karrierebibel.de - Feed https://karrierebibel.de Alle Tipps zu Bewerbung, Ausbildung, Studium, Job und Arbeitsrecht Tue, 29 Sep 2020 07:08:13 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.4.2 Ambiguitätstoleranz: Bedeutung, Ursachen, Test & Training https://karrierebibel.de/ambiguitaetstoleranz/ Tue, 29 Sep 2020 06:00:07 +0000 Nils Warkentin https://karrierebibel.de/?p=142281

Wir wollen Eindeutigkeit, Klarheit und unmissverständliche Fakten. Das Problem: So funktioniert die Welt nicht. Ständig begegnen wir Mehrdeutigkeit und Unsicherheit. Die Fähigkeit der Ambiguitätstoleranz wird deshalb immer wichtiger. Leider mangelt es den meisten Menschen genau an dieser Kompetenz. Es muss Schwarz oder Weiß sein – Graubereiche und die damit verbundene Unklarheit sorgen für ein schlechtes Gefühl, Angst und negative Reaktionen auf die Situation. Aber den Umgang mit Mehrdeutigkeit können Sie lernen. Wir erklären, was Ambiguitätstoleranz bedeutet, warum diese an Bedeutung gewinnt und wie Sie die Toleranz für Ungewissheit trainieren können…

Was ist Ambiguitätstoleranz?

Ambiguitätstoleranz beschreibt die Fähigkeit eines Menschen, mit Unsicherheiten, Mehrdeutigkeit und widersprüchlichen Handlungen oder Informationen umzugehen und diese zu ertragen. Es wird auch von Unsicherheitstoleranz gesprochen. Abgeleitet wird der Begriff aus dem Lateinischen „ambiguitas“ (Mehrdeutigkeit) und „tolerare“ (ertragen). Eine ausgeprägte Ambiguitätstoleranz lässt Sie unsichere Situationen als solche akzeptieren und verbessert Ihren Umgang und die Reaktion auf Ungewissheit.

Vielen Menschen fehlt genau diese Kompetenz. Unsicherheit auszuhalten ist für Betroffene eine Qual. Wer nicht weiß, woran er ist, bekommt Angst oder reagiert teilweise sogar aggressiv. Wie weit der Mangel an Ambiguitätstoleranz führt, haben auch Wissenschaftler untersucht. Das Ergebnis: Menschen sind bereit, größere Schmerzen zu ertragen, um der Ungewissheit zu entgehen. Probanden entschieden sich in Tests mehrheitlich für einen starken, schmerzhaften Stromschlag sofort – statt einen leichten Schock zu einem unbekannten Zeitpunkt.

Beispiele für Umgang mit Unsicherheit

Täuschen Sie sich nicht in der Häufigkeit solch unsicherer oder mehrdeutiger Situationen. Im Alltag begegnen Ihnen diese ständig. Schon ein Blick auf die aktuelle Situation und Krise zeigt, wie unerwartet es zu großen Veränderungen kommen kann. Ungewisser könnten die Umstände kaum sein. Gibt es weitere Maßnahmen? Wie lange dauert der Zustand an? Wie geht es im Anschluss weiter? Wann kehrt Normalität ein – und wie wird diese aussehen? Der Umgang mit der fehlenden Klarheit hängt von der Ambiguitätstoleranz ab. Manche haben Angst, andere gehen selbstbewusst und positiv damit um.

Ähnlich ungewiss geht es im Job zu. Ein simples Beispiel: Der Chef beordert Sie zu einem persönlichen Gespräch unter vier Augen in sein Büro – keine weitere Information. Ob Sie vor Angst erstarren und fürchten, Ihr Arbeitsplatz stehe auf dem Spiel oder ruhig bleiben, erst einmal abwarten oder gar positives Feedback erwarten, liegt an Ihrer individuellen Ambiguitätstoleranz.

Weitere Beispiele für den Umgang mit Unsicherheit durch Ambiguitätstoleranz:

  • Warten auf die Rückmeldung nach einem Vorstellungsgespräch.
  • Ungewissheit bei medizinischen Untersuchungen.
  • Tägliche Kommunikation: Lügt der Gesprächspartner oder sagt er die Wahrheit?

Ursachen: Wie entsteht Ambiguitätstoleranz?

Ambiguitätstoleranz ist keine angeborene Fähigkeit. Der Umgang mit Mehrdeutigkeit und Unsicherheit muss erst erlernt werden. Besonders wichtig ist dafür die Prägung und Erfahrung in der Kindheit. Wer früh lernt, dass Ungewissheit ein Teil des Lebens – und nicht zwangsläufig ein negativer – ist, entwickelt eine andere Einstellung. Eltern sind somit in der schwierigen Situation, Kindern Sicherheit zu geben und gleichzeitig die Angst vor ungewissen Situationen zu vermitteln.

Dass dies nicht immer gelingt, zeigt sich im Fehlen der Ambiguitätstoleranz vieler Erwachsener. Trotzdem können Sie zu einem späteren Zeitpunkt Ihre Toleranz gegenüber Unsicherheiten verbessern und trainieren. Entscheidend ist dabei unabhängig vom Alter, den Schrecken der Ungewissheit zu überwinden. Aus dem Verständnis, dass aus mehrdeutigen und unklaren Situationen nicht nur Negatives entstehen kann, wächst Ambiguitätstoleranz.

Test: Sind Sie ambiguitätstolerant?

Das Ausmaß der eigenen Ambiguitätstoleranz zeigt sich erst im Ernstfall. Wenn Ungewissheit zur Belastung wird, die Unsicherheit an Ihnen nagt und Sie wie gelähmt sind, weil Sie nicht wissen, was auf Sie zukommt. Besser ist es, den eigenen Umgang mit Mehrdeutigkeit vorher zu verstehen. Der folgende Test hilft Ihnen dabei. Er basiert auf Selbstreflexion und ermöglicht – bei ehrlicher Beantwortung – eine bessere Selbsteinschätzung. Unser Test zur Ambiguitätstoleranz hat dabei keinerlei wissenschaftlichen Anspruch.

Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und lesen Sie die folgenden Aussagen durch. Entscheiden Sie jeweils ehrlich, ob der Punkt auf Sie zutrifft oder nicht. Zählen Sie zusammen, wie oft Sie zugestimmt haben.

  • Ich habe Angst vor Veränderungen.
  • Bei Ungewissheit fühle ich mich handlungsunfähig.
  • Ich versuche unklare Situationen zu umgehen.
  • Mir fällt es schwer, Ungewissheit über einen längeren Zeitraum auszuhalten.
  • Ich kategorisiere Themen in Gut und Böse.
  • Ich brauche Klarheit und eindeutige Aussagen.
  • Ich bin pessimistisch und gehe vom Schlimmsten aus.
  • Ich verlange Verbindlichkeit von meinem Umfeld.

Vereinzelte Zustimmungen sind noch keine eindeutige Schlussfolgerung. Wenn Sie sich jedoch häufig in den genannten Punkt selbst erkannt haben, spricht dies für mangelnde Ambiguitätstoleranz – an der Sie arbeiten sollten.

Ambiguitätstoleranz trainieren und lernen

Die gute Nachricht: Sie können Ambiguitätstoleranz trainieren und die Fähigkeit, mit Ungewissheit umzugehen, lernen. Erwarten Sie aber keine Wunder in kürzester Zeit. Es ist ein Prozess, Unsicherheitstoleranz aufzubauen – Denkmuster, Gewohnheiten und Verhaltensweisen werden über einen längeren Zeitraum geändert. Die folgenden Tipps helfen dabei:

  • Akzeptieren Sie Ungewissheit
    Der erste Schritt zu mehr Ambiguitätstoleranz ist die Einsicht, dass Ungewissheit zum Leben dazu gehört. Sie können dieser nicht entgehen. Es gibt keine dauerhafte Gewissheit – weder privat noch beruflich. Fehlende Gewissheit ist sogar ein Pluspunkt und notwendig: Wie schrecklich und langweilig wäre das Leben, wenn alles vorher feststehen würde? Mit der Unsicherheit würde auch jegliches Glück verschwinden, weil Sie sich über nichts mehr freuen können.
  • Machen Sie kleine Übungen
    Bauen Sie verschiedene Übungen in Ihren Alltag ein, um zu lernen, mit den Ambiguitäten des Lebens umzugehen. Bringen Sie sich bewusst in Situationen, deren Ausgang Sie nicht genau kennen und versuchen Sie, darauf ruhig und besonnen zu reagieren. Wenn der Chef Sie unangekündigt in sein Büro bestellt, fragen Sie nicht gleich im ganzem Büro herum, ob jemand weiß, worum es geht. Versuchen Sie, die Ungewissheit zu akzeptieren und auszuhalten.
  • Sehen Sie das Positive
    Der Umgang mit Ungewissheit wird Ihnen zeigen: Oft ist das Ergebnis positiv. Voreilige Reaktionen wie Angst, Aggression oder Ohnmacht sind unnötig. Je häufiger Sie diese Erfahrung machen, desto ausgeprägter wird Ihre Ambiguitätstoleranz.

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]
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Wir wollen Eindeutigkeit, Klarheit und unmissverständliche Fakten. Das Problem: So funktioniert die Welt nicht. Ständig begegnen wir Mehrdeutigkeit und Unsicherheit. Die Fähigkeit der Ambiguitätstoleranz wird deshalb immer wichtiger. Leider mangelt es den meisten Menschen genau an dieser Kompetenz. Es muss Schwarz oder Weiß sein – Graubereiche und die damit verbundene Unklarheit sorgen für ein schlechtes Gefühl, Angst und negative Reaktionen auf die Situation. Aber den Umgang mit Mehrdeutigkeit können Sie lernen. Wir erklären, was Ambiguitätstoleranz bedeutet, warum diese an Bedeutung gewinnt und wie Sie die Toleranz für Ungewissheit trainieren können…

Was ist Ambiguitätstoleranz?

Ambiguitätstoleranz beschreibt die Fähigkeit eines Menschen, mit Unsicherheiten, Mehrdeutigkeit und widersprüchlichen Handlungen oder Informationen umzugehen und diese zu ertragen. Es wird auch von Unsicherheitstoleranz gesprochen. Abgeleitet wird der Begriff aus dem Lateinischen „ambiguitas“ (Mehrdeutigkeit) und „tolerare“ (ertragen). Eine ausgeprägte Ambiguitätstoleranz lässt Sie unsichere Situationen als solche akzeptieren und verbessert Ihren Umgang und die Reaktion auf Ungewissheit.

Vielen Menschen fehlt genau diese Kompetenz. Unsicherheit auszuhalten ist für Betroffene eine Qual. Wer nicht weiß, woran er ist, bekommt Angst oder reagiert teilweise sogar aggressiv. Wie weit der Mangel an Ambiguitätstoleranz führt, haben auch Wissenschaftler untersucht. Das Ergebnis: Menschen sind bereit, größere Schmerzen zu ertragen, um der Ungewissheit zu entgehen. Probanden entschieden sich in Tests mehrheitlich für einen starken, schmerzhaften Stromschlag sofort – statt einen leichten Schock zu einem unbekannten Zeitpunkt.

Beispiele für Umgang mit Unsicherheit

Täuschen Sie sich nicht in der Häufigkeit solch unsicherer oder mehrdeutiger Situationen. Im Alltag begegnen Ihnen diese ständig. Schon ein Blick auf die aktuelle Situation und Krise zeigt, wie unerwartet es zu großen Veränderungen kommen kann. Ungewisser könnten die Umstände kaum sein. Gibt es weitere Maßnahmen? Wie lange dauert der Zustand an? Wie geht es im Anschluss weiter? Wann kehrt Normalität ein – und wie wird diese aussehen? Der Umgang mit der fehlenden Klarheit hängt von der Ambiguitätstoleranz ab. Manche haben Angst, andere gehen selbstbewusst und positiv damit um.

Ähnlich ungewiss geht es im Job zu. Ein simples Beispiel: Der Chef beordert Sie zu einem persönlichen Gespräch unter vier Augen in sein Büro – keine weitere Information. Ob Sie vor Angst erstarren und fürchten, Ihr Arbeitsplatz stehe auf dem Spiel oder ruhig bleiben, erst einmal abwarten oder gar positives Feedback erwarten, liegt an Ihrer individuellen Ambiguitätstoleranz.

Weitere Beispiele für den Umgang mit Unsicherheit durch Ambiguitätstoleranz:

  • Warten auf die Rückmeldung nach einem Vorstellungsgespräch.
  • Ungewissheit bei medizinischen Untersuchungen.
  • Tägliche Kommunikation: Lügt der Gesprächspartner oder sagt er die Wahrheit?

Ursachen: Wie entsteht Ambiguitätstoleranz?

Ambiguitätstoleranz ist keine angeborene Fähigkeit. Der Umgang mit Mehrdeutigkeit und Unsicherheit muss erst erlernt werden. Besonders wichtig ist dafür die Prägung und Erfahrung in der Kindheit. Wer früh lernt, dass Ungewissheit ein Teil des Lebens – und nicht zwangsläufig ein negativer – ist, entwickelt eine andere Einstellung. Eltern sind somit in der schwierigen Situation, Kindern Sicherheit zu geben und gleichzeitig die Angst vor ungewissen Situationen zu vermitteln.

Dass dies nicht immer gelingt, zeigt sich im Fehlen der Ambiguitätstoleranz vieler Erwachsener. Trotzdem können Sie zu einem späteren Zeitpunkt Ihre Toleranz gegenüber Unsicherheiten verbessern und trainieren. Entscheidend ist dabei unabhängig vom Alter, den Schrecken der Ungewissheit zu überwinden. Aus dem Verständnis, dass aus mehrdeutigen und unklaren Situationen nicht nur Negatives entstehen kann, wächst Ambiguitätstoleranz.

Test: Sind Sie ambiguitätstolerant?

Das Ausmaß der eigenen Ambiguitätstoleranz zeigt sich erst im Ernstfall. Wenn Ungewissheit zur Belastung wird, die Unsicherheit an Ihnen nagt und Sie wie gelähmt sind, weil Sie nicht wissen, was auf Sie zukommt. Besser ist es, den eigenen Umgang mit Mehrdeutigkeit vorher zu verstehen. Der folgende Test hilft Ihnen dabei. Er basiert auf Selbstreflexion und ermöglicht – bei ehrlicher Beantwortung – eine bessere Selbsteinschätzung. Unser Test zur Ambiguitätstoleranz hat dabei keinerlei wissenschaftlichen Anspruch.

Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und lesen Sie die folgenden Aussagen durch. Entscheiden Sie jeweils ehrlich, ob der Punkt auf Sie zutrifft oder nicht. Zählen Sie zusammen, wie oft Sie zugestimmt haben.

  • Ich habe Angst vor Veränderungen.
  • Bei Ungewissheit fühle ich mich handlungsunfähig.
  • Ich versuche unklare Situationen zu umgehen.
  • Mir fällt es schwer, Ungewissheit über einen längeren Zeitraum auszuhalten.
  • Ich kategorisiere Themen in Gut und Böse.
  • Ich brauche Klarheit und eindeutige Aussagen.
  • Ich bin pessimistisch und gehe vom Schlimmsten aus.
  • Ich verlange Verbindlichkeit von meinem Umfeld.

Vereinzelte Zustimmungen sind noch keine eindeutige Schlussfolgerung. Wenn Sie sich jedoch häufig in den genannten Punkt selbst erkannt haben, spricht dies für mangelnde Ambiguitätstoleranz – an der Sie arbeiten sollten.

Ambiguitätstoleranz trainieren und lernen

Die gute Nachricht: Sie können Ambiguitätstoleranz trainieren und die Fähigkeit, mit Ungewissheit umzugehen, lernen. Erwarten Sie aber keine Wunder in kürzester Zeit. Es ist ein Prozess, Unsicherheitstoleranz aufzubauen – Denkmuster, Gewohnheiten und Verhaltensweisen werden über einen längeren Zeitraum geändert. Die folgenden Tipps helfen dabei:

  • Akzeptieren Sie Ungewissheit
    Der erste Schritt zu mehr Ambiguitätstoleranz ist die Einsicht, dass Ungewissheit zum Leben dazu gehört. Sie können dieser nicht entgehen. Es gibt keine dauerhafte Gewissheit – weder privat noch beruflich. Fehlende Gewissheit ist sogar ein Pluspunkt und notwendig: Wie schrecklich und langweilig wäre das Leben, wenn alles vorher feststehen würde? Mit der Unsicherheit würde auch jegliches Glück verschwinden, weil Sie sich über nichts mehr freuen können.
  • Machen Sie kleine Übungen
    Bauen Sie verschiedene Übungen in Ihren Alltag ein, um zu lernen, mit den Ambiguitäten des Lebens umzugehen. Bringen Sie sich bewusst in Situationen, deren Ausgang Sie nicht genau kennen und versuchen Sie, darauf ruhig und besonnen zu reagieren. Wenn der Chef Sie unangekündigt in sein Büro bestellt, fragen Sie nicht gleich im ganzem Büro herum, ob jemand weiß, worum es geht. Versuchen Sie, die Ungewissheit zu akzeptieren und auszuhalten.
  • Sehen Sie das Positive
    Der Umgang mit Ungewissheit wird Ihnen zeigen: Oft ist das Ergebnis positiv. Voreilige Reaktionen wie Angst, Aggression oder Ohnmacht sind unnötig. Je häufiger Sie diese Erfahrung machen, desto ausgeprägter wird Ihre Ambiguitätstoleranz.

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Erschöpfungssyndrom: Was tun, wenn der Körper streikt? https://karrierebibel.de/erschoepfungssyndrom/ Mon, 28 Sep 2020 15:00:06 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=69037

Etwas Müdigkeit kennt jeder. Will die Erschöpfung aber partout nicht weichen, könnte ein das chronische Erschöpfungssyndrom dahinter stecken. Dabei handelt es sich um eine anerkannte Erkrankung, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Betroffne leiden nicht nur unter zahlreichen Symptomen und Nebenwirkungen – die schwere Krankheit kann bis zur Berufsunfähigkeit führen. Wir zeigen, wie sich das chronische Erschöpfungssyndrom bemerkbar macht und was Sie dagegen tun beziehungsweise welche Therapien helfen können…

Erschöpfungssyndrom: Was ist das?

Das chronische Erschöpfungssyndrom (CES) – auch chronisches Müdigkeitssyndrom (auf Englisch: „chronic fatigue syndrome“ = CFS) oder „myalgische Enzephalomyelitis“ (ME) genannt – ist eine Erkrankung, bei der die Betroffenen unverhältnismäßig stark erschöpft sind. Es zählt zu den neurologischen Erkrankungen des Gehirns und zeichnet sich durch eine plötzliche, länger anhaltende Erschöpfung aus, die auch durch Ausruhen und Schlaf nicht behoben werden kann. Der Leidensdruck der Betroffenen ist immens. Selbst alltägliche Dinge und leichte Anstrengungen werden dabei zur Herausforderung und Belastung. Wer unter dem chronischem Erschöpfungssyndrom leidet, kann den Alltag kaum noch bewältigen oder seinen Verpflichtungen nachkommen. Selbst soziale Kontakte zu pflegen, wird schwierig bis unmöglich.

Schätzungen zufolge leiden hierzulande rund 300.000 Menschen am chronischen Erschöpfungssyndrom. Das sind mehr Betroffene als bei HIV, Lungenkrebs oder Multipler Sklerose. Betroffen sind alle Altersgruppen, selbst Kinder können am Erschöpfungssyndrom erkranken. Statistisch häufiger trifft es aber Frauen zwischen 20 und 45 Jahren, Männer erkranken seltener. Da Erkrankte stark eingeschränkt sind, müssen sie häufig ihren Job aufgeben. Viele kämpfen erfolglos um die Anerkennung ihrer Erwerbsunfähigkeit.

Wie macht sich das Erschöpfungssyndrom bemerkbar?

Allen voran zeigt sich das chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) an lähmender Müdigkeit als Dauerzustand. Die Betroffenen fühlen sich regelrecht ausgelaugt. Hinzu kommen oft Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie weitere körperliche Symptome und Beschwerden wie zum Beispiel: Kopfschmerzen, Hals- und Gliederschmerzen, Kurzatmigkeit, Herzprobleme, Infektanfälligkeit, geschwollene Lymphknoten, Übelkeit und Magen-Darm-Probleme sowie Gewichtsschankungen und Schlafprobleme. Das Fatale an dieser Erkrankung aber ist: Sie wird häufig erst im Ausschlussverfahren diagnostiziert. Bedeutet: Bis zur Diagnose „CFS“ haben die Betroffenen schon eine Odyssee an Ärztebesuchen hinter sich.

Das Center for Disease Control (CDC) hat daher schon vor einiger Zeit einen Kriterienkatalog erstellt, wonach am Erschöpfungssyndrom Erkrankte neben den obigen Symptomen vor allem folgende Merkmale aufweisen:

  • Die Erkrankung dauert schon sechs Monate an.
  • Sie ist plötzlich aufgetreten.
  • Schlaf und Ruhe zeigen keinerlei Effekt.
  • Die Betroffenen sind stark eingeschränkt.

Ursachen: Woher kommt das Erschöpfungssyndrom?

Die Ursachen für das chronische Erschöpfungssyndrom sind bis heute nicht endgültig geklärt. Infrage kommen verschiedene Auslöser – Überarbeitung aber gehört nicht zwingend dazu. So meinen einige Ärzte, es gäbe einen Zusammenhang zwischen genetischer Veranlagung und Persönlichkeitsmerkmalen wie etwa Introvertiertheit oder Perfektionismus. Neuere Erkenntnisse legen indes nahe, dass das chronische Erschöpfungssyndrom eine Multisystemerkrankung mit Störungen im Immun- und autonomen Nervensystem ist. Bei vielen Betroffenen bricht die Erkrankung mit einem Infekt aus.

Im Verdacht stehen daher auch verschiedene Erreger sowie Viren oder sogar Pilze, das Erschöpfungssyndrom auszulösen. Ebenso können wohl Störungen im Hormonhaushalt oder Defekte im Immunsystem das Erschöpfungssyndrom auslösen. Zu den Symptomen kann zudem eine schlechte und einseitige Ernährung beitragen.

Wie lange dauert ein Erschöpfungssyndrom?

Die Dauer der Genesung kann bei chronischer Erschöpfung nicht allgemein angegeben werden. Die Behandlungsdauer hängt maßgeblich vom Schweregrad der Symptome ab und kann Wochen und sogar mehrere Monate dauern. Zudem richtet sich die Dauer etwaiger Reha-Maßnahmen nach der Leistungsfähigkeit der Patienten. Sicher ist nur: Das chronische Erschöpfungssyndrom ist keine schwere Grippe, die ebenso verschwindet, wie sie gekommen ist.

Erschöpfungssyndrom – was tun? Behandlung & Therapie

Es ist schwierig, etwas zu therapieren, dessen Ursache nicht hinreichend geklärt ist. Auch versagen hier klassische Therapien wie beispielsweise Kuren und Klinikaufenthalte mit Sportprogramm. Setzen sich die Betroffenen über ihre Grenzen und Schmerzen hinweg, sind sie am Ende oft kränker als zuvor. Die Behandlung des chronischen Erschöpfungssyndroms sollte sich daher nach Mehrheitsmeinung vieler Ärzte und Experten in erster Linie nach den Symptomen richten. Die sind allerdings individuell verschieden und müssen im Einzelfall mit dem Arzt geklärt werden. Manche Ärzte empfehlen zum Beispiel die sogenannte „Pacing-Strategie“: Ein sorgsamerer Umgang mit den Energiereserven. Bei akutem Erschöpfungssyndrom können ebenso diese Therapien helfen:

  • Schmerzen
    Viele Betroffene leiden unter Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Kopfschmerzen und eine Überempfindlichkeit, bei der selbst Berührungen als Schmerz wahrgenommen werden. Neben medikamentösen Behandlungen wie beispielsweise mit Paracetamol sind hierbei Entspannungsübungen, Massage und Wärmebehandlungen denkbar.
  • Gedächtnisstörungen
    Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen treten ebenfalls häufig bei CFS auf. Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat können die Gedächtnisleistung verbessern. Daneben können Gedächtnisstützen wie To-Do-Listen helfen, Dinge besser zu erinnern.
  • Schlafstörungen
    Auch wenn die Betroffenen ständig müde sind, sind Schlafstörungen häufige Begleiterscheinungen. Neben medikamentöser Behandlung mit Melatonin stehen Erkrankten wieder verschiedene Entspannungsübungen zur Verfügung. Denkbar ist die progressive Muskelentspannung nach Jakobsen sowie Meditation. Überdies können Sie bessere Bedingungen für einen erholsamen Schlaf schaffen: Zimmer abdunkeln, Raumtemperatur zwischen 16 und maximal 20 Grad abkühlen.

Entscheidend ist in allen Fällen, dass Erkrankte den Mut nicht verlieren und die Therapie mitgestalten. Das erfordert viel Geduld und Ausdauer, führt aber erfahrungsgemäß am schnellsten zur Genesung.

Unterschied zwischen Erschöpfungssyndrom & Depression

Das chronische Erschöpfungssyndrom wird häufig mit einer Depression verwechselt. Tatsächlich gibt es bei beiden Erkrankungen Übereinstimmungen. Betroffene haben mit starker körperlicher und mentaler Erschöpfung zu kämpfen und können kaum ihren Alltag meistern. Zugleich gibt es große Unterschiede:

  • Auftreten
    Das chronische Erschöpfungssyndrom kann plötzlich auftreten und in kurzer Zeit zu einem gesundheitlichen Problem werden. Bei einer Depression beginnt der Krankheitsverlauf schleichend. Die Symptome treten zudem anfangs schwächer auf. Erst über einen längeren Zeitraum hinweg gleichen sich diese an.
  • Symptome
    Am deutlichsten sind Unterschiede zwischen Erschöpfungssyndrom und Depression wenn man über das Hauptsymptom „Erschöpfung“ hinausblickt: Das Erschöpfungssyndrom wird häufig von grippeähnlichen Symptomen begleitet. Bei einer Depression treten diese nicht auf.
  • Reaktion
    Typisch für eine Depression ist, dass sich Betroffene selbst isolieren und immer weiter von der Außenwelt zurückziehen. Beim Erschöpfungssyndrom ist das anders: Erkrankte wünschen sich eine Besserung und gehen aktiv auf die Suche nach Hilfe.
  • Auswirkungen
    Viel Aktivität kann bei einer Depression helfen. Beim chronischen Erschöpfungssyndrom ist dieser Weg versperrt. Die Anstrengung führt eher zu noch größerer Erschöpfung. Etwaige Aktivitäten müssen deshalb wohl dosiert sein und können nur langsam erhöht werden.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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Etwas Müdigkeit kennt jeder. Will die Erschöpfung aber partout nicht weichen, könnte ein das chronische Erschöpfungssyndrom dahinter stecken. Dabei handelt es sich um eine anerkannte Erkrankung, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Betroffne leiden nicht nur unter zahlreichen Symptomen und Nebenwirkungen – die schwere Krankheit kann bis zur Berufsunfähigkeit führen. Wir zeigen, wie sich das chronische Erschöpfungssyndrom bemerkbar macht und was Sie dagegen tun beziehungsweise welche Therapien helfen können…

Erschöpfungssyndrom: Was ist das?

Das chronische Erschöpfungssyndrom (CES) – auch chronisches Müdigkeitssyndrom (auf Englisch: „chronic fatigue syndrome“ = CFS) oder „myalgische Enzephalomyelitis“ (ME) genannt – ist eine Erkrankung, bei der die Betroffenen unverhältnismäßig stark erschöpft sind. Es zählt zu den neurologischen Erkrankungen des Gehirns und zeichnet sich durch eine plötzliche, länger anhaltende Erschöpfung aus, die auch durch Ausruhen und Schlaf nicht behoben werden kann. Der Leidensdruck der Betroffenen ist immens. Selbst alltägliche Dinge und leichte Anstrengungen werden dabei zur Herausforderung und Belastung. Wer unter dem chronischem Erschöpfungssyndrom leidet, kann den Alltag kaum noch bewältigen oder seinen Verpflichtungen nachkommen. Selbst soziale Kontakte zu pflegen, wird schwierig bis unmöglich.

Schätzungen zufolge leiden hierzulande rund 300.000 Menschen am chronischen Erschöpfungssyndrom. Das sind mehr Betroffene als bei HIV, Lungenkrebs oder Multipler Sklerose. Betroffen sind alle Altersgruppen, selbst Kinder können am Erschöpfungssyndrom erkranken. Statistisch häufiger trifft es aber Frauen zwischen 20 und 45 Jahren, Männer erkranken seltener. Da Erkrankte stark eingeschränkt sind, müssen sie häufig ihren Job aufgeben. Viele kämpfen erfolglos um die Anerkennung ihrer Erwerbsunfähigkeit.

Wie macht sich das Erschöpfungssyndrom bemerkbar?

Allen voran zeigt sich das chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) an lähmender Müdigkeit als Dauerzustand. Die Betroffenen fühlen sich regelrecht ausgelaugt. Hinzu kommen oft Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie weitere körperliche Symptome und Beschwerden wie zum Beispiel: Kopfschmerzen, Hals- und Gliederschmerzen, Kurzatmigkeit, Herzprobleme, Infektanfälligkeit, geschwollene Lymphknoten, Übelkeit und Magen-Darm-Probleme sowie Gewichtsschankungen und Schlafprobleme. Das Fatale an dieser Erkrankung aber ist: Sie wird häufig erst im Ausschlussverfahren diagnostiziert. Bedeutet: Bis zur Diagnose „CFS“ haben die Betroffenen schon eine Odyssee an Ärztebesuchen hinter sich.

Das Center for Disease Control (CDC) hat daher schon vor einiger Zeit einen Kriterienkatalog erstellt, wonach am Erschöpfungssyndrom Erkrankte neben den obigen Symptomen vor allem folgende Merkmale aufweisen:

  • Die Erkrankung dauert schon sechs Monate an.
  • Sie ist plötzlich aufgetreten.
  • Schlaf und Ruhe zeigen keinerlei Effekt.
  • Die Betroffenen sind stark eingeschränkt.

Ursachen: Woher kommt das Erschöpfungssyndrom?

Die Ursachen für das chronische Erschöpfungssyndrom sind bis heute nicht endgültig geklärt. Infrage kommen verschiedene Auslöser – Überarbeitung aber gehört nicht zwingend dazu. So meinen einige Ärzte, es gäbe einen Zusammenhang zwischen genetischer Veranlagung und Persönlichkeitsmerkmalen wie etwa Introvertiertheit oder Perfektionismus. Neuere Erkenntnisse legen indes nahe, dass das chronische Erschöpfungssyndrom eine Multisystemerkrankung mit Störungen im Immun- und autonomen Nervensystem ist. Bei vielen Betroffenen bricht die Erkrankung mit einem Infekt aus.

Im Verdacht stehen daher auch verschiedene Erreger sowie Viren oder sogar Pilze, das Erschöpfungssyndrom auszulösen. Ebenso können wohl Störungen im Hormonhaushalt oder Defekte im Immunsystem das Erschöpfungssyndrom auslösen. Zu den Symptomen kann zudem eine schlechte und einseitige Ernährung beitragen.

Wie lange dauert ein Erschöpfungssyndrom?

Die Dauer der Genesung kann bei chronischer Erschöpfung nicht allgemein angegeben werden. Die Behandlungsdauer hängt maßgeblich vom Schweregrad der Symptome ab und kann Wochen und sogar mehrere Monate dauern. Zudem richtet sich die Dauer etwaiger Reha-Maßnahmen nach der Leistungsfähigkeit der Patienten. Sicher ist nur: Das chronische Erschöpfungssyndrom ist keine schwere Grippe, die ebenso verschwindet, wie sie gekommen ist.

Erschöpfungssyndrom – was tun? Behandlung & Therapie

Es ist schwierig, etwas zu therapieren, dessen Ursache nicht hinreichend geklärt ist. Auch versagen hier klassische Therapien wie beispielsweise Kuren und Klinikaufenthalte mit Sportprogramm. Setzen sich die Betroffenen über ihre Grenzen und Schmerzen hinweg, sind sie am Ende oft kränker als zuvor. Die Behandlung des chronischen Erschöpfungssyndroms sollte sich daher nach Mehrheitsmeinung vieler Ärzte und Experten in erster Linie nach den Symptomen richten. Die sind allerdings individuell verschieden und müssen im Einzelfall mit dem Arzt geklärt werden. Manche Ärzte empfehlen zum Beispiel die sogenannte „Pacing-Strategie“: Ein sorgsamerer Umgang mit den Energiereserven. Bei akutem Erschöpfungssyndrom können ebenso diese Therapien helfen:

  • Schmerzen
    Viele Betroffene leiden unter Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Kopfschmerzen und eine Überempfindlichkeit, bei der selbst Berührungen als Schmerz wahrgenommen werden. Neben medikamentösen Behandlungen wie beispielsweise mit Paracetamol sind hierbei Entspannungsübungen, Massage und Wärmebehandlungen denkbar.
  • Gedächtnisstörungen
    Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen treten ebenfalls häufig bei CFS auf. Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat können die Gedächtnisleistung verbessern. Daneben können Gedächtnisstützen wie To-Do-Listen helfen, Dinge besser zu erinnern.
  • Schlafstörungen
    Auch wenn die Betroffenen ständig müde sind, sind Schlafstörungen häufige Begleiterscheinungen. Neben medikamentöser Behandlung mit Melatonin stehen Erkrankten wieder verschiedene Entspannungsübungen zur Verfügung. Denkbar ist die progressive Muskelentspannung nach Jakobsen sowie Meditation. Überdies können Sie bessere Bedingungen für einen erholsamen Schlaf schaffen: Zimmer abdunkeln, Raumtemperatur zwischen 16 und maximal 20 Grad abkühlen.

Entscheidend ist in allen Fällen, dass Erkrankte den Mut nicht verlieren und die Therapie mitgestalten. Das erfordert viel Geduld und Ausdauer, führt aber erfahrungsgemäß am schnellsten zur Genesung.

Unterschied zwischen Erschöpfungssyndrom & Depression

Das chronische Erschöpfungssyndrom wird häufig mit einer Depression verwechselt. Tatsächlich gibt es bei beiden Erkrankungen Übereinstimmungen. Betroffene haben mit starker körperlicher und mentaler Erschöpfung zu kämpfen und können kaum ihren Alltag meistern. Zugleich gibt es große Unterschiede:

  • Auftreten
    Das chronische Erschöpfungssyndrom kann plötzlich auftreten und in kurzer Zeit zu einem gesundheitlichen Problem werden. Bei einer Depression beginnt der Krankheitsverlauf schleichend. Die Symptome treten zudem anfangs schwächer auf. Erst über einen längeren Zeitraum hinweg gleichen sich diese an.
  • Symptome
    Am deutlichsten sind Unterschiede zwischen Erschöpfungssyndrom und Depression wenn man über das Hauptsymptom „Erschöpfung“ hinausblickt: Das Erschöpfungssyndrom wird häufig von grippeähnlichen Symptomen begleitet. Bei einer Depression treten diese nicht auf.
  • Reaktion
    Typisch für eine Depression ist, dass sich Betroffene selbst isolieren und immer weiter von der Außenwelt zurückziehen. Beim Erschöpfungssyndrom ist das anders: Erkrankte wünschen sich eine Besserung und gehen aktiv auf die Suche nach Hilfe.
  • Auswirkungen
    Viel Aktivität kann bei einer Depression helfen. Beim chronischen Erschöpfungssyndrom ist dieser Weg versperrt. Die Anstrengung führt eher zu noch größerer Erschöpfung. Etwaige Aktivitäten müssen deshalb wohl dosiert sein und können nur langsam erhöht werden.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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Telefonliste: 3 Personen, die Sie anrufen sollten https://karrierebibel.de/telefonliste/ Mon, 28 Sep 2020 13:00:40 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=45470

Sicher, in Zeiten von E-Mail und Messenger-Diensten wirkt der Appell, zum Telefon zu greifen, latent rückwärtsgewandt. Aber er ist es nicht, im Gegenteil: Persönlich miteinander zu sprechen, ist immer noch eine der besten und effektivsten Kommunikationsformen. Es gibt wenig Potenzial für Missverständnisse und in derselben Zeit, in der Sie tippen würden, lassen sich viel mehr Informationen unterbringen. Deshalb, daher und darum: Hier eine Telefonliste mit drei Anrufen, die Sie diese Woche machen sollten…

Telefonliste: Diese 3 Personen bitte anrufen!

Ein kleiner Anruf kann eine große Geste sein. Sie zeigen persönliches Interesse, nehmen Sie Zeit, um wirklich mit dem Menschen am anderen Ende der Leitung zu reden und nicht nur eine kurze Nachricht zu tippen. In der Stimme lassen sich aufrichtiges Interesse und Emotionen zudem viel besser transportieren als in schriftlicher Form. Der häufige Einwand, dass Anrufe deutlich mehr Zeit benötigen, hat kein Gewicht. Zum Einen verbringen Sie bei ein paar Anrufen in der Woche nicht stundenlang am Telefon. Die meisten Telefonate dauern höchstens 10 Minuten, in einigen Ausnahmen vielleicht 15 oder 20. Sie müssen sich also höchstens eine Stunde in der Woche nehmen. Es liegt nicht daran, ob Sie die Zeit haben – sondern ob Sie sich diese nehmen wollen!

Und Sie sollten… Diese drei Personen verdienen Ihren Anruf:

Einen Freund, der Geburtstag hat

Telefonliste Anrufen Geburtstag
Es ist heute einfach zu bequem, auf Facebook, Xing oder Linkedin einem Freund zu gratulieren. Auf manchen dieser Plattformen gibt es dafür sogar schon vorgefertigte Formulare: Ein Klick, und die Sache ist erledigt… Und genau das macht den Unterschied: Greifen Sie zum Telefon und rufen Sie jemanden persönlich an. Ein Freund (im Wortsinn) verdient das allemal. Und es stärkt Ihr Beziehungsnetz auch viel mehr.

Einen Mentor, der Ihnen geholfen hat

Telefonliste Anrufen Mentor
Keiner steigt ohne fremde Hilfe auf. Vielleicht heißt so ein Unterstützer nicht immer offiziell Mentor. Vielleicht benötigen Sie dessen Hilfe auch nur selten. Umso wichtiger ist, dass Sie sich zwischendurch einfach melden – vor allem wenn Sie mal keine unmittelbare Hilfe wollen. Tatsächlich ergeben sich bei solchen kurzen Gesprächen oft ungeahnte Perspektiven. Eine bessere Option ist sogar, sich am Telefon zum Essen zu verabreden.

Einen Ex-Kollegen, mit dem Sie in Kontakt bleiben

Telefonliste Anrufen Kollege
Man begegnet sich immer zwei Mal im Leben. Teils sogar öfter. Und auch wenn Sie nicht vorhaben, wieder bei Ihrem Ex-Arbeitgeber einzusteigen – den Kontakt zu manchem ehemaligen Kollegen zu halten, schadet sicher nicht. Einmal, weil Sie so Brücken festigen und erhalten, über die Sie eines Tages womöglich doch gehen müssen. Andererseits, weil sich Ex-Kollegen weiterentwickeln – und plötzlich bei einem attraktiven Arbeitgeber arbeiten. Gut, wenn man sich dann noch kennt, schätzt und gegenseitig empfehlen kann.

Was andere Leser dazu gelesen haben

[Bildnachweis: Pressmaster, Doppelganger4 by Shutterstock.com]
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Sicher, in Zeiten von E-Mail und Messenger-Diensten wirkt der Appell, zum Telefon zu greifen, latent rückwärtsgewandt. Aber er ist es nicht, im Gegenteil: Persönlich miteinander zu sprechen, ist immer noch eine der besten und effektivsten Kommunikationsformen. Es gibt wenig Potenzial für Missverständnisse und in derselben Zeit, in der Sie tippen würden, lassen sich viel mehr Informationen unterbringen. Deshalb, daher und darum: Hier eine Telefonliste mit drei Anrufen, die Sie diese Woche machen sollten…

Telefonliste: Diese 3 Personen bitte anrufen!

Ein kleiner Anruf kann eine große Geste sein. Sie zeigen persönliches Interesse, nehmen Sie Zeit, um wirklich mit dem Menschen am anderen Ende der Leitung zu reden und nicht nur eine kurze Nachricht zu tippen. In der Stimme lassen sich aufrichtiges Interesse und Emotionen zudem viel besser transportieren als in schriftlicher Form. Der häufige Einwand, dass Anrufe deutlich mehr Zeit benötigen, hat kein Gewicht. Zum Einen verbringen Sie bei ein paar Anrufen in der Woche nicht stundenlang am Telefon. Die meisten Telefonate dauern höchstens 10 Minuten, in einigen Ausnahmen vielleicht 15 oder 20. Sie müssen sich also höchstens eine Stunde in der Woche nehmen. Es liegt nicht daran, ob Sie die Zeit haben – sondern ob Sie sich diese nehmen wollen!

Und Sie sollten… Diese drei Personen verdienen Ihren Anruf:

Einen Freund, der Geburtstag hat

Telefonliste Anrufen Geburtstag
Es ist heute einfach zu bequem, auf Facebook, Xing oder Linkedin einem Freund zu gratulieren. Auf manchen dieser Plattformen gibt es dafür sogar schon vorgefertigte Formulare: Ein Klick, und die Sache ist erledigt… Und genau das macht den Unterschied: Greifen Sie zum Telefon und rufen Sie jemanden persönlich an. Ein Freund (im Wortsinn) verdient das allemal. Und es stärkt Ihr Beziehungsnetz auch viel mehr.

Einen Mentor, der Ihnen geholfen hat

Telefonliste Anrufen Mentor
Keiner steigt ohne fremde Hilfe auf. Vielleicht heißt so ein Unterstützer nicht immer offiziell Mentor. Vielleicht benötigen Sie dessen Hilfe auch nur selten. Umso wichtiger ist, dass Sie sich zwischendurch einfach melden – vor allem wenn Sie mal keine unmittelbare Hilfe wollen. Tatsächlich ergeben sich bei solchen kurzen Gesprächen oft ungeahnte Perspektiven. Eine bessere Option ist sogar, sich am Telefon zum Essen zu verabreden.

Einen Ex-Kollegen, mit dem Sie in Kontakt bleiben

Telefonliste Anrufen Kollege
Man begegnet sich immer zwei Mal im Leben. Teils sogar öfter. Und auch wenn Sie nicht vorhaben, wieder bei Ihrem Ex-Arbeitgeber einzusteigen – den Kontakt zu manchem ehemaligen Kollegen zu halten, schadet sicher nicht. Einmal, weil Sie so Brücken festigen und erhalten, über die Sie eines Tages womöglich doch gehen müssen. Andererseits, weil sich Ex-Kollegen weiterentwickeln – und plötzlich bei einem attraktiven Arbeitgeber arbeiten. Gut, wenn man sich dann noch kennt, schätzt und gegenseitig empfehlen kann.

Was andere Leser dazu gelesen haben

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Lebenslauf schreiben: Anleitung in 5 Minuten https://karrierebibel.de/lebenslauf-schreiben/ Mon, 28 Sep 2020 06:00:49 +0000 Anja Rassek https://karrierebibel.de/?p=142226

Sie müssen für eine Bewerbung einen Lebenslauf schreiben, haben aber keinen Plan und sind nicht so richtig motiviert? Die gute Nachricht: Es braucht gar nicht so viel dafür! Wir zeigen Ihnen, wie Sie in nur fünf Minuten einen Lebenslauf schreiben können. Sie benötigen lediglich einige Grundangaben dafür. Schritt für Schritt erklären wir, wie Sie bei Ihrem Lebenslauf vorgehen. Außerdem können Sie mit unseren kostenlosen Mustern direkt loslegen…

Inhalt: Was gehört in den Lebenslauf?

Ganz allgemein gehört alles hinein, was für den zukünftigen Arbeitgeber relevant sein könnte. Hier gilt es nicht im Nebel zu stochern oder wahllos alles hineinzuschreiben, was man jemals gemacht hat. Schneiden Sie Ihren Lebenslauf auf die ausgeschriebene Stelle zu. Folgende Bestandteile gehören unbedingt hinein:

➠ Angaben zur Person
➠ Lückenloser Werdegang
➠ Ausbildung / Studium
➠ Qualifikationen
➠ Ort, Datum, Unterschrift

Außerdem können Sie zu folgenden Punkten Angaben machen:

➠ Staatsangehörigkeit
➠ Familienstand
➠ Konfession
➠ Bewerbungsfoto
➠ Interessen, Hobbys
➠ Weiterbildung(en) / Auszeichnungen
➠ Auslandserfahrung(en)

Diese Angaben sind nicht verpflichtend, um beispielsweise bei der Staatsangehörigkeit oder Konfession Diskriminierung zu vermeiden. Gleichzeitig kann es je nach Stelle (beispielsweise bei einem konfessionellen Träger) vorteilhaft sein. Wer keine Weiterbildung absolviert hat oder keine Fremdsprachenkenntnisse besitzt, lässt diese Punkte einfach weg.

Aufbau: Wie wird der Lebenslauf aufgebaut?

Es gibt drei Wege, wie Sie einen Lebenslauf schreiben können:

Tabellarischer Lebenslauf
Ausführlicher Lebenslauf
Handschriftlicher Lebenslauf

Die letzten beiden Varianten kommen selten vor, der tabellarische Lebenslauf hat sich als Standard durchgesetzt. Bevor Sie inhaltlich beginnen können, brauchen Sie ein Gerüst. In dieser Reihenfolge sollten Sie Ihre Angaben machen:

➠ 1. Titel
➠ 2. Persönliche Angaben
➠ 3. Beruflicher Werdegang
➠ 4. Ausbildung
➠ 5. Besondere Kenntnisse
➠ 6. Interessen und Hobbys
➠ 7. Ort, Datum, Unterschrift

1. Titel

Wählen Sie als Überschrift „Lebenslauf“ oder in Kombination mit Ihrem Namen „Lebenslauf Vorname Nachname“.

2. Persönliche Angaben

Diesen Punkt können Sie auch „Zur Person“ oder „Persönliches“ nennen. Damit der Personaler die Angaben im Lebenslauf zweifelsfrei Ihrer Person zuordnen kann, braucht er Ihre persönlichen Angaben, also: Vorname, Nachname, Geburtstag und Geburtsort, vollständige Anschrift, Telefonnummer und die E-Mail-Adresse. Haben Sie Ihren Namen bereits im Titel angegeben, können Sie ihn in der Kopfzeile des Lebenslaufs weglassen. Unter die persönlichen Angaben fällt ebenfalls das Bewerbungsfoto, das in Deutschland zwar üblich, aber nicht verpflichtend ist.

3. Beruflicher Werdegang

An dieser Stelle steht Ihr Beruf, listen Sie Ihre bisherigen Jobs, Positionen und Erfahrungen auf. Diesen Punkt können Sie auch als „Beruflicher Werdegang“, „Berufstätigkeit“ oder „Berufspraxis“ benennen. In Bewerbungen hat sich die antichronologische Reihenfolge durchgesetzt, das heißt, Sie beginnen mit Ihrer jetzigen Position und arbeiten sich zurück zu der ersten Stelle nach Ihrer Ausbildung. Geben Sie immer die Zeitdauer in Monat und Jahr nebst der jeweiligen Stelle nach folgendem Schema an: MM/JJJJ – MM/JJJJJ Junior Sales Manager.

4. Ausbildung

Der Punkt „Ausbildung“ kann recht umfangreich sein, denn er umfasst je nachdem Ihre letzte Schule, Ausbildung und/oder Studium, den höchsten Abschluss (zum Beispiel B. Sc. für den Bachelor of Science) mit Note, gegebenenfalls Auslandssemester und Praktika. Je nachdem, was eher zutrifft, kann er „Schul- und Berufsausbildung“, „Studium“ oder „Schulischer Werdegang“ genannt werden. Der Aufbau erfolgt ebenfalls in antichronologischer Reihenfolge. Die Grundschule müssen Sie nicht angeben, es sei denn, Sie befinden sich gerade erst auf einer weiterführenden Schule und wollen sich beispielsweise auf ein Schülerpraktikum bewerben. Berufserfahrene mit akademischen Abschluss können ebenso die zuletzt besuchte Schule weglassen.

5. Besondere Kenntnisse

Hierunter fallen zusätzliche Kenntnisse, die Sie beispielsweise im Rahmen von Weiterbildungen erlangt haben. Dazu können Sie Zertifikate, Fremdsprachen, EDV- IT-Kenntnisse, Führerschein oder Auszeichnungen auflisten. Wichtig dabei: Die aufgeführten Kenntnisse sollten Ihre Eignung zur Stelle unterstreichen beziehungsweise einen Mehrwert dafür bieten. Wer beispielsweise in einem internationalen Umfeld arbeiten wird, sollte seine Fremdsprachenkenntnisse herausstreichen. Sind Dienstreisen erforderlich, kann der Hinweis auf den Führerschein besonders wichtig sein.

6. Interessen und Hobbys

Privates Engagement oder Ehrenämter werden oft wohlwollend zur Kenntnis genommen. Diesen Abschnitt können Sie auch mit „Ehrenamtliche Tätigkeiten“, „Engagement und Hobbys“ oder „Interessen“ betiteln. Eigene Projekte, bestimmte Interessen und relevante Hobbys können den Ausschlag für die anvisierte Stelle geben. Sie sollten sie allerdings nicht einfach in den Lebenslauf schreiben, sondern auch hier mit den Erfordernissen abstimmen: Wer sich beispielsweise ehrenamtlich im Ferienprogramm für Schulkinder engagiert, wird sicherlich bei Bewerbungen im sozialen Bereich punkten. Andererseits sollten Sie die Hobbys weglassen, wenn Sie keinerlei Relevanz zur Stelle aufweisen. Auch passive Hobbys wie „Computerspiele zocken“ sind nur dann relevant, wenn Sie sich bei einem Spieleentwickler bewerben.

7. Ort, Datum, Unterschrift

Sie bekunden die Richtigkeit Ihrer Angaben damit, indem Sie den Lebenslauf mit aktuellem Datum und Ihrer handschriftlichen Unterschrift versehen. Idealerweise unterschreiben Sie mit Füller, das sieht besonders hochwertig aus. Kugelschreiber geht ebenfalls, nur Bleistift oder Filzstifte sollten Sie vermeiden.

Häufige Fragen zur Gestaltung

Welche Länge ist angemessen?

Ein Lebenslauf umfasst ein bis zwei Seiten – mehr in der Regel nicht. Schüler oder Berufsanfänger nach der Ausbildung haben meist einen kurzen Lebenslauf, das ist völlig in Ordnung, wenn er nicht über eine Seite kommt. Lediglich Führungskräfte oder Arbeitnehmer mit viel Berufserfahrung können auf drei Seiten kommen. Wer nicht in diese Kategorie fällt, sollte seinen Lebenslauf optimieren, also Überflüssiges rausschmeißen.

Welches Design ist geeignet?

Größtenteils bleibt es Ihrem Geschmack überlassen, für welches Design Sie sich entscheiden. Ob Sie sich für eine klassische, moderne oder besonders dynamische Form entscheiden, hängt von der Zielbranche und Ihren Vorlieben ab. Üblicherweise ist die Kreativbranche experimentierfreudiger, was das Design von Lebensläufen anbelangt. Einige Vorlagen zur individuellen Gestaltung finden Sie hier:


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Was müssen Sie beim Layout beachten?

Nicht nur das Design, auch die Wahl der Schriften sowie Farben und Fettungen spielen eine Rolle bei der Gestaltung Ihres Lebenslaufs. Hier gilt allerdings: übertreiben Sie es nicht. Sie sollten einen möglichst klaren und übersichtlichen Lebenslauf schreiben. Fettdruck und Größe sollten Sie nur dann einsetzen, wenn Sie etwas hervorheben möchten. Nicht mehr als zwei verschiedene Schriftarten und nach Möglichkeit nicht gleichzeitig Kursivdruck und Fettdruck. Als Schriftart für Überschriften sollten Sie welche ohne Serifen (winziger Querstrich am Buchstaben) wählen, zum Beispiel Arial, Helvetica oder Verdana. Für den Fließtext empfiehlt sich hingegen eine Serifenschrift, beispielsweise Times New Roman, Georgia oder Book Antiqua. Die Schriftgröße liegt meist bei 12 Punkt für den Fließtext. Unter 11 Punkt wird es kaum lesbar und sollte maximal für die Datumsangabe verwendet werden. Die größte Schriftgröße sollten Sie für Ihren Namen und den Titel wählen.

