Google News Feed | karrierebibel.de https://karrierebibel.de Alle Tipps zu Bewerbung, Ausbildung, Studium, Job und Arbeitsrecht Mon, 20 Jan 2020 13:41:30 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.5 Hyperhidrose: Wenn Schwitzen zur Hölle wird https://karrierebibel.de/hyperhidrose/ Mon, 20 Jan 2020 12:00:39 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/hyperhidrose-wenn-das-schwitzen-zur-hoelle-wird/

Schweißperlen. Überall. Aber nicht nur ein paar Tröpfchen, sondern richtig große und viele davon. Alles ist klatschnass vom Schwitzen. Diagnose: Hyperhidrose. So bezeichnet man das übermäßige Schwitzen, das in der Regel örtlich begrenzt auftritt. Am häufigsten betroffen sind davon Achseln, Hände, Füße, Kopf oder der Rumpf. Für die Betroffenen ist das die Hölle: Wer so schwitzt, erlebt noch zusätzlich enormen psychischen Druck. Steht der sichtbare Schweiß doch für Schwäche oder mangelnde Hygiene. Viele isolieren sich deshalb aus Scham, nicht selten auch privat – oder lassen sich behandeln…

Hyperhidrose Definition: Schwitzen bis der Arzt kommt

Definition: Was ist Hyperhidrose?Wissenschaftlich definiert wird Hyperhidrose nicht nur als übermäßiges Schwitzen. Man spricht davon erst, wenn beispielsweise in einer Achselhöhle innerhalb von fünf Minuten 100 mg Schweiß und mehr abgesondert werden. Man unterscheidet wird noch einmal zwischen primärer und sekundärer Hyperhidrose unterschieden:

  • Primäre Hyperhidrose

    Gemeint ist hiermit das lokal begrenzte übermäßige Schwitzen. Also etwa nur in den Handflächen (rund 60 Prozent sind davon betroffen) oder an den Fußsohlen. Oft steckt dahinter eine Fehlfunktion des „Nervus auriculotemporalis“, also des Ohr-Schläfen-Nervs. Die genaue Ursache sollte aber ein Hautarzt (Dermatologe), ein Internist oder ein Facharzt für Nervenerkrankungen (Neurologe) diagnostizieren.

  • Sekundäre Hyperhidrose

    Hierbei handelt es sich um eine generell gesteigerte Schweißproduktion. Sie tritt also überall auf, nicht nur an einer Stelle des Körpers. Die sekundäre Hyperhidrose kann verschiedene Ursachen haben. Dahinter können stecken: Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, eine Schilddrüsenüberfunktion, Infektionen oder gar ein psychische Erkrankung wie zum Beispiel eine Angststörung.

Was die Hyperhidrose für die Betroffenen noch schlimmer macht, ist die damit verbundene Ohnmacht: Das Problem tritt plötzlich auf, unter Stress etwa – und dann meist auch gleich heftig. Die Angst, das Schwitzen nicht kontrollieren zu können, verstärkt den Effekt zusätzlich.

Viele suchen daraufhin vergeblich nach einer Möglichkeit der Behandlung oder gar einer OP. Eine wirkungsvolle Therapie, die zu einhundert Prozent funktioniert, ist jedoch noch nicht bekannt. Dies liegt insbesondere daran, dass die Ursachen so vielfältig sind.

Diagnose: Woher kommt das Schwitzen?

Schätzungen gehen davon aus, dass von der Hyperhidrose rund eine Million Deutsche betroffen sind. Dabei gibt es vor allem drei Ursachen, warum wir schwitzen: Temperatur, Emotionen und körperliche Aktivität. Rein biochemisch betrachtet, sind am Schwitzen zunächst aber nur zwei Dinge interessant:

  • Die Menge
  • Die Zusammensetzung

Rund einen Liter Schweiß sondert der Körper an normalen Tagen ab. Dazu muss es weder heiß sein, noch muss man sich dafür groß anstrengen. Wer sich aber anstrengt, viel und regelmäßig schwitzt, wie Leistungssportler etwa, schafft natürlich mehr. Fußballprofis schwitzen bei einem Spiel auch schon mal bis zu fünf Liter aus.

Schwitzen ist eine natürliche Körperfunktion, die in erster Linie der Kühlung dient. Schweiß ist also erst einmal nichts Schlechtes und erfordert keine Behandlung. Das meiste davon ist sowieso Wasser. Beim durchschnittlichen Schweiß machen die darin enthaltenen Mineralstoffe, Milch-, Harn- und Fettsäuren allenfalls ein Prozent aus – und selbst diese Zusammensetzung ist abhängig davon, wie viel und was man vorher trinkt und isst. Wann und in welchem Ausmaß die Schweißdrüsen aktiv werden, regelt das vegetative Nervensystem relativ autark.

Zwischen zwei und fünf Millionen Schweißdrüsen verteilen sich über den gesamten menschlichen Körper, ausgenommen Lippen und Gehörgang. Die meisten davon sitzen an Handflächen und Fußsohlen.

Wobei sich die Drüsen unter den Achseln, um den Bauchnabel und im Genitalbereich von den anderen unterscheiden: Sie sondern spezielle Duftsekrete, sogenannte Pheromone oder Sexualhormone ab, die darüber entscheiden, ob wir einen Menschen sprichwörtlich gut riechen können beziehungsweise, ob zwischen beiden die Chemie stimmt. Das läuft jedoch meist unbewusst ab.

Wesentlich auffälliger – und für die Betroffenen problematischer – ist das das übermäßige Transpirieren: Ein feuchter Händedruck, tellergroße Schwitzmonde unter den Achseln, durchgeschwitzte, klatschnasse Hemden oder Blusen, Schweißfüße – all das wird von den meisten Kollegen und Geschäftspartnern als unangenehm und peinlich empfunden. Derlei Starkschwitzer stehen sofort unter dem Generalverdacht, unsicher, unbelastbar und obendrein ungepflegt zu sein.

Hyperhidrose ist mehr als feuchte Hände

Feuchte Hände vor einer Prüfung oder einem Vorstellungsgespräch – das haben viele. Normaler Stress. Vielleicht sogar den kurzen Anflug einer Panikattacke, aber selbst das kann normal sein.

Dasselbe gilt, wenn man eine Stegreifrede halten soll oder vor Wut tobt. Heftige Gefühle sind schweißtreibend. Nicht zufällig spricht man auch vom Angstschweiß. In solchen Situationen schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus. Folge: Die Nerven, die die Schweißproduktion steuern, werden überaktiv.

Solche unkontrollierbaren, übermäßigen Schweißausbrüche sind daher keinesfalls ein Indiz für eine labile Persönlichkeit. Eher für die sprichwörtlich schwachen Nerven – oder aber eben eine Fehlfunktion derselben.

Nur wird eben das kaum thematisiert. Die Betroffenen sprechen in der Regel schon gar nicht darüber.

Ihr Leidensweg beginnt häufig schon in der Pubertät und verstärkt sich über die Jahre: Stress ist dabei der häufigste Auslöser. Wobei die Sorge, jemandem eine feuchte Hand geben zu müssen, freilich noch mehr Stress auslöst, sodass sich der Effekt immer weiter verstärkt.

Im Extrem reicht das Handschwitzen dann bis zu konstanter Tropfenbildung auf den Handflächen. Und das ist beim Händeschütteln natürlich beiden Seiten mehr als unangenehm.

Akute Behandlung und Therapie von Hyperhidrose

Verlässliche Mittel gegen Hyperhidrose gibt es bisher nur wenige. Das Thema ist einfach zu wenig erforscht. Aber es gibt die eine oder andere Behandlung und Anwendungen, die immer wieder genannt werden:

  • Kleidung

    Nicht wenige Menschen, die vermehrt am ganzen Körper transpirieren, wechseln einfach mehrfach am Tag ihre Kleidung oder kaufen ihre Klamotten doppelt, damit keiner das heimliche Umziehen im Büro bemerkt. Dabei sollten Sie insbesondere auf das Material achten: Produkte aus Kunstfasern oder Baumwolle fördern das Schwitzen noch zusätzlich. Luftige Kleidung aus Hanf, Seide oder Leinen, die luftig und nich zu eng am Körper anliegt, wird in diesem Zusammenhang eher empfohlen.

  • Leitungswasser-Iontophorese

    Wer dagegen unter Hyperhidrose an Händen oder Füßen leidet, kann entweder die sogenannten Leitungswasser-Iontophorese anwenden. Dabei werden Hände und Füße täglich 10 bis 15 Minuten lang in ein Wasserbad getaucht und schwachem Gleichströmen ausgesetzt. Eine Besserung ist allerdings erst nach rund zehn Anwendungen bemerkbar und das Verfahren ist verhältnismäßig aufwendig sowie teuer: Die Geräte kosten rund 350 Euro. Immerhin: Die Kosten für eine Stromtherapie werden zum Teil von den Krankenkassen übernommen.

  • Aluminiumchlorid

    Andere schwören indes auf eine Behandlung mit einer Aluminiumchlorid-Lösung. Die Aluminiumsalze, die inzwischen auch in beinahe jedem Deo stecken, dringen dabei in die Schweißkanäle ein und verstopfen die Drüsengänge, beziehungsweise sollen sie dauerhaft zurückbilden. Die reinen Lösungen bekommt man in der Apotheke und je nach Anwendungsgebiet gibt es Rezepturen mit unterschiedlichen Aluminiumchlorid-Konzentrationen. Meist aber wird eine 20-prozentige Lösung verabreicht, die dann vor dem Schlafen auf die entsprechenden Körperstellen aufgetragen wird. Allerdings kommt es hierbei manchmal zu Nebenwirkungen wie Juckreiz und Hautirritationen. Dafür liegt die Erfolgsquote dieser Therapie angeblich bei 95 Prozent.

  • Botox

    Wieder andere lassen sich Botulinumtoxin (auch Botox genannt) unter die Haut spritzen. Das wirkt zwar von Mensch zu Mensch verschieden bis zu einem halben Jahr, weil es die Schweißdrüsen tatsächlich lähmt. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass Botox eines der stärksten bekannten Gifte ist, die man sich da alle halbe Jahr injiziert. Außerdem ist es teuer: 400 Euro pro Behandlung sind keine Seltenheit.

  • ETS

    Noch brachialer und endgültiger ist nur noch die sogenannte endoskopische transthorakale Sympathektomie (ETS). Hierbei werden in einer OP unter Vollnarkose gezielt die für das Schwitzen verantwortlichen Nerven mittels Hochfrequenzstrom zerstört, durchtrennt oder abgeklemmt (Clipping). Die Risiken sind hoch: In einigen Fällen kommt es zum kompensatorischen Schwitzen (die Betroffen schwitzen dann zwar nicht mehr an den Händen, dafür aber vermehrt an Rücken oder Po), es kann zu taktilen Gefühlsstörungen oder gar zu Impotenz kommen und verschiedene Studien berichten von einer Rückfallquote von 60 bis 90 Prozent.

  • Meditation

    Was weniger hilft, sind laut Betroffenen Entspannungstechniken, wie Meditation. Dennoch kann die regelmäßige Anwendung die psychische Einstellung zum Schwitzen verändern und den Druck und den Stress abbauen. Entspannungstechniken sind darum zwar keine direkte Therapie gegen das Schwitzen, tragen aber dennoch dazu bei, den Umgang damit zu verändern.

  • Verzicht

    Der Verzicht auf Kaffee oder Nikotin kann zusätzliche Schweißproduktion hemmen. Insbesondere Koffein erhöht den Blutdruck und somit die Schweißbildung. Stattdessen werden Tees oder Produkte aus Salbei häufig als schweisshemmend gepriesen. Spezielle Medikamente und Tabletten hingegen, die zwar das Schwitzen minimieren können, jedoch meist auch zu Schläfrigkeit und Mundtrockenheit führen, werden nur von wenigen Betroffenen als geeignet empfunden.

So oder so: Für die Betroffenen bleibt die Hyperhidrose ein prägendes Problem – vor allem im Beruf.

Wer darunter leidet, sollte zunächst versuchen, seinen Lebensstil anzupassen:

  • Übergewicht, übermäßiger Konsum von Kaffee oder Alkohol können die Hyperhidrose eher verstärken.
  • Zudem sollten die Starkschwitzer mehr trinken, um den möglichen Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
  • Eine ausgewogene Ernährung hält den Stoffwechsel und den Energiehaushalt zudem im Gleichgewicht.
  • Und wer sich regelmäßig körperlich bewegt, etwas Sport treibt, tut nicht nur seiner Fitness etwas Gutes: Auch das vegetative Nervensystem wird so trainiert die Schweißabsonderung anzupassen.

Das Wichtigste ist aber, das eigene Selbstbewusstsein zu erhalten und sich sozial auf keinen Fall zu isolieren. Auch wenn man jemandem eine feuchte Hand geben muss: Besser es ist ein feuchter und fester Händedruck als das unsichere Hineinlegen eines kalten, glitschigen Fisches…

[Bildnachweis: Koldunov by Shutterstock.com]
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Schweißperlen. Überall. Aber nicht nur ein paar Tröpfchen, sondern richtig große und viele davon. Alles ist klatschnass vom Schwitzen. Diagnose: Hyperhidrose. So bezeichnet man das übermäßige Schwitzen, das in der Regel örtlich begrenzt auftritt. Am häufigsten betroffen sind davon Achseln, Hände, Füße, Kopf oder der Rumpf. Für die Betroffenen ist das die Hölle: Wer so schwitzt, erlebt noch zusätzlich enormen psychischen Druck. Steht der sichtbare Schweiß doch für Schwäche oder mangelnde Hygiene. Viele isolieren sich deshalb aus Scham, nicht selten auch privat – oder lassen sich behandeln…

Hyperhidrose Definition: Schwitzen bis der Arzt kommt

Definition: Was ist Hyperhidrose?Wissenschaftlich definiert wird Hyperhidrose nicht nur als übermäßiges Schwitzen. Man spricht davon erst, wenn beispielsweise in einer Achselhöhle innerhalb von fünf Minuten 100 mg Schweiß und mehr abgesondert werden. Man unterscheidet wird noch einmal zwischen primärer und sekundärer Hyperhidrose unterschieden:

  • Primäre Hyperhidrose

    Gemeint ist hiermit das lokal begrenzte übermäßige Schwitzen. Also etwa nur in den Handflächen (rund 60 Prozent sind davon betroffen) oder an den Fußsohlen. Oft steckt dahinter eine Fehlfunktion des „Nervus auriculotemporalis“, also des Ohr-Schläfen-Nervs. Die genaue Ursache sollte aber ein Hautarzt (Dermatologe), ein Internist oder ein Facharzt für Nervenerkrankungen (Neurologe) diagnostizieren.

  • Sekundäre Hyperhidrose

    Hierbei handelt es sich um eine generell gesteigerte Schweißproduktion. Sie tritt also überall auf, nicht nur an einer Stelle des Körpers. Die sekundäre Hyperhidrose kann verschiedene Ursachen haben. Dahinter können stecken: Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, eine Schilddrüsenüberfunktion, Infektionen oder gar ein psychische Erkrankung wie zum Beispiel eine Angststörung.

Was die Hyperhidrose für die Betroffenen noch schlimmer macht, ist die damit verbundene Ohnmacht: Das Problem tritt plötzlich auf, unter Stress etwa – und dann meist auch gleich heftig. Die Angst, das Schwitzen nicht kontrollieren zu können, verstärkt den Effekt zusätzlich.

Viele suchen daraufhin vergeblich nach einer Möglichkeit der Behandlung oder gar einer OP. Eine wirkungsvolle Therapie, die zu einhundert Prozent funktioniert, ist jedoch noch nicht bekannt. Dies liegt insbesondere daran, dass die Ursachen so vielfältig sind.

Diagnose: Woher kommt das Schwitzen?

Schätzungen gehen davon aus, dass von der Hyperhidrose rund eine Million Deutsche betroffen sind. Dabei gibt es vor allem drei Ursachen, warum wir schwitzen: Temperatur, Emotionen und körperliche Aktivität. Rein biochemisch betrachtet, sind am Schwitzen zunächst aber nur zwei Dinge interessant:

  • Die Menge
  • Die Zusammensetzung

Rund einen Liter Schweiß sondert der Körper an normalen Tagen ab. Dazu muss es weder heiß sein, noch muss man sich dafür groß anstrengen. Wer sich aber anstrengt, viel und regelmäßig schwitzt, wie Leistungssportler etwa, schafft natürlich mehr. Fußballprofis schwitzen bei einem Spiel auch schon mal bis zu fünf Liter aus.

Schwitzen ist eine natürliche Körperfunktion, die in erster Linie der Kühlung dient. Schweiß ist also erst einmal nichts Schlechtes und erfordert keine Behandlung. Das meiste davon ist sowieso Wasser. Beim durchschnittlichen Schweiß machen die darin enthaltenen Mineralstoffe, Milch-, Harn- und Fettsäuren allenfalls ein Prozent aus – und selbst diese Zusammensetzung ist abhängig davon, wie viel und was man vorher trinkt und isst. Wann und in welchem Ausmaß die Schweißdrüsen aktiv werden, regelt das vegetative Nervensystem relativ autark.

Zwischen zwei und fünf Millionen Schweißdrüsen verteilen sich über den gesamten menschlichen Körper, ausgenommen Lippen und Gehörgang. Die meisten davon sitzen an Handflächen und Fußsohlen.

Wobei sich die Drüsen unter den Achseln, um den Bauchnabel und im Genitalbereich von den anderen unterscheiden: Sie sondern spezielle Duftsekrete, sogenannte Pheromone oder Sexualhormone ab, die darüber entscheiden, ob wir einen Menschen sprichwörtlich gut riechen können beziehungsweise, ob zwischen beiden die Chemie stimmt. Das läuft jedoch meist unbewusst ab.

Wesentlich auffälliger – und für die Betroffenen problematischer – ist das das übermäßige Transpirieren: Ein feuchter Händedruck, tellergroße Schwitzmonde unter den Achseln, durchgeschwitzte, klatschnasse Hemden oder Blusen, Schweißfüße – all das wird von den meisten Kollegen und Geschäftspartnern als unangenehm und peinlich empfunden. Derlei Starkschwitzer stehen sofort unter dem Generalverdacht, unsicher, unbelastbar und obendrein ungepflegt zu sein.

Hyperhidrose ist mehr als feuchte Hände

Feuchte Hände vor einer Prüfung oder einem Vorstellungsgespräch – das haben viele. Normaler Stress. Vielleicht sogar den kurzen Anflug einer Panikattacke, aber selbst das kann normal sein.

Dasselbe gilt, wenn man eine Stegreifrede halten soll oder vor Wut tobt. Heftige Gefühle sind schweißtreibend. Nicht zufällig spricht man auch vom Angstschweiß. In solchen Situationen schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus. Folge: Die Nerven, die die Schweißproduktion steuern, werden überaktiv.

Solche unkontrollierbaren, übermäßigen Schweißausbrüche sind daher keinesfalls ein Indiz für eine labile Persönlichkeit. Eher für die sprichwörtlich schwachen Nerven – oder aber eben eine Fehlfunktion derselben.

Nur wird eben das kaum thematisiert. Die Betroffenen sprechen in der Regel schon gar nicht darüber.

Ihr Leidensweg beginnt häufig schon in der Pubertät und verstärkt sich über die Jahre: Stress ist dabei der häufigste Auslöser. Wobei die Sorge, jemandem eine feuchte Hand geben zu müssen, freilich noch mehr Stress auslöst, sodass sich der Effekt immer weiter verstärkt.

Im Extrem reicht das Handschwitzen dann bis zu konstanter Tropfenbildung auf den Handflächen. Und das ist beim Händeschütteln natürlich beiden Seiten mehr als unangenehm.

Akute Behandlung und Therapie von Hyperhidrose

Verlässliche Mittel gegen Hyperhidrose gibt es bisher nur wenige. Das Thema ist einfach zu wenig erforscht. Aber es gibt die eine oder andere Behandlung und Anwendungen, die immer wieder genannt werden:

  • Kleidung

    Nicht wenige Menschen, die vermehrt am ganzen Körper transpirieren, wechseln einfach mehrfach am Tag ihre Kleidung oder kaufen ihre Klamotten doppelt, damit keiner das heimliche Umziehen im Büro bemerkt. Dabei sollten Sie insbesondere auf das Material achten: Produkte aus Kunstfasern oder Baumwolle fördern das Schwitzen noch zusätzlich. Luftige Kleidung aus Hanf, Seide oder Leinen, die luftig und nich zu eng am Körper anliegt, wird in diesem Zusammenhang eher empfohlen.

  • Leitungswasser-Iontophorese

    Wer dagegen unter Hyperhidrose an Händen oder Füßen leidet, kann entweder die sogenannten Leitungswasser-Iontophorese anwenden. Dabei werden Hände und Füße täglich 10 bis 15 Minuten lang in ein Wasserbad getaucht und schwachem Gleichströmen ausgesetzt. Eine Besserung ist allerdings erst nach rund zehn Anwendungen bemerkbar und das Verfahren ist verhältnismäßig aufwendig sowie teuer: Die Geräte kosten rund 350 Euro. Immerhin: Die Kosten für eine Stromtherapie werden zum Teil von den Krankenkassen übernommen.

  • Aluminiumchlorid

    Andere schwören indes auf eine Behandlung mit einer Aluminiumchlorid-Lösung. Die Aluminiumsalze, die inzwischen auch in beinahe jedem Deo stecken, dringen dabei in die Schweißkanäle ein und verstopfen die Drüsengänge, beziehungsweise sollen sie dauerhaft zurückbilden. Die reinen Lösungen bekommt man in der Apotheke und je nach Anwendungsgebiet gibt es Rezepturen mit unterschiedlichen Aluminiumchlorid-Konzentrationen. Meist aber wird eine 20-prozentige Lösung verabreicht, die dann vor dem Schlafen auf die entsprechenden Körperstellen aufgetragen wird. Allerdings kommt es hierbei manchmal zu Nebenwirkungen wie Juckreiz und Hautirritationen. Dafür liegt die Erfolgsquote dieser Therapie angeblich bei 95 Prozent.

  • Botox

    Wieder andere lassen sich Botulinumtoxin (auch Botox genannt) unter die Haut spritzen. Das wirkt zwar von Mensch zu Mensch verschieden bis zu einem halben Jahr, weil es die Schweißdrüsen tatsächlich lähmt. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass Botox eines der stärksten bekannten Gifte ist, die man sich da alle halbe Jahr injiziert. Außerdem ist es teuer: 400 Euro pro Behandlung sind keine Seltenheit.

  • ETS

    Noch brachialer und endgültiger ist nur noch die sogenannte endoskopische transthorakale Sympathektomie (ETS). Hierbei werden in einer OP unter Vollnarkose gezielt die für das Schwitzen verantwortlichen Nerven mittels Hochfrequenzstrom zerstört, durchtrennt oder abgeklemmt (Clipping). Die Risiken sind hoch: In einigen Fällen kommt es zum kompensatorischen Schwitzen (die Betroffen schwitzen dann zwar nicht mehr an den Händen, dafür aber vermehrt an Rücken oder Po), es kann zu taktilen Gefühlsstörungen oder gar zu Impotenz kommen und verschiedene Studien berichten von einer Rückfallquote von 60 bis 90 Prozent.

  • Meditation

    Was weniger hilft, sind laut Betroffenen Entspannungstechniken, wie Meditation. Dennoch kann die regelmäßige Anwendung die psychische Einstellung zum Schwitzen verändern und den Druck und den Stress abbauen. Entspannungstechniken sind darum zwar keine direkte Therapie gegen das Schwitzen, tragen aber dennoch dazu bei, den Umgang damit zu verändern.

  • Verzicht

    Der Verzicht auf Kaffee oder Nikotin kann zusätzliche Schweißproduktion hemmen. Insbesondere Koffein erhöht den Blutdruck und somit die Schweißbildung. Stattdessen werden Tees oder Produkte aus Salbei häufig als schweisshemmend gepriesen. Spezielle Medikamente und Tabletten hingegen, die zwar das Schwitzen minimieren können, jedoch meist auch zu Schläfrigkeit und Mundtrockenheit führen, werden nur von wenigen Betroffenen als geeignet empfunden.

So oder so: Für die Betroffenen bleibt die Hyperhidrose ein prägendes Problem – vor allem im Beruf.

Wer darunter leidet, sollte zunächst versuchen, seinen Lebensstil anzupassen:

  • Übergewicht, übermäßiger Konsum von Kaffee oder Alkohol können die Hyperhidrose eher verstärken.
  • Zudem sollten die Starkschwitzer mehr trinken, um den möglichen Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
  • Eine ausgewogene Ernährung hält den Stoffwechsel und den Energiehaushalt zudem im Gleichgewicht.
  • Und wer sich regelmäßig körperlich bewegt, etwas Sport treibt, tut nicht nur seiner Fitness etwas Gutes: Auch das vegetative Nervensystem wird so trainiert die Schweißabsonderung anzupassen.

Das Wichtigste ist aber, das eigene Selbstbewusstsein zu erhalten und sich sozial auf keinen Fall zu isolieren. Auch wenn man jemandem eine feuchte Hand geben muss: Besser es ist ein feuchter und fester Händedruck als das unsichere Hineinlegen eines kalten, glitschigen Fisches…

[Bildnachweis: Koldunov by Shutterstock.com]
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Zufriedener arbeiten im Feel Good Büro https://karrierebibel.de/feel-good-buero/ Mon, 20 Jan 2020 11:40:58 +0000 Anzeige https://karrierebibel.de/?p=121636

Gerade die letzten Jahre haben viele neue Erkenntnisse und daraus abgeleitete Trends und Entwicklungen am Arbeits- und Personalmarkt gebracht. Der anhaltende Fachkräftemangel, ein verändertes Werteempfinden bei jungen Generationen, neue Möglichkeiten durch die fortschreitende Digitalisierung und Studien zur sinkenden emotionalen Verbundenheit von Mitarbeitern mit Unternehmen haben vielleicht nicht zu komplett neuen Ideen, in jedem Fall aber ihrer Gewichtung geführt.

Feel Good Büro: Die Vorteile einer emotionalen Bindung

So nimmt die Bindung von Mitarbeitern in den vergangenen Jahren einen immer wichtigeren Stellenwert in Unternehmen ein. Verschiedene Studien und Reports (PDF) belegen, dass das Thema auch weiterhin ganz oben auf der HR-Agenda steht. Personalabteilung und Geschäftsführung machen sich also mehr Gedanken darüber, wie ihre Mitarbeiter dem Unternehmen treu bleiben.

Die Vorteile einer großen emotionalen Bindung liegen auf der Hand – engagierte Mitarbeiter setzen sich aktiv für ihr Unternehmen ein und sind dabei offener, kollegialer und bringen ganz nebenbei mehr Einsatz und Leistung. Ein engagierter Mitarbeiter ist wertvoll, weil er sich Gedanken macht und im Sinne des Unternehmens handelt.

Auf diese Art und Weise entstehen dem Unternehmen Vorteile auf mehreren Ebenen:

  • höhere Produktivität
  • größere Kundenzufriedenheit
  • mehr Gewinn
  • ein geringerer Krankheitsstand
  • weniger Fluktuation, langjährige Mitarbeiter
  • weniger Wissensverlust
  • extrem breit und tief ausgebildete Mitarbeiter

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Was müssen Unternehmen tun, um sich mehr Engagement und einer hohen emotionalen Bindung ihrer Mitarbeiter sicher zu sein?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister, denn es gibt unzählige Ansichten und verschiedenste Ansätze. Einst waren klassische Faktoren wie Gehalt, Arbeitszeit, ein Firmenwagen oder Firmenhandy maßgebend. Für Mitarbeiter mit Familie zählten insbesondere soziale Leistungen. Eine zusätzliche Finanzspritze zu Weihnachten oder für den Familienurlaub kam bei diesen Mitarbeitern besonders gut an. Mit der Generation Y wurden alte Gesetzmäßigkeiten dann auf den Kopf gestellt. Hier bringen scheinbar fancy Gadgets wie Kicker, Fitnessraum oder kostenlose Snacks das Engagement in Schwung.

Sämtliche dieser Bemühungen zeigen ein prinzipielles Interesse des Arbeitgebers an der Zufriedenheit seiner Mitarbeiter. Neue Erkenntnisse unterstreichen aber auch, dass es keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Zuwendungen dieser Art und der Mitarbeiterbindung gibt.

Viele weiche Faktoren, die sich nicht einfach kaufen oder organisieren lassen, zahlen auf die Zufriedenheit und damit auf die Bindung von Mitarbeitern ein. Eine offene Feedback-Kultur wird heute ebenso sehr geschätzt wie flexible Strukturen und interessante Aufgaben. Auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen und Vorgesetzten, also ein gutes Arbeitsklima und gegenseitige Wertschätzung scheint vielen Mitarbeitern ein Anliegen zu sein.

Worauf legen Ihre Angestellten Wert?

Der Schlüssel zur Erkenntnis liegt darin, ganz genau hinzuhören und hinzuschauen, wenn es um die Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeiter geht. Eine offene Kommunikation, funktionierende Arbeitsprozesse und faire Arbeitsbedingungen bilden den Rahmen für alle weiteren Ansätze. Was sind die Ursachen einer gegebenenfalls geringen emotionalen Bindung? Ursachen können bei jedem Mitarbeiter individuell sein.

Die Konzepte anderer Unternehmen können hier als Inspiration, keinesfalls aber als Vorlage zur Kopie dienen. Manchmal erfordert dieser Prozess des „Verstehens“ eine gewisse Zeit, die ein Unternehmen sich unbedingt nehmen sollte. Im Zweifel kann mit der Umsetzung von Rahmenbedingungen begonnen werden, die für alle Mitarbeiter von Bedeutung sind.

Was sind geeignete Rahmenbedingungen und welche Maßnahmen helfen dabei sie zu schaffen?

Es gibt mehrere Bereiche, denen sich unterschiedliche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zuordnen lassen.

  • An- und Einstellungsbedingungen werden mit Arbeitsantritt im Vertrag festgehalten. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Urlaubs- und Vergütungsregelungen oder auch um Zusagen bezüglich eines Dienstwagens oder der befristeten beziehungsweise unbefristeten Dauer der Zusammenarbeit. Tipp: Verträge bilden eine Basis der Zusammenarbeit, Inhalte dürfen und können aber jederzeit auch überdacht und neu verhandelt werden.
  • Entwicklungsperspektiven – Jeder Mitarbeiter hat ganz eigene und individuelle Vorstellungen von seiner fachlichen und persönlichen Entwicklung. Schaffen Sie den Rahmen für eine ehrliche und ernst gemeinte Kommunikation im Austausch und auf Augenhöhe. So erfahren Sie aus erster Hand, woran es dem Einzelnen oder Ihrem Team eventuell mangelt. Fragen Sie bei scheidenden Mitarbeitern nach, warum sie das Unternehmen verlassen. Mit den neu gewonnenen Informationen können mögliche Veränderungen vorgenommen werden.
  • Work-Life-Balance – Bei allen nötigen und wichtigen Gedanken zum unternehmerischen Erfolg – Mitarbeiter führen ein Leben neben dem Job und schätzen die Balance zwischen Privatleben und der Arbeitswelt. Finden Sie gemeinsame Lösungen.
  • Sozialleistungen reichen von Modellen der betrieblichen Altersvorsorge über zum Beispiel Versicherungspakete bis hin zu Arbeitgeberdarlehen. Hier muss im Einzelfall entschieden werden, was ein Unternehmen leisten kann und was einem Mitarbeiter wirklich hilft. Große Unternehmen und Konzerne haben in diesem Bereich sicher andere Spielräume als kleine Unternehmen.
  • Arbeitsklima, Unternehmenswerte und -identität – Groß und inhaltlich eher schwammig ist der Bereich rund um die Verbesserung des Arbeitsklimas. Hier gibt es leider keinen Masterplan und die Maßnahmen zur Optimierung sind so individuell wie die Unternehmen und ihre Mitarbeiter.

