Chancen erarbeiten: 5 Tipps und Wege

Chancen können die eigene Karriere ein großes Stück voran bringen, doch handelt es sich dabei meist um seltene Gelegenheiten. Anstatt vergeblich zu warten, dass sich irgendwann die eine Chance ergibt, auf die man so lange gehofft hat, kann man selbst aktiv werden und sich Chancen erarbeiten. Wir zeigen Ihnen fünf Tipps und Wege, die Ihnen dabei helfen können, sich Chancen zu erarbeiten und so Ihre Ziele zu erreichen…

Chancen erarbeiten: 5 Tipps und Wege

Chancen erarbeiten: Ein wichtiger Schritt zum Erfolg

Seit geraumer Zeit arbeiten Sie an den immer gleichen Aufgaben, mit Erfolg zwar und es macht auch weiterhin Spaß, doch früher oder später kommt die Frage: Wo bleibt die Chance, endlich mehr zu machen? Mehr Verantwortung, größere Aufgabenbereiche, neue Erfahrungen, wichtigere Projekte.

Chancen sind eine Grundlage für den Erfolg. Wer eine bekommt und sie erfolgreich nutzt, hat einen großen Schritt getan, von dem er möglicherweise langfristig profitieren kann. Doch was, wenn die erhofften Chancen ausbleiben? Bedeutet das automatisch, dass man schlecht in seinem Job ist oder die eigenen Leistungen nicht geschätzt werden?

Nicht unbedingt, denn Chancen kommen nicht zwangsläufig von alleine, sondern müssen sich erarbeitet werden.

So erarbeiten Sie sich mehr Chancen

Chancen haben nicht immer nur etwas mit Glück zu tun. Natürlich kann es passieren, dass einem die Chancen zufällig vor die Füße fällt, doch sollte man sich nicht darauf verlassen, sondern die Dinge selbst in die Hand nehmen und seinem Glück etwas auf die Sprünge helfen. Anstatt sich nur darüber zu beschweren, dass sich keine Chancen auftun, sollte man aktiv werden und sich diese selbst erarbeiten. Wir haben fünf Tipps und Wege gesammelt, die Ihnen dabei helfen können.

  1. Entwickeln Sie die passende Einstellung

    Wer sich Chancen erarbeiten und diese nutzen will, benötigt dazu auch die richtige Einstellung. Dabei kommt es in erster Linie auf zwei Dinge an: Selbstvertrauen und Aufmerksamkeit. Mangelt es an Aufmerksamkeit, werden Chancen vielleicht einfach übersehen, selbst wenn sie sich auftun. Man sollte deshalb immer die Augen offen halten, denn manchmal zeigen sich Gelegenheiten genau dann, wenn man gar nicht damit rechnet.

    Genau so wichtig ist jedoch der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und Stärken. Chancen erarbeiten, ohne daran zu glauben, diese auch tatsächlich nutzen zu können, bringt Sie am Ende auch nicht weiter.

  2. Gehen Sie Risiken ein

    Chancen kommen selten von allein und schon gar nicht, wenn man immer nur dem selben Trott nachgeht. In seiner Komfortzone fühlt man sich zwar gut aufgehoben und weiß, was einen erwartet, doch um sich Chancen zu erarbeiten, muss man eben diese gewohnte Umgebung verlassen, bereit sein, Risiken einzugehen und neue Wege einschlagen. Vielleicht warten einige Chancen nur darauf, dass Sie sich trauen, über den eigenen Tellerrand zu blicken.

    Ein solches Vorgehen erfordert Mut und es ist nicht immer leicht, sich aus dem eigenen Alltag und der erschaffenen Sicherheit zu lösen, doch kann es sich lohnen, den eigenen Horizont zu erweitern und Chancen zu sehen, die vorher nie auf dem eigenen Radar aufgetaucht sind.

  3. Knüpfen Sie die richtigen Kontakte

    Oft ist es uns nicht bewusst, doch die Menschen, mit denen wir uns tagtäglich umgeben, haben einen großen Einfluss auf das eigene Verhalten und somit auch darauf, ob Sie sich Chancen erarbeiten – oder eben nicht. Wer sich weiterentwickeln und berufliche Chancen nutzen möchte, kann also von Kontakten profitieren, die ein ähnliches Ziel vor Augen haben oder dieses bereits erreicht haben.

    Der Mensch neigt dazu, sich am Verhalten seines Umfelds zu orientieren, suchen Sie sich also Vorbilder oder Mentoren, die positive Verhaltensweisen verinnerlicht haben, um es auf Ihr persönliches Handeln zu übertragen und von anderen zu lernen.