Wo in der Bewerbungsmappe liegt der Lebenslauf?

Der Lebenslauf folgt direkt nach dem Anschreiben und wird vor den Zeugnissen einsortiert. Achtung: Für den Fall, dass Sie noch eine Papierbewerbung mit Bewerbungsmappe verfassen, gehört das Anschreiben lose auf die Bewerbungsmappe, während der Lebenslauf in die Mappe einsortiert wird. An der Reihenfolge ändert sich grundsätzlich nichts: Anschreiben, Lebenslauf, Anlagen (Zeugnisse, Referenzen, Zertifikate, Arbeitsproben).

Was kann anstelle von Arbeitslosigkeit darin stehen?

Wichtig ist vor allem, dass Sie in dieser Zeit nicht passiv gewesen sind. Daher eignen sich eher aktive Formulierungen wie etwa „Berufliche Neuorientierung“ oder „arbeitssuchend“.

Welche Fehler sollten Sie vermeiden?

Wenn Sie Ihren Lebenslauf schreiben, dann wollen Sie möglichst übersichtlich auf einen Blick präsentieren, welche Qualifikationen Sie mitbringen. Klare Fehler sind völlig überfrachtete Textwüsten. Achten Sie beim Abspeichern darauf, der Datei einen sinnvollen Namen zu geben. Das erleichtert dem Personaler die Zuordnung und wirkt seriös. Empfehlenswert ist ein Dateiname wie: Lebenslauf – Vorname – Nachname – Stelle. Außerdem sollten Sie unbedingt diese Fehler vermeiden:

Rechtschreibfehler

Anschreiben und Lebenslauf sollten fehlerfrei sein. Gerade wenn Sie auf ältere Fassungen zurückgreifen, unterlaufen schnell Fehler. Überprüfen Sie daher unbedingt die Namen: Die eigenen Daten – vielleicht hat sich die Adresse oder die Mobilfunknummer geändert? Sowie die Firmenadresse und den Ansprechpartner – sind die Angaben auf Lebenslauf und Anschreiben identisch?

Lücken

Von Lücken im Lebenslauf spricht man, wenn die Spanne zwischen zwei Jobs größer als drei Monate ist. In der Regel sollten Sie eine sinnvolle Tätigkeit (Weiterbildung, Sprachkurs, Auslandsaufenthalt) für diese Zeit nachweisen können. Eine längere Auszeit nach dem Studium kann also völlig in Ordnung sein, wenn Sie aktiv genutzt wurde. Phasen kurzer Arbeitslosigkeit, eine Krankheit oder ein Fächerwechsel im Studium sind unproblematisch, solange Sie offen damit umgehen.

Falschangaben

Klar verboten sind eindeutige Lügen wie etwa ein erfundener Doktortitel. Es könnte auch der Eindruck von Falschangaben entstehen, wenn Sie Kenntnisse und Abschlüsse auflisten, ohne der Bewerbung entsprechende Belege beizufügen.

Inkonsistenz

Stimmen Sie Anschreiben und Lebenslauf aufeinander ab. Erfolge und Positionen im Anschreiben zu benennen, die sich im Lebenslauf nirgends finden lassen, wecken zumindest das Misstrauen. Peinlich auch, wenn Sie auf einen alten Lebenslauf mit anderem Design oder altem Bewerbungsfoto zurückgreifen.

Weiterführende Quellen und Ratgeber

Tipps zur Bewerbung
Bewerbungsvorlagen
11 Bewerbungsformen
ABC der Bewerbungstipps
Bewerbungsmappe
Bewerbungsfoto
Deckblatt
Kurzprofil

Tipps zum Lebenslauf
Tabellarischer Lebenslauf
Lebenslauf Vorlagen
Praktika im Lebenslauf
Hobbys im Lebenslauf
Arbeitslosigkeit im Lebenslauf
Lücken im Lebenslauf

Tipps zum Anschreiben
Bewerbungsschreiben
Einleitungssatz im Anschreiben
Schlusssatz im Anschreiben
Interessen im Anschreiben
Stärken im Anschreiben
Anlagenverzeichnis

Tipps zum Arbeitszeugnis
Arbeitszeugnis bewerten
Geheimcodes im Zeugnis
Zwischenzeugnis
Tätigkeitsbeschreibung
Referenzen & Muster

Besondere Bewerbungen
Initiativbewerbung
Interne Bewerbung
Diskrete Bewerbung
E-Mail-Bewerbung
Online-Bewerbung
Bewerbung als Aushilfe
Bewerbung für Minijobs
Bewerbung nach Kündigung

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Sie müssen für eine Bewerbung einen Lebenslauf schreiben, haben aber keinen Plan und sind nicht so richtig motiviert? Die gute Nachricht: Es braucht gar nicht so viel dafür! Wir zeigen Ihnen, wie Sie in nur fünf Minuten einen Lebenslauf schreiben können. Sie benötigen lediglich einige Grundangaben dafür. Schritt für Schritt erklären wir, wie Sie bei Ihrem Lebenslauf vorgehen. Außerdem können Sie mit unseren kostenlosen Mustern direkt loslegen…

Inhalt: Was gehört in den Lebenslauf?

Ganz allgemein gehört alles hinein, was für den zukünftigen Arbeitgeber relevant sein könnte. Hier gilt es nicht im Nebel zu stochern oder wahllos alles hineinzuschreiben, was man jemals gemacht hat. Schneiden Sie Ihren Lebenslauf auf die ausgeschriebene Stelle zu. Folgende Bestandteile gehören unbedingt hinein:

➠ Angaben zur Person
➠ Lückenloser Werdegang
➠ Ausbildung / Studium
➠ Qualifikationen
➠ Ort, Datum, Unterschrift

Außerdem können Sie zu folgenden Punkten Angaben machen:

➠ Staatsangehörigkeit
➠ Familienstand
➠ Konfession
➠ Bewerbungsfoto
➠ Interessen, Hobbys
➠ Weiterbildung(en) / Auszeichnungen
➠ Auslandserfahrung(en)

Diese Angaben sind nicht verpflichtend, um beispielsweise bei der Staatsangehörigkeit oder Konfession Diskriminierung zu vermeiden. Gleichzeitig kann es je nach Stelle (beispielsweise bei einem konfessionellen Träger) vorteilhaft sein. Wer keine Weiterbildung absolviert hat oder keine Fremdsprachenkenntnisse besitzt, lässt diese Punkte einfach weg.

Aufbau: Wie wird der Lebenslauf aufgebaut?

Es gibt drei Wege, wie Sie einen Lebenslauf schreiben können:

Tabellarischer Lebenslauf
Ausführlicher Lebenslauf
Handschriftlicher Lebenslauf

Die letzten beiden Varianten kommen selten vor, der tabellarische Lebenslauf hat sich als Standard durchgesetzt. Bevor Sie inhaltlich beginnen können, brauchen Sie ein Gerüst. In dieser Reihenfolge sollten Sie Ihre Angaben machen:

➠ 1. Titel
➠ 2. Persönliche Angaben
➠ 3. Beruflicher Werdegang
➠ 4. Ausbildung
➠ 5. Besondere Kenntnisse
➠ 6. Interessen und Hobbys
➠ 7. Ort, Datum, Unterschrift

1. Titel

Wählen Sie als Überschrift „Lebenslauf“ oder in Kombination mit Ihrem Namen „Lebenslauf Vorname Nachname“.

2. Persönliche Angaben

Diesen Punkt können Sie auch „Zur Person“ oder „Persönliches“ nennen. Damit der Personaler die Angaben im Lebenslauf zweifelsfrei Ihrer Person zuordnen kann, braucht er Ihre persönlichen Angaben, also: Vorname, Nachname, Geburtstag und Geburtsort, vollständige Anschrift, Telefonnummer und die E-Mail-Adresse. Haben Sie Ihren Namen bereits im Titel angegeben, können Sie ihn in der Kopfzeile des Lebenslaufs weglassen. Unter die persönlichen Angaben fällt ebenfalls das Bewerbungsfoto, das in Deutschland zwar üblich, aber nicht verpflichtend ist.

3. Beruflicher Werdegang

An dieser Stelle steht Ihr Beruf, listen Sie Ihre bisherigen Jobs, Positionen und Erfahrungen auf. Diesen Punkt können Sie auch als „Beruflicher Werdegang“, „Berufstätigkeit“ oder „Berufspraxis“ benennen. In Bewerbungen hat sich die antichronologische Reihenfolge durchgesetzt, das heißt, Sie beginnen mit Ihrer jetzigen Position und arbeiten sich zurück zu der ersten Stelle nach Ihrer Ausbildung. Geben Sie immer die Zeitdauer in Monat und Jahr nebst der jeweiligen Stelle nach folgendem Schema an: MM/JJJJ – MM/JJJJJ Junior Sales Manager.

4. Ausbildung

Der Punkt „Ausbildung“ kann recht umfangreich sein, denn er umfasst je nachdem Ihre letzte Schule, Ausbildung und/oder Studium, den höchsten Abschluss (zum Beispiel B. Sc. für den Bachelor of Science) mit Note, gegebenenfalls Auslandssemester und Praktika. Je nachdem, was eher zutrifft, kann er „Schul- und Berufsausbildung“, „Studium“ oder „Schulischer Werdegang“ genannt werden. Der Aufbau erfolgt ebenfalls in antichronologischer Reihenfolge. Die Grundschule müssen Sie nicht angeben, es sei denn, Sie befinden sich gerade erst auf einer weiterführenden Schule und wollen sich beispielsweise auf ein Schülerpraktikum bewerben. Berufserfahrene mit akademischen Abschluss können ebenso die zuletzt besuchte Schule weglassen.

5. Besondere Kenntnisse

Hierunter fallen zusätzliche Kenntnisse, die Sie beispielsweise im Rahmen von Weiterbildungen erlangt haben. Dazu können Sie Zertifikate, Fremdsprachen, EDV- IT-Kenntnisse, Führerschein oder Auszeichnungen auflisten. Wichtig dabei: Die aufgeführten Kenntnisse sollten Ihre Eignung zur Stelle unterstreichen beziehungsweise einen Mehrwert dafür bieten. Wer beispielsweise in einem internationalen Umfeld arbeiten wird, sollte seine Fremdsprachenkenntnisse herausstreichen. Sind Dienstreisen erforderlich, kann der Hinweis auf den Führerschein besonders wichtig sein.

6. Interessen und Hobbys

Privates Engagement oder Ehrenämter werden oft wohlwollend zur Kenntnis genommen. Diesen Abschnitt können Sie auch mit „Ehrenamtliche Tätigkeiten“, „Engagement und Hobbys“ oder „Interessen“ betiteln. Eigene Projekte, bestimmte Interessen und relevante Hobbys können den Ausschlag für die anvisierte Stelle geben. Sie sollten sie allerdings nicht einfach in den Lebenslauf schreiben, sondern auch hier mit den Erfordernissen abstimmen: Wer sich beispielsweise ehrenamtlich im Ferienprogramm für Schulkinder engagiert, wird sicherlich bei Bewerbungen im sozialen Bereich punkten. Andererseits sollten Sie die Hobbys weglassen, wenn Sie keinerlei Relevanz zur Stelle aufweisen. Auch passive Hobbys wie „Computerspiele zocken“ sind nur dann relevant, wenn Sie sich bei einem Spieleentwickler bewerben.

7. Ort, Datum, Unterschrift

Sie bekunden die Richtigkeit Ihrer Angaben damit, indem Sie den Lebenslauf mit aktuellem Datum und Ihrer handschriftlichen Unterschrift versehen. Idealerweise unterschreiben Sie mit Füller, das sieht besonders hochwertig aus. Kugelschreiber geht ebenfalls, nur Bleistift oder Filzstifte sollten Sie vermeiden.

Häufige Fragen zur Gestaltung

Welche Länge ist angemessen?

Ein Lebenslauf umfasst ein bis zwei Seiten – mehr in der Regel nicht. Schüler oder Berufsanfänger nach der Ausbildung haben meist einen kurzen Lebenslauf, das ist völlig in Ordnung, wenn er nicht über eine Seite kommt. Lediglich Führungskräfte oder Arbeitnehmer mit viel Berufserfahrung können auf drei Seiten kommen. Wer nicht in diese Kategorie fällt, sollte seinen Lebenslauf optimieren, also Überflüssiges rausschmeißen.

Welches Design ist geeignet?

Größtenteils bleibt es Ihrem Geschmack überlassen, für welches Design Sie sich entscheiden. Ob Sie sich für eine klassische, moderne oder besonders dynamische Form entscheiden, hängt von der Zielbranche und Ihren Vorlieben ab. Üblicherweise ist die Kreativbranche experimentierfreudiger, was das Design von Lebensläufen anbelangt. Einige Vorlagen zur individuellen Gestaltung finden Sie hier:


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Was müssen Sie beim Layout beachten?

Nicht nur das Design, auch die Wahl der Schriften sowie Farben und Fettungen spielen eine Rolle bei der Gestaltung Ihres Lebenslaufs. Hier gilt allerdings: übertreiben Sie es nicht. Sie sollten einen möglichst klaren und übersichtlichen Lebenslauf schreiben. Fettdruck und Größe sollten Sie nur dann einsetzen, wenn Sie etwas hervorheben möchten. Nicht mehr als zwei verschiedene Schriftarten und nach Möglichkeit nicht gleichzeitig Kursivdruck und Fettdruck. Als Schriftart für Überschriften sollten Sie welche ohne Serifen (winziger Querstrich am Buchstaben) wählen, zum Beispiel Arial, Helvetica oder Verdana. Für den Fließtext empfiehlt sich hingegen eine Serifenschrift, beispielsweise Times New Roman, Georgia oder Book Antiqua. Die Schriftgröße liegt meist bei 12 Punkt für den Fließtext. Unter 11 Punkt wird es kaum lesbar und sollte maximal für die Datumsangabe verwendet werden. Die größte Schriftgröße sollten Sie für Ihren Namen und den Titel wählen.

Wo in der Bewerbungsmappe liegt der Lebenslauf?

Der Lebenslauf folgt direkt nach dem Anschreiben und wird vor den Zeugnissen einsortiert. Achtung: Für den Fall, dass Sie noch eine Papierbewerbung mit Bewerbungsmappe verfassen, gehört das Anschreiben lose auf die Bewerbungsmappe, während der Lebenslauf in die Mappe einsortiert wird. An der Reihenfolge ändert sich grundsätzlich nichts: Anschreiben, Lebenslauf, Anlagen (Zeugnisse, Referenzen, Zertifikate, Arbeitsproben).

Was kann anstelle von Arbeitslosigkeit darin stehen?

Wichtig ist vor allem, dass Sie in dieser Zeit nicht passiv gewesen sind. Daher eignen sich eher aktive Formulierungen wie etwa „Berufliche Neuorientierung“ oder „arbeitssuchend“.

Welche Fehler sollten Sie vermeiden?

Wenn Sie Ihren Lebenslauf schreiben, dann wollen Sie möglichst übersichtlich auf einen Blick präsentieren, welche Qualifikationen Sie mitbringen. Klare Fehler sind völlig überfrachtete Textwüsten. Achten Sie beim Abspeichern darauf, der Datei einen sinnvollen Namen zu geben. Das erleichtert dem Personaler die Zuordnung und wirkt seriös. Empfehlenswert ist ein Dateiname wie: Lebenslauf – Vorname – Nachname – Stelle. Außerdem sollten Sie unbedingt diese Fehler vermeiden:

Rechtschreibfehler

Anschreiben und Lebenslauf sollten fehlerfrei sein. Gerade wenn Sie auf ältere Fassungen zurückgreifen, unterlaufen schnell Fehler. Überprüfen Sie daher unbedingt die Namen: Die eigenen Daten – vielleicht hat sich die Adresse oder die Mobilfunknummer geändert? Sowie die Firmenadresse und den Ansprechpartner – sind die Angaben auf Lebenslauf und Anschreiben identisch?

Lücken

Von Lücken im Lebenslauf spricht man, wenn die Spanne zwischen zwei Jobs größer als drei Monate ist. In der Regel sollten Sie eine sinnvolle Tätigkeit (Weiterbildung, Sprachkurs, Auslandsaufenthalt) für diese Zeit nachweisen können. Eine längere Auszeit nach dem Studium kann also völlig in Ordnung sein, wenn Sie aktiv genutzt wurde. Phasen kurzer Arbeitslosigkeit, eine Krankheit oder ein Fächerwechsel im Studium sind unproblematisch, solange Sie offen damit umgehen.

Falschangaben

Klar verboten sind eindeutige Lügen wie etwa ein erfundener Doktortitel. Es könnte auch der Eindruck von Falschangaben entstehen, wenn Sie Kenntnisse und Abschlüsse auflisten, ohne der Bewerbung entsprechende Belege beizufügen.

Inkonsistenz

Stimmen Sie Anschreiben und Lebenslauf aufeinander ab. Erfolge und Positionen im Anschreiben zu benennen, die sich im Lebenslauf nirgends finden lassen, wecken zumindest das Misstrauen. Peinlich auch, wenn Sie auf einen alten Lebenslauf mit anderem Design oder altem Bewerbungsfoto zurückgreifen.

Weiterführende Quellen und Ratgeber

Tipps zur Bewerbung
Bewerbungsvorlagen
11 Bewerbungsformen
ABC der Bewerbungstipps
Bewerbungsmappe
Bewerbungsfoto
Deckblatt
Kurzprofil

Tipps zum Lebenslauf
Tabellarischer Lebenslauf
Lebenslauf Vorlagen
Praktika im Lebenslauf
Hobbys im Lebenslauf
Arbeitslosigkeit im Lebenslauf
Lücken im Lebenslauf

Tipps zum Anschreiben
Bewerbungsschreiben
Einleitungssatz im Anschreiben
Schlusssatz im Anschreiben
Interessen im Anschreiben
Stärken im Anschreiben
Anlagenverzeichnis

Tipps zum Arbeitszeugnis
Arbeitszeugnis bewerten
Geheimcodes im Zeugnis
Zwischenzeugnis
Tätigkeitsbeschreibung
Referenzen & Muster

Besondere Bewerbungen
Initiativbewerbung
Interne Bewerbung
Diskrete Bewerbung
E-Mail-Bewerbung
Online-Bewerbung
Bewerbung als Aushilfe
Bewerbung für Minijobs
Bewerbung nach Kündigung

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Falsche Freunde: Tipps wie Sie diese erkennen & loswerden https://karrierebibel.de/falsche-freunde/ Sun, 27 Sep 2020 11:00:43 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=37247

Falsche Freunde sind so nützlich wie eine Wärmflasche aus Schokolade. Blöd, wenn wir uns auf jemanden verlassen, der uns verlässt, sobald es darauf ankommt. Trotzdem fallen wir immer wieder auf Menschen herein, die mit uns ein falsches Spiel treiben. Warum? Tatsächlich hat das nicht immer etwas mit Naivität oder schlechter Menschenkenntnis zu tun. Wir zeigen Ihnen, woran Sie falsche Freunde erkennen können und – was noch wichtiger ist: wie Sie falsche Freunde loswerden…

Was sind falsche Freunde?

Falsche Freunde sind ein Widerspruch in sich: Freunde tun uns gut, bereichern unser Leben, unterstützen uns. Gute Freunde helfen uns durch schwierige Zeiten und bauen uns in Lebenskrisen wieder auf. Sie holen das Beste aus uns heraus, ermutigen uns, neue Wege zu probieren und stehen uns mit vielen Tipps zur Seite. Im Idealfall sind sie eine Mischung aus Karriereberater, Entertainer, konstruktivem Kritiker und Kummerkastentante. Nicht immer alles gleichzeitig, sondern was wir gerade brauchen. Vor allem sind sie das nicht: missgünstig oder illoyal. Auf gute Freunde ist Verlass. Immer.

Falsche Freunde hingegen geben all das nur vor. Tatsächlich nutzen sie uns aus, manipulieren uns und schaden uns – oft lange und unbemerkt. Wir glauben an ihre Loyalität und Freundschaft – bis zum Beweis des Gegenteils oder bis sie (in einer Notsituation) auffliegen. Das allerdings fühlt sich schlimmer an, als einem Feind zu begegnen. Es wirkt wie ein Dolchstoß in den Rücken. Eine Ent-Täuschung im Wortsinn. „Wie konnte ich so blöd sein? Warum war ich so blind?“, fragen sich dann viele. Gute Frage…

Gute Freunde, falsche Freunde: Die Unterschiede

Typische Eigenschaften und Erkennungsmerkmale guter und falscher Freunde. Was Klicken Sie sich durch die Bildergalerie!

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Falsche Freunde Sprüche zum Nachdenken

  • „Wahre Freunde sehen deine Fehler und machen dich darauf aufmerksam. Falsche Freunde machen andere auf sie aufmerksam.“
  • „Falsche Freunde glauben Gerüchten. Wahre Freunde glauben an dich.“
  • „Manchmal ist dein Feind ehrlicher als dein Freund. Denn er steht mit dem Messer vor dir und nicht hinter dir.“
  • „Falsche Freunde erkennt man daran, dass sie sich dann in Luft auflösen, wenn es drauf ankommt.“
  • „Mit falschen Freunden Schluss zu machen, ist auch eine Form von Mülltrennung.“
  • „Falsche Freunde glauben Gerüchten. Echte Freunde glauben an dich.“
  • „Es gibt keine falschen Freunde. Nur falsche Menschen, die so tun als wären sie deine Freunde.“


Warum fallen wir auf falsche Menschen herein?

Natürlich ist es leicht, Geschädigten Naivität oder mangelhafte Menschenkenntnis vorzuhalten. Bevor Sie an Ihrem Urteilsvermögen zweifeln: Es ist gerade die große (vielleicht die einzige) Stärke falscher Freunde, andere zu manipulieren und ihr Vertrauen auszunutzen. Sie sind Meister darin, ihren Egoismus und Narzissmus zu verschleiern und ihre eigennützige Zuneigung hinter einem Zauber billiger Worte und strategischer Gesten zu verbergen. Ihre kargen Worte schmecken anfangs gut, wirken aber wie schleichendes Gift.

Es ist nicht Naivität, die uns auf sie hereinfallen lässt, sondern vielmehr unser guter Wille. Betroffene wollen an das Gute im Menschen glauben. Unbedingt. Auch dann noch, wenn es schon erste Warnzeichen oder Zweifel gibt. Motto: „Das kann er/sie unmöglich getan oder gesagt haben!“ Betroffene sind entschiedene Menschenfreunde mit einem hohen Maß an Offenheit und der Bereitschaft, ihrem Gegenüber viel emotionalen Kredit, Sympathie und Vorschusslorbeeren zu schenken. Bis zum Tag des bösen Erwachsens.

Wie erkenne ich falsche Freunde?

Lebenserfahrung ist der beste Schutz vor falschen Freunden. Die gute Nachricht ist: Mit steigendem Alter erkennen wir falsche Menschen immer besser. Ebenso in Krisen. Aber auch davor gibt es veritable Anzeichen, woran sich falsche Freunde erkennen lassen:

  • Falsche Freunde sind missgünstig.
  • Sie freuen sich allenfalls gebremst für uns.
  • Falsche Freunde sind auffällig unzuverlässig.
  • Sie reden lieber über sich und hören kaum zu.
  • Falsche Freunde stecken generell voller Eifersucht.
  • Sie haben häufig einen harschen Ton.
  • Falsche Freunde hinterlassen ein schlechtes Gefühl.
  • Sie entschuldigen sich nur selten.
  • Falsche Freunde reden hinter unserem Rücken über uns.
  • Sie verurteilen uns für unsere Fehler.
  • Falsche Freunde sind launisch nutzen uns als Blitzableiter.
  • Sie sind extrem nachtragend.
  • Falsche Freunde nehmen selten Rücksicht.
  • Sie sind besser im Nehmen als im Geben.
  • Falsche Freunde lügen viel und stecken voller Widersprüche.
  • Sie knüpfen Ihre Freundschaft an Bedingungen.

Ganz oft agieren falsche Freunde wie getarnte Rivalen: Sie wollen zwar, dass es bei uns gut läuft – aber bitte nie besser als bei ihnen selbst. Zwar unterstützen Sie uns. Aber eben nur solange, wie wir bloß nicht über ihren Schatten hinauswachsen. In dem Fall beginnen sie sofort, sich von uns zu distanzieren oder gar unseren Erfolg zu sabotieren.

All diese Signale sollten Sie wahrnehmen und nicht ignorieren. Natürlich kann all das ebenso in einer gesunden Freundschaft vorkommen. Auch beste Freunde sind nicht perfekt. Aber gehäuft und chronisch sind das ernstzunehmende Warnzeichen für einen falschen Freund, fiesen Charakter und emotionalen Parasiten. In diesem Fall sollten Sie entsprechende Konsequenzen ziehen. Schon aus Selbstschutz.

Toxische Typen: Hüten Sie sich vor diesen Menschen

Der Wolf im Schafspelz tarnt sich zwar gut. Hin und wieder aber lassen die falschen Typen ihre Maske fallen oder entlarven sich selbst. Die folgenden Typen sind toxisch. Wann immer Sie diese erkennen, sollten Sie auf Abstand gehen (Der Einheitlich halber sind alle Typen in männlicher Form verfasst – es gibt sie natürlich auch unter Frauen und Freundinnen):

  • Der Heuchler
    Er gehört zum Standardinventar bei falschen Freunden: Er lügt Sie an, erzählt Ihnen, was Sie hören wollen, aber nie die Wahrheit. Im schlimmsten Fall lästert er hinter Ihrem Rücken auch noch über Sie. Ihnen gegenüber tut er, als sei alles in Ordnung. Anderen erzählt er, dass er Ihnen direkt gesagt habe, wie aussichtslos Ihre Idee sei.
  • Der Opportunist
    Geht es ihm schlecht, ruft er sie auch nachts um drei an. Aber wehe, es brennt mal bei Ihnen. Dann hat er plötzlich keine Zeit mehr. Typisch Schönwetterfreund. Oder sein Verhalten ist abhängig vom Umfeld. In bestimmten Kreisen sind Sie beide „best friends forever“. Außerhalb dieser Gruppe aber kennt er sie kaum. Das Verhalten gibt es auch umgekehrt: Zu zweit lachen Sie über dieselben Dinge. Sobald Sie sich unter Leuten bewegen, die beispielsweise hierarchisch höher stehen, lässt er Sie wie eine heiße Kartoffel fallen, falls ihm das nutzt.
  • Der Kritiker
    Egal was Sie tun, es ist nicht gut genug. Dieser toxische Typ weiß alles besser – und alles unter dem Deckmantel, Ihnen nur helfen zu wollen. Lösungsorientiert ist seine Kritik allerdings nie. Während er sie auseinandernimmt, geht es ihnen immer schlechter. Subtil vermittelt er ihnen, ein Loser zu sein, der diesen Freund braucht. Ohne ihm wären sie ein Nichts. Verloren.
  • Der Rivale
    Was Sie haben, braucht er auch. Immer. Idealerweise aber größer, besser, schneller. Sie kaufen sich ein neues Smartphone – seins ist 600 Euro teurer und kann mehr. So geht das in allen Bereichen, auch im Job. Das kann zwar dazu führen, dass man sich gegenseitig pusht. Auf Dauer aber ist dieser Typ anstrengend. Immer muss er im Mittelpunkt stehen und vermittelt Ihnen das Gefühl, minderwertig zu sein.
  • Der Parasit
    Er fühlt sich gut, solange es Ihnen schlecht geht. Er braucht ihr Leid, um sich selbst besser oder überlegen zu fühlen. Sobald Sie aus seinem Schatten treten, zieht er Sie wieder runter. Denn jeder andere Erfolg nagt an seinem Selbstwertgefühl. Es speist sich aus extremen Konkurrenzdenken: Man kann nur gewinnen, wenn andere verlieren. Tödlich giftig!
  • Der Umformer
    Falsche Freunde wie dieser versuchen, Sie ständig zu ändern. So, wie Sie sind, sind Sie nicht in Ordnung. Zu dick, zu dünn, zu langweilig, zu unmodisch, zu dumm, zu unsportlich, zu uncool… Das ist nicht nur hochgradig manipulativ, sondern auch das genaue Gegenteil der Definition für einen Freund: Der liebt Sie, weil Sie sind, wer und wie Sie sind – und schämt sich auch nicht für Sie.

Falsche Freunde im Job

Einen Sonderfall stellen „falsche Freunde“ im Job dar. Dabei handelt es sich weniger um toxische Kollegen, die Ihnen böse mitspielen, sondern vielmehr um falsche Unterstützer zum falschen Zeitpunkt. Motto: Gut gemeint ist der kleine Bruder von Scheiße.

Ein Beispiel: Sie sitzen im Meeting und diskutieren mit dem Chef über zu hohe Arbeitsbelastung. Da springt Ihnen ausgerechnet jener Kollege zur Seite, der bei allen als Hundertsassa und chronischer Faulpelz bekannt ist. Natürlich findet auch der, dass er zu viel für sein Geld tun muss. Apropos: Wann gibt’s eigentlich die nächste Gehaltserhöhung? Dumm gelaufen. Besser ließ sich das Thema nicht beerdigen.

Manchmal entwickeln sich die Dinge schneller als Keime in einer Petrischale. Meinungen werden ausgetauscht, die Debatten werden hitzig und Allianzen bilden sich nahezu automatisch. Selbst die besten Positionen und Argumente können aber dramatisch an Kraft verlieren, wenn sie von jenen mitgetragen werden, die sie durch ihren Lebenswandel oder durch ihre Wortwahl ad absurdum führen. Diese falschen Freunde meinen es wirklich gut, mutieren aber trotzdem zu Stuhlbeinsägern und Königsmördern.

Schützen und retten können Sie davor kaum. Allenfalls können Sie sich davon distanzieren und zum falschen Unterstützer erkennbar auf Abstand gehen, ohne die Haltung zu wechseln. So lässt sich die gekippte Debatte womöglich nicht mehr retten – zumindest aber die eigene Reputation. Ansonsten gilt: Suchen Sie sich lieber vorher ein, zwei gute Unterstützer und Argumente als Fundament. Das reißen dann auch falsche Freunde so schnell nicht ein.


Wie geht man mit falschen Freunden um?

Zunächst: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Es hat sehr wahrscheinlich einen Grund, warum Sie im Internet nach diesem Thema gegoogelt oder auf Karrierebibel diesen Artikel gesucht und angeklickt haben. Falls Sie in Ihrem Umfeld einen oder mehrere falsche Freunde erkannt haben, sollten Sie handeln. Wir empfehlen für den Umgang mit toxischen Menschen vier Schritte:

  1. Sprechen Sie das Verhalten an. Suchen Sie zuerst das Gespräch unter vier Augen. Sprechen Sie den „Freund“ auf sein Verhalten an und zeigen Sie durch „Ich-Botschaften“ auf, wie Sie sich dabei fühlen. Geben Sie Beispiele für solche Situationen und erklären Sie, was Sie eigentlich erwartet hätten. Manchen ist ihr Fehlverhalten gar nicht bewusst. So können Sie im ersten Anlauf versuchen, die Freundschaft zu retten und zu einer Lösung zu finden.
  2. Zeigen Sie die Konsequenzen auf. Manchmal helfen nur klare Ansagen. Machen Sie Ihrem Noch-Freund deutlich, was Sie unter einer Freundschaft verstehen und von einem wahren Freund oder eine Freundin erwarten – zum Beispiel Verlässlichkeit, Loyalität, Empathie. Zeigen Sie zugleich glaubwürdige Konsequenzen auf, sollte sich das Verhalten nicht ändern.
  3. Beobachten Sie die Entwicklung. Schärfen Sie Ihr Sensorium und blicken Sie nach ein paar Tagen oder Wochen auf die Entwicklung Ihrer Beziehung: Hat sich der Freund oder die Freundin den Warnschuss zu Herzen genommen, ändert das Verhalten und geht wieder mehr auf Sie ein? Investiert er oder sie in die Beziehung? Dann ist sie ihm oder ihr etwas wert. Andernfalls war das nie der Fall.
  4. Ziehen Sie Konsequenzen. Auch wenn die Erkenntnis schmerzhaft ist: Falsche Freunde frühzeitig zu erkennen, bewahrt Sie vor viel Kummer und Enttäuschungen in der Zukunft. Hier hilft nur ein beherzter Schritt und Schlussstrich: Beenden Sie die Freundschaft (die nie eine war) und vermeiden Sie den Kontakt künftig so gut Sie können. Höflich, aber distanziert.

Toxische Menschen Erkennen Meiden Grafik

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
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Falsche Freunde sind so nützlich wie eine Wärmflasche aus Schokolade. Blöd, wenn wir uns auf jemanden verlassen, der uns verlässt, sobald es darauf ankommt. Trotzdem fallen wir immer wieder auf Menschen herein, die mit uns ein falsches Spiel treiben. Warum? Tatsächlich hat das nicht immer etwas mit Naivität oder schlechter Menschenkenntnis zu tun. Wir zeigen Ihnen, woran Sie falsche Freunde erkennen können und – was noch wichtiger ist: wie Sie falsche Freunde loswerden…

Was sind falsche Freunde?

Falsche Freunde sind ein Widerspruch in sich: Freunde tun uns gut, bereichern unser Leben, unterstützen uns. Gute Freunde helfen uns durch schwierige Zeiten und bauen uns in Lebenskrisen wieder auf. Sie holen das Beste aus uns heraus, ermutigen uns, neue Wege zu probieren und stehen uns mit vielen Tipps zur Seite. Im Idealfall sind sie eine Mischung aus Karriereberater, Entertainer, konstruktivem Kritiker und Kummerkastentante. Nicht immer alles gleichzeitig, sondern was wir gerade brauchen. Vor allem sind sie das nicht: missgünstig oder illoyal. Auf gute Freunde ist Verlass. Immer.

Falsche Freunde hingegen geben all das nur vor. Tatsächlich nutzen sie uns aus, manipulieren uns und schaden uns – oft lange und unbemerkt. Wir glauben an ihre Loyalität und Freundschaft – bis zum Beweis des Gegenteils oder bis sie (in einer Notsituation) auffliegen. Das allerdings fühlt sich schlimmer an, als einem Feind zu begegnen. Es wirkt wie ein Dolchstoß in den Rücken. Eine Ent-Täuschung im Wortsinn. „Wie konnte ich so blöd sein? Warum war ich so blind?“, fragen sich dann viele. Gute Frage…

Gute Freunde, falsche Freunde: Die Unterschiede

Typische Eigenschaften und Erkennungsmerkmale guter und falscher Freunde. Was Klicken Sie sich durch die Bildergalerie!

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Falsche Freunde Sprüche zum Nachdenken

  • „Wahre Freunde sehen deine Fehler und machen dich darauf aufmerksam. Falsche Freunde machen andere auf sie aufmerksam.“
  • „Falsche Freunde glauben Gerüchten. Wahre Freunde glauben an dich.“
  • „Manchmal ist dein Feind ehrlicher als dein Freund. Denn er steht mit dem Messer vor dir und nicht hinter dir.“
  • „Falsche Freunde erkennt man daran, dass sie sich dann in Luft auflösen, wenn es drauf ankommt.“
  • „Mit falschen Freunden Schluss zu machen, ist auch eine Form von Mülltrennung.“
  • „Falsche Freunde glauben Gerüchten. Echte Freunde glauben an dich.“
  • „Es gibt keine falschen Freunde. Nur falsche Menschen, die so tun als wären sie deine Freunde.“


Warum fallen wir auf falsche Menschen herein?

Natürlich ist es leicht, Geschädigten Naivität oder mangelhafte Menschenkenntnis vorzuhalten. Bevor Sie an Ihrem Urteilsvermögen zweifeln: Es ist gerade die große (vielleicht die einzige) Stärke falscher Freunde, andere zu manipulieren und ihr Vertrauen auszunutzen. Sie sind Meister darin, ihren Egoismus und Narzissmus zu verschleiern und ihre eigennützige Zuneigung hinter einem Zauber billiger Worte und strategischer Gesten zu verbergen. Ihre kargen Worte schmecken anfangs gut, wirken aber wie schleichendes Gift.

Es ist nicht Naivität, die uns auf sie hereinfallen lässt, sondern vielmehr unser guter Wille. Betroffene wollen an das Gute im Menschen glauben. Unbedingt. Auch dann noch, wenn es schon erste Warnzeichen oder Zweifel gibt. Motto: „Das kann er/sie unmöglich getan oder gesagt haben!“ Betroffene sind entschiedene Menschenfreunde mit einem hohen Maß an Offenheit und der Bereitschaft, ihrem Gegenüber viel emotionalen Kredit, Sympathie und Vorschusslorbeeren zu schenken. Bis zum Tag des bösen Erwachsens.

Wie erkenne ich falsche Freunde?

Lebenserfahrung ist der beste Schutz vor falschen Freunden. Die gute Nachricht ist: Mit steigendem Alter erkennen wir falsche Menschen immer besser. Ebenso in Krisen. Aber auch davor gibt es veritable Anzeichen, woran sich falsche Freunde erkennen lassen:

  • Falsche Freunde sind missgünstig.
  • Sie freuen sich allenfalls gebremst für uns.
  • Falsche Freunde sind auffällig unzuverlässig.
  • Sie reden lieber über sich und hören kaum zu.
  • Falsche Freunde stecken generell voller Eifersucht.
  • Sie haben häufig einen harschen Ton.
  • Falsche Freunde hinterlassen ein schlechtes Gefühl.
  • Sie entschuldigen sich nur selten.
  • Falsche Freunde reden hinter unserem Rücken über uns.
  • Sie verurteilen uns für unsere Fehler.
  • Falsche Freunde sind launisch nutzen uns als Blitzableiter.
  • Sie sind extrem nachtragend.
  • Falsche Freunde nehmen selten Rücksicht.
  • Sie sind besser im Nehmen als im Geben.
  • Falsche Freunde lügen viel und stecken voller Widersprüche.
  • Sie knüpfen Ihre Freundschaft an Bedingungen.

Ganz oft agieren falsche Freunde wie getarnte Rivalen: Sie wollen zwar, dass es bei uns gut läuft – aber bitte nie besser als bei ihnen selbst. Zwar unterstützen Sie uns. Aber eben nur solange, wie wir bloß nicht über ihren Schatten hinauswachsen. In dem Fall beginnen sie sofort, sich von uns zu distanzieren oder gar unseren Erfolg zu sabotieren.

All diese Signale sollten Sie wahrnehmen und nicht ignorieren. Natürlich kann all das ebenso in einer gesunden Freundschaft vorkommen. Auch beste Freunde sind nicht perfekt. Aber gehäuft und chronisch sind das ernstzunehmende Warnzeichen für einen falschen Freund, fiesen Charakter und emotionalen Parasiten. In diesem Fall sollten Sie entsprechende Konsequenzen ziehen. Schon aus Selbstschutz.

Toxische Typen: Hüten Sie sich vor diesen Menschen

Der Wolf im Schafspelz tarnt sich zwar gut. Hin und wieder aber lassen die falschen Typen ihre Maske fallen oder entlarven sich selbst. Die folgenden Typen sind toxisch. Wann immer Sie diese erkennen, sollten Sie auf Abstand gehen (Der Einheitlich halber sind alle Typen in männlicher Form verfasst – es gibt sie natürlich auch unter Frauen und Freundinnen):

  • Der Heuchler
    Er gehört zum Standardinventar bei falschen Freunden: Er lügt Sie an, erzählt Ihnen, was Sie hören wollen, aber nie die Wahrheit. Im schlimmsten Fall lästert er hinter Ihrem Rücken auch noch über Sie. Ihnen gegenüber tut er, als sei alles in Ordnung. Anderen erzählt er, dass er Ihnen direkt gesagt habe, wie aussichtslos Ihre Idee sei.
  • Der Opportunist
    Geht es ihm schlecht, ruft er sie auch nachts um drei an. Aber wehe, es brennt mal bei Ihnen. Dann hat er plötzlich keine Zeit mehr. Typisch Schönwetterfreund. Oder sein Verhalten ist abhängig vom Umfeld. In bestimmten Kreisen sind Sie beide „best friends forever“. Außerhalb dieser Gruppe aber kennt er sie kaum. Das Verhalten gibt es auch umgekehrt: Zu zweit lachen Sie über dieselben Dinge. Sobald Sie sich unter Leuten bewegen, die beispielsweise hierarchisch höher stehen, lässt er Sie wie eine heiße Kartoffel fallen, falls ihm das nutzt.
  • Der Kritiker
    Egal was Sie tun, es ist nicht gut genug. Dieser toxische Typ weiß alles besser – und alles unter dem Deckmantel, Ihnen nur helfen zu wollen. Lösungsorientiert ist seine Kritik allerdings nie. Während er sie auseinandernimmt, geht es ihnen immer schlechter. Subtil vermittelt er ihnen, ein Loser zu sein, der diesen Freund braucht. Ohne ihm wären sie ein Nichts. Verloren.
  • Der Rivale
    Was Sie haben, braucht er auch. Immer. Idealerweise aber größer, besser, schneller. Sie kaufen sich ein neues Smartphone – seins ist 600 Euro teurer und kann mehr. So geht das in allen Bereichen, auch im Job. Das kann zwar dazu führen, dass man sich gegenseitig pusht. Auf Dauer aber ist dieser Typ anstrengend. Immer muss er im Mittelpunkt stehen und vermittelt Ihnen das Gefühl, minderwertig zu sein.
  • Der Parasit
    Er fühlt sich gut, solange es Ihnen schlecht geht. Er braucht ihr Leid, um sich selbst besser oder überlegen zu fühlen. Sobald Sie aus seinem Schatten treten, zieht er Sie wieder runter. Denn jeder andere Erfolg nagt an seinem Selbstwertgefühl. Es speist sich aus extremen Konkurrenzdenken: Man kann nur gewinnen, wenn andere verlieren. Tödlich giftig!
  • Der Umformer
    Falsche Freunde wie dieser versuchen, Sie ständig zu ändern. So, wie Sie sind, sind Sie nicht in Ordnung. Zu dick, zu dünn, zu langweilig, zu unmodisch, zu dumm, zu unsportlich, zu uncool… Das ist nicht nur hochgradig manipulativ, sondern auch das genaue Gegenteil der Definition für einen Freund: Der liebt Sie, weil Sie sind, wer und wie Sie sind – und schämt sich auch nicht für Sie.

Falsche Freunde im Job

Einen Sonderfall stellen „falsche Freunde“ im Job dar. Dabei handelt es sich weniger um toxische Kollegen, die Ihnen böse mitspielen, sondern vielmehr um falsche Unterstützer zum falschen Zeitpunkt. Motto: Gut gemeint ist der kleine Bruder von Scheiße.

Ein Beispiel: Sie sitzen im Meeting und diskutieren mit dem Chef über zu hohe Arbeitsbelastung. Da springt Ihnen ausgerechnet jener Kollege zur Seite, der bei allen als Hundertsassa und chronischer Faulpelz bekannt ist. Natürlich findet auch der, dass er zu viel für sein Geld tun muss. Apropos: Wann gibt’s eigentlich die nächste Gehaltserhöhung? Dumm gelaufen. Besser ließ sich das Thema nicht beerdigen.

Manchmal entwickeln sich die Dinge schneller als Keime in einer Petrischale. Meinungen werden ausgetauscht, die Debatten werden hitzig und Allianzen bilden sich nahezu automatisch. Selbst die besten Positionen und Argumente können aber dramatisch an Kraft verlieren, wenn sie von jenen mitgetragen werden, die sie durch ihren Lebenswandel oder durch ihre Wortwahl ad absurdum führen. Diese falschen Freunde meinen es wirklich gut, mutieren aber trotzdem zu Stuhlbeinsägern und Königsmördern.

Schützen und retten können Sie davor kaum. Allenfalls können Sie sich davon distanzieren und zum falschen Unterstützer erkennbar auf Abstand gehen, ohne die Haltung zu wechseln. So lässt sich die gekippte Debatte womöglich nicht mehr retten – zumindest aber die eigene Reputation. Ansonsten gilt: Suchen Sie sich lieber vorher ein, zwei gute Unterstützer und Argumente als Fundament. Das reißen dann auch falsche Freunde so schnell nicht ein.


Wie geht man mit falschen Freunden um?

Zunächst: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Es hat sehr wahrscheinlich einen Grund, warum Sie im Internet nach diesem Thema gegoogelt oder auf Karrierebibel diesen Artikel gesucht und angeklickt haben. Falls Sie in Ihrem Umfeld einen oder mehrere falsche Freunde erkannt haben, sollten Sie handeln. Wir empfehlen für den Umgang mit toxischen Menschen vier Schritte:

  1. Sprechen Sie das Verhalten an. Suchen Sie zuerst das Gespräch unter vier Augen. Sprechen Sie den „Freund“ auf sein Verhalten an und zeigen Sie durch „Ich-Botschaften“ auf, wie Sie sich dabei fühlen. Geben Sie Beispiele für solche Situationen und erklären Sie, was Sie eigentlich erwartet hätten. Manchen ist ihr Fehlverhalten gar nicht bewusst. So können Sie im ersten Anlauf versuchen, die Freundschaft zu retten und zu einer Lösung zu finden.
  2. Zeigen Sie die Konsequenzen auf. Manchmal helfen nur klare Ansagen. Machen Sie Ihrem Noch-Freund deutlich, was Sie unter einer Freundschaft verstehen und von einem wahren Freund oder eine Freundin erwarten – zum Beispiel Verlässlichkeit, Loyalität, Empathie. Zeigen Sie zugleich glaubwürdige Konsequenzen auf, sollte sich das Verhalten nicht ändern.
  3. Beobachten Sie die Entwicklung. Schärfen Sie Ihr Sensorium und blicken Sie nach ein paar Tagen oder Wochen auf die Entwicklung Ihrer Beziehung: Hat sich der Freund oder die Freundin den Warnschuss zu Herzen genommen, ändert das Verhalten und geht wieder mehr auf Sie ein? Investiert er oder sie in die Beziehung? Dann ist sie ihm oder ihr etwas wert. Andernfalls war das nie der Fall.
  4. Ziehen Sie Konsequenzen. Auch wenn die Erkenntnis schmerzhaft ist: Falsche Freunde frühzeitig zu erkennen, bewahrt Sie vor viel Kummer und Enttäuschungen in der Zukunft. Hier hilft nur ein beherzter Schritt und Schlussstrich: Beenden Sie die Freundschaft (die nie eine war) und vermeiden Sie den Kontakt künftig so gut Sie können. Höflich, aber distanziert.

Toxische Menschen Erkennen Meiden Grafik

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
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Genügsamkeit: Mehr Freiheit und Leben gewinnen https://karrierebibel.de/genuegsamkeit/ Sun, 27 Sep 2020 05:00:47 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=73716

Was wir nicht haben – das wollen wir umso mehr. Überhaupt mehr, mehr, mehr: Ehrgeizige Ziele zu haben, ist wichtig und macht erfolgreich. Glücklicher aber macht Genügsamkeit. Die Tugend ist KEIN Gegenentwurf zur Strebsamkeit, sondern ein wichtiger Begleiter. Ohne Genügsamkeit wären wir ruhelos, mit Erreichtem nie zufrieden. Wir würden nie ankommen, nie unseren wahren Reichtum erkennen. Sicher, es ist ein schwieriger Lebensstil, genügsam zu sein und gleichzeitig noch vieles erreichen zu wollen. Aber es geht! Wir zeigen, wie sich Genügsamkeit lernen und so ein glückliches Leben gewinnen lässt…

Bedeutung: Was ist Genügsamkeit?

Genügsamkeit bedeutet, mit dem, was man hat, zufrieden und glücklich zu sein. Ein genügsames Leben zeichnet sich dadurch aus, nicht mehr zu brauchen als nötig ist. Es kann sogar bedeuten, mit ganz wenig glücklich zu sein (siehe: Minimalismus). Ein einfaches Leben mit wenig Besitz, das einen dennoch erfüllt und sich trotzdem unglaublich reich anfühlt.

Gefangen im goldenen Hamsterrad

Es ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft, nach etwas zu streben oder zu suchen: dem perfekten Partner, der vollkommenen Liebe, beruflichem Erfolg, finanzieller Freiheit… Hinter jedem Glück steckt eine starke Sehnsucht. Das Streben nach Glück ist selbst eine solche Sehnsucht. Doch sind Ehrgeiz und Anspruchsdenken auch gefährlich. Wer ihnen verfällt, dem reicht bald nichts mehr. Es gibt immer noch ein Höher, Weiter, Schneller. Was bleibt (und nagt) ist das Gefühl, dass es immer noch zu wenig ist.

Die Gefahr, die in der ewigen Steigerung lauert, ist das Rattenrennen und Hamsterrad, in das wir freiwillig einsteigen. Auf der Suche nach dem Traumjob, der nächst höheren Gehaltsstufe oder dem größeren Luxus und Wohlstand machen wir uns zu Gefangenen externer Maßstäbe. Irgendwas fehlt eben immer. Selbst wenn wir ein Ziel erreichen, beginnen wir gleich wieder von vorne. Eine galoppierende Lifestyle-Inflation.

Genügsamkeit schafft Freiheit

Dabei ist weniger oft mehr: Genügsamkeit stellt sich der stetigen Unzufriedenheit entgegen, hält inne – ohne sich wie Verzicht anfühlen zu müssen. Vielmehr ist sie eine Form der Achtsamkeit. Sie fokussiert auf das Hier und Jetzt. Das spiegelt sich auch in den zahlreichen Synonymen: Anspruchlosigkeit, Bescheidenheit, Schlichtheit, Einfachheit.

Genügsamkeit bedeutet, sich und sein Leben von unnötigem Ballast zu befreien. Wer genügsam lebt, konzentriert sich auf das Leben selbst – und weniger auf Besitz, Reichtum oder Prestige. Dabei gewinnen wir etwas enorm wertvolles: Freiheit. Ebenso Freizeit, Muße und Energie, um sich dem zu widmen, was einem selbst (!) wichtig ist.

Genügsamkeit begnügt sich mit dem, was wir viel zu oft als selbstverständlich erachten und deshalb geringschätzen: Gesundheit, Freunde, Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf… sowas. Auf nichts davon müssen wir verzichten. Allerdings sollten wir es wieder als Privileg erkennen und wertschätzen. Braucht es wirklich so viel mehr für ein glückliches Leben? Oft fehlt uns zum Glück nur eines: die richtige Einstellung. Und die Erkenntnis, wie gut es uns längst geht. Immobilien machen immobil und materielle Dinge unfrei. Was laut zahlreichen wissenschaftlichen Studien und Philosophen (siehe Zitate) tatsächlich glücklich und das Leben wertvoll macht, sind gute Beziehungen, Erfahrungen und schöne Erlebnisse.

Genügsamkeit: Zitate & Sprüche

  • „Sich mit wenigem begnügen ist schwer, sich mit vielem begnügen unmöglich.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)
  • „Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen.“ (Theodor Fontane)
  • „Es gibt nur ein Mittel, sich wohl zu fühlen: Man muss lernen, mit dem Gegebenen zufrieden zu sein und nicht immer das verlangen, was gerade fehlt.“ (Theodor Fontane)
  • „Das wahre Glück ist die Genügsamkeit.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
  • „Alles, was man will, kann niemand haben. Eines aber kann man: das nicht zu begehren, was man nicht hat, und heiteren Sinnes das genießen, was man hat.“ (Seneca)
  • „Die Ironie will es so, dass wir dann, wenn wir das Objekt unserer Wünsche erlangt haben, immer noch nicht zufrieden sind. Auf diese Weise nimmt die Begierde nie ein Ende und ist eine ständige Quelle der Schwierigkeiten. Das einzige Gegenmittel ist die Genügsamkeit.“ (Dalai Lama)
  • „Reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt.“ (Mahatma Gandhi)
  • „Es geht nicht darum, wie viel wir besitzen, sondern wie viel wir genießen, das sorgt für Glücksgefühl.“ (Charles Huddon Spurgeon)
  • „Was Kronen nicht vermögen, das vermag Genügsamkeit: sie macht ruhig und zufrieden.“ (Ignaz Felner)
  • „Ist der Mensch mäßig und genügsam, so ist auch das Alter keine schwere Last, ist er es nicht, so ist auch die Jugend voller Beschwerden.“ (Platon)
  • „Genügsamkeit ist natürlicher Reichtum, Luxus künstliche Armut.“ (Sokrates)
  • „Die Quelle unserer Unzufriedenheit liegt in unsern stets erneuerten Versuchen, den Faktor der Ansprüche in die Höhe zu schieben.“ (Arthur Schopenhauer)
  • „Glück ist Selbstgenügsamkeit.“ (Aristoteles)


Genügsamkeit lernen: 4 Tipps, wie Sie genügsamer werden

Genügsamkeit ist eine Tugend. Zum Glück eine, die sich lernen lässt. Selbst wenn in der Konsumgesellschaft die Mentalität wächst, viel hilft viel: Wahr ist eben auch – weniger ist mehr. Jedenfalls sehr oft. Im Folgenden finden Sie einfache Tipps, mit denen sich Genügsamkeit lernen lässt.