Über Unternehmenswerte lässt sich viel philosophieren und selbst bei gemeinsamer Entwicklung dieser Werte erfordert die Umsetzung einen häufig langen Atem aller Beteiligten. Eine gewünschte oder erarbeitete Umgangsweise lässt sich einfach nicht erzwingen. Werte dienen eher als Richtlinie, die allzu oft vernachlässigt wird.

Auch das Ansetzen von Teambuilding-Events und die Durchführung von Betriebsfeiern lässt nicht jeden Mitarbeiter vor Begeisterung ausflippen. Keine Veranstaltung der Welt wird ein Team zusammenschweißen, das nicht miteinander arbeiten und kommunizieren kann. Und keine Betriebsfeier wird eine lockere und unbefangene Atmosphäre schaffen, wenn Informationen und Wissen im Unternehmen gegeneinander eingesetzt werden.

Bevor sich Unternehmen also nun Gedanken darüber machen, ob sie dem Team einen Billardtisch oder einen Tischkicker in den Aufenthaltsraum stellen, starten sie besser mit Maßnahmen aus anderen Bereichen.

Im Rahmen von Gesundheitsschutz und Sicherheit lassen sich zum Beispiel die Arbeitsbedingungen in den Büros verbessern. Wer kann kreativ und dauerhaft innovativ sein, wenn er in einem dunklen Großraumbüro ohne Privatsphäre und mit veralteter Technik arbeiten muss?

Eine Investition in die Optimierung der Büroräume bleibt am Ende im Unternehmen und wirkt sich dennoch positiv auf die Motivation der Mitarbeiter aus. Eine moderne und gemütliche Arbeitsatmosphäre lässt sich schnell und mit wenigen Mitteln schaffen.

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Offene, helle und freundliche Büroräume mit Rückzugsmöglichkeiten und Zonen zum Austausch liegen nicht nur voll im Einrichtungstrend, sondern stehen auch bei Mitarbeitern hoch im Kurs. Mit einer entsprechenden Einrichtung gestaltet sich nicht nur das optische Erscheinungsbild der unternehmerischen Ideenschmiede neu. Zusätzlich schaffen Unternehmen einen aktiven Beitrag zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter.

Der Arbeitsplatz ist der Bereich, an dem Mitarbeiter sich die meiste Zeit des Tages aufhalten. Hier bringt jeder einzelne seine Expertise täglich im Sinne des Unternehmens ein. Dieser Platz verdient es also detailliert analysiert und optimiert zu werden.

Ein ergonomischer Arbeitsplatz macht das Arbeiten angenehmer und Mitarbeiter produktiver. Das wirkt sich indirekt auch auf ein positives Unternehmensergebnis aus. Wer den ganzen Tag im Büro sitzt, klagt häufig über Probleme mit dem Rücken, Nacken oder der Schulter. Die Folge sind Ausfälle durch Krankheit.

Höhenverstellbare Schreibtische für flexibles Arbeiten im Sitzen oder Stehen und ergonomische Stühle mit individuellen Einstellmöglichkeiten sorgen für mehr Flexibilität am Arbeitsplatz. Das Risiko von Rückenproblemen und anderen Erkrankungen lässt sich so ganz schnell minimieren.

Das Thema Außenwirkung und Image ist eventuell weniger im Unternehmen als vielmehr außerhalb der Unternehmensmauern spürbar. Verschiedene Maßnahmen wie zum Beispiel der öffentliche Auftritt in Medien oder beim Tag der offenen Tür sollen die Wahrnehmung bei Außenstehenden gezielt beeinflussen. Wer es schafft, seine Mitarbeiter für sich zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden, erhält die besten Botschafter, die sich ein Unternehmen wünschen kann.

[Bildnachweis: Febrü]
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Gerade die letzten Jahre haben viele neue Erkenntnisse und daraus abgeleitete Trends und Entwicklungen am Arbeits- und Personalmarkt gebracht. Der anhaltende Fachkräftemangel, ein verändertes Werteempfinden bei jungen Generationen, neue Möglichkeiten durch die fortschreitende Digitalisierung und Studien zur sinkenden emotionalen Verbundenheit von Mitarbeitern mit Unternehmen haben vielleicht nicht zu komplett neuen Ideen, in jedem Fall aber ihrer Gewichtung geführt.

Feel Good Büro: Die Vorteile einer emotionalen Bindung

So nimmt die Bindung von Mitarbeitern in den vergangenen Jahren einen immer wichtigeren Stellenwert in Unternehmen ein. Verschiedene Studien und Reports (PDF) belegen, dass das Thema auch weiterhin ganz oben auf der HR-Agenda steht. Personalabteilung und Geschäftsführung machen sich also mehr Gedanken darüber, wie ihre Mitarbeiter dem Unternehmen treu bleiben.

Die Vorteile einer großen emotionalen Bindung liegen auf der Hand – engagierte Mitarbeiter setzen sich aktiv für ihr Unternehmen ein und sind dabei offener, kollegialer und bringen ganz nebenbei mehr Einsatz und Leistung. Ein engagierter Mitarbeiter ist wertvoll, weil er sich Gedanken macht und im Sinne des Unternehmens handelt.

Auf diese Art und Weise entstehen dem Unternehmen Vorteile auf mehreren Ebenen:

  • höhere Produktivität
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  • ein geringerer Krankheitsstand
  • weniger Fluktuation, langjährige Mitarbeiter
  • weniger Wissensverlust
  • extrem breit und tief ausgebildete Mitarbeiter

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Was müssen Unternehmen tun, um sich mehr Engagement und einer hohen emotionalen Bindung ihrer Mitarbeiter sicher zu sein?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister, denn es gibt unzählige Ansichten und verschiedenste Ansätze. Einst waren klassische Faktoren wie Gehalt, Arbeitszeit, ein Firmenwagen oder Firmenhandy maßgebend. Für Mitarbeiter mit Familie zählten insbesondere soziale Leistungen. Eine zusätzliche Finanzspritze zu Weihnachten oder für den Familienurlaub kam bei diesen Mitarbeitern besonders gut an. Mit der Generation Y wurden alte Gesetzmäßigkeiten dann auf den Kopf gestellt. Hier bringen scheinbar fancy Gadgets wie Kicker, Fitnessraum oder kostenlose Snacks das Engagement in Schwung.

Sämtliche dieser Bemühungen zeigen ein prinzipielles Interesse des Arbeitgebers an der Zufriedenheit seiner Mitarbeiter. Neue Erkenntnisse unterstreichen aber auch, dass es keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Zuwendungen dieser Art und der Mitarbeiterbindung gibt.

Viele weiche Faktoren, die sich nicht einfach kaufen oder organisieren lassen, zahlen auf die Zufriedenheit und damit auf die Bindung von Mitarbeitern ein. Eine offene Feedback-Kultur wird heute ebenso sehr geschätzt wie flexible Strukturen und interessante Aufgaben. Auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen und Vorgesetzten, also ein gutes Arbeitsklima und gegenseitige Wertschätzung scheint vielen Mitarbeitern ein Anliegen zu sein.

Worauf legen Ihre Angestellten Wert?

Der Schlüssel zur Erkenntnis liegt darin, ganz genau hinzuhören und hinzuschauen, wenn es um die Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeiter geht. Eine offene Kommunikation, funktionierende Arbeitsprozesse und faire Arbeitsbedingungen bilden den Rahmen für alle weiteren Ansätze. Was sind die Ursachen einer gegebenenfalls geringen emotionalen Bindung? Ursachen können bei jedem Mitarbeiter individuell sein.

Die Konzepte anderer Unternehmen können hier als Inspiration, keinesfalls aber als Vorlage zur Kopie dienen. Manchmal erfordert dieser Prozess des „Verstehens“ eine gewisse Zeit, die ein Unternehmen sich unbedingt nehmen sollte. Im Zweifel kann mit der Umsetzung von Rahmenbedingungen begonnen werden, die für alle Mitarbeiter von Bedeutung sind.

Was sind geeignete Rahmenbedingungen und welche Maßnahmen helfen dabei sie zu schaffen?

Es gibt mehrere Bereiche, denen sich unterschiedliche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zuordnen lassen.

  • An- und Einstellungsbedingungen werden mit Arbeitsantritt im Vertrag festgehalten. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Urlaubs- und Vergütungsregelungen oder auch um Zusagen bezüglich eines Dienstwagens oder der befristeten beziehungsweise unbefristeten Dauer der Zusammenarbeit. Tipp: Verträge bilden eine Basis der Zusammenarbeit, Inhalte dürfen und können aber jederzeit auch überdacht und neu verhandelt werden.
  • Entwicklungsperspektiven – Jeder Mitarbeiter hat ganz eigene und individuelle Vorstellungen von seiner fachlichen und persönlichen Entwicklung. Schaffen Sie den Rahmen für eine ehrliche und ernst gemeinte Kommunikation im Austausch und auf Augenhöhe. So erfahren Sie aus erster Hand, woran es dem Einzelnen oder Ihrem Team eventuell mangelt. Fragen Sie bei scheidenden Mitarbeitern nach, warum sie das Unternehmen verlassen. Mit den neu gewonnenen Informationen können mögliche Veränderungen vorgenommen werden.
  • Work-Life-Balance – Bei allen nötigen und wichtigen Gedanken zum unternehmerischen Erfolg – Mitarbeiter führen ein Leben neben dem Job und schätzen die Balance zwischen Privatleben und der Arbeitswelt. Finden Sie gemeinsame Lösungen.
  • Sozialleistungen reichen von Modellen der betrieblichen Altersvorsorge über zum Beispiel Versicherungspakete bis hin zu Arbeitgeberdarlehen. Hier muss im Einzelfall entschieden werden, was ein Unternehmen leisten kann und was einem Mitarbeiter wirklich hilft. Große Unternehmen und Konzerne haben in diesem Bereich sicher andere Spielräume als kleine Unternehmen.
  • Arbeitsklima, Unternehmenswerte und -identität – Groß und inhaltlich eher schwammig ist der Bereich rund um die Verbesserung des Arbeitsklimas. Hier gibt es leider keinen Masterplan und die Maßnahmen zur Optimierung sind so individuell wie die Unternehmen und ihre Mitarbeiter.

Über Unternehmenswerte lässt sich viel philosophieren und selbst bei gemeinsamer Entwicklung dieser Werte erfordert die Umsetzung einen häufig langen Atem aller Beteiligten. Eine gewünschte oder erarbeitete Umgangsweise lässt sich einfach nicht erzwingen. Werte dienen eher als Richtlinie, die allzu oft vernachlässigt wird.

Auch das Ansetzen von Teambuilding-Events und die Durchführung von Betriebsfeiern lässt nicht jeden Mitarbeiter vor Begeisterung ausflippen. Keine Veranstaltung der Welt wird ein Team zusammenschweißen, das nicht miteinander arbeiten und kommunizieren kann. Und keine Betriebsfeier wird eine lockere und unbefangene Atmosphäre schaffen, wenn Informationen und Wissen im Unternehmen gegeneinander eingesetzt werden.

Bevor sich Unternehmen also nun Gedanken darüber machen, ob sie dem Team einen Billardtisch oder einen Tischkicker in den Aufenthaltsraum stellen, starten sie besser mit Maßnahmen aus anderen Bereichen.

Im Rahmen von Gesundheitsschutz und Sicherheit lassen sich zum Beispiel die Arbeitsbedingungen in den Büros verbessern. Wer kann kreativ und dauerhaft innovativ sein, wenn er in einem dunklen Großraumbüro ohne Privatsphäre und mit veralteter Technik arbeiten muss?

Eine Investition in die Optimierung der Büroräume bleibt am Ende im Unternehmen und wirkt sich dennoch positiv auf die Motivation der Mitarbeiter aus. Eine moderne und gemütliche Arbeitsatmosphäre lässt sich schnell und mit wenigen Mitteln schaffen.

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Offene, helle und freundliche Büroräume mit Rückzugsmöglichkeiten und Zonen zum Austausch liegen nicht nur voll im Einrichtungstrend, sondern stehen auch bei Mitarbeitern hoch im Kurs. Mit einer entsprechenden Einrichtung gestaltet sich nicht nur das optische Erscheinungsbild der unternehmerischen Ideenschmiede neu. Zusätzlich schaffen Unternehmen einen aktiven Beitrag zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter.

Der Arbeitsplatz ist der Bereich, an dem Mitarbeiter sich die meiste Zeit des Tages aufhalten. Hier bringt jeder einzelne seine Expertise täglich im Sinne des Unternehmens ein. Dieser Platz verdient es also detailliert analysiert und optimiert zu werden.

Ein ergonomischer Arbeitsplatz macht das Arbeiten angenehmer und Mitarbeiter produktiver. Das wirkt sich indirekt auch auf ein positives Unternehmensergebnis aus. Wer den ganzen Tag im Büro sitzt, klagt häufig über Probleme mit dem Rücken, Nacken oder der Schulter. Die Folge sind Ausfälle durch Krankheit.

Höhenverstellbare Schreibtische für flexibles Arbeiten im Sitzen oder Stehen und ergonomische Stühle mit individuellen Einstellmöglichkeiten sorgen für mehr Flexibilität am Arbeitsplatz. Das Risiko von Rückenproblemen und anderen Erkrankungen lässt sich so ganz schnell minimieren.

Das Thema Außenwirkung und Image ist eventuell weniger im Unternehmen als vielmehr außerhalb der Unternehmensmauern spürbar. Verschiedene Maßnahmen wie zum Beispiel der öffentliche Auftritt in Medien oder beim Tag der offenen Tür sollen die Wahrnehmung bei Außenstehenden gezielt beeinflussen. Wer es schafft, seine Mitarbeiter für sich zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden, erhält die besten Botschafter, die sich ein Unternehmen wünschen kann.

[Bildnachweis: Febrü]
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Beruf Heilpraktiker: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung https://karrierebibel.de/heilpraktiker/ Mon, 20 Jan 2020 10:00:16 +0000 Tilman Schulze https://karrierebibel.de/?p=121381

Das Berufsbild Heilpraktiker wird häufig als unseriös betrachtet. Völlig zu unrecht. Das Jobprofil gehört zu den geschützten Berufen in Deutschland, das nur von speziell ausgebildeten Personen ausgeübt werden darf, die nach dem Heilpraktikergesetz praktizieren. Und es bietet einen vielseitigen Arbeitsalltag. In Zeiten, in denen immer mehr Menschen Ergänzungen und Alternativen zur Schulmedizin suchen, besitzen Heilpraktiker zudem exzellente Berufsaussichten.

Ausbildung: Wie wird man Heilpraktiker?

Auf den ersten Blick erscheint die Voraussetzung, um als Heilpraktiker arbeiten zu dürfen, relativ einfach: man muss lediglich eine Heilpraktiker-Erlaubnis erhalten. Diese wird jedoch erst nach einer ausführlichen schriftlichen und mündlichen Prüfung durch das regionale Gesundheitsamt ausgestellt.

Um zur Prüfung zugelassen zu werden, müssen vier Grundvoraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Antragsteller muss die gesundheitliche und geistige Eignung für die Berufsausübung besitzen, was per ärztlichem Attest nachzuweisen ist.
  • Der Antragsteller muss mindestens 25 Jahre als sein.
  • Der Antragsteller muss mindestens einen Hauptschulabschluss nachweisen.
  • Der Antragsteller muss ein unvorbelastetes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.

Um die Prüfung zu bestehen, ist es ratsam, sich entsprechend professionell vorzubereiten. Manche versuchen dies per Selbststudium – die Erfolgschancen sind jedoch in diesem Fall relativ gering.

Vielmehr empfiehlt sich der Besuch einer kostenpflichtigen Heilpraktikerschule. Diese bieten verschiedene Möglichkeiten an, die Ausbildung zu absolvieren:

  • Berufsbegleitende Teilzeit-Ausbildungen: Dauer bis zu 16 Monate
  • Fernstudiengänge: Dauer zwischen zwölf und 30 Monate
  • Vollzeit-Lehrgänge: Dauer zwischen vier und acht Monate

Egal, welche Variante die angehenden Heilpraktiker wählen, die Inhalte sind identisch:

  • Allgemeine Krankheitslehre
  • Berufs- und Gesetzeskunde
  • Anwendung, Wirkung, Grenzen, Gefahren von diagnostischen und therapeutischen Naturheilkunde-Maßnahmen
  • Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle sowie lebensbedrohlicher Zustände
  • Klinische Befunderhebung
  • Praxishygiene, Desinfektion, Sterilisation
  • Menschliche Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie
  • Injektion, Blutabnahme
  • Analyse und Deutung von Laborwerten
  • Pathologie, Psychopathologie

Darüber hinaus erlernen die Auszubildenden unterschiedliche Therapiemethoden und deren praktische Anwendung. Diese sind im einzelnen:

  • Traditionelle Chinesische Medizin
  • Chiropraktik
  • Homöopathie
  • Massagen
  • Kinesiologie
  • Osteopathie
  • Akupunktur
  • Hypnose
  • Autogenes Training
  • Phytotherapie
  • Bioenergetik
  • Ayurveda
  • Atemtherapie
  • Ernährungsberatung
  • Aromatherapie

Berufsbild: Was macht ein Heilpraktiker?

Heilpraktiker sehen sich trotz ihrer fachlich fundierten Ausbildung und ihres breiten Wissensspektrums noch immer etlichen Vorurteilen ausgesetzt. Das Berufsbild wird häufig abschätzig als Quacksalbertum abgetan, das mit Zuckerkügelchen ausschließlich auf den Placebo-Effekt zum Kurieren von ernstzunehmenden Krankheiten setzt.

Dabei macht die Verschreibung dieser Globuli nur einen kleinen Teil der möglichen Behandlungsmethoden von Heilpraktikern aus. Hinter dem Berufsbild steckt deutlich mehr, als gemeinhin vermutet wird.

Zwar wird kein seriöser Heilpraktiker behaupten, einzig durch seine Therapie schwerwiegende Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs, heilen zu können, jedoch ist es möglich, Nebenwirkungen von schulmedizinischer Behandlung mitunter deutlich abzumildern. Zudem können die Heilkundeverfahren im Bereich von Allergien oder beispielsweise Rücken- beziehungsweise Gelenkbeschwerden durchaus beachtliche Erfolge vorweisen.

Heilpraktiker verfolgen grundsätzlich einen ganzheitlichen Ansatz. Dies bedeutet, dass sie den Körper und das Mentale als Einheit betrachten. Damit sehen sie sich im Gegensatz zu den meisten Schulmedizinern, die sich in ihrer Behandlung lediglich auf die betroffenen Körperteile konzentrieren.

So sehen Heilpraktiker ihre vornehmliche Aufgabe darin, die Ursachen für die Erkrankungen ihrer Patienten, die sie mit körperlichen oder seelischen Leiden aufsuchen, zu erkennen und zu therapieren.

Daher wird in der Erstanamnese zunächst jeder Patient gründlich befragt. Neben seinen reinen Beschwerden geht es dabei insbesondere um die persönlichen Lebensumstände.

Im Anschluss daran erfolgt eine Erstuntersuchung, bei denen unterschiedliche Diagnoseverfahren angewandt werden, wie zum Beispiel das Abklopfen, das Abhören, die Zungendiagnostik, die Irisbetrachtung, sowie Blut- und Harnuntersuchungen.

Erst dann entscheidet der Heilpraktiker gemeinsam mit dem Patienten, welche Behandlung sinnvoll erscheint und letztendlich eingeleitet wird. Dabei kommen vornehmlich alternative Heilkundeverfahren zum Einsatz, die sich stark von denen der Schulmediziner unterscheiden. Folgende Behandlungsmethoden sind dabei möglich:

  • Akupunktur
  • Chiropraktik
  • Physiotherapie
  • Homöopathie
  • Bioresonanztherapie
  • Spagyrik
  • Blutegelbehandlung
  • Kinesiologie
  • Aromatherapie
  • Phytotherapie
  • Ausleitende Verfahren

Da viele Heilpraktiker eine eigene Praxis betreiben, fallen außerdem im Arbeitsalltag organisatorische und verwaltungstechnische Aufgaben an, wie die Dokumentation der Behandlungsabläufe, die Buchhaltung und das Erstellen von Honorarrechnungen. Aus diesem Grund ist die Arbeitsbelastung nur schwer messbar und hängt stark von der Auslastung der Praxis ab.

Gehalt: Was verdient ein Heilpraktiker?

Eine Angabe des Gehaltsspiegels ist in der Regel relativ schwierig, da die meisten Heilpraktiker selbstständig tätig sind und das Einkommen sowohl je nach Monat als auch je nach Region äußerst unterschiedlich sein kann. Außerdem muss man berücksichtigen, wie lange der jeweilige Heilpraktiker am Markt tätig ist und welchen Ruf beziehungsweise welche Stammkundschaft er sich aufgebaut hat.

Trotz all der breiten Schwankungen lässt sich ein Durchschnittseinkommen errechnen, das bei einer Vollzeit-Tätigkeit bei rund 2.700 Euro brutto monatlich liegt. Dabei gibt es Heilpraktiker, die deutlich über 3.000 Euro brutto verdienen und Berufsanfänger, deren Bruttoeinnahmen bei etwa 2.000 Euro oder sogar weniger liegt.

Karriere: Chancen und Aussichten als Heilpraktiker?

Für Heilpraktiker stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt in der Regel gut. Die Nachfrage nach ihren Diensten lässt die Eröffnung einer eigenen Praxis vielen von ihnen als reizvoll erscheinen.

In einigen Fällen gründen sich auch Gemeinschaftspraxen, bei denen Heilpraktiker mit unterschiedlichen Schwerpunkten oder sogar Heilpraktiker mit Schulmedizinern zusammenarbeiten und sich gegenseitig in ihren Therapie- und Heilmethoden ergänzen.

Daher verfestigen viele Heilpraktiker ihren Ruf als Experten, in dem sie sich mit einer intensiven Fort- und Weiterbildung auf ein Fachgebiet spezialisieren. Diese sind beispielsweise:

  • Homöopathie
  • Schüßler-Therapie
  • Pflanzenheilkunde
  • Naturheilkunde
  • Bachblüten-Therapie
  • Phytotherapie
  • Traditionelle Chinesische Medizin
  • Shiatsu
  • Fußreflexzonentherapie
  • Akupunktur
  • Akupressur
  • Hypnose
Stellenangebote für Heilpraktiker.

Bewerbung als Heilpraktiker: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Angehende Heilpraktiker, die den Sprung in die Selbstständigkeit zunächst scheuen und an der Seite eines erfahrenen Kollegen Berufspraxis sammeln möchten, sollten bei der Bewerbung vor allem ihre persönlichen Fähigkeiten in den Vordergrund stellen. Zum Beispiel:

Muster-Anschreiben-Heilpraktiker-Bewerbung-Vorlage-kostenlos-pdf-wordUm sich für das Berufsbild Heilpraktiker bewerben zu können, haben wir für Sie zudem ein Musteranschreiben verfasst, das Sie sich hier auch gleich bequem als Word-Dokument oder PDF-Datei kostenlos herunterladen und privat nutzen können. Bitte beachten Sie: Unser Anschreiben dient in erster Linie als Vorlage und Formulierungshilfe. Ihre eigene Bewerbung sollten Sie individuell anpassen.

Insbesondere die Soft Skills sollten im Anschreiben der Bewerbung deutlich gemacht werden. Sie lassen sich zum Beispiel folgendermaßen formulieren:

Mein Einfühlungsvermögen, meine Geduld und meine Fähigkeit, gut zuhören zu können, ermöglichen es mir, für jeden Patienten eine individuelle Therapie zu finden.

Mir ist es wichtig, stets mit den Patienten zu einer einvernehmlichen, ganzheitlichen Therapie zu gelangen. Um dies zu gewährleisten und viel Zeit für die Diagnose und das Gespräch zu haben, hilft mir mein exzellentes Zeitmanagement.

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & Lebenslauf

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & LebenslaufUm Ihnen das Schreiben Ihrer Bewerbung zu erleichtern, haben wir für Sie mehr als 80 kostenlose und professionelle Bewerbungsvorlagen erstellen lassen, die Sie sich jederzeit kostenlos als WORD-Datei oder PDF herunterladen und privat nutzen können.

Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese jedes Mal individuell anpassen und etwas umgestalten. Es sähe sicher nicht gut aus, wenn eine(r) Ihrer Mitbewerber(innen) zufällig exakt dieselbe Vorlage verwendet.

Vorlagen und Muster für das Bewerbungsschreiben

Zum Durchblättern der Vorlagen bitte die orangen Pfeile nutzen. Zum Herunterladen der jeweiligen kostenlosen Vorlage einfach auf das Vorschaubild klicken


Initiativbewerbung
Vorlage 1
Initiativbewerbung
Vorlage 2
Blindbewerbung
Vorlage 1
Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Muster Cover Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Blindbewerbung Vorlage Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung für
eine Ausbildung
Bewerbung für
ein Praktikum 1
Bewerbung für
ein Praktikum 2
Bewerbungsschreiben Vorlage Ausbildung Cover Bewerbungsschreiben Praktikum1 Muster Cover Bewerbungsschreiben Praktikum2 Vorlage Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung als
Altenpflegerin
Bewerbungsschreiben
als Erzieherin
Ausbildungsanschreiben
zum Rettungssanitäter
Bewerbung Altenpflegerin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Erzieherin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Ausbildung Rettungssanitaeter Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Beispiel Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Anschreiben für
eine Duale Ausbildung
Bewerbungsschreiben
als Werkstudent
Bewerbung für
eine Masterarbeit
Bewerbungsschreiben Duale Ausbildung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Werkstudent Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Masterarbeit Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Aushilfe
Bewerbungsschreiben
als Verkäufer
Bewerbungsschreiben
für einen Minijob
Bewerbungsschreiben Vorlage Aushilfe Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Verkaeuferin Cover Bewerbungsschreiben Muster Minijob Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung bei der
Deutschen Bahn
Bewerbungsschreiben
für LIDL
Muster für Medizinische
Fachangestellte
Bewerbung Deutsche Bahn Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Fuer Lidl Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Medizinische Fachangestellte Anschreiben Vorlage Muster Beispiel Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung bei der
Bundeswehr
Bewerbungsschreiben
für die Bundespolizei
Bewerbungsschreiben
für den Zoll
Bundeswehr Bewerbung Bewerbungsschreiben Beispiel Muster Cover Bundespolizei Bewerbung Bewerbungsschreiben Muster Cover Bewerbung Zoll Anschreiben Vorlage Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
für ein FSJ
Bewerbungsschreiben
als Projektleiter
Bewerbungsschreiben
als Industriemechaniker
Fsj Bewerbung Anschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Reinigungskraft Bewerbungsschreiben Vorlage Beispiel Muster Cover Bewerbung Als Industriemechaniker Anschreiben Muster Vorlage Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Assistentin
Bewerbungsschreiben
für den Empfang
Bewerbung nach
einer Fortbildung
Bewerbungsvorlage Assistentin Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Empfang Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Fortbildung Anschreiben Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung auf
eine Stellenanzeige
Anschreiben für einen
Projektmanager
Bewerbung als
Krankenschwester
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Key Account Manager Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Projektmanager Muster Cover Bewerbungsschreiben Krankenschwester Vorlage Kostenlos Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung als
Mechatroniker
Bewerbung als
Pädagogin
Bewerbung als
Ausbildungsleiter
Bewerbungsanschreiben Vorlage Mechatroniker Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Paedagogin Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Ausbildungsleiter Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Führungskraft
Bewerbungsschreiben
als Beraterin
Bewerbungsschreiben
als Senior Consultant
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Manager Fuehrungskraft Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Beraterin Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Senior Consultant Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau


Vorlagen und Muster für den tabellarischen Lebenslauf





[Bildnachweis: Studio 72 by Shutterstock.com]
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Das Berufsbild Heilpraktiker wird häufig als unseriös betrachtet. Völlig zu unrecht. Das Jobprofil gehört zu den geschützten Berufen in Deutschland, das nur von speziell ausgebildeten Personen ausgeübt werden darf, die nach dem Heilpraktikergesetz praktizieren. Und es bietet einen vielseitigen Arbeitsalltag. In Zeiten, in denen immer mehr Menschen Ergänzungen und Alternativen zur Schulmedizin suchen, besitzen Heilpraktiker zudem exzellente Berufsaussichten.

Ausbildung: Wie wird man Heilpraktiker?

Auf den ersten Blick erscheint die Voraussetzung, um als Heilpraktiker arbeiten zu dürfen, relativ einfach: man muss lediglich eine Heilpraktiker-Erlaubnis erhalten. Diese wird jedoch erst nach einer ausführlichen schriftlichen und mündlichen Prüfung durch das regionale Gesundheitsamt ausgestellt.

Um zur Prüfung zugelassen zu werden, müssen vier Grundvoraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Antragsteller muss die gesundheitliche und geistige Eignung für die Berufsausübung besitzen, was per ärztlichem Attest nachzuweisen ist.
  • Der Antragsteller muss mindestens 25 Jahre als sein.
  • Der Antragsteller muss mindestens einen Hauptschulabschluss nachweisen.
  • Der Antragsteller muss ein unvorbelastetes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.

Um die Prüfung zu bestehen, ist es ratsam, sich entsprechend professionell vorzubereiten. Manche versuchen dies per Selbststudium – die Erfolgschancen sind jedoch in diesem Fall relativ gering.

Vielmehr empfiehlt sich der Besuch einer kostenpflichtigen Heilpraktikerschule. Diese bieten verschiedene Möglichkeiten an, die Ausbildung zu absolvieren:

  • Berufsbegleitende Teilzeit-Ausbildungen: Dauer bis zu 16 Monate
  • Fernstudiengänge: Dauer zwischen zwölf und 30 Monate
  • Vollzeit-Lehrgänge: Dauer zwischen vier und acht Monate

Egal, welche Variante die angehenden Heilpraktiker wählen, die Inhalte sind identisch:

  • Allgemeine Krankheitslehre
  • Berufs- und Gesetzeskunde
  • Anwendung, Wirkung, Grenzen, Gefahren von diagnostischen und therapeutischen Naturheilkunde-Maßnahmen
  • Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle sowie lebensbedrohlicher Zustände
  • Klinische Befunderhebung
  • Praxishygiene, Desinfektion, Sterilisation
  • Menschliche Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie
  • Injektion, Blutabnahme
  • Analyse und Deutung von Laborwerten
  • Pathologie, Psychopathologie

Darüber hinaus erlernen die Auszubildenden unterschiedliche Therapiemethoden und deren praktische Anwendung. Diese sind im einzelnen:

  • Traditionelle Chinesische Medizin
  • Chiropraktik
  • Homöopathie
  • Massagen
  • Kinesiologie
  • Osteopathie
  • Akupunktur
  • Hypnose
  • Autogenes Training
  • Phytotherapie
  • Bioenergetik
  • Ayurveda
  • Atemtherapie
  • Ernährungsberatung
  • Aromatherapie

Berufsbild: Was macht ein Heilpraktiker?