  4. Akzeptieren und fördern Sie Veränderungen

    Chancen gehen immer auch mit Veränderungen einher. Um sich Chancen zu erarbeiten, kann es also helfen, aktiv nach möglichen positiven Veränderungen Ausschau zu halten. In welcher Situation befinden Sie sich aktuell? Wo wollen Sie gerne hin und vor allem: Welche Chancen bieten sich, um dieses Ziel zu erreichen? Die Selbstreflexion kann die Augen für Chancen öffnen.

    In erster Linie muss dazu die Angst vor Veränderungen überwunden werden, die sich oftmals vor großen Chancen entwickelt. Sehen Sie die Veränderung selbst als Chance, um dazuzulernen und sich weiterzuentwickeln.

  5. Formulieren Sie Ihre Gedanken

    Manchmal stecken Chancen in den eigenen Ideen, schaffen es jedoch nie bis zur Umsetzung. Das kann ein Fehler sein, da Sie möglicherweise großes Potenzial ungenutzt lassen. Sollten Sie also Gedanken oder Ideen haben, ignorieren Sie diese nicht, sondern beschäftigen Sie sich weiter damit. Anfangs kann ein Gedankenspiel völlig ausreichend sein, um eine Chance zu erarbeiten.

    Stellen Sie beim genaueren Analysieren fest, dass sich in Ihrer Idee tatsächlich eine Chance verbirgt, können Sie konkreter werden und eine mögliche Umsetzung planen. Sollte sich am Ende herausstellen, dass die Eingebung doch nichts taugt, haben Sie nichts verloren.

Karrierechancen in fünf Minuten steigern

Es ist ein leider weit verbreiteter Irrglaube: Um die eigenen Chancen zu steigern, muss man eine Menge Zeit mitbringen. Die besonders Ungeduldigen lassen den Versuch deshalb vielleicht von vornherein bleiben, da sie in absehbarer Zeit keine wirklichen Resultate erwarten. Dass man für seine Chancen etwas tun sollte, sagt aber noch nichts über den zeitlichen Aufwand dieses Unterfangens aus. Tatsächlich gibt es viele Wege, wie Sie Ihre beruflichen Chancen innerhalb von nur fünf Minuten steigern können.

An dieser Stelle sei aber noch einmal die Bitte erwähnt: Ihren Tatendrang in allen Ehren, es geht nicht darum, möglichst alle Tipps umzusetzen und zu hoffen, so ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Suchen Sie sich lieber die für Sie und Ihre persönliche Situation sinnvollsten Punkte heraus und machen sich daran, diese gewissenhaft in die Tat umzusetzen.

  1. Lebenslauf ergänzen

    Wann haben Sie das letzte Mal Ihren Lebenslauf ergänzt? Man kann es sich noch so oft vornehmen, nach einer Zeit bleibt es doch wieder nur beim guten Vorsatz. In fünf Minuten können Sie fehlende berufliche Stationen, relevante ehrenamtliche Aktivitäten oder Weiterbildungen eintragen. Wiederholen Sie diese Aktion am besten in regelmäßigen Abständen. So schaffen Sie nicht nur die Voraussetzungen für einen Jobwechsel, Sie wissen auch, wo Sie beruflich stehen und machen sich die eigenen Stärken bewusst.

  2. Beziehungen pflegen

    Im Arbeitsalltag gehen eigentlich wichtige Kontakte und Beziehungen schnell unter. Nehmen Sie daher sich mindestens einmal die Woche Zeit, um mit wichtigen Netzwerkpartnern in Kontakt zu treten und Beziehungen zu pflegen. Das ist übrigens nicht auf berufliche Beziehungen beschränkt. Auch Ihr Partner oder Ihre Partnerin freut sich über Zuwendung, eine Karte, oder einen anderen Gruß. Regelmäßige Zuwendung ist für alle Beziehungen essentiell.

  3. Kontakte analysieren

    Apropos Kontakte: In fünf Minuten können Sie auch Ihr Adressbuch und Ihr Wissen über Ihre Kontakte auf den aktuellen Stand bringen. Gehen Sie dazu Ihre Kontakte durch, erinnern Sie sich an den letzten Austausch und machen Sie sich bei Bedarf Notizen zu Themen, Vorlieben und anderen wichtigen Faktoren. Wenn Ihnen dabei auffällt, dass Sie mit dem einen oder anderen Kontakt schon lange nicht mehr gesprochen haben, können Sie auf Tipp drei zurückgreifen.