Schauen Sie auf das, was Sie haben

Der erste Schritt zu mehr Genügsamkeit führt über eine einfache Bestandsaufnahme. Blicken Sie objektiv auf Ihr Leben und nehmen Sie auch scheinbar Selbstverständliches wahr. Was haben Sie schon alles? Gemeint sind nicht nur materielle Dinge, sondern all das, was Sie nicht anfassen können: Gesundheit, Freunde, Familie, ein Beruf, Ihre Lebensfreude, persönlichen Stärken und Talente sowie viele Chancen, die sich Ihnen bieten.

Entwickeln Sie größere Dankbarkeit

Dankbarkeit ist der beste und zugleich edelste Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit. Sie ist das perfekte Gegenmittel gegen Frust, Neid und Ärger. Dankbarkeit ist wie durchatmen. Dankbar zu sein, ist ebenfalls eine Haltung, ein Lebensgefühl. Dahinter steckt zutiefst empfundene Wertschätzung und tiefe Anerkennung für einen Zustand oder eine Zuwendung. Oder wie es Jean-Baptiste Massillon ausgedrückt hat: „Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.“ Schon die Freude über die kleinen Dinge des Lebens führt nachweislich zu mehr Glück.

Hören Sie auf, sich zu vergleichen

Ständige Vergleiche mit anderen richten enormen seelischen Schaden an. Sie sind eine Kampfansage an unser Selbstbewusstsein und schüren Minderwertigkeitsgefühle. Problematisch wird es immer dann, wenn diese Vergleiche zum Maßstab für unseren Selbstwert beziehungsweise unser Selbstwertgefühl werden. Wenn sie eben nicht dem Ansporn dienen, sondern zu einem relativen Erfolgsdruck führen und uns nur noch die eigenen Unzulänglichkeiten sehen lassen. Dann können Bitterkeit, Neid oder sogar eine veritable Depression die Folgen sein. Umso wichtiger ist, das ständige Vergleichen zu stoppen.

Genießen Sie das Leben – jetzt

Bei allem Streben denken wir an den künftigen Nutzen. Die Zukunft ist immer besser als die Gegenwart. Die Sichtweise führt in einen gefährlichen Tunnelblick, bei dem wir all das Schöne und Gute um uns herum übersehen. Es ist als würden wir mit Scheuklappen durchs Leben rasen. Genügsamkeit verschafft uns hierbei eine heilsame Verschnaufpause. Das Leben ist zu kurz für „irgendwann“! Genießen Sie also Ihre Zeit, denn Sie leben jetzt und heute. Morgen können Sie gestern nicht nachholen.

Genug: Auch Genügsamkeit hat Grenzen

Genügsamkeit befreit und besitzt viele Vorteile. Sie hat aber auch Grenzen. Wie bei allem gilt auch bei Bescheidenheit und Einfachheit: Die Dosis macht das Gift. So sehr Genügsamkeit die Zufriedenheit steigert, so sehr kann sie umgekehrt Motivation und Eifer ausbremsen. Zum Beispiel dann, wenn wir uns ZU FRÜH mit etwas zufrieden geben oder mit dem Mittelmaß begnügen. Dann verharren wir unter unserem Potenzial.

In dem Fall kann die positive Seite der Genügsamkeit irgendwann ins Gegenteil umschlagen und zu Unzufriedenheit führen. Wir erkennen, was wir alles aus unserem Leben hätten machen oder erreichen können. Stattdessen haben wir nur – bequem – nach dem Spatz in der Hand gegriffen. Es bleibt eben eine Gratwanderung: Sie sollten sich auch weiterhin hohe Ziele stecken und dürfen sich Ihre Ambitionen leisten – ohne zugleich die Gegenwart und Vergangenheit aus den Augen zu verlieren.

Was andere Leser dazu gelesen haben

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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Was wir nicht haben – das wollen wir umso mehr. Überhaupt mehr, mehr, mehr: Ehrgeizige Ziele zu haben, ist wichtig und macht erfolgreich. Glücklicher aber macht Genügsamkeit. Die Tugend ist KEIN Gegenentwurf zur Strebsamkeit, sondern ein wichtiger Begleiter. Ohne Genügsamkeit wären wir ruhelos, mit Erreichtem nie zufrieden. Wir würden nie ankommen, nie unseren wahren Reichtum erkennen. Sicher, es ist ein schwieriger Lebensstil, genügsam zu sein und gleichzeitig noch vieles erreichen zu wollen. Aber es geht! Wir zeigen, wie sich Genügsamkeit lernen und so ein glückliches Leben gewinnen lässt…

Bedeutung: Was ist Genügsamkeit?

Genügsamkeit bedeutet, mit dem, was man hat, zufrieden und glücklich zu sein. Ein genügsames Leben zeichnet sich dadurch aus, nicht mehr zu brauchen als nötig ist. Es kann sogar bedeuten, mit ganz wenig glücklich zu sein (siehe: Minimalismus). Ein einfaches Leben mit wenig Besitz, das einen dennoch erfüllt und sich trotzdem unglaublich reich anfühlt.

Gefangen im goldenen Hamsterrad

Es ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft, nach etwas zu streben oder zu suchen: dem perfekten Partner, der vollkommenen Liebe, beruflichem Erfolg, finanzieller Freiheit… Hinter jedem Glück steckt eine starke Sehnsucht. Das Streben nach Glück ist selbst eine solche Sehnsucht. Doch sind Ehrgeiz und Anspruchsdenken auch gefährlich. Wer ihnen verfällt, dem reicht bald nichts mehr. Es gibt immer noch ein Höher, Weiter, Schneller. Was bleibt (und nagt) ist das Gefühl, dass es immer noch zu wenig ist.

Die Gefahr, die in der ewigen Steigerung lauert, ist das Rattenrennen und Hamsterrad, in das wir freiwillig einsteigen. Auf der Suche nach dem Traumjob, der nächst höheren Gehaltsstufe oder dem größeren Luxus und Wohlstand machen wir uns zu Gefangenen externer Maßstäbe. Irgendwas fehlt eben immer. Selbst wenn wir ein Ziel erreichen, beginnen wir gleich wieder von vorne. Eine galoppierende Lifestyle-Inflation.

Genügsamkeit schafft Freiheit

Dabei ist weniger oft mehr: Genügsamkeit stellt sich der stetigen Unzufriedenheit entgegen, hält inne – ohne sich wie Verzicht anfühlen zu müssen. Vielmehr ist sie eine Form der Achtsamkeit. Sie fokussiert auf das Hier und Jetzt. Das spiegelt sich auch in den zahlreichen Synonymen: Anspruchlosigkeit, Bescheidenheit, Schlichtheit, Einfachheit.

Genügsamkeit bedeutet, sich und sein Leben von unnötigem Ballast zu befreien. Wer genügsam lebt, konzentriert sich auf das Leben selbst – und weniger auf Besitz, Reichtum oder Prestige. Dabei gewinnen wir etwas enorm wertvolles: Freiheit. Ebenso Freizeit, Muße und Energie, um sich dem zu widmen, was einem selbst (!) wichtig ist.

Genügsamkeit begnügt sich mit dem, was wir viel zu oft als selbstverständlich erachten und deshalb geringschätzen: Gesundheit, Freunde, Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf… sowas. Auf nichts davon müssen wir verzichten. Allerdings sollten wir es wieder als Privileg erkennen und wertschätzen. Braucht es wirklich so viel mehr für ein glückliches Leben? Oft fehlt uns zum Glück nur eines: die richtige Einstellung. Und die Erkenntnis, wie gut es uns längst geht. Immobilien machen immobil und materielle Dinge unfrei. Was laut zahlreichen wissenschaftlichen Studien und Philosophen (siehe Zitate) tatsächlich glücklich und das Leben wertvoll macht, sind gute Beziehungen, Erfahrungen und schöne Erlebnisse.

Genügsamkeit: Zitate & Sprüche

  • „Sich mit wenigem begnügen ist schwer, sich mit vielem begnügen unmöglich.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)
  • „Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen.“ (Theodor Fontane)
  • „Es gibt nur ein Mittel, sich wohl zu fühlen: Man muss lernen, mit dem Gegebenen zufrieden zu sein und nicht immer das verlangen, was gerade fehlt.“ (Theodor Fontane)
  • „Das wahre Glück ist die Genügsamkeit.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
  • „Alles, was man will, kann niemand haben. Eines aber kann man: das nicht zu begehren, was man nicht hat, und heiteren Sinnes das genießen, was man hat.“ (Seneca)
  • „Die Ironie will es so, dass wir dann, wenn wir das Objekt unserer Wünsche erlangt haben, immer noch nicht zufrieden sind. Auf diese Weise nimmt die Begierde nie ein Ende und ist eine ständige Quelle der Schwierigkeiten. Das einzige Gegenmittel ist die Genügsamkeit.“ (Dalai Lama)
  • „Reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt.“ (Mahatma Gandhi)
  • „Es geht nicht darum, wie viel wir besitzen, sondern wie viel wir genießen, das sorgt für Glücksgefühl.“ (Charles Huddon Spurgeon)
  • „Was Kronen nicht vermögen, das vermag Genügsamkeit: sie macht ruhig und zufrieden.“ (Ignaz Felner)
  • „Ist der Mensch mäßig und genügsam, so ist auch das Alter keine schwere Last, ist er es nicht, so ist auch die Jugend voller Beschwerden.“ (Platon)
  • „Genügsamkeit ist natürlicher Reichtum, Luxus künstliche Armut.“ (Sokrates)
  • „Die Quelle unserer Unzufriedenheit liegt in unsern stets erneuerten Versuchen, den Faktor der Ansprüche in die Höhe zu schieben.“ (Arthur Schopenhauer)
  • „Glück ist Selbstgenügsamkeit.“ (Aristoteles)


Genügsamkeit lernen: 4 Tipps, wie Sie genügsamer werden

Genügsamkeit ist eine Tugend. Zum Glück eine, die sich lernen lässt. Selbst wenn in der Konsumgesellschaft die Mentalität wächst, viel hilft viel: Wahr ist eben auch – weniger ist mehr. Jedenfalls sehr oft. Im Folgenden finden Sie einfache Tipps, mit denen sich Genügsamkeit lernen lässt.

Schauen Sie auf das, was Sie haben

Der erste Schritt zu mehr Genügsamkeit führt über eine einfache Bestandsaufnahme. Blicken Sie objektiv auf Ihr Leben und nehmen Sie auch scheinbar Selbstverständliches wahr. Was haben Sie schon alles? Gemeint sind nicht nur materielle Dinge, sondern all das, was Sie nicht anfassen können: Gesundheit, Freunde, Familie, ein Beruf, Ihre Lebensfreude, persönlichen Stärken und Talente sowie viele Chancen, die sich Ihnen bieten.

Entwickeln Sie größere Dankbarkeit

Dankbarkeit ist der beste und zugleich edelste Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit. Sie ist das perfekte Gegenmittel gegen Frust, Neid und Ärger. Dankbarkeit ist wie durchatmen. Dankbar zu sein, ist ebenfalls eine Haltung, ein Lebensgefühl. Dahinter steckt zutiefst empfundene Wertschätzung und tiefe Anerkennung für einen Zustand oder eine Zuwendung. Oder wie es Jean-Baptiste Massillon ausgedrückt hat: „Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.“ Schon die Freude über die kleinen Dinge des Lebens führt nachweislich zu mehr Glück.

Hören Sie auf, sich zu vergleichen

Ständige Vergleiche mit anderen richten enormen seelischen Schaden an. Sie sind eine Kampfansage an unser Selbstbewusstsein und schüren Minderwertigkeitsgefühle. Problematisch wird es immer dann, wenn diese Vergleiche zum Maßstab für unseren Selbstwert beziehungsweise unser Selbstwertgefühl werden. Wenn sie eben nicht dem Ansporn dienen, sondern zu einem relativen Erfolgsdruck führen und uns nur noch die eigenen Unzulänglichkeiten sehen lassen. Dann können Bitterkeit, Neid oder sogar eine veritable Depression die Folgen sein. Umso wichtiger ist, das ständige Vergleichen zu stoppen.

Genießen Sie das Leben – jetzt

Bei allem Streben denken wir an den künftigen Nutzen. Die Zukunft ist immer besser als die Gegenwart. Die Sichtweise führt in einen gefährlichen Tunnelblick, bei dem wir all das Schöne und Gute um uns herum übersehen. Es ist als würden wir mit Scheuklappen durchs Leben rasen. Genügsamkeit verschafft uns hierbei eine heilsame Verschnaufpause. Das Leben ist zu kurz für „irgendwann“! Genießen Sie also Ihre Zeit, denn Sie leben jetzt und heute. Morgen können Sie gestern nicht nachholen.

Genug: Auch Genügsamkeit hat Grenzen

Genügsamkeit befreit und besitzt viele Vorteile. Sie hat aber auch Grenzen. Wie bei allem gilt auch bei Bescheidenheit und Einfachheit: Die Dosis macht das Gift. So sehr Genügsamkeit die Zufriedenheit steigert, so sehr kann sie umgekehrt Motivation und Eifer ausbremsen. Zum Beispiel dann, wenn wir uns ZU FRÜH mit etwas zufrieden geben oder mit dem Mittelmaß begnügen. Dann verharren wir unter unserem Potenzial.

In dem Fall kann die positive Seite der Genügsamkeit irgendwann ins Gegenteil umschlagen und zu Unzufriedenheit führen. Wir erkennen, was wir alles aus unserem Leben hätten machen oder erreichen können. Stattdessen haben wir nur – bequem – nach dem Spatz in der Hand gegriffen. Es bleibt eben eine Gratwanderung: Sie sollten sich auch weiterhin hohe Ziele stecken und dürfen sich Ihre Ambitionen leisten – ohne zugleich die Gegenwart und Vergangenheit aus den Augen zu verlieren.

Was andere Leser dazu gelesen haben

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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Sagen Sie nie NICHT im Vorstellungsgespräch! https://karrierebibel.de/einschraenkungen-vorstellungsgespraech/ Sat, 26 Sep 2020 10:00:25 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=46623

Angenommen, Sie sitzen im Vorstellungsgespräch und sollen ein flammendes Plädoyer über Ihre Vorzüge starten; welche Erfolge Sie schon erzielt haben; warum Sie glauben, die beste Besetzung für diesen Job zu sein, so was. Natürlich ist Ihnen das ein bisschen peinlich. Jedem geht das so. Selbstlob klingt eben immer schrecklich unbescheiden… Also beginnen Sie Ihre Selbstpräsentation mit einer klassischen Anmoderation: „Ich will ja nicht prahlen, aber…“ Riesenfehler!

Man kann nicht nicht denken

Psychologen der Eastern University Washington kamen schon vor einiger Zeit zu dem Ergebnis: Solche Einschränkungen bewirken das genaue Gegenteil, der Bewerber klingt nun erst recht wie ein Prahlhans. Kandidaten, die während der entsprechenden Experimente solche Formulierungen verwendeten, galten gar als weniger intelligent. Wer dagegen selbstbewusst und ohne Anmoderationen seine Vorzüge darstellte, wurde signifikant positiver aufgenommen.

Warum das so ist?

Unser Gehirn kann kein „nicht“ denken. Versuchen Sie zum Beispiel jetzt bitte einmal nicht an eine Tasse Kaffee zu denken! Klappt nicht, oder?! Sie sehen die Tasse nun erst recht vor Ihrem geistigen Auge. Das ist zwar völlig normal, erklärt aber auch, warum zum Beispiel Verteidigungsstrategien, wie „Ich war das nicht“ selten erfolgreich sind. Hängen bleibt am Ende nur die Erkenntnis: „Ich war das.“ Schuldig im Sinne der Anklage…

Bloß keine falsche Bescheidenheit

Bestätigt wird das auch durch eine Studie von Norbert Schwarz, Psychologe an der Universität Michigan, die zugleich auf eine Untersuchung der beiden Psychologen Floyd Allport und Milton Lepkin aus dem Jahr 1945 zurückgeht. Die beiden fanden heraus, dass Menschen falscher Kriegspropaganda mehr Glauben schenkten, je öfter sie diese hörten. Oder kurz: Wiederholungen sind mächtiger als die Wahrheit. Es ist das Prinzip der urbanen Legenden: Man muss den Leuten den Mist nur oft genug einbimsen, dann glauben sie irgendwann, dass es stimmt.

Je öfter Sie also betonten, etwas „nicht“ zu tun oder zu wollen, desto mehr merken sich die Leute die Botschaft ohne der Beteuerung. Bescheidenheit ist eine Zier – in der Bewerbung läuft’s besser ohne ihr. Zumindest sollten Sie auf etwaige Entschuldigungen vorab verzichten. Das lässt sich übrigens auch auf andere Jobsituationen übertragen:

  • „Ich möchte ja NICHT unhöflich erscheinen, aber…“
  • „Ich will mich NICHT beschweren, aber…“
  • „Ich möchte Euch das Projekt ja NICHT versauen, aber…“
  • „Ich will dir deine Idee NICHT kaputt reden, aber…“

All diese Versuche, Ihre Hände in Unschuld zu waschen, führen exakt zum Gegenteil. Sie erscheinen unhöflich, beschweren sich und reden anderen die Idee kaputt. Schlauer ist, wer darauf verzichtet.

[Bildnachweis: Production Perig by Shutterstock.com]

Noch mehr Tipps zum Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräch: Alle Tipps

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Vorstellungsgespräch Englisch
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Typische Fragen
Diese 100 Fragen können kommen
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Stressfragen
Was sind Ihre Schwächen?
Was sind Ihre Stärken?
Warum sollten wir Sie einstellen?
Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
Warum haben Sie gekündigt?
Unzulässige Fragen
Rückfragen an Personaler

Tipps & Tricks
Vorstellungsgespräch trainieren
Bewerbungsgespräch Fehler
Notlügen im Vorstellungsgespräch
Körpersprache Tipps
Nervosität überwinden
Wohin mit den Händen?

Organisation
Vorstellungsgespräch bestätigen
Vorstellungsgespräch verschieben
Vorstellungsgespräch absagen
Vorstellungsgespräch abbrechen
Nachfassen nach dem Gespräch

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Angenommen, Sie sitzen im Vorstellungsgespräch und sollen ein flammendes Plädoyer über Ihre Vorzüge starten; welche Erfolge Sie schon erzielt haben; warum Sie glauben, die beste Besetzung für diesen Job zu sein, so was. Natürlich ist Ihnen das ein bisschen peinlich. Jedem geht das so. Selbstlob klingt eben immer schrecklich unbescheiden… Also beginnen Sie Ihre Selbstpräsentation mit einer klassischen Anmoderation: „Ich will ja nicht prahlen, aber…“ Riesenfehler!

Man kann nicht nicht denken

Psychologen der Eastern University Washington kamen schon vor einiger Zeit zu dem Ergebnis: Solche Einschränkungen bewirken das genaue Gegenteil, der Bewerber klingt nun erst recht wie ein Prahlhans. Kandidaten, die während der entsprechenden Experimente solche Formulierungen verwendeten, galten gar als weniger intelligent. Wer dagegen selbstbewusst und ohne Anmoderationen seine Vorzüge darstellte, wurde signifikant positiver aufgenommen.

Warum das so ist?

Unser Gehirn kann kein „nicht“ denken. Versuchen Sie zum Beispiel jetzt bitte einmal nicht an eine Tasse Kaffee zu denken! Klappt nicht, oder?! Sie sehen die Tasse nun erst recht vor Ihrem geistigen Auge. Das ist zwar völlig normal, erklärt aber auch, warum zum Beispiel Verteidigungsstrategien, wie „Ich war das nicht“ selten erfolgreich sind. Hängen bleibt am Ende nur die Erkenntnis: „Ich war das.“ Schuldig im Sinne der Anklage…

Bloß keine falsche Bescheidenheit

Bestätigt wird das auch durch eine Studie von Norbert Schwarz, Psychologe an der Universität Michigan, die zugleich auf eine Untersuchung der beiden Psychologen Floyd Allport und Milton Lepkin aus dem Jahr 1945 zurückgeht. Die beiden fanden heraus, dass Menschen falscher Kriegspropaganda mehr Glauben schenkten, je öfter sie diese hörten. Oder kurz: Wiederholungen sind mächtiger als die Wahrheit. Es ist das Prinzip der urbanen Legenden: Man muss den Leuten den Mist nur oft genug einbimsen, dann glauben sie irgendwann, dass es stimmt.

Je öfter Sie also betonten, etwas „nicht“ zu tun oder zu wollen, desto mehr merken sich die Leute die Botschaft ohne der Beteuerung. Bescheidenheit ist eine Zier – in der Bewerbung läuft’s besser ohne ihr. Zumindest sollten Sie auf etwaige Entschuldigungen vorab verzichten. Das lässt sich übrigens auch auf andere Jobsituationen übertragen:

  • „Ich möchte ja NICHT unhöflich erscheinen, aber…“
  • „Ich will mich NICHT beschweren, aber…“
  • „Ich möchte Euch das Projekt ja NICHT versauen, aber…“
  • „Ich will dir deine Idee NICHT kaputt reden, aber…“

All diese Versuche, Ihre Hände in Unschuld zu waschen, führen exakt zum Gegenteil. Sie erscheinen unhöflich, beschweren sich und reden anderen die Idee kaputt. Schlauer ist, wer darauf verzichtet.

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Erfolgsmethoden: Diese 28 Methoden sollten Sie kennen https://karrierebibel.de/erfolgsmethoden/ Sat, 26 Sep 2020 06:00:53 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=6244

Inzwischen haben Sie hier schon allerlei über faszinierende Psychoeffekte und überraschende Alltagsphänomene aus Psychologie und Soziologie gelesen und gelernt – heute sind die Erfolgsmethoden dran. Also klassische Vorgehensweisen zum Selbstmanagement oder planvolle Empfehlungen für mehr Kreativität…

Erfolgsmethoden, die auch Sie für sich nutzen können

(Methoden in alphabetischer Reihenfolge)

  1. Die 1-Minute-Methode ist die vermutlich kürzeste Methode der Welt. Das Prinzip entstammt der Kaizen-Philosophie: Widmen Sie sich JEDEN Tag eine Minute lang einer Sache, die Sie unbedingt angehen wollen. Selbst jemand, dessen Terminkalender bis zum Anschlag voll ist, wird eine Minute am Tag dafür erübrigen können. Das ist auch der Trick dahinter: Eine Minute ist nicht viel, daher ist die Überwindung nicht so groß. Wäre die Methode „die eine-Stunde-Methode“ geworden, wäre der Erfolg deutlich geringer.
  2. Die 10-10-10-Methode ist eine Art Zeitreise-Methode, um bessere und vor allem langfristige Entscheidungen zu treffen. Entwickelt wurden die Methode und die dazugehörigen Fragen von Suzy Welch, die als Schriftstellerin, Wirtschaftsjournalistin und Speakerin arbeitet. Das Ziel: Sich selbst bewusst zu machen, was nach einer Entscheidung tatsächlich passieren könnte. Die drei Fragen lauten:
    Entscheidung Treffen 10 10 10 Methode
  3. Die 10-20-30-Methode (oder -Regel) ist eine Methode zur Vermeidung des Beamerkomas bei Powerpoint-Präsentationen. Sie stammt von Guy Kawasaki und lautet: Eine Präsentation sollte nicht mehr als 10 Folien umfassen, unter 20 Minuten dauern und eine Schriftgröße von mindestens 30 Punkt aufweisen.
  4. Die 2-Taschen-Methode hilft, nach einem Geschäftstreffen eingesteckte Visitenkarten besser zu sortieren: Karten von Leuten, zu denen Sie weiterhin Kontakt halten möchten, verwahren Sie in der rechten Tasche, die Nervensägen in der linken (oder umgekehrt – das ist Geschmacksache). Den Unterschied merkt kein Mensch, aber die Entsorgung fällt hinterher wesentlich leichter.
  5. Die 25.000-Dollar-Methode verdankt ihren Namen einer wahren Begebenheit vor rund hundert Jahren: Der amerikanische Industrielle und Stahlmagnet Charles Michael Schwab, beschäftigte sich kontinuierlich mit Verbesserungsprozessen. Er beauftragte den Berater Ivy Ledbetter Lee mit der Optimierung der Arbeitsprozesse. Der Geschichte nach stellte Ivy Lee nach drei Monaten seine Vorschläge mit den Worten vor, Schwab solle ihm zahlen, was ihm die Arbeit wert sei. Offenbar war sie wertvoll: Schwab überreichte Ivy Lee für die Entwicklung seiner Methode einen Scheck in Höhe von 25.000 Dollar, daher der Name der Methode. Um die Dimensionen zu verdeutlichen: 25.000 Dollar waren 1918 ein Vermögen und entsprächen heute rund 400.000 Dollar. Nach ihrem Erfinder wird die 25.000-Dollar-Methode übrigens auch „Ivy-Lee-Methode“ genannt.
  6. Die 5S-Methode ist ein systematisches Ordnungskonzept für den Arbeitsplatz und die Arbeitsumgebung, um sich besser auf die eigentliche Arbeit konzentrieren zu können. Das dient nicht nur der eigenen Produktivität, sondern verbessert auch noch die Organisation und Arbeitsprozesse.
  7. Die 60-Minuten-Methode sorgt dafür, dass Sie sich jeden Tag – egal wie stressig er auch ist – eine Stunde lang Ihren wichtigsten Aufgaben und Projekten widmen. Keine Telefonate beantworten, keine E-Mails schreiben, nicht mit Kollegen plaudern. 60 Minuten gehören nur der wichtigsten Aufgabe. Was nach einer eher kurzen Zeit klingt, ist in der Realität meist ausreichend, um eine Menge zu schaffen und damit langfristig den Druck zu reduzieren, der sich immer weiter aufbauen würde, da wichtige Projekte und To Dos liegen bleiben. Die 60-Minuten-Methode ist daher besonders gut geeignet, um eine Struktur in Ihren Arbeitstag zu bringen und zu garantieren, dass Sie die Prioritäten trotz Stress nicht aus den Augen verlieren.
  8. Die 6-3-5 Methode kann helfen, binnen kurzer Zeit eine Vielzahl neuer Ideen zu generieren. Entwickelt wurde die 6-3-5 Methode bereits 1968 vom Unternehmensberater Bernd Rohrbach. Dabei werden 6 Teilnehmer gebeten, jeweils 3 Ideen auf ein Stück Papier zu schreiben. Diese sollten sich natürlich voneinander unterscheiden und die Fragestellung oder das Problem aus möglichst verschiedenen Perspektiven angehen. Anschließend werden die Zettel 5 Mal weitergereicht, bis jeder Teilnehmer einmal jede Ideenliste vor sich liegen hatte.
  9. Die ABC-Methode (auch ABC-Analyse) ist ein Zeitmanagement-Instrument und nimmt Rücksicht auf sogenannte Links- und Rechtshirner. Laut Theorie dominiert bei manchen Menschen die linke Gehirnhälfte, sie mögen Zahlen, Fakten, Pläne, Systeme. Die meisten Selbstmanagement-Methoden richten sich an sie. Rechtshirner dagegen sind chaotisch, kreativ, spontan. Mit Plänen kommen sie nicht zurecht. Deshalb gibt es für sie die ABC-Methode: Sie steht dafür, anfallenden Aufgaben nur nach Wichtigkeit zu ordnen: A für sehr wichtig (sofort erledigen), B für weniger wichtig (später erledigen oder delegieren) und C für kaum wichtig bis unwichtig (delegieren oder verwerfen).

    Abc Analyse Methode Flussdiagramm Funktionsweise Bedeutung. Grafik

  10. Die ALPEN-Methode ist eine Art Tagesplan und steht für: Aufgaben aufschreiben, Länge einschätzen, Pufferzeit einplanen (maximal 60 Prozent der Arbeitszeit verplanen), Entscheidungen priorisieren und Nachkontrollieren (was man erreicht hat). Unerledigtes wird dann auf den nächsten Tag übertragen.
  11. Die Ausschluss-Methode ist eine recht überraschende Kreativtechnik. Dabei werden die Teilnehmer eines Brainstormings zum Beispiel erst gebeten, griffige Begriffe für eine Werbekampagne zu finden. Danach aber müssen Sie die Kampagne kreieren, OHNE einen der genannten Begriffe zu verwenden. So kommen die Teilnehmer mitunter auf ganz frische, und eben noch nicht abgenutzte Ideen.
  12. Die Disney-Methode ist eine Kreativtechnik und wurde vom US-Filmproduzenten Walter „Walt“ Elias Disney entwickelt, um Denkblockaden aufzuweichen. Danach entsteht Kreativität durch das Zusammenwirken dreier Typen, durch: a) den Träumer, b) den Realisten, c) den Kritiker.

    Der Träumer entwickelt zunächst eine visionäre Idee, der Realist konzentriert sich danach auf das Machbare – jedoch mit viel gutem Willen: Falls die Idee umgesetzt würde, was wäre dazu nötig? Was würde es kosten? Dann schlägt der Kritiker zu, stellt konstruktive (!) Fragen, prüft, analysiert und verbessert das vorläufige Ergebnis. Sobald der Kritiker keine Fragen mehr hat, der Realist von dem Gelingen des Projekts überzeugt und der Träumer begeistert ist, liegt ein optimales Ergebnis vor.

  13. Die Eisenhower-Methode (auch „Eisenhower-Prinzip“) geht auf den General und US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower zurück und ist eine Mischung aus klassischem Zeitmanagement und Postkorbübung. Dazu werden anfallende Aufgaben jeweils in zwei Kategorien unterteilt: wichtig oder unwichtig; dringend (eilig) oder nicht dringend. Dann legt man ein Koordinatensystem für diese Kategorien an – vertikal die Dringlichkeit, horizontal die Wichtigkeit. Dort werden alle Aufgaben schließlich eingetragen.

    Eisenhower Prinzip Matrix Beispiel Grafik

    Den Quadranten links unten können Sie gleich wieder vergessen. Das sind die unwichtigen, nicht eiligen Aufgaben. Die Aufgaben im Quadranten darüber (unwichtig, aber eilig) delegieren Sie. Die Aufgaben, die nicht eilig, aber wichtig sind (unten rechts), tragen Sie sich in den Kalender ein. Sie werden nach Möglichkeit abgearbeitet. Die Aufgaben oben rechts erledigen Sie sofort. Sie sind wichtig und eilig.

  14. Die Freeze-Frame-Methode wurde einst von Rollin McCraty entwickelt und ist eine Art Kunstpause gegen Stress. Dabei nehmen Sie, sobald Sie erkennen, wie der Stresspegel steigt, eine kurze Auszeit. Konzentrieren Sie sich ganz auf Ihre Körpermitte. Atmen Sie tief und langsam ein und aus. Versuchen Sie gleichzeitig den Kopf klar zu kriegen. Erinnern Sie sich an ein schönes Erlebnis. Es soll Ihnen helfen, die aktuelle Erregung zu vergessen. Konzentrieren Sie sich nun auf den Stressauslöser: Was kann Ihnen schlimmstenfalls passieren? Eben! Schon sinkt der Stresslevel.
  15. Die Getting-Things-Done-Methode (kurz GTD) ist ebenfalls Selbstmanagement-Werkzeug. Erfunden hat es David Allen. Dabei geht es im Kern um zwei Grundsätze: Zunächst alle Aufgaben – etwa per To-Do-Liste – sammeln, die erledigt werden müssen; anschließend diese in Teilschritte zerlegen und abarbeiten. GTD trennt allerdings Termine von Aufgaben. Erstere werden in einem Kalender eingetragen, Aufgaben gehören auf Listen. Beide zusammen fungieren als Werkzeuge zur Bewältigung des Alltags.
  16. Die Harvard-Methode (auch „Harvard-Konzept“) wurde in den frühen Achtziger Jahren an der gleichnamigen Universität entwickelt und ist eine Verhandlungstechnik. Sie besteht aus vier Grundsätzen:
    • 1. Menschen und Probleme werden getrennt voneinander behandelt.
    • 2. Verhandele Interessen – nicht Positionen.
    • 3. Entwickle Optionen, die für beide Seiten von Vorteil sind.
    • 4. Das Ergebnis muss auf objektiven Kriterien beruhen.

    Der letzte Punkt bedeutet, dass beide Seiten die Basis für die spätere Entscheidung als fair und neutral akzeptieren. Sie kennen dazu vielleicht das Lehrbuchbeispiel: Zwei Kinder sollen einen Kuchen teilen. Gerecht und neutral wäre: ein Kind teilt den Kuchen, das andere darf sein Stück zuerst auswählen. So kann sich hernach keiner über eine ungerechte Teilung beklagen.

  17. Die INSEL-Methode soll Bewerbern helfen, ihre persönlichen Eigenschaften gewinnbringender zu präsentieren. Dabei handelt es sich um ein Modell, dass aus fünf Faktoren besteht und in erster Linie der Selbstanalyse dient. Entwickelt wurde die INSEL-Methode vom Coach und Berater Markus Väth. Das Modell soll darauf eingehen, welche Fähigkeiten in Zukunft von Arbeitnehmer erwartet werden und hilft Bewerbern bei der Selbstanalyse.
  18. Die KonMari-Methode wurde durch das Buch „The Life-Changing Magic of Tidying up von Marie Kondo“ bekannt und erfreut sich – trotz ihrer zugegebenermaßen drastischen Vorgehensweise – großer Beliebtheit. Das Grundprinzip der KonMari-Methode ist denkbar einfach und lässt sich auf einen einzigen Satz kondensieren: Trennen Sie sich von allem, was Sie nicht glücklich macht. Aber wirklich! Tatsächlich soll man dabei jeden Gegenstand ansehen, bewerten und diesen aussortieren, wenn er kein Glücksgefühl auslöst. Das kann für manche emotional enorm belastend sein.
  19. Die Kuchen-Methode. Trotz des verlockenden Namens geht es bei der Kuchen-Methode (auch Kuchenback-Methode genannt) nicht darum, ein leckeres Stück Selbstgebackenes zu essen. Vielmehr adaptiert die Kuchen-Methode die klassischen Schritte beim Backen für die Ideenfindung und kann so zu völlig neuen Einfällen, Lösungen oder Geistesblitzen führen. Ziel kann es auch sein, Struktur und Klarheit in das eigene Gedankenchaos zu bringen. Schwirren Ihnen unzählige Gedanken im Kopf herum, kann die Methode für neue Ordnung sorgen und Ihnen dabei helfen, ein scheinbar komplexes und unlösbares Problem wieder klarer zu sehen.
  20. Die Osborn-Methode geht auf Alex Osborn, den Vater des Brainstormings zurück. Dabei wird versucht, mithilfe einer Art Fragenkaskade kreative Assoziationen im geschäftlichen oder privaten Umfeld zu wecken.
  21. Die Pareto-Methode (auch „Pareto-Prinzip“) wurde nach Vilfredo Frederico Pareto benannt und geht auf die Erkenntnis zurück, dass häufig in 20 Prozent der zur Verfügung stehenden Zeit 80 Prozent der Aufgaben erledigt werden können. Die restlichen 20 Prozent der Aufgaben benötigen indes 80 Prozent der Zeit.

    Daraus ergibt sich dann indirekt auch eine Art Selbstmanagement-Technik: Statt 100 Prozent der Aufgaben erfüllen zu wollen, ist es klüger, diese zu priorisieren und sich mit den Aufgaben zu beschäftigen, die nur 20 Prozent des Zeit- und Energieaufwandes benötigen, dafür aber 80 Prozent bringen.

  22. Die PIDEWaWa-Methode steht für: Positiv, Ist-Zustand, Detailliert, Erreichbar, Wann, Warum, wurde von der Zeitmanagement-Expertin Cordula Nussbaum erfunden. Sie bedeutet nichts anderes als seine Ziele positiv, im Präsens und konkret zu formulieren, damit man motiviert bleibt, sofort beginnen kann und auch genau weiß wie. Die Ziele müssen erreichbar, sprich realistisch sein. Man sollte sich dafür einen Zeitrahmen setzen (bis wann?) und auch begründen können, was einem daran so wichtig ist (warum?).
  23. Die Raikov Methode geht auf den russischen Psychotherapeuten Vladimir Raikov zurück. Er entdeckte die Methode des geborgten Genies: Dazu versetzte er seine Klienten in Tiefenhypnose und suggerierte ihnen, ein herausragender Kopf der Geschichte zu sein. Und tatsächlich: In diesem Zustand entwickelten seine Patienten annäherungsweise geniale Fertigkeiten – wie ihre Vorbilder.
  24. Die SCQA-Methode bringt mehr Struktur in Ihre Präsentationen. Sie geht auf ihre Erfinderin Barbara Minto zurück und wird daher auch oft als Minto-Pyramiden-Prinzip oder Pyramidales Prinzip bezeichnet. Sie soll Ihnen helfen, eine Argumentation (im Vortrag) in vier Schritten aufzubauen. Das Akronym besteht daher aus den englischen Anfangsbuchstaben für: Situation, Complication, Question, Answer. Kurz: Es geht darum, direkt zu Beginn das Interesse des Publikums so zu wecken, dass es bis zum Schluss zuhört noch bevor Sie die Lösungen präsentieren.
  25. Die Scrum-Methode ist heute fester Bestandteil des sogenannten agilen Projektmanagements. Die Scrum-Methode kommt ursprünglich aus der Softwareentwicklung. Dahinter steckt der Gedanke, dass Produktentwicklung mit Einzelkämpfern den heutigen Anforderungen von Schnelligkeit und Flexibilität nicht gewachsen ist. Wenn hingegen ein Team versucht, Wege als Einheit zurückzulegen und dabei den Ball hin- und herspielt, könnte das zum Erfolg führen.
  26. Die SMART-Methode soll bei der Formulierung von Zielen helfen und steht für: Ziele so spezifisich wie möglich zu beschreiben, sich dabei an messbaren Fakten zu orientieren, aktionsorientiert zu planen – sprich: so, dass man auch Lust hat, das umzusetzen und schließlich ebenso realistisch wie terminlich zu planen, also etwa: Bis Ende des Jahres will ich 10 Prozent mehr verdienen.

    Smart Methode Vorlage Definition Funktionsweise Grafik

  27. Die STAR-Methode (auch STAR-Technik) findet heute vor allem Anwendung in Präsentationen, in Bewerbungsgesprächen, aber auch in Befragungen und wenn Personalentscheider zum Beispiel testen wollen, ob ein Kandidat die Wahrheit sagt. Hinter der Interviewtechnik steckt die Idee, mittels vier Fragen, umfassende Informationen über die Fähigkeiten und Verhaltensweisen eines Bewerbers in einer bestimmten Situation zu erhalten. Entsprechend handelt es sich bei dem Namen STAR um ein klassisches Akronym:
    • Situation: (Situation) Welche Situation haben Sie vorgefunden?
    • Task: (Aufgabe) Was war Ihre Aufgabe?
    • Action: (Handlung) Was haben Sie konkret getan?
    • Result: (Ergebnis) Welches Ergebnis haben Sie erzielt?
  28. Die TRIZ-Methode eignet sich, um originelle Lösungen zu finden. TRIZ ist das russische Akronym für „Teoria reshenija izobretatjelskich zadacz“, was übersetzt soviel bedeutet, wie Theorie des erfinderischen Problemlösens. Die Methodik wurde 1946 bei der Auswertung mehrerer Patentschriften entwickelt.

    TRIZ Methode Beispiel

    Eine praktische Anwendung davon ist etwa das Zerlegungsprinzip: So bat der Direktor einer Bibliothek kurz vor deren Umzug alle Leser der Stadt, Bücher auszuleihen und sie später direkt ins neue Gebäude zurückzubringen. Die Kosten für den Büchertransport wurden so minimiert. Eine andere Anwendung ist das „Gegenwicht-Prinzip“. Sie kennen es von Spoilern auf LKW oder PKW: Als Flügel mit negativem Anstellwinkel erhöhen sie durch aerodynamische Kraft die Haftung des Fahrzeugs auf der Fahrbahn.

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Erfolgsmethoden, die auch Sie für sich nutzen können

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  1. Die 1-Minute-Methode ist die vermutlich kürzeste Methode der Welt. Das Prinzip entstammt der Kaizen-Philosophie: Widmen Sie sich JEDEN Tag eine Minute lang einer Sache, die Sie unbedingt angehen wollen. Selbst jemand, dessen Terminkalender bis zum Anschlag voll ist, wird eine Minute am Tag dafür erübrigen können. Das ist auch der Trick dahinter: Eine Minute ist nicht viel, daher ist die Überwindung nicht so groß. Wäre die Methode „die eine-Stunde-Methode“ geworden, wäre der Erfolg deutlich geringer.
  2. Die 10-10-10-Methode ist eine Art Zeitreise-Methode, um bessere und vor allem langfristige Entscheidungen zu treffen. Entwickelt wurden die Methode und die dazugehörigen Fragen von Suzy Welch, die als Schriftstellerin, Wirtschaftsjournalistin und Speakerin arbeitet. Das Ziel: Sich selbst bewusst zu machen, was nach einer Entscheidung tatsächlich passieren könnte. Die drei Fragen lauten:
    Entscheidung Treffen 10 10 10 Methode
  3. Die 10-20-30-Methode (oder -Regel) ist eine Methode zur Vermeidung des Beamerkomas bei Powerpoint-Präsentationen. Sie stammt von Guy Kawasaki und lautet: Eine Präsentation sollte nicht mehr als 10 Folien umfassen, unter 20 Minuten dauern und eine Schriftgröße von mindestens 30 Punkt aufweisen.
  4. Die 2-Taschen-Methode hilft, nach einem Geschäftstreffen eingesteckte Visitenkarten besser zu sortieren: Karten von Leuten, zu denen Sie weiterhin Kontakt halten möchten, verwahren Sie in der rechten Tasche, die Nervensägen in der linken (oder umgekehrt – das ist Geschmacksache). Den Unterschied merkt kein Mensch, aber die Entsorgung fällt hinterher wesentlich leichter.
  5. Die 25.000-Dollar-Methode verdankt ihren Namen einer wahren Begebenheit vor rund hundert Jahren: Der amerikanische Industrielle und Stahlmagnet Charles Michael Schwab, beschäftigte sich kontinuierlich mit Verbesserungsprozessen. Er beauftragte den Berater Ivy Ledbetter Lee mit der Optimierung der Arbeitsprozesse. Der Geschichte nach stellte Ivy Lee nach drei Monaten seine Vorschläge mit den Worten vor, Schwab solle ihm zahlen, was ihm die Arbeit wert sei. Offenbar war sie wertvoll: Schwab überreichte Ivy Lee für die Entwicklung seiner Methode einen Scheck in Höhe von 25.000 Dollar, daher der Name der Methode. Um die Dimensionen zu verdeutlichen: 25.000 Dollar waren 1918 ein Vermögen und entsprächen heute rund 400.000 Dollar. Nach ihrem Erfinder wird die 25.000-Dollar-Methode übrigens auch „Ivy-Lee-Methode“ genannt.
  6. Die 5S-Methode ist ein systematisches Ordnungskonzept für den Arbeitsplatz und die Arbeitsumgebung, um sich besser auf die eigentliche Arbeit konzentrieren zu können. Das dient nicht nur der eigenen Produktivität, sondern verbessert auch noch die Organisation und Arbeitsprozesse.
  7. Die 60-Minuten-Methode sorgt dafür, dass Sie sich jeden Tag – egal wie stressig er auch ist – eine Stunde lang Ihren wichtigsten Aufgaben und Projekten widmen. Keine Telefonate beantworten, keine E-Mails schreiben, nicht mit Kollegen plaudern. 60 Minuten gehören nur der wichtigsten Aufgabe. Was nach einer eher kurzen Zeit klingt, ist in der Realität meist ausreichend, um eine Menge zu schaffen und damit langfristig den Druck zu reduzieren, der sich immer weiter aufbauen würde, da wichtige Projekte und To Dos liegen bleiben. Die 60-Minuten-Methode ist daher besonders gut geeignet, um eine Struktur in Ihren Arbeitstag zu bringen und zu garantieren, dass Sie die Prioritäten trotz Stress nicht aus den Augen verlieren.
  8. Die 6-3-5 Methode kann helfen, binnen kurzer Zeit eine Vielzahl neuer Ideen zu generieren. Entwickelt wurde die 6-3-5 Methode bereits 1968 vom Unternehmensberater Bernd Rohrbach. Dabei werden 6 Teilnehmer gebeten, jeweils 3 Ideen auf ein Stück Papier zu schreiben. Diese sollten sich natürlich voneinander unterscheiden und die Fragestellung oder das Problem aus möglichst verschiedenen Perspektiven angehen. Anschließend werden die Zettel 5 Mal weitergereicht, bis jeder Teilnehmer einmal jede Ideenliste vor sich liegen hatte.
  9. Die ABC-Methode (auch ABC-Analyse) ist ein Zeitmanagement-Instrument und nimmt Rücksicht auf sogenannte Links- und Rechtshirner. Laut Theorie dominiert bei manchen Menschen die linke Gehirnhälfte, sie mögen Zahlen, Fakten, Pläne, Systeme. Die meisten Selbstmanagement-Methoden richten sich an sie. Rechtshirner dagegen sind chaotisch, kreativ, spontan. Mit Plänen kommen sie nicht zurecht. Deshalb gibt es für sie die ABC-Methode: Sie steht dafür, anfallenden Aufgaben nur nach Wichtigkeit zu ordnen: A für sehr wichtig (sofort erledigen), B für weniger wichtig (später erledigen oder delegieren) und C für kaum wichtig bis unwichtig (delegieren oder verwerfen).

    Abc Analyse Methode Flussdiagramm Funktionsweise Bedeutung. Grafik

  10. Die ALPEN-Methode ist eine Art Tagesplan und steht für: Aufgaben aufschreiben, Länge einschätzen, Pufferzeit einplanen (maximal 60 Prozent der Arbeitszeit verplanen), Entscheidungen priorisieren und Nachkontrollieren (was man erreicht hat). Unerledigtes wird dann auf den nächsten Tag übertragen.
  11. Die Ausschluss-Methode ist eine recht überraschende Kreativtechnik. Dabei werden die Teilnehmer eines Brainstormings zum Beispiel erst gebeten, griffige Begriffe für eine Werbekampagne zu finden. Danach aber müssen Sie die Kampagne kreieren, OHNE einen der genannten Begriffe zu verwenden. So kommen die Teilnehmer mitunter auf ganz frische, und eben noch nicht abgenutzte Ideen.
  12. Die Disney-Methode ist eine Kreativtechnik und wurde vom US-Filmproduzenten Walter „Walt“ Elias Disney entwickelt, um Denkblockaden aufzuweichen. Danach entsteht Kreativität durch das Zusammenwirken dreier Typen, durch: a) den Träumer, b) den Realisten, c) den Kritiker.

    Der Träumer entwickelt zunächst eine visionäre Idee, der Realist konzentriert sich danach auf das Machbare – jedoch mit viel gutem Willen: Falls die Idee umgesetzt würde, was wäre dazu nötig? Was würde es kosten? Dann schlägt der Kritiker zu, stellt konstruktive (!) Fragen, prüft, analysiert und verbessert das vorläufige Ergebnis. Sobald der Kritiker keine Fragen mehr hat, der Realist von dem Gelingen des Projekts überzeugt und der Träumer begeistert ist, liegt ein optimales Ergebnis vor.

  13. Die Eisenhower-Methode (auch „Eisenhower-Prinzip“) geht auf den General und US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower zurück und ist eine Mischung aus klassischem Zeitmanagement und Postkorbübung. Dazu werden anfallende Aufgaben jeweils in zwei Kategorien unterteilt: wichtig oder unwichtig; dringend (eilig) oder nicht dringend. Dann legt man ein Koordinatensystem für diese Kategorien an – vertikal die Dringlichkeit, horizontal die Wichtigkeit. Dort werden alle Aufgaben schließlich eingetragen.

    Eisenhower Prinzip Matrix Beispiel Grafik

    Den Quadranten links unten können Sie gleich wieder vergessen. Das sind die unwichtigen, nicht eiligen Aufgaben. Die Aufgaben im Quadranten darüber (unwichtig, aber eilig) delegieren Sie. Die Aufgaben, die nicht eilig, aber wichtig sind (unten rechts), tragen Sie sich in den Kalender ein. Sie werden nach Möglichkeit abgearbeitet. Die Aufgaben oben rechts erledigen Sie sofort. Sie sind wichtig und eilig.

  14. Die Freeze-Frame-Methode wurde einst von Rollin McCraty entwickelt und ist eine Art Kunstpause gegen Stress. Dabei nehmen Sie, sobald Sie erkennen, wie der Stresspegel steigt, eine kurze Auszeit. Konzentrieren Sie sich ganz auf Ihre Körpermitte. Atmen Sie tief und langsam ein und aus. Versuchen Sie gleichzeitig den Kopf klar zu kriegen. Erinnern Sie sich an ein schönes Erlebnis. Es soll Ihnen helfen, die aktuelle Erregung zu vergessen. Konzentrieren Sie sich nun auf den Stressauslöser: Was kann Ihnen schlimmstenfalls passieren? Eben! Schon sinkt der Stresslevel.
  15. Die Getting-Things-Done-Methode (kurz GTD) ist ebenfalls Selbstmanagement-Werkzeug. Erfunden hat es David Allen. Dabei geht es im Kern um zwei Grundsätze: Zunächst alle Aufgaben – etwa per To-Do-Liste – sammeln, die erledigt werden müssen; anschließend diese in Teilschritte zerlegen und abarbeiten. GTD trennt allerdings Termine von Aufgaben. Erstere werden in einem Kalender eingetragen, Aufgaben gehören auf Listen. Beide zusammen fungieren als Werkzeuge zur Bewältigung des Alltags.
  16. Die Harvard-Methode (auch „Harvard-Konzept“) wurde in den frühen Achtziger Jahren an der gleichnamigen Universität entwickelt und ist eine Verhandlungstechnik. Sie besteht aus vier Grundsätzen:
    • 1. Menschen und Probleme werden getrennt voneinander behandelt.
    • 2. Verhandele Interessen – nicht Positionen.
    • 3. Entwickle Optionen, die für beide Seiten von Vorteil sind.
    • 4. Das Ergebnis muss auf objektiven Kriterien beruhen.

    Der letzte Punkt bedeutet, dass beide Seiten die Basis für die spätere Entscheidung als fair und neutral akzeptieren. Sie kennen dazu vielleicht das Lehrbuchbeispiel: Zwei Kinder sollen einen Kuchen teilen. Gerecht und neutral wäre: ein Kind teilt den Kuchen, das andere darf sein Stück zuerst auswählen. So kann sich hernach keiner über eine ungerechte Teilung beklagen.

  17. Die INSEL-Methode soll Bewerbern helfen, ihre persönlichen Eigenschaften gewinnbringender zu präsentieren. Dabei handelt es sich um ein Modell, dass aus fünf Faktoren besteht und in erster Linie der Selbstanalyse dient. Entwickelt wurde die INSEL-Methode vom Coach und Berater Markus Väth. Das Modell soll darauf eingehen, welche Fähigkeiten in Zukunft von Arbeitnehmer erwartet werden und hilft Bewerbern bei der Selbstanalyse.
  18. Die KonMari-Methode wurde durch das Buch „The Life-Changing Magic of Tidying up von Marie Kondo“ bekannt und erfreut sich – trotz ihrer zugegebenermaßen drastischen Vorgehensweise – großer Beliebtheit. Das Grundprinzip der KonMari-Methode ist denkbar einfach und lässt sich auf einen einzigen Satz kondensieren: Trennen Sie sich von allem, was Sie nicht glücklich macht. Aber wirklich! Tatsächlich soll man dabei jeden Gegenstand ansehen, bewerten und diesen aussortieren, wenn er kein Glücksgefühl auslöst. Das kann für manche emotional enorm belastend sein.
  19. Die Kuchen-Methode. Trotz des verlockenden Namens geht es bei der Kuchen-Methode (auch Kuchenback-Methode genannt) nicht darum, ein leckeres Stück Selbstgebackenes zu essen. Vielmehr adaptiert die Kuchen-Methode die klassischen Schritte beim Backen für die Ideenfindung und kann so zu völlig neuen Einfällen, Lösungen oder Geistesblitzen führen. Ziel kann es auch sein, Struktur und Klarheit in das eigene Gedankenchaos zu bringen. Schwirren Ihnen unzählige Gedanken im Kopf herum, kann die Methode für neue Ordnung sorgen und Ihnen dabei helfen, ein scheinbar komplexes und unlösbares Problem wieder klarer zu sehen.
  20. Die Osborn-Methode geht auf Alex Osborn, den Vater des Brainstormings zurück. Dabei wird versucht, mithilfe einer Art Fragenkaskade kreative Assoziationen im geschäftlichen oder privaten Umfeld zu wecken.
  21. Die Pareto-Methode (auch „Pareto-Prinzip“) wurde nach Vilfredo Frederico Pareto benannt und geht auf die Erkenntnis zurück, dass häufig in 20 Prozent der zur Verfügung stehenden Zeit 80 Prozent der Aufgaben erledigt werden können. Die restlichen 20 Prozent der Aufgaben benötigen indes 80 Prozent der Zeit.