Heilpraktiker sehen sich trotz ihrer fachlich fundierten Ausbildung und ihres breiten Wissensspektrums noch immer etlichen Vorurteilen ausgesetzt. Das Berufsbild wird häufig abschätzig als Quacksalbertum abgetan, das mit Zuckerkügelchen ausschließlich auf den Placebo-Effekt zum Kurieren von ernstzunehmenden Krankheiten setzt.

Dabei macht die Verschreibung dieser Globuli nur einen kleinen Teil der möglichen Behandlungsmethoden von Heilpraktikern aus. Hinter dem Berufsbild steckt deutlich mehr, als gemeinhin vermutet wird.

Zwar wird kein seriöser Heilpraktiker behaupten, einzig durch seine Therapie schwerwiegende Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs, heilen zu können, jedoch ist es möglich, Nebenwirkungen von schulmedizinischer Behandlung mitunter deutlich abzumildern. Zudem können die Heilkundeverfahren im Bereich von Allergien oder beispielsweise Rücken- beziehungsweise Gelenkbeschwerden durchaus beachtliche Erfolge vorweisen.

Heilpraktiker verfolgen grundsätzlich einen ganzheitlichen Ansatz. Dies bedeutet, dass sie den Körper und das Mentale als Einheit betrachten. Damit sehen sie sich im Gegensatz zu den meisten Schulmedizinern, die sich in ihrer Behandlung lediglich auf die betroffenen Körperteile konzentrieren.

So sehen Heilpraktiker ihre vornehmliche Aufgabe darin, die Ursachen für die Erkrankungen ihrer Patienten, die sie mit körperlichen oder seelischen Leiden aufsuchen, zu erkennen und zu therapieren.

Daher wird in der Erstanamnese zunächst jeder Patient gründlich befragt. Neben seinen reinen Beschwerden geht es dabei insbesondere um die persönlichen Lebensumstände.

Im Anschluss daran erfolgt eine Erstuntersuchung, bei denen unterschiedliche Diagnoseverfahren angewandt werden, wie zum Beispiel das Abklopfen, das Abhören, die Zungendiagnostik, die Irisbetrachtung, sowie Blut- und Harnuntersuchungen.

Erst dann entscheidet der Heilpraktiker gemeinsam mit dem Patienten, welche Behandlung sinnvoll erscheint und letztendlich eingeleitet wird. Dabei kommen vornehmlich alternative Heilkundeverfahren zum Einsatz, die sich stark von denen der Schulmediziner unterscheiden. Folgende Behandlungsmethoden sind dabei möglich:

  • Akupunktur
  • Chiropraktik
  • Physiotherapie
  • Homöopathie
  • Bioresonanztherapie
  • Spagyrik
  • Blutegelbehandlung
  • Kinesiologie
  • Aromatherapie
  • Phytotherapie
  • Ausleitende Verfahren

Da viele Heilpraktiker eine eigene Praxis betreiben, fallen außerdem im Arbeitsalltag organisatorische und verwaltungstechnische Aufgaben an, wie die Dokumentation der Behandlungsabläufe, die Buchhaltung und das Erstellen von Honorarrechnungen. Aus diesem Grund ist die Arbeitsbelastung nur schwer messbar und hängt stark von der Auslastung der Praxis ab.

Gehalt: Was verdient ein Heilpraktiker?

Eine Angabe des Gehaltsspiegels ist in der Regel relativ schwierig, da die meisten Heilpraktiker selbstständig tätig sind und das Einkommen sowohl je nach Monat als auch je nach Region äußerst unterschiedlich sein kann. Außerdem muss man berücksichtigen, wie lange der jeweilige Heilpraktiker am Markt tätig ist und welchen Ruf beziehungsweise welche Stammkundschaft er sich aufgebaut hat.

Trotz all der breiten Schwankungen lässt sich ein Durchschnittseinkommen errechnen, das bei einer Vollzeit-Tätigkeit bei rund 2.700 Euro brutto monatlich liegt. Dabei gibt es Heilpraktiker, die deutlich über 3.000 Euro brutto verdienen und Berufsanfänger, deren Bruttoeinnahmen bei etwa 2.000 Euro oder sogar weniger liegt.

Karriere: Chancen und Aussichten als Heilpraktiker?

Für Heilpraktiker stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt in der Regel gut. Die Nachfrage nach ihren Diensten lässt die Eröffnung einer eigenen Praxis vielen von ihnen als reizvoll erscheinen.

In einigen Fällen gründen sich auch Gemeinschaftspraxen, bei denen Heilpraktiker mit unterschiedlichen Schwerpunkten oder sogar Heilpraktiker mit Schulmedizinern zusammenarbeiten und sich gegenseitig in ihren Therapie- und Heilmethoden ergänzen.

Daher verfestigen viele Heilpraktiker ihren Ruf als Experten, in dem sie sich mit einer intensiven Fort- und Weiterbildung auf ein Fachgebiet spezialisieren. Diese sind beispielsweise:

  • Homöopathie
  • Schüßler-Therapie
  • Pflanzenheilkunde
  • Naturheilkunde
  • Bachblüten-Therapie
  • Phytotherapie
  • Traditionelle Chinesische Medizin
  • Shiatsu
  • Fußreflexzonentherapie
  • Akupunktur
  • Akupressur
  • Hypnose
Stellenangebote für Heilpraktiker.

Bewerbung als Heilpraktiker: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Angehende Heilpraktiker, die den Sprung in die Selbstständigkeit zunächst scheuen und an der Seite eines erfahrenen Kollegen Berufspraxis sammeln möchten, sollten bei der Bewerbung vor allem ihre persönlichen Fähigkeiten in den Vordergrund stellen. Zum Beispiel:

Muster-Anschreiben-Heilpraktiker-Bewerbung-Vorlage-kostenlos-pdf-wordUm sich für das Berufsbild Heilpraktiker bewerben zu können, haben wir für Sie zudem ein Musteranschreiben verfasst, das Sie sich hier auch gleich bequem als Word-Dokument oder PDF-Datei kostenlos herunterladen und privat nutzen können. Bitte beachten Sie: Unser Anschreiben dient in erster Linie als Vorlage und Formulierungshilfe. Ihre eigene Bewerbung sollten Sie individuell anpassen.

Insbesondere die Soft Skills sollten im Anschreiben der Bewerbung deutlich gemacht werden. Sie lassen sich zum Beispiel folgendermaßen formulieren:

Mein Einfühlungsvermögen, meine Geduld und meine Fähigkeit, gut zuhören zu können, ermöglichen es mir, für jeden Patienten eine individuelle Therapie zu finden.

Mir ist es wichtig, stets mit den Patienten zu einer einvernehmlichen, ganzheitlichen Therapie zu gelangen. Um dies zu gewährleisten und viel Zeit für die Diagnose und das Gespräch zu haben, hilft mir mein exzellentes Zeitmanagement.

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & Lebenslauf

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & LebenslaufUm Ihnen das Schreiben Ihrer Bewerbung zu erleichtern, haben wir für Sie mehr als 80 kostenlose und professionelle Bewerbungsvorlagen erstellen lassen, die Sie sich jederzeit kostenlos als WORD-Datei oder PDF herunterladen und privat nutzen können.

Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese jedes Mal individuell anpassen und etwas umgestalten. Es sähe sicher nicht gut aus, wenn eine(r) Ihrer Mitbewerber(innen) zufällig exakt dieselbe Vorlage verwendet.

Vorlagen und Muster für das Bewerbungsschreiben

Zum Durchblättern der Vorlagen bitte die orangen Pfeile nutzen. Zum Herunterladen der jeweiligen kostenlosen Vorlage einfach auf das Vorschaubild klicken


Initiativbewerbung
Vorlage 1
Initiativbewerbung
Vorlage 2
Blindbewerbung
Vorlage 1
Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Muster Cover Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Blindbewerbung Vorlage Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung für
eine Ausbildung
Bewerbung für
ein Praktikum 1
Bewerbung für
ein Praktikum 2
Bewerbungsschreiben Vorlage Ausbildung Cover Bewerbungsschreiben Praktikum1 Muster Cover Bewerbungsschreiben Praktikum2 Vorlage Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung als
Altenpflegerin
Bewerbungsschreiben
als Erzieherin
Ausbildungsanschreiben
zum Rettungssanitäter
Bewerbung Altenpflegerin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Erzieherin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Ausbildung Rettungssanitaeter Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Beispiel Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Anschreiben für
eine Duale Ausbildung
Bewerbungsschreiben
als Werkstudent
Bewerbung für
eine Masterarbeit
Bewerbungsschreiben Duale Ausbildung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Werkstudent Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Masterarbeit Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Aushilfe
Bewerbungsschreiben
als Verkäufer
Bewerbungsschreiben
für einen Minijob
Bewerbungsschreiben Vorlage Aushilfe Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Verkaeuferin Cover Bewerbungsschreiben Muster Minijob Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung bei der
Deutschen Bahn
Bewerbungsschreiben
für LIDL
Muster für Medizinische
Fachangestellte
Bewerbung Deutsche Bahn Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Fuer Lidl Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Medizinische Fachangestellte Anschreiben Vorlage Muster Beispiel Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung bei der
Bundeswehr
Bewerbungsschreiben
für die Bundespolizei
Bewerbungsschreiben
für den Zoll
Bundeswehr Bewerbung Bewerbungsschreiben Beispiel Muster Cover Bundespolizei Bewerbung Bewerbungsschreiben Muster Cover Bewerbung Zoll Anschreiben Vorlage Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
für ein FSJ
Bewerbungsschreiben
als Projektleiter
Bewerbungsschreiben
als Industriemechaniker
Fsj Bewerbung Anschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Reinigungskraft Bewerbungsschreiben Vorlage Beispiel Muster Cover Bewerbung Als Industriemechaniker Anschreiben Muster Vorlage Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Assistentin
Bewerbungsschreiben
für den Empfang
Bewerbung nach
einer Fortbildung
Bewerbungsvorlage Assistentin Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Empfang Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Fortbildung Anschreiben Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung auf
eine Stellenanzeige
Anschreiben für einen
Projektmanager
Bewerbung als
Krankenschwester
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Key Account Manager Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Projektmanager Muster Cover Bewerbungsschreiben Krankenschwester Vorlage Kostenlos Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung als
Mechatroniker
Bewerbung als
Pädagogin
Bewerbung als
Ausbildungsleiter
Bewerbungsanschreiben Vorlage Mechatroniker Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Paedagogin Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Ausbildungsleiter Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Führungskraft
Bewerbungsschreiben
als Beraterin
Bewerbungsschreiben
als Senior Consultant
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Manager Fuehrungskraft Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Beraterin Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Senior Consultant Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau


Vorlagen und Muster für den tabellarischen Lebenslauf





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Veränderung: Ängste, Psychologie und Sprüche https://karrierebibel.de/veraenderung/ Mon, 20 Jan 2020 07:00:21 +0000 Nils Warkentin http://karrierebibel.de/?p=66043

Vielen Menschen macht eine Veränderung Angst. Niemand weiß genau, worauf er sich dabei einlässt, die Sicherheit des Status Quo muss hinter sich gelassen werden und sowohl sich selbst, als auch dem Umfeld gegenüber will der neue Wandel begründet und erklärt werden. Viele wünschen sich deshalb, dass einfach alles so bleibt, wie es ist. Veränderung? Nein, danke! Das Problem: So funktioniert die Welt leider nicht. Veränderungen gehören nicht nur einfach dazu, sie sind auch absolut notwendig. Für die persönliche Entwicklung, das Erreichen von Zielen und Ihren Erfolg. Darum gilt: Schieben Sie eine Veränderung nicht aus Angst auf, sondern gehen Sie diese aktiv an. So nutzen Sie die Psychologie der Veränderung zu Ihrem Vorteil…

Warum haben wir Angst vor Veränderungen im Leben?

Es sollte für niemanden überraschend sein, dass im Laufe der Jahre die unterschiedlichsten Veränderungen anstehen. Nach der Schule kommt die Uni oder Ausbildung, sehr häufig in einer anderen Stadt, neue Wohnung, neues Umfeld, neue Freunde. Im Job und Privatleben geht es so weiter, immer wieder gibt es Wendepunkte, an denen Veränderungen unumgänglich sind.

Trotz dieses Wissens scheinen Veränderungen oft ungelegen oder vollkommen unerwartet aufzutreten. Erschwerend hinzukommt, dass viele sogar Angst vor Veränderungen haben. Sie wehren sich mit Händen und Füßen.

Aber warum eigentlich? Eine mögliche Ursachen sind schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit. Wer schon einmal eine Veränderung mitgemacht hat, die sich im Anschluss als Debakel herausgestellt hat, möchte ähnliches nicht noch einmal erleben.

Veraenderung Persoenlichkeitsentwicklung Weiterentwickeln Grafik

Dies gilt aber nicht für alle. Häufiger ist die Angst vor Veränderung ein Ausdruck der eigenen Unsicherheit und dem fehlenden Selbstbewusstsein, mit der Veränderung umgehen zu können. Es ist nicht die Veränderung selbst, die wir fürchten, sondern das, was diese mit sich bringen könnte.

Ein Umzug in eine andere Stadt bedeutet, aus seinem gewohnten sozialen Umfeld herausgerissen zu werden und vor Ort erst einmal niemanden zu kennen. Selbstsichere Menschen sind davon überzeugt, sich schnell anzupassen und neue Kontakte zu knüpfen. Wer weniger eigenständig ist, flüchtet sich in die Angst und findet Gründe, die Veränderung abzusagen oder zumindest aufzuschieben.

Je größer das Selbstbewusstsein, desto geringer die Angst vor Veränderungen. Die gute Nachricht ist, dass Sie daran arbeiten können, Ihre Angst zu überwinden und Veränderungen positiver zu sehen. Entwickeln Sie den Glauben daran, dass Sie mit jeder Konsequenz und möglichen Entwicklung umgehen können und Sie werden Veränderungen als Chance begreifen, anstatt sie zu fürchten.

Sprüche und Zitate zu Veränderungen

Veränderungen Sprüche ZitateVeränderungen beschäftigen die Menschen seit jeher. So haben schon viele bekannte Persönlichkeiten ihre Gedanken rund um das Thema Veränderungen preisgegeben. Einige dieser Sprüche und Zitate haben wir für Sie aufgelistet – zum Nachdenken, Inspirieren und hoffentlich auch Umsetzen:

  • Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll. Georg Christoph Lichtenberg
  • Für Wunder muss man beten, für Veränderungen arbeiten. Thomas von Aquin
  • Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte. Gustav Heinemann
  • Wenn du nichts änderst, ändert sich nichts. Unbekannt
  • Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling. Vincent van Gogh
  • Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt. Mahatma Gandhi
  • Veränderung tut weh, aber nicht so wehr, wie dort zu bleiben, wo man nicht hingehört. Unbekannt
  • Nur die Dümmsten und Weisesten können sich nicht ändern. Konfuzius
  • Wer lange glücklich sein möchte, muss sich oft verändern. Konfuzius
  • Veränderung ist am Anfang schwer, in der Mitte chaotisch und am Ende wunderschön. Unbekannt
  • Veraenderungsprozess Phasen Tipps Probleme Veraenderung

  • Das Leben gehört den Lebendigen, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein. Johann Wolfgang von Goethe
  • Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. Henry Ford
  • Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. Chinesisches Sprichwort
  • Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Wolf Biermann
  • Das Geheimnis der Veränderung besteht darin, deine ganze Energie darauf zu konzentrieren, Neues aufzubauen, statt Altes zu bekämpfen. Sokrates

Beispiele für Veränderungen im Leben

Was ist denn eigentlich eine Veränderung und was nicht? Synonyme aus der Biologie sind beispielsweise Evolution, Mutation oder Mimikry – das Chamäleon ist beispielsweise ein Meister der Veränderung. Etwas allgemeiner steht Veränderung synonym für Korrektur, Umgestaltung oder Wechsel.

Damit ist klar: Es müssen gar nicht immer die alles umwälzenden Veränderungen sein. Eine Veränderung kann durch eine Typberatung oder eine neue Frisur erfolgen. Wobei nicht jede Veränderung so leicht zu bewerkstelligen ist wie etwa eine neue Haarfarbe. Besonders Verhaltensweisen halten sich sehr hartnäckig.

Der Mensch wird stark durch Rituale und Gewohnheiten geprägt. Evolutionsbiologisch ist das so vorgesehen, denn solche Handlungen geschehen quasi automatisch, ohne darüber nachzudenken. Das heißt, sie kosten uns keine sonderlichen Anstrengungen. Somit bleibt mehr Zeit für relevante Aufgaben.

Manche Gewohnheiten sind leider alles andere als förderlich – nach dem Essen eine Zigarette etwa. Oder jeden Tag etwas Süßes zu essen. Nach der Arbeit direkt aufs Sofa zu gehen. Solche Verhaltensweisen zu verändern sind umso schwerer, denn zum einen sprechen sie das Lustprinzip an, zum anderen sind sie oft bereits ritualisiert. Das führt dazu, dass wir sie häufig nicht hinterfragen.

Psychologie der Veränderung: Arten und Ablauf von Neuerungen

Veränderungen lassen sich grundsätzlich in zwei Arten gliedern, freiwillige und unfreiwillige Veränderungen:

  • Freiwillige Veränderungen

    Die erste Kategorie ist dabei immer die angenehmere. Jede Veränderung hier ist selbst veranlasst, es wird aus eigenem Antrieb heraus und mit entsprechend großer Motivation gehandelt. Kurz gesagt: Wir wollen die Veränderung und geben dafür unser Bestes.

    Freiwillige Veränderungen stehen etwa an, wenn der Job keinen Spaß mehr macht, Sie die Kündigung einreichen und sich neu orientieren oder wenn Sie freiwillig Ihr Studium vorzeitig beenden, um eine Ausbildung zu machen. Es ist Ihr Impuls, Ihre Entscheidung oder auch Ihre Veränderung – für die Psychologie dahinter ein großer Vorteil. Sie nehmen die Änderungen besser an, setzen sich gegen Schwierigkeiten durch und sind oftmals von Anfang an begeistert vom neuen Weg.

  • Unfreiwillige Veränderungen

    Diese sind deutlich schwieriger. Ein befristeter Arbeitsvertrag läuft aus und wird nicht verlängert, obwohl Sie gerne im Unternehmen bleiben würden, Ihr Arbeitgeber meldet Insolvenz an und Sie müssen zwangsläufig einen Jobwechsel vollziehen. Solch einer Veränderung wird mit größerer Ablehnung begegnet, gleichzeitig werden sie als wahre Belastung empfunden.

    Unfreiwillige Veränderungen verlaufen klassischerweise in fünf Phasen, die nacheinander auftreten.

    Veraenderungskurve 5 Phasen Veraenderung Grafik

    Zunächst wird sich der Veränderung komplett verweigert und deren Notwendigkeit wird ignoriert, anschließend wird sogar Widerstand geleistet, um die Veränderung aufzuhalten. Einmal in der Krise angekommen, bei der alles angezweifelt wird, geht es dann aber aufwärts, Möglichkeiten werden erkundet und in Betracht gezogen und am Ende stellen wir fest, dass es doch gar nicht so schlimm war und freunden uns mit der Veränderung an.

  • Wer freiwillig eine Veränderung anstößt, überspringt die ersten drei Phasen natürlich. Andererseits sind trotzdem Krisen und Rückschläge möglich – beispielsweise aufgrund schlechter Planung oder einer zu hohen Erwartungshaltung.

Häufige Fehler bei Veränderungen

So notwendig und selbstverständlich Veränderungen im Leben eines Menschen sind – zwei Fehler tauchen immer wieder auf:

  • Sie warten zu lange.

    Wie heißt es so schön: Lieber das bekannte Unglück als das unbekannte Glück. Das führt dazu, dass Menschen sich in ihrer Komfortzone einrichten – dem Bereich, in dem man sich auskennt. Probleme und Zweifel halten sich in Grenzen, alles ist kontrollierbar und dieser Bereich wird ungern verlassen – selbst wenn in der aktuellen Situation nicht immer alles perfekt ist und es durchaus Dinge gibt, über die man sich ärgert oder die man loswerden möchte.

    Die Angst vor der Ungewissheit und den möglicherweise großen Einschnitten im Leben sind größer, weshalb die Neugestaltung viel zu lange aufgeschoben wird. Das birgt das Risiko, dass Sie nicht mehr planen und abwägen können, sondern in die Veränderung hinein gezwungen werden. Wer wartet, bis die Veränderung unausweichlich wird, vergibt mögliche Chancen und verliert die Kontrolle über die weitere Entwicklung. Die Veränderung ist ab diesem Zeitpunkt eben nicht mehr freiwillig, sondern von den Umständen und der vergangenen Zeit erzwungen.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

  • Sie stürzen sich kopflos in etwas hinein.

    Das andere Extrem von zu langem Warten ist leider ebenso falsch. Dieser Fehler passiert, wenn jemand instinktiv spürt, dass etwas nicht in Ordnung ist, aber gleichzeitig den Dingen nicht auf den Grund geht. Die Panik davor, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen, führt bei einigen Menschen dazu, dass sie sich in etwas hineinsteigern und Hals über Kopf die nächstbeste Handlung ausführen.

    Jobfrust ist beispielsweise ein häufiger Anlass für Veränderung, aber die Lösung muss nicht automatisch in einer Kündigung bestehen. Eine fundierte Analyse der Situation könnte eine völlig andere Veränderung nach sich ziehen, die vor allem größere Aussicht auf Zufriedenheit im Anschluss verspricht.

    Blinder Aktionismus ist trügerisch, denn im ersten Moment suggeriert er, dass wir etwas tun, also freiwillig eine Veränderung herbeiführen. Die mangelnde Analyse im Vorfeld führt allerdings dazu, dass er unterm Strich Zeit und Geld kostet, denn er überlagert das eigentliche Problem.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

Gute Gründe für frühzeitige Veränderungen

Der Schlüssel zum Erfolg bei frühzeitigen Veränderungen: Es muss gar nicht immer der ganz große Schritt sein, der alles auf einmal verändert und das bisherige Leben auf den Kopf stellt. Auch hier gilt: Dieser wird meist erst dann notwendig, wenn der richtige Zeitpunkt bereits lange überschritten wurde und man nun irgendwie versuchen muss, die Situation noch zu retten – das erfordert dann meist weitreichende Maßnahmen.

Handeln Sie hingegen frühzeitig, haben kleine Anpassungen und Richtungsänderungen langfristig einen ebenso großen Einfluss und bringen Sie mit weniger Druck, geringerer psychischer Belastung und größeren Erfolgschancen an Ihr Ziel.

3 gute Gründe für frühe Veränderungen:

  • Sie lösen Probleme, bevor diese schlimmer werden

    Sicher, am Anfang ist Abwarten der leichtere Weg. Sie hoffen, dass die Dinge sich von alleine regeln und Probleme sich möglichst schnell wieder in Luft auflösen. In einigen Fällen mag das funktionieren, sich darauf zu verlassen, ist aber keine vielversprechende Strategie. In der Regel müssen Sie die Dinge selbst anpacken, damit sich wirklich etwas verbessert.

    Wer dann früh gehandelt hat, ist im Vorteil. Trotz gegensätzlicher Hoffnungen haben Probleme die unschöne Angewohnheit, mit der Zeit tendenziell größer zu werden. Heißt im Klartext: Je später Sie mit der nötigen Veränderung beginnen, desto schwieriger wird es, den bereits entstandenen Schaden wieder in Ordnung zu bringen.

  • Sie halten sich alle Optionen offen

    Nicht jedes Fenster, das sich einmal geöffnet hat, bleibt auch offen. Der Großteil Ihrer Optionen beschränkt sich auf einen bestimmten zeitlichen Rahmen – und haben Sie diesen überschritten, gibt es auch keinen Weg mehr zurück. Machen Sie sich diese Endgültigkeit bewusst, wenn Sie das nächste Mal vor der Wahl stehen, ob Sie alles beim Status Quo belassen.

    Außerdem geben Sie sich auf diesem Weg selbst die benötigte Zeit, um eine kluge und durchdachte Entscheidung bezüglich der Veränderung zu treffen. Sie sind (noch) nicht im Zwang, sofort zu handeln und können die Alternativen genau durchleuchten und sich für den Weg entscheiden, der den größten Erfolg verspricht.

  • Sie verbessern sich kontinuierlich

    Eine wichtige, aber leider oft unterschätzte Erkenntnis lautet: Verbesserung ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein stetiger und andauernder Prozess. Es geht eben nicht darum, Veränderungen erst vorzunehmen, wenn die bisherigen Methoden nicht mehr funktionieren. Erfolg hat derjenige, der proaktiv handelt und sich bereits mit möglichen Veränderungen auch dann in Betracht zieht, wenn scheinbar noch kein Bedarf besteht.

    Dies lässt sich besonders im Unternehmenskontext immer wieder beobachten. Erfolgreiche Unternehmen warten nicht darauf, dass Sie mit Ihrem Geschäftsmodell in eine Sackgasse geraten, die Absatzzahlen nachlassen oder die Kunden zur Konkurrenz wechseln. Stattdessen befinden sie sich in einem anhaltenden Prozess der Veränderung und Verbesserung.

Um Missverständnissen vorzubeugen, abschließend noch ein Hinweis: Es geht nicht darum, um jeden Preis Veränderungen zu erzwingen. Viel wichtiger ist es zu erkennen, wann Veränderungen angebracht und notwendig sind – und genau in diesen Situationen zu handeln und sich nicht von seiner Angst abhalten zu lassen.

Veränderungen im Job bringen 5 Prozent mehr Gehalt

Veränderung mehr GehaltSollten Sie noch einen weiteren Grund brauchen, um endlich mit den Veränderungen zu beginnen, dann gibt es gerade im Job ein gutes Argument: Studien zufolge steigt das Gehalt bei einem Jobwechsel durchschnittlich um fünf Prozent. Klingt nicht viel? Bei mehreren beruflichen Veränderungen kommen dabei schnell ein paar Tausend Euro mehr im Jahr zusammen.

Auch abseits der Bezahlung kann eine Veränderung im Job Vorteile haben und ein Sprungbrett zu mehr Erfolg sein. Durch den Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber können Sie schneller aufsteigen und größere Verantwortung tragen.

Eine Entwicklung kann auch im aktuellen Job stattfinden, doch ist diese in jedem Fall langsamer und nicht immer ist weiterer Aufstieg ohne Veränderung möglich. Wer den Mut hat, Jobwechsel und berufliche Veränderungen als Strategie und Karriereplan umzusetzen, kann damit zu größerem Erfolg kommen.

So kann der Wandel gelingen

Ganz gleich, ob es sich um das Gewicht, den Job, das Privatleben oder eine neue Wohnung handelt: Damit ein Wandel angestoßen wird, muss ein Veränderungswunsch existieren – entweder, weil Sie bereits einen gewissen Leidensdruck verspüren oder zumindest, weil Sie sich sicher sind, Dinge noch optimieren zu können.

Das alleine reicht natürlich noch nicht – nicht selten verpuffen solche Verändungswünsche, weil derjenige seinen inneren Schweinehund nicht überwinden kann. Das lässt sich ganz klassisch immer zu Jahresbeginn beobachten, wenn die Fitnessstudios die Hälfte ihres Jahresumsatzes machen, weil ein Großteil der Bevölkerung wieder einmal versucht, seine Neujahrsvorsätze umzusetzen.

Dazu brauchen Sie allerdings Durchhaltevermögen. Und das fällt nicht vom Himmel – Veränderung ist zu einem guten Stück auch Arbeit. Gelingen kann Sie, wenn Sie sich bewusst entscheiden. Folgende Tipps können dabei helfen:

  • Seien Sie ehrlich zu sich.

    Klären Sie, was Sie erreichen wollen und machen Sie sich bewusst, dass damit Einschnitte – vielleicht auch Verzicht – verbunden sind. Wer Gewicht verlieren, aber nichts an seinen Ernährungsgewohnheiten ändern will, muss sich im Klaren darüber sein, dass jede Veränderung zum Scheitern verurteilt ist. Erst wenn Sie sich eingestanden haben, dass Sie die Arbeit, die mit der Veränderung verbunden ist, bereit sind auf sich zu nehmen, sind Sie auf dem richtigen Weg.

  • Blicken Sie positiv in die Zukunft.

    Wichtig auch das richtige Mindset: Wer sich an alte Glaubenssätze krallt wie Ich kann nicht logisch denken. Ich bin zu ungeschickt. und dergleichen, der stellt sich selbst den größten Klotz in den Weg. Stattdessen können Sie mit positiven Affirmationen arbeiten und sich beispielsweise sagen: Ich werde jeden Tag ein wenig besser. So können Sie die Motivation auch in Zeiten hochhalten, die eher schwierig sind.

  • Peilen Sie realistische Ziele an.

    Um bei dem Gewichtsbeispiel zu bleiben: 50 Kilo weniger in fünf Monaten ist dann vielleicht doch etwas unrealistisch. Sie sollten daher von vornherein die Messlatte nicht zu hoch hängen, da sonst Enttäuschungen vorprogrammiert sind. Dasselbe gilt für den beruflichen Part. Innerhalb eines Jahres eine massive Gehaltserhöhung nebst Karrieresprung in eine Führungsposition und von dort aus zum Geschäftsführer, wenn gerade erst die Ausbildung zum Bürokaufmann beendet wurde, ist vielleicht etwas überzogen. Kleinere Ziele lassen sich leichter erreichen und steigern das Selbstwertgefühl.

  • Rechnen Sie mit Rückschlägen.

    Sehr wahrscheinlich wird es ohnehin Rückschläge kriegen – die Gehaltserhöhung bleibt aus, weil das Geschäftsjahr schlecht verlaufen ist und das Unternehmen kriselt; die körperliche Fitness läuft nicht wie geplant, weil Sie sich beim Joggen eine üble Verstauchung zugezogen haben und überhaupt: Nicht alles läuft nach Plan. Wer sich innerlich gegen Rückschläge wappnet, den treffen sie nicht völlig vorbereitet.

  • Loben Sie sich für kleine Erfolge.

