Geld sparen: 6 Tipps, wie Sie Preise drücken

Kriegen Sie immer einen kleinen Schock, wenn Sie auf Ihrem Kontoauszug sehen, welch horrende Beträge von unterschiedlichen Anbietern abgebucht wurden? Um dem unangenehmen Blick auf die eigenen Finanzen zu entgehen, gibt es ein offensichtliches Mittel: Geld sparen! Doch das ist bekanntlich leichter gesagt, als getan. Dabei ist es gar nicht nötig, dass Sie auf Dinge verzichten. Es reicht aus, wenn Sie in der Lage sind, bessere Konditionen zu verhandeln. 6 Tipps, wie Sie Preise drücken…

Geld sparen: 6 Tipps, wie Sie Preise drücken

Geld sparen: 6 Tipps, wie Sie Preise drücken

Die Lebenshaltungskosten steigen weiter und immer mehr Kosten fallen jeden Monat an. Kein Wunder also, dass am Ende auf dem Konto nur noch wenig vom hart erarbeiteten Geld übrig bleibt. Da kommt der Gedanke ans Sparen fast von selbst, doch fast genauso schnell kommt die Frage: Wo soll ich anfangen?

  • Mobiltelefon. Klar, auf ein Handy kann heute eigentlich keiner mehr verzichten. Doch ist der Vertrag für monatlich 50 Euro wirklich notwendig? Brauchen Sie wirklich 60 Freiminuten ins Ausland für 10 Euro zusätzlich, obwohl Sie in den letzten Jahren noch nie mit dem Handy ins Ausland telefoniert haben?
  • Internet. Genau wie beim Handy können Sie das Internet natürlich nicht ersetzen. Aber haben Sie in letzter Zeit schon einmal die Preise verglichen? Vielleicht gibt es Angebote, von denen Sie profitieren können.
  • Pay TV. Die zusätzliche Auswahl vor dem Fernseher ist sicherlich schön, doch die monatlichen Kosten sind auch nicht zu unterschätzen. Wägen Sie ab, ob es Ihnen wert ist oder wechseln Sie gegebenenfalls in ein günstigeres Angebot.

Die monatlichen Rechnungen können schnell mehrere hundert Euro betragen. Geld, das Sie natürlich lieber auf Ihrem Sparkonto hätten. Doch wie kann man Preise für Angebote drücken?

Die unfaire Ausgangssituation

Hatten Sie während des Telefonats mit einer Kundenservicehotline schon einmal das Gefühl, Sie könnten Ihr Problem nicht verständlich machen oder Ihre Meinung nicht durchsetzen? Sie können sicher sein, dass Sie mit diesen Erlebnissen nicht allein sind. Denn die Mitarbeiter haben Ihnen gegenüber einige Vorteile:

  • Schulung. Die Mitarbeiter einer Hotline werden natürlich geschult, um für die Gespräche mit Kunden gut vorbereitet zu sein. Wer ein Gespräch leiten kann, kann auch dessen Ausgang beeinflussen.
  • Erfahrung. Ihr Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung hat wahrscheinlich schon tausende Telefonate mit den verschiedensten Anrufern geführt. Diese Erfahrung kann er in jedem weiteren Telefonat nutzen.
  • Skript. Einige Call-Center und Kundenhotlines stellen Ihren Mitarbeitern Skripte zur Verfügung, an denen diese die Gespräche sozusagen ablesen. Der Vorteil dabei: Diese Skripte werden von Kommunikations- und Verhandlungsexperten erstellt und zielen darauf ab, ein möglichst gutes Ergebnis für das Unternehmen zu erzielen.

Es ist also nur fair, wenn auch Sie ein paar Tipps erhalten, wie Sie das Gespräch zu Ihren Gunsten beeinflussen können.

Wie Sie Preise drücken

Einen Dauerauftrag für die monatlichen Rechnungen erstellen und am liebsten nicht mehr daran denken, wie viel Geld für die unterschiedlichsten Dinge fällig wird. Dies ist zwar eine Möglichkeit, um mit den eigenen Rechnungen umzugehen, doch wenn Sie wirklich Geld sparen wollen, müssen Sie aktiv werden. Oft steht auch Angst oder falsche Scheu im Weg, denn wer möchte schon knauserig wirken. Doch es ist Ihr gutes Recht, sich um Ihre Ausgaben zu kümmern und den bestmöglichen Preis auszuhandeln. Wie es Ihnen gelingt, Preise zu drücken, zeigen die folgenden sechs Tipps:

  1. Betreiben Sie vorab die nötige Recherche

    Nun hat nicht jeder die Lust oder auch die Zeit, um sich vor dem Telefonat noch stundenlang zu informieren. Doch es lohnt sich, denn Verhandlungsstudien zeigen, dass die Vorbereitungszeit sich positiv auf das Ergebnis auswirkt. Außerdem beschränkt sich Ihre Recherche auf wenige Informationen, die in der Regel nicht schwer zu finden sind. Die wichtigste Information für Ihre Verhandlung: Welche Rabatte und Sonderangebote bietet das Unternehmen neuen Kunden an? Wenn Sie darüberhinaus noch wissen, wie lange Sie bereits Kunde bei dem betroffenen Unternehmen sind und wie viel Sie monatlich für den Service zahlen, sind Sie bestens für das Gespräch gerüstet.