    Daraus ergibt sich dann indirekt auch eine Art Selbstmanagement-Technik: Statt 100 Prozent der Aufgaben erfüllen zu wollen, ist es klüger, diese zu priorisieren und sich mit den Aufgaben zu beschäftigen, die nur 20 Prozent des Zeit- und Energieaufwandes benötigen, dafür aber 80 Prozent bringen.

  22. Die PIDEWaWa-Methode steht für: Positiv, Ist-Zustand, Detailliert, Erreichbar, Wann, Warum, wurde von der Zeitmanagement-Expertin Cordula Nussbaum erfunden. Sie bedeutet nichts anderes als seine Ziele positiv, im Präsens und konkret zu formulieren, damit man motiviert bleibt, sofort beginnen kann und auch genau weiß wie. Die Ziele müssen erreichbar, sprich realistisch sein. Man sollte sich dafür einen Zeitrahmen setzen (bis wann?) und auch begründen können, was einem daran so wichtig ist (warum?).
  23. Die Raikov Methode geht auf den russischen Psychotherapeuten Vladimir Raikov zurück. Er entdeckte die Methode des geborgten Genies: Dazu versetzte er seine Klienten in Tiefenhypnose und suggerierte ihnen, ein herausragender Kopf der Geschichte zu sein. Und tatsächlich: In diesem Zustand entwickelten seine Patienten annäherungsweise geniale Fertigkeiten – wie ihre Vorbilder.
  24. Die SCQA-Methode bringt mehr Struktur in Ihre Präsentationen. Sie geht auf ihre Erfinderin Barbara Minto zurück und wird daher auch oft als Minto-Pyramiden-Prinzip oder Pyramidales Prinzip bezeichnet. Sie soll Ihnen helfen, eine Argumentation (im Vortrag) in vier Schritten aufzubauen. Das Akronym besteht daher aus den englischen Anfangsbuchstaben für: Situation, Complication, Question, Answer. Kurz: Es geht darum, direkt zu Beginn das Interesse des Publikums so zu wecken, dass es bis zum Schluss zuhört noch bevor Sie die Lösungen präsentieren.
  25. Die Scrum-Methode ist heute fester Bestandteil des sogenannten agilen Projektmanagements. Die Scrum-Methode kommt ursprünglich aus der Softwareentwicklung. Dahinter steckt der Gedanke, dass Produktentwicklung mit Einzelkämpfern den heutigen Anforderungen von Schnelligkeit und Flexibilität nicht gewachsen ist. Wenn hingegen ein Team versucht, Wege als Einheit zurückzulegen und dabei den Ball hin- und herspielt, könnte das zum Erfolg führen.
  26. Die SMART-Methode soll bei der Formulierung von Zielen helfen und steht für: Ziele so spezifisich wie möglich zu beschreiben, sich dabei an messbaren Fakten zu orientieren, aktionsorientiert zu planen – sprich: so, dass man auch Lust hat, das umzusetzen und schließlich ebenso realistisch wie terminlich zu planen, also etwa: Bis Ende des Jahres will ich 10 Prozent mehr verdienen.

    Smart Methode Vorlage Definition Funktionsweise Grafik

  27. Die STAR-Methode (auch STAR-Technik) findet heute vor allem Anwendung in Präsentationen, in Bewerbungsgesprächen, aber auch in Befragungen und wenn Personalentscheider zum Beispiel testen wollen, ob ein Kandidat die Wahrheit sagt. Hinter der Interviewtechnik steckt die Idee, mittels vier Fragen, umfassende Informationen über die Fähigkeiten und Verhaltensweisen eines Bewerbers in einer bestimmten Situation zu erhalten. Entsprechend handelt es sich bei dem Namen STAR um ein klassisches Akronym:
    • Situation: (Situation) Welche Situation haben Sie vorgefunden?
    • Task: (Aufgabe) Was war Ihre Aufgabe?
    • Action: (Handlung) Was haben Sie konkret getan?
    • Result: (Ergebnis) Welches Ergebnis haben Sie erzielt?
  28. Die TRIZ-Methode eignet sich, um originelle Lösungen zu finden. TRIZ ist das russische Akronym für „Teoria reshenija izobretatjelskich zadacz“, was übersetzt soviel bedeutet, wie Theorie des erfinderischen Problemlösens. Die Methodik wurde 1946 bei der Auswertung mehrerer Patentschriften entwickelt.

    TRIZ Methode Beispiel

    Eine praktische Anwendung davon ist etwa das Zerlegungsprinzip: So bat der Direktor einer Bibliothek kurz vor deren Umzug alle Leser der Stadt, Bücher auszuleihen und sie später direkt ins neue Gebäude zurückzubringen. Die Kosten für den Büchertransport wurden so minimiert. Eine andere Anwendung ist das „Gegenwicht-Prinzip“. Sie kennen es von Spoilern auf LKW oder PKW: Als Flügel mit negativem Anstellwinkel erhöhen sie durch aerodynamische Kraft die Haftung des Fahrzeugs auf der Fahrbahn.

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Flugbegleiter: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung https://karrierebibel.de/flugbegleiter/ Fri, 25 Sep 2020 11:00:10 +0000 Nils Warkentin https://karrierebibel.de/?p=141685

Flugbegleiter verbinden Beruf und Reisen. Sie übernehmen viele wichtige Aufgaben, tragen Verantwortung für die Sicherheit und Betreuung der Fluggäste und sind an einem außergewöhnlichen Arbeitsplatz tätig. Mit einem eintönigen Bürojob kann der Job als Flugbegleiter nicht verglichen werden. Die abwechslungsreiche und spannende Tätigkeit macht die Arbeit als Steward oder Stewardess zu einer beliebten Karriereoption. Sie suchen keinen klassischen 9-to-5-Job und wollen viel von der Welt sehen? Dann erfahren Sie hier, was Sie zum Beruf als Flugbegleiter wissen sollten…

Ausbildung: Wie wird man Flugbegleiter?

Der Weg zur Arbeit als Flugbegleiter führt nicht über eine klassische schulische oder duale Ausbildung. Ablauf und Inhalte der Ausbildung als Flugbegleiter sind nicht standardisiert, sie werden jeweils von den Airlines individuell festgelegt. Zur Ausbildung angehender Flugbegleiter finden über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten Lehrgänge und Trainings statt. Darunter sind Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht und Webinare, die ortsunabhängig erledigt werden.

Für eine Chance zur Ausbildung als Flugbegleiter müssen Sie verschiedene Voraussetzungen erfüllen, die je nach Airline variieren. Dazu zählen beispielsweise:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Mindestens 1,60 Meter groß, nicht größer als 1,95 Meter
  • Sehschärfe zwischen +/- 5 Dioptrien
  • Uneingeschränkt gültiger Reisepass
  • Keine Diabetes
  • Sprachkenntnisse

In der Ausbildung lernen Sie ein breites Spektrum an Informationen und Aufgaben kennen. Der Fokus liegt dabei auf Sicherheitsbestimmungen, Notfallmaßnahmen und dem professionellen Umgang mit den Gästen an Board. So lernen Sie in der Ausbildung zum Flugbegleiter beispielsweise…

  • Geltende Sicherheitsvorschriften
  • Demonstration der Sicherheitsvorkehrungen
  • Verhalten im Notfall
  • Erste Hilfe Maßnahmen
  • Erwarteter Umgang mit Fluggästen
  • Training im Service

Berufsbild: Was macht ein Flugbegleiter?

Abwertend werden Flugbegleiter oft auf die reine Versorgung der Gäste mit Getränken und Speisen reduziert. Das wird dem abwechslungsreichen Aufgabenfeld jedoch nicht gerecht. Die Hauptaufgaben werden in drei Bereiche unterteilt:

Vorbereitung

Flugbegleiter beginnen ihre Arbeit schon bevor die Gäste an Board kommen. Die Kabine wird auf Sauberkeit kontrolliert und die Ausrüstung geprüft. Wichtig sind vorhandene Medikamente gegen Schmerzen und Übelkeit sowie ein Erste Hilfe Set. Zur Vorbereitung gehören auch Kontrolle von Zeitschriften, Sicherheitskarten und die Vollständigkeit aller Getränke und Speisen.

Mit dem Boarding der Gäste beginnt die zweite Phase der Vorbereitung. Passagiere werden freundlich begrüßt, zudem helfen Flugbegleiter bei der Suche nach dem Sitzplatz. Sind Gäste mit dem eigenen Platz unzufrieden, versuchen Stewards und Stewardessen – falls möglich – eine andere Lösung zu finden. Abschließend kontrolliert der Flugbegleiter, ob das Handgepäck gut und sicher verstaut ist, damit es nicht zu Unfällen kommt.

Sicherheit

Ein wichtiger Aufgabenbereich des Flugbegleiters ist die Sicherheit an Board. Die Demonstration von Sicherheitsgurt, Atemmaske und Rettungsweste sind dabei nur ein kleiner Teil. Passagieren an den Notausgängen des Flugzeugs wird erklärt, wie diese im Ernstfall handeln müssen. Flugbegleiter sind zudem umfangreich in den Sicherheitsmaßnahmen des Flugzeugs geschult. Sie wissen, was im Notfall zu tun ist.

Dabei müssen Stewards und Stewardessen den Überblick und die Kontrolle behalten. Sie tragen die Verantwortung für die Sicherheit der Passagiere. Richtiges Handeln kann im Ernstfall Leben retten, wenn das Flugzeug evakuiert wird.

Service

Flugbegleiter sorgen für einen möglichst angenehmen Flug. Sie bieten Getränke und Essen an, kümmern sich um das Abräumen und sind bei allen Fragen und Problemen für die Passagiere da. Dabei müssen sie sich schnell auf viele unterschiedliche Situationen einstellen und darauf reagieren. Plötzliche Übelkeit bei einem Passagier, Flugangst bei einem anderen Gast und ein Kind, das seit zwei Stunden weint und das Nervenkostüm der umliegenden Plätze strapaziert – Flugbegleiter kümmern sich um alles, um für einen guten Flug zu sorgen.

Dabei dürfen Freundlichkeit und Professionalität nie verloren gehen. Trotz Stress und anstrengenden Passagieren haben Flugbegleiter die Situation ruhig im Griff und lösen jedes Problem mit einem Lächeln.

Gehalt: Was verdient ein Flugbegleiter?

Der wichtigste Faktor für das Gehalt als Flugbegleiter ist die Airline, für die Sie tätig sind. Große und bekannte Fluggesellschaften zahlen in der Regel besser. In der Ausbildung werden angehende Flugbegleiter meist nicht bezahlt.

Als Grundgehalt verdienen Flugbegleiter rund 1.500 Euro. Die Höhe des Gehalts wird zudem von Zulagen beeinflusst. Flugbegleiter verdienen durch Provisionen am Verkauf von Produkten an Board mit und erhalten Schichtzulagen. Bei längeren Aufenthalten im Ausland wird zusätzlich ein Abwesenheitsgeld pro Tag gezahlt. Zusammen ist ein Verdienst von 2.000 Euro monatlich durchaus realistisch.

Karriere: Chancen und Aussichten als Flugbegleiter?

Bis vor kurzem hatten Flugbegleiter sehr gute Chancen. Airlines haben vermehrt nach Personal gesucht und die Jobaussichten waren entsprechend gut. Durch die Coronakrise hat sich das Bild gewandelt. Reisewarnungen haben den Tourismus für einige Zeit zum Erliegen gebracht, Fluggesellschaften müssen Stellen abbauen, um die Kosten zu reduzieren. Aktuell ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Flugbegleiter daher schwierig. Nach der Krise kann die Nachfrage nach Flugbegleitern aber wieder deutlich ansteigen.

Mit der Ausbildung zum Steward beziehungsweise zur Stewardess haben Sie zudem die Möglichkeit, weiter in der Hierarchie aufzusteigen. Als Purser übernehmen Sie die Führungsposition im Kabinenpersonal. Neben Berufserfahrung müssen Purser meist gute Sprachkenntnisse in mindestens zwei Fremdsprachen mitbringen.

Bewerbung als Flugbegleiter: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Kontrollieren Sie die Anforderungen und Voraussetzungen, bevor Sie sich bei einer Airline als Flugbegleiter bewerben. Fluggesellschaften sortieren strikt aus, wenn diese nicht erfüllt werden. Diabetes oder eine zu schwache Sehschärfe führen zur Flugdienstuntauglichkeit – ein sofortiges Ausschlusskriterium für Ihre Karriere als Flugbegleiter.

Bringen Sie die Grundvoraussetzungen mit, punkten Sie bei der Bewerbung als Flugbegleiter mit folgenden Eigenschaften und Fähigkeiten:

Mögliche Formulierungen, um diese Aspekte zu betonen, sind:

Während meines Austauschjahres habe ich nicht nur sehr gute Spanischkenntnisse erworben, sondern auch die Kultur und Menschen besser kennengelernt. Dieses Verständnis zur interkulturellen Kompetenz möchte ich in meine Arbeit als Flugbegleiter einbringen.

Serviceorientierung steht bei mir im Vordergrund. Für die Passagiere möchte ich jeden Flug zu einem angenehmen Erlebnis machen, bei dem sie sich von Anfang bis Ende wohl fühlen können.

Bewerbungsvorlage Musteranschreiben kostenloser Download

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Besondere Bewerbungen
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Online-Bewerbung
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Bewerbung für Minijobs
Bewerbung nach Kündigung

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Flugbegleiter verbinden Beruf und Reisen. Sie übernehmen viele wichtige Aufgaben, tragen Verantwortung für die Sicherheit und Betreuung der Fluggäste und sind an einem außergewöhnlichen Arbeitsplatz tätig. Mit einem eintönigen Bürojob kann der Job als Flugbegleiter nicht verglichen werden. Die abwechslungsreiche und spannende Tätigkeit macht die Arbeit als Steward oder Stewardess zu einer beliebten Karriereoption. Sie suchen keinen klassischen 9-to-5-Job und wollen viel von der Welt sehen? Dann erfahren Sie hier, was Sie zum Beruf als Flugbegleiter wissen sollten…

Ausbildung: Wie wird man Flugbegleiter?

Der Weg zur Arbeit als Flugbegleiter führt nicht über eine klassische schulische oder duale Ausbildung. Ablauf und Inhalte der Ausbildung als Flugbegleiter sind nicht standardisiert, sie werden jeweils von den Airlines individuell festgelegt. Zur Ausbildung angehender Flugbegleiter finden über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten Lehrgänge und Trainings statt. Darunter sind Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht und Webinare, die ortsunabhängig erledigt werden.

Für eine Chance zur Ausbildung als Flugbegleiter müssen Sie verschiedene Voraussetzungen erfüllen, die je nach Airline variieren. Dazu zählen beispielsweise:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Mindestens 1,60 Meter groß, nicht größer als 1,95 Meter
  • Sehschärfe zwischen +/- 5 Dioptrien
  • Uneingeschränkt gültiger Reisepass
  • Keine Diabetes
  • Sprachkenntnisse

In der Ausbildung lernen Sie ein breites Spektrum an Informationen und Aufgaben kennen. Der Fokus liegt dabei auf Sicherheitsbestimmungen, Notfallmaßnahmen und dem professionellen Umgang mit den Gästen an Board. So lernen Sie in der Ausbildung zum Flugbegleiter beispielsweise…

  • Geltende Sicherheitsvorschriften
  • Demonstration der Sicherheitsvorkehrungen
  • Verhalten im Notfall
  • Erste Hilfe Maßnahmen
  • Erwarteter Umgang mit Fluggästen
  • Training im Service

Berufsbild: Was macht ein Flugbegleiter?

Abwertend werden Flugbegleiter oft auf die reine Versorgung der Gäste mit Getränken und Speisen reduziert. Das wird dem abwechslungsreichen Aufgabenfeld jedoch nicht gerecht. Die Hauptaufgaben werden in drei Bereiche unterteilt:

Vorbereitung

Flugbegleiter beginnen ihre Arbeit schon bevor die Gäste an Board kommen. Die Kabine wird auf Sauberkeit kontrolliert und die Ausrüstung geprüft. Wichtig sind vorhandene Medikamente gegen Schmerzen und Übelkeit sowie ein Erste Hilfe Set. Zur Vorbereitung gehören auch Kontrolle von Zeitschriften, Sicherheitskarten und die Vollständigkeit aller Getränke und Speisen.

Mit dem Boarding der Gäste beginnt die zweite Phase der Vorbereitung. Passagiere werden freundlich begrüßt, zudem helfen Flugbegleiter bei der Suche nach dem Sitzplatz. Sind Gäste mit dem eigenen Platz unzufrieden, versuchen Stewards und Stewardessen – falls möglich – eine andere Lösung zu finden. Abschließend kontrolliert der Flugbegleiter, ob das Handgepäck gut und sicher verstaut ist, damit es nicht zu Unfällen kommt.

Sicherheit

Ein wichtiger Aufgabenbereich des Flugbegleiters ist die Sicherheit an Board. Die Demonstration von Sicherheitsgurt, Atemmaske und Rettungsweste sind dabei nur ein kleiner Teil. Passagieren an den Notausgängen des Flugzeugs wird erklärt, wie diese im Ernstfall handeln müssen. Flugbegleiter sind zudem umfangreich in den Sicherheitsmaßnahmen des Flugzeugs geschult. Sie wissen, was im Notfall zu tun ist.

Dabei müssen Stewards und Stewardessen den Überblick und die Kontrolle behalten. Sie tragen die Verantwortung für die Sicherheit der Passagiere. Richtiges Handeln kann im Ernstfall Leben retten, wenn das Flugzeug evakuiert wird.

Service

Flugbegleiter sorgen für einen möglichst angenehmen Flug. Sie bieten Getränke und Essen an, kümmern sich um das Abräumen und sind bei allen Fragen und Problemen für die Passagiere da. Dabei müssen sie sich schnell auf viele unterschiedliche Situationen einstellen und darauf reagieren. Plötzliche Übelkeit bei einem Passagier, Flugangst bei einem anderen Gast und ein Kind, das seit zwei Stunden weint und das Nervenkostüm der umliegenden Plätze strapaziert – Flugbegleiter kümmern sich um alles, um für einen guten Flug zu sorgen.

Dabei dürfen Freundlichkeit und Professionalität nie verloren gehen. Trotz Stress und anstrengenden Passagieren haben Flugbegleiter die Situation ruhig im Griff und lösen jedes Problem mit einem Lächeln.

Gehalt: Was verdient ein Flugbegleiter?

Der wichtigste Faktor für das Gehalt als Flugbegleiter ist die Airline, für die Sie tätig sind. Große und bekannte Fluggesellschaften zahlen in der Regel besser. In der Ausbildung werden angehende Flugbegleiter meist nicht bezahlt.

Als Grundgehalt verdienen Flugbegleiter rund 1.500 Euro. Die Höhe des Gehalts wird zudem von Zulagen beeinflusst. Flugbegleiter verdienen durch Provisionen am Verkauf von Produkten an Board mit und erhalten Schichtzulagen. Bei längeren Aufenthalten im Ausland wird zusätzlich ein Abwesenheitsgeld pro Tag gezahlt. Zusammen ist ein Verdienst von 2.000 Euro monatlich durchaus realistisch.

Karriere: Chancen und Aussichten als Flugbegleiter?

Bis vor kurzem hatten Flugbegleiter sehr gute Chancen. Airlines haben vermehrt nach Personal gesucht und die Jobaussichten waren entsprechend gut. Durch die Coronakrise hat sich das Bild gewandelt. Reisewarnungen haben den Tourismus für einige Zeit zum Erliegen gebracht, Fluggesellschaften müssen Stellen abbauen, um die Kosten zu reduzieren. Aktuell ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Flugbegleiter daher schwierig. Nach der Krise kann die Nachfrage nach Flugbegleitern aber wieder deutlich ansteigen.

Mit der Ausbildung zum Steward beziehungsweise zur Stewardess haben Sie zudem die Möglichkeit, weiter in der Hierarchie aufzusteigen. Als Purser übernehmen Sie die Führungsposition im Kabinenpersonal. Neben Berufserfahrung müssen Purser meist gute Sprachkenntnisse in mindestens zwei Fremdsprachen mitbringen.

Bewerbung als Flugbegleiter: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Kontrollieren Sie die Anforderungen und Voraussetzungen, bevor Sie sich bei einer Airline als Flugbegleiter bewerben. Fluggesellschaften sortieren strikt aus, wenn diese nicht erfüllt werden. Diabetes oder eine zu schwache Sehschärfe führen zur Flugdienstuntauglichkeit – ein sofortiges Ausschlusskriterium für Ihre Karriere als Flugbegleiter.

Bringen Sie die Grundvoraussetzungen mit, punkten Sie bei der Bewerbung als Flugbegleiter mit folgenden Eigenschaften und Fähigkeiten:

Mögliche Formulierungen, um diese Aspekte zu betonen, sind:

Während meines Austauschjahres habe ich nicht nur sehr gute Spanischkenntnisse erworben, sondern auch die Kultur und Menschen besser kennengelernt. Dieses Verständnis zur interkulturellen Kompetenz möchte ich in meine Arbeit als Flugbegleiter einbringen.

Serviceorientierung steht bei mir im Vordergrund. Für die Passagiere möchte ich jeden Flug zu einem angenehmen Erlebnis machen, bei dem sie sich von Anfang bis Ende wohl fühlen können.

Bewerbungsvorlage Musteranschreiben kostenloser Download

Anschreiben Vorlage: Kostenloser Download

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Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese bitte nochmal individuell anpassen und etwas umgestalten. So bleibt Ihre Bewerbung einzigartig und erfolgreich.

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Sozialassistent: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung https://karrierebibel.de/sozialassistent/ Fri, 25 Sep 2020 09:00:28 +0000 Anja Rassek https://karrierebibel.de/?p=141702

Hilfe leisten, wo Hilfe benötigt wird – so lässt sich kurz das Hauptziel beschreiben, das ein Sozialassistent verfolgt. Was einfach klingt, umfasst im Einzelfall völlig unterschiedliche Aufgaben. Das Aufgabenspektrum reicht vom pädagogisch-betreuenden Bereich über hauswirtschaftliche oder sozialpflegerische Aufgaben. Ganz wichtig dabei: Sie arbeiten immer mit Menschen, die auf Ihre Unterstützung angewiesen sind. Alte oder kranke Menschen, die sich selbst im Haushalt nicht behelfen können, aber auch mit Jugendlichen oder Familien, die Hilfe im Haushalt benötigen. Mehr dazu, wie dieser vielseitige Beruf im Einzelnen aussieht, welche beruflichen Aussichten Sie nach der Ausbildung haben und wie Sie sich bewerben können…

Ausbildung: Wie wird man Sozialassistent?

Mindestvoraussetzung für eine Ausbildung als Sozialassistent ist in der Regel der Hauptschulabschluss. Ohne Schulabschluss ist die Ausbildung zum Sozialassistenten in Baden-Württemberg und Bayern möglich. Es gibt geringfügige Unterschiede, je nach Bundesland. Das liegt daran, dass es sich um eine landesrechtlich geregelte, schulische Ausbildung handelt. Schulische Ausbildung bedeutet, dass der theoretische Anteil Ihrer Ausbildung an einer Berufsfachschule stattfindet, die sich in kirchlicher, privater oder staatlicher Trägerschaft befindet. Die Berufsschulen können weitere, spezielle Zugangsvoraussetzungen haben. Beispielsweise kann es sein, dass Sie einen Gesundheitstest oder ein Führungszeugnis erbringen müssen.

Den Praxisanteil absolvieren angehende Sozialassistenten in Altenwohnheimen, Behinderteneinrichtungen oder Kindergärten. Die Ausbildung findet in Vollzeit statt und dauert in der Regel zwei Jahre. Danach können Sie sich als staatlich geprüfter Sozialassistent bezeichnen. Synonyme Bezeichnungen sind Sozialhelfer, Sozialpflegeassistent. Zu den Schulfächern gehören Deutsch, Kunst, Pädagogik, Ethik und Hauswirtschaft. Dazu kommen Ausbildungsinhalte aus folgenden Bereichen:

➠ Sozialwesen
➠ Soziale Betreuung
➠ Pädagogik
➠ Psychologie
➠ Gesundheits- und Krankheitslehre
➠ Arbeit mit sozial Benachteiligten
➠ Hauswirtschaft
➠ Ernährungslehre
➠ Nahrungszubereitung
➠ Werken und Gestalten
➠ Kunst- und Werkunterricht
➠ Musikerziehung
➠ Hygiene
➠ Rechtskunde
➠ Informatik

Berufsbild: Was macht ein Sozialassistent?

Sie kommen beispielsweise zum Einsatz in Privathaushalten, wenn eine ältere, gebrechliche oder kranke Person sich nicht allein versorgen kann. In Ihren Aufgabenbereich fallen dann Haushaltstätigkeiten wie waschen, kochen, putzen, bügeln, einkaufen. Sie übernehmen meist die Aufgaben, die anderenfalls vom abwesenden Partner übernommen würden, der gerade aufgrund einer Kur oder Erkrankung selbst verhindert ist. So auch bei Familien, die Unterstützung bei der Betreuung und Versorgung ihrer Kinder benötigen. Dann helfen Sie beispielsweise bei den Hausaufgaben oder geben Tipps für sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

In diese Richtung geht beispielsweise Ihre Arbeit, wenn Sie in der Jugendarbeit tätig werden. Oft haben Sie es mit gewaltbereiten oder verhaltensauffälligen Jugendlichen zu tun, die aus schwierigen Familienverhältnissen stammen. Sie tragen dafür Sorge, dass sie die Schule besuchen, helfen bei Problemen rund um die Schule, beraten bei der Berufswahl und stehen zur Seite, wenn es Schwierigkeiten während der Ausbildung gibt.

Je nach Einsatzgebiet ist Ihre Arbeit als Sozialassistent nah an der Tätigkeit von Erziehern, Heilerziehern und Altenpflegern. Mit diesen Berufsgruppen arbeiten Sie im Alltag auch häufiger zusammen. Wenn Sie beispielsweise in einer Pflegeeinrichtung arbeiten, helfen Sie bei der Körperpflege wie Haare waschen, Nägel schneiden und leisten Unterstützung bei Arztbesuchen. Ebenfalls gehört das fachgerechte Lagern von bettlägerigen Patienten zu Ihren Aufgaben. Sie helfen bei der Nahrungsaufnahme, beim Ankleiden oder begleiten die Person bei Spaziergängen.

Gehalt: Was verdient ein Sozialassistent?

Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt, erhalten Auszubildende in der Regel keine Ausbildungsvergütung. Im Gegenteil: Je nach Trägerschaft können auf Sie Lehrgangsgebühren zukommen, in der Regel bei privaten Schulen. Öffentliche Schulen hingegen bilden kostenfrei aus. Außerdem können zusätzliche Kosten für Sie entstehen, beispielsweise für:

➠ Lernmaterialien (Büchern, Heften, Stiften)
➠ Berufskleidung
➠ Fahrten zur Berufsschule beziehungsweise zum Praktikumsort
➠ Auswärtige Unterbringung

Solche Kosten sollten Sie allerdings nicht davon abhalten, eine Ausbildung zum Sozialassistent anzustreben. Schüler nach der zehnten Klasse, die einen berufsqualifizierenden Abschluss anstreben, können ebenfalls Bafög beantragen. Und im Gegensatz zu Studenten erhalten sie ihn als vollen Zuschuss, müssen also später nichts zurückzahlen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie nicht bei den Eltern wohnen dürfen und ausbildungsbedingt auswärts unterkommen müssen. Die Verdienstmöglichkeiten nach erfolgter Ausbildung richten sich nach mehreren Faktoren:

➠ Berufserfahrung
➠ Bundesland
➠ Größe der Institution
Arbeitsvertrag/Tarifvertrag

Das Einstiegsgehalt eines Sozialassistenten liegt nach der Ausbildung etwa bei 1.500 bis 2.500 Euro brutto monatlich. Eine Vergütung nach TVÖD (Tarifvertrag im öffentlichen Dienst) kann bei monatlich 2.775 bis 3.078 Euro brutto liegen.

Karriere: Chancen und Aussichten als Sozialassistent?

Nach der Ausbildung haben Sie meist gute bis sehr gute berufliche Aussichten. Arbeitgeber sind freie Wohlfahrtsverbände, kommunale Dienststellen oder kirchliche Verbände. Damit können Sie in privaten oder öffentlichen Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Kindergärten arbeiten. Ebenso können Sie in Verwaltungsbereiche wie Sozialämtern, Jugendämtern oder kirchlichen Vereinigungen wie Caritas und Diakonie unterkommen.

Der Beruf des Sozialassistenten ist zwar in Bundesländern wie Brandenburg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz ein eigenständiger Job. Im Allgemeinen wird die Ausbildung aber als Stufe auf dem Weg zu einer Tätigkeit als Altenpfleger, Erzieher oder Heilerziehungspfleger gesehen. Die Ausbildung gibt Ihnen die Möglichkeit, den nächsthöheren Schulabschluss zu erwerben (mittlere Reife oder Fachabitur). Mit zunehmender Berufserfahrung und Qualifizierung eröffnen sich weitere berufliche Perspektiven. Neben den oben genannten stehen Ihnen verschiedene Weiterbildungen zur Auswahl, zum Beispiel:

➠ Betriebswirt im Sozialwesen
➠ Fachwirt für Führung und Organisation
➠ Haus- und Familienpfleger
➠ Sonderpädagoge
➠ Qualitätsbeauftragter

Andere Verdienstmöglichkeiten und ein erweiterter Tätigkeitsbereich sind möglich, wenn Sie sich selbständig machen. Falls Sie durch die Ausbildung die (Fach-)Hochschulreife erlangt haben, steht Ihnen außerdem ein Studium offen. Mögliche Studienfächer sind:

➠ Soziale Arbeit
➠ Erziehungs- und Bildungswissenschaft
➠ Sozialmanagement
➠ Pflegemanagement
➠ Coaching, Beratung, Supervision
➠ Psychologie
➠ Psychotherapie
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Bewerbung als Sozialassistent: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Als Sozialassistent arbeiten Sie mit Menschen, die in besonderem Maße Ihrer Hilfe bedürfen. Diese Arbeit ist in hohem Maße anspruchsvoll – sei es, dass Sie mit behinderten Kindern, schwierigen Jugendlichen oder hilfsbedürftigen Senioren zu tun haben. Neben Ihren fachlichen Kompetenzen sind Einfühlungsvermögen und Eigenständigkeit wichtige Fähigkeiten, die Sie mitbringen müssen. Sie sollten keinerlei Berührungsängste haben. Manche Aufgaben erfordern es, das eigene Schamgefühl zurückzustellen – etwa, wenn Sie die Körperpflege übernehmen oder beim Toilettengang behilflich sein müssen. Dass Sie den jeweiligen Aufgaben aus der Stellenbeschreibung gewachsen sind, sollten Sie im Anschreiben deutlich herausstellen. Das kann dann etwa so klingen:

Anderen Menschen auch bei körperlichen Verrichtungen zu helfen, macht mir wenig aus. Ich bin da sehr praktisch veranlagt, da in diesem Punkt alle Menschen gleich sind. Außerdem ziehe ich sehr viel aus der Dankbarkeit der Pflegebedürftigen.

Oder:

Ich habe bereits beim Sommerferiencamp diverse Kindergruppen betreut. Gemeinsam haben wir verschiedene Spiele gespielt, Puzzle und Bastelaufgaben gemacht und gebacken. Das alles hat dazu beigetragen, dass ich diesen Beruf erlernen möchte.

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Hilfe leisten, wo Hilfe benötigt wird – so lässt sich kurz das Hauptziel beschreiben, das ein Sozialassistent verfolgt. Was einfach klingt, umfasst im Einzelfall völlig unterschiedliche Aufgaben. Das Aufgabenspektrum reicht vom pädagogisch-betreuenden Bereich über hauswirtschaftliche oder sozialpflegerische Aufgaben. Ganz wichtig dabei: Sie arbeiten immer mit Menschen, die auf Ihre Unterstützung angewiesen sind. Alte oder kranke Menschen, die sich selbst im Haushalt nicht behelfen können, aber auch mit Jugendlichen oder Familien, die Hilfe im Haushalt benötigen. Mehr dazu, wie dieser vielseitige Beruf im Einzelnen aussieht, welche beruflichen Aussichten Sie nach der Ausbildung haben und wie Sie sich bewerben können…

Ausbildung: Wie wird man Sozialassistent?

Mindestvoraussetzung für eine Ausbildung als Sozialassistent ist in der Regel der Hauptschulabschluss. Ohne Schulabschluss ist die Ausbildung zum Sozialassistenten in Baden-Württemberg und Bayern möglich. Es gibt geringfügige Unterschiede, je nach Bundesland. Das liegt daran, dass es sich um eine landesrechtlich geregelte, schulische Ausbildung handelt. Schulische Ausbildung bedeutet, dass der theoretische Anteil Ihrer Ausbildung an einer Berufsfachschule stattfindet, die sich in kirchlicher, privater oder staatlicher Trägerschaft befindet. Die Berufsschulen können weitere, spezielle Zugangsvoraussetzungen haben. Beispielsweise kann es sein, dass Sie einen Gesundheitstest oder ein Führungszeugnis erbringen müssen.

Den Praxisanteil absolvieren angehende Sozialassistenten in Altenwohnheimen, Behinderteneinrichtungen oder Kindergärten. Die Ausbildung findet in Vollzeit statt und dauert in der Regel zwei Jahre. Danach können Sie sich als staatlich geprüfter Sozialassistent bezeichnen. Synonyme Bezeichnungen sind Sozialhelfer, Sozialpflegeassistent. Zu den Schulfächern gehören Deutsch, Kunst, Pädagogik, Ethik und Hauswirtschaft. Dazu kommen Ausbildungsinhalte aus folgenden Bereichen:

➠ Sozialwesen
➠ Soziale Betreuung
➠ Pädagogik
➠ Psychologie
➠ Gesundheits- und Krankheitslehre
➠ Arbeit mit sozial Benachteiligten
➠ Hauswirtschaft
➠ Ernährungslehre
➠ Nahrungszubereitung
➠ Werken und Gestalten
➠ Kunst- und Werkunterricht
➠ Musikerziehung
➠ Hygiene
➠ Rechtskunde
➠ Informatik

Berufsbild: Was macht ein Sozialassistent?

Sie kommen beispielsweise zum Einsatz in Privathaushalten, wenn eine ältere, gebrechliche oder kranke Person sich nicht allein versorgen kann. In Ihren Aufgabenbereich fallen dann Haushaltstätigkeiten wie waschen, kochen, putzen, bügeln, einkaufen. Sie übernehmen meist die Aufgaben, die anderenfalls vom abwesenden Partner übernommen würden, der gerade aufgrund einer Kur oder Erkrankung selbst verhindert ist. So auch bei Familien, die Unterstützung bei der Betreuung und Versorgung ihrer Kinder benötigen. Dann helfen Sie beispielsweise bei den Hausaufgaben oder geben Tipps für sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

In diese Richtung geht beispielsweise Ihre Arbeit, wenn Sie in der Jugendarbeit tätig werden. Oft haben Sie es mit gewaltbereiten oder verhaltensauffälligen Jugendlichen zu tun, die aus schwierigen Familienverhältnissen stammen. Sie tragen dafür Sorge, dass sie die Schule besuchen, helfen bei Problemen rund um die Schule, beraten bei der Berufswahl und stehen zur Seite, wenn es Schwierigkeiten während der Ausbildung gibt.

Je nach Einsatzgebiet ist Ihre Arbeit als Sozialassistent nah an der Tätigkeit von Erziehern, Heilerziehern und Altenpflegern. Mit diesen Berufsgruppen arbeiten Sie im Alltag auch häufiger zusammen. Wenn Sie beispielsweise in einer Pflegeeinrichtung arbeiten, helfen Sie bei der Körperpflege wie Haare waschen, Nägel schneiden und leisten Unterstützung bei Arztbesuchen. Ebenfalls gehört das fachgerechte Lagern von bettlägerigen Patienten zu Ihren Aufgaben. Sie helfen bei der Nahrungsaufnahme, beim Ankleiden oder begleiten die Person bei Spaziergängen.

Gehalt: Was verdient ein Sozialassistent?

Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt, erhalten Auszubildende in der Regel keine Ausbildungsvergütung. Im Gegenteil: Je nach Trägerschaft können auf Sie Lehrgangsgebühren zukommen, in der Regel bei privaten Schulen. Öffentliche Schulen hingegen bilden kostenfrei aus. Außerdem können zusätzliche Kosten für Sie entstehen, beispielsweise für:

➠ Lernmaterialien (Büchern, Heften, Stiften)
➠ Berufskleidung
➠ Fahrten zur Berufsschule beziehungsweise zum Praktikumsort
➠ Auswärtige Unterbringung

Solche Kosten sollten Sie allerdings nicht davon abhalten, eine Ausbildung zum Sozialassistent anzustreben. Schüler nach der zehnten Klasse, die einen berufsqualifizierenden Abschluss anstreben, können ebenfalls Bafög beantragen. Und im Gegensatz zu Studenten erhalten sie ihn als vollen Zuschuss, müssen also später nichts zurückzahlen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie nicht bei den Eltern wohnen dürfen und ausbildungsbedingt auswärts unterkommen müssen. Die Verdienstmöglichkeiten nach erfolgter Ausbildung richten sich nach mehreren Faktoren:

➠ Berufserfahrung
➠ Bundesland
➠ Größe der Institution
Arbeitsvertrag/Tarifvertrag

Das Einstiegsgehalt eines Sozialassistenten liegt nach der Ausbildung etwa bei 1.500 bis 2.500 Euro brutto monatlich. Eine Vergütung nach TVÖD (Tarifvertrag im öffentlichen Dienst) kann bei monatlich 2.775 bis 3.078 Euro brutto liegen.

Karriere: Chancen und Aussichten als Sozialassistent?

Nach der Ausbildung haben Sie meist gute bis sehr gute berufliche Aussichten. Arbeitgeber sind freie Wohlfahrtsverbände, kommunale Dienststellen oder kirchliche Verbände. Damit können Sie in privaten oder öffentlichen Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Kindergärten arbeiten. Ebenso können Sie in Verwaltungsbereiche wie Sozialämtern, Jugendämtern oder kirchlichen Vereinigungen wie Caritas und Diakonie unterkommen.

Der Beruf des Sozialassistenten ist zwar in Bundesländern wie Brandenburg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz ein eigenständiger Job. Im Allgemeinen wird die Ausbildung aber als Stufe auf dem Weg zu einer Tätigkeit als Altenpfleger, Erzieher oder Heilerziehungspfleger gesehen. Die Ausbildung gibt Ihnen die Möglichkeit, den nächsthöheren Schulabschluss zu erwerben (mittlere Reife oder Fachabitur). Mit zunehmender Berufserfahrung und Qualifizierung eröffnen sich weitere berufliche Perspektiven. Neben den oben genannten stehen Ihnen verschiedene Weiterbildungen zur Auswahl, zum Beispiel:

➠ Betriebswirt im Sozialwesen
➠ Fachwirt für Führung und Organisation
➠ Haus- und Familienpfleger
➠ Sonderpädagoge
➠ Qualitätsbeauftragter

Andere Verdienstmöglichkeiten und ein erweiterter Tätigkeitsbereich sind möglich, wenn Sie sich selbständig machen. Falls Sie durch die Ausbildung die (Fach-)Hochschulreife erlangt haben, steht Ihnen außerdem ein Studium offen. Mögliche Studienfächer sind:

➠ Soziale Arbeit
➠ Erziehungs- und Bildungswissenschaft
➠ Sozialmanagement
➠ Pflegemanagement
➠ Coaching, Beratung, Supervision
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Bewerbung als Sozialassistent: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Als Sozialassistent arbeiten Sie mit Menschen, die in besonderem Maße Ihrer Hilfe bedürfen. Diese Arbeit ist in hohem Maße anspruchsvoll – sei es, dass Sie mit behinderten Kindern, schwierigen Jugendlichen oder hilfsbedürftigen Senioren zu tun haben. Neben Ihren fachlichen Kompetenzen sind Einfühlungsvermögen und Eigenständigkeit wichtige Fähigkeiten, die Sie mitbringen müssen. Sie sollten keinerlei Berührungsängste haben. Manche Aufgaben erfordern es, das eigene Schamgefühl zurückzustellen – etwa, wenn Sie die Körperpflege übernehmen oder beim Toilettengang behilflich sein müssen. Dass Sie den jeweiligen Aufgaben aus der Stellenbeschreibung gewachsen sind, sollten Sie im Anschreiben deutlich herausstellen. Das kann dann etwa so klingen:

Anderen Menschen auch bei körperlichen Verrichtungen zu helfen, macht mir wenig aus. Ich bin da sehr praktisch veranlagt, da in diesem Punkt alle Menschen gleich sind. Außerdem ziehe ich sehr viel aus der Dankbarkeit der Pflegebedürftigen.

Oder:

Ich habe bereits beim Sommerferiencamp diverse Kindergruppen betreut. Gemeinsam haben wir verschiedene Spiele gespielt, Puzzle und Bastelaufgaben gemacht und gebacken. Das alles hat dazu beigetragen, dass ich diesen Beruf erlernen möchte.

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Führungswechsel: Was tun, wenn der Chef wechselt? https://karrierebibel.de/fuehrungswechsel/ Fri, 25 Sep 2020 06:00:43 +0000 Anja Rassek https://karrierebibel.de/?p=142167

Führungswechsel sind Teil der normalen Fluktuation in jedem Unternehmen. Wenn der Chef (einer Abteilung) wechselt, entsteht eine neue Dynamik. Für die Belegschaft stellt sich die Frage: Wie geht es weiter? Was ändert sich? In den seltensten Fällen gibt es ein „Weiter so“. Veränderungen sind also programmiert und lösen bei Betroffenen oft Ängste aus. Es geht schließlich um den eigenen Job. Wie Sie sich bei einem Führungswechsel verhalten und worauf Sie achten müssen, wenn der Chef wechselt…

Welche Ursachen hat der Führungswechsel?

Ein Führungswechsel – im Englischen auch „change of leadership“ genannt – wird oft misstrauisch beäugt. Er kann eine Unterbrechung lieb gewonnener Gewohnheiten bedeuten. Eine Rolle spielt, aus welcher Situation heraus der Führungswechsel erfolgt:

  • Geht der bisherige Chef in den Ruhestand?
  • Wechselt der Vorgesetzte die Abteilung?
  • Hat er sich auf eine andere Stelle wegbeworben?
  • Ist ein Kollege zur Führungskraft aufgestiegen?
  • Oder wurde der ehemalige Chef abgesägt und nun ein neuer von außen ins Unternehmen geholt, um das Ruder herumzureißen?

Die unterschiedliche Ausgangslage hat entscheidenden Einfluss darauf, welche Stimmung im Team herrscht und welche Erwartungen an den neuen Chef herangetragen werden. Geht jemand in den Ruhestand, ist das üblicherweise vorher bekannt. Die Mitarbeiter können sich verabschieden und an den Gedanken gewöhnen. Anders bei einem plötzlichen Führungswechsel – etwa weil die erhofften Erfolge ausblieben. Ein solcher Vorgesetzter kann von heute auf morgen freigestellt werden und ein neuer Chef seine Aufgaben übernehmen. Der kommt dann häufig als Sanierer, der das Ruder rumreißen soll. Damit drohen drastische Maßnahmen und Verönderungen…

Herausforderungen beim Führungswechsel

Mit dem neuen Chef herrscht im Unternehmen (oder in der Abteilung) zumeist auch ein neuer Wind. Alte Seilschaften und Leistungsbewertungen gelten nicht mehr. Im Gegenteil: Sie können zum Problem werden. Wer seinem bisherigen Chef gegenüber als besonders loyal galt, könnte jetzt in Sippenhaft genommen werden und ebenfalls auf der Abschussliste landen. Gefährlich!

Machen Sie sich immer klar: Ein neuer Chef hat vor allem zwei Anliegen. Er sucht zuerst Gefolgsleute, denen er vertrauen kann und die seine neue Linie unterstützen. Zum anderen muss er sich ein Bild darüber verschaffen, welche Mitarbeiter zu den Leistungsträgern gehören und welche eher zu den Low Performern – Sie wollen natürlich zu den Ersten gehören.

Überdies müssen Sie mit den neuen Methoden und dem neuen Führungsstil klarkommen. Zwar heißt es „Neue Besen kehren gut“. Leider neigen neue Führungskräfte dazu, mit dem Stahlbesen durchs Unternehmen zu fegen. Abläufe werden umgestellt, Teams neu aufgestellt. Manches mag Aktionismus sein. Damit umgehen, müssen Sie trotzdem. Wie also sollten Sie sich bei einem Führungswechsel optimal und professionell verhalten?

Führungswechsel Tipps: So behalten Sie Ihren Job

Falls Sie nicht sicher sind, ob der Führungswechsel Ihren Job gefährdet und wie Sie sich in der Situation optimal verhalten, können Sie sich an den folgenden Tipps orientieren.

Lassen Sie sich ein Zwischenzeugnis ausstellen

Loyalität ist wichtig, aber es gibt Zeiten, da müssen Sie vor allem an sich denken. Deshalb sollten Sie sich umgehend ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen, sobald Sie Kenntnis vom Führungswechsel erlangen. Warum? Weil Sie nur so von der Bindungswirkung profitieren: Ein Zwischenzeugnis dokumentiert den aktuellen Leistungsstand. Ein neuer Chef kennt Sie noch nicht so gut und kann Ihre Arbeit nicht einschätzen. Vielleicht herrscht auch von vornherein ein angespanntes Verhältnis zwischen Ihnen. Kurz und knapp: Wenn er Ihnen irgendwann ein Arbeitszeugnis ausstellen soll, kann er nicht hinter die gesetzten Standards vom Zwischenzeugnis zurückfallen und womöglich ein schlechteres Zeugnis ausstellen. Sie sichern sich also eine Mindestbewertung.

Nehmen Sie sich Zeit, zu beobachten

Nicht zuletzt wirkt sich die Persönlichkeit des neuen Chefs darauf aus, wie es weitergeht: Ist ihm an einem guten Miteinander gelegen? Schätzt er die Leistungen der Mitarbeiter? Wie kommuniziert er, wenn er Kritik übt, wenn er Informationen weitergibt? Nimmt er sich die Zeit, seine Mitarbeiter persönlich kennenzulernen und nicht nur ihre Personalakten zu studieren? Auf diesen Punkt haben Sie natürlich nur bedingt Einfluss, denn er setzt die Prioritäten seines Stellenantritts. Von diesen Beobachtungen sollten Sie allerdings auch Ihr weiteres Verhalten abhängig machen. Geben Sie dem neuen Chef quasi eine Probezeit, innerhalb derer er sich bewähren kann, aber auch Fehler machen darf.

Informieren Sie sich

Kommuniziert Ihr Chef transparent, wird er Ihnen bei seiner Antrittsrede oder in den darauffolgenden Meetings mitteilen, welche Erwartungen er mit seiner Stelle beziehungsweise in der Zusammenarbeit mit seinen Mitarbeitern verbindet. Gleichzeitig kann es nicht schaden, auf eigene Faust zu recherchieren und so vielleicht einen Wissensvorsprung Kollegen gegenüber zu haben. Heutzutage lassen sich übers Internet und Social Media so viele Dinge in Erfahrung bringen, dass Sie diese Möglichkeit unbedingt nutzen sollten: Wo war Ihr Chef vorher tätig, welchen Ruf hat er erworben? Achten Sie auf Informationen aus der Branche, beispielsweise aus Fachmagazinen oder einschlägigen Portalen wie Xing und Linkedin.

Zeigen Sie Ihre guten Seiten

Sie wollen, dass Ihr Chef einen guten ersten Eindruck von Ihnen gewinnt. Das bedeutet, dass Sie vor allem beim ersten Gespräch positiv auffallen sollten. Das kann man sich ähnlich wie ein kleines Vorstellungsgespräch vorstellen, denn Sie werden nach Ihrer Person und Ihren Aufgaben im Unternehmen gefragt werden. Wichtig dabei, dass Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen, aber auch nicht etwas behaupten, das so nicht den Tatsachen entspricht. Seien Sie dabei freundlich und aufmerksam und signalisieren Sie Ihre Unterstützung. Es gilt die Balance zwischen Motivation und Engagement auf der einen Seite und Schleimerei auf der anderen Seite zu vermeiden.

Punkten Sie mit Leistung

Neuer Chef, neues Glück? Das kann durchaus der Fall sein. Vielleicht lag Ihnen der Führungsstil des ehemaligen Chefs gar nicht so sehr? Oder aber es werden neue Akzente gesetzt, neue Aufgabenfelder erschlossen – das ist jetzt die Chance, sich zu beweisen und als Leistungsträger zu präsentieren. Die Chancen dafür stehen gut, wenn Sie sich als verlässlich erweisen und gute Ergebnisse abliefern. Und zwar nicht nur punktuell, wenn Sie den Eindruck haben, unter Beobachtung zu stehen, sondern konstant.

Bringen Sie sich ein

Versäumen Sie keinesfalls, sich mit dem neuen Chef über Ihre Ideen zu unterhalten. Vielleicht haben Sie bereits mit dem ehemaligen Vorgesetzten Dinge besprochen, die durch den Führungswechsel beiseite geschoben wurden? Gerade in der Anfangsphase sind Neuerungen möglich. Und nur wenn Sie Ihren Chef informieren, kann er Stellung dazu beziehen und beispielsweise erforderliche Schritte einleiten.

Bleiben Sie sich selbst treu

Ein Führungswechsel ist nicht immer nur positiv. Manchmal klappt es mit dem neuen Chef einfach nicht. In diesem Fall gilt es, die Fühler nach etwas Neuem auszustrecken. Aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus sich auf eine neue Stelle zu bewerben, sieht in jedem Fall immer besser aus als abzuwarten, bis man Ihnen kündigt.

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Führungswechsel sind Teil der normalen Fluktuation in jedem Unternehmen. Wenn der Chef (einer Abteilung) wechselt, entsteht eine neue Dynamik. Für die Belegschaft stellt sich die Frage: Wie geht es weiter? Was ändert sich? In den seltensten Fällen gibt es ein „Weiter so“. Veränderungen sind also programmiert und lösen bei Betroffenen oft Ängste aus. Es geht schließlich um den eigenen Job. Wie Sie sich bei einem Führungswechsel verhalten und worauf Sie achten müssen, wenn der Chef wechselt…

Welche Ursachen hat der Führungswechsel?

Ein Führungswechsel – im Englischen auch „change of leadership“ genannt – wird oft misstrauisch beäugt. Er kann eine Unterbrechung lieb gewonnener Gewohnheiten bedeuten. Eine Rolle spielt, aus welcher Situation heraus der Führungswechsel erfolgt:

  • Geht der bisherige Chef in den Ruhestand?
  • Wechselt der Vorgesetzte die Abteilung?
  • Hat er sich auf eine andere Stelle wegbeworben?
  • Ist ein Kollege zur Führungskraft aufgestiegen?
  • Oder wurde der ehemalige Chef abgesägt und nun ein neuer von außen ins Unternehmen geholt, um das Ruder herumzureißen?

