Die 7 besten Jobs für Büromuffel
Büromuffel: Wenn man stets nur missmutig über die Schwelle zum Großraumbüro tritt. Wenn man seinen Schreibtisch am liebsten umgehend räumen und sich viel lieber von morgens bis abends draußen aufhalten würde. Überall, nur nicht hier im Büro. Sie sind ebenfalls nicht für das Leben im Büro gemacht? Wir haben Alternativen für Sie. Die 7 besten Jobs für Büromuffel ...

Büromuffel: Bloß nicht Büro!

Es gibt Berufe, denen man komplett im Freien nachgehen kann. Und es gibt Berufe, die sich zwar nicht draußen abspielen, aber wenigstens außerhalb der Bürowände. Denn Stuhl, Schreibtisch, PC, jeden Tag, Tag für Tag - das ist nicht unbedingt der große Menschheitstraum.

Sie sind ebenfalls kein Büromensch aus Leidenschaft, würden lieber in anderer Umgebung ihre Brötchen verdienen? Wir haben uns deshalb mal nach reizvollen Anti-Büro-Jobs umgeschaut und festgestellt: Ja, es gibt Alternativen zu einem Leben im Büro. Hier sind die 7 besten Jobs, für die Sie nicht ins Büro kommen müssen.

Die 7 besten Jobs, für Sie NICHT ins Büro kommen müssen

  1. Pilot

    Wo sie arbeiten: Über den Wolken. Piloten pendeln zwischen Cockpit, Flughafen und Hotelzimmer. Das ist gleichzeitig der Nachteil: Jetlag, variable Zeitpläne und Wochenendarbeit.
    Was sie verdienen: Der Spiegel fand im vergangenen Jahr heraus, dass ein Co-Pilot bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings mit 44.000 Euro Grundgehalt in den Beruf startet. Nach zehn Jahren erhöht sich das Einkommen demnach auf 58.000 Euro. Bei der Lufthansa selbst steigen Co-Piloten dagegen mit 65.000 Euro Grundgehalt an, kommen nach zehn Jahren auf 105.000 Euro. Deutliche Gehaltsunterschiede gibt es laut Spiegel-Recherchen auch bei den Flugkapitänen. So kommt ein Pilot von Eurowings zunächst auf 78.000 Euro, nach sechs Jahren sind es 102.000 Euro. Bei der Lufthansa steigen Kapitäne mit 136.000 Euro Grundgehalt ein, nach zehn Jahren ist es auf 189.000 Euro angewachsen.

  2. Fluglotse

    Wo sie arbeiten: Im Tower. Fluglotsen haben Sichtkontakt zu den ankommenden und abfliegenden Flugzeugen, müssen für einen reibungslosen Flugverkehr sorgen. Wichtig für Bewerber: Fitness, gute Hör- und Sehkraft. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) nennt zudem Zahlenverständnis, Nervenstärke, Konzentrations- und räumliches Vorstellungsvermögen als unabdingbar.
    Was sie verdienen: In Deutschland werden Fluglotsen ob ihres üppigen Gehalts beneidet. Am Anfang steht aber zunächst ein hartes Auswahlverfahren und eine nicht ganz einfache Ausbildung an der Flugsicherungsakademie der DFS. Als Trainee steigt man mit ca. 3.400 Euro in den Beruf ein. Nach zehn Jahren, so schreibt die DFS auf ihrer Homepage, beträgt die Vergütung zwischen 92.000 und 121.000 Euro, Berufserfahrung und eine Qualifikation als Wachleiter vorausgesetzt. Als Supervisor winken sogar bis zu 130.000 Euro pro Jahr. Schicht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge gibt es obendrauf, das sind durchschnittlich noch mal 1.000 Euro netto pro Monat.

