Hilfe bei depressiver Erkrankung

Eine Depression kann jeden betreffen – ob Manager oder Arbeitsloser, Kind oder Erwachsener, Mann oder Frau. Jährlich kommen ein bis zwei Neuerkrankte von 100 Personen dazu. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass bis 2020 weltweit Depressionen die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit darstellen werden.

Manche Wissenschaftler wie etwa der Schweizer Psychiater Raymond Battegay sind sich sicher, dass in jedem Menschen die Anlage zur Depression verankert ist. Typischerweise sind die häufigsten Depressionen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr, aktuellen Studien zufolge erkranken allerdings viele Menschen bereits vor dem 30. Lebensjahr.

Die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, liegt zwischen sieben und 18 Prozent – wer bereits einmal in seinem Leben erkrankt war, hat mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Rückfallrisiko. Umso wichtiger zu wissen, welche Hilfe es bei Depressionen gibt.

Das Hauptproblem bei Depressionen ist nicht, dass sie nicht heilbar wären, sondern dass so wenige Menschen sich in Therapie begeben. Zwar sind Schätzungen zufolge 15 von 100 Menschen im Laufe ihres Lebens wenigstens einmal von einer Depression betroffen, aber nur die Hälfte von ihnen sucht einen Therapeuten auf.

Dabei sind die Erfolgsaussichten sehr gut. Voraussetzung dafür ist natürlich die eigene Erkenntnis und Mitarbeit – am besten so früh wie möglich, damit nichts chronisch wird, was noch gut ohne Medikamente behandelt werden könnte.

Je nach Ausprägung werden diese Therapieansätze bei Depressionen verfolgt:

  • Psychotherapie – meist in Form einer kognitiven Verhaltenstherapie. Gemeinsam mit einem Therapeuten werden schädliche Verhaltensmuster identifiziert und Handlungsoptionen entwickelt.
  • Medikamente – bei mittelschweren und schweren Depressionen erfolgt häufig neben einer Psychotherapie die Gabe von Antidepressiva.
  • Bewegungstherapie – kommt meist in Kombination mit anderen Therapieformen zum Einsatz. Durch den Sport wird Serotonin ausgeschüttet, was bei einer leichten Form der Depression bereits hilfreich ist.

Zusätzlich können Entspannungsübungen und Gespräche helfen, den Fokus wieder auf andere Dinge zu lenken. Letztlich wird es aber vermutlich auf eine Kombination von mehreren Behandlungsmöglichkeiten hinauslaufen, vor allem, wenn schwere Formen der Depression behandelt werden müssen.





20. März 2019 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.



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