Die unterschiedliche Ausgangslage hat entscheidenden Einfluss darauf, welche Stimmung im Team herrscht und welche Erwartungen an den neuen Chef herangetragen werden. Geht jemand in den Ruhestand, ist das üblicherweise vorher bekannt. Die Mitarbeiter können sich verabschieden und an den Gedanken gewöhnen. Anders bei einem plötzlichen Führungswechsel – etwa weil die erhofften Erfolge ausblieben. Ein solcher Vorgesetzter kann von heute auf morgen freigestellt werden und ein neuer Chef seine Aufgaben übernehmen. Der kommt dann häufig als Sanierer, der das Ruder rumreißen soll. Damit drohen drastische Maßnahmen und Verönderungen…

Herausforderungen beim Führungswechsel

Mit dem neuen Chef herrscht im Unternehmen (oder in der Abteilung) zumeist auch ein neuer Wind. Alte Seilschaften und Leistungsbewertungen gelten nicht mehr. Im Gegenteil: Sie können zum Problem werden. Wer seinem bisherigen Chef gegenüber als besonders loyal galt, könnte jetzt in Sippenhaft genommen werden und ebenfalls auf der Abschussliste landen. Gefährlich!

Machen Sie sich immer klar: Ein neuer Chef hat vor allem zwei Anliegen. Er sucht zuerst Gefolgsleute, denen er vertrauen kann und die seine neue Linie unterstützen. Zum anderen muss er sich ein Bild darüber verschaffen, welche Mitarbeiter zu den Leistungsträgern gehören und welche eher zu den Low Performern – Sie wollen natürlich zu den Ersten gehören.

Überdies müssen Sie mit den neuen Methoden und dem neuen Führungsstil klarkommen. Zwar heißt es „Neue Besen kehren gut“. Leider neigen neue Führungskräfte dazu, mit dem Stahlbesen durchs Unternehmen zu fegen. Abläufe werden umgestellt, Teams neu aufgestellt. Manches mag Aktionismus sein. Damit umgehen, müssen Sie trotzdem. Wie also sollten Sie sich bei einem Führungswechsel optimal und professionell verhalten?

Führungswechsel Tipps: So behalten Sie Ihren Job

Falls Sie nicht sicher sind, ob der Führungswechsel Ihren Job gefährdet und wie Sie sich in der Situation optimal verhalten, können Sie sich an den folgenden Tipps orientieren.

Lassen Sie sich ein Zwischenzeugnis ausstellen

Loyalität ist wichtig, aber es gibt Zeiten, da müssen Sie vor allem an sich denken. Deshalb sollten Sie sich umgehend ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen, sobald Sie Kenntnis vom Führungswechsel erlangen. Warum? Weil Sie nur so von der Bindungswirkung profitieren: Ein Zwischenzeugnis dokumentiert den aktuellen Leistungsstand. Ein neuer Chef kennt Sie noch nicht so gut und kann Ihre Arbeit nicht einschätzen. Vielleicht herrscht auch von vornherein ein angespanntes Verhältnis zwischen Ihnen. Kurz und knapp: Wenn er Ihnen irgendwann ein Arbeitszeugnis ausstellen soll, kann er nicht hinter die gesetzten Standards vom Zwischenzeugnis zurückfallen und womöglich ein schlechteres Zeugnis ausstellen. Sie sichern sich also eine Mindestbewertung.

Nehmen Sie sich Zeit, zu beobachten

Nicht zuletzt wirkt sich die Persönlichkeit des neuen Chefs darauf aus, wie es weitergeht: Ist ihm an einem guten Miteinander gelegen? Schätzt er die Leistungen der Mitarbeiter? Wie kommuniziert er, wenn er Kritik übt, wenn er Informationen weitergibt? Nimmt er sich die Zeit, seine Mitarbeiter persönlich kennenzulernen und nicht nur ihre Personalakten zu studieren? Auf diesen Punkt haben Sie natürlich nur bedingt Einfluss, denn er setzt die Prioritäten seines Stellenantritts. Von diesen Beobachtungen sollten Sie allerdings auch Ihr weiteres Verhalten abhängig machen. Geben Sie dem neuen Chef quasi eine Probezeit, innerhalb derer er sich bewähren kann, aber auch Fehler machen darf.

Informieren Sie sich

Kommuniziert Ihr Chef transparent, wird er Ihnen bei seiner Antrittsrede oder in den darauffolgenden Meetings mitteilen, welche Erwartungen er mit seiner Stelle beziehungsweise in der Zusammenarbeit mit seinen Mitarbeitern verbindet. Gleichzeitig kann es nicht schaden, auf eigene Faust zu recherchieren und so vielleicht einen Wissensvorsprung Kollegen gegenüber zu haben. Heutzutage lassen sich übers Internet und Social Media so viele Dinge in Erfahrung bringen, dass Sie diese Möglichkeit unbedingt nutzen sollten: Wo war Ihr Chef vorher tätig, welchen Ruf hat er erworben? Achten Sie auf Informationen aus der Branche, beispielsweise aus Fachmagazinen oder einschlägigen Portalen wie Xing und Linkedin.

Zeigen Sie Ihre guten Seiten

Sie wollen, dass Ihr Chef einen guten ersten Eindruck von Ihnen gewinnt. Das bedeutet, dass Sie vor allem beim ersten Gespräch positiv auffallen sollten. Das kann man sich ähnlich wie ein kleines Vorstellungsgespräch vorstellen, denn Sie werden nach Ihrer Person und Ihren Aufgaben im Unternehmen gefragt werden. Wichtig dabei, dass Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen, aber auch nicht etwas behaupten, das so nicht den Tatsachen entspricht. Seien Sie dabei freundlich und aufmerksam und signalisieren Sie Ihre Unterstützung. Es gilt die Balance zwischen Motivation und Engagement auf der einen Seite und Schleimerei auf der anderen Seite zu vermeiden.

Punkten Sie mit Leistung

Neuer Chef, neues Glück? Das kann durchaus der Fall sein. Vielleicht lag Ihnen der Führungsstil des ehemaligen Chefs gar nicht so sehr? Oder aber es werden neue Akzente gesetzt, neue Aufgabenfelder erschlossen – das ist jetzt die Chance, sich zu beweisen und als Leistungsträger zu präsentieren. Die Chancen dafür stehen gut, wenn Sie sich als verlässlich erweisen und gute Ergebnisse abliefern. Und zwar nicht nur punktuell, wenn Sie den Eindruck haben, unter Beobachtung zu stehen, sondern konstant.

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Versäumen Sie keinesfalls, sich mit dem neuen Chef über Ihre Ideen zu unterhalten. Vielleicht haben Sie bereits mit dem ehemaligen Vorgesetzten Dinge besprochen, die durch den Führungswechsel beiseite geschoben wurden? Gerade in der Anfangsphase sind Neuerungen möglich. Und nur wenn Sie Ihren Chef informieren, kann er Stellung dazu beziehen und beispielsweise erforderliche Schritte einleiten.

Bleiben Sie sich selbst treu

Ein Führungswechsel ist nicht immer nur positiv. Manchmal klappt es mit dem neuen Chef einfach nicht. In diesem Fall gilt es, die Fühler nach etwas Neuem auszustrecken. Aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus sich auf eine neue Stelle zu bewerben, sieht in jedem Fall immer besser aus als abzuwarten, bis man Ihnen kündigt.

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Videokonferenz: Die 7 besten Gratis-Tools https://karrierebibel.de/videokonferenz/ Thu, 24 Sep 2020 10:00:12 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/schirmherr-16-regeln-fuer-bessere-videokonferenzen/

Meetings werden immer häufiger durch Videokonferenzen ersetzt. Dabei sitzen die Kollegen nicht im selben Raum, sondern kommen an einem digitalen Tisch zusammen – die einen aus dem Homeoffice, andere von unterwegs, wieder andere aus dem Ausland. Das spart Zeit und Kosten. Damit Austausch, Planung und gemeinsames Arbeiten funktionieren, braucht eine digitale Konferenz jedoch die richtigen Videokonferenz Tools. Wir stellen Ihnen die besten Gratis-Tools für eine Videokonferenz vor und geben Tipps, die Ihre digitalen Besprechungen besser machen…

Wie funktioniert eine Videokonferenz?

Als Videokonferenz werden Meetings bezeichnet, bei denen Bild und Ton synchron übertragen werden. Der Videokonferenz-Server sammelt zunächst Bilder und Ton der Teilnehmer und mischt diese zu einem Gesamt-Video mit Fenstern der einzelnen Teilnehmer. So entsteht ein virtueller Raum. Dies passiert mittels entsprechender Geräte wie Laptop, Mikrofon, Lautsprecher, Kamera und spezieller Software, sogenannter Videokonferenz-Tools. Im Gegensatz zum klassischen Meeting sind Absprachen und Zusammenarbeit so ortsunabhängig möglich.

Videokonferenz Tools: Diese Software ist kostenlos

Eine Videokonferenz braucht wenige Voraussetzungen: Laptops, Smartphones, Tablets – alle haben haben Kamera und Mikrofon längst eingebaut. Die Qualität ist gut genug. Somit fehlen nur noch entsprechende Videokonferenz-Tools. Neben kostenpflichtigen Programmen gibt es inzwischen zahlreiche kostenlose Softwarelösungen. Die sieben besten Tools für Videokonferenzen, die Sie gratis nutzen können, stellen wir hier vor:

Zoom

In Zeiten von Corona kam es zu einem regelrechten Hype um den Anbieter Zoom. Das amerikanische Unternehmen erfreut sich großer Beliebtheit bei seinem Angebot zu Videokonferenzen. Sie brauchen lediglich einen Account und können anschließend Videokonferenzen beginnen oder durch eine Meeting-ID zu einer laufenden Besprechung beitreten. Die Handhabung ist einfach und mit wenigen Klicks lassen sich Videokonferenzen durchführen. Einziger Nachteil: Die kostenlose Variante ist für Gruppenkonferenzen auf 40 Minuten begrenzt. Für kurze Videokonferenzen ausreichend, bei langen Meetings kann eins der Abo-Modelle genutzt werden.

Vorteile von Zoom
➠ Bis zu 100 Teilnehmer an der Videokonferenz gratis
➠ Kostenlos, aber mit Zeitbeschränkung
➠ Leicht zu bedienen

Skype

Zu den bekanntesten Namen rund um Videokonferenzen gehört Skype. Ursprünglich für private Gespräche entwickelt, wird es inzwischen auch häufig für Videokonferenzen im Job genutzt. Das Programm aus dem Hause Microsoft unterstützt nämlich nicht nur die Kommunikation von zwei Personen, sondern kann auch in größeren Gruppen genutzt werden. Bis zu 50 Teilnehmer können an einem der kostenlosen Videoanrufe teilnehmen. Die Business-Version von Skype wird nicht mehr Vertrieben, diese wurde in den Nachfolger Microsoft Teams (im nächsten Abschnitt) integriert.

Vorteile von Skype
➠ Kostenlose Nutzung mit einem Microsoft Konto
➠ Webversion ohne Installation möglich
➠ Kein Zeitlimit
➠ Leichte Datenübermittlung

Microsoft Teams

Neben der Möglichkeit zur Videokonferenz wird Microsoft Teams als umfangreiches Paket für digitale und dezentrale Zusammenarbeit beworben. So können neben digitalen Konferenzen weitere Funktionen rund um das gesamte Office-Paket genutzt werden. Daten können gespeichert und Dokumente zeitgleich gemeinsam bearbeitet werden. Schon in der kostenlosen Version punktet Microsoft Teams mit einem großen Funktionsumfang. Aufgrund der aktuellen Maßnahmen gegen Corona und der zahlreichen Homeoffice-Lösungen, ermöglicht Microsoft es Unternehmen zudem, das Premium-Paket kostenlos zu nutzen. Setzen Sie sich dafür am besten direkt mit einem Vertriebspartner von Microsoft in Verbindung.

Vorteile von Microsoft Teams
➠ Viele Funktionen
➠ Bis zu 250 Teilnehmer
➠ Dezentrale Zusammenarbeit über die Videokonferenz hinaus

Webex

Webex ist ein Klassiker in Sachen Videokonferenz und gehört zu den ersten Anbietern. Mittlerweile wurde der Service von Cisco übernommen. Die Funktionen lassen sich leicht und übersichtlich steuern. Es können Termine erstellt und verschickt sowie Teilnehmer über einen Link zur Videokonferenz eingeladen werden. Über den kostenlosen Webex-Basic-Tarif können Videokonferenzen mit bis zu 100 Teilnehmern durchgeführt werden. Hier gibt es jedoch eine zeitliche Begrenzung von 50 Minuten. Weitere Funktionen gibt es über verschiedene kostenpflichtige Tarife.

Vorteile von Webex
➠ Leichte Erstellung und Einladung
➠ Bis zu 100 Teilnehmer, aber zeitlich begrenzt
➠ Einfache Nutzung

Bitrix24

Bitrix24 liefert nicht nur die Möglichkeit zu Videokonferenzen, sondern bietet einen großen Funktionsumfang aus dem Projektmanagement. So gibt es ein Intranet für Mitarbeiter, einen gemeinsamen Kalender, die Möglichkeit Arbeitsgruppen zu bilden, Dokumente im Cloud-Speicher abzulegen – aber eben auch Videokonferenzen zu führen. Die kostenlose Free-Version ist gerade für kleine Unternehmen geeignet, da hier bis zu 12 Nutzer das Basis-Paket nutzen können. Aufgrund von Corona gilt aktuell bei Bitrix24: Das Nutzerlimit von 12 ist in der Free-Version aufgehoben, unabhängig von der Zahl der Nutzer können Unternehmen aktuell das kostenlose Funktionspaket in Anspruch nehmen.

Vorteile von Bitrix24
➠ Großer Funktionsumfang
➠ Online-Speicher für Dokumente
➠ Kein zeitliches Limit
➠ Kostenlose Nutzung für 12 Nutzer (aktuell unbegrenzt)

GoToMeeting

Ebenfalls ein bekannter Name bei Tools für Videokonferenzen ist GoToMeeting. Sie können eine Browser-Variante nutzen oder die Software herunterladen und installieren. In der kostenlosen Version GoToMeeting Free sind leider nur Konferenzen mit bis zu 4 Teilnehmern möglich. Für kleine Teams gut, für größere jedoch ungeeignet. Hinzu kommt eine Begrenzung der Meetingzeit auf 40 Minuten, wenn Sie sich in der kostenlosen Version bewegen. Reicht die kostenlose Form nicht aus, können Sie die Pro-Variante für 14 Tage kostenlos testen. Für die weitere Nutzung fallen im Anschluss Abo-Kosten je nach Funktionsumfang an.

Vorteile von GoToMeeting
➠ Einfache Desktop-Version
➠ Whiteboard in der Videokonferenz
➠ Integration von Office oder Google Kalender möglich

Intermedia Anymeeting

Intermedia Anymeeting ermöglicht Videokonferenzen und Webinare. Nach der Anmeldung können sofort digitale Besprechungen gestartet oder für die Zukunft geplant werden. Der Service stammt aus den USA und wird bislang nur vollständig auf Englisch angeboten. Für die Nutzung reichen grundlegende Sprachkenntnisse aber aus. Leider fehlt es an einer fortlaufenden Gratis-Version. Lediglich die ersten 30 Tage können Sie als Probemonat kostenlos Videokonferenzen für vier Teilnehmer erstellen, im Anschluss zahlen Sie je nach Funktion und Anzahl der Nutzer.

Vorteile von Anymeeting
➠ Möglichkeit zum Screen-Sharing
➠ Schneller Einstieg nach der Anmeldung
➠ Integration von Outlook und anderen Programmen möglich

Hardware für Videokonferenzen

Mit den oben genannten Tools und den Softwarelösungen sind für nahezu alle Teams die wichtigsten Funktionen und Möglichkeiten einer Videokonferenz abgedeckt. Einige Unternehmen setzen hingegen nicht auf Software, sondern auf Hardware, um beispielsweise an mehreren Standorten gesamte Räume für die Teilnahme an Videokonferenzen auszustatten. Denkbar ist dies, wenn Teams an unterschiedlichen Standorten regelmäßig zu Videokonferenzen zusammenkommen – allerdings geht dabei natürlich ein großer Teil der Flexibilität verloren. Wird die Hardware-Lösung im Büro genutzt, müssen Mitarbeiter doch wieder vor Ort sein und können sich nicht ortsunabhängig zuschalten.

Zudem können hohe Kosten anfallen, auch wenn Sie sich die Hardware für Videokonferenzen nicht zwangsläufig kaufen müssen – Anbieter haben sich auf die Vermietung spezialisiert und bieten maßgeschneiderte Lösungen nebst der entsprechenden Software an. Am Ende sollte nach individueller Situation und Nutzung entschieden werden, ob eine Hardware-Lösung die richtige Wahl ist. Je nach Bedarf gibt es unterschiedliche Lösungen für Videokonferenzen, die bekanntesten Anbieter sind:

  • Polycom
  • Cisco (Tandberg)
  • Lifesize
  • Sony
  • Radvision

Vorteile der Videokonferenz

Der Siegeszug der Videokonferenz ist kein Zufall. Durch die aktuelle Situation, in der ein großer Teil der Mitarbeiter von zuhause aus arbeitet, wurde er beschleunigt, in vielen Unternehmen hat das digitale Meeting der altmodischen Besprechung aber bereits zuvor den Rang abgelaufen. Zu groß sind die Vorteile einer Videokonferenz im Vergleich zu Meetings mit Anwesenheitspflicht:

  • Dezentrale Teams kommen zusammen. Mitarbeiter sitzen längst nicht immer gemeinsam im Büro. Homeoffice und Zusammenarbeit über weite Strecken machen körperliche Anwesenheit bei Meetings schwierig. Zur Videokonferenz kann sich jeder hinzu schalten, egal wo er sich aufhält.
  • Termine werden schneller gefunden. Es ist leichter, einen Termin für eine Videokonferenz zu finden, an dem alle Teilnehmer können. Der organisatorische Aufwand ist geringer und die Teilnahme leichter. Es müssen weniger Termine hin und her geschoben werden, bis alle zusammenkommen.
  • Kosten werden reduziert. Keine Fahrt- oder Flugkosten und keine gesonderten Räumlichkeiten machen die Videokonferenz zu einer kostengünstigen Option. Es braucht lediglich eine stabile Internetverbindung. Die benötigten Tools sind oftmals kostenlos – mehr dazu weiter unten im Artikel.

Tipps für erfolgreiche Videokonferenzen

Ist die technische Umsetzung einer Videokonferenz geklärt, geht es im nächsten Schritt darum, diese möglichst produktiv und erfolgreich zu gestalten. Meetings entpuppen sich oft als Zeitverschwendung. Diese Gefahr droht auch bei Videokonferenzen. Damit Ihre digitalen Meetings erfolgreich werden, haben wir zahlreiche Tipps für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Videokonferenz für Sie zusammengestellt:

Vor der Videokonferenz

  • Erstellen Sie einen Plan
    Machen Sie eine Agenda für alle: Was ist das Ergebnis des Meetings sein? Was soll besprochen werden? Wer muss dazu geschaltet werden? Wann beginnt die Konferenz? Wann ist sie definitiv vorbei? So können sich alle Teilnehmer vorbereiten und wissen, worum es gehen soll.
  • Begrenzen Sie die Teilnehmerzahl
    Große Videokonferenzen mögen zwar besonders produktiv und kommunikativ wirken, enden aber eher im Chaos. Halten Sie die Teilnehmerzahl deshalb so klein wie möglich. Kommunikationsforscher sagen: Ein Meeting mit mehr als acht Mitgliedern arbeitet kaum noch effizient. Verzichten Sie auf Kollegen, die nichts mit dem Inhalt der Konferenz zu tun haben.
  • Bestimmen Sie einen Moderator
    Ernennen Sie einen Moderator, der die Videokonferenz leitet und das Rederecht verteilt. Während sich bei Meetings, in denen alle physisch anwesend sind meist der Lauteste durchsetzt, kommt es bei Videokonferenzen oft zu Übertragungsverzögerungen (insbesondere bei transkontinentalen). Dadurch entstehen leicht bizarre und zeitversetzte Konversationsanläufe. Spätestens dann braucht es jemanden, der festlegt, wer wann als nächstes spricht.
  • Schaffen Sie eine ruhige Atmosphäre
    Schalten Sie vor der Videokonferenz unbedingt Störquellen aus. Es ist nervig und unprofessionell, wenn im Hintergrund dauerhaft ein Brummen zu hören ist oder zwischendurch das Handy klingelt. Die meisten Videokonferenzsysteme sind mit Kugelmikrofonen ausgestattet. Im Gegensatz zu Richtmikrofonen nehmen diese alle Geräusche um sie herum gleichmäßig auf – und damit auch Straßenlärm von offenen Fenstern, Telefonklingeln, hereinplatzenden Kollegen.
  • Kleiden Sie sich angemessen
    In einer Videokonferenz können die anderen Teilnehmer Sie sehen, also sollten Sie entsprechend professionell gekleidet sein. Orientieren Sie sich an dem Dresscode, den Sie auch am Arbeitsplatz tragen würden – egal, ob Sie gerade zuhause am Schreibtisch sitzen. Vorsicht aber mit auffällig gemusterter Kleidung. Gerade Karomuster auf Hemd, Bluse oder auch Krawatte lassen das Bild flimmern.
  • Punkten Sie durch Pünktlichkeit
    Wie bei jedem anderen Meeting gilt auch bei der Videokonferenz: Lassen Sie die anderen Teilnehmer nicht warten! Zum angegebenen Termin sollten Sie deshalb bereit sein, Ihre Technik kontrolliert haben und sich nur noch einwählen müssen. Noch wichtiger ist dies, wenn Sie die digitale Besprechung organisieren. Hier müssen Sie schon vorher da sein, die nötigen Vorbereitungen treffen und die Videokonferenz starten.

Während der Videokonferenz

  • Halten Sie die Zeiten ein
    Beginnen Sie immer pünktlich, halten Sie die Treffen bewusst kurz und reglementieren Sie die Zeit einer Videokonferenz! Nach dem so genannten Parkinsonschen Gesetz dehnt sich Arbeit in genau dem Maß aus, wie Zeit zu ihrer Erledigung zur Verfügung steht. Die besten Ideen kommen nachweislich erst in den letzten Minuten. Sparen Sie Laberzeit.
  • Machen Sie eine Vorstellungsrunde
    Da die Teilnehmer einer Videokonferenz sich vielleicht noch nie getroffen haben, sollten Sie diese kurz vorstellen oder jedem in einer Vorstellungsrunde kurz Zeit geben, um sich selbst vorzustellen. Das ist nicht nur höflich, sondern ermöglicht hinterher die direkte Ansprache. Das wiederum verbindet und beugt Konflikten vor. Was auch hilft: übergroße Namensschilder, die auch auf dem Bildschirm noch zu lesen sind.
  • Bleiben Sie natürlich
    Es ist anfangs vielleicht etwas ungewohnt, in eine Kamera zu schauen und nicht von Angesicht zu Angesicht, sondern über das Mikrofon mit den Kollegen zu sprechen. Trotzdem sollten Sie in einer Videokonferenz möglichst natürlich sein und sich nicht anders verhalten. Einige betonen in einer Videokonferenz plötzlich Worte und Sätze ganz anders oder verhalten sich merkwürdig – machen Sie sich darüber keine Gedanken, sondern sprechen Sie so, wie Sie es im normalen Meeting auch tun würden.
  • Lassen Sie kurze Pausen
    Wenn Sie etwas gesagt haben, geben Sie anderen mehr als sonst Zeit zu antworten. So erhalten auch die Zugeschalteten die Chance, sich zu Wort zu melden. Durch leichte Verzögerungen in der Übertragung ist es wichtig, dass kurze Pausen gemacht werden – nur so entsteht ein Dialog.
  • Fokussieren Sie die Gruppe auf das Hauptthema
    Die Videokonferenzen muss einer klaren Linie folgen, um produktiv zu sein. Wenn Sie merken, dass die Videokonferenz in eine falsche Richtung abdriftet und sich vom Thema entfernt, sollte der Moderator einschreiten und zum roten Faden zurückfinden. Beißen sich zwei Teilnehmer an einem Nebenaspekt fest, können diese in eine eigene Videokonferenz übergehen, um den Punkt unter vier Augen zu klären. So kann der Rest der Gruppe zur Agenda zurückkommen.

Nach der Videokonferenz

  • Bedanken Sie sich
    Am Ende einer Videokonferenz sollten Sie sich bei allen Teilnehmern bedanken. Erwähnen Sie die Pünktlichkeit, den reibungslosen Ablauf in der technischen Umsetzung oder auch die kreativen Ideen der Teammitglieder. Das steigert gleich die Motivation für das nächste Mal.
  • Erstellen Sie ein Protokoll
    Fassen Sie die Ergebnisse der Videokonferenz zusammen und leiten Sie diese als Protokoll an die Teilnehmer weiter. So werden Entscheidungen, Zuteilungen, Ziele und Aufgaben noch einmal schriftlich festgehalten und jedem zugänglich gemacht. Spätere Missverständnisse – und Ausreden – werden verhindert.

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]
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Meetings werden immer häufiger durch Videokonferenzen ersetzt. Dabei sitzen die Kollegen nicht im selben Raum, sondern kommen an einem digitalen Tisch zusammen – die einen aus dem Homeoffice, andere von unterwegs, wieder andere aus dem Ausland. Das spart Zeit und Kosten. Damit Austausch, Planung und gemeinsames Arbeiten funktionieren, braucht eine digitale Konferenz jedoch die richtigen Videokonferenz Tools. Wir stellen Ihnen die besten Gratis-Tools für eine Videokonferenz vor und geben Tipps, die Ihre digitalen Besprechungen besser machen…

Wie funktioniert eine Videokonferenz?

Als Videokonferenz werden Meetings bezeichnet, bei denen Bild und Ton synchron übertragen werden. Der Videokonferenz-Server sammelt zunächst Bilder und Ton der Teilnehmer und mischt diese zu einem Gesamt-Video mit Fenstern der einzelnen Teilnehmer. So entsteht ein virtueller Raum. Dies passiert mittels entsprechender Geräte wie Laptop, Mikrofon, Lautsprecher, Kamera und spezieller Software, sogenannter Videokonferenz-Tools. Im Gegensatz zum klassischen Meeting sind Absprachen und Zusammenarbeit so ortsunabhängig möglich.

Videokonferenz Tools: Diese Software ist kostenlos

Eine Videokonferenz braucht wenige Voraussetzungen: Laptops, Smartphones, Tablets – alle haben haben Kamera und Mikrofon längst eingebaut. Die Qualität ist gut genug. Somit fehlen nur noch entsprechende Videokonferenz-Tools. Neben kostenpflichtigen Programmen gibt es inzwischen zahlreiche kostenlose Softwarelösungen. Die sieben besten Tools für Videokonferenzen, die Sie gratis nutzen können, stellen wir hier vor:

Zoom

In Zeiten von Corona kam es zu einem regelrechten Hype um den Anbieter Zoom. Das amerikanische Unternehmen erfreut sich großer Beliebtheit bei seinem Angebot zu Videokonferenzen. Sie brauchen lediglich einen Account und können anschließend Videokonferenzen beginnen oder durch eine Meeting-ID zu einer laufenden Besprechung beitreten. Die Handhabung ist einfach und mit wenigen Klicks lassen sich Videokonferenzen durchführen. Einziger Nachteil: Die kostenlose Variante ist für Gruppenkonferenzen auf 40 Minuten begrenzt. Für kurze Videokonferenzen ausreichend, bei langen Meetings kann eins der Abo-Modelle genutzt werden.

Vorteile von Zoom
➠ Bis zu 100 Teilnehmer an der Videokonferenz gratis
➠ Kostenlos, aber mit Zeitbeschränkung
➠ Leicht zu bedienen

Skype

Zu den bekanntesten Namen rund um Videokonferenzen gehört Skype. Ursprünglich für private Gespräche entwickelt, wird es inzwischen auch häufig für Videokonferenzen im Job genutzt. Das Programm aus dem Hause Microsoft unterstützt nämlich nicht nur die Kommunikation von zwei Personen, sondern kann auch in größeren Gruppen genutzt werden. Bis zu 50 Teilnehmer können an einem der kostenlosen Videoanrufe teilnehmen. Die Business-Version von Skype wird nicht mehr Vertrieben, diese wurde in den Nachfolger Microsoft Teams (im nächsten Abschnitt) integriert.

Vorteile von Skype
➠ Kostenlose Nutzung mit einem Microsoft Konto
➠ Webversion ohne Installation möglich
➠ Kein Zeitlimit
➠ Leichte Datenübermittlung

Microsoft Teams

Neben der Möglichkeit zur Videokonferenz wird Microsoft Teams als umfangreiches Paket für digitale und dezentrale Zusammenarbeit beworben. So können neben digitalen Konferenzen weitere Funktionen rund um das gesamte Office-Paket genutzt werden. Daten können gespeichert und Dokumente zeitgleich gemeinsam bearbeitet werden. Schon in der kostenlosen Version punktet Microsoft Teams mit einem großen Funktionsumfang. Aufgrund der aktuellen Maßnahmen gegen Corona und der zahlreichen Homeoffice-Lösungen, ermöglicht Microsoft es Unternehmen zudem, das Premium-Paket kostenlos zu nutzen. Setzen Sie sich dafür am besten direkt mit einem Vertriebspartner von Microsoft in Verbindung.

Vorteile von Microsoft Teams
➠ Viele Funktionen
➠ Bis zu 250 Teilnehmer
➠ Dezentrale Zusammenarbeit über die Videokonferenz hinaus

Webex

Webex ist ein Klassiker in Sachen Videokonferenz und gehört zu den ersten Anbietern. Mittlerweile wurde der Service von Cisco übernommen. Die Funktionen lassen sich leicht und übersichtlich steuern. Es können Termine erstellt und verschickt sowie Teilnehmer über einen Link zur Videokonferenz eingeladen werden. Über den kostenlosen Webex-Basic-Tarif können Videokonferenzen mit bis zu 100 Teilnehmern durchgeführt werden. Hier gibt es jedoch eine zeitliche Begrenzung von 50 Minuten. Weitere Funktionen gibt es über verschiedene kostenpflichtige Tarife.

Vorteile von Webex
➠ Leichte Erstellung und Einladung
➠ Bis zu 100 Teilnehmer, aber zeitlich begrenzt
➠ Einfache Nutzung

Bitrix24

Bitrix24 liefert nicht nur die Möglichkeit zu Videokonferenzen, sondern bietet einen großen Funktionsumfang aus dem Projektmanagement. So gibt es ein Intranet für Mitarbeiter, einen gemeinsamen Kalender, die Möglichkeit Arbeitsgruppen zu bilden, Dokumente im Cloud-Speicher abzulegen – aber eben auch Videokonferenzen zu führen. Die kostenlose Free-Version ist gerade für kleine Unternehmen geeignet, da hier bis zu 12 Nutzer das Basis-Paket nutzen können. Aufgrund von Corona gilt aktuell bei Bitrix24: Das Nutzerlimit von 12 ist in der Free-Version aufgehoben, unabhängig von der Zahl der Nutzer können Unternehmen aktuell das kostenlose Funktionspaket in Anspruch nehmen.

Vorteile von Bitrix24
➠ Großer Funktionsumfang
➠ Online-Speicher für Dokumente
➠ Kein zeitliches Limit
➠ Kostenlose Nutzung für 12 Nutzer (aktuell unbegrenzt)

GoToMeeting

Ebenfalls ein bekannter Name bei Tools für Videokonferenzen ist GoToMeeting. Sie können eine Browser-Variante nutzen oder die Software herunterladen und installieren. In der kostenlosen Version GoToMeeting Free sind leider nur Konferenzen mit bis zu 4 Teilnehmern möglich. Für kleine Teams gut, für größere jedoch ungeeignet. Hinzu kommt eine Begrenzung der Meetingzeit auf 40 Minuten, wenn Sie sich in der kostenlosen Version bewegen. Reicht die kostenlose Form nicht aus, können Sie die Pro-Variante für 14 Tage kostenlos testen. Für die weitere Nutzung fallen im Anschluss Abo-Kosten je nach Funktionsumfang an.

Vorteile von GoToMeeting
➠ Einfache Desktop-Version
➠ Whiteboard in der Videokonferenz
➠ Integration von Office oder Google Kalender möglich

Intermedia Anymeeting

Intermedia Anymeeting ermöglicht Videokonferenzen und Webinare. Nach der Anmeldung können sofort digitale Besprechungen gestartet oder für die Zukunft geplant werden. Der Service stammt aus den USA und wird bislang nur vollständig auf Englisch angeboten. Für die Nutzung reichen grundlegende Sprachkenntnisse aber aus. Leider fehlt es an einer fortlaufenden Gratis-Version. Lediglich die ersten 30 Tage können Sie als Probemonat kostenlos Videokonferenzen für vier Teilnehmer erstellen, im Anschluss zahlen Sie je nach Funktion und Anzahl der Nutzer.

Vorteile von Anymeeting
➠ Möglichkeit zum Screen-Sharing
➠ Schneller Einstieg nach der Anmeldung
➠ Integration von Outlook und anderen Programmen möglich

Hardware für Videokonferenzen

Mit den oben genannten Tools und den Softwarelösungen sind für nahezu alle Teams die wichtigsten Funktionen und Möglichkeiten einer Videokonferenz abgedeckt. Einige Unternehmen setzen hingegen nicht auf Software, sondern auf Hardware, um beispielsweise an mehreren Standorten gesamte Räume für die Teilnahme an Videokonferenzen auszustatten. Denkbar ist dies, wenn Teams an unterschiedlichen Standorten regelmäßig zu Videokonferenzen zusammenkommen – allerdings geht dabei natürlich ein großer Teil der Flexibilität verloren. Wird die Hardware-Lösung im Büro genutzt, müssen Mitarbeiter doch wieder vor Ort sein und können sich nicht ortsunabhängig zuschalten.

Zudem können hohe Kosten anfallen, auch wenn Sie sich die Hardware für Videokonferenzen nicht zwangsläufig kaufen müssen – Anbieter haben sich auf die Vermietung spezialisiert und bieten maßgeschneiderte Lösungen nebst der entsprechenden Software an. Am Ende sollte nach individueller Situation und Nutzung entschieden werden, ob eine Hardware-Lösung die richtige Wahl ist. Je nach Bedarf gibt es unterschiedliche Lösungen für Videokonferenzen, die bekanntesten Anbieter sind:

  • Polycom
  • Cisco (Tandberg)
  • Lifesize
  • Sony
  • Radvision

Vorteile der Videokonferenz

Der Siegeszug der Videokonferenz ist kein Zufall. Durch die aktuelle Situation, in der ein großer Teil der Mitarbeiter von zuhause aus arbeitet, wurde er beschleunigt, in vielen Unternehmen hat das digitale Meeting der altmodischen Besprechung aber bereits zuvor den Rang abgelaufen. Zu groß sind die Vorteile einer Videokonferenz im Vergleich zu Meetings mit Anwesenheitspflicht:

  • Dezentrale Teams kommen zusammen. Mitarbeiter sitzen längst nicht immer gemeinsam im Büro. Homeoffice und Zusammenarbeit über weite Strecken machen körperliche Anwesenheit bei Meetings schwierig. Zur Videokonferenz kann sich jeder hinzu schalten, egal wo er sich aufhält.
  • Termine werden schneller gefunden. Es ist leichter, einen Termin für eine Videokonferenz zu finden, an dem alle Teilnehmer können. Der organisatorische Aufwand ist geringer und die Teilnahme leichter. Es müssen weniger Termine hin und her geschoben werden, bis alle zusammenkommen.
  • Kosten werden reduziert. Keine Fahrt- oder Flugkosten und keine gesonderten Räumlichkeiten machen die Videokonferenz zu einer kostengünstigen Option. Es braucht lediglich eine stabile Internetverbindung. Die benötigten Tools sind oftmals kostenlos – mehr dazu weiter unten im Artikel.

Tipps für erfolgreiche Videokonferenzen

Ist die technische Umsetzung einer Videokonferenz geklärt, geht es im nächsten Schritt darum, diese möglichst produktiv und erfolgreich zu gestalten. Meetings entpuppen sich oft als Zeitverschwendung. Diese Gefahr droht auch bei Videokonferenzen. Damit Ihre digitalen Meetings erfolgreich werden, haben wir zahlreiche Tipps für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Videokonferenz für Sie zusammengestellt:

Vor der Videokonferenz

  • Erstellen Sie einen Plan
    Machen Sie eine Agenda für alle: Was ist das Ergebnis des Meetings sein? Was soll besprochen werden? Wer muss dazu geschaltet werden? Wann beginnt die Konferenz? Wann ist sie definitiv vorbei? So können sich alle Teilnehmer vorbereiten und wissen, worum es gehen soll.
  • Begrenzen Sie die Teilnehmerzahl
    Große Videokonferenzen mögen zwar besonders produktiv und kommunikativ wirken, enden aber eher im Chaos. Halten Sie die Teilnehmerzahl deshalb so klein wie möglich. Kommunikationsforscher sagen: Ein Meeting mit mehr als acht Mitgliedern arbeitet kaum noch effizient. Verzichten Sie auf Kollegen, die nichts mit dem Inhalt der Konferenz zu tun haben.
  • Bestimmen Sie einen Moderator
    Ernennen Sie einen Moderator, der die Videokonferenz leitet und das Rederecht verteilt. Während sich bei Meetings, in denen alle physisch anwesend sind meist der Lauteste durchsetzt, kommt es bei Videokonferenzen oft zu Übertragungsverzögerungen (insbesondere bei transkontinentalen). Dadurch entstehen leicht bizarre und zeitversetzte Konversationsanläufe. Spätestens dann braucht es jemanden, der festlegt, wer wann als nächstes spricht.
  • Schaffen Sie eine ruhige Atmosphäre
    Schalten Sie vor der Videokonferenz unbedingt Störquellen aus. Es ist nervig und unprofessionell, wenn im Hintergrund dauerhaft ein Brummen zu hören ist oder zwischendurch das Handy klingelt. Die meisten Videokonferenzsysteme sind mit Kugelmikrofonen ausgestattet. Im Gegensatz zu Richtmikrofonen nehmen diese alle Geräusche um sie herum gleichmäßig auf – und damit auch Straßenlärm von offenen Fenstern, Telefonklingeln, hereinplatzenden Kollegen.
  • Kleiden Sie sich angemessen
    In einer Videokonferenz können die anderen Teilnehmer Sie sehen, also sollten Sie entsprechend professionell gekleidet sein. Orientieren Sie sich an dem Dresscode, den Sie auch am Arbeitsplatz tragen würden – egal, ob Sie gerade zuhause am Schreibtisch sitzen. Vorsicht aber mit auffällig gemusterter Kleidung. Gerade Karomuster auf Hemd, Bluse oder auch Krawatte lassen das Bild flimmern.
  • Punkten Sie durch Pünktlichkeit
    Wie bei jedem anderen Meeting gilt auch bei der Videokonferenz: Lassen Sie die anderen Teilnehmer nicht warten! Zum angegebenen Termin sollten Sie deshalb bereit sein, Ihre Technik kontrolliert haben und sich nur noch einwählen müssen. Noch wichtiger ist dies, wenn Sie die digitale Besprechung organisieren. Hier müssen Sie schon vorher da sein, die nötigen Vorbereitungen treffen und die Videokonferenz starten.

Während der Videokonferenz

  • Halten Sie die Zeiten ein
    Beginnen Sie immer pünktlich, halten Sie die Treffen bewusst kurz und reglementieren Sie die Zeit einer Videokonferenz! Nach dem so genannten Parkinsonschen Gesetz dehnt sich Arbeit in genau dem Maß aus, wie Zeit zu ihrer Erledigung zur Verfügung steht. Die besten Ideen kommen nachweislich erst in den letzten Minuten. Sparen Sie Laberzeit.
  • Machen Sie eine Vorstellungsrunde
    Da die Teilnehmer einer Videokonferenz sich vielleicht noch nie getroffen haben, sollten Sie diese kurz vorstellen oder jedem in einer Vorstellungsrunde kurz Zeit geben, um sich selbst vorzustellen. Das ist nicht nur höflich, sondern ermöglicht hinterher die direkte Ansprache. Das wiederum verbindet und beugt Konflikten vor. Was auch hilft: übergroße Namensschilder, die auch auf dem Bildschirm noch zu lesen sind.
  • Bleiben Sie natürlich
    Es ist anfangs vielleicht etwas ungewohnt, in eine Kamera zu schauen und nicht von Angesicht zu Angesicht, sondern über das Mikrofon mit den Kollegen zu sprechen. Trotzdem sollten Sie in einer Videokonferenz möglichst natürlich sein und sich nicht anders verhalten. Einige betonen in einer Videokonferenz plötzlich Worte und Sätze ganz anders oder verhalten sich merkwürdig – machen Sie sich darüber keine Gedanken, sondern sprechen Sie so, wie Sie es im normalen Meeting auch tun würden.
  • Lassen Sie kurze Pausen
    Wenn Sie etwas gesagt haben, geben Sie anderen mehr als sonst Zeit zu antworten. So erhalten auch die Zugeschalteten die Chance, sich zu Wort zu melden. Durch leichte Verzögerungen in der Übertragung ist es wichtig, dass kurze Pausen gemacht werden – nur so entsteht ein Dialog.
  • Fokussieren Sie die Gruppe auf das Hauptthema
    Die Videokonferenzen muss einer klaren Linie folgen, um produktiv zu sein. Wenn Sie merken, dass die Videokonferenz in eine falsche Richtung abdriftet und sich vom Thema entfernt, sollte der Moderator einschreiten und zum roten Faden zurückfinden. Beißen sich zwei Teilnehmer an einem Nebenaspekt fest, können diese in eine eigene Videokonferenz übergehen, um den Punkt unter vier Augen zu klären. So kann der Rest der Gruppe zur Agenda zurückkommen.

Nach der Videokonferenz

  • Bedanken Sie sich
    Am Ende einer Videokonferenz sollten Sie sich bei allen Teilnehmern bedanken. Erwähnen Sie die Pünktlichkeit, den reibungslosen Ablauf in der technischen Umsetzung oder auch die kreativen Ideen der Teammitglieder. Das steigert gleich die Motivation für das nächste Mal.
  • Erstellen Sie ein Protokoll
    Fassen Sie die Ergebnisse der Videokonferenz zusammen und leiten Sie diese als Protokoll an die Teilnehmer weiter. So werden Entscheidungen, Zuteilungen, Ziele und Aufgaben noch einmal schriftlich festgehalten und jedem zugänglich gemacht. Spätere Missverständnisse – und Ausreden – werden verhindert.

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]
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Postbote: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung https://karrierebibel.de/postbote/ Thu, 24 Sep 2020 09:00:09 +0000 Anja Rassek https://karrierebibel.de/?p=140953

Landläufig ist die Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen als Postbote bekannt. Oder als Briefträger, Paketzusteller oder -bote. Inhaltlich gibt es einige Unterschiede, aber auch etliche Überschneidungen. Auffälligstes Merkmal: Sie sind viel unterwegs und treffen häufig auf Menschen, denen Sie ihre Post oder Pakete zustellen. Lange Zeit lag das Monopol für die Briefzustellung bei der Deutschen Post. Mittlerweile können Sie als Postbote auch für andere Dienstleister arbeiten. Unter welchen Voraussetzungen Sie Postbote werden können, erfahren Sie hier. Außerdem, welche Aufstiegsmöglichkeiten Sie haben sowie Tipps für die Bewerbung…

Ausbildung: Wie wird man Postbote?

Es gibt zwei unterschiedliche Wege, Postbote zu werden. Zum einen eignet sich ein Job als Postbote als Teilzeitbeschäftigung oder Studentenjob. Das heißt, Quereinsteiger sind ebenfalls willkommen und arbeiten dann auf Stundenbasis. Der größte Unterschied dürfte hier in der Bezahlung liegen (siehe weiter unten).

Zum anderen handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Um diesen soll es im Folgenden gehen. Der klassische Weg führt über eine zweijährige, duale Ausbildung. Diese findet zum Teil im Ausbildungsbetrieb (oft die Deutsche Post oder DHL) statt, wo Azubis die praktischen Inhalte kennenlernen. Die theoretischen Grundlagen werden an ein oder zwei Tagen oder als Blockunterricht in der Berufsschule vermittelt. Zugangsvoraussetzung für diese Ausbildung ist mindestens ein Hauptschulabschluss oder (wünschenswert) mittlere Reife. Zu den praktischen Teilen der Ausbildung eines angehenden Postboten gehören folgende Inhalte:

➠ Sendungen überprüfen und sortieren
➠ Zustellfolge planen
➠ Sendungen zustellen
➠ Empfang bestätigen lassen
➠ Kunden beraten, mit Beschwerden umgehen
➠ Zahlungen entgegennehmen und dokumentieren
➠ Unzustellbare Sendungen bearbeiten
➠ Betriebssoftware anwenden (Sendungsverfolgungssysteme)
➠ Sendungen entgegennehmen
➠ Maße und Gewichte prüfen

Im Theorieteil der Ausbildung erwerben Sie unter anderem folgende Kenntnisse:

➠ Deutsch
➠ Wirtschaftskunde
➠ Sozialkunde
➠ Rechte und Pflichten
➠ Organisation des Ausbildungsbetriebs
➠ Umweltschutz

Berufsbild: Was macht ein Postbote?

Als Postbote tragen Sie Verantwortung dafür, dass Briefe und Pakete ihren Weg zum Adressaten finden. Die Post unterscheidet beim Berufsbild noch einmal genauer zwischen Postbote für Briefe (Briefzusteller) und Postbote für Pakete und Briefe (Verbundzusteller). Vieles wird zwar heutzutage per E-Mail erledigt, aber längst nicht alles. Dazu gehören wichtige behördliche Schreiben, Einschreiben, Geschenke von weiter entfernt wohnenden Angehörigen, Bestellungen aus dem Internet oder Versandhandel und selbst Bewerbungen. Das alles landet vom Briefkasten beim Briefverteilzentrum, wo ein Großteil der Post von Anschriftenlesemaschinen geprüft und entsprechend sortiert wird. Bei den nicht maschinenlesbaren Exemplaren prüft der Postbote händisch die Adresse und versieht den Brief mit einem Code.

Sie selbst stellen sich dann Ihre Route zusammen und arbeiten Brief für Brief beziehungsweise Zustellung ab. Ganz gleich, ob als Briefzusteller oder Verbundzusteller: Als Postbote sind bei Wind und Wetter unterwegs, um diese Sendungen zuzustellen. Für schwere Pakete sind Fahrräder in der Regel nicht ausgestattet. Deshalb steht Postboten je nach Region/Bezirk beziehungsweise auszuliefernden Sendungen ein Fahrrad (teilweise E-Bikes) oder ein Auto zur Verfügung. Hinzu kommt entsprechende Dienstkleidung.

Gehalt: Was verdient ein Postbote?

Angehende Postboten erhalten folgende Ausbildungsvergütung:

1. Ausbildungsjahr: 840 Euro monatlich brutto
2. Ausbildungsjahr: 920 Euro monatlich brutto

Wie sich das Gehalt nach abgeschlossener Ausbildung entwickelt, hängt von der Berufserfahrung, dem genauen Tätigkeitsfeld sowie der Region beziehungsweise dem Bundesland ab. Laut Gehaltsvergleich.com sind Gehälter zwischen 1.983 und 2.750 im Monat möglich – rund 800 Euro Unterschied! Die Arbeitsagentur gibt unter der älteren Bezeichnung (bis 2005) „Fachkräfte im Brief- und Frachtverkehr“ sogar bis zu 3.297 Euro an. Etwas anders sieht es aus, wenn Sie auf Stundenbasis beschäftigt und bezahlt werden. Der Stundenlohn liegt mit 13,65 Euro weit über Mindestlohn. Bei einer Vollzeittätigkeit kommen Sie dann allerdings höchstens auf 2.184 Euro brutto.

Karriere: Chancen und Aussichten als Postbote?

Die Chancen und Aussichten als Postbote sind gut: Immer mehr Menschen bestellen Produkte im Internet, weshalb gerade die Nachfrage an Verbundzustellern zunehmen dürfte. Die Deutsche Post wirbt auf ihrer Seite mit sehr guten Übernahmechancen nach der Ausbildung. Als ehemals staatliches Unternehmen dürften viele Rahmenbedingungen immer noch besser als bei der Konkurrenz sein. Oft werden die günstigeren Serviceleistungen dort beim Personal eingespart. Als Postbote stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zum beruflichen Aufstieg zur Verfügung, beginnend mit der Ausbildung: Diese ist zwar als zweijährige Ausbildung angelegt, Sie können sie aber für ein drittes Jahr fortsetzen. Nach diesem zusätzlichen Jahr sind Sie offiziell Kaufmann beziehungsweise Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen.

Daneben besteht die Möglichkeit, sich zum Betriebswirt für Logistik oder zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik weiterbilden zu lassen oder selbst Ausbilder zu werden. Auch die Kundenbetreuung ist ein Betätigungsfeld. Je nach Schulabschluss oder entsprechender Berufserfahrung können Sie außerdem ein Studium absolvieren, das zusätzliche Karriereperspektiven ermöglicht. Beispielsweise können Sie Logistik, Supply-Chain-Management oder Wirtschaftsingenieurswesen studieren. Mit abgeschlossenem Studium stehen Ihnen üblicherweise Positionen als Führungskraft offen. Beachten Sie auch unsere Stellenangebote auf unserer Schwesterseite Karrieresprung.de:

JOBBÖRSE

Bewerbung als Postbote: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Sie können sich auf ausgeschriebene Stellen auf der Seite der Deutschen Post direkt mit einem Klick auf den roten Button „Jetzt bewerben“ bewerben. Das Bewerbungsverfahren der Deutschen Post ist niedrigschwellig angelegt und ermöglicht sogar eine Bewerbung ohne Lebenslauf. In dem Fall füllen Sie einfach das nachfolgende Formular aus und laden entsprechende Dateien hoch. Falls Ihnen eine Online-Bewerbung nicht möglich ist, ermöglicht die Post es ihren Bewerbern – ganz im Sinne der Tätigkeit – die Unterlagen postalisch zu senden.

Briefe sortieren und in den korrekten Briefschlitz stecken – kann ich! Das mag so mancher denken, aber als Postbote ist mehr gefragt. Sie kommen nicht in Hausfluren hinein, müssen sich unter Umständen mit genervten Nachbarn herumschlagen, die keine Pakete annehmen wollen. Wenn es kalt und nass ist, sind Sie ebenso draußen unterwegs wie bei schönem Wetter – drücken gilt nicht. Je nachdem ist Schichtarbeit möglich. Der Samstag ist ein Werktag und somit gegebenenfalls auch ihr Arbeitstag. Wer damit kein Problem hat, körperlich fit und serviceorientiert ist, sollte das unbedingt in seiner Bewerbung zum Ausdruck bringen. Äußerst vorteilhaft ist, wenn Sie über einen Führerschein verfügen. Und so könnten typische Formulierungen aussehen:

Seit Jahren bin ich im Wanderverein XY. Die Bewegung an frischer Luft macht mir großen Spaß. Eine Tätigkeit als Postbote ist für mich die ideale Gelegenheit, meinen Bewegungsdrang auszuleben und gleichzeitig Kundenkontakt zu haben.

Oder:

Bereits das Praktikum hat mir gezeigt, dass ich mich schnell in neue Bereiche einarbeiten kann. Auch habe ich schnellen Anschluss bei den Kollegen gefunden, so dass ich einer zukünftigen Tätigkeit als Postbote mit Freude entgegenblicke.

Oder:

Regelmäßige Besuche im Fitnessstudio halten mich fit. Daher traue ich mir mühelos die Tätigkeit als Postbote für Pakete und Briefe zu.

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Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese bitte nochmal individuell anpassen und etwas umgestalten. So bleibt Ihre Bewerbung einzigartig und erfolgreich.

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Weiterführende Quellen und Ratgeber

Tipps zur Bewerbung
Bewerbungsvorlagen
11 Bewerbungsformen
ABC der Bewerbungstipps
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Tipps zum Lebenslauf
Tabellarischer Lebenslauf
Lebenslauf Vorlagen
Praktika im Lebenslauf
Hobbys im Lebenslauf
Arbeitslosigkeit im Lebenslauf
Lücken im Lebenslauf

Tipps zum Anschreiben
Bewerbungsschreiben
Einleitungssatz im Anschreiben
Schlusssatz im Anschreiben
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Tipps zum Arbeitszeugnis
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Landläufig ist die Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen als Postbote bekannt. Oder als Briefträger, Paketzusteller oder -bote. Inhaltlich gibt es einige Unterschiede, aber auch etliche Überschneidungen. Auffälligstes Merkmal: Sie sind viel unterwegs und treffen häufig auf Menschen, denen Sie ihre Post oder Pakete zustellen. Lange Zeit lag das Monopol für die Briefzustellung bei der Deutschen Post. Mittlerweile können Sie als Postbote auch für andere Dienstleister arbeiten. Unter welchen Voraussetzungen Sie Postbote werden können, erfahren Sie hier. Außerdem, welche Aufstiegsmöglichkeiten Sie haben sowie Tipps für die Bewerbung…

Ausbildung: Wie wird man Postbote?