  3. Chemischer Laborant

    Wo sie arbeiten: Im Labor. Laboranten testen, messen dokumentieren, oft für Pharmaunternehmen oder die Lebensmittelindustrie. Proben sortieren, Untersuchungen durchführen, eine Ausbildung ist dafür ausreichend. Auch positiv, weil gesünder: Als Laborant verbringen Sie einen Großteil des Tages NICHT im Sitzen. Nachteil: Sie sehen die Sonne recht selten.
    Was sie verdienen: In der chemischen Industrie ist das Gehalt für Chemielaboranten am höchsten, in der Nahrungsmittelindustrie am niedrigsten. Zu diesem Ergebnis kam eine umfassende Analyse der Hans-Böckler-Stiftung vor fünf Jahren. Die Einkommensspanne liegt demnach grob zwischen 2.200 Euro und 3.200 Euro im Monat, im Durchschnitt ist mit ca. 2.900 Euro zu rechnen.

  4. Bauleiter

    Wo sie arbeiten: Auf der Baustelle. Den Großteil des Tages verbringt der Bauleiter im Freien zwischen Rohren und Gerüsten auf dem Bau, pendelt dabei oft auch zwischen den einzelnen Baustellen hin und her. Er überwacht, koordiniert, organisiert, sorgt dafür, dass die Brücke oder das Gebäude korrekt hochgezogen wird.
    Was sie verdienen: Das Gehalt hängt maßgeblich vom Einsatzort, Arbeitgeber, Verantwortungsbereich und der Größe des Projekts ab. Zwischen 2.000 und 6.000 Euro ist schätzungsweise alles möglich. Arbeitgeber sind Bauunternehmen, ein Bauingenieurstudium die Grundlage, Immobilienboom und forcierter öffentlicher Wohnungsbau lassen die Perspektiven gerade recht gut erscheinen.

  5. Vertriebsingenieur

    Wo sie arbeiten: Überall. Auf der Autobahn, beim Kunden, am Telefon. Vertriebsingenieure sind ständig auf dem Sprung. Sie pflegen Kundenkontakte, erstellen Angebote, verkaufen und verhandeln. Logisch: Vieles davon geschieht natürlich auch im Büro.
    Was sie verdienen: Laut gehalt.de liegt das Durchschnittseinkommen von Vertriebsingenieuren bei 70.300 Euro im Jahr. Der Medianwert liegt nur knapp darunter, bei 67.000 Euro. 50 Prozent aller Vertriebsingenieure verdienen also mehr, 50 Prozent weniger. Damit gehören sie zu den Top-Verdienern des Landes, liegen auf Platz der 7 der Gehaltstabelle 2016.

  6. Tierarzt

    Wo sie arbeiten: Zwischen Hamstern und Pferden in der eigenen oder einer Tierklinik. Veterinäre werden auf Reit- oder Bauernhöfen gebraucht, in Tierparks und Zoos, auch bei Züchtern und in Schlachthäusern. Ein Beruf mit hohem Frauenanteil, für viele ein Traumjob.
    Was sie verdienen: Der Nachteil des tierischen Traumjobs: Tiermedizin gilt - zumal unter Medizinern - eher als Geringverdienerfach. Wie so oft kommt es hier aber auf die Rahmenbedingungen an: Amtstierarzt oder Kleintierklinik, selbstständig oder Assistenzarzt, mit Dissertation oder ohne. Eine Doktorandin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover fand in ihrer Dissertation vor fast zehn Jahren heraus, dass das Durchschnittsgehalt für angestellte Tierärzte in Praxen und Kliniken in den alten Bundesländern - unabhängig von der Anzahl der Berufsjahre - bei 2500 Euro liegt, in den neuen Ländern gar nur bei 2000 Euro brutto. Auch heute noch gelten Gehälter um die 2.000 Euro monatlich - oder noch weniger - branchenintern nicht als unüblich.

  7. Hydrogeologe

    Wo sie arbeiten: Durch Seen und Bäche watend, auf durchnässten Wiesen und Auen. Hydrogeologen nehmen Proben, überwachen Feldversuche, um etwa das Grundwasser oder Rückstände von Pflanzenschutzmitteln zu prüfen. Voraussetzung: ein geo- oder ingenieurwissenschaftliches Studium.
    Was sie verdienen: Laut gehalt.de zwischen 3.000 Euro und 5.000 Euro. Dabei handelt es sich aber nicht um repräsentative Werte. In der Regel arbeiten Hydrogeologen für Ingenieurbüros.

[Bildnachweis: anyaivanova by Shutterstock.com]

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