    Manchmal gibt es eine Durststrecke – das Gewicht stagniert, eine Prüfung ist eher mittelprächtig ausgefallen und die Bewerbungsbemühungen im Sand verlaufen – das sind so Momente, in denen die Gefahr groß ist, alles hinzuschmeißen. An dieser Stelle lohnt oft der Blick zurück: Sie haben vielleicht erst 13 von 30 Kilo Gewichtsverlust erreicht, aber immerhin: Dreizehn Kilo! Auch karrieretechnisch führt nicht jede Bewerbung zum Erfolg, aber immerhin haben Sie eine verfasst. Loben Sie sich also auch für kleinere Schritte auf dem Weg zum großen Ganzen.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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Vielen Menschen macht eine Veränderung Angst. Niemand weiß genau, worauf er sich dabei einlässt, die Sicherheit des Status Quo muss hinter sich gelassen werden und sowohl sich selbst, als auch dem Umfeld gegenüber will der neue Wandel begründet und erklärt werden. Viele wünschen sich deshalb, dass einfach alles so bleibt, wie es ist. Veränderung? Nein, danke! Das Problem: So funktioniert die Welt leider nicht. Veränderungen gehören nicht nur einfach dazu, sie sind auch absolut notwendig. Für die persönliche Entwicklung, das Erreichen von Zielen und Ihren Erfolg. Darum gilt: Schieben Sie eine Veränderung nicht aus Angst auf, sondern gehen Sie diese aktiv an. So nutzen Sie die Psychologie der Veränderung zu Ihrem Vorteil…

Warum haben wir Angst vor Veränderungen im Leben?

Es sollte für niemanden überraschend sein, dass im Laufe der Jahre die unterschiedlichsten Veränderungen anstehen. Nach der Schule kommt die Uni oder Ausbildung, sehr häufig in einer anderen Stadt, neue Wohnung, neues Umfeld, neue Freunde. Im Job und Privatleben geht es so weiter, immer wieder gibt es Wendepunkte, an denen Veränderungen unumgänglich sind.

Trotz dieses Wissens scheinen Veränderungen oft ungelegen oder vollkommen unerwartet aufzutreten. Erschwerend hinzukommt, dass viele sogar Angst vor Veränderungen haben. Sie wehren sich mit Händen und Füßen.

Aber warum eigentlich? Eine mögliche Ursachen sind schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit. Wer schon einmal eine Veränderung mitgemacht hat, die sich im Anschluss als Debakel herausgestellt hat, möchte ähnliches nicht noch einmal erleben.

Veraenderung Persoenlichkeitsentwicklung Weiterentwickeln Grafik

Dies gilt aber nicht für alle. Häufiger ist die Angst vor Veränderung ein Ausdruck der eigenen Unsicherheit und dem fehlenden Selbstbewusstsein, mit der Veränderung umgehen zu können. Es ist nicht die Veränderung selbst, die wir fürchten, sondern das, was diese mit sich bringen könnte.

Ein Umzug in eine andere Stadt bedeutet, aus seinem gewohnten sozialen Umfeld herausgerissen zu werden und vor Ort erst einmal niemanden zu kennen. Selbstsichere Menschen sind davon überzeugt, sich schnell anzupassen und neue Kontakte zu knüpfen. Wer weniger eigenständig ist, flüchtet sich in die Angst und findet Gründe, die Veränderung abzusagen oder zumindest aufzuschieben.

Je größer das Selbstbewusstsein, desto geringer die Angst vor Veränderungen. Die gute Nachricht ist, dass Sie daran arbeiten können, Ihre Angst zu überwinden und Veränderungen positiver zu sehen. Entwickeln Sie den Glauben daran, dass Sie mit jeder Konsequenz und möglichen Entwicklung umgehen können und Sie werden Veränderungen als Chance begreifen, anstatt sie zu fürchten.

Sprüche und Zitate zu Veränderungen

Veränderungen Sprüche ZitateVeränderungen beschäftigen die Menschen seit jeher. So haben schon viele bekannte Persönlichkeiten ihre Gedanken rund um das Thema Veränderungen preisgegeben. Einige dieser Sprüche und Zitate haben wir für Sie aufgelistet – zum Nachdenken, Inspirieren und hoffentlich auch Umsetzen:

  • Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll. Georg Christoph Lichtenberg
  • Für Wunder muss man beten, für Veränderungen arbeiten. Thomas von Aquin
  • Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte. Gustav Heinemann
  • Wenn du nichts änderst, ändert sich nichts. Unbekannt
  • Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling. Vincent van Gogh
  • Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt. Mahatma Gandhi
  • Veränderung tut weh, aber nicht so wehr, wie dort zu bleiben, wo man nicht hingehört. Unbekannt
  • Nur die Dümmsten und Weisesten können sich nicht ändern. Konfuzius
  • Wer lange glücklich sein möchte, muss sich oft verändern. Konfuzius
  • Veränderung ist am Anfang schwer, in der Mitte chaotisch und am Ende wunderschön. Unbekannt
  • Veraenderungsprozess Phasen Tipps Probleme Veraenderung

  • Das Leben gehört den Lebendigen, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein. Johann Wolfgang von Goethe
  • Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. Henry Ford
  • Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. Chinesisches Sprichwort
  • Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Wolf Biermann
  • Das Geheimnis der Veränderung besteht darin, deine ganze Energie darauf zu konzentrieren, Neues aufzubauen, statt Altes zu bekämpfen. Sokrates

Beispiele für Veränderungen im Leben

Was ist denn eigentlich eine Veränderung und was nicht? Synonyme aus der Biologie sind beispielsweise Evolution, Mutation oder Mimikry – das Chamäleon ist beispielsweise ein Meister der Veränderung. Etwas allgemeiner steht Veränderung synonym für Korrektur, Umgestaltung oder Wechsel.

Damit ist klar: Es müssen gar nicht immer die alles umwälzenden Veränderungen sein. Eine Veränderung kann durch eine Typberatung oder eine neue Frisur erfolgen. Wobei nicht jede Veränderung so leicht zu bewerkstelligen ist wie etwa eine neue Haarfarbe. Besonders Verhaltensweisen halten sich sehr hartnäckig.

Der Mensch wird stark durch Rituale und Gewohnheiten geprägt. Evolutionsbiologisch ist das so vorgesehen, denn solche Handlungen geschehen quasi automatisch, ohne darüber nachzudenken. Das heißt, sie kosten uns keine sonderlichen Anstrengungen. Somit bleibt mehr Zeit für relevante Aufgaben.

Manche Gewohnheiten sind leider alles andere als förderlich – nach dem Essen eine Zigarette etwa. Oder jeden Tag etwas Süßes zu essen. Nach der Arbeit direkt aufs Sofa zu gehen. Solche Verhaltensweisen zu verändern sind umso schwerer, denn zum einen sprechen sie das Lustprinzip an, zum anderen sind sie oft bereits ritualisiert. Das führt dazu, dass wir sie häufig nicht hinterfragen.

Psychologie der Veränderung: Arten und Ablauf von Neuerungen

Veränderungen lassen sich grundsätzlich in zwei Arten gliedern, freiwillige und unfreiwillige Veränderungen:

  • Freiwillige Veränderungen

    Die erste Kategorie ist dabei immer die angenehmere. Jede Veränderung hier ist selbst veranlasst, es wird aus eigenem Antrieb heraus und mit entsprechend großer Motivation gehandelt. Kurz gesagt: Wir wollen die Veränderung und geben dafür unser Bestes.

    Freiwillige Veränderungen stehen etwa an, wenn der Job keinen Spaß mehr macht, Sie die Kündigung einreichen und sich neu orientieren oder wenn Sie freiwillig Ihr Studium vorzeitig beenden, um eine Ausbildung zu machen. Es ist Ihr Impuls, Ihre Entscheidung oder auch Ihre Veränderung – für die Psychologie dahinter ein großer Vorteil. Sie nehmen die Änderungen besser an, setzen sich gegen Schwierigkeiten durch und sind oftmals von Anfang an begeistert vom neuen Weg.

  • Unfreiwillige Veränderungen

    Diese sind deutlich schwieriger. Ein befristeter Arbeitsvertrag läuft aus und wird nicht verlängert, obwohl Sie gerne im Unternehmen bleiben würden, Ihr Arbeitgeber meldet Insolvenz an und Sie müssen zwangsläufig einen Jobwechsel vollziehen. Solch einer Veränderung wird mit größerer Ablehnung begegnet, gleichzeitig werden sie als wahre Belastung empfunden.

    Unfreiwillige Veränderungen verlaufen klassischerweise in fünf Phasen, die nacheinander auftreten.

    Veraenderungskurve 5 Phasen Veraenderung Grafik

    Zunächst wird sich der Veränderung komplett verweigert und deren Notwendigkeit wird ignoriert, anschließend wird sogar Widerstand geleistet, um die Veränderung aufzuhalten. Einmal in der Krise angekommen, bei der alles angezweifelt wird, geht es dann aber aufwärts, Möglichkeiten werden erkundet und in Betracht gezogen und am Ende stellen wir fest, dass es doch gar nicht so schlimm war und freunden uns mit der Veränderung an.

  • Wer freiwillig eine Veränderung anstößt, überspringt die ersten drei Phasen natürlich. Andererseits sind trotzdem Krisen und Rückschläge möglich – beispielsweise aufgrund schlechter Planung oder einer zu hohen Erwartungshaltung.

Häufige Fehler bei Veränderungen

So notwendig und selbstverständlich Veränderungen im Leben eines Menschen sind – zwei Fehler tauchen immer wieder auf:

  • Sie warten zu lange.

    Wie heißt es so schön: Lieber das bekannte Unglück als das unbekannte Glück. Das führt dazu, dass Menschen sich in ihrer Komfortzone einrichten – dem Bereich, in dem man sich auskennt. Probleme und Zweifel halten sich in Grenzen, alles ist kontrollierbar und dieser Bereich wird ungern verlassen – selbst wenn in der aktuellen Situation nicht immer alles perfekt ist und es durchaus Dinge gibt, über die man sich ärgert oder die man loswerden möchte.

    Die Angst vor der Ungewissheit und den möglicherweise großen Einschnitten im Leben sind größer, weshalb die Neugestaltung viel zu lange aufgeschoben wird. Das birgt das Risiko, dass Sie nicht mehr planen und abwägen können, sondern in die Veränderung hinein gezwungen werden. Wer wartet, bis die Veränderung unausweichlich wird, vergibt mögliche Chancen und verliert die Kontrolle über die weitere Entwicklung. Die Veränderung ist ab diesem Zeitpunkt eben nicht mehr freiwillig, sondern von den Umständen und der vergangenen Zeit erzwungen.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

  • Sie stürzen sich kopflos in etwas hinein.

    Das andere Extrem von zu langem Warten ist leider ebenso falsch. Dieser Fehler passiert, wenn jemand instinktiv spürt, dass etwas nicht in Ordnung ist, aber gleichzeitig den Dingen nicht auf den Grund geht. Die Panik davor, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen, führt bei einigen Menschen dazu, dass sie sich in etwas hineinsteigern und Hals über Kopf die nächstbeste Handlung ausführen.

    Jobfrust ist beispielsweise ein häufiger Anlass für Veränderung, aber die Lösung muss nicht automatisch in einer Kündigung bestehen. Eine fundierte Analyse der Situation könnte eine völlig andere Veränderung nach sich ziehen, die vor allem größere Aussicht auf Zufriedenheit im Anschluss verspricht.

    Blinder Aktionismus ist trügerisch, denn im ersten Moment suggeriert er, dass wir etwas tun, also freiwillig eine Veränderung herbeiführen. Die mangelnde Analyse im Vorfeld führt allerdings dazu, dass er unterm Strich Zeit und Geld kostet, denn er überlagert das eigentliche Problem.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

Gute Gründe für frühzeitige Veränderungen

Der Schlüssel zum Erfolg bei frühzeitigen Veränderungen: Es muss gar nicht immer der ganz große Schritt sein, der alles auf einmal verändert und das bisherige Leben auf den Kopf stellt. Auch hier gilt: Dieser wird meist erst dann notwendig, wenn der richtige Zeitpunkt bereits lange überschritten wurde und man nun irgendwie versuchen muss, die Situation noch zu retten – das erfordert dann meist weitreichende Maßnahmen.

Handeln Sie hingegen frühzeitig, haben kleine Anpassungen und Richtungsänderungen langfristig einen ebenso großen Einfluss und bringen Sie mit weniger Druck, geringerer psychischer Belastung und größeren Erfolgschancen an Ihr Ziel.

3 gute Gründe für frühe Veränderungen:

  • Sie lösen Probleme, bevor diese schlimmer werden

    Sicher, am Anfang ist Abwarten der leichtere Weg. Sie hoffen, dass die Dinge sich von alleine regeln und Probleme sich möglichst schnell wieder in Luft auflösen. In einigen Fällen mag das funktionieren, sich darauf zu verlassen, ist aber keine vielversprechende Strategie. In der Regel müssen Sie die Dinge selbst anpacken, damit sich wirklich etwas verbessert.

    Wer dann früh gehandelt hat, ist im Vorteil. Trotz gegensätzlicher Hoffnungen haben Probleme die unschöne Angewohnheit, mit der Zeit tendenziell größer zu werden. Heißt im Klartext: Je später Sie mit der nötigen Veränderung beginnen, desto schwieriger wird es, den bereits entstandenen Schaden wieder in Ordnung zu bringen.

  • Sie halten sich alle Optionen offen

    Nicht jedes Fenster, das sich einmal geöffnet hat, bleibt auch offen. Der Großteil Ihrer Optionen beschränkt sich auf einen bestimmten zeitlichen Rahmen – und haben Sie diesen überschritten, gibt es auch keinen Weg mehr zurück. Machen Sie sich diese Endgültigkeit bewusst, wenn Sie das nächste Mal vor der Wahl stehen, ob Sie alles beim Status Quo belassen.

    Außerdem geben Sie sich auf diesem Weg selbst die benötigte Zeit, um eine kluge und durchdachte Entscheidung bezüglich der Veränderung zu treffen. Sie sind (noch) nicht im Zwang, sofort zu handeln und können die Alternativen genau durchleuchten und sich für den Weg entscheiden, der den größten Erfolg verspricht.

  • Sie verbessern sich kontinuierlich

    Eine wichtige, aber leider oft unterschätzte Erkenntnis lautet: Verbesserung ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein stetiger und andauernder Prozess. Es geht eben nicht darum, Veränderungen erst vorzunehmen, wenn die bisherigen Methoden nicht mehr funktionieren. Erfolg hat derjenige, der proaktiv handelt und sich bereits mit möglichen Veränderungen auch dann in Betracht zieht, wenn scheinbar noch kein Bedarf besteht.

    Dies lässt sich besonders im Unternehmenskontext immer wieder beobachten. Erfolgreiche Unternehmen warten nicht darauf, dass Sie mit Ihrem Geschäftsmodell in eine Sackgasse geraten, die Absatzzahlen nachlassen oder die Kunden zur Konkurrenz wechseln. Stattdessen befinden sie sich in einem anhaltenden Prozess der Veränderung und Verbesserung.

Um Missverständnissen vorzubeugen, abschließend noch ein Hinweis: Es geht nicht darum, um jeden Preis Veränderungen zu erzwingen. Viel wichtiger ist es zu erkennen, wann Veränderungen angebracht und notwendig sind – und genau in diesen Situationen zu handeln und sich nicht von seiner Angst abhalten zu lassen.

Veränderungen im Job bringen 5 Prozent mehr Gehalt

Veränderung mehr GehaltSollten Sie noch einen weiteren Grund brauchen, um endlich mit den Veränderungen zu beginnen, dann gibt es gerade im Job ein gutes Argument: Studien zufolge steigt das Gehalt bei einem Jobwechsel durchschnittlich um fünf Prozent. Klingt nicht viel? Bei mehreren beruflichen Veränderungen kommen dabei schnell ein paar Tausend Euro mehr im Jahr zusammen.

Auch abseits der Bezahlung kann eine Veränderung im Job Vorteile haben und ein Sprungbrett zu mehr Erfolg sein. Durch den Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber können Sie schneller aufsteigen und größere Verantwortung tragen.

Eine Entwicklung kann auch im aktuellen Job stattfinden, doch ist diese in jedem Fall langsamer und nicht immer ist weiterer Aufstieg ohne Veränderung möglich. Wer den Mut hat, Jobwechsel und berufliche Veränderungen als Strategie und Karriereplan umzusetzen, kann damit zu größerem Erfolg kommen.

So kann der Wandel gelingen

Ganz gleich, ob es sich um das Gewicht, den Job, das Privatleben oder eine neue Wohnung handelt: Damit ein Wandel angestoßen wird, muss ein Veränderungswunsch existieren – entweder, weil Sie bereits einen gewissen Leidensdruck verspüren oder zumindest, weil Sie sich sicher sind, Dinge noch optimieren zu können.

Das alleine reicht natürlich noch nicht – nicht selten verpuffen solche Verändungswünsche, weil derjenige seinen inneren Schweinehund nicht überwinden kann. Das lässt sich ganz klassisch immer zu Jahresbeginn beobachten, wenn die Fitnessstudios die Hälfte ihres Jahresumsatzes machen, weil ein Großteil der Bevölkerung wieder einmal versucht, seine Neujahrsvorsätze umzusetzen.

Dazu brauchen Sie allerdings Durchhaltevermögen. Und das fällt nicht vom Himmel – Veränderung ist zu einem guten Stück auch Arbeit. Gelingen kann Sie, wenn Sie sich bewusst entscheiden. Folgende Tipps können dabei helfen:

  • Seien Sie ehrlich zu sich.

    Klären Sie, was Sie erreichen wollen und machen Sie sich bewusst, dass damit Einschnitte – vielleicht auch Verzicht – verbunden sind. Wer Gewicht verlieren, aber nichts an seinen Ernährungsgewohnheiten ändern will, muss sich im Klaren darüber sein, dass jede Veränderung zum Scheitern verurteilt ist. Erst wenn Sie sich eingestanden haben, dass Sie die Arbeit, die mit der Veränderung verbunden ist, bereit sind auf sich zu nehmen, sind Sie auf dem richtigen Weg.

  • Blicken Sie positiv in die Zukunft.

    Wichtig auch das richtige Mindset: Wer sich an alte Glaubenssätze krallt wie Ich kann nicht logisch denken. Ich bin zu ungeschickt. und dergleichen, der stellt sich selbst den größten Klotz in den Weg. Stattdessen können Sie mit positiven Affirmationen arbeiten und sich beispielsweise sagen: Ich werde jeden Tag ein wenig besser. So können Sie die Motivation auch in Zeiten hochhalten, die eher schwierig sind.

  • Peilen Sie realistische Ziele an.

    Um bei dem Gewichtsbeispiel zu bleiben: 50 Kilo weniger in fünf Monaten ist dann vielleicht doch etwas unrealistisch. Sie sollten daher von vornherein die Messlatte nicht zu hoch hängen, da sonst Enttäuschungen vorprogrammiert sind. Dasselbe gilt für den beruflichen Part. Innerhalb eines Jahres eine massive Gehaltserhöhung nebst Karrieresprung in eine Führungsposition und von dort aus zum Geschäftsführer, wenn gerade erst die Ausbildung zum Bürokaufmann beendet wurde, ist vielleicht etwas überzogen. Kleinere Ziele lassen sich leichter erreichen und steigern das Selbstwertgefühl.

  • Rechnen Sie mit Rückschlägen.

    Sehr wahrscheinlich wird es ohnehin Rückschläge kriegen – die Gehaltserhöhung bleibt aus, weil das Geschäftsjahr schlecht verlaufen ist und das Unternehmen kriselt; die körperliche Fitness läuft nicht wie geplant, weil Sie sich beim Joggen eine üble Verstauchung zugezogen haben und überhaupt: Nicht alles läuft nach Plan. Wer sich innerlich gegen Rückschläge wappnet, den treffen sie nicht völlig vorbereitet.

  • Loben Sie sich für kleine Erfolge.

    Manchmal gibt es eine Durststrecke – das Gewicht stagniert, eine Prüfung ist eher mittelprächtig ausgefallen und die Bewerbungsbemühungen im Sand verlaufen – das sind so Momente, in denen die Gefahr groß ist, alles hinzuschmeißen. An dieser Stelle lohnt oft der Blick zurück: Sie haben vielleicht erst 13 von 30 Kilo Gewichtsverlust erreicht, aber immerhin: Dreizehn Kilo! Auch karrieretechnisch führt nicht jede Bewerbung zum Erfolg, aber immerhin haben Sie eine verfasst. Loben Sie sich also auch für kleinere Schritte auf dem Weg zum großen Ganzen.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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Die meist ignorierten Wahrheiten https://karrierebibel.de/ignorierte-wahrheiten/ Sun, 19 Jan 2020 16:00:09 +0000 Nils Warkentin http://karrierebibel.de/?p=61382

Niemand möchte belogen werden, weil es uns das Gefühl gibt, von anderen hintergangen und ausgenutzt zu werden. Kommt eine Lüge ans Licht, reicht meist auch eine Entschuldigung nicht aus, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen. Daraus könnte man schlussfolgern, dass die meisten Menschen einen großen Wert auf die Wahrheit legen, doch wird diese regelmäßig ignoriert, besonders wenn sie in Form von Ratschlägen erscheint. Anstatt sich etwas von der Wahrheit anzunehmen, wird diese geflissentlich ausgeblendet, zu Lasten des eigenen Potenzials. Wir haben die acht meist ignorierten Wahrheiten für Sie zusammengefasst…

Diese Wahrheiten werden regelmäßig ignoriert

Diese Wahrheiten werden regelmäßig ignoriertAber warum blocken wir einige Wahrheiten einfach ab? Die Antwort: Weil es einfach ist.

Manchmal ist die Wahrheit tatsächlich unbequem und beinhaltet überhaupt nicht das, was wir gerne hören würden.

Vielleicht wird man mit Kritik am eigenen Verhalten konfrontiert oder erkennt einen guten Grund zur Veränderung, vor der man sich fürchtet. Doch gerade dann ist es umso wichtiger, sich ihr zu stellen.

Unter den acht meist ignorierten Wahrheiten finden auch Sie sicherlich einige Punkte, denen Sie bisher zu wenig Glauben geschenkt haben – oder die Sie bisher lieber ignoriert haben, weil es einfacher war.

Welche das sind, erfahren Sie hier…

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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Niemand möchte belogen werden, weil es uns das Gefühl gibt, von anderen hintergangen und ausgenutzt zu werden. Kommt eine Lüge ans Licht, reicht meist auch eine Entschuldigung nicht aus, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen. Daraus könnte man schlussfolgern, dass die meisten Menschen einen großen Wert auf die Wahrheit legen, doch wird diese regelmäßig ignoriert, besonders wenn sie in Form von Ratschlägen erscheint. Anstatt sich etwas von der Wahrheit anzunehmen, wird diese geflissentlich ausgeblendet, zu Lasten des eigenen Potenzials. Wir haben die acht meist ignorierten Wahrheiten für Sie zusammengefasst…

Diese Wahrheiten werden regelmäßig ignoriert

Diese Wahrheiten werden regelmäßig ignoriertAber warum blocken wir einige Wahrheiten einfach ab? Die Antwort: Weil es einfach ist.

Manchmal ist die Wahrheit tatsächlich unbequem und beinhaltet überhaupt nicht das, was wir gerne hören würden.

Vielleicht wird man mit Kritik am eigenen Verhalten konfrontiert oder erkennt einen guten Grund zur Veränderung, vor der man sich fürchtet. Doch gerade dann ist es umso wichtiger, sich ihr zu stellen.

Unter den acht meist ignorierten Wahrheiten finden auch Sie sicherlich einige Punkte, denen Sie bisher zu wenig Glauben geschenkt haben – oder die Sie bisher lieber ignoriert haben, weil es einfacher war.

Welche das sind, erfahren Sie hier…

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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Arbeitsverteilung: Hilfe, ich arbeite mehr als die Kollegen! https://karrierebibel.de/arbeitsverteilung/ Sun, 19 Jan 2020 12:00:56 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=60488

Überall nehmen Arbeitsverdichtung und Überstunden zu. So mancher Arbeitnehmer klagt über den steigenden Druck im Job. Richtig ärgerlich aber wird es, wenn die Arbeit ungleich verteilt ist: Man selber schuftet und schuftet bis in die Nacht – und die Kollegen machen Feierabend. Na, Danke! Was tun, bei unfairer Arbeitsverteilung, wenn sich auf dem eigenen Schreibtisch die Aufgaben stapeln, während andere scheinbar nur Kaffee trinken? Zum Chef rennen und sich beschweren? „Nicht so hastig“, warnt der Kölner Karriereberater Bernd Slaghuis im Interview. Womöglich hat das Problem ganz andere Ursachen…

Arbeitsverteilung: Was tun, wenn man mehr leistet als die Kollegen?

Herr Slaghuis, wie kann man sich gegen unfaire Arbeitsverteilung wehren?

Unfair ist ja zunächst einmal eine sehr subjektive Wahrnehmung, die in der Sache nicht zutreffend sein muss. Fakt ist, die eigene Arbeitsbelastung wird als deutlich höher wahrgenommen als die der Kollegen und als unfair bewertet.

Bevor sich Angestellte über ihre zu hohe Arbeitsbelastung beschweren, sollten sie selbst die Sachlage etwas genauer unter die Lupe nehmen:

  • Werden die Aufgaben im Team tatsächlich ungleichmäßig verteilt und wenn ja, woran könnte dies liegen?
  • Warum ist Gerechtigkeit im Team so wichtig?

Und auch diese Frage ist berechtigt:

  • Könnte die ungleiche Arbeitsverteilung vielleicht auch irgendetwas Positives haben?

Einige Angestellte stellen sich gerne in die erste Reihe und rufen laut „Hier!“, wenn es um die Verteilung von Aufgaben geht, um damit Engagement zu zeigen und Eindruck beim Chef zu machen. Wer sich dabei ertappt, darf sich später nicht über eine unfaire Verteilung beschweren.

Und sicher gibt es auch Angestellte, die für ein und dieselbe Tätigkeit länger brauchen als andere. Vielleicht, weil sie sie gewissenhafter erledigen oder noch nicht so routiniert sind. Die selbst wahrgenommene Mehrbelastung ist dann vor allem aus der Perspektive der Kollegen keine, denn die Arbeitspakete wurden ja gleich und damit gerecht auf alle Köpfe im Team verteilt.

Definition: Was ist Arbeitsverteilung?

Definition: Was ist ArbeitsverteilungBei der sogenannten Arbeitsverteilung geht es – laut Definition – zunächst um die reine Zuordnung von Arbeit und Aufträgen. Also kurz: Wer macht was? Es besteht dabei allerdings keine Pflicht zu gleicher oder fairer Arbeitsverteilung innerhalb der Belegschaft – erst recht, wenn sich auch die Gehälter unterscheiden. Letztlich sind Führungskräfte aber gut beraten, wenn die Arbeit innerhalb ihres Teams nach den Stärken und Kapazitäten der Mitarbeiter verteilt und besetzt wird. Im Fachjargon wird dies auch Personalkapazitätsplanung genannt.

Was wäre dann Ihr Tipp dazu?

Betrachten Sie Ihre Wahrnehmung zur Arbeitsverteilung durch verschiedene Brillen. Versuchen Sie, die Sache ehrlich gegenüber sich selbst zu analysieren und Ihren eigenen Standpunkt dabei zu klären.

Okay. Aber was, wenn die Verteilung tatsächlich unfair ist?

Auch wenn es im Eifer des Frustes naheliegend ist, den Chef zum alleinigen Hüter der Gerechtigkeit im Team zu ernennen, sollten Mitarbeiter im ersten Schritt bei sich selbst anfangen und überlegen, was sie tun können, um an dieser Situation etwas zu verändern. Hierfür ist es wichtig, sich bewusst zu machen, was ein guter Zielzustand wäre: Wann wäre die Arbeitsverteilung fair, was müsste hierfür geschehen und was kann ich selbst dazu beitragen?

Vielleicht führt schon eine Veränderung des eigenen Verhaltens zu einer Verbesserung der Situation. Wenn nicht, sollten Angestellte mit diesem Bewusstsein das Gespräch mit dem Chef oder den Kollegen suchen.

Sieht das in den Augen des Chefs dann nicht faul aus, wenn ich mich über zu viel Arbeit beschwere?

Hier macht der Ton die Musik. Wer sich einfach nur lautstark über zu viel Arbeit beschwert und den Chef hierfür an den Pranger stellt, könnte tatsächlich als faul und obendrein als frech wahrgenommen werden.

Wichtig ist, dass der Chef eine echte Chance hat, zu verstehen, was Sie bewegt, das Gespräch zu suchen. Gute Chefs sollten erst einmal zuhören und ein Interesse daran haben, zu erfahren, wie ihr Führungsstil durch den Mitarbeiter wahrgenommen wird. Denn nur so kann die Führungskraft selbst das eigene Verhalten kritisch hinterfragen und in der Zukunft etwas verändern.

Worauf kommt es bei dem Gespräch an?

Solch ein Gespräch sollte weder ein Frustabladen noch ein blindes Austeilen von Vorwürfen sein. Das ist wenig professionell und auch nicht zielführend. Vielmehr sollten Angestellte dem Chef sachlich und klar ihre Sicht der Dinge schildern…

…verpackt als Ich-Botschaft?

Richtig. Erklären Sie im Gespräch, was Sie bei der Aufgabenverteilung beobachtet haben, wie Sie diese Ungleichbehandlung selbst empfinden und warum es Ihnen so wichtig ist, das zu regeln.

Am Ende ist es gut, dem Chef einen eigenen Lösungsvorschlag zu präsentieren oder einen Wunsch für die Zukunft zu äußern.

Wie könnte das konkret aussehen?

Ein Beispiel für den Einstieg in das Gespräch könnte sein:

Ich habe beobachtet, dass Sie mir in der wöchentlichen Team-Besprechung häufig mehr Aufgaben geben als den Kollegen. Das empfinde ich als ungerecht und es frustriert mich, dass ich oft länger als alle anderen arbeite. Ich frage mich, warum ich die Aufgaben X und Y erhalte und nicht die Kollegen Meier und Müller. Ich wünsche mir eine stärker gleichmäßige und damit gerechtere Aufgabenverteilung innerhalb des ganzen Teams.

Auf dieser Basis hat Ihr Chef die Möglichkeit, Fragen zu stellen, um noch mehr über Ihre Wahrnehmung zu erfahren oder aber direkt auf das Gesagte mit seiner Sichtweise und im besten Fall einer für Sie guten Lösung zu reagieren.

Kann ein solches Chef-Gespräch nicht auch nach hinten losgehen? Ab jetzt hat er meine Arbeitsleistung ja erst recht auf dem Radar…

Dass der Chef die Arbeitsbelastung besser auf dem Radar hat, war ja gerade das Ziel! Wenn jemand das Gefühl hat, dass der Chef sein Anliegen in den falschen Hals bekommt oder sich nicht ernst genommen fühlt, dann sollte derjenige das offen thematisieren und deutlich machen, warum dieser Punkt so wichtig ist. Dieses Gespräch ist dann erfolgreich und beschädigt nicht den guten Ruf, wenn der Chef die Beweggründe versteht und für sich entscheiden kann, wie er darauf reagiert.

Indirekt schwärze ich so schon auch Kollegen an. So mancher könnte darauf feindselig reagieren, weil er jetzt mehr arbeiten muss.

Ja, das könnte geschehen, da sich Arbeit selten in Luft auflöst, nur weil sie auf andere Köpfe verteilt wird…

Und dann?

Sprechen Sie mit den Kollegen, bevor Sie das Gespräch mit dem Chef suchen. Erklären Sie ihnen Ihre Sichtweise und was Sie sich wünschen würden. Im besten Fall können Sie das Thema im Team ohne den Chef klären und ihn im Anschluss über die Absprache informieren.