Es gibt zwei unterschiedliche Wege, Postbote zu werden. Zum einen eignet sich ein Job als Postbote als Teilzeitbeschäftigung oder Studentenjob. Das heißt, Quereinsteiger sind ebenfalls willkommen und arbeiten dann auf Stundenbasis. Der größte Unterschied dürfte hier in der Bezahlung liegen (siehe weiter unten).

Zum anderen handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Um diesen soll es im Folgenden gehen. Der klassische Weg führt über eine zweijährige, duale Ausbildung. Diese findet zum Teil im Ausbildungsbetrieb (oft die Deutsche Post oder DHL) statt, wo Azubis die praktischen Inhalte kennenlernen. Die theoretischen Grundlagen werden an ein oder zwei Tagen oder als Blockunterricht in der Berufsschule vermittelt. Zugangsvoraussetzung für diese Ausbildung ist mindestens ein Hauptschulabschluss oder (wünschenswert) mittlere Reife. Zu den praktischen Teilen der Ausbildung eines angehenden Postboten gehören folgende Inhalte:

➠ Sendungen überprüfen und sortieren
➠ Zustellfolge planen
➠ Sendungen zustellen
➠ Empfang bestätigen lassen
➠ Kunden beraten, mit Beschwerden umgehen
➠ Zahlungen entgegennehmen und dokumentieren
➠ Unzustellbare Sendungen bearbeiten
➠ Betriebssoftware anwenden (Sendungsverfolgungssysteme)
➠ Sendungen entgegennehmen
➠ Maße und Gewichte prüfen

Im Theorieteil der Ausbildung erwerben Sie unter anderem folgende Kenntnisse:

➠ Deutsch
➠ Wirtschaftskunde
➠ Sozialkunde
➠ Rechte und Pflichten
➠ Organisation des Ausbildungsbetriebs
➠ Umweltschutz

Berufsbild: Was macht ein Postbote?

Als Postbote tragen Sie Verantwortung dafür, dass Briefe und Pakete ihren Weg zum Adressaten finden. Die Post unterscheidet beim Berufsbild noch einmal genauer zwischen Postbote für Briefe (Briefzusteller) und Postbote für Pakete und Briefe (Verbundzusteller). Vieles wird zwar heutzutage per E-Mail erledigt, aber längst nicht alles. Dazu gehören wichtige behördliche Schreiben, Einschreiben, Geschenke von weiter entfernt wohnenden Angehörigen, Bestellungen aus dem Internet oder Versandhandel und selbst Bewerbungen. Das alles landet vom Briefkasten beim Briefverteilzentrum, wo ein Großteil der Post von Anschriftenlesemaschinen geprüft und entsprechend sortiert wird. Bei den nicht maschinenlesbaren Exemplaren prüft der Postbote händisch die Adresse und versieht den Brief mit einem Code.

Sie selbst stellen sich dann Ihre Route zusammen und arbeiten Brief für Brief beziehungsweise Zustellung ab. Ganz gleich, ob als Briefzusteller oder Verbundzusteller: Als Postbote sind bei Wind und Wetter unterwegs, um diese Sendungen zuzustellen. Für schwere Pakete sind Fahrräder in der Regel nicht ausgestattet. Deshalb steht Postboten je nach Region/Bezirk beziehungsweise auszuliefernden Sendungen ein Fahrrad (teilweise E-Bikes) oder ein Auto zur Verfügung. Hinzu kommt entsprechende Dienstkleidung.

Gehalt: Was verdient ein Postbote?

Angehende Postboten erhalten folgende Ausbildungsvergütung:

1. Ausbildungsjahr: 840 Euro monatlich brutto
2. Ausbildungsjahr: 920 Euro monatlich brutto

Wie sich das Gehalt nach abgeschlossener Ausbildung entwickelt, hängt von der Berufserfahrung, dem genauen Tätigkeitsfeld sowie der Region beziehungsweise dem Bundesland ab. Laut Gehaltsvergleich.com sind Gehälter zwischen 1.983 und 2.750 im Monat möglich – rund 800 Euro Unterschied! Die Arbeitsagentur gibt unter der älteren Bezeichnung (bis 2005) „Fachkräfte im Brief- und Frachtverkehr“ sogar bis zu 3.297 Euro an. Etwas anders sieht es aus, wenn Sie auf Stundenbasis beschäftigt und bezahlt werden. Der Stundenlohn liegt mit 13,65 Euro weit über Mindestlohn. Bei einer Vollzeittätigkeit kommen Sie dann allerdings höchstens auf 2.184 Euro brutto.

Karriere: Chancen und Aussichten als Postbote?

Die Chancen und Aussichten als Postbote sind gut: Immer mehr Menschen bestellen Produkte im Internet, weshalb gerade die Nachfrage an Verbundzustellern zunehmen dürfte. Die Deutsche Post wirbt auf ihrer Seite mit sehr guten Übernahmechancen nach der Ausbildung. Als ehemals staatliches Unternehmen dürften viele Rahmenbedingungen immer noch besser als bei der Konkurrenz sein. Oft werden die günstigeren Serviceleistungen dort beim Personal eingespart. Als Postbote stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zum beruflichen Aufstieg zur Verfügung, beginnend mit der Ausbildung: Diese ist zwar als zweijährige Ausbildung angelegt, Sie können sie aber für ein drittes Jahr fortsetzen. Nach diesem zusätzlichen Jahr sind Sie offiziell Kaufmann beziehungsweise Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen.

Daneben besteht die Möglichkeit, sich zum Betriebswirt für Logistik oder zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik weiterbilden zu lassen oder selbst Ausbilder zu werden. Auch die Kundenbetreuung ist ein Betätigungsfeld. Je nach Schulabschluss oder entsprechender Berufserfahrung können Sie außerdem ein Studium absolvieren, das zusätzliche Karriereperspektiven ermöglicht. Beispielsweise können Sie Logistik, Supply-Chain-Management oder Wirtschaftsingenieurswesen studieren. Mit abgeschlossenem Studium stehen Ihnen üblicherweise Positionen als Führungskraft offen. Beachten Sie auch unsere Stellenangebote auf unserer Schwesterseite Karrieresprung.de:

JOBBÖRSE

Bewerbung als Postbote: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Sie können sich auf ausgeschriebene Stellen auf der Seite der Deutschen Post direkt mit einem Klick auf den roten Button „Jetzt bewerben“ bewerben. Das Bewerbungsverfahren der Deutschen Post ist niedrigschwellig angelegt und ermöglicht sogar eine Bewerbung ohne Lebenslauf. In dem Fall füllen Sie einfach das nachfolgende Formular aus und laden entsprechende Dateien hoch. Falls Ihnen eine Online-Bewerbung nicht möglich ist, ermöglicht die Post es ihren Bewerbern – ganz im Sinne der Tätigkeit – die Unterlagen postalisch zu senden.

Briefe sortieren und in den korrekten Briefschlitz stecken – kann ich! Das mag so mancher denken, aber als Postbote ist mehr gefragt. Sie kommen nicht in Hausfluren hinein, müssen sich unter Umständen mit genervten Nachbarn herumschlagen, die keine Pakete annehmen wollen. Wenn es kalt und nass ist, sind Sie ebenso draußen unterwegs wie bei schönem Wetter – drücken gilt nicht. Je nachdem ist Schichtarbeit möglich. Der Samstag ist ein Werktag und somit gegebenenfalls auch ihr Arbeitstag. Wer damit kein Problem hat, körperlich fit und serviceorientiert ist, sollte das unbedingt in seiner Bewerbung zum Ausdruck bringen. Äußerst vorteilhaft ist, wenn Sie über einen Führerschein verfügen. Und so könnten typische Formulierungen aussehen:

Seit Jahren bin ich im Wanderverein XY. Die Bewegung an frischer Luft macht mir großen Spaß. Eine Tätigkeit als Postbote ist für mich die ideale Gelegenheit, meinen Bewegungsdrang auszuleben und gleichzeitig Kundenkontakt zu haben.

Oder:

Bereits das Praktikum hat mir gezeigt, dass ich mich schnell in neue Bereiche einarbeiten kann. Auch habe ich schnellen Anschluss bei den Kollegen gefunden, so dass ich einer zukünftigen Tätigkeit als Postbote mit Freude entgegenblicke.

Oder:

Regelmäßige Besuche im Fitnessstudio halten mich fit. Daher traue ich mir mühelos die Tätigkeit als Postbote für Pakete und Briefe zu.

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Einstellungsstopp: Wie Sie sich trotzdem bewerben können https://karrierebibel.de/einstellungsstopp/ Thu, 24 Sep 2020 06:00:39 +0000 Nils Warkentin https://karrierebibel.de/?p=140935

Zahlreiche Unternehmen verkünden aktuell einen Einstellungsstopp. Die Coronakrise hat die Wirtschaft weiterhin fest im Griff, es werden Kosten gespart und Ausgaben zurückgefahren. Trotzdem sind Bewerber auf Jobsuche und hoffen auf eine Chance beim Wunscharbeitgeber. Unser Tipp: Bewerben Sie sich trotz Einstellungsstopp. Erscheint zunächst widersprüchlich, macht aber durchaus Sinn und bringt mehrere Vorteile. Wir zeigen, warum Sie Ihre Unterlagen einreichen sollten, selbst wenn ein Unternehmen gerade offiziell nicht einstellt und geben Tipps, wie Sie sich trotz Einstellungsstopp bewerben können…

Warum wird ein Einstellungsstopp verhängt?

Als Einstellungsstopp wird eine personalpolitische Maßnahme in Unternehmen bezeichnet, die festlegt, dass für einen gewissen Zeitraum keine Stellen ausgeschrieben und besetzt werden. Eine solche Vorgabe kann auf unbestimmte Zeit oder eine vorher definierte Zeitspanne erfolgen. Eingesetzt wird ein solcher Stopp der Einstellungen vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen Arbeitgeber auf einen Sparkurs umschalten. Die genauen Ursachen und Umstände können dennoch variieren:

  • Einbruch des Umsatzes. Nicht immer geht es in Betrieben nur bergauf. Auftragsflauten, zu wenige Kunden und geringe Umsätze führen zu zu finanziellen Schwierigkeiten. Mit einem Einstellungsstopp kann darauf reagiert werden.
  • Umstellung der Personalpolitik. Wollen Betriebe ihre Personalpolitik umstellen, kann es zu einer vorrübergehenden Pause der Einstellungen kommen. Neu aufgestellt geht die Suche nach Personal weiter.
  • Äußere Umstände. Die Coronakrise zeigt, wie enorm die wirtschaftliche Lage durch äußere Umstände beeinflusst werden kann. Zahlreiche unerwartete Veränderungen und nötige Anpassungen haben Arbeitgeber in einen Einstellungsstopp gezwungen.

Darum sollten Sie sich trotz Einstellungsstopp bewerben

Gibt ein Unternehmen einen Einstellungsstopp bekannt, ist es für Bewerber ein klares Signal, sich bei anderen Arbeitgebern nach einem Job umzusehen. Aber ist das wirklich so? Nein! Trotz scheinbar eindeutiger Aussage sollten Sie sich durchaus bei genau diesen Arbeitgebern bewerben. Das ist kein vergeudeter Aufwand, sondern eine gute Chance. Die Erklärung: Nach der Krise geht es wieder aufwärts – und mit dem Aufschwung kommt der Fachkräftemangel. Personalengpässe werden ausgeglichen, der Personalbedarf steigt durch die gute wirtschaftliche Situation – die Nachfrage nach Bewerbern und neuen Mitarbeitern steigt.

Bewerber verfolgen somit eine langfristige und zukunftsorientierte Bewerbungsstrategie, wenn sie Unternehmen kontaktieren, obwohl diese aktuell nicht einstellen. Dieses Vorgehen hat mehrere Vorteile:

  • Sie profitieren vom Timing. Wer sich bereits während des Einstellungsstopps beworben hat, steht in erster Reihe der Kandidaten. Idealerweise greift der Personaler direkt auf Ihre Unterlagen zurück, sobald wieder Mitarbeiter gesucht werden.
  • Sie unterstreichen Ihre Motivation. Motivation ist neben der Qualifikation entscheidend für Zu- oder Absage. Bewerben Sie sich, obwohl das Unternehmen gerade offiziell nicht einstellt, spricht dies für große Motivation. Sie lassen sich von der Hürde nicht aufhalten und zeigen, dass Sie bereit für die Herausforderung sind.
  • Sie zeigen Interesse am Unternehmen. Personaler bevorzugen Bewerber, die sich nicht auf irgendeinen Job bewerben, sondern genau bei diesem Unternehmen arbeiten wollen. Eine Bewerbung trotz Einstellungsstopp signalisiert genau das. Ihre klare Botschaft: Auch wenn Sie gerade keine Stellen vergeben, möchte ich trotzdem bei ihnen – und bei keinem anderen – arbeiten.

Über den Stopp hinaus planen

Nicht nur Jobsuchende, auch Unternehmen sollten für die Zeit nach dem Einstellungsstopp planen. Beginnen Sie die Vorbereitung frühzeitig, um im Anschluss an die Krise schnell in die Erfolgsspur zurückzukehren. Legen Sie nicht das gesamte Recruiting auf Eis, sondern nutzen Sie die Zeit, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Schalten Sie Stellenanzeigen, sichten Sie Unterlagen von Kandidaten und legen Sie einen Pool von interessanten Bewerbern an.

Ist die Krise überwunden, können Sie durchstarten, während andere erst langsam den Bewerbungsprozess hochfahren.

Tipps für die Bewerbung bei Einstellungsstopp

Als Bewerber müssen Sie zunächst Ihre Unsicherheit überwinden. Die Angst, eine spätere Jobchance zu verspielen, weil Sie sich innerhalb des Einstellungsstopps beworben haben, ist unbegründet. Im schlimmsten Fall werden Sie auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet, an dem Sie sich erneut bewerben sollen – oft werden Ihre Bewerbungsunterlagen aber gespeichert und berücksichtigt, wenn der Stopp aufgehoben wird. Haben Sie also Mut, sich zu bewerben! Die folgenden Tipps helfen bei der Bewerbung trotz Einstellungsstopp:

  • Nutzen Sie eine Initiativbewerbung
    Werden gerade keine Positionen besetzt, gibt es auch keine konkreten Stellenanzeigen. Schreiben Sie deshalb eine Initiativbewerbung. Mit dieser Form bewerben Sie sich bei einem Arbeitgeber, ohne eine offiziell ausgeschriebene Position zu benötigen. Suchen Sie den Ansprechpartner im Unternehmen und reichen Sie Unterlagen für die Stelle ein, auf die Sie sich bewerben wollen.
  • Thematisieren Sie den Einstellungsstopp
    Im Anschreiben können Sie den Einstellungsstopp kurz erwähnen. Erklären Sie, dass Sie sich der Situation bewusst sind und sich gezielt trotzdem für eine Bewerbung entschieden haben. Machen Sie das Thema aber nicht zum Fokus. Im Zentrum stehen weiterhin Ihre Qualifikationen, Erfahrungen und Ihre Motivation für den Job.
  • Zeigen Sie Verfügbarkeit
    Der Einstellungsstopp verhindert eine sofortige Einstellung. Machen Sie deshalb deutlich, dass Sie an einem späteren Einstieg interessiert sind. Ein solcher Hinweis kann beispielsweise so aussehen: „Ich freue mich darauf, Ihr Unternehmen zu unterstützen, sobald Sie wieder Personal einstellen“ oder auch „Gerne dürfen Sie meine Bewerbungsunterlagen abspeichern und mich kontaktieren, wenn die Stellenbesetzung anläuft.“
  • Stellen Sie sich auf Wartezeit ein
    Es ist immer nervig, auf eine Antwort von Unternehmen zu warten – bei einem Einstellungsstopp müssen Sie sich jedoch darauf einstellen. Vielleicht erhalten Sie eine Bestätigung, dass Ihre Unterlagen entgegengenommen wurden, manchmal werden Bewerber aber auch erst später kontaktiert. Ein wenig Geduld ist in jedem Fall erforderlich, da Sie erst zu einem späteren Zeitpunkt benachrichtigt werden, ob von Seiten des Arbeitgebers Interesse besteht, Sie in einem Vorstellungsgespräch näher kennenzulernen.
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Zahlreiche Unternehmen verkünden aktuell einen Einstellungsstopp. Die Coronakrise hat die Wirtschaft weiterhin fest im Griff, es werden Kosten gespart und Ausgaben zurückgefahren. Trotzdem sind Bewerber auf Jobsuche und hoffen auf eine Chance beim Wunscharbeitgeber. Unser Tipp: Bewerben Sie sich trotz Einstellungsstopp. Erscheint zunächst widersprüchlich, macht aber durchaus Sinn und bringt mehrere Vorteile. Wir zeigen, warum Sie Ihre Unterlagen einreichen sollten, selbst wenn ein Unternehmen gerade offiziell nicht einstellt und geben Tipps, wie Sie sich trotz Einstellungsstopp bewerben können…

Warum wird ein Einstellungsstopp verhängt?

Als Einstellungsstopp wird eine personalpolitische Maßnahme in Unternehmen bezeichnet, die festlegt, dass für einen gewissen Zeitraum keine Stellen ausgeschrieben und besetzt werden. Eine solche Vorgabe kann auf unbestimmte Zeit oder eine vorher definierte Zeitspanne erfolgen. Eingesetzt wird ein solcher Stopp der Einstellungen vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen Arbeitgeber auf einen Sparkurs umschalten. Die genauen Ursachen und Umstände können dennoch variieren:

  • Einbruch des Umsatzes. Nicht immer geht es in Betrieben nur bergauf. Auftragsflauten, zu wenige Kunden und geringe Umsätze führen zu zu finanziellen Schwierigkeiten. Mit einem Einstellungsstopp kann darauf reagiert werden.
  • Umstellung der Personalpolitik. Wollen Betriebe ihre Personalpolitik umstellen, kann es zu einer vorrübergehenden Pause der Einstellungen kommen. Neu aufgestellt geht die Suche nach Personal weiter.
  • Äußere Umstände. Die Coronakrise zeigt, wie enorm die wirtschaftliche Lage durch äußere Umstände beeinflusst werden kann. Zahlreiche unerwartete Veränderungen und nötige Anpassungen haben Arbeitgeber in einen Einstellungsstopp gezwungen.

Darum sollten Sie sich trotz Einstellungsstopp bewerben

Gibt ein Unternehmen einen Einstellungsstopp bekannt, ist es für Bewerber ein klares Signal, sich bei anderen Arbeitgebern nach einem Job umzusehen. Aber ist das wirklich so? Nein! Trotz scheinbar eindeutiger Aussage sollten Sie sich durchaus bei genau diesen Arbeitgebern bewerben. Das ist kein vergeudeter Aufwand, sondern eine gute Chance. Die Erklärung: Nach der Krise geht es wieder aufwärts – und mit dem Aufschwung kommt der Fachkräftemangel. Personalengpässe werden ausgeglichen, der Personalbedarf steigt durch die gute wirtschaftliche Situation – die Nachfrage nach Bewerbern und neuen Mitarbeitern steigt.

Bewerber verfolgen somit eine langfristige und zukunftsorientierte Bewerbungsstrategie, wenn sie Unternehmen kontaktieren, obwohl diese aktuell nicht einstellen. Dieses Vorgehen hat mehrere Vorteile:

  • Sie profitieren vom Timing. Wer sich bereits während des Einstellungsstopps beworben hat, steht in erster Reihe der Kandidaten. Idealerweise greift der Personaler direkt auf Ihre Unterlagen zurück, sobald wieder Mitarbeiter gesucht werden.
  • Sie unterstreichen Ihre Motivation. Motivation ist neben der Qualifikation entscheidend für Zu- oder Absage. Bewerben Sie sich, obwohl das Unternehmen gerade offiziell nicht einstellt, spricht dies für große Motivation. Sie lassen sich von der Hürde nicht aufhalten und zeigen, dass Sie bereit für die Herausforderung sind.
  • Sie zeigen Interesse am Unternehmen. Personaler bevorzugen Bewerber, die sich nicht auf irgendeinen Job bewerben, sondern genau bei diesem Unternehmen arbeiten wollen. Eine Bewerbung trotz Einstellungsstopp signalisiert genau das. Ihre klare Botschaft: Auch wenn Sie gerade keine Stellen vergeben, möchte ich trotzdem bei ihnen – und bei keinem anderen – arbeiten.

Über den Stopp hinaus planen

Nicht nur Jobsuchende, auch Unternehmen sollten für die Zeit nach dem Einstellungsstopp planen. Beginnen Sie die Vorbereitung frühzeitig, um im Anschluss an die Krise schnell in die Erfolgsspur zurückzukehren. Legen Sie nicht das gesamte Recruiting auf Eis, sondern nutzen Sie die Zeit, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Schalten Sie Stellenanzeigen, sichten Sie Unterlagen von Kandidaten und legen Sie einen Pool von interessanten Bewerbern an.

Ist die Krise überwunden, können Sie durchstarten, während andere erst langsam den Bewerbungsprozess hochfahren.

Tipps für die Bewerbung bei Einstellungsstopp

Als Bewerber müssen Sie zunächst Ihre Unsicherheit überwinden. Die Angst, eine spätere Jobchance zu verspielen, weil Sie sich innerhalb des Einstellungsstopps beworben haben, ist unbegründet. Im schlimmsten Fall werden Sie auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet, an dem Sie sich erneut bewerben sollen – oft werden Ihre Bewerbungsunterlagen aber gespeichert und berücksichtigt, wenn der Stopp aufgehoben wird. Haben Sie also Mut, sich zu bewerben! Die folgenden Tipps helfen bei der Bewerbung trotz Einstellungsstopp:

  • Nutzen Sie eine Initiativbewerbung
    Werden gerade keine Positionen besetzt, gibt es auch keine konkreten Stellenanzeigen. Schreiben Sie deshalb eine Initiativbewerbung. Mit dieser Form bewerben Sie sich bei einem Arbeitgeber, ohne eine offiziell ausgeschriebene Position zu benötigen. Suchen Sie den Ansprechpartner im Unternehmen und reichen Sie Unterlagen für die Stelle ein, auf die Sie sich bewerben wollen.
  • Thematisieren Sie den Einstellungsstopp
    Im Anschreiben können Sie den Einstellungsstopp kurz erwähnen. Erklären Sie, dass Sie sich der Situation bewusst sind und sich gezielt trotzdem für eine Bewerbung entschieden haben. Machen Sie das Thema aber nicht zum Fokus. Im Zentrum stehen weiterhin Ihre Qualifikationen, Erfahrungen und Ihre Motivation für den Job.
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    Der Einstellungsstopp verhindert eine sofortige Einstellung. Machen Sie deshalb deutlich, dass Sie an einem späteren Einstieg interessiert sind. Ein solcher Hinweis kann beispielsweise so aussehen: „Ich freue mich darauf, Ihr Unternehmen zu unterstützen, sobald Sie wieder Personal einstellen“ oder auch „Gerne dürfen Sie meine Bewerbungsunterlagen abspeichern und mich kontaktieren, wenn die Stellenbesetzung anläuft.“
  • Stellen Sie sich auf Wartezeit ein
    Es ist immer nervig, auf eine Antwort von Unternehmen zu warten – bei einem Einstellungsstopp müssen Sie sich jedoch darauf einstellen. Vielleicht erhalten Sie eine Bestätigung, dass Ihre Unterlagen entgegengenommen wurden, manchmal werden Bewerber aber auch erst später kontaktiert. Ein wenig Geduld ist in jedem Fall erforderlich, da Sie erst zu einem späteren Zeitpunkt benachrichtigt werden, ob von Seiten des Arbeitgebers Interesse besteht, Sie in einem Vorstellungsgespräch näher kennenzulernen.
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Keine Regeln: Exklusive Auszüge aus dem Netflix-Buch https://karrierebibel.de/keine-regeln/ Wed, 23 Sep 2020 10:00:06 +0000 Jochen Mai https://karrierebibel.de/?p=140643

Selten hat uns ein Management-Buch so begeistert wie „Keine Regeln“ von Netflix-Gründer und CEO Reed Hastings und Erin Meyer, Professorin an der renommierten Managementuniversität INSEAD in Paris. Die Autoren lüften dabei zahlreiche Erfolgsgeheimnisse des Streaming-Anbieters und stellen zugleich ebenso radikale wie wirksame Führungs- und Organisationsprinzipien vor. Etwa, dass Unternehmen keine Familie, sondern maximal ein Team sein sollten oder warum Spitzengehälter besser sind als Boni und die Talentdichte fördern. Im Folgenden lesen Sie – mit freundlicher Genehmigung des Econ-Verlags – exklusive Auszüge aus dem Buch…

„Keine Regel“ – Gleich hier bestellen!

Keine Regel Reed Hasting Buch CoverWas steckt hinter dem Geheimnis des Netflix-Erfolgs? Gründer und CEO Reed Hastings verrät erstmals die wesentlichen Erfolgsstrategien, mit denen sein Unternehmen vom DVD-Versandhändler zur gefeierten Streaming-Supermacht avancierte: durch eine Kultur der Offenheit und Transparenz, die Erhöhung der Talentdichte oder die konsequente Abschaffung von Kontrollmechanismen. Wir finden: Eines der besten Management-Bücher der jüngsten Zeit. Absolute Leseempfehlung!

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Exklusive Buchauszüge: Boni schaden der Flexibilität

Im Jahr 2003 mussten wir feststellen, dass Boni dem Geschäftserfolg abträglich sind. Patty McCord und ich bereiteten uns auf die wöchentliche Sitzung des Führungsteams vor. Auf der Tagesordnung stand ein neues Bonussystem für die Topmanager. Wir diskutierten stundenlang über die geeigneten Leistungsvorgaben und deren Verknüpfung mit dem Gehalt.

Jedes Bonussystem basiert letztlich auf der Annahme, dass man die Zukunft verlässlich vorhersagen und zu jedem beliebigen Zeitpunkt ein Ziel festlegen kann, das auch später noch relevant ist. Aber bei Netflix, wo wir in der Lage sein müssen, zügig auf plötzliche Veränderungen zu reagieren, haben wir nicht das geringste Interesse daran, dass Mitarbeiter im Dezember für die Erreichung eines Ziels, das im Januar festgelegt worden ist, belohnt werden. Es besteht sogar das Risiko, dass die Mitarbeiter sich auf eine Zielvorgabe konzentrieren, statt das zu tun, was zum aktuellen Zeitpunkt im besten Interesse des Unternehmens ist.

Viele unserer Mitarbeiter in Hollywood kommen von Filmunternehmen wie WarnerMedia oder NBC, wo ein Großteil der Vergütung an bestimmte finanzielle Erfolgskennzahlen gekoppelt ist. Wenn in diesem Jahr eine Erhöhung des Betriebsgewinns um 5 Prozent angestrebt wird, bekommt man den Bonus – oft 25 Prozent des Jahresgehalts – dann, wenn man sich verbissen darum bemüht, das Betriebsergebnis zu steigern. Aber was ist, wenn sich eine Sparte in fünf Jahren neu ausrichten muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Eine Neuausrichtung geht mit Investitionen und Risiken einher, die möglicherweise die diesjährige Gewinnspanne verringern werden. Auch der Aktienkurs wird vielleicht sinken. Welche Führungskraft wäre bereit, das zu tun? Aus diesem Grund sind Unternehmen wie WarnerMedia oder NBC unter Umständen nicht in der Lage, sich mit der Zeit tiefgreifend zu verändern.

Abgesehen davon glaube ich einfach nicht, dass leistungsstarke Mitarbeiter sich noch mehr ins Zeug legen, wenn man sie mit Geld zu locken versucht. Spitzenkräfte sind von sich aus erfolgsorientiert und werden all ihre Energie dafür einsetzen, unabhängig davon, ob man sie mit einem Bonus zu ködern versucht. Mir gefällt dieses Zitat des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, John Cryan: „Ich habe keine Ahnung, warum man mir einen Vertrag mit einem Bonus angeboten hat, denn ich verspreche Ihnen, dass ich in jedem Jahr, an jedem Tag nicht mehr oder weniger hart arbeiten werde, weil mir jemand mehr oder weniger zahlt.“ Jede Führungskraft, die ihr Gehalt wert ist, würde das Gleiche sagen.

Leistungsabhängige Vergütung verringert Leistung

Forschungsergebnisse bestätigen das. Eine leistungsabhängige Vergütung zahlt sich bei Routineaufgaben aus, während sie bei kreativen Tätigkeiten die Leistungsfähigkeit verringert. Professor Dan Ariely von der Duke University beschreibt, was er 2008 in einer faszinierenden Studie herausfand:

Wir legten 87 Teilnehmern eine Reihe von Aufgaben vor, die Aufmerksamkeit, ein gutes Gedächtnis, Konzentration und Kreativität verlangen. So baten wir sie zum Beispiel, Puzzleteile aus Metall in einen Plastikrahmen einzupassen und Tennisbälle auf ein Ziel zu werfen. Wir versprachen ihnen Geldprämien, wenn sie die Aufgaben außerordentlich gut erfüllen würden. Rund einem Drittel der Versuchsteilnehmer sagten wir, sie würden einen kleinen Bonus erhalten, einem weiteren Drittel versprachen wir einen mittleren Bonus und dem letzten Drittel einen hohen Bonus, je nachdem, wie gut sie abschnitten. Die Ergebnisse überraschten uns. Die Personen, denen mittelhohe Prämien angeboten wurden, schnitten nicht besser oder schlechter ab als jene, denen niedrige Prämien angeboten wurden. Am aufschlussreichsten war jedoch die Tatsache, dass die Gruppe, der die höchsten Prämien in Aussicht gestellt wurden, bei allen Aufgaben schlechter abschnitt als die anderen beiden Gruppen.

Die Ergebnisse konnten auch bei einer Studie am Massachusetts Institute of Technology bestätigt werden: Das Angebot einer höheren Prämie führte zu einer schlechteren Leistung.

Spitzenleute motivieren fixe Gehälter

Kreative Arbeit erfordert freies Denken. Wenn unsere Aufmerksamkeit jedoch durch die Frage, ob wir gut genug sein werden, um die Prämie zu bekommen, teilweise beansprucht wird, befinden wir uns nicht in jenem offenen kognitiven Raum, der die besten Ideen und die innovativsten Möglichkeiten beherbergt. Unsere Leistung verschlechtert sich. Menschen sind dann am kreativsten, wenn ihr Gehalt so hoch ist, dass sie sich keine Sorgen mehr über ihren Lebensstandard machen müssen. Doch ihre Kreativität leidet, wenn sie nicht wissen, ob sie eine zusätzliche Geldleistung erhalten. Hohe Gehälter – nicht Leistungszulagen – fördern die Fähigkeit, Innovationen hervorzubringen.

Als wir beschlossen, keine Boni zum Gehalt zu zahlen, hat es uns überrascht, dass wir viel mehr Toptalente für uns gewinnen konnten. Viele Unternehmen glauben, sie wären nicht mehr konkurrenzfähig, wenn sie keinen Bonus anbieten. Wir haben das Gegenteil festgestellt: Zu uns kommen mehr Spitzenleute als zu unseren Wettbewerbern, weil wir das gesamte Budget, das uns zur Verfügung steht, in die Gehälter stecken.

Stellen Sie sich vor, Sie suchen eine Stelle und bekommen zwei Angebote. Eine Firma bietet Ihnen 200.000 Dollar plus einen 15-prozentigen Bonus, während eine andere Ihnen 230.000 Dollar anbietet. Für welches Angebot entscheiden Sie sich? Selbstverständlich für den Spatz in der Hand, nicht für die Taube auf dem Dach: 230.000 Dollar. Sie wissen im Voraus ganz genau, wie viel Sie verdienen – Sie gehen kein Risiko ein. Der Verzicht auf leistungsabhängige Boni ermöglicht es, ein höheres Grundgehalt anzubieten und so hochmotivierte Mitarbeiter langfristig zu binden. All dies erhöht die Talentdichte. Aber nichts erhöht die Talentdichte mehr, als Mitarbeitern hohe Gehälter zu zahlen und diese im Lauf der Zeit zu erhöhen, um sicherzustellen, dass sie weiterhin über dem Marktdurchschnitt liegen.

Warum Sie höhere Gehälter als jeder andere zahlen sollten

Kurz nachdem wir beschlossen hatten, keine Kosten zu scheuen, um die besten Mitarbeiter einzustellen und zu halten, kam Han, einer der Leiter der Abteilung Software-Entwicklung, zu mir und sagte, er habe einen fabelhaften Bewerber für eine offene Stelle. Dieser Kandidat, Devin, verfüge über seltene Fähigkeiten, die eine enorme Bereicherung für das Team bedeuten würden. Aber er forderte ein Gehalt, das fast doppelt so hoch war wie das der anderen Programmierer im Team. Selbst Han verdiente nicht so viel. „Ich weiß, dass Netflix enorm von ihm profitieren würde, aber ist es angemessen, ihm so viel zu zahlen?“, fragte sich Han. Ich stellte Han drei Fragen:

  • „War irgendeiner der Programmierer in seinem aktuellen Team gut genug, um die Stelle bei Apple anzunehmen, die Devin gerade verlassen hatte?“ – „Nein.“
  • „Wären drei von Hans gegenwärtigen Mitarbeitern gemeinsam genauso produktiv wie Devin allein?“ – „Nein.“
  • „Wenn ihm eine gute Fee anbieten würde, heimlich und ohne Zwang einige seiner jetzigen Programmierer durch Devin zu ersetzen, wäre dies gut für das Unternehmen?“ – „Ja.“

Ich sagte zu Han, meines Erachtens könne er es sich ohne Weiteres leisten, Devin einzustellen. Wir würden in Zukunft ein paar Programmierer weniger einstellen und dieses Geld dafür verwenden, Devin das zu zahlen, was er wert war. Darum geht es bei der Erhöhung der Talentdichte. Han schaute nachdenklich. „Leute mit Devins Fähigkeiten sind gegenwärtig stark gefragt. Wenn wir unsere Recruiting-Strategie ändern, um Devin zu bezahlen, möchte ich sichergehen, dass ihn nicht einer unserer Wettbewerber mit einem noch attraktiveren Gehalt abwirbt.“

Wir beschlossen, den Markt zu durchforsten, um herauszufinden, wie viel unsere Wettbewerber für Devins Talente zu zahlen bereit wären. Dann würden wir etwas mehr zahlen als das höchste dieser Gehaltsangebote.
Devins Team hat einige der grundlegenden Funktionalitäten entwickelt, welche die Netflix-Plattform heute ausmachen. Da ich wollte, dass all unsere Mitarbeiter ähnlich bedeutende Beiträge für das Unternehmen lieferten wie er, beschlossen wir, die Gehälter aller künftigen Neueinstellungen nach der gleichen Methode festzulegen.

Mehr zahlen als der persönliche Marktwert

In den meisten Unternehmen gleichen Gehaltsverhandlungen dem Kauf eines Gebrauchtwagens. Sie wollen den Job, aber Sie kennen nicht die Summe, die das Unternehmen maximal zu zahlen bereit ist, und daher versuchen Sie abzuschätzen, was Sie verlangen können und wo die Schmerzgrenze der anderen Seite liegt. Das Unternehmen spekuliert auf Ihre Unwissenheit, um Sie zum geringstmöglichen Gehalt einzustellen. Dies ist eine ausgezeichnete Methode, um einen Mitarbeiter unter seinem Wert einzukaufen, mit dem Ergebnis, dass er ein paar Monate später aufgrund eines etwas höheren Angebots zu einem Konkurrenten abwandert.

Netflix dagegen will das Gehalt zahlen, mit dem man Spitzenkräfte anlocken und halten kann. Entsprechend konzentrieren sich die Gespräche mit Bewerbern darauf, diesen zu verdeutlichen, dass man erstens eine ungefähre Vorstellung davon hat, was der Bewerber bei anderen Unternehmen verdienen könnte, und dass man ihm zweitens etwas mehr als das zahlen wird.

Nehmen wir die Erfahrung von Mike Hasting (nicht mit Reed verwandt). Mike arbeitete in Ann Arbor in Michigan für Allmovie.com, als man ihn zu einem Vorstellungsgespräch einlud für eine Stelle in dem Netflix-Team, das diese Einstufungen vornimmt. Er freute sich darauf, ins Silicon Valley umzuziehen, aber die Lebenshaltungskosten sind in Kalifornien so hoch, dass er nicht wusste, wie viel Geld er verlangen soll. Also las er einige Bücher über Gehaltsverhandlungen und unterhielt sich mit mehreren Freunden. Sie alle rieten ihm, präzise Informationen für sich zu behalten. „Du wirst deinen Wert wahrscheinlich zu niedrig schätzen, und Netflix wird versuchen, das auszunutzen“, sagte ein Freund. Mithilfe eines regionalen Gehaltsrechners kam Mike zu dem Schluss, dass er, wenn es hart auf hart käme, das Doppelte dessen, was er jetzt verdiente, verlangen würde.

Er studierte ein, wie er höflich sämtlichen Gehaltsfragen ausweichen würde, aber während des Gesprächs sagte er dem Personalverantwortlichen, was er verdiente und welche Gehaltsvorstellungen er hatte. Deshalb machte er sich während der gesamten Rückreise nach Michigan Vorwürfe, wie er nur so blöd hatte sein können. Mike lag auf seinem Bett in Ann Arbor und starrte auf sein Lieblingsposter von Hitchcock, als der Personalverantwortliche von Netflix anrief. „Sie boten mir 30 Prozent mehr als die hundertprozentige Gehaltserhöhung an, die ich verlangt hatte!“ Sein zukünftiger Chef stellte klar: „Das liegt über der hiesigen marktüblichen Vergütung für jemanden mit Ihren Qualifikationen.“

Top-Talente anlocken und binden

Zunächst wird sich ein neu eingestellter Mitarbeiter durch sein Spitzengehalt motiviert fühlen. Aber schon bald werden seine Fähigkeiten zunehmen, und Wettbewerber werden anrufen und höhere Gehälter anbieten. Wenn er sein Geld wert ist, wird sein Marktwert steigen, und das Risiko, dass er wechselt, nimmt zu. Von daher ist es paradox, dass so gut wie alle Unternehmen weltweit bei Gehaltsanpassungen einem System folgen, das die Talentdichte wahrscheinlich verringern wird, indem es Mitarbeiter dazu ermuntert, sich andernorts eine Stelle zu suchen.

Studien bestätigen das. Man verdient mehr, wenn man die Firma wechselt, als wenn man an Ort und Stelle bleibt. Im Jahr 2018 betrug die jährliche Gehaltserhöhung pro Mitarbeiter in den USA etwa 3 Prozent (5 Prozent für Spitzenkräfte). Ein Mitarbeiter, der kündigte und zu einer anderen Firma wechselte, verdiente im Schnitt zwischen 10 und 20 Prozent mehr. Am selben Arbeitsplatz zu bleiben, ist also schlecht für die Brieftasche.

Das Netflix-Modell, Mitarbeitern ein Gehalt zu zahlen, das am oberen Ende ihres Marktwerts liegt, ist so ungewöhnlich, dass es schwer zu verstehen ist. In einem Umfeld, in dem Spitzenleistungen erwartet werden, ist es aber langfristig am kostengünstigsten, etwas mehr als das marktübliche Gehalt zu zahlen. Es ist am besten, wenn Gehälter etwas höher als nötig sind und wenn man eine Gehaltserhöhung gewährt, bevor ein Mitarbeiter darum ersucht oder gar beginnt, sich nach einer anderen Stelle umzusehen, um auf diese Weise Jahr für Jahr die besten Talente, die auf dem Markt sind, anzulocken und zu binden. Es kostet viel mehr, Mitarbeiter zu verlieren und Ersatz für sie zu finden, als von Anfang an etwas zu viel zu zahlen.

Spitzenkräfte kennen ihren Marktwert

Personalvermittler rufen häufig Netflix-Mitarbeiter (und wahrscheinlich auch talentierte Mitarbeiter Ihres Unternehmens) an und versuchen, diese für andere Stellen zu gewinnen. Sie können darauf wetten, dass die abwerbende Firma Geld hat und bereit ist, dieses auf den Tisch zu legen. Was sollten Ihre Mitarbeiter Ihres Erachtens tun, wenn sie solche Anrufe erhalten? Mit dem Telefon auf die Toilette gehen und den Wasserhahn öffnen, während sie ins Telefon flüstern?

Wahrscheinlich werden sie genau das tun, und das Gleiche haben sie bei Netflix getan – bis 2003, als im Unternehmen Diskussionen darüber begannen, Mitarbeitern ein Gehalt im oberen Bereich ihres persönlichen Marktwerts zu zahlen. Bald darauf kam der Produktchef Neil Hunt zu Patty und mir und berichtete, einer seiner wichtigsten Ingenieure, George, habe ein Angebot für eine besser bezahlte Stelle bei Google erhalten.

Wir waren beide dagegen, George mehr Geld anzubieten, damit er bleibt, und wir waren beide der Auffassung, dass es illoyal von ihm war, sich hinter unserem Rücken für eine andere Stelle vorzustellen. Auf der Rückfahrt nach Santa Cruz an jenem Nachmittag schnaubte Patty: „Kein Mitarbeiter sollte unersetzlich sein!“ Aber die Nacht über begannen Patty und ich darüber nachzudenken, welch großer Verlust der Weggang Georges für das Unternehmen wäre. Als Patty am nächsten Morgen in mein Auto sprang, sagte sie: „Reed, mir ist in der Nacht schier der Kopf geplatzt. Wir sind blöd! George ist nicht ersetzbar. Nicht wirklich.“ Sie hatte recht. Es gab weltweit nur vier Personen, die das gleiche Know-how für die Programmierung von Algorithmen besaßen, und drei von ihnen arbeiteten bei Netflix. Wenn wir George ziehen ließen, würden andere Unternehmen womöglich an die beiden verbleibenden herantreten.

Wir brachten die Unternehmensspitze zusammen – unter anderem Neil, Ted Sarandos und Leslie Kilgore –, um zu besprechen, was wir mit George im Besonderen und mit all den Personalvermittlern im Allgemeinen tun sollten, die hinter unseren Spitzenkräften her waren. Ted sagte: „George tat recht daran, sich bei einem Wettbewerber vorzustellen, um herauszufinden, wie viel er wert war – und wir wären schlecht beraten, ihm kein seinem Marktwert entsprechendes Gehalt zu zahlen, jetzt, da auch wir das wissen. Wenn es zudem weitere Mitarbeiter in Neils Team geben würde, denen Google die gleiche Stelle anbieten könnte, sollten wir ihre Gehälter im gleichen Umfang erhöhen. Das entspricht ihrem gegenwärtigen Marktwert.“

Leslie meldete sich zu Wort und sagte uns, sie tue bereits das, was Ted vorgeschlagen habe: „Ich sage zu all meinen Mitarbeitern: Informieren Sie sich über den Markt und kontaktieren Sie Personalvermittler – ich gebe ihnen auch eine Liste mit Namen der Personalvermittler, die sich auf Stellen wie die ihren spezialisiert haben. Ich will, dass alle Mitarbeiter sich aktiv dafür entscheiden zu bleiben. Ich will nicht, dass sie bleiben, weil sie keine anderen Möglichkeiten haben. Wenn man gut genug ist, bei Netflix zu arbeiten, ist man auch gut genug, um Alternativen zu haben. Wenn man weiß, dass man eine Wahl hat, kann man eine gute Entscheidung treffen. Bei Netflix zu arbeiten sollte eine freie Entscheidung, keine Falle sein.“

Wir beschlossen also nicht nur, George eine Erhöhung zu geben, sondern auch, dass Neil entscheiden sollte, welchen Mitgliedern seines Teams Google wahrscheinlich ebenfalls diese Stelle anbieten würde – und dann deren Gehälter anheben. Darum geht es bei der Bezahlung nach persönlichem Marktwert. Anschließend sagten wir allen Führungskräften, sie sollten nicht warten, bis ihre Mitarbeiter mit dem Stellenangebot eines Wettbewerbers zu ihnen kommen, ehe sie deren Gehälter erhöhen. Wenn wir eine Mitarbeiterin, deren Marktwert offenkundig steigt, nicht verlieren wollten, sollten wir ihr Gehalt entsprechend erhöhen.

Fragen Sie immer: Wie viel?!

Wenn sich der Markt aufheizt und Personalvermittler anrufen, werden Mitarbeiter neugierig. Ganz egal, was ich sage, werden einige diese Anrufe entgegennehmen und sich vorstellen. Wenn ich ihnen nicht die Erlaubnis dazu gebe, tun sie es hinter meinem Rücken und steigen aus, ohne mir die Chance zu geben, sie zurückzuhalten. Einen Monat bevor ich diese Erklärung abgab, verloren wir eine hochkarätige Führungskraft, für die wir keinen gleichwertigen Ersatz finden werden. Als sie zu mir kam, hatte sie bereits die andere Stelle angenommen. Ich konnte nichts mehr tun. Als sie mir sagte, sie habe sehr gern bei Netflix gearbeitet, aber sie verdiene jetzt 40 Prozent mehr, hat mich das geärgert. Ich hätte ihr das Gleiche bieten können, wenn ich gewusst hätte, dass ihr Marktwert so stark gestiegen war! Aus diesem Grund will ich, dass meine Mitarbeiter wissen, dass sie mit anderen Unternehmen reden können, so viel sie wollen, solange sie es offen tun und uns sagen, was sie in Erfahrung gebracht haben.

Neue Mitarbeiter stellen Ted oft die Frage: „Sind Sie sicher, dass ich diese Anrufe entgegennehmen soll, Ted? Wäre das nicht illoyal?“ Seit George mit dem Google-Angebot zu Neil kam, ist seine Antwort immer die gleiche: „Es ist illoyal, es hinter unserem Rücken zu tun und zu verheimlichen, mit wem man spricht, aber es nützt uns allen, wenn um Vorstellungsgespräche kein Geheimnis gemacht wird und Netflix die Gehaltsdaten mitgeteilt werden.“

Für den Fall, dass Personalvermittler anrufen, lautet die Regel bei Netflix: Bevor Sie dankend ablehnen, sollten Sie fragen: „Wie viel?“

Buchauszug kompakt

Um die Talentdichte in Ihrer Belegschaft zu erhöhen, sollten Sie für alle kreativen Stellen einen außerordentlich begabten Bewerber einstellen, statt zehn oder mehr durchschnittliche. Zahlen Sie dieser Spitzenkraft ein Gehalt an der Obergrenze der Spanne ihres Marktwerts. Nehmen Sie mindestens einmal pro Jahr eine Gehaltsanpassung vor, um sicherzustellen, dass sie bei Ihnen weiterhin mehr verdient als bei Ihren Wettbewerbern. Wenn Sie es sich nicht leisten können, Ihren besten Mitarbeitern ein Gehalt am oberen Ende ihres Marktwerts zu zahlen, dann sollten Sie einige Ihrer weniger leistungsstarken Beschäftigten entlassen, um die notwendigen Mittel dafür aufbringen zu können. Auf diese Weise erhöht sich die Talentdichte noch weiter.

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Selten hat uns ein Management-Buch so begeistert wie „Keine Regeln“ von Netflix-Gründer und CEO Reed Hastings und Erin Meyer, Professorin an der renommierten Managementuniversität INSEAD in Paris. Die Autoren lüften dabei zahlreiche Erfolgsgeheimnisse des Streaming-Anbieters und stellen zugleich ebenso radikale wie wirksame Führungs- und Organisationsprinzipien vor. Etwa, dass Unternehmen keine Familie, sondern maximal ein Team sein sollten oder warum Spitzengehälter besser sind als Boni und die Talentdichte fördern. Im Folgenden lesen Sie – mit freundlicher Genehmigung des Econ-Verlags – exklusive Auszüge aus dem Buch…

„Keine Regel“ – Gleich hier bestellen!

Keine Regel Reed Hasting Buch CoverWas steckt hinter dem Geheimnis des Netflix-Erfolgs? Gründer und CEO Reed Hastings verrät erstmals die wesentlichen Erfolgsstrategien, mit denen sein Unternehmen vom DVD-Versandhändler zur gefeierten Streaming-Supermacht avancierte: durch eine Kultur der Offenheit und Transparenz, die Erhöhung der Talentdichte oder die konsequente Abschaffung von Kontrollmechanismen. Wir finden: Eines der besten Management-Bücher der jüngsten Zeit. Absolute Leseempfehlung!

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Exklusive Buchauszüge: Boni schaden der Flexibilität

Im Jahr 2003 mussten wir feststellen, dass Boni dem Geschäftserfolg abträglich sind. Patty McCord und ich bereiteten uns auf die wöchentliche Sitzung des Führungsteams vor. Auf der Tagesordnung stand ein neues Bonussystem für die Topmanager. Wir diskutierten stundenlang über die geeigneten Leistungsvorgaben und deren Verknüpfung mit dem Gehalt.

Jedes Bonussystem basiert letztlich auf der Annahme, dass man die Zukunft verlässlich vorhersagen und zu jedem beliebigen Zeitpunkt ein Ziel festlegen kann, das auch später noch relevant ist. Aber bei Netflix, wo wir in der Lage sein müssen, zügig auf plötzliche Veränderungen zu reagieren, haben wir nicht das geringste Interesse daran, dass Mitarbeiter im Dezember für die Erreichung eines Ziels, das im Januar festgelegt worden ist, belohnt werden. Es besteht sogar das Risiko, dass die Mitarbeiter sich auf eine Zielvorgabe konzentrieren, statt das zu tun, was zum aktuellen Zeitpunkt im besten Interesse des Unternehmens ist.

Viele unserer Mitarbeiter in Hollywood kommen von Filmunternehmen wie WarnerMedia oder NBC, wo ein Großteil der Vergütung an bestimmte finanzielle Erfolgskennzahlen gekoppelt ist. Wenn in diesem Jahr eine Erhöhung des Betriebsgewinns um 5 Prozent angestrebt wird, bekommt man den Bonus – oft 25 Prozent des Jahresgehalts – dann, wenn man sich verbissen darum bemüht, das Betriebsergebnis zu steigern. Aber was ist, wenn sich eine Sparte in fünf Jahren neu ausrichten muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Eine Neuausrichtung geht mit Investitionen und Risiken einher, die möglicherweise die diesjährige Gewinnspanne verringern werden. Auch der Aktienkurs wird vielleicht sinken. Welche Führungskraft wäre bereit, das zu tun? Aus diesem Grund sind Unternehmen wie WarnerMedia oder NBC unter Umständen nicht in der Lage, sich mit der Zeit tiefgreifend zu verändern.

Abgesehen davon glaube ich einfach nicht, dass leistungsstarke Mitarbeiter sich noch mehr ins Zeug legen, wenn man sie mit Geld zu locken versucht. Spitzenkräfte sind von sich aus erfolgsorientiert und werden all ihre Energie dafür einsetzen, unabhängig davon, ob man sie mit einem Bonus zu ködern versucht. Mir gefällt dieses Zitat des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, John Cryan: „Ich habe keine Ahnung, warum man mir einen Vertrag mit einem Bonus angeboten hat, denn ich verspreche Ihnen, dass ich in jedem Jahr, an jedem Tag nicht mehr oder weniger hart arbeiten werde, weil mir jemand mehr oder weniger zahlt.“ Jede Führungskraft, die ihr Gehalt wert ist, würde das Gleiche sagen.

