nebentätigkeit finden Sie HIER.

  • Pflegezeit

    Pflegezeit steht insbesondere Familienmitgliedern des Pflegebedürftigen zu. Die reguläre Pflegezeit kann – wie die Familienpflegezeit – bis zu sechs Monate genommen werden. In dieser Zeit kann sich der Arbeitnehmer ganz oder teilweise für die Pflege seines Angehörigen von der Arbeit freistellen lassen. In besonderen Fällen kann die Pflegezeit bei einer teilweisen Freistellung auch bis zu einer Gesamtdauer von 24 Monaten verlängert werden.

    Mehr zur Pflegezeit finden Sie HIER.

  • Piercings / Tattoos

    Körperschmuck ist heute gesellschaftsfähig. Im Job aber kann der Arbeitgeber festlegen, dass Tattoos und Piercings - so das noch möglich ist - nicht sichtbar getragen werden. Wer beispielsweise ein Tattoo am Unterarm trägt, kann laut Arbeitsrecht zum Tragen von Langarmhemden angehalten werden. Es gibt sogar Berufe, in denen das Tragen von Körperschmuck und Piercings aus Sicherheitsgründen verboten ist.

    Mehr über Piercings und Tattoos im Job finden Sie HIER.

  • Piloten-Streik

    Wenn Piloten oder Flugbegleiter mal wieder streiken, kommt es für die reisenden Passagiere - trotz Vorankündigungen - zu Flugausfällen und erheblichen Verzögerungen. Chaos ist also programmiert. Was Betroffene dann tun können und welche arbeitsrechtlichen Ansprüche bestehen, regelt zum Teil ebenfalls das Arbeitsrecht.

    Mehr zu Piloten-Streiks finden Sie HIER.

  • Praktikum

    Das Praktikum ist für viele der Einstieg in den Job. Das wissen auch Unternehmen und nutzen das teilweise schamlos aus, indem sie Praktikanten als billige Arbeitskräfte missbrauchen. Die meisten Praktikanten trauen sich aber nicht, sich über anspruchslose Aufgaben oder schlechte Bezahlung zu beschweren. Praktika müssen zum Beispiel bezahlt werden, sobald Ausbildung oder Studium abgeschlossen sind, Pflichtpraktika aber nicht. Welche Rechten und Pflichten noch bestehen.

    Mehr zu Praktikanten Rechten finden Sie HIER.

  • Scheinselbstständigkeit

    Scheinselbständiger ist, wer einer abhängigen Beschäftigung nachgeht und seine Versicherungspflicht hinter dem falschen Schein einer selbständigen Tätigkeit verbirgt. Er tut also so, ob freiwillig oder unfreiwillig, als ob er Unternehmer sei, ist aber in Wahrheit nur ganz normaler Arbeitnehmer. Es ist völlig irrelevant, wie die Zusammenarbeit in einem Arbeits- oder Honorar-Vertrag bezeichnet wird. Entscheidend für die Abgrenzung von Selbständigkeit und Scheinselbständigkeit ist laut Arbeitsrecht die Eingliederung in den Betrieb.

    Mehr zur Scheinselbstständigkeit finden Sie HIER.

  • Schwangerschaft

    Eigentlich ist es die normalste Sache der Welt: Frauen werden schwanger. Doch im Berufsleben geht es oft um mehr als diese simple Botschaft. Auf der Subebene schwingen immer auch Ängste, enttäuschtes Vertrauen und der Zwang zur Improvisation mit. Schon allein die Frage - "Wann ist der richtige Zeitpunkt meinem Chef zu sagen, dass ich schwanger bin?" verrät: Es gibt gute Zeiten dafür. Und es gibt offenbar auch schlechte...

    Mehr zu Rechten von Schwangeren finden Sie HIER.

  • Sonderurlaub

    Sonderurlaub ist die unbezahlte Freistellung von der Arbeitspflicht. Man darf sich also nicht selbst beurlauben – auch der Sonderurlaub muss vom Arbeitgeber gewährt werden. Eine Pflicht hierzu kann sich jedoch aus einem Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einer vertraglichen Vereinbarung zwischen einem Angestellten und seinem Chef ergeben - etwa bei Hochzeit, Todesfall, Gerichtsterminen oder Arztbesuchen.

    Mehr zum Sonderurlaub finden Sie HIER.

  • Teilzeitarbeit

    Der Wunsch nach einem Wechsel in die Teilzeitarbeit ist oft groß. Und auch wenn dem Chef das nicht gefällt: Es gibt im Arbeitsrecht einen Anspruch auf Teilzeitarbeit, wenn der Arbeitgeber das einrichten kann, sogar einen besonderen während der Elternzeit. Dabei dürfen die Mitarbeiter mit verkürzter Wochenarbeitszeit im Betrieb nicht schlechter gestellt werden als Vollzeitkräfte. Es bestehen also vergleichbare Ansprüche auf Urlaub, Fortbildungen oder Sozialleistungen.

    Mehr zur Teilzeitarbeit finden Sie HIER.