Gelingt die Klärung im Kollegenkreis nicht, dann sprechen Sie zumindest nicht hinter dem Rücken des Teams bei Ihrem Chef vor und alle sind bereits im Boot, sofern der Chef nach dem Gespräch auf das Team zugeht.

Wie so häufig im Leben werden Sie es hier nur schwer allen Kollegen und gleichzeitig sich selbst recht machen können. Es ist Ihre Entscheidung, was Ihnen wichtiger ist: Die Kollegen, die Sie mögen, weil Sie so viel Arbeit für sie miterledigen oder Sie selbst, der weniger unter der hohen und als ungerecht empfundenen Arbeitsbelastung leidet.

Angenommen, nach dem Gespräch ändert sich nichts, und ich leide weiterhin unter der enormen Arbeitsbelastung oder Überstunden?

Das Opfer zu spielen, nach dem Motto Ich habe es ja versucht, aber niemand hilft mir und nichts ist geschehen, ist dauerhaft keine gute Lösung. Die Situation belastet ja weiter und kann Ihre Gesundheit gefährden.

Ein erneutes Gespräch mit dem Chef kann ratsam sein, um nicht nur zu signalisieren, dass sich aus Ihrer eigenen Wahrnehmung nichts verändert hat, sondern auch, um den Chef in seiner Funktion als Führungskraft noch einmal in die Verantwortung zu nehmen und ein klares Zeichen zu setzen.

Machen Sie deutlich, welche Auswirkung die hohe Belastung auf Ihre Arbeitsleistung, auf Sie persönlich und auch auf die Ergebnisse des ganzen Teams hat. Auch Ihr Chef wird an den Arbeitsergebnissen des Teams gemessen und sollte ein Interesse daran haben, dass Sie gesund und leistungsfähig bleiben. Am Ende sollten Sie selbst auch als Chef des eigenen Lebens darüber entscheiden, welche Konsequenzen Sie aus einer dauerhaft zu hohen und als ungerecht empfundenen Arbeitsbelastung für sich ziehen.

Herr Slaghuis, Danke für das Gespräch.


Über den Interviewten

Dr. Bernd Slaghuis ist Karrierecoach aus Köln und hat sich auf Karriereplanung und beruflichen Neuorientierung sowie das Coaching von Führungskräften aus dem mittleren Management spezialisiert.

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[Bildnachweis: Nomad_Soul by Shutterstock.com, Bernd Slaghuis]
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Überall nehmen Arbeitsverdichtung und Überstunden zu. So mancher Arbeitnehmer klagt über den steigenden Druck im Job. Richtig ärgerlich aber wird es, wenn die Arbeit ungleich verteilt ist: Man selber schuftet und schuftet bis in die Nacht – und die Kollegen machen Feierabend. Na, Danke! Was tun, bei unfairer Arbeitsverteilung, wenn sich auf dem eigenen Schreibtisch die Aufgaben stapeln, während andere scheinbar nur Kaffee trinken? Zum Chef rennen und sich beschweren? „Nicht so hastig“, warnt der Kölner Karriereberater Bernd Slaghuis im Interview. Womöglich hat das Problem ganz andere Ursachen…

Arbeitsverteilung: Was tun, wenn man mehr leistet als die Kollegen?

Herr Slaghuis, wie kann man sich gegen unfaire Arbeitsverteilung wehren?

Unfair ist ja zunächst einmal eine sehr subjektive Wahrnehmung, die in der Sache nicht zutreffend sein muss. Fakt ist, die eigene Arbeitsbelastung wird als deutlich höher wahrgenommen als die der Kollegen und als unfair bewertet.

Bevor sich Angestellte über ihre zu hohe Arbeitsbelastung beschweren, sollten sie selbst die Sachlage etwas genauer unter die Lupe nehmen:

  • Werden die Aufgaben im Team tatsächlich ungleichmäßig verteilt und wenn ja, woran könnte dies liegen?
  • Warum ist Gerechtigkeit im Team so wichtig?

Und auch diese Frage ist berechtigt:

  • Könnte die ungleiche Arbeitsverteilung vielleicht auch irgendetwas Positives haben?

Einige Angestellte stellen sich gerne in die erste Reihe und rufen laut „Hier!“, wenn es um die Verteilung von Aufgaben geht, um damit Engagement zu zeigen und Eindruck beim Chef zu machen. Wer sich dabei ertappt, darf sich später nicht über eine unfaire Verteilung beschweren.

Und sicher gibt es auch Angestellte, die für ein und dieselbe Tätigkeit länger brauchen als andere. Vielleicht, weil sie sie gewissenhafter erledigen oder noch nicht so routiniert sind. Die selbst wahrgenommene Mehrbelastung ist dann vor allem aus der Perspektive der Kollegen keine, denn die Arbeitspakete wurden ja gleich und damit gerecht auf alle Köpfe im Team verteilt.

Definition: Was ist Arbeitsverteilung?

Definition: Was ist ArbeitsverteilungBei der sogenannten Arbeitsverteilung geht es – laut Definition – zunächst um die reine Zuordnung von Arbeit und Aufträgen. Also kurz: Wer macht was? Es besteht dabei allerdings keine Pflicht zu gleicher oder fairer Arbeitsverteilung innerhalb der Belegschaft – erst recht, wenn sich auch die Gehälter unterscheiden. Letztlich sind Führungskräfte aber gut beraten, wenn die Arbeit innerhalb ihres Teams nach den Stärken und Kapazitäten der Mitarbeiter verteilt und besetzt wird. Im Fachjargon wird dies auch Personalkapazitätsplanung genannt.

Was wäre dann Ihr Tipp dazu?

Betrachten Sie Ihre Wahrnehmung zur Arbeitsverteilung durch verschiedene Brillen. Versuchen Sie, die Sache ehrlich gegenüber sich selbst zu analysieren und Ihren eigenen Standpunkt dabei zu klären.

Okay. Aber was, wenn die Verteilung tatsächlich unfair ist?

Auch wenn es im Eifer des Frustes naheliegend ist, den Chef zum alleinigen Hüter der Gerechtigkeit im Team zu ernennen, sollten Mitarbeiter im ersten Schritt bei sich selbst anfangen und überlegen, was sie tun können, um an dieser Situation etwas zu verändern. Hierfür ist es wichtig, sich bewusst zu machen, was ein guter Zielzustand wäre: Wann wäre die Arbeitsverteilung fair, was müsste hierfür geschehen und was kann ich selbst dazu beitragen?

Vielleicht führt schon eine Veränderung des eigenen Verhaltens zu einer Verbesserung der Situation. Wenn nicht, sollten Angestellte mit diesem Bewusstsein das Gespräch mit dem Chef oder den Kollegen suchen.

Sieht das in den Augen des Chefs dann nicht faul aus, wenn ich mich über zu viel Arbeit beschwere?

Hier macht der Ton die Musik. Wer sich einfach nur lautstark über zu viel Arbeit beschwert und den Chef hierfür an den Pranger stellt, könnte tatsächlich als faul und obendrein als frech wahrgenommen werden.

Wichtig ist, dass der Chef eine echte Chance hat, zu verstehen, was Sie bewegt, das Gespräch zu suchen. Gute Chefs sollten erst einmal zuhören und ein Interesse daran haben, zu erfahren, wie ihr Führungsstil durch den Mitarbeiter wahrgenommen wird. Denn nur so kann die Führungskraft selbst das eigene Verhalten kritisch hinterfragen und in der Zukunft etwas verändern.

Worauf kommt es bei dem Gespräch an?

Solch ein Gespräch sollte weder ein Frustabladen noch ein blindes Austeilen von Vorwürfen sein. Das ist wenig professionell und auch nicht zielführend. Vielmehr sollten Angestellte dem Chef sachlich und klar ihre Sicht der Dinge schildern…

…verpackt als Ich-Botschaft?

Richtig. Erklären Sie im Gespräch, was Sie bei der Aufgabenverteilung beobachtet haben, wie Sie diese Ungleichbehandlung selbst empfinden und warum es Ihnen so wichtig ist, das zu regeln.

Am Ende ist es gut, dem Chef einen eigenen Lösungsvorschlag zu präsentieren oder einen Wunsch für die Zukunft zu äußern.

Wie könnte das konkret aussehen?

Ein Beispiel für den Einstieg in das Gespräch könnte sein:

Ich habe beobachtet, dass Sie mir in der wöchentlichen Team-Besprechung häufig mehr Aufgaben geben als den Kollegen. Das empfinde ich als ungerecht und es frustriert mich, dass ich oft länger als alle anderen arbeite. Ich frage mich, warum ich die Aufgaben X und Y erhalte und nicht die Kollegen Meier und Müller. Ich wünsche mir eine stärker gleichmäßige und damit gerechtere Aufgabenverteilung innerhalb des ganzen Teams.

Auf dieser Basis hat Ihr Chef die Möglichkeit, Fragen zu stellen, um noch mehr über Ihre Wahrnehmung zu erfahren oder aber direkt auf das Gesagte mit seiner Sichtweise und im besten Fall einer für Sie guten Lösung zu reagieren.

Kann ein solches Chef-Gespräch nicht auch nach hinten losgehen? Ab jetzt hat er meine Arbeitsleistung ja erst recht auf dem Radar…

Dass der Chef die Arbeitsbelastung besser auf dem Radar hat, war ja gerade das Ziel! Wenn jemand das Gefühl hat, dass der Chef sein Anliegen in den falschen Hals bekommt oder sich nicht ernst genommen fühlt, dann sollte derjenige das offen thematisieren und deutlich machen, warum dieser Punkt so wichtig ist. Dieses Gespräch ist dann erfolgreich und beschädigt nicht den guten Ruf, wenn der Chef die Beweggründe versteht und für sich entscheiden kann, wie er darauf reagiert.

Indirekt schwärze ich so schon auch Kollegen an. So mancher könnte darauf feindselig reagieren, weil er jetzt mehr arbeiten muss.

Ja, das könnte geschehen, da sich Arbeit selten in Luft auflöst, nur weil sie auf andere Köpfe verteilt wird…

Und dann?

Sprechen Sie mit den Kollegen, bevor Sie das Gespräch mit dem Chef suchen. Erklären Sie ihnen Ihre Sichtweise und was Sie sich wünschen würden. Im besten Fall können Sie das Thema im Team ohne den Chef klären und ihn im Anschluss über die Absprache informieren.

Gelingt die Klärung im Kollegenkreis nicht, dann sprechen Sie zumindest nicht hinter dem Rücken des Teams bei Ihrem Chef vor und alle sind bereits im Boot, sofern der Chef nach dem Gespräch auf das Team zugeht.

Wie so häufig im Leben werden Sie es hier nur schwer allen Kollegen und gleichzeitig sich selbst recht machen können. Es ist Ihre Entscheidung, was Ihnen wichtiger ist: Die Kollegen, die Sie mögen, weil Sie so viel Arbeit für sie miterledigen oder Sie selbst, der weniger unter der hohen und als ungerecht empfundenen Arbeitsbelastung leidet.

Angenommen, nach dem Gespräch ändert sich nichts, und ich leide weiterhin unter der enormen Arbeitsbelastung oder Überstunden?

Das Opfer zu spielen, nach dem Motto Ich habe es ja versucht, aber niemand hilft mir und nichts ist geschehen, ist dauerhaft keine gute Lösung. Die Situation belastet ja weiter und kann Ihre Gesundheit gefährden.

Ein erneutes Gespräch mit dem Chef kann ratsam sein, um nicht nur zu signalisieren, dass sich aus Ihrer eigenen Wahrnehmung nichts verändert hat, sondern auch, um den Chef in seiner Funktion als Führungskraft noch einmal in die Verantwortung zu nehmen und ein klares Zeichen zu setzen.

Machen Sie deutlich, welche Auswirkung die hohe Belastung auf Ihre Arbeitsleistung, auf Sie persönlich und auch auf die Ergebnisse des ganzen Teams hat. Auch Ihr Chef wird an den Arbeitsergebnissen des Teams gemessen und sollte ein Interesse daran haben, dass Sie gesund und leistungsfähig bleiben. Am Ende sollten Sie selbst auch als Chef des eigenen Lebens darüber entscheiden, welche Konsequenzen Sie aus einer dauerhaft zu hohen und als ungerecht empfundenen Arbeitsbelastung für sich ziehen.

Herr Slaghuis, Danke für das Gespräch.


Über den Interviewten

Dr. Bernd Slaghuis ist Karrierecoach aus Köln und hat sich auf Karriereplanung und beruflichen Neuorientierung sowie das Coaching von Führungskräften aus dem mittleren Management spezialisiert.

Diese Artikel finden andere Leser interessant

[Bildnachweis: Nomad_Soul by Shutterstock.com, Bernd Slaghuis]
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Die beste Frage im Vorstellungsgespräch – aus Personalersicht https://karrierebibel.de/beste-frage-im-vorstellungsgesprach/ Sun, 19 Jan 2020 10:00:33 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=42986

Wir haben in unserer Jobbörse sowie auf Karrierefragen.de schon mehrfach das Thema Fragen im Vorstellungsgespräch thematisiert. Etwa die Frage „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?„; 100 typische Fragen im Vorstellungsgespräch; Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch oder Fangfragen – und was Personaler daraus lesen. Jetzt aber hörten wir von der Frage eines Personalers, die wir nicht nur für besonders originell, sondern für richtig clever halten: Womöglich handelt es sich gar um die beste Frage, die man in einem Vorstellungsgespräch stellen kann…

Die beste Frage im Vorstellungsgespräch aus Personalersicht

Die Personalerfrage lautet:

Welches erfolgreiche Projekt oder welche bewältigte Aufgabe würden Sie nennen, die den signifikant größten Einfluss auf Ihre bisherige Karriere hatte?

Zugegeben, die Frage Klingt erst einmal harmlos. Aber sie hat es in sich:

  • Nicht nur, dass der Bewerber mal eben seine gesamte Laufbahn und diverse bewältigte Herausforderungen Revue passieren lassen und diese gleichzeitig gewichten muss.
  • Er muss das Ergebnis zugleich in den Gesamtzusammenhang seines Werdegangs stellen. Und das eröffnet die Chance zu einem wunderbaren Gespräch.

Das Beste daran aber: Jeder Bewerber kann sich auf die Frage vorbereiten. Und sollte es sogar. Schließlich hilft sie auch noch dabei, eben die bisherige Karriere zu reflektieren und herauszufinden, was diese bisher geprägt und entsprechend künftig prägen könnte.

Die Crux: Bei der Frage geht nicht um richtig oder falsch. Die Antwort ist immer richtig – und sagt aber so viel mehr.

Als Personaler erfahren Sie etwas über…

  • die Problemlösungskompetenz des Kandidaten.
  • seine bisherige Laufbahn.
  • vor allem aber auch etwas über seine Leidenschaft für seinen Beruf. Denn diese Aufgabe, dieses eine Projekt hatte nun mal den größten Einfluss auf seine Karriere.

Auftakt zu einem Bewerbungs-Gespräch im Wortsinn

Der eigentliche Clou einer solchen Frage ist, dass sich daraus ein echtes Bewerbungsgespräch entwickeln kann. Es ist eine offene (salopp formuliert) Plauderfrage. Sie regt ebenso zum Nachdenken und Diskutieren an, wie Sie den Bewerber dazu bringt, sich zu öffnen.

Welche Geschichte, der- oder diejenige anschließend auch immer erzählt: Es schwingen eine Menge Informationen und Emotionen im Subtext mit. Zum gegenseitigen Kennenlernen… ideal!

[Bildnachweis: wavebreakmedia by Shutterstock]

Weitere Tipps zum Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräch Ablauf

Vorstellungsgespräch Tipps
5 typische Gesprächsphasen
Vorstellungsgespräch vorbereiten
Vorstellungsgespräch Checkliste
Dresscode
Begrüßungstipps
Selbstpräsentation
Soft Skills
Authentisch sein
Gesprächsführung
Vorstellungsgespräch beenden

Interview Arten

Assessment Center
Stressinterview
Vorstellungsgespräch auf Englisch
Strukturiertes Interview
Bewerbungsgespräch per Video
Telefoninterview Tipps
Zweites Vorstellungsgespräch
Anruf vom Headhunter
Outplacement Beratung

Typische Fragen

100 Fragen an Bewerber
25 Fangfragen
Stressfragen
Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
Warum haben Sie gekündigt?
Haben Sie sich woanders beworben?
Was wären Sie für ein Tier?
Warum sollten wir Sie einstellen?
Wie stehen Sie zu Überstunden?
Was sind Ihre Schwächen?
Unzulässige Fragen
Rückfragen an Personaler

Tipps & Tricks

Bewerbungsgespräch Tipps
Vorstellungsgespräch trainieren
Bewerbungsgespräch Fehler
Notlügen im Vorstellungsgespräch
Körpersprache Tipps
Nervosität überwinden
Wohin mit den Händen?
Tipps gegen Prüfungsangst

Organisation

Gesprächstermin verschieben
Vorstellungsgespräch absagen
Vorstellungsgespräch abbrechen
Reisekosten: Wer zahlt?
Vorstellungsgespräch gut gelaufen?
Nachfassen
Vorstellungsgespräch Nachbereitung
Achten Sie aufs Umfeld

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Wir haben in unserer Jobbörse sowie auf Karrierefragen.de schon mehrfach das Thema Fragen im Vorstellungsgespräch thematisiert. Etwa die Frage „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?„; 100 typische Fragen im Vorstellungsgespräch; Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch oder Fangfragen – und was Personaler daraus lesen. Jetzt aber hörten wir von der Frage eines Personalers, die wir nicht nur für besonders originell, sondern für richtig clever halten: Womöglich handelt es sich gar um die beste Frage, die man in einem Vorstellungsgespräch stellen kann…

Die beste Frage im Vorstellungsgespräch aus Personalersicht

Die Personalerfrage lautet:

Welches erfolgreiche Projekt oder welche bewältigte Aufgabe würden Sie nennen, die den signifikant größten Einfluss auf Ihre bisherige Karriere hatte?

Zugegeben, die Frage Klingt erst einmal harmlos. Aber sie hat es in sich:

  • Nicht nur, dass der Bewerber mal eben seine gesamte Laufbahn und diverse bewältigte Herausforderungen Revue passieren lassen und diese gleichzeitig gewichten muss.
  • Er muss das Ergebnis zugleich in den Gesamtzusammenhang seines Werdegangs stellen. Und das eröffnet die Chance zu einem wunderbaren Gespräch.

Das Beste daran aber: Jeder Bewerber kann sich auf die Frage vorbereiten. Und sollte es sogar. Schließlich hilft sie auch noch dabei, eben die bisherige Karriere zu reflektieren und herauszufinden, was diese bisher geprägt und entsprechend künftig prägen könnte.

Die Crux: Bei der Frage geht nicht um richtig oder falsch. Die Antwort ist immer richtig – und sagt aber so viel mehr.

Als Personaler erfahren Sie etwas über…

  • die Problemlösungskompetenz des Kandidaten.
  • seine bisherige Laufbahn.
  • vor allem aber auch etwas über seine Leidenschaft für seinen Beruf. Denn diese Aufgabe, dieses eine Projekt hatte nun mal den größten Einfluss auf seine Karriere.

Auftakt zu einem Bewerbungs-Gespräch im Wortsinn

Der eigentliche Clou einer solchen Frage ist, dass sich daraus ein echtes Bewerbungsgespräch entwickeln kann. Es ist eine offene (salopp formuliert) Plauderfrage. Sie regt ebenso zum Nachdenken und Diskutieren an, wie Sie den Bewerber dazu bringt, sich zu öffnen.

Welche Geschichte, der- oder diejenige anschließend auch immer erzählt: Es schwingen eine Menge Informationen und Emotionen im Subtext mit. Zum gegenseitigen Kennenlernen… ideal!

[Bildnachweis: wavebreakmedia by Shutterstock]

Weitere Tipps zum Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräch Ablauf

Vorstellungsgespräch Tipps
5 typische Gesprächsphasen
Vorstellungsgespräch vorbereiten
Vorstellungsgespräch Checkliste
Dresscode
Begrüßungstipps
Selbstpräsentation
Soft Skills
Authentisch sein
Gesprächsführung
Vorstellungsgespräch beenden

Interview Arten

Assessment Center
Stressinterview
Vorstellungsgespräch auf Englisch
Strukturiertes Interview
Bewerbungsgespräch per Video
Telefoninterview Tipps
Zweites Vorstellungsgespräch
Anruf vom Headhunter
Outplacement Beratung

Typische Fragen

100 Fragen an Bewerber
25 Fangfragen
Stressfragen
Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
Warum haben Sie gekündigt?
Haben Sie sich woanders beworben?
Was wären Sie für ein Tier?
Warum sollten wir Sie einstellen?
Wie stehen Sie zu Überstunden?
Was sind Ihre Schwächen?
Unzulässige Fragen
Rückfragen an Personaler

Tipps & Tricks

Bewerbungsgespräch Tipps
Vorstellungsgespräch trainieren
Bewerbungsgespräch Fehler
Notlügen im Vorstellungsgespräch
Körpersprache Tipps
Nervosität überwinden
Wohin mit den Händen?
Tipps gegen Prüfungsangst

Organisation

Gesprächstermin verschieben
Vorstellungsgespräch absagen
Vorstellungsgespräch abbrechen
Reisekosten: Wer zahlt?
Vorstellungsgespräch gut gelaufen?
Nachfassen
Vorstellungsgespräch Nachbereitung
Achten Sie aufs Umfeld

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Spielregeln im Job: Ehrlich oder dumm? https://karrierebibel.de/spielregeln-im-job/ Sun, 19 Jan 2020 07:00:57 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=54517

Es gibt sie – die sozialen Spielregeln. Im Job genauso wie im Freundes- oder Bekanntenkreis. Und natürlich würden wir uns alle gerne daran halten. Wenn wir schon Erfolg haben, dann doch bitte auf ehrliche Art und Weise, mit Fairplay und ohne verstecke Fouls. Theoretisch. Die Praxis aber zeigt: Unsere menschliche Natur spielt anders, nach eigenen Regeln. Zuerst versuchen wir uns die Arbeit mit etwas Gemogel zu erleichtern, dann unterlaufen wir Dienstwege, Kontrollen, Formulare…

Der kleine Dienstweg: Ausnahmen bestätigen die Regel

Mittel und Wege zu finden, macht das Arbeitsleben bequemer. Manchmal sogar effizienter und produktiver, zugegeben. Zuweilen gibt es in der Belegschaft sogar so etwas wie ein stilles Übereinkommen, kleinere Übertretungen zu dulden. Man darf sich eben nur nicht erwischen lassen…

Und falls doch bleiben zumindest die üblichen Ausreden, Rechtfertigungen und harmlosen (weil folgenlosen) Entschuldigungen: Sorry, Missverständnis… hab ich nicht gewusst… in der Hektik verwechselt… ist doch nur eine Lappalie…

Vertuschungsversuche wie diese, so durchschaubar sie auch sind, haben jedoch einen entscheidenden Nachteil: Sie verleiten uns dazu, die Grenzen noch ein wenig weiter zu verschieben, auszureizen, bis es dann doch keine Bagatelle mehr ist und das ganze Ausmaß der Sauerei auffliegt.

Warum aber machen wir das überhaupt – und riskieren dabei unseren Ruf und Job?

Die kurze Antwort: Weil da dieser Verdacht ist. Wir wissen es nicht genau, aber im Grunde vermuten wir es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit: Die anderen halten sich auch nicht immer an die Regeln. Und das könnte ein Nachteil für uns bedeuten.

Wären wir überzeugt, dass Ehrlichkeit immer siegt, würden wir auf all die miesen kleinen Tricks, Intrigen und Sticheleien verzichten. Die Welt – sie wäre ein friedlicher, fairer und freundlicher Ort.

Wir wissen aber: Sie ist es nicht. Warum also allzeit fair spielen? Der Ehrliche – er ist eben doch so oft der Dumme. Und der Gauner hat die Nase vorn.

Also spielen wir mit und gegen die Spielregeln – und haben auch noch ein ziemlich reines Gewissen dabei. Macht doch jeder!, denken wir uns. Und: Ist nur ausgleichende Gerechtigkeit. Die anderen haben schließlich zuerst gegen die Spielregeln verstoßen und gemogelt. Wir betreiben also nichts anderes als Hilfe zur Selbsthilfe.

Dummerweise denken viele so. Und so kommt eine recht unheilige Abwärtsspirale in Gang, die sich am Ende immer schneller dreht und jeden, der nur ein bisschen mitmacht in den Strudel zieht.

Studie: Ehrlich lebt am längsten

Studie: Ehrlich lebt am längstenMal ehrlich: Wie oft am Tag huscht Ihnen eine Lüge über die Lippen? Vielleicht ist es nur eine Notlüge, vielleicht ein bisschen Aufschneiderei, aber gelogen ist es trotzdem. Glaubt man einer neuen Studie der Universität von Notre Dame, dann ist das keine gute Idee: Wer ehrlich ist, lebt nicht nur gesünder, sondern auch länger.

Die Forscher um Anita Kelly wählten für ihre Studie (PDF) 110 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 71 Jahren aus und teilten sie in zwei Gruppen auf. Eine davon durfte sich verhalten wie bisher – also auch lügen, wenn sie es wollten. Die zweite Gruppe wurde gebeten in den nächsten zehn Wochen möglichst immer die Wahrheit zu sagen und so ehrlich wie möglich zu sein.

Wir wissen: Das dürfte nicht jedes Mal geklappt haben, aber sie waren deutlich ehrlicher als die Kontrollgruppe.

Nach den zehn Wochen verglichen die Forscher die medizinischen Werte ihrer Probanden – von beiden Gruppen und von davor und danach. Und siehe da: Die Ehrlichen wiesen deutlich bessere Werte auf: Sie hatten seltener Kopfschmerzen, weniger Erkältungsbeschwerden, waren insgesamt glücklicher. Weil der einzige Unterschied zwischen beiden Gruppen in der Anweisung lag, ehrlicher zu sein, führen die Forscher das Ergebnis darauf zurück.

Zugegeben, die Probandengruppe war recht klein und das Ergebnis könnte man auch als sozial erwünscht bezeichnen. Gleichwohl ist aus anderen Studien bekannt, dass Lügen enorme (mentale) Anstrengungen erfordert, die auch noch wachsen können, um das gesamte Lügenkonstrukt aufrecht zu erhalten.

Oder anders formuliert: Lügen stresst. Und Stress verkürzt das Leben und macht auf Dauer krank, insbesondere dann, wenn er mit einem schlechten Gewissen einher geht.

Einziger Haken an der wahren Geschichte: Wirklich immer die Wahrheit zu sagen, ist nahezu unmöglich.

Man darf sich nur nicht erwischen lassen

Der Autor Matthias Nöllke hat dazu mal ein lesenswertes Buch mit dem bezeichnenden Titel geschrieben: „Man darf sich nur nicht erwischen lassen – Handbuch der kleinen Sauereien„. Darin schreibt er unter anderem:

„Wer rumjammert, dass die Ehrlichen die Dummen sind, will damit sagen:

  • Ich gehöre zu den Ehrlichen.
  • Ich habe dadurch gewaltige Nachteile.
  • Punkt zwei muss sich ändern.
  • Unterstützt mich und tut, was ich sage.

So direkt will man das natürlich nicht formulieren. Man möchte durch seine vermeintliche Ehrlichkeit Vorteile haben, Anerkennung bekommen und Sympathiepunkte sammeln.“

Ganz ehrlich: Die Moralisten sind meistens die Schlimmsten von allen: bigott in Haltung und Verhalten. Andere auf – aus ihrer Sicht – moralische Verwerfungen aufmerksam machen, können sie mit großer Verve. Die eigenen Verfehlungen aber werden geflissentlich und mit großer Gnade übersehen.

Was wäre das Leben ohne ein paar selbstgefällige Abkürzungen und Sonderrechte?

Meistens fängt alles ganz harmlos an. Mit kleinen Verzerrungen – bis sich schließlich die Wahrheit biegt und beugt. Die vielen kleinen Sauereien dienen letztlich dazu, sich eigene Vorteile zu verschaffen. Besser werden sie dadurch aber nicht.

Und wenn man den Spielregelbrechern auf die Schliche kommt, verrennen sich die meisten in einer Art Vorwärtsverteidigung: rechtfertigen, kleinreden, auf gängige Praxis verweisen. Denn erwischt werden, ändert natürlich alles.

Besser wir kommen uns vorher schon selbst auf die Schliche. Womöglich ist unser Verdacht ja auch nur das: haltlos und eine fiese Unterstellung.

[Bildnachweis: santima.studio by Shutterstock.com]
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Es gibt sie – die sozialen Spielregeln. Im Job genauso wie im Freundes- oder Bekanntenkreis. Und natürlich würden wir uns alle gerne daran halten. Wenn wir schon Erfolg haben, dann doch bitte auf ehrliche Art und Weise, mit Fairplay und ohne verstecke Fouls. Theoretisch. Die Praxis aber zeigt: Unsere menschliche Natur spielt anders, nach eigenen Regeln. Zuerst versuchen wir uns die Arbeit mit etwas Gemogel zu erleichtern, dann unterlaufen wir Dienstwege, Kontrollen, Formulare…

Der kleine Dienstweg: Ausnahmen bestätigen die Regel

Mittel und Wege zu finden, macht das Arbeitsleben bequemer. Manchmal sogar effizienter und produktiver, zugegeben. Zuweilen gibt es in der Belegschaft sogar so etwas wie ein stilles Übereinkommen, kleinere Übertretungen zu dulden. Man darf sich eben nur nicht erwischen lassen…

Und falls doch bleiben zumindest die üblichen Ausreden, Rechtfertigungen und harmlosen (weil folgenlosen) Entschuldigungen: Sorry, Missverständnis… hab ich nicht gewusst… in der Hektik verwechselt… ist doch nur eine Lappalie…

Vertuschungsversuche wie diese, so durchschaubar sie auch sind, haben jedoch einen entscheidenden Nachteil: Sie verleiten uns dazu, die Grenzen noch ein wenig weiter zu verschieben, auszureizen, bis es dann doch keine Bagatelle mehr ist und das ganze Ausmaß der Sauerei auffliegt.

Warum aber machen wir das überhaupt – und riskieren dabei unseren Ruf und Job?

Die kurze Antwort: Weil da dieser Verdacht ist. Wir wissen es nicht genau, aber im Grunde vermuten wir es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit: Die anderen halten sich auch nicht immer an die Regeln. Und das könnte ein Nachteil für uns bedeuten.

Wären wir überzeugt, dass Ehrlichkeit immer siegt, würden wir auf all die miesen kleinen Tricks, Intrigen und Sticheleien verzichten. Die Welt – sie wäre ein friedlicher, fairer und freundlicher Ort.

Wir wissen aber: Sie ist es nicht. Warum also allzeit fair spielen? Der Ehrliche – er ist eben doch so oft der Dumme. Und der Gauner hat die Nase vorn.

Also spielen wir mit und gegen die Spielregeln – und haben auch noch ein ziemlich reines Gewissen dabei. Macht doch jeder!, denken wir uns. Und: Ist nur ausgleichende Gerechtigkeit. Die anderen haben schließlich zuerst gegen die Spielregeln verstoßen und gemogelt. Wir betreiben also nichts anderes als Hilfe zur Selbsthilfe.