Leistungsabhängige Vergütung verringert Leistung

Forschungsergebnisse bestätigen das. Eine leistungsabhängige Vergütung zahlt sich bei Routineaufgaben aus, während sie bei kreativen Tätigkeiten die Leistungsfähigkeit verringert. Professor Dan Ariely von der Duke University beschreibt, was er 2008 in einer faszinierenden Studie herausfand:

Wir legten 87 Teilnehmern eine Reihe von Aufgaben vor, die Aufmerksamkeit, ein gutes Gedächtnis, Konzentration und Kreativität verlangen. So baten wir sie zum Beispiel, Puzzleteile aus Metall in einen Plastikrahmen einzupassen und Tennisbälle auf ein Ziel zu werfen. Wir versprachen ihnen Geldprämien, wenn sie die Aufgaben außerordentlich gut erfüllen würden. Rund einem Drittel der Versuchsteilnehmer sagten wir, sie würden einen kleinen Bonus erhalten, einem weiteren Drittel versprachen wir einen mittleren Bonus und dem letzten Drittel einen hohen Bonus, je nachdem, wie gut sie abschnitten. Die Ergebnisse überraschten uns. Die Personen, denen mittelhohe Prämien angeboten wurden, schnitten nicht besser oder schlechter ab als jene, denen niedrige Prämien angeboten wurden. Am aufschlussreichsten war jedoch die Tatsache, dass die Gruppe, der die höchsten Prämien in Aussicht gestellt wurden, bei allen Aufgaben schlechter abschnitt als die anderen beiden Gruppen.

Die Ergebnisse konnten auch bei einer Studie am Massachusetts Institute of Technology bestätigt werden: Das Angebot einer höheren Prämie führte zu einer schlechteren Leistung.

Spitzenleute motivieren fixe Gehälter

Kreative Arbeit erfordert freies Denken. Wenn unsere Aufmerksamkeit jedoch durch die Frage, ob wir gut genug sein werden, um die Prämie zu bekommen, teilweise beansprucht wird, befinden wir uns nicht in jenem offenen kognitiven Raum, der die besten Ideen und die innovativsten Möglichkeiten beherbergt. Unsere Leistung verschlechtert sich. Menschen sind dann am kreativsten, wenn ihr Gehalt so hoch ist, dass sie sich keine Sorgen mehr über ihren Lebensstandard machen müssen. Doch ihre Kreativität leidet, wenn sie nicht wissen, ob sie eine zusätzliche Geldleistung erhalten. Hohe Gehälter – nicht Leistungszulagen – fördern die Fähigkeit, Innovationen hervorzubringen.

Als wir beschlossen, keine Boni zum Gehalt zu zahlen, hat es uns überrascht, dass wir viel mehr Toptalente für uns gewinnen konnten. Viele Unternehmen glauben, sie wären nicht mehr konkurrenzfähig, wenn sie keinen Bonus anbieten. Wir haben das Gegenteil festgestellt: Zu uns kommen mehr Spitzenleute als zu unseren Wettbewerbern, weil wir das gesamte Budget, das uns zur Verfügung steht, in die Gehälter stecken.

Stellen Sie sich vor, Sie suchen eine Stelle und bekommen zwei Angebote. Eine Firma bietet Ihnen 200.000 Dollar plus einen 15-prozentigen Bonus, während eine andere Ihnen 230.000 Dollar anbietet. Für welches Angebot entscheiden Sie sich? Selbstverständlich für den Spatz in der Hand, nicht für die Taube auf dem Dach: 230.000 Dollar. Sie wissen im Voraus ganz genau, wie viel Sie verdienen – Sie gehen kein Risiko ein. Der Verzicht auf leistungsabhängige Boni ermöglicht es, ein höheres Grundgehalt anzubieten und so hochmotivierte Mitarbeiter langfristig zu binden. All dies erhöht die Talentdichte. Aber nichts erhöht die Talentdichte mehr, als Mitarbeitern hohe Gehälter zu zahlen und diese im Lauf der Zeit zu erhöhen, um sicherzustellen, dass sie weiterhin über dem Marktdurchschnitt liegen.

Warum Sie höhere Gehälter als jeder andere zahlen sollten

Kurz nachdem wir beschlossen hatten, keine Kosten zu scheuen, um die besten Mitarbeiter einzustellen und zu halten, kam Han, einer der Leiter der Abteilung Software-Entwicklung, zu mir und sagte, er habe einen fabelhaften Bewerber für eine offene Stelle. Dieser Kandidat, Devin, verfüge über seltene Fähigkeiten, die eine enorme Bereicherung für das Team bedeuten würden. Aber er forderte ein Gehalt, das fast doppelt so hoch war wie das der anderen Programmierer im Team. Selbst Han verdiente nicht so viel. „Ich weiß, dass Netflix enorm von ihm profitieren würde, aber ist es angemessen, ihm so viel zu zahlen?“, fragte sich Han. Ich stellte Han drei Fragen:

  • „War irgendeiner der Programmierer in seinem aktuellen Team gut genug, um die Stelle bei Apple anzunehmen, die Devin gerade verlassen hatte?“ – „Nein.“
  • „Wären drei von Hans gegenwärtigen Mitarbeitern gemeinsam genauso produktiv wie Devin allein?“ – „Nein.“
  • „Wenn ihm eine gute Fee anbieten würde, heimlich und ohne Zwang einige seiner jetzigen Programmierer durch Devin zu ersetzen, wäre dies gut für das Unternehmen?“ – „Ja.“

Ich sagte zu Han, meines Erachtens könne er es sich ohne Weiteres leisten, Devin einzustellen. Wir würden in Zukunft ein paar Programmierer weniger einstellen und dieses Geld dafür verwenden, Devin das zu zahlen, was er wert war. Darum geht es bei der Erhöhung der Talentdichte. Han schaute nachdenklich. „Leute mit Devins Fähigkeiten sind gegenwärtig stark gefragt. Wenn wir unsere Recruiting-Strategie ändern, um Devin zu bezahlen, möchte ich sichergehen, dass ihn nicht einer unserer Wettbewerber mit einem noch attraktiveren Gehalt abwirbt.“

Wir beschlossen, den Markt zu durchforsten, um herauszufinden, wie viel unsere Wettbewerber für Devins Talente zu zahlen bereit wären. Dann würden wir etwas mehr zahlen als das höchste dieser Gehaltsangebote.
Devins Team hat einige der grundlegenden Funktionalitäten entwickelt, welche die Netflix-Plattform heute ausmachen. Da ich wollte, dass all unsere Mitarbeiter ähnlich bedeutende Beiträge für das Unternehmen lieferten wie er, beschlossen wir, die Gehälter aller künftigen Neueinstellungen nach der gleichen Methode festzulegen.

Mehr zahlen als der persönliche Marktwert

In den meisten Unternehmen gleichen Gehaltsverhandlungen dem Kauf eines Gebrauchtwagens. Sie wollen den Job, aber Sie kennen nicht die Summe, die das Unternehmen maximal zu zahlen bereit ist, und daher versuchen Sie abzuschätzen, was Sie verlangen können und wo die Schmerzgrenze der anderen Seite liegt. Das Unternehmen spekuliert auf Ihre Unwissenheit, um Sie zum geringstmöglichen Gehalt einzustellen. Dies ist eine ausgezeichnete Methode, um einen Mitarbeiter unter seinem Wert einzukaufen, mit dem Ergebnis, dass er ein paar Monate später aufgrund eines etwas höheren Angebots zu einem Konkurrenten abwandert.

Netflix dagegen will das Gehalt zahlen, mit dem man Spitzenkräfte anlocken und halten kann. Entsprechend konzentrieren sich die Gespräche mit Bewerbern darauf, diesen zu verdeutlichen, dass man erstens eine ungefähre Vorstellung davon hat, was der Bewerber bei anderen Unternehmen verdienen könnte, und dass man ihm zweitens etwas mehr als das zahlen wird.

Nehmen wir die Erfahrung von Mike Hasting (nicht mit Reed verwandt). Mike arbeitete in Ann Arbor in Michigan für Allmovie.com, als man ihn zu einem Vorstellungsgespräch einlud für eine Stelle in dem Netflix-Team, das diese Einstufungen vornimmt. Er freute sich darauf, ins Silicon Valley umzuziehen, aber die Lebenshaltungskosten sind in Kalifornien so hoch, dass er nicht wusste, wie viel Geld er verlangen soll. Also las er einige Bücher über Gehaltsverhandlungen und unterhielt sich mit mehreren Freunden. Sie alle rieten ihm, präzise Informationen für sich zu behalten. „Du wirst deinen Wert wahrscheinlich zu niedrig schätzen, und Netflix wird versuchen, das auszunutzen“, sagte ein Freund. Mithilfe eines regionalen Gehaltsrechners kam Mike zu dem Schluss, dass er, wenn es hart auf hart käme, das Doppelte dessen, was er jetzt verdiente, verlangen würde.

Er studierte ein, wie er höflich sämtlichen Gehaltsfragen ausweichen würde, aber während des Gesprächs sagte er dem Personalverantwortlichen, was er verdiente und welche Gehaltsvorstellungen er hatte. Deshalb machte er sich während der gesamten Rückreise nach Michigan Vorwürfe, wie er nur so blöd hatte sein können. Mike lag auf seinem Bett in Ann Arbor und starrte auf sein Lieblingsposter von Hitchcock, als der Personalverantwortliche von Netflix anrief. „Sie boten mir 30 Prozent mehr als die hundertprozentige Gehaltserhöhung an, die ich verlangt hatte!“ Sein zukünftiger Chef stellte klar: „Das liegt über der hiesigen marktüblichen Vergütung für jemanden mit Ihren Qualifikationen.“

Top-Talente anlocken und binden

Zunächst wird sich ein neu eingestellter Mitarbeiter durch sein Spitzengehalt motiviert fühlen. Aber schon bald werden seine Fähigkeiten zunehmen, und Wettbewerber werden anrufen und höhere Gehälter anbieten. Wenn er sein Geld wert ist, wird sein Marktwert steigen, und das Risiko, dass er wechselt, nimmt zu. Von daher ist es paradox, dass so gut wie alle Unternehmen weltweit bei Gehaltsanpassungen einem System folgen, das die Talentdichte wahrscheinlich verringern wird, indem es Mitarbeiter dazu ermuntert, sich andernorts eine Stelle zu suchen.

Studien bestätigen das. Man verdient mehr, wenn man die Firma wechselt, als wenn man an Ort und Stelle bleibt. Im Jahr 2018 betrug die jährliche Gehaltserhöhung pro Mitarbeiter in den USA etwa 3 Prozent (5 Prozent für Spitzenkräfte). Ein Mitarbeiter, der kündigte und zu einer anderen Firma wechselte, verdiente im Schnitt zwischen 10 und 20 Prozent mehr. Am selben Arbeitsplatz zu bleiben, ist also schlecht für die Brieftasche.

Das Netflix-Modell, Mitarbeitern ein Gehalt zu zahlen, das am oberen Ende ihres Marktwerts liegt, ist so ungewöhnlich, dass es schwer zu verstehen ist. In einem Umfeld, in dem Spitzenleistungen erwartet werden, ist es aber langfristig am kostengünstigsten, etwas mehr als das marktübliche Gehalt zu zahlen. Es ist am besten, wenn Gehälter etwas höher als nötig sind und wenn man eine Gehaltserhöhung gewährt, bevor ein Mitarbeiter darum ersucht oder gar beginnt, sich nach einer anderen Stelle umzusehen, um auf diese Weise Jahr für Jahr die besten Talente, die auf dem Markt sind, anzulocken und zu binden. Es kostet viel mehr, Mitarbeiter zu verlieren und Ersatz für sie zu finden, als von Anfang an etwas zu viel zu zahlen.

Spitzenkräfte kennen ihren Marktwert

Personalvermittler rufen häufig Netflix-Mitarbeiter (und wahrscheinlich auch talentierte Mitarbeiter Ihres Unternehmens) an und versuchen, diese für andere Stellen zu gewinnen. Sie können darauf wetten, dass die abwerbende Firma Geld hat und bereit ist, dieses auf den Tisch zu legen. Was sollten Ihre Mitarbeiter Ihres Erachtens tun, wenn sie solche Anrufe erhalten? Mit dem Telefon auf die Toilette gehen und den Wasserhahn öffnen, während sie ins Telefon flüstern?

Wahrscheinlich werden sie genau das tun, und das Gleiche haben sie bei Netflix getan – bis 2003, als im Unternehmen Diskussionen darüber begannen, Mitarbeitern ein Gehalt im oberen Bereich ihres persönlichen Marktwerts zu zahlen. Bald darauf kam der Produktchef Neil Hunt zu Patty und mir und berichtete, einer seiner wichtigsten Ingenieure, George, habe ein Angebot für eine besser bezahlte Stelle bei Google erhalten.

Wir waren beide dagegen, George mehr Geld anzubieten, damit er bleibt, und wir waren beide der Auffassung, dass es illoyal von ihm war, sich hinter unserem Rücken für eine andere Stelle vorzustellen. Auf der Rückfahrt nach Santa Cruz an jenem Nachmittag schnaubte Patty: „Kein Mitarbeiter sollte unersetzlich sein!“ Aber die Nacht über begannen Patty und ich darüber nachzudenken, welch großer Verlust der Weggang Georges für das Unternehmen wäre. Als Patty am nächsten Morgen in mein Auto sprang, sagte sie: „Reed, mir ist in der Nacht schier der Kopf geplatzt. Wir sind blöd! George ist nicht ersetzbar. Nicht wirklich.“ Sie hatte recht. Es gab weltweit nur vier Personen, die das gleiche Know-how für die Programmierung von Algorithmen besaßen, und drei von ihnen arbeiteten bei Netflix. Wenn wir George ziehen ließen, würden andere Unternehmen womöglich an die beiden verbleibenden herantreten.

Wir brachten die Unternehmensspitze zusammen – unter anderem Neil, Ted Sarandos und Leslie Kilgore –, um zu besprechen, was wir mit George im Besonderen und mit all den Personalvermittlern im Allgemeinen tun sollten, die hinter unseren Spitzenkräften her waren. Ted sagte: „George tat recht daran, sich bei einem Wettbewerber vorzustellen, um herauszufinden, wie viel er wert war – und wir wären schlecht beraten, ihm kein seinem Marktwert entsprechendes Gehalt zu zahlen, jetzt, da auch wir das wissen. Wenn es zudem weitere Mitarbeiter in Neils Team geben würde, denen Google die gleiche Stelle anbieten könnte, sollten wir ihre Gehälter im gleichen Umfang erhöhen. Das entspricht ihrem gegenwärtigen Marktwert.“

Leslie meldete sich zu Wort und sagte uns, sie tue bereits das, was Ted vorgeschlagen habe: „Ich sage zu all meinen Mitarbeitern: Informieren Sie sich über den Markt und kontaktieren Sie Personalvermittler – ich gebe ihnen auch eine Liste mit Namen der Personalvermittler, die sich auf Stellen wie die ihren spezialisiert haben. Ich will, dass alle Mitarbeiter sich aktiv dafür entscheiden zu bleiben. Ich will nicht, dass sie bleiben, weil sie keine anderen Möglichkeiten haben. Wenn man gut genug ist, bei Netflix zu arbeiten, ist man auch gut genug, um Alternativen zu haben. Wenn man weiß, dass man eine Wahl hat, kann man eine gute Entscheidung treffen. Bei Netflix zu arbeiten sollte eine freie Entscheidung, keine Falle sein.“

Wir beschlossen also nicht nur, George eine Erhöhung zu geben, sondern auch, dass Neil entscheiden sollte, welchen Mitgliedern seines Teams Google wahrscheinlich ebenfalls diese Stelle anbieten würde – und dann deren Gehälter anheben. Darum geht es bei der Bezahlung nach persönlichem Marktwert. Anschließend sagten wir allen Führungskräften, sie sollten nicht warten, bis ihre Mitarbeiter mit dem Stellenangebot eines Wettbewerbers zu ihnen kommen, ehe sie deren Gehälter erhöhen. Wenn wir eine Mitarbeiterin, deren Marktwert offenkundig steigt, nicht verlieren wollten, sollten wir ihr Gehalt entsprechend erhöhen.

Fragen Sie immer: Wie viel?!

Wenn sich der Markt aufheizt und Personalvermittler anrufen, werden Mitarbeiter neugierig. Ganz egal, was ich sage, werden einige diese Anrufe entgegennehmen und sich vorstellen. Wenn ich ihnen nicht die Erlaubnis dazu gebe, tun sie es hinter meinem Rücken und steigen aus, ohne mir die Chance zu geben, sie zurückzuhalten. Einen Monat bevor ich diese Erklärung abgab, verloren wir eine hochkarätige Führungskraft, für die wir keinen gleichwertigen Ersatz finden werden. Als sie zu mir kam, hatte sie bereits die andere Stelle angenommen. Ich konnte nichts mehr tun. Als sie mir sagte, sie habe sehr gern bei Netflix gearbeitet, aber sie verdiene jetzt 40 Prozent mehr, hat mich das geärgert. Ich hätte ihr das Gleiche bieten können, wenn ich gewusst hätte, dass ihr Marktwert so stark gestiegen war! Aus diesem Grund will ich, dass meine Mitarbeiter wissen, dass sie mit anderen Unternehmen reden können, so viel sie wollen, solange sie es offen tun und uns sagen, was sie in Erfahrung gebracht haben.

Neue Mitarbeiter stellen Ted oft die Frage: „Sind Sie sicher, dass ich diese Anrufe entgegennehmen soll, Ted? Wäre das nicht illoyal?“ Seit George mit dem Google-Angebot zu Neil kam, ist seine Antwort immer die gleiche: „Es ist illoyal, es hinter unserem Rücken zu tun und zu verheimlichen, mit wem man spricht, aber es nützt uns allen, wenn um Vorstellungsgespräche kein Geheimnis gemacht wird und Netflix die Gehaltsdaten mitgeteilt werden.“

Für den Fall, dass Personalvermittler anrufen, lautet die Regel bei Netflix: Bevor Sie dankend ablehnen, sollten Sie fragen: „Wie viel?“

Buchauszug kompakt

Um die Talentdichte in Ihrer Belegschaft zu erhöhen, sollten Sie für alle kreativen Stellen einen außerordentlich begabten Bewerber einstellen, statt zehn oder mehr durchschnittliche. Zahlen Sie dieser Spitzenkraft ein Gehalt an der Obergrenze der Spanne ihres Marktwerts. Nehmen Sie mindestens einmal pro Jahr eine Gehaltsanpassung vor, um sicherzustellen, dass sie bei Ihnen weiterhin mehr verdient als bei Ihren Wettbewerbern. Wenn Sie es sich nicht leisten können, Ihren besten Mitarbeitern ein Gehalt am oberen Ende ihres Marktwerts zu zahlen, dann sollten Sie einige Ihrer weniger leistungsstarken Beschäftigten entlassen, um die notwendigen Mittel dafür aufbringen zu können. Auf diese Weise erhöht sich die Talentdichte noch weiter.

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TGA-Fachplaner: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung https://karrierebibel.de/tga-fachplaner/ Wed, 23 Sep 2020 09:00:58 +0000 Anja Rassek https://karrierebibel.de/?p=139963

Die Abkürzung TGA steht für technische Gebäudeausrüstung. Ein TGA-Fachplaner ist dafür zuständig, die technische Ausrüstung von Gebäuden zu planen und umzusetzen. Das ist eine sehr herausfordernde und komplexe Tätigkeit, bei der alle Bereiche aufeinander abgestimmt werden und reibungslos miteinander arbeiten müssen. Ob Heizungstechnik, Raumlufttechnik, Klimatechnik oder Sanitärtechnik: Sie alle müssen ineinandergreifen. Damit das gewährleistet ist, gibt es zahlreiche Vorschriften und Verordnungen, die der TGA-Fachplaner bei der Umsetzung beachten muss. Wie Sie TGA-Fachplaner werden können, welche Gehaltsaussichten und Karrierewege Sie erwarten und wie Sie eine passende Bewerbung verfassen, erfahren Sie hier.

Ausbildung: Wie wird man TGA-Fachplaner?

Die Begrifflichkeiten sind nicht immer ganz eindeutig – mal wird von Versorgungstechnik, dann von technischer Gebäudeausrüstung (TGA), dann wieder von Gebäudetechnik oder gebäudetechnischer Anlage (GTA) gesprochen. Auch die Begriffe technischer Ausbau und Haustechnik werden mitunter verwandt, wenngleich diese vor allem für den Bereich des Wohnungsbaus gelten, während die vorgenannten sich auf Immobilien jeglicher Art, also auch öffentliche Einrichtungen und Unternehmen beziehen. Um als TGA-Fachplaner arbeiten zu können, brauchen Sie bereits eine inhaltlich verwandte Ausbildung oder ein entsprechendes Studium, da es sich streng genommen um eine berufliche Weiterbildung handelt. Infrage kommen beispielsweise folgende Studiengänge:

➠ Versorgungstechnik
➠ Elektrotechnik
➠ Energietechnik
➠ Konstruktionstechnik
➠ Gebäudetechnik
➠ Maschinenbau
➠ Facility-Management (Technisches Gebäudemanagement)

Es handelt sich hierbei ursprünglich um Ingenieurstudiengänge. Im Rahmen der Hochschulreform und zur besseren Vergleichbarkeit mit ausländischen Abschlüssen wurde der akademische Grad „Diplom-Ingenieur“ durch den „Bachelor of Engineering“ beziehungsweise den „Master of Engineering“ ersetzt. Alternativ haben Sie eine der folgenden Ausbildungen abgeschlossen:

➠ Anlagenmechaniker SHK (Sanitär/Heizung/Klima)
➠ Mechatroniker für Kältetechnik
➠ Technischer Systemplaner
Industriekaufmann

Um dann TGA-Fachplaner werden zu können, brauchen Sie noch ein bis zwei Jahre Berufserfahrung und bilden sich anschließend bei der Industrie- und Handelskammer oder einer Handwerkskammer weiter. Zugangsvoraussetzung dafür ist in der Regel der Meistertitel, beispielsweise als Elektrotechnikermeister (Schwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik oder Schwerpunkt Systemelektronik) oder Informationstechnikermeister. Die Vollzeitweiterbildung dauert 12 Monate.

Berufsbild: Was macht ein TGA-Fachplaner?

TGA-Fachplaner setzen Projekte der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) um. Dabei arbeiten sie Hand in Hand mit Architekten und verschiedenen Gewerken. Sie richten gebäudetechnische Anlagen bei Neubauten ein und stellen sicher, dass Menschen mit Licht, Strom und Luft versorgt sind und ihre Sicherheit gewährleistet ist. Der Einbau von Steuerungs- und Regelungseinrichtungen muss nicht nur organisiert, sondern die dazugehörigen Steuerprogramme entworfen werden. Als TGA-Fachplaner erstellen Sie die technischen Unterlagen dafür, also Verteilerpläne, Klemmpläne und Schaltschrankaufbaupläne. In ihren Zuständigkeitsbereich fallen die Automatisierungstechnik, Elektroinstallationstechnik, Kommunikationstechnik und Sicherheitstechnik. Diese Bereiche müssen nicht nur neu eingerichtet, sondern bei bestehenden Gebäuden auch überwacht, gewartet und instand gesetzt werden. Dazu führen sie beispielsweise Untersuchungen durch, bei denen die Funktionalität und Leistungsfähigkeit der Anlagen überprüft und dokumentiert werden.

Was womöglich noch recht nebulös klingt, kann anhand von Beispielen demonstriert werden: Ein Flughafen, eine Schule oder ein Krankenhaus haben unterschiedliche Funktionen und Anforderungen an die Technik. Beispielsweise können bei Flughäfen und Krankenhäusern Menschenleben in Gefahr sein, wenn ein plötzlicher Stromausfall die Stromzufuhr unterbräche. Für solche Fälle gibt es zwar Notstrom-Aggregate, aber im Idealfall kommen die erst gar nicht zum Einsatz. Um Risiken zu minimieren, gibt es bestimmte Standards, die in Richtlinien wie DIN VDE, CEN/CENLEC, VDS oder ISO/IEC festgehalten sind und die der TGA-Fachplaner bei seinen Planungen beachten muss.

Gehalt: Was verdient ein TGA-Fachplaner?

Das Gehalt eines TGA-Fachplaner kann sich durchaus sehen lassen: Gehalt.de gibt das durchschnittliche Jahresbruttogehalt mit 53.749 Euro an. Einstiegsgehälter liegen etwa im Bereich von 44.100 bis 46.556 Euro im Jahr. Die Agentur für Arbeit nennt als Beispiel für eine Vergütung nach Tarifvertrag ein Monatsgehalt von 5.334 brutto, also 64.008 Euro Bruttojahresgehalt. Mit steigender Berufserfahrung sowie abhängig von Bundesland und Region sind auch über 70.000 Euro möglich.

Karriere: Chancen und Aussichten als TGA-Fachplaner?

Zwingend erforderlich ist, dass ein TGA-Fachplaner sich auf dem Laufenden hält, da er beim Einbau neuer Anlagen immer nach neustem Stand verfahren muss. Er muss die ökologischen und ökonomischen Anforderungen beachten: Steigende Energiepreise einerseits und Umweltschutz andererseits erfordern eine entsprechende Berücksichtigung bei der Planung. Die Verwendung regenerativer Energien wird immer wichtiger. Und die Digitalisierung (Stichwort: Internet der Dinge, Smart Home, Smart Office) hält auch Einzug in diesem Bereich: Mit dem Smartphone 100 Kilometer entfernt die Heizung zuhause zu regulieren ist ebenso selbstverständlich wie zu jeder Gelegenheit heißes Wasser zu haben. Gefragt sind TGA-Fachplaner ohnehin, da sie die perfekte Kombination aus Theorie und Praxis sind. Typische Arbeitsorte beziehungsweise Arbeitgeber sind:

➠ Elektroinstallationsbetriebe
➠ Bauinstallationsbetriebe
➠ Unternehmen in der Energieversorgung
➠ Ingenieurbüros für technische Fachplanung
➠ Architekturbüros für Hochbau
➠ Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung
➠ Unternehmen der Immobilien- und Gebäudewirtschaft

Als TGA-Fachplaner können Sie beispielsweise bei der Bauplanung als Bauleiter, als Teamleiter in der Unternehmensführung oder als Leiter des Kundendienstes arbeiten. Für die Tätigkeit als TGA-Fachplaner ist ein Studium nicht zwingend erforderlich. Allerdings kann es sinnvoll sein, wenn Sie mit einem Arbeitgeber liebäugeln, der Wert auf ein abgeschlossenes Studium legt. Auch eine Existenzgründung geht nach einem Studium möglicherweise leichter von der Hand, da dort betriebswirtschaftliche Inhalte stärker vermittelt werden. Beachten Sie für den TGA-Fachplaner auch unsere Stellenangebote auf unserer Schwesterseite Karrieresprung.de:

JOBBÖRSE

Bewerbung als TGA-Fachplaner: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Wie eingangs erwähnt, ist für die Tätigkeit ein Studium nicht zwingend. Dann allerdings brauchen Sie wenigstens eine technische Ausbildung mit Meistertitel und anschließender Weiterbildung. Um Ihren zukünftigen Arbeitgeber zu überzeugen, sollten Sie neben den fachlichen Anforderungen die notwendigen Soft Skills mitbringen, die in fast jedem Beruf erforderlich sind, also Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, selbständiges und ergebnisorientiertes Arbeiten. Da Sie mit verschiedenen Gewerken zusammenarbeiten, brauchen Sie eine gewerksübergreifende Auffassungsgabe. Wichtig in diesem Zusammenhang auch Ihre Kommunikationsfähigkeit, um sich mit Architekten und Bauherren verständlich austauschen zu können. Greifen Sie in der Bewerbung ruhig typische Schlagwörter wie etwa gängige CAD-Software (beispielsweise AutoCAD, LiNear, Revit) auf. Und so können Sie beispielsweise formulieren:

Sie suchen einen analytischen TGA-Fachplaner? Durch meine umfassende Ausbildung bin ich mit den spezifischen Herausforderungen der unterschiedlichsten Gewerke konfrontiert worden, so dass ich gut mögliche Probleme im Vorfeld erkennen kann.

Oder:

Mir ist bewusst, dass die Tätigkeit als TGA-Fachplaner in hohem Maße kontinuierliche Weiterbildung bedeutet. So beherrsche ich neben der standardmäßig verwendeten AutoCAD auch noch die CAD-Softwareprogramme LiNear und Revit.

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Weiterführende Quellen und Ratgeber

Tipps zur Bewerbung
Bewerbungsvorlagen
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Lebenslauf Vorlagen
Praktika im Lebenslauf
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Tipps zum Anschreiben
Bewerbungsschreiben
Einleitungssatz im Anschreiben
Schlusssatz im Anschreiben
Interessen im Anschreiben
Stärken im Anschreiben
Anlagenverzeichnis

Tipps zum Arbeitszeugnis
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Die Abkürzung TGA steht für technische Gebäudeausrüstung. Ein TGA-Fachplaner ist dafür zuständig, die technische Ausrüstung von Gebäuden zu planen und umzusetzen. Das ist eine sehr herausfordernde und komplexe Tätigkeit, bei der alle Bereiche aufeinander abgestimmt werden und reibungslos miteinander arbeiten müssen. Ob Heizungstechnik, Raumlufttechnik, Klimatechnik oder Sanitärtechnik: Sie alle müssen ineinandergreifen. Damit das gewährleistet ist, gibt es zahlreiche Vorschriften und Verordnungen, die der TGA-Fachplaner bei der Umsetzung beachten muss. Wie Sie TGA-Fachplaner werden können, welche Gehaltsaussichten und Karrierewege Sie erwarten und wie Sie eine passende Bewerbung verfassen, erfahren Sie hier.

Ausbildung: Wie wird man TGA-Fachplaner?

Die Begrifflichkeiten sind nicht immer ganz eindeutig – mal wird von Versorgungstechnik, dann von technischer Gebäudeausrüstung (TGA), dann wieder von Gebäudetechnik oder gebäudetechnischer Anlage (GTA) gesprochen. Auch die Begriffe technischer Ausbau und Haustechnik werden mitunter verwandt, wenngleich diese vor allem für den Bereich des Wohnungsbaus gelten, während die vorgenannten sich auf Immobilien jeglicher Art, also auch öffentliche Einrichtungen und Unternehmen beziehen. Um als TGA-Fachplaner arbeiten zu können, brauchen Sie bereits eine inhaltlich verwandte Ausbildung oder ein entsprechendes Studium, da es sich streng genommen um eine berufliche Weiterbildung handelt. Infrage kommen beispielsweise folgende Studiengänge:

➠ Versorgungstechnik
➠ Elektrotechnik
➠ Energietechnik
➠ Konstruktionstechnik
➠ Gebäudetechnik
➠ Maschinenbau
➠ Facility-Management (Technisches Gebäudemanagement)

Es handelt sich hierbei ursprünglich um Ingenieurstudiengänge. Im Rahmen der Hochschulreform und zur besseren Vergleichbarkeit mit ausländischen Abschlüssen wurde der akademische Grad „Diplom-Ingenieur“ durch den „Bachelor of Engineering“ beziehungsweise den „Master of Engineering“ ersetzt. Alternativ haben Sie eine der folgenden Ausbildungen abgeschlossen:

➠ Anlagenmechaniker SHK (Sanitär/Heizung/Klima)
➠ Mechatroniker für Kältetechnik
➠ Technischer Systemplaner
Industriekaufmann

Um dann TGA-Fachplaner werden zu können, brauchen Sie noch ein bis zwei Jahre Berufserfahrung und bilden sich anschließend bei der Industrie- und Handelskammer oder einer Handwerkskammer weiter. Zugangsvoraussetzung dafür ist in der Regel der Meistertitel, beispielsweise als Elektrotechnikermeister (Schwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik oder Schwerpunkt Systemelektronik) oder Informationstechnikermeister. Die Vollzeitweiterbildung dauert 12 Monate.

Berufsbild: Was macht ein TGA-Fachplaner?

TGA-Fachplaner setzen Projekte der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) um. Dabei arbeiten sie Hand in Hand mit Architekten und verschiedenen Gewerken. Sie richten gebäudetechnische Anlagen bei Neubauten ein und stellen sicher, dass Menschen mit Licht, Strom und Luft versorgt sind und ihre Sicherheit gewährleistet ist. Der Einbau von Steuerungs- und Regelungseinrichtungen muss nicht nur organisiert, sondern die dazugehörigen Steuerprogramme entworfen werden. Als TGA-Fachplaner erstellen Sie die technischen Unterlagen dafür, also Verteilerpläne, Klemmpläne und Schaltschrankaufbaupläne. In ihren Zuständigkeitsbereich fallen die Automatisierungstechnik, Elektroinstallationstechnik, Kommunikationstechnik und Sicherheitstechnik. Diese Bereiche müssen nicht nur neu eingerichtet, sondern bei bestehenden Gebäuden auch überwacht, gewartet und instand gesetzt werden. Dazu führen sie beispielsweise Untersuchungen durch, bei denen die Funktionalität und Leistungsfähigkeit der Anlagen überprüft und dokumentiert werden.

Was womöglich noch recht nebulös klingt, kann anhand von Beispielen demonstriert werden: Ein Flughafen, eine Schule oder ein Krankenhaus haben unterschiedliche Funktionen und Anforderungen an die Technik. Beispielsweise können bei Flughäfen und Krankenhäusern Menschenleben in Gefahr sein, wenn ein plötzlicher Stromausfall die Stromzufuhr unterbräche. Für solche Fälle gibt es zwar Notstrom-Aggregate, aber im Idealfall kommen die erst gar nicht zum Einsatz. Um Risiken zu minimieren, gibt es bestimmte Standards, die in Richtlinien wie DIN VDE, CEN/CENLEC, VDS oder ISO/IEC festgehalten sind und die der TGA-Fachplaner bei seinen Planungen beachten muss.

Gehalt: Was verdient ein TGA-Fachplaner?

Das Gehalt eines TGA-Fachplaner kann sich durchaus sehen lassen: Gehalt.de gibt das durchschnittliche Jahresbruttogehalt mit 53.749 Euro an. Einstiegsgehälter liegen etwa im Bereich von 44.100 bis 46.556 Euro im Jahr. Die Agentur für Arbeit nennt als Beispiel für eine Vergütung nach Tarifvertrag ein Monatsgehalt von 5.334 brutto, also 64.008 Euro Bruttojahresgehalt. Mit steigender Berufserfahrung sowie abhängig von Bundesland und Region sind auch über 70.000 Euro möglich.

Karriere: Chancen und Aussichten als TGA-Fachplaner?

Zwingend erforderlich ist, dass ein TGA-Fachplaner sich auf dem Laufenden hält, da er beim Einbau neuer Anlagen immer nach neustem Stand verfahren muss. Er muss die ökologischen und ökonomischen Anforderungen beachten: Steigende Energiepreise einerseits und Umweltschutz andererseits erfordern eine entsprechende Berücksichtigung bei der Planung. Die Verwendung regenerativer Energien wird immer wichtiger. Und die Digitalisierung (Stichwort: Internet der Dinge, Smart Home, Smart Office) hält auch Einzug in diesem Bereich: Mit dem Smartphone 100 Kilometer entfernt die Heizung zuhause zu regulieren ist ebenso selbstverständlich wie zu jeder Gelegenheit heißes Wasser zu haben. Gefragt sind TGA-Fachplaner ohnehin, da sie die perfekte Kombination aus Theorie und Praxis sind. Typische Arbeitsorte beziehungsweise Arbeitgeber sind:

➠ Elektroinstallationsbetriebe
➠ Bauinstallationsbetriebe
➠ Unternehmen in der Energieversorgung
➠ Ingenieurbüros für technische Fachplanung
➠ Architekturbüros für Hochbau
➠ Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung
➠ Unternehmen der Immobilien- und Gebäudewirtschaft

Als TGA-Fachplaner können Sie beispielsweise bei der Bauplanung als Bauleiter, als Teamleiter in der Unternehmensführung oder als Leiter des Kundendienstes arbeiten. Für die Tätigkeit als TGA-Fachplaner ist ein Studium nicht zwingend erforderlich. Allerdings kann es sinnvoll sein, wenn Sie mit einem Arbeitgeber liebäugeln, der Wert auf ein abgeschlossenes Studium legt. Auch eine Existenzgründung geht nach einem Studium möglicherweise leichter von der Hand, da dort betriebswirtschaftliche Inhalte stärker vermittelt werden. Beachten Sie für den TGA-Fachplaner auch unsere Stellenangebote auf unserer Schwesterseite Karrieresprung.de:

JOBBÖRSE

Bewerbung als TGA-Fachplaner: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Wie eingangs erwähnt, ist für die Tätigkeit ein Studium nicht zwingend. Dann allerdings brauchen Sie wenigstens eine technische Ausbildung mit Meistertitel und anschließender Weiterbildung. Um Ihren zukünftigen Arbeitgeber zu überzeugen, sollten Sie neben den fachlichen Anforderungen die notwendigen Soft Skills mitbringen, die in fast jedem Beruf erforderlich sind, also Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, selbständiges und ergebnisorientiertes Arbeiten. Da Sie mit verschiedenen Gewerken zusammenarbeiten, brauchen Sie eine gewerksübergreifende Auffassungsgabe. Wichtig in diesem Zusammenhang auch Ihre Kommunikationsfähigkeit, um sich mit Architekten und Bauherren verständlich austauschen zu können. Greifen Sie in der Bewerbung ruhig typische Schlagwörter wie etwa gängige CAD-Software (beispielsweise AutoCAD, LiNear, Revit) auf. Und so können Sie beispielsweise formulieren:

Sie suchen einen analytischen TGA-Fachplaner? Durch meine umfassende Ausbildung bin ich mit den spezifischen Herausforderungen der unterschiedlichsten Gewerke konfrontiert worden, so dass ich gut mögliche Probleme im Vorfeld erkennen kann.

Oder:

Mir ist bewusst, dass die Tätigkeit als TGA-Fachplaner in hohem Maße kontinuierliche Weiterbildung bedeutet. So beherrsche ich neben der standardmäßig verwendeten AutoCAD auch noch die CAD-Softwareprogramme LiNear und Revit.

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Jobsicherheit: Bei welchem Arbeitgeber gibt es die? https://karrierebibel.de/jobsicherheit/ Wed, 23 Sep 2020 06:00:13 +0000 Nils Warkentin https://karrierebibel.de/?p=139957

Gerade in der Krise gewinnt Jobsicherheit an Bedeutung. Es geht nicht nur um großen Erfolg, schnellen Aufstieg oder hohe Gehälter. Arbeitsplatzsicherheit steht für viele Arbeitnehmer ganz oben auf der Liste mit Prioritäten. Sie suchen nach Jobs und Arbeitgebern, von denen sie sich das versprechen. Wir stellen Jobs und Branchen vor, in denen Sie besonders sichere Jobs finden können. Auf der anderen Seite gilt die Warnung: Jobsicherheit ist eine Illusion, der Sie sich bewusst sein sollten. Ansonsten droht ein böses Erwachen…

Jobsicherheit Definition

Jobsicherheit ist für Arbeitnehmer die Gewissheit, dass der eigene Job in Zukunft nicht in Gefahr ist. Es ist die Sicherheit, dass es auf absehbare Zeit nicht zur Kündigung kommt und Sie sich darauf verlassen können, weiter beschäftigt zu werden. Synonym wird auch von Arbeitsplatzsicherheit, Jobgarantie oder einem sicheren Job gesprochen.

Darum ist Sicherheit im Job so wichtig

Studien und Umfragen zeigen, dass Jobsicherheit für Berufseinsteiger aber auch langjährige Mitarbeiter immer wichtiger werden. Neben einer guten und fairen Bezahlung für die eigene Arbeit rangiert die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes regelmäßig auf den höchsten Platzierungen entscheidender Jobfaktoren. Die aktuelle Krise verschafft dem Thema noch einmal größere Brisanz. Angst und Unsicherheit fördern den Wunsch nach einer Konstanten. Arbeitnehmer suchen diese in einem möglichst sicheren Job.

Dass die Arbeitsplatzsicherheit gegenüber anderen Aspekten bevorzugt wird, ist wenig überraschend. Mit der Sicherheit im Berufsleben werden gleich mehrere grundlegende Bedürfnisse befriedigt:

  • Planungssicherheit
    Jobsicherheit bedeutet Planungssicherheit. Es ermöglicht langfristige Ziele zu setzen und sich ein Leben um den aktuellen Arbeitsplatz herum aufzubauen. Das Gegenteil zeigt sich bei unsicheren Jobs oder etwa bei einem befristeten Arbeitsvertrag. Hier muss größere Flexibilität möglich sein.
  • Finanzielle Sicherheit
    Ein ausschlaggebender Punkt ist natürlich die finanzielle Sicherheit, die mit dem sicheren Job verbunden ist. Wer sich darauf verlassen kann, dass er ein festes Einkommen erhält, braucht sich weniger finanzielle Sorgen zu machen.
  • Berufliche Sicherheit
    Wer möchte schon regelmäßig einen neuen Job suchen und sich erneut auf dem Arbeitsmarkt behaupten müssen? Das ist anstrengend, nervenaufreibend und frustrierend. Mit der nötigen Jobsicherheit brauchen Sie sich darum nicht zu kümmern. Zusätzlich kommt mit der Sicherheit im Job die Chance, sich auf die Karriere und den Erfolg zu konzentrieren.

Wo gibt es Jobsicherheit?

Mit dem Wunsch nach Jobsicherheit kommt auch die Frage: Wo gibt es diese? Bei der Suche sollten Sie genau hinschauen, denn längst nicht alle Branchen und Berufe versprechen ein besonders sicheres Arbeitsumfeld. Zur Orientierung haben wir einige Branchen aufgelistet, bei denen Sie gute Chancen auf Jobsicherheit haben. Denken Sie aber bitte daran: Dies ist natürlich keine Garantie.

Branchen mit Jobsicherheit

Zu den Branchen mit vergleichsweise großer Jobsicherheit zählen auf der einen Seite die Bereiche, in denen eine große Nachfrage nach qualifizierten Arbeitnehmern besteht. Der Fachkräftemangel sichert viele Arbeitsplätze, da Unternehmen das Personal dringend brauchen. Auf der anderen Seite sind es Branchen, die in Zukunft voraussichtlich weiter wachsen und deshalb einen steigenden Personalbedarf haben. Wer sich hier gut positioniert, kann ebenfalls auf einen sicheren Job hoffen.

  • Pflege
  • Ingenieurwesen
  • IT
  • Ärzte
  • Wirtschaftsmathematik
  • Öffentlicher Dienst

Arbeitgeber mit Jobsicherheit

Auch Arbeitgeber haben erkannt, welchen Wert die Jobsicherheit für Arbeitnehmer und Bewerber hat. Entsprechend versuchen Betriebe sich in diesem Punkt zu positionieren und als Unternehmen besonders attraktiv zu werden. In Stellenanzeigen wird damit geworben, die Unternehmenskultur ist auf langfristige Zusammenarbeit und Loyalität ausgelegt und Mitarbeitern werden verschiedene Möglichkeiten für den beruflichen Aufstieg und die persönliche Entwicklung in Aussicht gestellt.

Das ist zum Teil geschicktes Employer Branding um Talente anzulocken und zu überzeugen, einige Arbeitgeber bieten aber tatsächlich bessere Jobsicherheit als andere. Als Faustregel gilt: Große und etablierte Unternehmen versprechen mehr Sicherheit als kleine Betriebe oder Startups. Leider gibt es Ausnahmen, wie große Entlassungswellen und Stellenkürzungen zeigen.

Illusion der Jobsicherheit

Der Wunsch nach einem gesicherten Arbeitsplatz ist verständlich, doch sollten Arbeitnehmer vorsichtig sein. Jobsicherheit ist eine Illusion. Wir wollen diese gerne glauben, weil sie ein gutes Gefühl vermittelt und es beruhigt, den Job gesichert zu wissen. Existieren tut diese Form der Arbeitsplatzsicherheit jedoch nicht wirklich. So hart es klingen mag, am Ende gilt: Jeder Arbeitnehmer ist ersetzbar und in schwierigen Zeiten für das Unternehmen auch verzichtbar.

Selbst ein unbefristeter Arbeitsvertrag, der durchaus Jobsicherheit verspricht, ist letztlich keine Garantie. Unternehmen müssen wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn es zur Krise kommt, sind Personalkosten oft die erste Ausgaben, die sich kurzfristig und falls nötig in größerem Ausmaß einsparen lassen. Umsatzeinbrüche, technologische Veränderungen oder äußere Umstände, die eine Umstrukturierung nötig machen, lassen sich nicht vorhersehen und können – wie die aktuelle Zeit zeigt – jede Branche und jeden Beruf treffen.

Wer sich auf die scheinbare Jobsicherheit verlässt, kann böse überrascht werden, wenn die sicher geglaubte Arbeitsstelle doch plötzlich auf der Kippe steht. Besser ist es, vorbereitet zu sein, den eigenen Arbeitsplatz selbst zu sichern und gleichzeitig für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Diese Tipps helfen dabei:

  • Überzeugen Sie mit Leistung
    Je besser Ihre Leistungen und je wichtiger Sie für den Erfolg des Unternehmens sind, desto sicherer ist Ihre Position. Ihr Chef wird alles daran setzen, einen Leistungsträger zu halten. Zeigen Sie durch fortlaufend herausragende Leistungen und großen Einsatz, dass Sie ein Erfolgsfaktor im Unternehmen sind.
  • Bleiben Sie auf dem Laufenden
    Um Ihre Jobsicherheit zu erhöhen, müssen Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten aktuell sein. Machen Sie Fortbildungen, informieren Sie sich über neue Entwicklungen und zeigen Sie diese Qualifikationen auch im Arbeitsalltag. Gerade wenn Sie zu einem gefragten Experten in Ihrem Bereich werden, steigt die Sicherheit Ihres Jobs.
  • Vernetzen Sie sich
    Kontakte schaden nur dem, der keine hat. Ein gutes berufliches Netzwerk liefert nicht nur wichtige Informationen. Durch einen guten Draht zum Führungspersonal stehen Ihre Chancen gut, dass Ihr Job sicherer ist als der eines Kollegen.

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: Branislav Nenin by Shutterstock.com]
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Gerade in der Krise gewinnt Jobsicherheit an Bedeutung. Es geht nicht nur um großen Erfolg, schnellen Aufstieg oder hohe Gehälter. Arbeitsplatzsicherheit steht für viele Arbeitnehmer ganz oben auf der Liste mit Prioritäten. Sie suchen nach Jobs und Arbeitgebern, von denen sie sich das versprechen. Wir stellen Jobs und Branchen vor, in denen Sie besonders sichere Jobs finden können. Auf der anderen Seite gilt die Warnung: Jobsicherheit ist eine Illusion, der Sie sich bewusst sein sollten. Ansonsten droht ein böses Erwachen…

Jobsicherheit Definition

Jobsicherheit ist für Arbeitnehmer die Gewissheit, dass der eigene Job in Zukunft nicht in Gefahr ist. Es ist die Sicherheit, dass es auf absehbare Zeit nicht zur Kündigung kommt und Sie sich darauf verlassen können, weiter beschäftigt zu werden. Synonym wird auch von Arbeitsplatzsicherheit, Jobgarantie oder einem sicheren Job gesprochen.

Darum ist Sicherheit im Job so wichtig

Studien und Umfragen zeigen, dass Jobsicherheit für Berufseinsteiger aber auch langjährige Mitarbeiter immer wichtiger werden. Neben einer guten und fairen Bezahlung für die eigene Arbeit rangiert die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes regelmäßig auf den höchsten Platzierungen entscheidender Jobfaktoren. Die aktuelle Krise verschafft dem Thema noch einmal größere Brisanz. Angst und Unsicherheit fördern den Wunsch nach einer Konstanten. Arbeitnehmer suchen diese in einem möglichst sicheren Job.

Dass die Arbeitsplatzsicherheit gegenüber anderen Aspekten bevorzugt wird, ist wenig überraschend. Mit der Sicherheit im Berufsleben werden gleich mehrere grundlegende Bedürfnisse befriedigt:

  • Planungssicherheit
    Jobsicherheit bedeutet Planungssicherheit. Es ermöglicht langfristige Ziele zu setzen und sich ein Leben um den aktuellen Arbeitsplatz herum aufzubauen. Das Gegenteil zeigt sich bei unsicheren Jobs oder etwa bei einem befristeten Arbeitsvertrag. Hier muss größere Flexibilität möglich sein.
  • Finanzielle Sicherheit
    Ein ausschlaggebender Punkt ist natürlich die finanzielle Sicherheit, die mit dem sicheren Job verbunden ist. Wer sich darauf verlassen kann, dass er ein festes Einkommen erhält, braucht sich weniger finanzielle Sorgen zu machen.
  • Berufliche Sicherheit
    Wer möchte schon regelmäßig einen neuen Job suchen und sich erneut auf dem Arbeitsmarkt behaupten müssen? Das ist anstrengend, nervenaufreibend und frustrierend. Mit der nötigen Jobsicherheit brauchen Sie sich darum nicht zu kümmern. Zusätzlich kommt mit der Sicherheit im Job die Chance, sich auf die Karriere und den Erfolg zu konzentrieren.

Wo gibt es Jobsicherheit?

Mit dem Wunsch nach Jobsicherheit kommt auch die Frage: Wo gibt es diese? Bei der Suche sollten Sie genau hinschauen, denn längst nicht alle Branchen und Berufe versprechen ein besonders sicheres Arbeitsumfeld. Zur Orientierung haben wir einige Branchen aufgelistet, bei denen Sie gute Chancen auf Jobsicherheit haben. Denken Sie aber bitte daran: Dies ist natürlich keine Garantie.

Branchen mit Jobsicherheit

Zu den Branchen mit vergleichsweise großer Jobsicherheit zählen auf der einen Seite die Bereiche, in denen eine große Nachfrage nach qualifizierten Arbeitnehmern besteht. Der Fachkräftemangel sichert viele Arbeitsplätze, da Unternehmen das Personal dringend brauchen. Auf der anderen Seite sind es Branchen, die in Zukunft voraussichtlich weiter wachsen und deshalb einen steigenden Personalbedarf haben. Wer sich hier gut positioniert, kann ebenfalls auf einen sicheren Job hoffen.

  • Pflege
  • Ingenieurwesen
  • IT
  • Ärzte
  • Wirtschaftsmathematik
  • Öffentlicher Dienst

Arbeitgeber mit Jobsicherheit

Auch Arbeitgeber haben erkannt, welchen Wert die Jobsicherheit für Arbeitnehmer und Bewerber hat. Entsprechend versuchen Betriebe sich in diesem Punkt zu positionieren und als Unternehmen besonders attraktiv zu werden. In Stellenanzeigen wird damit geworben, die Unternehmenskultur ist auf langfristige Zusammenarbeit und Loyalität ausgelegt und Mitarbeitern werden verschiedene Möglichkeiten für den beruflichen Aufstieg und die persönliche Entwicklung in Aussicht gestellt.

Das ist zum Teil geschicktes Employer Branding um Talente anzulocken und zu überzeugen, einige Arbeitgeber bieten aber tatsächlich bessere Jobsicherheit als andere. Als Faustregel gilt: Große und etablierte Unternehmen versprechen mehr Sicherheit als kleine Betriebe oder Startups. Leider gibt es Ausnahmen, wie große Entlassungswellen und Stellenkürzungen zeigen.

Illusion der Jobsicherheit

Der Wunsch nach einem gesicherten Arbeitsplatz ist verständlich, doch sollten Arbeitnehmer vorsichtig sein. Jobsicherheit ist eine Illusion. Wir wollen diese gerne glauben, weil sie ein gutes Gefühl vermittelt und es beruhigt, den Job gesichert zu wissen. Existieren tut diese Form der Arbeitsplatzsicherheit jedoch nicht wirklich. So hart es klingen mag, am Ende gilt: Jeder Arbeitnehmer ist ersetzbar und in schwierigen Zeiten für das Unternehmen auch verzichtbar.

Selbst ein unbefristeter Arbeitsvertrag, der durchaus Jobsicherheit verspricht, ist letztlich keine Garantie. Unternehmen müssen wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn es zur Krise kommt, sind Personalkosten oft die erste Ausgaben, die sich kurzfristig und falls nötig in größerem Ausmaß einsparen lassen. Umsatzeinbrüche, technologische Veränderungen oder äußere Umstände, die eine Umstrukturierung nötig machen, lassen sich nicht vorhersehen und können – wie die aktuelle Zeit zeigt – jede Branche und jeden Beruf treffen.