  2. Achten Sie auf Ihre Stimme

    Wenn Sie den Kundenservice anrufen sind Sie in der Regel frustriert, verärgert und aufgrund der langen Zeit in der Warteschleife von vornherein genervt. Doch lassen Sie diese Emotionen außen vor und transportieren Sie stattdessen Ruhe und Herzlichkeit durch Ihre Stimme. Ihr Gesprächspartner ist es gewohnt, jeden Tag mit wütenden Anrufern konfrontiert zu sein. Mit Geschrei werden Sie also nicht weit kommen, sondern nur eine Verteidigungshaltung bei Ihrem Gegenüber provozieren. Für die richtige Stimme während des Gesprächs gibt es zwei einfache Tipps: Sprechen Sie langsam und lächeln Sie, während Sie reden. Probieren Sie es aus – Sie werden gleich positiver wahrgenommen.

  3. Beginnen Sie mit einer Entschuldigung

    Sie fragen sich jetzt, wieso Sie sich entschuldigen sollen, obwohl Sie nichts falsch gemacht haben? Gut, denn genau das wird auch Ihr Gesprächspartner denken. Auf diese Weise erzeugen Sie von Beginn an Neugier und Aufmerksamkeit. Ohne großen Aufwand und bevor Sie überhaupt von Ihren Anliegen gesprochen haben, ist Ihr Gegenüber nun offener und eher bereit, sich Ihr Problem wirklich anzuhören, anstatt Sie mit Standardphrasen abzuspeisen. Ein Beispiel für einen guten Gesprächseinstieg: „Entschuldigen Sie bitte, dass ich mich an Sie wende…“

  4. Nutzen Sie die richtigen Formulierungen

    Nachdem Sie nun wissen, wie Sie das Gespräch beginnen, können Sie an der richtigen Formulierung arbeiten. Ein plumpes „Ich möchte gerne Geld sparen und darum weniger bezahlen“ ist nicht sehr erfolgsversprechend. Nutzen Sie stattdessen eine Formulierung wie zum Beispiel „Das klingt jetzt vielleicht hart, aber …“ werden sich Ihre Chancen auf einen niedrigeren Preis deutlich erhöhen. Der simple Trick dahinter: Die Formulierung erzeugt Spannung. Alles was danach kommt, wird als eine Erleichterung empfunden und als eher akzeptabel eingestuft.

  5. Sprechen Sie Lob aus

    Gerade die Mitarbeiter eines Callcenters, wie es in der Kundenbetreuung häufig vorkommt, sind es gewohnt, mit Kritik und Anschuldigungen konfrontiert zu werden. Anstatt sich also in die Reihe der Nörgler einzugliedern, bringen Sie den Mitarbeiter am anderen Ende der Leitung lieber auf Ihre Seite. Loben Sie den Service oder sagen Sie, dass Sie mit dem Produkt zufrieden sind. Das bringt Ihren Gesprächspartner dazu, Ihre Sicht der Dinge eher zu verstehen. Wer auch lobende Worte findet, kann sein Anliegen eher durchsetzen. Wer hingegen nur Schimpftiraden in den Hörer brüllt, erreicht maximal das der Gesprächspartner genervt mit den Augen rollt.

  6. Stellen Sie einen Vergleich auf

    Nachdem Sie durch die anderen Tipps das Fundament geschaffen haben, können Sie nun zum Kern Ihres Anliegens kommen. Doch auch hier kommt es auf die richtige Formulierung an. Eine bewährte Methode: Stellen Sie einen Vergleich auf und schließen Sie mit einer offenen Frage. „Ich zahle seit Jahren jeden Monat pünktlich meine Rechnungen und bin Ihrer Firma treu. Neue Kunden erhalten jedoch deutlich bessere Konditionen als ich. Was soll ich davon halten?“ Gehen Sie nicht zu sehr in die Konfrontation, da Sie weiterhin die aufgebaute Sympathie nutzen wollen. Entsteht nach Ihrer Frage eine Pause, lassen Sie diese wirken. Sie haben einen berechtigten Punkt angebracht, auf den Ihr Gesprächspartner reagieren muss.

Und was sind Ihre Erfahrungen?

Konnten Sie sich im Gespräch durchsetzen oder hatten Sie das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden? Erzählen Sie uns von Ihren skurrilsten Erfahrungen mit Kundenhotlines und wie Sie damit umgegangen sind. Wir freuen uns auf Ihre Antworten!

[Bildnachweis: boonchoke by Shutterstock.com]
2. Februar 2015 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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