  4. Netzwerke aktualisieren

    So manches Xing- oder LinkedIn-Profil fristet ein eher trauriges Dasein ohne jede Aufmerksamkeit. Erkennen Sie sich und Ihren Online-Auftritt in dieser Beschreibung wieder? Dann sollten Sie etwas daran ändern. In fünf Minuten können Sie Ihr Profilbild austauschen, Daten aktualisieren und Ihre Qualifikationen und Erfahrungen auffrischen. Die Aufgabe mag langweilig klingen, ist aber gerade für den ersten Eindruck eines Recruiters oder auch Headhunters besonders wichtig.

  5. E-Mail-Eingang aufräumen

    Egal ob Inbox Zero eines Ihrer Ziele ist oder nicht: Es lohnt sich, den E-Mail-Eingang regelmäßig aufzuräumen. Aufräumen bedeutet jedoch nicht, E-Mails einfach in andere Ordner zu verschieben. Entscheiden Sie bei jeder E-Mail, ob Sie darauf reagieren müssen oder nicht. Nötige Reaktionen sollten Sie dann so zeitnah wie möglich vornehmen. Rein informative E-Mails landen im Archiv und unwichtige E-Mails finden den Weg in den digitalen Papierkorb.

  6. Aufgaben ordnen

    Ähnlich können Sie auch mit Ihren Aufgaben verfahren. In fünf Minuten können Sie alle anstehenden Projekte – ob groß oder klein – in Ihre To-Do-Liste übernehmen und sich einen Überblick über alle laufenden Aufgaben verschaffen. Sollte Ihnen das auch in zwei oder drei Sitzungen nicht gelingen, haben Sie vielleicht zu viel zu tun. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, die Aufgaben nicht nur zu organisieren sondern – wenn möglich – auch zu delegieren und abzugeben.

  7. Jobprofil erstellen

    Sie sind mit Ihrem Job unzufrieden oder liebäugeln mit einem Jobwechsel? Dann nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und erstellen Sie ein Jobprofil. Wenn Sie wissen wie Ihr idealer Job aussieht, haben Sie gegenüber vielen anderen Arbeitnehmern und Bewerbern einen entscheidenden Vorteil. Außerdem können Sie dann auch beurteilen, ob ein Jobwechsel überhaupt nötig ist. Vielleicht brauchen Sie mehr als fünf Minuten, doch oft ist es ein guter Anfang, auf die Impulse zu hören, die Ihnen als erstes in den Sinn kommen.

  8. Weiterbildungen recherchieren

    Wollen Sie Ihr fachliches Profil ergänzen oder ausbauen, sind passende Weiterbildungen meist unverzichtbar oder zumindest sinnvoll. In fünf Minuten können Sie sich einen ersten Überblick über die Möglichkeiten verschaffen, welche Seminare oder Veranstaltungen für Sie und Ihre Interesse relevant sein könnten.

  9. Ordnung schaffen

    Äußere Unordnung verhindert oft innere Ruhe und Konzentration. Theoretisch ist es daher selbstverständlich, den eigenen Schreibtisch ordentlich zu halten. Praktisch können sich die Aktenberge jedoch schnell stapeln und sich mit den Kaffeetassen einen Kampf um den Platz auf der Tischplatte liefern. Statt den gesamten Schreibtisch auf einmal anzugehen – was je nach Ausgangssituation eine echte Herausforderung darstellen kann – konzentrieren Sie sich fünf Minuten lang darauf, Ordnung zu schaffen. Wiederholen Sie diese Übung täglich, werden Sie früher oder später Herr oder Frau über Unterlagen und Tassen.

  10. Agenda aufsetzen

    „Ich war in einem Meeting, das eine E-Mail hätte sein sollen.“ Dieser Satz ziert inzwischen nicht nur T-Shirts, er beschreibt auch in viel zu vielen Büros und Unternehmen die Realität. Unproduktive Meetings kranken oft an einer nicht vorhandenen oder unklaren Agenda. Das können Sie ändern. Auch wenn Sie selbst das Meeting weder ausrichten noch leiten ist es sinnvoll, sich eine eigene Agenda und Kernfragen dafür zu erstellen. Fünf Minuten reichen aus und schon haben Sie eine Checkliste, mit der Sie das Meeting für sich – zumindest ansatzweise – produktiv und sinnvoll gestalten können.

  11. Leistung dokumentieren

    In vielen Berufen und Jobs sind Arbeitnehmer nicht dazu verpflichtet, ihre Leistung zu dokumentieren. Wenn Sie Ihre Karriere voranbringen wollen, sollten Sie jedoch genau das tun. Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit für ein reduziertes Erfolgstagebuch. In diesem können Sie am Ende jedes Arbeitstages Ihre Erfolge und herausragenden Leistungen notieren. So machen Sie sich diese nicht nur selbst bewusst, Sie bereiten auch das nächste Mitarbeitergespräch vor.

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25. Juli 2016 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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