Wer sich auf die scheinbare Jobsicherheit verlässt, kann böse überrascht werden, wenn die sicher geglaubte Arbeitsstelle doch plötzlich auf der Kippe steht. Besser ist es, vorbereitet zu sein, den eigenen Arbeitsplatz selbst zu sichern und gleichzeitig für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Diese Tipps helfen dabei:

  • Überzeugen Sie mit Leistung
    Je besser Ihre Leistungen und je wichtiger Sie für den Erfolg des Unternehmens sind, desto sicherer ist Ihre Position. Ihr Chef wird alles daran setzen, einen Leistungsträger zu halten. Zeigen Sie durch fortlaufend herausragende Leistungen und großen Einsatz, dass Sie ein Erfolgsfaktor im Unternehmen sind.
  • Bleiben Sie auf dem Laufenden
    Um Ihre Jobsicherheit zu erhöhen, müssen Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten aktuell sein. Machen Sie Fortbildungen, informieren Sie sich über neue Entwicklungen und zeigen Sie diese Qualifikationen auch im Arbeitsalltag. Gerade wenn Sie zu einem gefragten Experten in Ihrem Bereich werden, steigt die Sicherheit Ihres Jobs.
  • Vernetzen Sie sich
    Kontakte schaden nur dem, der keine hat. Ein gutes berufliches Netzwerk liefert nicht nur wichtige Informationen. Durch einen guten Draht zum Führungspersonal stehen Ihre Chancen gut, dass Ihr Job sicherer ist als der eines Kollegen.

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: Branislav Nenin by Shutterstock.com]
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Unangepasst: Wie Sie den eigenen Weg gehen https://karrierebibel.de/unangepasst/ Tue, 22 Sep 2020 11:00:12 +0000 Nils Warkentin https://karrierebibel.de/?p=139827

Immer mit dem Strom schwimmen, sich der Masse fügen und das tun, was alle machen – wer unangepasst ist, fällt nur negativ auf. Diese verbreitete Meinung führt zu wachsender Konformität. Der Gruppenzwang führt nicht zum eigenen Weg, sondern in die Fußstapfen anderer, in die wir gar nicht treten wollen.

Unangepasst zu sein erfordert Mut, ist aber ein wichtiger Schritt, um die eigene Persönlichkeit entfalten zu können. Unangepasstheit ist keine Schwäche, sondern ein Zeichen von Selbstbewusstsein, Authentizität und eigenen Entscheidungen. Wir erklären, warum Menschen dazu neigen, sich anzupassen und was Sie tun können, um trotzdem unangepasst Ihren eigenen Weg zu gehen…

Warum sind wir alle angepasst?

Die meisten Menschen legen großen Wert auf ihre Individualität. Schließlich möchte jeder etwas ganz besonderes sein. Tatsächlich schließen sich aber fast alle der breiten Masse an, sind maximal angepasst, lassen sich im Strom mittreiben und tun das, was alle machen. Aber warum eigentlich? Allgemein lässt sich sagen: Weil es einfacher ist, angepasst zu sein. Wir tendieren dazu, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen – selbst wenn das bedeutet, dass wir von unserem eigenen Weg abweichen müssen. Ausschlaggebend sind dabei mehrere Faktoren, die es so schwer machen, unangepasst zu sein:

  • Sie fallen auf
    Wer unangepasst ist, kann nicht in der Masse untertauchen, sondern fällt auf. Das führt zu Aufmerksamkeit und größerer Sichtbarkeit, die nicht immer angenehm ist. Aufzufallen bedeutet schließlich auch, angreifbar zu werden. Unangepasst zu sein bringt somit das Risiko, negativer Kritik ausgesetzt zu werden.
  • Sie wollen dazugehören
    Soziale Zugehörigkeit ist ein wichtiger Faktor für das Verhalten. Für unsere Vorfahren war es überlebenswichtig, einer Gruppe anzugehören. Bis heute sind wir davon geprägt und passen uns an. Unangepasstheit kann zu Ablehnung und Ausschluss führen. Um dies zu verhindern, werden Ansichten und Verhaltensweisen übernommen.
  • Sie treffen eigene Entscheidungen
    Selbst entscheiden zu können ist grundsätzlich positiv, führt aber auch zu Druck und Unsicherheit. Es ist viel leichter, sich an anderen zu orientieren und Entscheidungen zu kopieren, statt mit eigenen Entscheidungen das Risiko eines Fehlers einzugehen.

Bedeutung: Was heißt unangepasst sein?

Unangepasst zu sein bedeutet, nicht dem zu entsprechen, was andere erwarten. In extremen Fällen heißt es sogar, dass jemand nicht in die Gesellschaft integriert ist und nicht in der Lage ist, sich dieser anzupassen. Synonym wird auch von eigenwillig, ungewöhnlich, unkonventionell, unorthodox oder weltfremd gesprochen.

Positiv aufgefasst heißt unangepasst jedoch, dass Sie sich nicht verbiegen und in eine Schublade stecken lassen. Unangepasste Menschen haben ihren eigenen Willen und sind bereit, diesen auch bei Gegenwind zu vertreten.

Arten der Angepasstheit

Zudem gibt es verschiedene Arten der Angepasstheit, die in unterschiedlichen Situationen auf uns einwirken. Sie alle haben jedoch zur Folge, dass es schwierig bis unmöglich erscheint, unangepasst zu sein.

Gruppenzwang

Besonders bekannt nicht nur bei Teenagern, sondern im gesamten Leben, Gruppenzwang ist das Gefühl, sich an eine Mehrheit anpassen zu müssen. Selbst wer unangepasst sein möchte, beugt sich oft dem scheinbaren Zwang. Das eigene Verhalten wird angepasst, es werden unreflektiert Ansichten übernommen und als eigene wiedergegeben. Dahinter steht der oben genannte Wunsch nach sozialer Zugehörigkeit und Anerkennung.

Erwartungsdruck

Dass wir nicht unangepasst sind, liegt auch an den Erwartungen, den wir uns ausgesetzt fühlen. Diese kommen von Eltern, Freunden, Kollegen, dem Chef, Kunden oder auch der Gesellschaft. Um allen Erwartungen gerecht zu werden und jedem zu gefallen, passen wir uns an. Statt unangepasst man selbst zu sein, wird eine Rolle übernommen. In einigen Situationen ist das notwendig, oft wird die Angepasstheit aber übertrieben.

Autoritätszwang

Besonders schwierig und unangenehm wird es, Sie nicht unangepasst sein können, weil Ihnen die Angepasstheit aufgezwungen wird. Dieses Situation kann entstehen, wenn jemand über Macht und Entscheidungsgewalt verfügt. Dazu kann etwa ein Chef im Job zählen, der Ihnen ein bestimmtes Verhalten vorschreibt – und andernfalls mit Abmahnung oder gar Kündigung droht.

Vorteile, wenn Sie unangepasst sind

Bei all den Problemen, Schwierigkeiten und Gründen zur Anpassung stellt sich die berechtigte Frage: Gibt es auf der anderen Seite Vorteile, unangepasst zu sein? Die klare Antwort: Ja, durchaus! Unangepasstheit wird zu Unrecht als Makel verstanden, tatsächlich kann es sehr lohnenswert sein, sich nicht immer und überall anpassen zu müssen:

  • Authentizität.
    Unangepasst sein zu können bedeutet authentisch sein zu können. Sie müssen sich nicht verstellen, um anderen zu gefallen oder Ihr Verhalten anpassen, um es Ihrem Umfeld recht zu machen.
  • Zufriedenheit.
    Man selbst sein zu können, bringt eine größere Zufriedenheit. Indem Sie Ihre eigene Persönlichkeit zeigen können, haben Sie auch das Gefühl, als die Person geschätzt und gemocht zu werden, die Sie wirklich sind.
  • Selbstbestimmung.
    Anpassung kann dazu führen, dass Sie sich für einen fremdbestimmten Weg entscheiden. Sind Sie hingegen unangepasst, entscheiden Sie allein für sich und machen das, was Sie wirklich wollen. Sie können Ihre Leidenschaft verfolgen und Ihr Leben selbstbestimmt führen.

Unangepasst: So können Sie den eigenen Weg gehen

Die obigen Schwierigkeiten und Zwänge zeigen bereits, dass es nicht leicht ist, unangepasst zu sein. In einigen Situationen ist dies kaum möglich, Sie müssen sich immer wieder an Umstände oder auch Anforderungen anpassen. Allerdings können Sie trotzdem einiges tun, um Ihr Leben unangepasst zu gestallten und Ihren eigenen Weg zu gehen. Diese Tipps helfen dabei:

  • Definieren Sie Ihre individuellen Ziele
    Zunächst müssen Sie herausfinden, was Ihre persönlichen und individuellen Ziele sind. Fragen sich sich: Was will ich wirklich? Finden Sie eine Antwort darauf unabhängig von dem, was andere wollen oder was die meisten Menschen im Leben zu erreichen versuchen. Nur weil Ihre Freunde und Kollegen das Ziel haben, ein teures Auto zu fahren, müssen Sie das nicht auch wollen.
  • Stehen Sie über der Meinung anderer
    Machen Sie sich nicht von der Meinung anderer Menschen abhängig. Dass Ihr Umfeld Ihren Weg nicht nachvollziehen kann oder gut findet, bedeutet nicht, dass dieser falsch ist. Ratschläge oder auch Kritik von außen können Orientierung geben, letztlich müssen aber Sie selbst entscheiden und Ihrer eigenen Meinung vertrauen. Sie wissen, wie Sie sich Ihren Weg vorstellen und müssen diesen gehen – nicht die anderen. Wenn Sie die Meinung anderer nicht überbewerten, wird es auch leichter, mit deren Ablehnung oder Zurückweisung umzugehen.
  • Sagen Sie Nein
    Wenn Sie unangepasst Ihren eigenen Weg gehen wollen, müssen Sie lernen, Nein zu sagen. Nein dazu, es anderen recht machen zu müssen. Nein dazu, Ihre Entscheidungen von außen bestimmen zu lassen. Erst wenn Sie es schaffen, diese Dinge abzulehnen, können Sie frei für sich selbst entscheiden.

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]
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Immer mit dem Strom schwimmen, sich der Masse fügen und das tun, was alle machen – wer unangepasst ist, fällt nur negativ auf. Diese verbreitete Meinung führt zu wachsender Konformität. Der Gruppenzwang führt nicht zum eigenen Weg, sondern in die Fußstapfen anderer, in die wir gar nicht treten wollen.

Unangepasst zu sein erfordert Mut, ist aber ein wichtiger Schritt, um die eigene Persönlichkeit entfalten zu können. Unangepasstheit ist keine Schwäche, sondern ein Zeichen von Selbstbewusstsein, Authentizität und eigenen Entscheidungen. Wir erklären, warum Menschen dazu neigen, sich anzupassen und was Sie tun können, um trotzdem unangepasst Ihren eigenen Weg zu gehen…

Warum sind wir alle angepasst?

Die meisten Menschen legen großen Wert auf ihre Individualität. Schließlich möchte jeder etwas ganz besonderes sein. Tatsächlich schließen sich aber fast alle der breiten Masse an, sind maximal angepasst, lassen sich im Strom mittreiben und tun das, was alle machen. Aber warum eigentlich? Allgemein lässt sich sagen: Weil es einfacher ist, angepasst zu sein. Wir tendieren dazu, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen – selbst wenn das bedeutet, dass wir von unserem eigenen Weg abweichen müssen. Ausschlaggebend sind dabei mehrere Faktoren, die es so schwer machen, unangepasst zu sein:

  • Sie fallen auf
    Wer unangepasst ist, kann nicht in der Masse untertauchen, sondern fällt auf. Das führt zu Aufmerksamkeit und größerer Sichtbarkeit, die nicht immer angenehm ist. Aufzufallen bedeutet schließlich auch, angreifbar zu werden. Unangepasst zu sein bringt somit das Risiko, negativer Kritik ausgesetzt zu werden.
  • Sie wollen dazugehören
    Soziale Zugehörigkeit ist ein wichtiger Faktor für das Verhalten. Für unsere Vorfahren war es überlebenswichtig, einer Gruppe anzugehören. Bis heute sind wir davon geprägt und passen uns an. Unangepasstheit kann zu Ablehnung und Ausschluss führen. Um dies zu verhindern, werden Ansichten und Verhaltensweisen übernommen.
  • Sie treffen eigene Entscheidungen
    Selbst entscheiden zu können ist grundsätzlich positiv, führt aber auch zu Druck und Unsicherheit. Es ist viel leichter, sich an anderen zu orientieren und Entscheidungen zu kopieren, statt mit eigenen Entscheidungen das Risiko eines Fehlers einzugehen.

Bedeutung: Was heißt unangepasst sein?

Unangepasst zu sein bedeutet, nicht dem zu entsprechen, was andere erwarten. In extremen Fällen heißt es sogar, dass jemand nicht in die Gesellschaft integriert ist und nicht in der Lage ist, sich dieser anzupassen. Synonym wird auch von eigenwillig, ungewöhnlich, unkonventionell, unorthodox oder weltfremd gesprochen.

Positiv aufgefasst heißt unangepasst jedoch, dass Sie sich nicht verbiegen und in eine Schublade stecken lassen. Unangepasste Menschen haben ihren eigenen Willen und sind bereit, diesen auch bei Gegenwind zu vertreten.

Arten der Angepasstheit

Zudem gibt es verschiedene Arten der Angepasstheit, die in unterschiedlichen Situationen auf uns einwirken. Sie alle haben jedoch zur Folge, dass es schwierig bis unmöglich erscheint, unangepasst zu sein.

Gruppenzwang

Besonders bekannt nicht nur bei Teenagern, sondern im gesamten Leben, Gruppenzwang ist das Gefühl, sich an eine Mehrheit anpassen zu müssen. Selbst wer unangepasst sein möchte, beugt sich oft dem scheinbaren Zwang. Das eigene Verhalten wird angepasst, es werden unreflektiert Ansichten übernommen und als eigene wiedergegeben. Dahinter steht der oben genannte Wunsch nach sozialer Zugehörigkeit und Anerkennung.

Erwartungsdruck

Dass wir nicht unangepasst sind, liegt auch an den Erwartungen, den wir uns ausgesetzt fühlen. Diese kommen von Eltern, Freunden, Kollegen, dem Chef, Kunden oder auch der Gesellschaft. Um allen Erwartungen gerecht zu werden und jedem zu gefallen, passen wir uns an. Statt unangepasst man selbst zu sein, wird eine Rolle übernommen. In einigen Situationen ist das notwendig, oft wird die Angepasstheit aber übertrieben.

Autoritätszwang

Besonders schwierig und unangenehm wird es, Sie nicht unangepasst sein können, weil Ihnen die Angepasstheit aufgezwungen wird. Dieses Situation kann entstehen, wenn jemand über Macht und Entscheidungsgewalt verfügt. Dazu kann etwa ein Chef im Job zählen, der Ihnen ein bestimmtes Verhalten vorschreibt – und andernfalls mit Abmahnung oder gar Kündigung droht.

Vorteile, wenn Sie unangepasst sind

Bei all den Problemen, Schwierigkeiten und Gründen zur Anpassung stellt sich die berechtigte Frage: Gibt es auf der anderen Seite Vorteile, unangepasst zu sein? Die klare Antwort: Ja, durchaus! Unangepasstheit wird zu Unrecht als Makel verstanden, tatsächlich kann es sehr lohnenswert sein, sich nicht immer und überall anpassen zu müssen:

  • Authentizität.
    Unangepasst sein zu können bedeutet authentisch sein zu können. Sie müssen sich nicht verstellen, um anderen zu gefallen oder Ihr Verhalten anpassen, um es Ihrem Umfeld recht zu machen.
  • Zufriedenheit.
    Man selbst sein zu können, bringt eine größere Zufriedenheit. Indem Sie Ihre eigene Persönlichkeit zeigen können, haben Sie auch das Gefühl, als die Person geschätzt und gemocht zu werden, die Sie wirklich sind.
  • Selbstbestimmung.
    Anpassung kann dazu führen, dass Sie sich für einen fremdbestimmten Weg entscheiden. Sind Sie hingegen unangepasst, entscheiden Sie allein für sich und machen das, was Sie wirklich wollen. Sie können Ihre Leidenschaft verfolgen und Ihr Leben selbstbestimmt führen.

Unangepasst: So können Sie den eigenen Weg gehen

Die obigen Schwierigkeiten und Zwänge zeigen bereits, dass es nicht leicht ist, unangepasst zu sein. In einigen Situationen ist dies kaum möglich, Sie müssen sich immer wieder an Umstände oder auch Anforderungen anpassen. Allerdings können Sie trotzdem einiges tun, um Ihr Leben unangepasst zu gestallten und Ihren eigenen Weg zu gehen. Diese Tipps helfen dabei:

  • Definieren Sie Ihre individuellen Ziele
    Zunächst müssen Sie herausfinden, was Ihre persönlichen und individuellen Ziele sind. Fragen sich sich: Was will ich wirklich? Finden Sie eine Antwort darauf unabhängig von dem, was andere wollen oder was die meisten Menschen im Leben zu erreichen versuchen. Nur weil Ihre Freunde und Kollegen das Ziel haben, ein teures Auto zu fahren, müssen Sie das nicht auch wollen.
  • Stehen Sie über der Meinung anderer
    Machen Sie sich nicht von der Meinung anderer Menschen abhängig. Dass Ihr Umfeld Ihren Weg nicht nachvollziehen kann oder gut findet, bedeutet nicht, dass dieser falsch ist. Ratschläge oder auch Kritik von außen können Orientierung geben, letztlich müssen aber Sie selbst entscheiden und Ihrer eigenen Meinung vertrauen. Sie wissen, wie Sie sich Ihren Weg vorstellen und müssen diesen gehen – nicht die anderen. Wenn Sie die Meinung anderer nicht überbewerten, wird es auch leichter, mit deren Ablehnung oder Zurückweisung umzugehen.
  • Sagen Sie Nein
    Wenn Sie unangepasst Ihren eigenen Weg gehen wollen, müssen Sie lernen, Nein zu sagen. Nein dazu, es anderen recht machen zu müssen. Nein dazu, Ihre Entscheidungen von außen bestimmen zu lassen. Erst wenn Sie es schaffen, diese Dinge abzulehnen, können Sie frei für sich selbst entscheiden.

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Kreativbewerbung: Die besten Formen, Unterschiede & Tipps https://karrierebibel.de/kreativbewerbung/ Tue, 22 Sep 2020 06:00:37 +0000 Nils Warkentin https://karrierebibel.de/?p=139795

Mit einer Kreativbewerbung können Sie sich von anderen Bewerbern deutlich abheben, im Bewerbungsprozess auffallen und Ihre Chancen auf den Job erhöhen. Es ist das Gegenkonzept zur klassischen Bewerbung: Eyecatcher statt Einheitsbrei. Auch wenn Sie mittels kreativer Bewerbung die Aufmerksamkeit des Personalers auf sich ziehen: Diese Bewerbungsform muss professionell und überzeugend bleiben. Wer einfach alles anders macht, macht es nicht zwangsläufig besser. Damit Ihre Kreativbewerbung zum Erfolg wird, stellen wir Ihnen die besten Formen vor und geben praktische Tipps, worauf Sie achten sollten…

5 Formen der Kreativbewerbung

Die Kreativbewerbung kann unterschiedliche Formen annehmen, die sich auch im Ausmaß der Kreativität voneinander unterscheiden. Für welche Sie sich entscheiden, sollte immer individuell entschieden werden – abhängig von Ihrer Persönlichkeit, Ihren Stärken und auch der angestrebten Position. Zur Inspiration stellen wir Ihnen fünf erfolgreiche Formen der Kreativbewerbung vor:

1. Bewerbungsvideo

Eine Kreativbewerbung muss nicht zwingend in Textform gestaltet werden. Ein gutes Bewerbungsvideo fällt mit hundertprozentiger Sicherheit auf und und geht nicht im Stapel unzähliger Unterlagen verloren. Wichtig für diese Form der Kreativbewerbung sind Qualität des Videos und ein überzeugender Inhalt.

➠ Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum Bewerbungsvideo.

2. Bewerbungsflyer

Auffällig, kurz und auf den Punkt gebracht – so sieht der Bewerbungsflyer als Kreativbewerbung aus. Sie machen sich dabei für Ihre Jobsuche zunutze, was in der Werbung schon lange eingesetzt wird. Bei der Auswahl bleiben Personaler an dem ungewöhnlichen Format hängen – die Herausforderung besteht darin, alle relevanten Inhalte auf dem Bewerbungsflyer ansprechend zu platzieren. Dabei können Grafiken und andere Visualisierungen helfen.

➠ Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum Bewerbungsflyer.

3. Bewerbungshomepage

Mit einer Bewerbungshomepage verabschieden Sie sich von der Papierform und gehen einen digitalen Weg. Auf Ihrer persönlichen Seite können Sie nicht nur Informationen zu Ihrer Person, Ihrer Erfahrung und Ihren Qualifikationen präsentieren. Gerade für Arbeitsproben ist bei dieser Kreativbewerbung viel Platz. So kann sich ein potenzieller Arbeitgeber gleich ein Bild von Ihrer Arbeitsweise und der Qualität Ihrer Ergebnisse machen.

➠ Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zur Bewerbungshomepage.

4. Kreatives Design

Die Kreativbewerbung muss nicht immer komplett vom üblichen Format abweichen. Schon durch die farbliche Gestaltung, das Layout und Design Ihrer Unterlagen können Sie eine Art Überraschungseffekt erzeugen. Nutzen Sie ein ausgefallenes Design für Ihre Bewerbung, passen Sie die Farbgestaltung an das Corporate Design des Arbeitgebers an, bauen Sie Grafiken und Visualisierungen ein oder variieren Sie Gestaltung und Aufbau im Lebenslauf.

➠ Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum Bewerbungslayout.

5. Guerilla-Bewerbung

Eine besonders ausgefallene und auffällige Version der Kreativbewerbung ist die Guerilla-Bewerbung. Hierbei geht es um außergewöhnliche Bewerbungsaktionen, die es so vielleicht noch nie gab. Bekannte Beispiele sind etwa große Werbeplakate, auf denen Jobsuchende sich vorstellen. Für eine erfolgreiche Kreativbewerbung im Guerilla-Stil braucht es eine gute Idee, die individuell auf das Unternehmen zugeschnitten sein sollte und trotzdem große Aussagekraft besitzt. Deshalb ist diese Variante der Bewerbung besonders schwierig – bei guter Umsetzung aber umso auffälliger.

➠ Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zur Guerilla-Bewerbung.

Vorteile einer Kreativbewerbung

Die Kreativbewerbung liegt im Trend, ist aber mehr als nur ein Hype. Tatsächlich bringt die Kreativbewerbung in ihren Unterschiedlichen Arten und Formaten zwei große Vorteile mit, die sich positiv auf Ihre Bewerbung auswirken:

  • Aufmerksamkeit. Hauptziel und Vorteil einer Kreativbewerbung ist die Aufmerksamkeit, die Sie dadurch erhalten. Sie sichern sich mindestens einen genaueren Blick vom Personaler, wenn dieser Ihre Kreativbewerbung betrachtet. Das steigert Ihre Chancen enorm. Bei den unzähligen Standardbewerbungen werden viele bereits nach einem kurzen Überfliegen aussortiert.
  • Individualität. Wer sich in klassischen Bewerbungen eingeengt fühlt, kann in der Kreativbewerbung seine Individualität besser zum Ausdruck bringen. Sie ermöglicht größere Freiheiten und Anpassungen, statt sich ausschließlich an starre Vorgaben zu halten.

Tipps für die Kreativbewerbung

Um die Chancen einer Kreativbewerbung zu nutzen, muss diese richtig umgesetzt werden. Nur weil Sie sich kreativer bewerben, steigen sonst nicht automatisch Ihre Chancen auf den Job. Damit Ihre Kreativbewerbung zum Erfolg wird, sollten Sie diese Tipps beachten:

  • Setzen Sie auf den Inhalt
    Bei einer Kreativbewerbung steht weiterhin der Inhalt im Vordergrund. Nur wenn dieser stimmt, können Sie Personaler von sich überzeugen. Vergessen Sie vor lauter Kreativität in der Gestaltung Ihrer Bewerbung deshalb nicht, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
  • Gestalten Sie passend zum Unternehmen
    Für Ihre Kreativbewerbung gilt ein Grundsatz, der für jede Form der Bewerbung gilt: Sie muss zum Unternehmen passen. Gestalten Sie Ihre Kreativbewerbung so, dass es für den angestrebten Job passt. Ein Design, dass auf einen Arbeitgeber zugeschnitten ist, sollte für einen anderen geändert werden, um zur Identität des Betriebs zu passen.
  • Übertreiben Sie es nicht
    Kreativbewerbungen haben die Gefahr, dass die Gestaltung alles andere überdeckt. Zu viele Farben, Muster und andere Elemente können die Kreativbewerbung unübersichtlich machen. Auch bei einer kreativen Form wollen Personaler möglichst einfach und übersichtlich die entscheidenden Informationen erhalten.
  • Bleiben Sie authentisch
    Wenn Sie sich für eine Kreativbewerbung entscheiden, sollte das zu Ihnen und Ihrer Persönlichkeit passen. Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt heraus, ob Bewerbung und Bewerber zusammenpassen. Fehlt es an Authentizität, wirkt die Kreativbewerbung nur noch aufgesetzt und als Mittel zum Zweck.

Wann macht eine Kreativbewerbung Sinn?

Trotz Vorteilen und Beliebtheit der kreativen Bewerbung sollten Sie diese nicht unüberlegt nutzen. Während eine Kreativbewerbung in einigen Bereichen angebracht und sinnvoll ist, hat sie in anderen Branchen kaum einen Platz. Dies gilt vor allem für sehr konservative Branchen. Im Bankwesen oder bei Versicherungen liegt der Fokus auf einem schlichten, professionellen Auftreten. Hier punkten Sie nicht mit ausgefallenen Unterlagen, sondern mit klassischem Design.

Ganz anders kann es in kreativen Berufen, modernen Bereichen, Startups oder Jobs zugehen, in denen Sie mit Ihrer Kreativität einen echten Mehrwert schaffen. Als Faustregel gilt deshalb: Sinn macht eine Kreativbewerbung immer dann, wenn Sie damit eine Stärke für die spätere Arbeit zeigen können.

[Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]

Weiterführende Quellen und Ratgeber

Tipps zur Bewerbung
Bewerbungsvorlagen
11 Bewerbungsformen
ABC der Bewerbungstipps
Bewerbungsmappe
Bewerbungsfoto
Deckblatt
Kurzprofil

Tipps zum Lebenslauf
Tabellarischer Lebenslauf
Lebenslauf Vorlagen
Praktika im Lebenslauf
Hobbys im Lebenslauf
Arbeitslosigkeit im Lebenslauf
Lücken im Lebenslauf

Tipps zum Anschreiben
Bewerbungsschreiben
Einleitungssatz im Anschreiben
Schlusssatz im Anschreiben
Interessen im Anschreiben
Stärken im Anschreiben
Anlagenverzeichnis

Tipps zum Arbeitszeugnis
Arbeitszeugnis bewerten
Geheimcodes im Zeugnis
Zwischenzeugnis
Tätigkeitsbeschreibung
Referenzen & Muster

Besondere Bewerbungen
Initiativbewerbung
Interne Bewerbung
Diskrete Bewerbung
E-Mail-Bewerbung
Online-Bewerbung
Bewerbung als Aushilfe
Bewerbung für Minijobs
Bewerbung nach Kündigung

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Mit einer Kreativbewerbung können Sie sich von anderen Bewerbern deutlich abheben, im Bewerbungsprozess auffallen und Ihre Chancen auf den Job erhöhen. Es ist das Gegenkonzept zur klassischen Bewerbung: Eyecatcher statt Einheitsbrei. Auch wenn Sie mittels kreativer Bewerbung die Aufmerksamkeit des Personalers auf sich ziehen: Diese Bewerbungsform muss professionell und überzeugend bleiben. Wer einfach alles anders macht, macht es nicht zwangsläufig besser. Damit Ihre Kreativbewerbung zum Erfolg wird, stellen wir Ihnen die besten Formen vor und geben praktische Tipps, worauf Sie achten sollten…

5 Formen der Kreativbewerbung

Die Kreativbewerbung kann unterschiedliche Formen annehmen, die sich auch im Ausmaß der Kreativität voneinander unterscheiden. Für welche Sie sich entscheiden, sollte immer individuell entschieden werden – abhängig von Ihrer Persönlichkeit, Ihren Stärken und auch der angestrebten Position. Zur Inspiration stellen wir Ihnen fünf erfolgreiche Formen der Kreativbewerbung vor:

1. Bewerbungsvideo

Eine Kreativbewerbung muss nicht zwingend in Textform gestaltet werden. Ein gutes Bewerbungsvideo fällt mit hundertprozentiger Sicherheit auf und und geht nicht im Stapel unzähliger Unterlagen verloren. Wichtig für diese Form der Kreativbewerbung sind Qualität des Videos und ein überzeugender Inhalt.

➠ Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum Bewerbungsvideo.

2. Bewerbungsflyer

Auffällig, kurz und auf den Punkt gebracht – so sieht der Bewerbungsflyer als Kreativbewerbung aus. Sie machen sich dabei für Ihre Jobsuche zunutze, was in der Werbung schon lange eingesetzt wird. Bei der Auswahl bleiben Personaler an dem ungewöhnlichen Format hängen – die Herausforderung besteht darin, alle relevanten Inhalte auf dem Bewerbungsflyer ansprechend zu platzieren. Dabei können Grafiken und andere Visualisierungen helfen.

➠ Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum Bewerbungsflyer.

3. Bewerbungshomepage

Mit einer Bewerbungshomepage verabschieden Sie sich von der Papierform und gehen einen digitalen Weg. Auf Ihrer persönlichen Seite können Sie nicht nur Informationen zu Ihrer Person, Ihrer Erfahrung und Ihren Qualifikationen präsentieren. Gerade für Arbeitsproben ist bei dieser Kreativbewerbung viel Platz. So kann sich ein potenzieller Arbeitgeber gleich ein Bild von Ihrer Arbeitsweise und der Qualität Ihrer Ergebnisse machen.

➠ Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zur Bewerbungshomepage.

4. Kreatives Design

Die Kreativbewerbung muss nicht immer komplett vom üblichen Format abweichen. Schon durch die farbliche Gestaltung, das Layout und Design Ihrer Unterlagen können Sie eine Art Überraschungseffekt erzeugen. Nutzen Sie ein ausgefallenes Design für Ihre Bewerbung, passen Sie die Farbgestaltung an das Corporate Design des Arbeitgebers an, bauen Sie Grafiken und Visualisierungen ein oder variieren Sie Gestaltung und Aufbau im Lebenslauf.

➠ Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum Bewerbungslayout.

5. Guerilla-Bewerbung

Eine besonders ausgefallene und auffällige Version der Kreativbewerbung ist die Guerilla-Bewerbung. Hierbei geht es um außergewöhnliche Bewerbungsaktionen, die es so vielleicht noch nie gab. Bekannte Beispiele sind etwa große Werbeplakate, auf denen Jobsuchende sich vorstellen. Für eine erfolgreiche Kreativbewerbung im Guerilla-Stil braucht es eine gute Idee, die individuell auf das Unternehmen zugeschnitten sein sollte und trotzdem große Aussagekraft besitzt. Deshalb ist diese Variante der Bewerbung besonders schwierig – bei guter Umsetzung aber umso auffälliger.

➠ Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zur Guerilla-Bewerbung.

Vorteile einer Kreativbewerbung

Die Kreativbewerbung liegt im Trend, ist aber mehr als nur ein Hype. Tatsächlich bringt die Kreativbewerbung in ihren Unterschiedlichen Arten und Formaten zwei große Vorteile mit, die sich positiv auf Ihre Bewerbung auswirken:

  • Aufmerksamkeit. Hauptziel und Vorteil einer Kreativbewerbung ist die Aufmerksamkeit, die Sie dadurch erhalten. Sie sichern sich mindestens einen genaueren Blick vom Personaler, wenn dieser Ihre Kreativbewerbung betrachtet. Das steigert Ihre Chancen enorm. Bei den unzähligen Standardbewerbungen werden viele bereits nach einem kurzen Überfliegen aussortiert.
  • Individualität. Wer sich in klassischen Bewerbungen eingeengt fühlt, kann in der Kreativbewerbung seine Individualität besser zum Ausdruck bringen. Sie ermöglicht größere Freiheiten und Anpassungen, statt sich ausschließlich an starre Vorgaben zu halten.

Tipps für die Kreativbewerbung

Um die Chancen einer Kreativbewerbung zu nutzen, muss diese richtig umgesetzt werden. Nur weil Sie sich kreativer bewerben, steigen sonst nicht automatisch Ihre Chancen auf den Job. Damit Ihre Kreativbewerbung zum Erfolg wird, sollten Sie diese Tipps beachten:

  • Setzen Sie auf den Inhalt
    Bei einer Kreativbewerbung steht weiterhin der Inhalt im Vordergrund. Nur wenn dieser stimmt, können Sie Personaler von sich überzeugen. Vergessen Sie vor lauter Kreativität in der Gestaltung Ihrer Bewerbung deshalb nicht, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
  • Gestalten Sie passend zum Unternehmen
    Für Ihre Kreativbewerbung gilt ein Grundsatz, der für jede Form der Bewerbung gilt: Sie muss zum Unternehmen passen. Gestalten Sie Ihre Kreativbewerbung so, dass es für den angestrebten Job passt. Ein Design, dass auf einen Arbeitgeber zugeschnitten ist, sollte für einen anderen geändert werden, um zur Identität des Betriebs zu passen.
  • Übertreiben Sie es nicht
    Kreativbewerbungen haben die Gefahr, dass die Gestaltung alles andere überdeckt. Zu viele Farben, Muster und andere Elemente können die Kreativbewerbung unübersichtlich machen. Auch bei einer kreativen Form wollen Personaler möglichst einfach und übersichtlich die entscheidenden Informationen erhalten.
  • Bleiben Sie authentisch
    Wenn Sie sich für eine Kreativbewerbung entscheiden, sollte das zu Ihnen und Ihrer Persönlichkeit passen. Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt heraus, ob Bewerbung und Bewerber zusammenpassen. Fehlt es an Authentizität, wirkt die Kreativbewerbung nur noch aufgesetzt und als Mittel zum Zweck.

Wann macht eine Kreativbewerbung Sinn?

Trotz Vorteilen und Beliebtheit der kreativen Bewerbung sollten Sie diese nicht unüberlegt nutzen. Während eine Kreativbewerbung in einigen Bereichen angebracht und sinnvoll ist, hat sie in anderen Branchen kaum einen Platz. Dies gilt vor allem für sehr konservative Branchen. Im Bankwesen oder bei Versicherungen liegt der Fokus auf einem schlichten, professionellen Auftreten. Hier punkten Sie nicht mit ausgefallenen Unterlagen, sondern mit klassischem Design.

Ganz anders kann es in kreativen Berufen, modernen Bereichen, Startups oder Jobs zugehen, in denen Sie mit Ihrer Kreativität einen echten Mehrwert schaffen. Als Faustregel gilt deshalb: Sinn macht eine Kreativbewerbung immer dann, wenn Sie damit eine Stärke für die spätere Arbeit zeigen können.

[Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]

Weiterführende Quellen und Ratgeber

Tipps zur Bewerbung
Bewerbungsvorlagen
11 Bewerbungsformen
ABC der Bewerbungstipps
Bewerbungsmappe
Bewerbungsfoto
Deckblatt
Kurzprofil

Tipps zum Lebenslauf
Tabellarischer Lebenslauf
Lebenslauf Vorlagen
Praktika im Lebenslauf
Hobbys im Lebenslauf
Arbeitslosigkeit im Lebenslauf
Lücken im Lebenslauf

Tipps zum Anschreiben
Bewerbungsschreiben
Einleitungssatz im Anschreiben
Schlusssatz im Anschreiben
Interessen im Anschreiben
Stärken im Anschreiben
Anlagenverzeichnis

Tipps zum Arbeitszeugnis
Arbeitszeugnis bewerten
Geheimcodes im Zeugnis
Zwischenzeugnis
Tätigkeitsbeschreibung
Referenzen & Muster

Besondere Bewerbungen
Initiativbewerbung
Interne Bewerbung
Diskrete Bewerbung
E-Mail-Bewerbung
Online-Bewerbung
Bewerbung als Aushilfe
Bewerbung für Minijobs
Bewerbung nach Kündigung

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Gespräche mit dem Chef beenden: 4 elegante Tipps https://karrierebibel.de/gespraeche-mit-dem-chef-beenden/ Mon, 21 Sep 2020 17:00:01 +0000 Jochen Mai https://karrierebibel.de/?p=117305

Niemand wird gerne unterbrochen, schon gar nicht der Chef. Wenn die Arbeit liegen bleibt, ist es ihm aber auch nicht recht. Daher kann es sinnvoll sein, Gespräche mit dem Chef vorzeitig zu beenden. Erst recht, wenn er sich dabei nur selbst gerne reden hört oder alles Wichtige eben schon gesagt ist. Nur wie? Gespräche mit dem Chef höflich und elegant zu beenden – ohne dabei vorlaut oder gar renitent zu wirken, ist kompliziert, ja. Aber auch lernbar. Hier die Tipps für den Heldennotausgang…

Gespräche mit dem Chef beenden: Das Problem

Sagen wir es, wie es ist: Es gibt ein Hierarchiegefälle. Wenn der Chef etwas (Wichtiges) zu sagen hat, hören Mitarbeiter zu. Vorgesetzte haben ein Weisungsrecht. Sie geben Anweisungen ebenso wie Feedback, verkünden Entscheidungen oder erklären (neue) Strategien oder verteilen Arbeit im Team neu. Es also durchaus sinnvoll und auch geboten, hierbei aufmerksam zuzuhören. Schon aus Respekt gegenüber der Führungskraft und seiner Funktion.

Die Wahrheit ist aber auch: Nicht wenige Chefs suchen geradezu die Aufmerksamkeit oder den Applaus ihrer Mitarbeiter. Meetings sind für Sie Bühnen der eigenen Eitelkeit, Mitarbeitergespräche neigen bei ihnen eher zum Monolog. Und ganz ehrlich: Nicht alles, was der Chef ventiliert ist gleich wichtig oder gar witzig. Unnötiges Gelaber abzukürzen, spart daher nicht nur Zeit. Es erhöht zugleich die eigene Produktivität.

Chef unterbrechen? – Pro und Contra

Zugegeben, die Mission ist heikel. Den Chef abzuwürgen oder seinen Redefluss zu unterbrechen, hat persönlich viele Vorteile. Es gibt aber auch ein paar veritable (potenzielle) Nachteile:

  • Der Chef könnte verärgert sein und Ihren Hinweis persönlich nehmen.
  • Die Unterbrechung könnte das Gespräch verlängern, weil der Chef nun eine Diskussion vom Zaun bricht, warum er keine Unterbrechungen wünscht.

Allerdings muss man sagen, dass wohl die meisten Mitarbeiter das nötige Fingerspitzengefühl mitbringen, wann ein Gespräch ein harmloses Geplänkel ist und deshalb vorzeitig beendet werden kann und wann sie besser die Klappe halten. Entsprechend gibt es auch ein paar Vorteile, die dafür sprechen, den Chef zu unterbrechen:

Auch ein Chef darf eben nicht alles.

Gespräche mit dem Chef beenden: 4 Situationen + Tipps

Wie das gelingt, wie Sie Gespräche mit dem Chef beenden können, zeigen wir Ihnen mithilfe der folgenden Beispiele und Situationen:

Ihr Chef ist eine Labertasche

Gespraech Beenden Chef Labertasche

Gerade hat er Sie auf dem Weg von der Toilette zurück abgepasst. Er selbst hat offenbar gerade wenig Lust zu arbeiten, und Sie kommen ihm gerade recht. Also verwickelt er Sie in ein Gespräch. Harmloser Smalltalk, aber auch zeitraubend und gerade ganz unpassend. Außerdem besteht Ihre Aufgabe nicht darin, den Unterhaltungsclown oder die Kummerkastentante zu spielen.

Das können Sie tun: Die nächstbeste Redepause nutzen und direkt zum Ende kommen. Sagen Sie etwas Nettes, plaudern Sie nur kurz – um gleich darauf sehr deutlich zu machen, dass Sie einen dringenden Anruf erwarten oder unbedingt etwas fertigstellen müssen, das keinen Aufschub duldet. Bleiben Sie dabei höflich und zugewandt, aber auch bestimmt. Selbst wenn Ihr Chef im ersten Moment irritiert ist, die Botschaft ist: Sie müssen Ihren Job machen, freuen sich über ein Gespräch – nur nicht jetzt.

Die Hütte brennt

Gespraech Beenden Chef Problem

Es existiert tatsächlich ein dringendes Problem, der Kunde ist extrem unzufrieden. Es muss gehandelt werden. Leider ergeht sich der Vorgesetzte in Endlostiraden, was alles schief gelaufen ist und wer alles wo Fehler gemacht hat. Stimmt alles, bleibt aber rückwärtsgewandt. Außerdem ist allen klar, dass schon die zweite Wiederholung nur noch aufgestauten Frust transportiert. Die Sachlage ist längst geklärt.

Das können Sie tun: Wenn sich der Chef erstmal in Rage geredet hat, kriegen Sie ihn aus der Schleife kaum noch raus. Daher: Früher ansetzen – gleich zugeben, was Ihr Fehler war und sofort den Blick nach vorn richten. Beschwichtigend wirkt zudem, wenn Sie in der nächste Atempause, seine Kritik in eigenen Worten zusammenfassen, zustimmen und sofort zur Lösung kommen, Motto: „Sie haben völlig Recht, das war schlecht. Jetzt erwarten Sie von uns, dass… Deshalb machen wir jetzt…“

Das Meeting dehnt sich ins Unendliche

Gespraech Beenden Chef Meeting

Alle erscheinen pünktlich zum Meeting – nur der Chef kommt später. Dann erzählt er auch noch irgendwelche Anekdoten oder erzählt schlechte Witze. Wegen ihm zieht sich die Besprechung scheinbar endlos in die Länge. Die Agenda – wenn es überhaupt eine gab – tritt immer mehr in den Hintergrund.

Das können Sie tun: Hinter einem solchen Verhalten steckt nicht selten Narzissmus oder eine veritable Profilneurose. Beide lassen sich gut durch Lob befriedigen. Lächeln, kopfnicken, zustimmen – beim ersten Mal. Bei zweiten aber bleiben Sie neutral. Das verunsichert solche Typen sofort – und sie halten inne. Gut so: Die Gelegenheit sollten Sie umgehend nutzen, um zur Agenda zurückzukehren, auf den engen Zeitrahmen zu verweisen und auf ein Ergebnis zu drängen. Dazu war das Meeting schließlich anberaumt. Den subtilen Wink verstehen die meisten Chefs und suchen sich eine andere Gelegenheit zur Selbstdarstellung (siehe erster Punkt).

Die Situation steht vor der Eskalation

Gespraech Beenden Chef Eskalation

Es gibt allerdings Fälle, in denen der Chef Mitarbeiter als Blitzableiter nutzt. Vergreift er sich im Ton, wird er persönlich, schreit nur noch herum, müssen Sie klare Grenzen ziehen. Es ist nicht nur unprofessionell, seine Mitarbeiter zu beleidigen – es ist auch unzulässig. Auch hier gilt allerdings: Lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen. In einem frühen Stadium des Gesprächs eingegriffen, verhindern Sie womöglich Schlimmeres.

Das können Sie tun: Weisen Sie den Vorgesetzten höflich aber bestimmt in die Schranken. Zum Beispiel, indem Sie sagen: „In diesem Ton möchte ich das Gespräch nicht weiterführen.“ Das erfordert sicher Mut und Überwindung, ist aber notwendig. Einerseits geht es darum, die Selbstachtung zu wahren. Andererseits MÜSSEN Sie ein deutliches Signal an den Chef senden: „Das geht zu weit. So nicht!“ Sonst wird das immer wieder passieren. Öfter und heftiger.

Bessere Gespräche mit dem Chef: Vorbeugende Tipps

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Um solche Situation künftig zu vermeiden, können Sie ebenfalls einiges tun. Zum Beispiel, indem Sie für Gespräche mit dem Chef vorab feste Gesprächszeiten definieren. Klare Zeitlimits disziplinieren alle, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ebenso sollten Sie die Termine mit dem Chef clever planen: Montagmorgen oder Freitagnachmittag sind erfahrungsgemäß keine guten Zeiten. Wenn Sie jedoch ahnen, das Gespräch könnte sich in die Länge ziehen, legen Sie es – falls möglich – kurz vor die Mittagspause oder vor den Feierabend. Hunger oder Müdigkeit bremsen auch den Chef – ganz natürlich.

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: ESB Essentials, Mangostar, Dusan Petkovic, Matej Kastelicby, Dmytro Zinkevych by Shutterstock.com]
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Niemand wird gerne unterbrochen, schon gar nicht der Chef. Wenn die Arbeit liegen bleibt, ist es ihm aber auch nicht recht. Daher kann es sinnvoll sein, Gespräche mit dem Chef vorzeitig zu beenden. Erst recht, wenn er sich dabei nur selbst gerne reden hört oder alles Wichtige eben schon gesagt ist. Nur wie? Gespräche mit dem Chef höflich und elegant zu beenden – ohne dabei vorlaut oder gar renitent zu wirken, ist kompliziert, ja. Aber auch lernbar. Hier die Tipps für den Heldennotausgang…

Gespräche mit dem Chef beenden: Das Problem

Sagen wir es, wie es ist: Es gibt ein Hierarchiegefälle. Wenn der Chef etwas (Wichtiges) zu sagen hat, hören Mitarbeiter zu. Vorgesetzte haben ein Weisungsrecht. Sie geben Anweisungen ebenso wie Feedback, verkünden Entscheidungen oder erklären (neue) Strategien oder verteilen Arbeit im Team neu. Es also durchaus sinnvoll und auch geboten, hierbei aufmerksam zuzuhören. Schon aus Respekt gegenüber der Führungskraft und seiner Funktion.

Die Wahrheit ist aber auch: Nicht wenige Chefs suchen geradezu die Aufmerksamkeit oder den Applaus ihrer Mitarbeiter. Meetings sind für Sie Bühnen der eigenen Eitelkeit, Mitarbeitergespräche neigen bei ihnen eher zum Monolog. Und ganz ehrlich: Nicht alles, was der Chef ventiliert ist gleich wichtig oder gar witzig. Unnötiges Gelaber abzukürzen, spart daher nicht nur Zeit. Es erhöht zugleich die eigene Produktivität.

Chef unterbrechen? – Pro und Contra

Zugegeben, die Mission ist heikel. Den Chef abzuwürgen oder seinen Redefluss zu unterbrechen, hat persönlich viele Vorteile. Es gibt aber auch ein paar veritable (potenzielle) Nachteile:

  • Der Chef könnte verärgert sein und Ihren Hinweis persönlich nehmen.
  • Die Unterbrechung könnte das Gespräch verlängern, weil der Chef nun eine Diskussion vom Zaun bricht, warum er keine Unterbrechungen wünscht.

Allerdings muss man sagen, dass wohl die meisten Mitarbeiter das nötige Fingerspitzengefühl mitbringen, wann ein Gespräch ein harmloses Geplänkel ist und deshalb vorzeitig beendet werden kann und wann sie besser die Klappe halten. Entsprechend gibt es auch ein paar Vorteile, die dafür sprechen, den Chef zu unterbrechen:

Auch ein Chef darf eben nicht alles.

Gespräche mit dem Chef beenden: 4 Situationen + Tipps

Wie das gelingt, wie Sie Gespräche mit dem Chef beenden können, zeigen wir Ihnen mithilfe der folgenden Beispiele und Situationen:

Ihr Chef ist eine Labertasche

Gespraech Beenden Chef Labertasche

Gerade hat er Sie auf dem Weg von der Toilette zurück abgepasst. Er selbst hat offenbar gerade wenig Lust zu arbeiten, und Sie kommen ihm gerade recht. Also verwickelt er Sie in ein Gespräch. Harmloser Smalltalk, aber auch zeitraubend und gerade ganz unpassend. Außerdem besteht Ihre Aufgabe nicht darin, den Unterhaltungsclown oder die Kummerkastentante zu spielen.

Das können Sie tun: Die nächstbeste Redepause nutzen und direkt zum Ende kommen. Sagen Sie etwas Nettes, plaudern Sie nur kurz – um gleich darauf sehr deutlich zu machen, dass Sie einen dringenden Anruf erwarten oder unbedingt etwas fertigstellen müssen, das keinen Aufschub duldet. Bleiben Sie dabei höflich und zugewandt, aber auch bestimmt. Selbst wenn Ihr Chef im ersten Moment irritiert ist, die Botschaft ist: Sie müssen Ihren Job machen, freuen sich über ein Gespräch – nur nicht jetzt.

Die Hütte brennt

Gespraech Beenden Chef Problem

Es existiert tatsächlich ein dringendes Problem, der Kunde ist extrem unzufrieden. Es muss gehandelt werden. Leider ergeht sich der Vorgesetzte in Endlostiraden, was alles schief gelaufen ist und wer alles wo Fehler gemacht hat. Stimmt alles, bleibt aber rückwärtsgewandt. Außerdem ist allen klar, dass schon die zweite Wiederholung nur noch aufgestauten Frust transportiert. Die Sachlage ist längst geklärt.

Das können Sie tun: Wenn sich der Chef erstmal in Rage geredet hat, kriegen Sie ihn aus der Schleife kaum noch raus. Daher: Früher ansetzen – gleich zugeben, was Ihr Fehler war und sofort den Blick nach vorn richten. Beschwichtigend wirkt zudem, wenn Sie in der nächste Atempause, seine Kritik in eigenen Worten zusammenfassen, zustimmen und sofort zur Lösung kommen, Motto: „Sie haben völlig Recht, das war schlecht. Jetzt erwarten Sie von uns, dass… Deshalb machen wir jetzt…“

Das Meeting dehnt sich ins Unendliche

Gespraech Beenden Chef Meeting

Alle erscheinen pünktlich zum Meeting – nur der Chef kommt später. Dann erzählt er auch noch irgendwelche Anekdoten oder erzählt schlechte Witze. Wegen ihm zieht sich die Besprechung scheinbar endlos in die Länge. Die Agenda – wenn es überhaupt eine gab – tritt immer mehr in den Hintergrund.

Das können Sie tun: Hinter einem solchen Verhalten steckt nicht selten Narzissmus oder eine veritable Profilneurose. Beide lassen sich gut durch Lob befriedigen. Lächeln, kopfnicken, zustimmen – beim ersten Mal. Bei zweiten aber bleiben Sie neutral. Das verunsichert solche Typen sofort – und sie halten inne. Gut so: Die Gelegenheit sollten Sie umgehend nutzen, um zur Agenda zurückzukehren, auf den engen Zeitrahmen zu verweisen und auf ein Ergebnis zu drängen. Dazu war das Meeting schließlich anberaumt. Den subtilen Wink verstehen die meisten Chefs und suchen sich eine andere Gelegenheit zur Selbstdarstellung (siehe erster Punkt).

Die Situation steht vor der Eskalation

Gespraech Beenden Chef Eskalation

Es gibt allerdings Fälle, in denen der Chef Mitarbeiter als Blitzableiter nutzt. Vergreift er sich im Ton, wird er persönlich, schreit nur noch herum, müssen Sie klare Grenzen ziehen. Es ist nicht nur unprofessionell, seine Mitarbeiter zu beleidigen – es ist auch unzulässig. Auch hier gilt allerdings: Lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen. In einem frühen Stadium des Gesprächs eingegriffen, verhindern Sie womöglich Schlimmeres.

Das können Sie tun: Weisen Sie den Vorgesetzten höflich aber bestimmt in die Schranken. Zum Beispiel, indem Sie sagen: „In diesem Ton möchte ich das Gespräch nicht weiterführen.“ Das erfordert sicher Mut und Überwindung, ist aber notwendig. Einerseits geht es darum, die Selbstachtung zu wahren. Andererseits MÜSSEN Sie ein deutliches Signal an den Chef senden: „Das geht zu weit. So nicht!“ Sonst wird das immer wieder passieren. Öfter und heftiger.

Bessere Gespräche mit dem Chef: Vorbeugende Tipps

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Um solche Situation künftig zu vermeiden, können Sie ebenfalls einiges tun. Zum Beispiel, indem Sie für Gespräche mit dem Chef vorab feste Gesprächszeiten definieren. Klare Zeitlimits disziplinieren alle, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ebenso sollten Sie die Termine mit dem Chef clever planen: Montagmorgen oder Freitagnachmittag sind erfahrungsgemäß keine guten Zeiten. Wenn Sie jedoch ahnen, das Gespräch könnte sich in die Länge ziehen, legen Sie es – falls möglich – kurz vor die Mittagspause oder vor den Feierabend. Hunger oder Müdigkeit bremsen auch den Chef – ganz natürlich.

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: ESB Essentials, Mangostar, Dusan Petkovic, Matej Kastelicby, Dmytro Zinkevych by Shutterstock.com]
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