Dummerweise denken viele so. Und so kommt eine recht unheilige Abwärtsspirale in Gang, die sich am Ende immer schneller dreht und jeden, der nur ein bisschen mitmacht in den Strudel zieht.

Studie: Ehrlich lebt am längsten

Studie: Ehrlich lebt am längstenMal ehrlich: Wie oft am Tag huscht Ihnen eine Lüge über die Lippen? Vielleicht ist es nur eine Notlüge, vielleicht ein bisschen Aufschneiderei, aber gelogen ist es trotzdem. Glaubt man einer neuen Studie der Universität von Notre Dame, dann ist das keine gute Idee: Wer ehrlich ist, lebt nicht nur gesünder, sondern auch länger.

Die Forscher um Anita Kelly wählten für ihre Studie (PDF) 110 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 71 Jahren aus und teilten sie in zwei Gruppen auf. Eine davon durfte sich verhalten wie bisher – also auch lügen, wenn sie es wollten. Die zweite Gruppe wurde gebeten in den nächsten zehn Wochen möglichst immer die Wahrheit zu sagen und so ehrlich wie möglich zu sein.

Wir wissen: Das dürfte nicht jedes Mal geklappt haben, aber sie waren deutlich ehrlicher als die Kontrollgruppe.

Nach den zehn Wochen verglichen die Forscher die medizinischen Werte ihrer Probanden – von beiden Gruppen und von davor und danach. Und siehe da: Die Ehrlichen wiesen deutlich bessere Werte auf: Sie hatten seltener Kopfschmerzen, weniger Erkältungsbeschwerden, waren insgesamt glücklicher. Weil der einzige Unterschied zwischen beiden Gruppen in der Anweisung lag, ehrlicher zu sein, führen die Forscher das Ergebnis darauf zurück.

Zugegeben, die Probandengruppe war recht klein und das Ergebnis könnte man auch als sozial erwünscht bezeichnen. Gleichwohl ist aus anderen Studien bekannt, dass Lügen enorme (mentale) Anstrengungen erfordert, die auch noch wachsen können, um das gesamte Lügenkonstrukt aufrecht zu erhalten.

Oder anders formuliert: Lügen stresst. Und Stress verkürzt das Leben und macht auf Dauer krank, insbesondere dann, wenn er mit einem schlechten Gewissen einher geht.

Einziger Haken an der wahren Geschichte: Wirklich immer die Wahrheit zu sagen, ist nahezu unmöglich.

Man darf sich nur nicht erwischen lassen

Der Autor Matthias Nöllke hat dazu mal ein lesenswertes Buch mit dem bezeichnenden Titel geschrieben: „Man darf sich nur nicht erwischen lassen – Handbuch der kleinen Sauereien„. Darin schreibt er unter anderem:

„Wer rumjammert, dass die Ehrlichen die Dummen sind, will damit sagen:

  • Ich gehöre zu den Ehrlichen.
  • Ich habe dadurch gewaltige Nachteile.
  • Punkt zwei muss sich ändern.
  • Unterstützt mich und tut, was ich sage.

So direkt will man das natürlich nicht formulieren. Man möchte durch seine vermeintliche Ehrlichkeit Vorteile haben, Anerkennung bekommen und Sympathiepunkte sammeln.“

Ganz ehrlich: Die Moralisten sind meistens die Schlimmsten von allen: bigott in Haltung und Verhalten. Andere auf – aus ihrer Sicht – moralische Verwerfungen aufmerksam machen, können sie mit großer Verve. Die eigenen Verfehlungen aber werden geflissentlich und mit großer Gnade übersehen.

Was wäre das Leben ohne ein paar selbstgefällige Abkürzungen und Sonderrechte?

Meistens fängt alles ganz harmlos an. Mit kleinen Verzerrungen – bis sich schließlich die Wahrheit biegt und beugt. Die vielen kleinen Sauereien dienen letztlich dazu, sich eigene Vorteile zu verschaffen. Besser werden sie dadurch aber nicht.

Und wenn man den Spielregelbrechern auf die Schliche kommt, verrennen sich die meisten in einer Art Vorwärtsverteidigung: rechtfertigen, kleinreden, auf gängige Praxis verweisen. Denn erwischt werden, ändert natürlich alles.

Besser wir kommen uns vorher schon selbst auf die Schliche. Womöglich ist unser Verdacht ja auch nur das: haltlos und eine fiese Unterstellung.

[Bildnachweis: santima.studio by Shutterstock.com]
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Geht nicht, gibt’s: 20 Dinge, die Sie NICHT können https://karrierebibel.de/nicht-koennen/ Sat, 18 Jan 2020 16:00:07 +0000 Anja Rassek http://karrierebibel.de/?p=42584

Nichts ist unmöglich! lautet ein bekannter Werbeslogan. Und natürlich stimmt die Kernaussage, dass wir oft nur an selbstgesteckten Grenzen scheitern oder uns von scheinbar unüberwindbaren Mauern ins Bockshorn jagen lassen. Und wie oft laufen wir ausschließlich direkt auf ein Ziel zu, weil wir meinen, dass die beste Verbindung zwischen zwei Punkten allein die Gerade ist? Oft ist sie es eben nicht. Trotzdem gibt es Dinge, die tatsächlich unmöglich sind…

Geht nicht, gibt’s: Das ist tatsächlich unmöglich

Geht nicht, gibt’s! Dabei handelt es sich um Dinge, die Sie und ich nicht können, genau genommen niemand – egal, wie sehr der- oder diejenige auch will.

Sie können zum Beispiel NICHT alles haben: Glück, Gesundheit, viele Freunde, Reichtum, Zufriedenheit, sofort und immer… Wer kann das schon?

Allerdings wird darüber so gut nie etwas geschrieben. Dabei ist es gar nicht verkehrt, seine Grenzen zu kennen. Und wer genau hinsieht, erkennt: Etwas NICHT zu können, eröffnet oft noch viel größere Chancen.

Deshalb und zum Mutmachen: 20 Dinge, die niemand kann…

[Bildnachweis: WAYHOME studio by Shutterstock.com]
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Nichts ist unmöglich! lautet ein bekannter Werbeslogan. Und natürlich stimmt die Kernaussage, dass wir oft nur an selbstgesteckten Grenzen scheitern oder uns von scheinbar unüberwindbaren Mauern ins Bockshorn jagen lassen. Und wie oft laufen wir ausschließlich direkt auf ein Ziel zu, weil wir meinen, dass die beste Verbindung zwischen zwei Punkten allein die Gerade ist? Oft ist sie es eben nicht. Trotzdem gibt es Dinge, die tatsächlich unmöglich sind…

Geht nicht, gibt’s: Das ist tatsächlich unmöglich

Geht nicht, gibt’s! Dabei handelt es sich um Dinge, die Sie und ich nicht können, genau genommen niemand – egal, wie sehr der- oder diejenige auch will.

Sie können zum Beispiel NICHT alles haben: Glück, Gesundheit, viele Freunde, Reichtum, Zufriedenheit, sofort und immer… Wer kann das schon?

Allerdings wird darüber so gut nie etwas geschrieben. Dabei ist es gar nicht verkehrt, seine Grenzen zu kennen. Und wer genau hinsieht, erkennt: Etwas NICHT zu können, eröffnet oft noch viel größere Chancen.

Deshalb und zum Mutmachen: 20 Dinge, die niemand kann…

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Phantomklingeln: Woher kommt der Fehlalarm? https://karrierebibel.de/phantomklingeln-fehlalarm/ Sat, 18 Jan 2020 13:00:09 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=44509

Die meisten von uns haben es wohl schon mal erlebt: Phantomklingeln – also einen typischen Fehlalarm. Wir greifen zur Hosentasche oder Handtasche, weil wir meinen das Smartphone vibriert oder klingt, aber da vibriert – nichts. Kein Schwein ruft mich an… und so. Den Phantomalarm kennen rund 78 Prozent der Bevölkerung. Diese Halluzination ist aber nicht etwa ein Warnsignal für zunehmende Paranoia oder für den fortschreitenden Wahnsinn unserer digitalen Gesellschaft. Es ist vielmehr ein untrügliches und unvermeidbares Zeichen dafür, das Ihr Gehirn vollkommen gesund funktioniert…

Phantomklingeln: Woher kommt der Fehlalarm?

Hinter diesen Phantom- oder Fehlalarmen steckt letztlich ein fundamentales Prinzip der Psychologie. Letztlich muss unser Gehirn eine wichtige Entscheidung treffen – und zwar bei unvollständigen Informationen. So wie bei einer automatischen Tür, bei der man auch nie sicher weiß, ob sie rechtzeitig aufgehen wird oder nicht. Im letzten Fall sieht das regelmäßig ziemlich witzig aus…

Was passiert genau bei einem Phantomalarm?

Die Sensorik der Haut in der Nähe des Smartphones meldet, dass da war vibriert. Weil das – hoffentlich – nur das Handy sein kann, muss das Gehirn nun entscheiden, ob diese Information richtig ist. Im positiven Fall gibt es dabei zwei Varianten:

  • A: Das Telefon vibriert/klingelt – es ruft vielleicht jemand Wichtiges an.
  • B: Es ruft niemand an. (Aber mit der Hose stimmt etwas nicht).

Es gibt aber gleichzeitig noch eine andere Wahl, die das Gehirn treffen muss, sozusagen negativ formuliert:

  • C: Sie denken, es vibriert gar nicht – und verpassen einen wichtigen Anruf.
  • D: Sie gehen ran, obwohl es gar nicht vibriert, und sehen aus wie ein Depp.

Die Variante D entspricht dem klassischen Fehlalarm.

Vor solchen Entscheidungen stehen wir ständig – mal sind sie schwerer, mal leichter. In einem Raum, in dem es mucksmäuschenstill ist, werden die meisten ziemlich sicher sagen können, ob jemand gerade ihren Namen ausspricht.

Aber auf einer lauten Party, mit lauter Musik und Stimmengewirr sieht das schon ganz anders aus. Und so kommt es auch dort immer wieder vor, dass wir ein, zwei Silben im Raum aufschnappen und denken, jemand hätte über uns gesprochen – dabei waren es nur zwei Silben.

Unser Gehirn muss daher noch eine dritte Wahl treffen. Der Ökonom würde in diesem Fall wohl von einem trade-off sprechen. Es muss entscheiden, was das größere Übel wäre:

  • einen wichtigen Anruf womöglich verpassen – oder
  • dastehen wie ein Depp.

Und da die meisten von uns die ständige Erreichbarkeit lieben (was viele moderne Problem – gerade auch im Urlaub – erklärt), sehen wir also von Zeit zu Zeit aus wie so eine arme Wurst, die gerne angerufen werden würde, aber nicht wird.

Aus demselben Grund entscheiden sich übrigens auch die meisten dazu, ein Gebäude zu verlassen, wenn Sie meinen, den Feueralarm zu hören. Das ist in dem Fall aber auch klug so!

Falls das mit den Phantomalarmen also auch Ihnen regelmäßig passiert: Kein Grund zur Sorge! Ihr Oberstübchen macht nur seinen Job – und den ganz gut.

Was sich gegen Fehlalarme tun lässt

Wenn derlei halluzinierte Vibrationsalarme jedoch überhand nehmen, gibt es wiederum zwei Alternativen:

  • Sie stellen die Vibration – soweit möglich – ein paar Stufen stärker und den Klingelton lauter.
  • Sie lagern das Telefon in einer Hosentasche an einer deutlich sensibleren Stelle Ihres Körpers, um Verwechslungen auszuschließen.

Nur bitte nie beide Alternativen zusammen! Klingelt es tatsächlich, könnten Sie ebenfalls ein recht amüsantes Bild abgeben…

[Bildnachweis: Bodnar Taras by Shutterstock.com]
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Die meisten von uns haben es wohl schon mal erlebt: Phantomklingeln – also einen typischen Fehlalarm. Wir greifen zur Hosentasche oder Handtasche, weil wir meinen das Smartphone vibriert oder klingt, aber da vibriert – nichts. Kein Schwein ruft mich an… und so. Den Phantomalarm kennen rund 78 Prozent der Bevölkerung. Diese Halluzination ist aber nicht etwa ein Warnsignal für zunehmende Paranoia oder für den fortschreitenden Wahnsinn unserer digitalen Gesellschaft. Es ist vielmehr ein untrügliches und unvermeidbares Zeichen dafür, das Ihr Gehirn vollkommen gesund funktioniert…

Phantomklingeln: Woher kommt der Fehlalarm?

Hinter diesen Phantom- oder Fehlalarmen steckt letztlich ein fundamentales Prinzip der Psychologie. Letztlich muss unser Gehirn eine wichtige Entscheidung treffen – und zwar bei unvollständigen Informationen. So wie bei einer automatischen Tür, bei der man auch nie sicher weiß, ob sie rechtzeitig aufgehen wird oder nicht. Im letzten Fall sieht das regelmäßig ziemlich witzig aus…

Was passiert genau bei einem Phantomalarm?

Die Sensorik der Haut in der Nähe des Smartphones meldet, dass da war vibriert. Weil das – hoffentlich – nur das Handy sein kann, muss das Gehirn nun entscheiden, ob diese Information richtig ist. Im positiven Fall gibt es dabei zwei Varianten:

  • A: Das Telefon vibriert/klingelt – es ruft vielleicht jemand Wichtiges an.
  • B: Es ruft niemand an. (Aber mit der Hose stimmt etwas nicht).

Es gibt aber gleichzeitig noch eine andere Wahl, die das Gehirn treffen muss, sozusagen negativ formuliert:

  • C: Sie denken, es vibriert gar nicht – und verpassen einen wichtigen Anruf.
  • D: Sie gehen ran, obwohl es gar nicht vibriert, und sehen aus wie ein Depp.

Die Variante D entspricht dem klassischen Fehlalarm.

Vor solchen Entscheidungen stehen wir ständig – mal sind sie schwerer, mal leichter. In einem Raum, in dem es mucksmäuschenstill ist, werden die meisten ziemlich sicher sagen können, ob jemand gerade ihren Namen ausspricht.

Aber auf einer lauten Party, mit lauter Musik und Stimmengewirr sieht das schon ganz anders aus. Und so kommt es auch dort immer wieder vor, dass wir ein, zwei Silben im Raum aufschnappen und denken, jemand hätte über uns gesprochen – dabei waren es nur zwei Silben.

Unser Gehirn muss daher noch eine dritte Wahl treffen. Der Ökonom würde in diesem Fall wohl von einem trade-off sprechen. Es muss entscheiden, was das größere Übel wäre:

  • einen wichtigen Anruf womöglich verpassen – oder
  • dastehen wie ein Depp.

Und da die meisten von uns die ständige Erreichbarkeit lieben (was viele moderne Problem – gerade auch im Urlaub – erklärt), sehen wir also von Zeit zu Zeit aus wie so eine arme Wurst, die gerne angerufen werden würde, aber nicht wird.

Aus demselben Grund entscheiden sich übrigens auch die meisten dazu, ein Gebäude zu verlassen, wenn Sie meinen, den Feueralarm zu hören. Das ist in dem Fall aber auch klug so!

Falls das mit den Phantomalarmen also auch Ihnen regelmäßig passiert: Kein Grund zur Sorge! Ihr Oberstübchen macht nur seinen Job – und den ganz gut.

Was sich gegen Fehlalarme tun lässt

Wenn derlei halluzinierte Vibrationsalarme jedoch überhand nehmen, gibt es wiederum zwei Alternativen:

  • Sie stellen die Vibration – soweit möglich – ein paar Stufen stärker und den Klingelton lauter.
  • Sie lagern das Telefon in einer Hosentasche an einer deutlich sensibleren Stelle Ihres Körpers, um Verwechslungen auszuschließen.

Nur bitte nie beide Alternativen zusammen! Klingelt es tatsächlich, könnten Sie ebenfalls ein recht amüsantes Bild abgeben…

[Bildnachweis: Bodnar Taras by Shutterstock.com]
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Wie Charles Schwab Bewerber aussortiert https://karrierebibel.de/wie-charles-schwab-bewerber-aussortiert/ Sat, 18 Jan 2020 10:00:56 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=60873

Charles Schwab, Milliardär und Gründer des gleichnamigen Finanzmaklers mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, hat eine ganz ziemlich ungewöhnliche Methode wie er Bewerber und vielversprechende Kandidaten aussortiert: Er lädt sie zum Frühstück ein. Aber nicht einfach so. Er selbst ist zu dem vereinbarten Termin immer ein paar Minuten eher da, schnappt sich den Restaurant-Chef, bietet ihm ein großzügiges Trinkgeld an und bittet ihn um einen kleinen Gefallen

Restaurant-Trick: Wie Charles Schwab Bewerber aussortiert

„Bringen Sie die Bestellung meines Gastes durcheinander“, bittet er den Restaurant-Chef. Und zwar so richtig. Jedenfalls soll er oder sie nicht das bekommen, was er oder sie bestellt hat.

Den Trick verriet er jetzt kürzlich der New York Times in einem Interview.

Natürlich tut Schwab das nicht aus purer Schadenfreude. Vielmehr geht es ihm darum, die Reaktion seines Gegenübers genau zu studieren – dann, wenn diese glauben, es habe nichts mehr mit dem Gespräch zu tun:

  • Regt sich der Bewerber auf und ist wütend?
  • Reagiert er frustriert?
  • Zeigt er Verständnis und arrangiert sich mit der Situation?
  • Oder sagt er einfach gar nichts dazu.

Schwab ist überzeugt davon, dass das Geschäftsleben genauso funktioniere, wie diese Frühstückssituation: Man bekommt nicht immer, was man will – und nicht immer ist man selbst schuld daran. Aber die Reaktion verrate die Persönlichkeit. Oder wie Schwab selbst sagt: „Es ist einfach ein anderer Weg, in das Herz und in den Kopf meiner Gesprächspartner zu blicken.“

O-Ton:

We’re all going to make mistakes. The question is how are we going to recover when we make them, and are we going to be respectful to others when they make them?

[Bildnachweis: Larry D. Moore CC BY-SA 3.0]

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Charles Schwab, Milliardär und Gründer des gleichnamigen Finanzmaklers mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, hat eine ganz ziemlich ungewöhnliche Methode wie er Bewerber und vielversprechende Kandidaten aussortiert: Er lädt sie zum Frühstück ein. Aber nicht einfach so. Er selbst ist zu dem vereinbarten Termin immer ein paar Minuten eher da, schnappt sich den Restaurant-Chef, bietet ihm ein großzügiges Trinkgeld an und bittet ihn um einen kleinen Gefallen

Restaurant-Trick: Wie Charles Schwab Bewerber aussortiert

„Bringen Sie die Bestellung meines Gastes durcheinander“, bittet er den Restaurant-Chef. Und zwar so richtig. Jedenfalls soll er oder sie nicht das bekommen, was er oder sie bestellt hat.

Den Trick verriet er jetzt kürzlich der New York Times in einem Interview.

Natürlich tut Schwab das nicht aus purer Schadenfreude. Vielmehr geht es ihm darum, die Reaktion seines Gegenübers genau zu studieren – dann, wenn diese glauben, es habe nichts mehr mit dem Gespräch zu tun:

  • Regt sich der Bewerber auf und ist wütend?
  • Reagiert er frustriert?
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  • Oder sagt er einfach gar nichts dazu.

Schwab ist überzeugt davon, dass das Geschäftsleben genauso funktioniere, wie diese Frühstückssituation: Man bekommt nicht immer, was man will – und nicht immer ist man selbst schuld daran. Aber die Reaktion verrate die Persönlichkeit. Oder wie Schwab selbst sagt: „Es ist einfach ein anderer Weg, in das Herz und in den Kopf meiner Gesprächspartner zu blicken.“

O-Ton:

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Raumpsychologie: Was das Büro über Sie verrät https://karrierebibel.de/raumpsychologie/ Sat, 18 Jan 2020 07:00:54 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=54380

Über den Schreibtisch wandern Papierdünen, den Bildschirm überwuchern Merkzettel, die Wände zeigen Abstürze auf zwielichtigen Partys: Das eigene Büro verrät viel über die Motivation, Arbeitsweise und die Persönlichkeit des Bewohners. Oder frei nach dem Psychotherapeuten Paul Watzlawick: Sie können Ihr Büro nicht davon abhalten, zu kommunizieren…

Raumpsychologie: Du bist dein Büro

All diese Indizien der Raumpsychologie nimmt jeder von uns unbewusst und binnen Bruchteilen von Sekunden wahr, wenn er einen fremden Raum betritt. So schickte der US-Psychologe Samuel Gosling von der Universität Austin-Texas Probanden in die Büros wildfremder Leute. Nach dem Besuch sollten sie den Charakter des abwesenden Bewohners einschätzen – und kamen der Wirklichkeit erstaunlich nahe.

Dabei beurteilten sie die Besitzer lediglich anhand ihrer Kaffeetassen, Papierstapel und Drehstühle sogar treffender als deren beste Freunde, wie das Kontrollexperiment zeigte.

Nach zehn Jahren Forschung ist Gosling überzeugt:

Die Art, wie wir unsere Umgebung gestalten, spiegelt unser Inneres wider.

Die Botschaften sind zwar teilweise banal – dafür wirken sie fundamental:

  • Wer etwa viele Bücher im Schrank stehen hat, erscheint gebildet, weise, smart – auch wenn die Bände ungelesen sind.
  • Wer Bilder aktuell angesagter Künstler an seine Wand hängt, wirkt kreativer und lebensfroher als der Kollege im kahlen Nachbarzimmer.
  • Ein imposanter Schreibtischstuhl macht selbst Subordinierte mächtiger.
  • Und wer im Büro Filofax, Telefon, Uhr und Laptop stets im Blick hat, scheint bestens organisiert – allerdings nur, wenn er auch daran denkt, in den zur Schau gestellten Kalender ein paar Termine einzutragen.

Kurzum: Gewissenhaftigkeit oder wie aufgeräumt ein Arbeitnehmer ist, wird in der Arbeitswabe genauso sichtbar, wie dessen Verbundenheit zu dem Unternehmen und Leidenschaft für seinen Job. So strahlen eine Partyfoto-Kollektion oder eine Voodoo-Puppe, die dem Chef verdächtig ähnlich sieht, wohl kaum Loyalität oder Diskretion aus. Und die Spielzeugsammlung aus Ü-Eiern sagt eben auch nur: Hier haust ein Eierkopp.

Raumpsychologie: Nutzen Sie die Kulisse richtig

Kluge Insassen nutzen die subtilen Signale der Boards, Bilder und Bücher umso mehr für eine gelungene Inszenierung – und für die Karriere. Die britische Verhaltenspsychologin Donna Dawson sagt zum Beispiel:

Sobald jemand verstanden hat, dass er den Eindruck, den sein Büro hinterlässt, auch manipulieren kann, kann er Botschaften senden, die über das hinaus gehen, was er tatsächlich ist.

Nahezu 90 Prozent der amerikanischen Arbeitnehmer personalisieren ihre Büros oder Cubicals, so Raumpsychologie-Untersuchungen der Eastern Kentucky Universität.

Für Deutschland liegen zwar keine vergleichbaren Studien vor, aber das Ergebnis dürfte ähnlich ausfallen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich:

  • In den meisten Fällen dient das Dekor zusätzlichem Komfort. Umgeben von vertrauten Dingen fühlen sich Arbeitnehmer automatisch wohler und sind dadurch meist produktiver.
  • Zugleich markieren die persönlichen Gegenstände eine Art Territorium. Wer hier eindringt, betritt in einen privaten Schutzraum (siehe Kasten unten).

Jeder Raum enthält laut Gosling zwei grundsätzliche Objekttypen:

  • Identitätskörper, die der Bewohner bewusst dort drapiert hat und mit denen er sich ausdrücken will, wie etwa Bilder, Schmuckstücke oder Trophäen – und
  • Verhaltensrückstände, die unbewusst Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zulassen, wie etwa ein vollgekritzelter Tischkalender oder schlicht Unordnung.

Im Arbeitsumfeld spricht sogar das Ausmaß der Personalisierung selbst Bände: Je wohnlicher das Zimmer, desto größer das Wohlfühlbedürfnis des Mitarbeiters, desto mehr fühlt er sich dort aber auch zuhause. Das Büro avanciert zum Heim.

Ein gut bestücktes Bücherregal, bestehend aus Fachliteratur und Lexika, etwa unterstreicht unaufdringlich Fachwissen. Auch Weltkarten, das Firmenlogo oder Auszeichnungen können ein starkes Backing abgeben – allerdings nur, wenn die davor sitzende Person diesen Anspruch halten kann. Soll heißen: Finger weg von der Weltkarte, wenn Ihr Unternehmen gerade erst die Expansion ins Nachbarland plant.

Am ungünstigsten sitzt übrigens, wer ein Fenster im Rücken hat: Hier wird der Blick zu sehr abgelenkt und schlechtes Wetter draußen rückt den Bewohner drinnen immer in ein fahles Licht. Abhilfe schaffen dagegen buschige Pflanzen und wuchtige Deko-Accessoires, wie Statuen auf dem Fensterbrett.

Raumpsychologie: Was die Büroausstattung über Sie verrät

Welche Ausstattungsoptionen Sie noch haben und was diese über Sie verraten – oder wie sie diese für sich nutzen:

  1. Deckenhöhe

    Nach der Regel – je mehr Raum, desto wichtiger der Bewohner – fördert eine hohe Zimmerdecke den Status. Und mehr: Die Raumhöhe begünstigt sogar bessere Ideen, wollen die US-Psychologen Joan Meyers-Levy und Juliet Zhu herausgefunden haben. Allerdings schränkten sie ein: Vorteile bringen hohe Decken nur bei Freiarbeiten, wie Brainstorming. Wenn es darum geht, die Innovationen konkret werden zu lassen, sind niedrige Decken besser.

  2. Wandkunst

    Managerbüros sind heute voll mit abstrakten Bildern zeitgenössischer Künstler, um Offenheit, Dynamik und frisches Denken zu dokumentieren. Mittelständler hängen auch schon mal Ahnenporträts hinter den Schreibtisch. Das soll Verlässlichkeit und Tradition ausdrücken. Wandschmuck gibt jedem Auftritt den passenden Hintergrund. Je größer der Rahmen, desto elitärer die Wirkung. Wer den Stil seiner Zieletage anpasst, teilt mit, wo er sich in der Hierarchie sieht. Er kann aber auch eine eigene Form wählen, um Individualität und Kreativität zu betonen. Nur sollte das dezent geschehen. Ist das Gemälde teuerer als das vom Chef oder verstößt es gegen herrschende Normen, gilt man schnell als Prahlhans oder Querulant.

  3. Familienfotos

    Für einige Psychologen sind sie Statussymbole, insbesondere Bilder von vielen Kindern. Für andere reflektieren sie ein schlechtes Gewissen: Wenn einer schon viel Zeit im Büro verbringt, will er wenigstens ab und zu an seine Lieben daheim denken. Einigkeit herrscht jedoch bei der Interpretation der Richtung, in welche die Bilder blicken: Schauen sie in Richtung Besucher, sind sie mehrheitlich Statussymbole; hat der Büroinsasse sie stets im Blick, dienen sie einem persönlichen Zweck.

  4. Kinderbilder

    Alles, was Kinder gemalt haben, strahlt Wärme aus. Kinder stehen für Fürsorge, Verantwortung und Verlässlichkeit. Aber auch für Simplizität und jemanden, der nicht nur Zahlen und den schnöden Mammon im Sinn hat. Kurz: für Vertrauenswürdigkeit und andere positive Attribute. Kinderlose Profis besorgen sich deshalb gerne ein paar selbstgemalte Bilder von ihren Nichten, Neffen oder Patenkindern. Für alle die privaten Wandbilder gilt jedoch: Sie müssen gerahmt sein. Mit Tesa oder Klebepunkten befestigte Lose-Blatt-Sammlungen symbolisieren Liederlichkeit und Wankelmut.

  5. Bücher

    Literatur sagt Besuchern, womit sich der Büroinsasse beschäftigt und was ihn interessiert. Poesie oder Kunstbände symbolisieren einen kreativen Charakter, Fachbücher und Lexika weisen Sie als Experten aus. Um jedoch nicht als Fachidiot dazustehen, sollten Sie Ihr Sortiment durch repräsentative Bildbände oder Promi-Biografien ergänzen. Titel wie „Nieten in Nadelstreifen“, „Hass auf den Chef“ oder „Endlich aussteigen“ gehören nicht ins Büro.

  6. Aktenordner

    Oberflächlich stehen sie, wie der Name schon sagt, für Struktur und Ordnung. Zum Prestigeturbo avancieren die Pappdeckel jedoch erst, sobald dort gut lesbar Stichwörter, wie „Streng vertraulich“, „Budgets“, „Mitarbeiter“ stehen. Botschaft: Hier arbeitet jemand mit Verantwortung und Herrschaftswissen.

  7. Auszeichnungen

    Trophäen dokumentieren vergangene Erfolge. Sei es für sportliche Siege oder besondere Leistungen im Job – Pokale & Co. reflektieren Zielstrebigkeit und Ehrgeiz, im Subtext aber auch, dass es sich hier um einen Gewinner handelt. Hinter dem Rücken platziert stärken sie Ihr Prestige sogar. Nichts ist so sexy wie Erfolg.

  8. Accessoires

    Hier entscheidet sowohl die Summe (Krimskrams wirkt verspielt, unordentlich, unfokussiert) als auch die Auswahl: Wertvolle Reisesouvenirs sowie wuchtige Stauten aus Fernost, werten jedes Arbeitsumfeld auf und rücken es in einen globalen Kontext. Zudem stehen sie für einen weltläufigen, neugierigen, vielleicht sogar abenteuerlustigen Bewohner. Aber Achtung: Nur Originale, zu denen Sie eine Geschichte erzählen können, wirken so. Deko-Accessoires aus dem Einrichtungshaus entlarven Sie Hundertsassa.

  9. Pflanzen

    Gepflegte, große Büropflanzen versinnbildlichen Sorgfalt und Wachstum, sie stehen aber auch für einen loyalen Mitarbeiter, der vorhat, länger zu bleiben: Er schlägt sprichwörtlich Wurzeln. Einen zusätzlich aufgeweckten Geist verkörpern sie aber nur, wenn Sie die typischen Büro-Staubfänger meiden: Gummibaum, Monstera oder die Grünlilie – auch als Sekretärinnenblume verspottet. Sie versprühen einfach nur Ideenlosigkeit und den Muff von Behörden.

  10. Schreibtisch

    Die Arbeitsfläche ist Projektionsfläche Nummer 1 und verrät am meisten über den Bürobewohner. Ob Chaot, Technik-Nerd oder Pedant mit exakt ausgerichtetem Mousepad – Besucher nehmen jede Kleinigkeiten wahr. Etwa, dass der Tischkalender noch den vergangenen Monat zeigt (planlos) oder dass die 10-Cent-Stifte das Logo eines Kunden zeigen (wertlos). Im schlimmsten Fall können sie gar die Kaffeeringe in Ihrem Becher zählen (achtlos).