  • Überstunden

    Der Arbeitsvertrag regelt die genaue Wochenarbeitszeit. Wer mehr arbeitet, macht Überstunden. Allerdings muss die Mehrarbeit vom Arbeitgeber nur bezahlt werden, wenn der Chef diese auch angeordnet hat; wer freiwillig länger im Büro bleibt, geht leer aus. Und auch nur erfasste Überstunden müssen bezahlt werden, die Beweispflicht hierbei ist nicht immer leicht. Übertreiben darf es der Arbeitgeber damit aber nicht: Zwar darf in Ausnahmefällen die Arbeitszeit auf 10 Stunden pro Tag erweitert werden - aber innerhalb von 6 Monaten darf so die durchschnittliche Arbeitszeit von 8 Stunden trotzdem nicht überschritten werden. Die Mehrarbeit muss also durch Freizeit ausgeglichen werden.

    Mehr über Überstunden finden Sie HIER.

    Sind Überstunden mit dem Gehalt abgegolten?

    Arbeitsrecht Tipps ParagraphIn manchen Arbeitsverträgen finden sich sogenannte Pauschalabgeltungen, wonach Überstunden mit dem vereinbarten Gehalt abgegolten sein sollen. Diese Klauseln sind allerdings häufig unwirksam. Entscheidend ist die Beitragsbemessungsgrenze.

  • Urlaub

    Egal, ob Osterurlaub, Sommerurlaub, Herbstferien oder Weihnachtsurlaub - als Beschäftigter muss der Urlaub immer beantragt und vom Chef genehmigt werden. Umgekehrt gibt es im Arbeitsrecht aber auch so etwas wie einen Urlaubsanspruch, der im Arbeitsvertrag festgeschrieben ist. Laut Gesetz stehen jedem Arbeitnehmer pro Jahr mindestens 24 Werktage Urlaub zu. Trotzdem kommt es dabei immer wieder zu Streitfällen...

    Mehr zum Urlaub finden Sie HIER.

  • Versetzung

    Die Versetzung ist manchmal ein Ritterschlag, öfter aber ein Nackenschlag: Nicht jeder möchte von Berlin nach Gütersloh zwangsbefördert werden. Vor allem, wenn Sie sich in Ihrer Stadt gerade eingerichtet und ein schönes Nest gebaut haben. Aber darf der Arbeitgeber das überhaupt? Was können Sie gegen eine Versetzung unternehmen? Unzulässig ist eine Versetzung zum Beispiel immer dann, wenn die neue Stelle dem bisherigen Jobprofil und Arbeitsvertrag widerspricht...

    Mehr zur Versetzung finden Sie HIER.

  • Vertrauensarbeitszeit

    Flexible Arbeitszeitmodelle werden für Unternehmen zunehmend wichtiger. Die Vertrauensarbeitszeit ist eine davon. Doch bringt sie nicht nur Vorteile und Rechte mit sich, sondern auch Pflichten und bei falscher Anwendung sogar gravierende Probleme und Nachteile.

    Mehr zur Vertrauensarbeitszeit finden Sie HIER.

  • Weihnachtsgeld

    Weihnachtsgeld muss nur gezahlt werden, wenn es eine rechtliche Grundlage dafür gibt. Das kann der Arbeitsvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder ein Tarifvertrag sein, aber auch eine sogenannte betriebliche Übung. Die entsteht laut Arbeitsrecht immer dann, wenn der Arbeitgeber drei Jahre nacheinander Weihnachtsgeld gezahlt hat. Dadurch entsteht ein Rechtsanspruch und die Mitarbeiter können auch in den folgenden Jahren ihr Weihnachtsgeld verlangen.

    Mehr zum Weihnachtsgeld finden Sie HIER.

  • Zeugnis

    Endet das Arbeitsverhältnis, haben Arbeitnehmer Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Regelmäßig wird dabei ein qualifiziertes Arbeitszeugnis verlangt, das sich auch auf Leistung und Verhalten bezieht. Die Formulierungen müssen (1.) wohlwollend und (2.) wahr sein und dürfen nicht durch irgendwelche Geheimcodes entwertet werden.

    Mehr zum Arbeitszeugnis finden Sie HIER.

    Gefälschtes Zeugnis: Diese Strafen drohen

    Arbeitsrecht Tipps ParagraphInsbesondere gefälschte Zeugnisse sind in der Berufswelt weiter verbreitet, als mancher glauben mag. Fliegt der Schwindel auf, drohen ernste Strafen und Konsequenzen. Immerhin handelt es sich um Urkundenfälschung in Reinform. Schon der Versuch, Zeugnisse oder anderweitige Urkunden zu fälschen, ist strafbar. Die Urkundenfälschung kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden. In besonders schweren Fällen reicht der Strafrahmen sogar von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

  • Zurückbehaltungsrecht

    Was tun, wenn der Chef das Gehalt nicht zahlt? Können Sie dann einfach zu Hause bleiben und warten bis das fehlende Gehalt auf Ihrem Konto ist? Der Arbeitsrechtler spricht in diesem Fall vom sogenannten Zurückbehaltungsrecht. Und grundsätzlich haben Sie das Recht, in solchen Fällen die Arbeit zurückzuhalten. Allerdings gibt es einige Punkte im Arbeitsrecht, die Sie dabei beachten sollten...

    Mehr zum Zurückbehaltungsrecht finden Sie HIER.

[Bildnachweis: sebra by Shutterstock.com]

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