  11. Utensilien

    Geschenkstifte haben auf dem Schreibtisch ebenso wenig verloren wie Kaffeetassen mit dem Logo vom Großkunden oder Stifthalter aus dem Baumarkt. Teure Füller, ein geschmackvolles Handy, wertvolle Tischunterlagen oder Stifthalter sind viel repräsentativer und drücken Wohlstand wie Wertorientierung aus. Aber: Kostspielige und dennoch zusammen gewürfelte Utensilien wirken protzig und oberflächlich. Nur wo alles zueinander passt und sich harmonisch in das Büro einfügt, beweist der Bewohner Stil und den Blick für das große Ganze.

  12. Computer

    Allenfalls Nerds interessieren sich für die Marke oder Leistungsstärke. Viel wichtiger ist die Ausrichtung: In den meisten Büros versperrt der Bildschirm den direkten Blick zum Gesprächspartner – und schafft damit eine räumliche Blockade. Hier schottet sich jemand ab. Wesentlich offener (und flexibler) wirken seitlich platzierte Laptops. Die können bei Besuch zudem zugeklappt werden.

  13. Post-Its

    So nützlich die gelben Haftzettel auch sind – zu viele davon gelten als Zeichen von Überforderung und Konfusion.

  14. Schmutz und Staub

    Zum Beispiel auf dem Telefon oder dem Adresskasten sind nicht nur ein Symbol für einen Saustall. Sie können ebenso einen Eigenbrötler andeuten, den niemand mehr anruft und der kaum Kontakte pflegt.

  15. Besprechungsecke

    Ein runder Tisch kann eine Barriere sein oder ein Ort, an dem zwei Menschen auf Augenhöhe begegnen. Sitzen Besucher tiefer oder schlechter als der Bürobewohner, wird automatisch Hierarchie aufgebaut. Gemütliche Loungemöbel in intensiven Farben wiederum strahlen sofort Wohnlichkeit aus – und somit eine nicht nur sachorientierte Unternehmenskultur.

  16. Süßigkeiten

    Eine Schale mit Süßigkeiten, etwa edle Schokoladentäfelchen, wirkt stets einladend. Sie repräsentiert aber auch einen extrovertierten, geselligen Charakter – ein Eigenbrötler würde nichts hinstellen, was andere verführt, sein Büro zu betreten.

  17. Möbel

    Beistelltische, Stühle und Boards dürfen individuell sein, um Kreativität und Dynamik ausdrücken sollen. Eine Leuchtreklame über der Tür, eine Espressomaschine auf dem Sideboard oder ein Regal aus alten Skateboards? Alles okay, solange es ein Akzent bleibt. Alles andere wäre aufdringlich und deutet eher eine Profilneurose an.

  18. Farben

    Sie lösen nicht nur Emotionen aus, sie verraten auch einiges über die Psyche eines Menschen. Die Assoziationen, die bestimmte Farben bewirken, sind bei vielen Menschen gleich – relativ unabhängig von Kultur, Alter oder Geschlecht. So steht etwa Rot für Selbstbewusstsein, Stärke, Vitalität, Leidenschaft, Dynamik, Konkurrenz; Blau strahlt Wohlbehagen, Ausgeglichenheit, Nachdenklichkeit und Bindung aus; Gelb steht für Freiheitsstreben, Neugier, Spontaneität und Offenheit; Grün für Selbstachtung, Ehrgefühl, Autorität und Geltungsanspruch; Schwarz symbolisiert Leitungswillen, Unnahbarkeit, Ernst, Intoleranz und Auflehnung; Braun dagegen Genuss, Sinnlichkeit, Sanftmut, aber auch Bequemlichkeit sowie Einfallslosigkeit.

Revierverhalten: Warum wir unseren Arbeitsplatz markieren

Revierverhalten: Warum wir unseren Arbeitsplatz markierenJeder Arbeitnehmer kolonialisiert früher oder später sein Büro. Erst wird der Computer-Desktop persönlich modifiziert, dann kommen ein paar Bilder auf den Schreibtisch, schließlich folgen Designobjekte oder Auszeichnungen, die im Raum verteilt werden.

Diese symbolischen Barrieren und klar abgegrenzten Einflussbereiche sind mehr als bloße Dekoration. Sie dienen dazu, ein Territorium zu markieren. Die Botschaft an Kollegen: Wer hier eindringt, betritt in einen semi-privaten Schutzraum…

Laut Studien des Organisationspsychologen Graham Brown gibt es vor allem drei Arten, sein berufliches Territorium (vorbeugend) zu markieren:

  • Kontrollmarken

    Mittels persönlichen Gegenständen wird ein Gebiet als schon besetzt gekennzeichnet. Dazu gehören Namensschilder an der Tür oder auf dem Schreibtisch, Aktenstapel und persönliche Posteingänge, Kleidungsstücke über dem Stuhl (auch in Meetingräumen) sowie Kaffeetassen mit persönlichen Motti.

  • Identitätsmarken

    Hierbei wird die Arbeitsumgebung umdekoriert, um ihr eine persönliche Note zu verleihen. Familienfotos auf dem Schreibtisch, Bilder an der Wand, Bücher im Regal, Kunst im Raum – all das soll die Individualität betonen. In jedem Fall drückt es etwas über den Charakter des Bürobewohners aus.

  • Verteidigungsmarken

    Um zu verhindern, dass andere den persönlichen Arbeitsraum in Beschlag nehmen, werden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: Schränke abgeschlossen, der PC per Passwort abgeschirmt, die Bürotür verriegelt. Selbst übermäßiges Chaos auf dem Schreibtisch kann im Endeffekt dazu dienen, dass andere das Territorium nutzen können.

Studien, wie etwa die von Eric Sundström, kommen zu dem Ergebnis, dass Mitarbeiter, die über einen individuell gestalteten, eigenen Arbeitsplatz verfügen, im Beruf mehr Verantwortung übernehmen. Womöglich ist es damit ebenso ein wesentlicher Motivationsfaktor.

Bemerkenswert daran ist auch, dass das Männern und Frauen hierbei keinesfalls gleich vorgehen. Laut Studien der türkischen Psychologin Pinar Dinc von der Gazi-Universität sehen Männer in ihren Büros vor allem ein Revier und Statussymbol: Lage, Größe, Anzahl der Fensterfronten, Ausstattung, Möblierung – all das sind für Männer wichtige Repräsentationsflächen und Ego-Spiegel. Entsprechend häufig seien in von Männern bewohnten Arbeitsräumen auch Trophäen (etwa von sportlichen Wettkämpfen), Auszeichnungen und Urkunden zu finden.

Ganz anders bei den Frauen: Die wollen mit ihren vier Wänden weniger Eindruck schinden, sondern vielmehr Kontakte pflegen. Entsprechend seien die Büros weiblicher Arbeitnehmer eher wie soziale Treffpunkte gestaltet, in denen man sich gemütlich zum Plausch (und nicht zum Bewundern) zurückziehen kann. Man könnte auch sagen, der Accessoire- und Krimskrams-Faktor ist in Frauenbüros um ein Vielfaches höher.

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Über den Schreibtisch wandern Papierdünen, den Bildschirm überwuchern Merkzettel, die Wände zeigen Abstürze auf zwielichtigen Partys: Das eigene Büro verrät viel über die Motivation, Arbeitsweise und die Persönlichkeit des Bewohners. Oder frei nach dem Psychotherapeuten Paul Watzlawick: Sie können Ihr Büro nicht davon abhalten, zu kommunizieren…

Raumpsychologie: Du bist dein Büro

All diese Indizien der Raumpsychologie nimmt jeder von uns unbewusst und binnen Bruchteilen von Sekunden wahr, wenn er einen fremden Raum betritt. So schickte der US-Psychologe Samuel Gosling von der Universität Austin-Texas Probanden in die Büros wildfremder Leute. Nach dem Besuch sollten sie den Charakter des abwesenden Bewohners einschätzen – und kamen der Wirklichkeit erstaunlich nahe.

Dabei beurteilten sie die Besitzer lediglich anhand ihrer Kaffeetassen, Papierstapel und Drehstühle sogar treffender als deren beste Freunde, wie das Kontrollexperiment zeigte.

Nach zehn Jahren Forschung ist Gosling überzeugt:

Die Art, wie wir unsere Umgebung gestalten, spiegelt unser Inneres wider.

Die Botschaften sind zwar teilweise banal – dafür wirken sie fundamental:

  • Wer etwa viele Bücher im Schrank stehen hat, erscheint gebildet, weise, smart – auch wenn die Bände ungelesen sind.
  • Wer Bilder aktuell angesagter Künstler an seine Wand hängt, wirkt kreativer und lebensfroher als der Kollege im kahlen Nachbarzimmer.
  • Ein imposanter Schreibtischstuhl macht selbst Subordinierte mächtiger.
  • Und wer im Büro Filofax, Telefon, Uhr und Laptop stets im Blick hat, scheint bestens organisiert – allerdings nur, wenn er auch daran denkt, in den zur Schau gestellten Kalender ein paar Termine einzutragen.

Kurzum: Gewissenhaftigkeit oder wie aufgeräumt ein Arbeitnehmer ist, wird in der Arbeitswabe genauso sichtbar, wie dessen Verbundenheit zu dem Unternehmen und Leidenschaft für seinen Job. So strahlen eine Partyfoto-Kollektion oder eine Voodoo-Puppe, die dem Chef verdächtig ähnlich sieht, wohl kaum Loyalität oder Diskretion aus. Und die Spielzeugsammlung aus Ü-Eiern sagt eben auch nur: Hier haust ein Eierkopp.

Raumpsychologie: Nutzen Sie die Kulisse richtig

Kluge Insassen nutzen die subtilen Signale der Boards, Bilder und Bücher umso mehr für eine gelungene Inszenierung – und für die Karriere. Die britische Verhaltenspsychologin Donna Dawson sagt zum Beispiel:

Sobald jemand verstanden hat, dass er den Eindruck, den sein Büro hinterlässt, auch manipulieren kann, kann er Botschaften senden, die über das hinaus gehen, was er tatsächlich ist.

Nahezu 90 Prozent der amerikanischen Arbeitnehmer personalisieren ihre Büros oder Cubicals, so Raumpsychologie-Untersuchungen der Eastern Kentucky Universität.

Für Deutschland liegen zwar keine vergleichbaren Studien vor, aber das Ergebnis dürfte ähnlich ausfallen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich:

  • In den meisten Fällen dient das Dekor zusätzlichem Komfort. Umgeben von vertrauten Dingen fühlen sich Arbeitnehmer automatisch wohler und sind dadurch meist produktiver.
  • Zugleich markieren die persönlichen Gegenstände eine Art Territorium. Wer hier eindringt, betritt in einen privaten Schutzraum (siehe Kasten unten).

Jeder Raum enthält laut Gosling zwei grundsätzliche Objekttypen:

  • Identitätskörper, die der Bewohner bewusst dort drapiert hat und mit denen er sich ausdrücken will, wie etwa Bilder, Schmuckstücke oder Trophäen – und
  • Verhaltensrückstände, die unbewusst Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zulassen, wie etwa ein vollgekritzelter Tischkalender oder schlicht Unordnung.

Im Arbeitsumfeld spricht sogar das Ausmaß der Personalisierung selbst Bände: Je wohnlicher das Zimmer, desto größer das Wohlfühlbedürfnis des Mitarbeiters, desto mehr fühlt er sich dort aber auch zuhause. Das Büro avanciert zum Heim.

Ein gut bestücktes Bücherregal, bestehend aus Fachliteratur und Lexika, etwa unterstreicht unaufdringlich Fachwissen. Auch Weltkarten, das Firmenlogo oder Auszeichnungen können ein starkes Backing abgeben – allerdings nur, wenn die davor sitzende Person diesen Anspruch halten kann. Soll heißen: Finger weg von der Weltkarte, wenn Ihr Unternehmen gerade erst die Expansion ins Nachbarland plant.

Am ungünstigsten sitzt übrigens, wer ein Fenster im Rücken hat: Hier wird der Blick zu sehr abgelenkt und schlechtes Wetter draußen rückt den Bewohner drinnen immer in ein fahles Licht. Abhilfe schaffen dagegen buschige Pflanzen und wuchtige Deko-Accessoires, wie Statuen auf dem Fensterbrett.

Raumpsychologie: Was die Büroausstattung über Sie verrät

Welche Ausstattungsoptionen Sie noch haben und was diese über Sie verraten – oder wie sie diese für sich nutzen:

  1. Deckenhöhe

    Nach der Regel – je mehr Raum, desto wichtiger der Bewohner – fördert eine hohe Zimmerdecke den Status. Und mehr: Die Raumhöhe begünstigt sogar bessere Ideen, wollen die US-Psychologen Joan Meyers-Levy und Juliet Zhu herausgefunden haben. Allerdings schränkten sie ein: Vorteile bringen hohe Decken nur bei Freiarbeiten, wie Brainstorming. Wenn es darum geht, die Innovationen konkret werden zu lassen, sind niedrige Decken besser.

  2. Wandkunst

    Managerbüros sind heute voll mit abstrakten Bildern zeitgenössischer Künstler, um Offenheit, Dynamik und frisches Denken zu dokumentieren. Mittelständler hängen auch schon mal Ahnenporträts hinter den Schreibtisch. Das soll Verlässlichkeit und Tradition ausdrücken. Wandschmuck gibt jedem Auftritt den passenden Hintergrund. Je größer der Rahmen, desto elitärer die Wirkung. Wer den Stil seiner Zieletage anpasst, teilt mit, wo er sich in der Hierarchie sieht. Er kann aber auch eine eigene Form wählen, um Individualität und Kreativität zu betonen. Nur sollte das dezent geschehen. Ist das Gemälde teuerer als das vom Chef oder verstößt es gegen herrschende Normen, gilt man schnell als Prahlhans oder Querulant.

  3. Familienfotos

    Für einige Psychologen sind sie Statussymbole, insbesondere Bilder von vielen Kindern. Für andere reflektieren sie ein schlechtes Gewissen: Wenn einer schon viel Zeit im Büro verbringt, will er wenigstens ab und zu an seine Lieben daheim denken. Einigkeit herrscht jedoch bei der Interpretation der Richtung, in welche die Bilder blicken: Schauen sie in Richtung Besucher, sind sie mehrheitlich Statussymbole; hat der Büroinsasse sie stets im Blick, dienen sie einem persönlichen Zweck.

  4. Kinderbilder

    Alles, was Kinder gemalt haben, strahlt Wärme aus. Kinder stehen für Fürsorge, Verantwortung und Verlässlichkeit. Aber auch für Simplizität und jemanden, der nicht nur Zahlen und den schnöden Mammon im Sinn hat. Kurz: für Vertrauenswürdigkeit und andere positive Attribute. Kinderlose Profis besorgen sich deshalb gerne ein paar selbstgemalte Bilder von ihren Nichten, Neffen oder Patenkindern. Für alle die privaten Wandbilder gilt jedoch: Sie müssen gerahmt sein. Mit Tesa oder Klebepunkten befestigte Lose-Blatt-Sammlungen symbolisieren Liederlichkeit und Wankelmut.

  5. Bücher

    Literatur sagt Besuchern, womit sich der Büroinsasse beschäftigt und was ihn interessiert. Poesie oder Kunstbände symbolisieren einen kreativen Charakter, Fachbücher und Lexika weisen Sie als Experten aus. Um jedoch nicht als Fachidiot dazustehen, sollten Sie Ihr Sortiment durch repräsentative Bildbände oder Promi-Biografien ergänzen. Titel wie „Nieten in Nadelstreifen“, „Hass auf den Chef“ oder „Endlich aussteigen“ gehören nicht ins Büro.

  6. Aktenordner

    Oberflächlich stehen sie, wie der Name schon sagt, für Struktur und Ordnung. Zum Prestigeturbo avancieren die Pappdeckel jedoch erst, sobald dort gut lesbar Stichwörter, wie „Streng vertraulich“, „Budgets“, „Mitarbeiter“ stehen. Botschaft: Hier arbeitet jemand mit Verantwortung und Herrschaftswissen.

  7. Auszeichnungen

    Trophäen dokumentieren vergangene Erfolge. Sei es für sportliche Siege oder besondere Leistungen im Job – Pokale & Co. reflektieren Zielstrebigkeit und Ehrgeiz, im Subtext aber auch, dass es sich hier um einen Gewinner handelt. Hinter dem Rücken platziert stärken sie Ihr Prestige sogar. Nichts ist so sexy wie Erfolg.

  8. Accessoires

    Hier entscheidet sowohl die Summe (Krimskrams wirkt verspielt, unordentlich, unfokussiert) als auch die Auswahl: Wertvolle Reisesouvenirs sowie wuchtige Stauten aus Fernost, werten jedes Arbeitsumfeld auf und rücken es in einen globalen Kontext. Zudem stehen sie für einen weltläufigen, neugierigen, vielleicht sogar abenteuerlustigen Bewohner. Aber Achtung: Nur Originale, zu denen Sie eine Geschichte erzählen können, wirken so. Deko-Accessoires aus dem Einrichtungshaus entlarven Sie Hundertsassa.

  9. Pflanzen

    Gepflegte, große Büropflanzen versinnbildlichen Sorgfalt und Wachstum, sie stehen aber auch für einen loyalen Mitarbeiter, der vorhat, länger zu bleiben: Er schlägt sprichwörtlich Wurzeln. Einen zusätzlich aufgeweckten Geist verkörpern sie aber nur, wenn Sie die typischen Büro-Staubfänger meiden: Gummibaum, Monstera oder die Grünlilie – auch als Sekretärinnenblume verspottet. Sie versprühen einfach nur Ideenlosigkeit und den Muff von Behörden.

  10. Schreibtisch

    Die Arbeitsfläche ist Projektionsfläche Nummer 1 und verrät am meisten über den Bürobewohner. Ob Chaot, Technik-Nerd oder Pedant mit exakt ausgerichtetem Mousepad – Besucher nehmen jede Kleinigkeiten wahr. Etwa, dass der Tischkalender noch den vergangenen Monat zeigt (planlos) oder dass die 10-Cent-Stifte das Logo eines Kunden zeigen (wertlos). Im schlimmsten Fall können sie gar die Kaffeeringe in Ihrem Becher zählen (achtlos).

  11. Utensilien

    Geschenkstifte haben auf dem Schreibtisch ebenso wenig verloren wie Kaffeetassen mit dem Logo vom Großkunden oder Stifthalter aus dem Baumarkt. Teure Füller, ein geschmackvolles Handy, wertvolle Tischunterlagen oder Stifthalter sind viel repräsentativer und drücken Wohlstand wie Wertorientierung aus. Aber: Kostspielige und dennoch zusammen gewürfelte Utensilien wirken protzig und oberflächlich. Nur wo alles zueinander passt und sich harmonisch in das Büro einfügt, beweist der Bewohner Stil und den Blick für das große Ganze.

  12. Computer

    Allenfalls Nerds interessieren sich für die Marke oder Leistungsstärke. Viel wichtiger ist die Ausrichtung: In den meisten Büros versperrt der Bildschirm den direkten Blick zum Gesprächspartner – und schafft damit eine räumliche Blockade. Hier schottet sich jemand ab. Wesentlich offener (und flexibler) wirken seitlich platzierte Laptops. Die können bei Besuch zudem zugeklappt werden.

  13. Post-Its

    So nützlich die gelben Haftzettel auch sind – zu viele davon gelten als Zeichen von Überforderung und Konfusion.

  14. Schmutz und Staub

    Zum Beispiel auf dem Telefon oder dem Adresskasten sind nicht nur ein Symbol für einen Saustall. Sie können ebenso einen Eigenbrötler andeuten, den niemand mehr anruft und der kaum Kontakte pflegt.

  15. Besprechungsecke

    Ein runder Tisch kann eine Barriere sein oder ein Ort, an dem zwei Menschen auf Augenhöhe begegnen. Sitzen Besucher tiefer oder schlechter als der Bürobewohner, wird automatisch Hierarchie aufgebaut. Gemütliche Loungemöbel in intensiven Farben wiederum strahlen sofort Wohnlichkeit aus – und somit eine nicht nur sachorientierte Unternehmenskultur.

  16. Süßigkeiten

    Eine Schale mit Süßigkeiten, etwa edle Schokoladentäfelchen, wirkt stets einladend. Sie repräsentiert aber auch einen extrovertierten, geselligen Charakter – ein Eigenbrötler würde nichts hinstellen, was andere verführt, sein Büro zu betreten.

  17. Möbel

    Beistelltische, Stühle und Boards dürfen individuell sein, um Kreativität und Dynamik ausdrücken sollen. Eine Leuchtreklame über der Tür, eine Espressomaschine auf dem Sideboard oder ein Regal aus alten Skateboards? Alles okay, solange es ein Akzent bleibt. Alles andere wäre aufdringlich und deutet eher eine Profilneurose an.

  18. Farben

    Sie lösen nicht nur Emotionen aus, sie verraten auch einiges über die Psyche eines Menschen. Die Assoziationen, die bestimmte Farben bewirken, sind bei vielen Menschen gleich – relativ unabhängig von Kultur, Alter oder Geschlecht. So steht etwa Rot für Selbstbewusstsein, Stärke, Vitalität, Leidenschaft, Dynamik, Konkurrenz; Blau strahlt Wohlbehagen, Ausgeglichenheit, Nachdenklichkeit und Bindung aus; Gelb steht für Freiheitsstreben, Neugier, Spontaneität und Offenheit; Grün für Selbstachtung, Ehrgefühl, Autorität und Geltungsanspruch; Schwarz symbolisiert Leitungswillen, Unnahbarkeit, Ernst, Intoleranz und Auflehnung; Braun dagegen Genuss, Sinnlichkeit, Sanftmut, aber auch Bequemlichkeit sowie Einfallslosigkeit.

Revierverhalten: Warum wir unseren Arbeitsplatz markieren

Revierverhalten: Warum wir unseren Arbeitsplatz markierenJeder Arbeitnehmer kolonialisiert früher oder später sein Büro. Erst wird der Computer-Desktop persönlich modifiziert, dann kommen ein paar Bilder auf den Schreibtisch, schließlich folgen Designobjekte oder Auszeichnungen, die im Raum verteilt werden.

Diese symbolischen Barrieren und klar abgegrenzten Einflussbereiche sind mehr als bloße Dekoration. Sie dienen dazu, ein Territorium zu markieren. Die Botschaft an Kollegen: Wer hier eindringt, betritt in einen semi-privaten Schutzraum…

Laut Studien des Organisationspsychologen Graham Brown gibt es vor allem drei Arten, sein berufliches Territorium (vorbeugend) zu markieren:

  • Kontrollmarken

    Mittels persönlichen Gegenständen wird ein Gebiet als schon besetzt gekennzeichnet. Dazu gehören Namensschilder an der Tür oder auf dem Schreibtisch, Aktenstapel und persönliche Posteingänge, Kleidungsstücke über dem Stuhl (auch in Meetingräumen) sowie Kaffeetassen mit persönlichen Motti.

  • Identitätsmarken

    Hierbei wird die Arbeitsumgebung umdekoriert, um ihr eine persönliche Note zu verleihen. Familienfotos auf dem Schreibtisch, Bilder an der Wand, Bücher im Regal, Kunst im Raum – all das soll die Individualität betonen. In jedem Fall drückt es etwas über den Charakter des Bürobewohners aus.

  • Verteidigungsmarken

    Um zu verhindern, dass andere den persönlichen Arbeitsraum in Beschlag nehmen, werden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: Schränke abgeschlossen, der PC per Passwort abgeschirmt, die Bürotür verriegelt. Selbst übermäßiges Chaos auf dem Schreibtisch kann im Endeffekt dazu dienen, dass andere das Territorium nutzen können.

Studien, wie etwa die von Eric Sundström, kommen zu dem Ergebnis, dass Mitarbeiter, die über einen individuell gestalteten, eigenen Arbeitsplatz verfügen, im Beruf mehr Verantwortung übernehmen. Womöglich ist es damit ebenso ein wesentlicher Motivationsfaktor.

Bemerkenswert daran ist auch, dass das Männern und Frauen hierbei keinesfalls gleich vorgehen. Laut Studien der türkischen Psychologin Pinar Dinc von der Gazi-Universität sehen Männer in ihren Büros vor allem ein Revier und Statussymbol: Lage, Größe, Anzahl der Fensterfronten, Ausstattung, Möblierung – all das sind für Männer wichtige Repräsentationsflächen und Ego-Spiegel. Entsprechend häufig seien in von Männern bewohnten Arbeitsräumen auch Trophäen (etwa von sportlichen Wettkämpfen), Auszeichnungen und Urkunden zu finden.

Ganz anders bei den Frauen: Die wollen mit ihren vier Wänden weniger Eindruck schinden, sondern vielmehr Kontakte pflegen. Entsprechend seien die Büros weiblicher Arbeitnehmer eher wie soziale Treffpunkte gestaltet, in denen man sich gemütlich zum Plausch (und nicht zum Bewundern) zurückziehen kann. Man könnte auch sagen, der Accessoire- und Krimskrams-Faktor ist in Frauenbüros um ein Vielfaches höher.

Was andere Leser noch gelesen haben

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Schlafhygiene: 9 Tipps und Regeln für gesunden Schlaf https://karrierebibel.de/schlafhygiene/ Fri, 17 Jan 2020 17:00:08 +0000 Nils Warkentin https://karrierebibel.de/?p=121571

Wie wichtig guter und erholsamer Schlaf ist, weiß jeder, der sich an die letzte unruhige oder viel zu kurze Nacht erinnert. Leider achten trotzdem nur wenige auf ihre Schlafhygiene. Auch das ist ein Grund, warum Studien zufolge viele Menschen und Schlafstörungen leiden. Oft fehlt es am Bewusstsein für eine gesunde Schlafhygiene – Schlaf ist schließlich ganz natürlich, doch ist eine gute Nachtruhe längst keine Selbstverständlichkeit. Zum Glück können Sie an Ihrer Schlafhygiene arbeiten. Hier erfahren Sie, was sich hinter dem Begriff der Schlafhygiene verbirgt und mit welchen Tipps und Regeln Sie Ihre Schlafhygiene verbessern können, um endlich einen gesunden Schlaf zu haben…

Definition: Was bedeutet Schlafhygiene?

Schlafhygiene Definition Bedeutung Tipps Kinder Schlaf FernseherBei der Schlafhygiene geht es in erster Linie nicht um Hygiene im Sinne von Sauberkeit oder Reinheit, wie sie beispielsweise in Krankenhäusern praktiziert wird, um Ansteckungen zu vermeiden. Wenn Sie eine bessere Schlafhygiene betreiben wollen, bedeutet das also nicht, dass Sie Ihr Schlafzimmer aufräumen, das Bett neu beziehen oder für Ordnung sorgen – obwohl das natürlich auch nicht schaden kann.

Vielmehr beschreibt Schlafhygiene alle Bedingungen, Verhalten und Maßnahmen, die den gesunden und erholsamen Schlaf eines Menschen fördern. Von Schlafhygiene wird gesprochen, wenn Sie gezielt die Voraussetzungen für guten Schlaf schaffen und Ihre Gewohnheiten daran anpassen.

Ziel einer ausgeprägten Schlafhygiene ist die Bekämpfung von Schlafstörungen, womit sowohl Probleme beim Einschlafen als auch beim Durchschlafen gemeint sind. Untersuchungen zufolge sind davon mindestens 30 Prozent der Deutschen betroffen, die Bedeutung der Schlafhygiene wächst seit Jahren.

Schlafhygiene bei Kindern

Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder benötigen eine gute Schlafhygiene. Die Zahlen gehen hier etwas auseinander, doch gehen einige Studien davon aus, dass bis zu 25 Prozent der Kinder unter regelmäßigen und anhaltenden Schlafstörungen leiden.

Regelmaessiger Schlaf Schlafdauer Schlafmenge Grafik

Vor allem Einschlafstörungen sind dabei verbreitet, wodurch der Schlaf bei Kindern verzögert und verkürzt wird. Teilweise dauert es eine Stunde oder länger, bis Kinder endlich in den Schlaf finden. Das Resultat: Am nächsten Tag herrscht Müdigkeit, Kinder reagieren häufiger gereizt und sind launisch – ganz so, wie auch Erwachsene reagieren, wenn sie übermüdet sind.

Experten empfehlen deshalb, bereits bei Kindern auf eine gesunde Schlafhygiene zu achten. Das ist nicht immer leicht, da Kinder besondere Bedürfnisse haben, doch einige der Tipps und Regeln für bessere Schlafhygiene lassen sich bereits im Kindesalter nutzen.

Vorteile: Darum ist Schlafhygiene so wichtig

Schlafhygiene Vorteile Kinder Baby Tipps Regeln SchlafDer offensichtliche Vorteil einer funktionierenden Schlafhygiene liegt auf der Hand: Sie wälzen sich nicht mehr stundenlang im Bett herum, die Nächte werden nicht mehr zur Qual und natürlich sind Sie auch nicht mehr so müde, wenn Sie gut und erholsam schlafen.

Eine gesunde Schlafhygiene wirkt aber weitreichender, als nur die Müdigkeit zu beenden. Fehlender und ungesunder Schlaf macht sich in vielen Bereichen bemerkbar und kann ernste Konsequenzen haben. Umso größer sind die Vorteile einer funktionierenden Schlafhygiene:

  • Sie beugen Depressionen vor

    Schlechter Schlaf wirkt sich nachhaltig auf die psychische Gesundheit aus und kann zu ernsthaften Erkrankungen führen. Das Risiko, an einer Depression oder einer anderen psychischen Krankheit zu leiden, steigt bei Menschen mit Schlafstörungen um bis zu 50 Prozent. Als Ursache vermuten Wissenschaftler entweder die anhaltende Erschöpfung und vermehrte Produktion von Stresshormonen – oder das Gefühl der eigenen Hilflosigkeit, das die Psyche belastet.

  • Sie schützen Ihr Herz-Kreislauf-System

    Auch der Körper leidet, wenn er nicht ausreichend Schlaf bekommt. Betroffene sind häufiger krank und anfälliger für Ansteckungen. Noch schlimmer: Das Risiko für lebensbedrohliche Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems steigt deutlich an. Mit einer gesunden Schlafhygiene können Sie deshalb einem Herzinfarkt oder Schlafanfall vorbeugen.

  • Sie vermeiden Stimmungsschwankungen

    Jeder kennt es: Wer müde ist, kann unausstehlich sein. Man reagiert schon auf Kleinigkeiten gereizt, hat sich selbst nicht im Griff und durchläuft zahlreiche Stimmungsschwankungen. Wenn Sie dank der Schlafhygiene besser durchschlafen, sind Sie ausgeglichener und können Ihre Launen kontrollieren.

  • Sie reduzieren Fehler

    Müdigkeit und Erschöpfung erschweren die Konzentration und steigern die Fehlerquote. Es schleichen sich Flüchtigkeitsfehler ein, die Ihnen ansonsten nicht passieren würden. Je besser Sie schlafen, desto konzentrierter sind Sie – und desto weniger Fehler machen Sie bei der Arbeit.

Tipps und Regeln für eine bessere Schlafhygiene

Die gute Nachricht: Eine gute und gesunde Schlafhygiene lässt sich lernen und ist keine Raketenwissenschaft. Sie erfordert in erster Linie Disziplin, um sich an einige Vorgaben zu halten und die Bereitschaft, bisherige Gewohnheiten zu ändern.

Um Ihnen bei einer besseren Schlafhygiene zu helfen, zeigen wir 9 Tipps und Regeln, an die Sie sich halten sollten, um die Bedingungen für gesunden Schlaf zu schaffen:

  • Halten Sie feste Zeiten ein

    Kinder und Erwachsene sollten feste Schlafenszeiten haben. Wer jeden Tag zu einer anderen Zeit ins Bett geht, bringt den Rhythmus vollkommen durcheinander. Legen Sie eine konkrete Zeit fest, zu der Sie Schlafen gehen und weichen Sie davon so wenig wie möglich ab. Dies gilt ebenso für das Aufstehen am nächsten Morgen. Durch die festen Zeiten entsteht ein gleichbleibender Rhythmus, auf den sich Ihr Körper einstellen kann.

    Wichtig ist, dass diese Zeiten auch am Wochenende oder im Urlaub möglichst beibehalten werden.

  • Etablieren Sie ein Ritual

    Zur Schlafhygiene sollte in jedem Fall ein Ritual vor dem Einschlafen gehören. Ziehen Sie sich beispielsweise den Schlafanzug an, schreiben Sie auf, was tagsüber passiert ist, putzen Sie sich die Zähne, schalten dann alle Lichter aus und gehen anschließend ins Bett. Diesen Ablauf behalten Sie jeden Abend bei und wiederholen ihn als Abendroutine vor dem Schlafen.

    Ein solches Ritual kann beim Einschlafen helfen, weshalb es auch zur Schlafhygiene von Kindern zählen sollte. Hier kann zum Beispiel nach dem Zähneputzen noch ein wenig vorgelesen werden, bevor gemeinsam das Licht zum Schlafen ausgemacht wird.

  • Trinken Sie keinen Alkohol oder koffeinhaltige Getränke

    Alkohol kann vielleicht beim Einschlafen helfen, doch ist dies weder gesunder noch guter Schlaf. Wer Alkohol getrunken hat, wird häufiger wach und fühlt sich am nächsten Morgen weniger erholt – selbst bei kleineren Mengen Alkohol. Sie müssen deshalb nicht auf ein Glas Wein verzichten, doch sollte dies nicht zu spät am Abend sein.

    Wie stark Sie auf Koffein reagieren, müssen Sie selbst herausfinden, je nach Schlafenszeit sollten Sie jedoch spätestens gegen 17 Uhr das letzte Mal Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen. Ansonsten riskieren Sie, dass die Wirkung Sie vom Schlafen abhält.

  • Essen Sie nicht zu spät oder zu viel

    Mit vollem Magen fällt das Einschlafen sehr schwer. Die letzte große Mahlzeit sollte deshalb drei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen eingenommen werden.

    Hungrig sollten Sie auf der anderen Seite auch nicht ins Bett gehen. Ein knurrender Magen wirkt sich ebenfalls negativ auf das Schlafverhalten aus. Helfen kann etwa ein kleiner Snack kurz vor dem Schlafen – am besten leicht verdauliche Nahrungsmittel wie eine Banane.

  • Strengen Sie sich am Abend nicht übermäßig an

    Sport und körperliche Bewegung sind wichtig und können zur Schlafhygiene beitragen. Wer tagsüber aktiv war, ist abends müde und schläft schneller ein. Die großen Anstrengungen sollten jedoch nicht spät am Abend passieren.

    Durch die körperliche Aktivität werden Stresshormone ausgeschüttet und das Nervensystem angeregt. Sie befinden sich sozusagen in einem Zustand erhöhter Aufmerksam- und Leistungsfähigkeit. Es kann mehrere Stunden dauern, bis der Körper wieder im Ruhezustand angekommen ist – und Sie entspannt einschlafen können.

  • Vermeiden Sie helles Licht

    Helles Licht ist für den Körper ein Signal, dass es an der Zeit ist, wach zu werden. Am Abend sollten Sie deshalb das Licht dimmen. Bei Dunkelheit wird vermehrt das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet und Sie auf eine erholsame Nacht vorbereitet.

    Dies gilt auch, wenn Sie nachts wach werden. Versuchen Sie, auf dem Weg zur Toilette helles Licht zu vermeiden. So können Sie im Anschluss leichter wieder einschlafen.

  • Sorgen Sie vor dem Schlafen für Entspannung

    Bevor Sie Schlafen, müssen Sie zur Ruhe kommen. Wer aufgewühlt ist oder angestrengt grübelt, liegt meist nur lange wach und wälzt sich von einer Seite auf die andere.

    Hier können Entspannungsübungen helfen, um die innere Unruhe abzubauen. Auch Lesen hilft, um vor dem Schlafen die Gedanken zu beruhigen und entspannt einzuschlafen.

  • Schauen Sie nicht auf die Uhr

    Egal, ob Sie noch nicht eingeschlafen sind oder nachts wach werden: Schauen Sie nicht auf die Uhr, um zu wissen, wie spät es ist. Das erzeugt nur unnötigen Druck und macht schlechte Gedanken. Ich bin immer noch nicht eingeschlafen… oder Gleich muss ich schon wieder aufstehen… Das trägt nicht zur Schlafhygiene bei.

  • Bleiben Sie morgens nicht wach im Bett liegen

    Es mag gemütlich sein, doch sollten Sie morgens nicht noch lange im Bett liegen bleiben. Besser ist es, kurz nach dem Wachwerden aufzustehen. Nun ist es an der Zeit, das Licht anzumachen und den Körper wieder in Schwung zu bringen.

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Wie wichtig guter und erholsamer Schlaf ist, weiß jeder, der sich an die letzte unruhige oder viel zu kurze Nacht erinnert. Leider achten trotzdem nur wenige auf ihre Schlafhygiene. Auch das ist ein Grund, warum Studien zufolge viele Menschen und Schlafstörungen leiden. Oft fehlt es am Bewusstsein für eine gesunde Schlafhygiene – Schlaf ist schließlich ganz natürlich, doch ist eine gute Nachtruhe längst keine Selbstverständlichkeit. Zum Glück können Sie an Ihrer Schlafhygiene arbeiten. Hier erfahren Sie, was sich hinter dem Begriff der Schlafhygiene verbirgt und mit welchen Tipps und Regeln Sie Ihre Schlafhygiene verbessern können, um endlich einen gesunden Schlaf zu haben…

Definition: Was bedeutet Schlafhygiene?

Schlafhygiene Definition Bedeutung Tipps Kinder Schlaf FernseherBei der Schlafhygiene geht es in erster Linie nicht um Hygiene im Sinne von Sauberkeit oder Reinheit, wie sie beispielsweise in Krankenhäusern praktiziert wird, um Ansteckungen zu vermeiden. Wenn Sie eine bessere Schlafhygiene betreiben wollen, bedeutet das also nicht, dass Sie Ihr Schlafzimmer aufräumen, das Bett neu beziehen oder für Ordnung sorgen – obwohl das natürlich auch nicht schaden kann.

Vielmehr beschreibt Schlafhygiene alle Bedingungen, Verhalten und Maßnahmen, die den gesunden und erholsamen Schlaf eines Menschen fördern. Von Schlafhygiene wird gesprochen, wenn Sie gezielt die Voraussetzungen für guten Schlaf schaffen und Ihre Gewohnheiten daran anpassen.

Ziel einer ausgeprägten Schlafhygiene ist die Bekämpfung von Schlafstörungen, womit sowohl Probleme beim Einschlafen als auch beim Durchschlafen gemeint sind. Untersuchungen zufolge sind davon mindestens 30 Prozent der Deutschen betroffen, die Bedeutung der Schlafhygiene wächst seit Jahren.

Schlafhygiene bei Kindern

Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder benötigen eine gute Schlafhygiene. Die Zahlen gehen hier etwas auseinander, doch gehen einige Studien davon aus, dass bis zu 25 Prozent der Kinder unter regelmäßigen und anhaltenden Schlafstörungen leiden.

Regelmaessiger Schlaf Schlafdauer Schlafmenge Grafik

Vor allem Einschlafstörungen sind dabei verbreitet, wodurch der Schlaf bei Kindern verzögert und verkürzt wird. Teilweise dauert es eine Stunde oder länger, bis Kinder endlich in den Schlaf finden. Das Resultat: Am nächsten Tag herrscht Müdigkeit, Kinder reagieren häufiger gereizt und sind launisch – ganz so, wie auch Erwachsene reagieren, wenn sie übermüdet sind.

Experten empfehlen deshalb, bereits bei Kindern auf eine gesunde Schlafhygiene zu achten. Das ist nicht immer leicht, da Kinder besondere Bedürfnisse haben, doch einige der Tipps und Regeln für bessere Schlafhygiene lassen sich bereits im Kindesalter nutzen.

Vorteile: Darum ist Schlafhygiene so wichtig

Schlafhygiene Vorteile Kinder Baby Tipps Regeln SchlafDer offensichtliche Vorteil einer funktionierenden Schlafhygiene liegt auf der Hand: Sie wälzen sich nicht mehr stundenlang im Bett herum, die Nächte werden nicht mehr zur Qual und natürlich sind Sie auch nicht mehr so müde, wenn Sie gut und erholsam schlafen.

Eine gesunde Schlafhygiene wirkt aber weitreichender, als nur die Müdigkeit zu beenden. Fehlender und ungesunder Schlaf macht sich in vielen Bereichen bemerkbar und kann ernste Konsequenzen haben. Umso größer sind die Vorteile einer funktionierenden Schlafhygiene:

  • Sie beugen Depressionen vor

    Schlechter Schlaf wirkt sich nachhaltig auf die psychische Gesundheit aus und kann zu ernsthaften Erkrankungen führen. Das Risiko, an einer Depression oder einer anderen psychischen Krankheit zu leiden, steigt bei Menschen mit Schlafstörungen um bis zu 50 Prozent. Als Ursache vermuten Wissenschaftler entweder die anhaltende Erschöpfung und vermehrte Produktion von Stresshormonen – oder das Gefühl der eigenen Hilflosigkeit, das die Psyche belastet.

  • Sie schützen Ihr Herz-Kreislauf-System

    Auch der Körper leidet, wenn er nicht ausreichend Schlaf bekommt. Betroffene sind häufiger krank und anfälliger für Ansteckungen. Noch schlimmer: Das Risiko für lebensbedrohliche Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems steigt deutlich an. Mit einer gesunden Schlafhygiene können Sie deshalb einem Herzinfarkt oder Schlafanfall vorbeugen.

  • Sie vermeiden Stimmungsschwankungen

    Jeder kennt es: Wer müde ist, kann unausstehlich sein. Man reagiert schon auf Kleinigkeiten gereizt, hat sich selbst nicht im Griff und durchläuft zahlreiche Stimmungsschwankungen. Wenn Sie dank der Schlafhygiene besser durchschlafen, sind Sie ausgeglichener und können Ihre Launen kontrollieren.

  • Sie reduzieren Fehler

    Müdigkeit und Erschöpfung erschweren die Konzentration und steigern die Fehlerquote. Es schleichen sich Flüchtigkeitsfehler ein, die Ihnen ansonsten nicht passieren würden. Je besser Sie schlafen, desto konzentrierter sind Sie – und desto weniger Fehler machen Sie bei der Arbeit.

Tipps und Regeln für eine bessere Schlafhygiene

Die gute Nachricht: Eine gute und gesunde Schlafhygiene lässt sich lernen und ist keine Raketenwissenschaft. Sie erfordert in erster Linie Disziplin, um sich an einige Vorgaben zu halten und die Bereitschaft, bisherige Gewohnheiten zu ändern.

Um Ihnen bei einer besseren Schlafhygiene zu helfen, zeigen wir 9 Tipps und Regeln, an die Sie sich halten sollten, um die Bedingungen für gesunden Schlaf zu schaffen:

  • Halten Sie feste Zeiten ein

    Kinder und Erwachsene sollten feste Schlafenszeiten haben. Wer jeden Tag zu einer anderen Zeit ins Bett geht, bringt den Rhythmus vollkommen durcheinander. Legen Sie eine konkrete Zeit fest, zu der Sie Schlafen gehen und weichen Sie davon so wenig wie möglich ab. Dies gilt ebenso für das Aufstehen am nächsten Morgen. Durch die festen Zeiten entsteht ein gleichbleibender Rhythmus, auf den sich Ihr Körper einstellen kann.

    Wichtig ist, dass diese Zeiten auch am Wochenende oder im Urlaub möglichst beibehalten werden.

  • Etablieren Sie ein Ritual

    Zur Schlafhygiene sollte in jedem Fall ein Ritual vor dem Einschlafen gehören. Ziehen Sie sich beispielsweise den Schlafanzug an, schreiben Sie auf, was tagsüber passiert ist, putzen Sie sich die Zähne, schalten dann alle Lichter aus und gehen anschließend ins Bett. Diesen Ablauf behalten Sie jeden Abend bei und wiederholen ihn als Abendroutine vor dem Schlafen.

    Ein solches Ritual kann beim Einschlafen helfen, weshalb es auch zur Schlafhygiene von Kindern zählen sollte. Hier kann zum Beispiel nach dem Zähneputzen noch ein wenig vorgelesen werden, bevor gemeinsam das Licht zum Schlafen ausgemacht wird.

  • Trinken Sie keinen Alkohol oder koffeinhaltige Getränke

    Alkohol kann vielleicht beim Einschlafen helfen, doch ist dies weder gesunder noch guter Schlaf. Wer Alkohol getrunken hat, wird häufiger wach und fühlt sich am nächsten Morgen weniger erholt – selbst bei kleineren Mengen Alkohol. Sie müssen deshalb nicht auf ein Glas Wein verzichten, doch sollte dies nicht zu spät am Abend sein.

    Wie stark Sie auf Koffein reagieren, müssen Sie selbst herausfinden, je nach Schlafenszeit sollten Sie jedoch spätestens gegen 17 Uhr das letzte Mal Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen. Ansonsten riskieren Sie, dass die Wirkung Sie vom Schlafen abhält.

  • Essen Sie nicht zu spät oder zu viel

    Mit vollem Magen fällt das Einschlafen sehr schwer. Die letzte große Mahlzeit sollte deshalb drei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen eingenommen werden.

    Hungrig sollten Sie auf der anderen Seite auch nicht ins Bett gehen. Ein knurrender Magen wirkt sich ebenfalls negativ auf das Schlafverhalten aus. Helfen kann etwa ein kleiner Snack kurz vor dem Schlafen – am besten leicht verdauliche Nahrungsmittel wie eine Banane.

  • Strengen Sie sich am Abend nicht übermäßig an

    Sport und körperliche Bewegung sind wichtig und können zur Schlafhygiene beitragen. Wer tagsüber aktiv war, ist abends müde und schläft schneller ein. Die großen Anstrengungen sollten jedoch nicht spät am Abend passieren.

    Durch die körperliche Aktivität werden Stresshormone ausgeschüttet und das Nervensystem angeregt. Sie befinden sich sozusagen in einem Zustand erhöhter Aufmerksam- und Leistungsfähigkeit. Es kann mehrere Stunden dauern, bis der Körper wieder im Ruhezustand angekommen ist – und Sie entspannt einschlafen können.

  • Vermeiden Sie helles Licht

    Helles Licht ist für den Körper ein Signal, dass es an der Zeit ist, wach zu werden. Am Abend sollten Sie deshalb das Licht dimmen. Bei Dunkelheit wird vermehrt das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet und Sie auf eine erholsame Nacht vorbereitet.

    Dies gilt auch, wenn Sie nachts wach werden. Versuchen Sie, auf dem Weg zur Toilette helles Licht zu vermeiden. So können Sie im Anschluss leichter wieder einschlafen.

  • Sorgen Sie vor dem Schlafen für Entspannung

    Bevor Sie Schlafen, müssen Sie zur Ruhe kommen. Wer aufgewühlt ist oder angestrengt grübelt, liegt meist nur lange wach und wälzt sich von einer Seite auf die andere.

    Hier können Entspannungsübungen helfen, um die innere Unruhe abzubauen. Auch Lesen hilft, um vor dem Schlafen die Gedanken zu beruhigen und entspannt einzuschlafen.

  • Schauen Sie nicht auf die Uhr

    Egal, ob Sie noch nicht eingeschlafen sind oder nachts wach werden: Schauen Sie nicht auf die Uhr, um zu wissen, wie spät es ist. Das erzeugt nur unnötigen Druck und macht schlechte Gedanken. Ich bin immer noch nicht eingeschlafen… oder Gleich muss ich schon wieder aufstehen… Das trägt nicht zur Schlafhygiene bei.

  • Bleiben Sie morgens nicht wach im Bett liegen

    Es mag gemütlich sein, doch sollten Sie morgens nicht noch lange im Bett liegen bleiben. Besser ist es, kurz nach dem Wachwerden aufzustehen. Nun ist es an der Zeit, das Licht anzumachen und den Körper wieder in Schwung zu bringen.

[Bildnachweis: Zoom Team by Shutterstock.com]
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Cheftypen: 7 böse Bosse gleich erkennen https://karrierebibel.de/cheftypen/ Fri, 17 Jan 2020 12:00:31 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=45608

Manager und Angst? Die Kombination gilt in den Führungsetagen als undenkbar, geradezu unaussprechlich: Wer führt, der fürchtet nicht, so der interne Imperativ. Erfolg ist nun mal das Resultat aus Kühnheit, Weitsicht und Überzeugungskraft. Wer Karriere macht, kann folglich keine Angst haben. Und Manager sowieso nicht. Schon aus Prinzip. Zahlreiche Cheftypen mühen sich nach Kräften, dieses Bild immer wieder neu zu restaurieren und zu pimpen. Ihr Credo: Deutschlands Chefetagen sind angstfreie Zonen. Denn Manager scheuen weder Ringen noch Risiko; alles Ungewisse ist für sie eine Herausforderung, jedes Wagnis zugleich eine Chance. Kurz: Manager sind mutige Macher. Wankelmütige, Zauderer und notorische Pessimisten haben hier keinen Platz. Ach, echt?

Cheftypen: Angst regiert die Chefetage

Zugegeben, das ist ein schönes Bild. Aber allenfalls abstrakte Kunst. Der Fotorealisimus dazu sieht anders aus: Auf der Beletage herrscht zuweilen mehr Furcht, mehr Unsicherheit und mehr Feigheit, als sich die Führungselite eingesteht. Manch einen plagt die Angst vor Jobverlust, weshalb er nichts mehr wagt. Andere haben…

  • Angst vor Machtverlust
  • Angst zu versagen
  • Angst vor dem Alter

Statt mutiger Macher finden sich in den Top-Positionen häufig eher furchtsame Führer, die allenfalls retrospektiv lohnende Wagnisse eingegangen sind. Meist, weil sie gar keine andere Wahl mehr hatten.

Chefs sind es gewohnt, Situationen kontrollieren zu können. Sobald aber Bedingungen auftreten, die durch eigenes Eingreifen nicht zu verändern sind, bekommen es viele mit der Angst zu tun. Das Gros reagiert defensiv und betreibt Management by Bauchgefühl. Rund 60 Prozent der Topmanager treffen ihre Entscheidungen ohne davon wirklich überzeugt zu sein, ergab mal eine Studie des Datenbankspezialisten Informix unter 1500 Managern.

Nur zugeben kann das natürlich keiner. Das Thema Unsicherheit ist eines der am stärksten tabuisierten in den Führungsetagen.

Trotzdem bleibt das nicht ohne Folgen: Manche greifen deshalb irgendwann zu Drogen, Doping oder zur Flasche. Andere konzentrieren sich auf Risikominimierung und Machterhaltung, schieben mutige Entscheidungen auf und betreiben lieber Mikromanagement. Eine Aufbruchstimmung, die zu echten Innovationen führt, kann so sicher nicht aufkommen.

Na, an wen denken Sie jetzt gerade?

Mitarbeiter spüren Inkompetenz und verhalten sich anders

Cheftypen: Mitarbeiter spüren Inkompetenz - und verhalten sich andersVerhalten sich Mitarbeiter gegenüber inkompetenten Chefs anders als gegenüber kompetenten? Annick Darioly und Marianne Schmid Mast von der schweizerischen Universität von Neuchatel sind der Frage in einer bemerkenswerten Studie nachgegangen. Resultat: Ja.

Mitarbeiter sind erstaunlich gut darin, schnell herauszufinden, ob ihr Boss etwas auf dem Kasten hat oder nicht (wobei es dabei nicht nur um fachliche Kompetenz geht). Und sie passen auch ihr Teamverhalten ihrem Chef an – nur anders, als man vielleicht vermuten würde.

So zeigte sich in den beiden Versuchen, dass sich die Mitarbeiter gegenüber inkompetenten Vorgesetzen deutlich dominanter verhielten und sich auch dessen Einfluss vehementer entzogen. Man könnte auch sagen: Bei inkompetenten Managern taucht plötzlich ein Unterschied zwischen ihrer hierarchischen Position qua Status beziehungsweise qua Kompetenz auf. Das Team akzeptiert ihn als Boss, respektiert ihn aber nicht – jedoch ohne erkennbare Leistungsunterschiede. Jedenfalls arbeiteten die Probandenteams für inkompetente Chefs nicht weniger gut als für kompetente.

Das soll allerdings keine Ruhekissen sein, Motto: Solange das Ergebnis stimmt, ist das doch egal. Vielmehr führt dieser Effekt zwangsläufig zu Spannungen im Team und weiteren Problemen.

Laut psychologischen Untersuchungen ist eine Folge von dominantem Verhalten, dass sich die betreffende Person bald selbst in einer Führungsrolle sieht. Kompetenzgerangel, Machtkämpfe bis hin zur offenen Rebellion sind also programmiert.

Das widerum erhöht den Rechtfertigungsdruck für den inkompetenten Manager gegenüber seinen Vorgesetzten und verursacht letztlich für die gesamte Abteilung oder das Unternehmen enorme atmosphärische Störungen. Vom Stress mal ganz abgesehen.

Eine Typologie der fünf schlimmsten Cheftypen

Im Ergebnis kommen gebiert das Verhalten auf C-Level so manch fragwürdige Managertypen. Die folgende Typpologie hilft bei der Einordnung, dient aber auch zum eigenen Hinterfragen, wie viel davon schon in einem selbst steckt…

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
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Manager und Angst? Die Kombination gilt in den Führungsetagen als undenkbar, geradezu unaussprechlich: Wer führt, der fürchtet nicht, so der interne Imperativ. Erfolg ist nun mal das Resultat aus Kühnheit, Weitsicht und Überzeugungskraft. Wer Karriere macht, kann folglich keine Angst haben. Und Manager sowieso nicht. Schon aus Prinzip. Zahlreiche Cheftypen mühen sich nach Kräften, dieses Bild immer wieder neu zu restaurieren und zu pimpen. Ihr Credo: Deutschlands Chefetagen sind angstfreie Zonen. Denn Manager scheuen weder Ringen noch Risiko; alles Ungewisse ist für sie eine Herausforderung, jedes Wagnis zugleich eine Chance. Kurz: Manager sind mutige Macher. Wankelmütige, Zauderer und notorische Pessimisten haben hier keinen Platz. Ach, echt?

Cheftypen: Angst regiert die Chefetage

Zugegeben, das ist ein schönes Bild. Aber allenfalls abstrakte Kunst. Der Fotorealisimus dazu sieht anders aus: Auf der Beletage herrscht zuweilen mehr Furcht, mehr Unsicherheit und mehr Feigheit, als sich die Führungselite eingesteht. Manch einen plagt die Angst vor Jobverlust, weshalb er nichts mehr wagt. Andere haben…

  • Angst vor Machtverlust
  • Angst zu versagen
  • Angst vor dem Alter

Statt mutiger Macher finden sich in den Top-Positionen häufig eher furchtsame Führer, die allenfalls retrospektiv lohnende Wagnisse eingegangen sind. Meist, weil sie gar keine andere Wahl mehr hatten.

Chefs sind es gewohnt, Situationen kontrollieren zu können. Sobald aber Bedingungen auftreten, die durch eigenes Eingreifen nicht zu verändern sind, bekommen es viele mit der Angst zu tun. Das Gros reagiert defensiv und betreibt Management by Bauchgefühl. Rund 60 Prozent der Topmanager treffen ihre Entscheidungen ohne davon wirklich überzeugt zu sein, ergab mal eine Studie des Datenbankspezialisten Informix unter 1500 Managern.

Nur zugeben kann das natürlich keiner. Das Thema Unsicherheit ist eines der am stärksten tabuisierten in den Führungsetagen.

Trotzdem bleibt das nicht ohne Folgen: Manche greifen deshalb irgendwann zu Drogen, Doping oder zur Flasche. Andere konzentrieren sich auf Risikominimierung und Machterhaltung, schieben mutige Entscheidungen auf und betreiben lieber Mikromanagement. Eine Aufbruchstimmung, die zu echten Innovationen führt, kann so sicher nicht aufkommen.

Na, an wen denken Sie jetzt gerade?

Mitarbeiter spüren Inkompetenz und verhalten sich anders

Cheftypen: Mitarbeiter spüren Inkompetenz - und verhalten sich andersVerhalten sich Mitarbeiter gegenüber inkompetenten Chefs anders als gegenüber kompetenten? Annick Darioly und Marianne Schmid Mast von der schweizerischen Universität von Neuchatel sind der Frage in einer bemerkenswerten Studie nachgegangen. Resultat: Ja.

Mitarbeiter sind erstaunlich gut darin, schnell herauszufinden, ob ihr Boss etwas auf dem Kasten hat oder nicht (wobei es dabei nicht nur um fachliche Kompetenz geht). Und sie passen auch ihr Teamverhalten ihrem Chef an – nur anders, als man vielleicht vermuten würde.

So zeigte sich in den beiden Versuchen, dass sich die Mitarbeiter gegenüber inkompetenten Vorgesetzen deutlich dominanter verhielten und sich auch dessen Einfluss vehementer entzogen. Man könnte auch sagen: Bei inkompetenten Managern taucht plötzlich ein Unterschied zwischen ihrer hierarchischen Position qua Status beziehungsweise qua Kompetenz auf. Das Team akzeptiert ihn als Boss, respektiert ihn aber nicht – jedoch ohne erkennbare Leistungsunterschiede. Jedenfalls arbeiteten die Probandenteams für inkompetente Chefs nicht weniger gut als für kompetente.

Das soll allerdings keine Ruhekissen sein, Motto: Solange das Ergebnis stimmt, ist das doch egal. Vielmehr führt dieser Effekt zwangsläufig zu Spannungen im Team und weiteren Problemen.

Laut psychologischen Untersuchungen ist eine Folge von dominantem Verhalten, dass sich die betreffende Person bald selbst in einer Führungsrolle sieht. Kompetenzgerangel, Machtkämpfe bis hin zur offenen Rebellion sind also programmiert.

Das widerum erhöht den Rechtfertigungsdruck für den inkompetenten Manager gegenüber seinen Vorgesetzten und verursacht letztlich für die gesamte Abteilung oder das Unternehmen enorme atmosphärische Störungen. Vom Stress mal ganz abgesehen.

Eine Typologie der fünf schlimmsten Cheftypen

Im Ergebnis kommen gebiert das Verhalten auf C-Level so manch fragwürdige Managertypen. Die folgende Typpologie hilft bei der Einordnung, dient aber auch zum eigenen Hinterfragen, wie viel davon schon in einem selbst steckt…

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
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Wendepunkte im Leben: So nutzen Sie diese https://karrierebibel.de/wendepunkte/ Fri, 17 Jan 2020 10:00:59 +0000 Nils Warkentin http://karrierebibel.de/?p=69901

Es gibt immer wieder Wendepunkte im Leben, an denen wir vor der Wahl stehen: Weitermachen wie bisher oder eine neue Richtung einschlagen, an die wir vorher vielleicht noch nie gedacht haben? Auf der einen Seite ist damit eine große Chance verbunden. Auf der anderen Seite fallen Veränderungen vielen Menschen schwer. Groß ist die Angst, dass die eingeschlagene Richtung sich als falsch herausstellen könnte. Es erfordert daher einigen Mut, sich selbst und anderen einzugestehen, wenn es Zeit für einen Richtungswechsel ist. Dabei sollte der Blick viel stärker auf die Chancen gerichtet werden. Darüber, welche Wendepunkte im Leben es gibt und wie wir damit umgehen können…

Definition: Was sind Wendepunkte im Leben?

Wendepunkte im Leben Umdrehen OrientierungEs ist gar nicht so leicht zu definieren, was Wendepunkte bedeuten. Fragt man einen Mathematiker, was Wendepunkte sind, so erhält man die Antwort, dass ein Wendepunkt der Punkt ist, an dem der Funktionsgraph sein Krümmungsverhalten ändert.

Das kann sowohl in von einer Rechts- in eine Linkskurve oder umgekehrt passieren. So ähnlich verhält es sich gefühlt auch im Leben von Menschen: Das nimmt auf einmal eine völlig andere Wende. Der Eindruck, dass man immer wieder extremen Wendepunkten unterworfen ist, kommt durch verschiedene Fehleinschätzungen zustande:

  • Das Leben verläuft linear.

    In der Vorstellung vieler Menschen haben Brüche oder Unvorhergesehenes keinen Raum. Es gibt ein großes Ziel, auf das hingearbeitet wird, die Stationen auf dem Weg stehen seit längerer Zeit fest und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Teile wie bei einem Puzzle zusammenfügen. Die Realität sieht allerdings anders aus. Wer so denkt, sitzt dem sogenannten Straight-Line-Instinct auf.

  • Wendepunkte passieren plötzlich.

    Wer einmal Menschen befragt, welche Ereignisse in ihrem Leben einen Wendepunkt darstellten, lässt sich Folgendes beobachten: Erstens handelt es sich oft um Ereignisse, die sich im Leben fast aller Menschen ereignen, es gibt also eine gewisse Wahrscheinlichkeit für ihren Eintritt. Zweitens spielt offenbar die Wahrnehmung eine erhebliche Rolle, denn bestimmte Kausalitäten werden einfach ausgeblendet.

  • Wendepunkte müssen drastisch sein.

    Wenn wir das Bild der Straße an dieser Stelle bemühen, muss eine Links- statt einer Rechtskurve nicht zwangsläufig ein völlig anderes Ergebnis bedeuten. Wir fahren vielleicht immer noch auf einer Straße – nur weil wir links abgebogen sind, muss da nicht plötzlich ein Abgrund folgen und selbst das Ziel kann immer noch erreicht werden – aber nun über einen anderen Weg, der vielleicht sogar kürzer ist.

Welche Gründe existieren für Wendepunkte?

Was führt dazu, dass wir einen bestimmten Weg einschlagen? Um Wendepunkte im Leben von Menschen verstehen zu können, muss das Leben allgemein betrachtet werden. Verschiedene Umstände wirken sich aus:

  • Lebenskrisen

    Ein klassischer Wendepunkt ist beispielsweise eine Krankheit, die es nötig macht, dass Sie Ihr bisheriges Leben ändern, vielleicht einem anderen Job nachgehen, schlechte Gewohnheiten ablegen oder eine längere gesundheitliche Pausen einlegen. Auch Unfälle oder Sinnkrisen fallen in diesen Bereich. Wird der berufliche Frust zu groß oder die eine private Beziehung bereitet Ihnen mehr Sorgen als Freude, kann eine Neuorientierung angebracht sein, um durch die Veränderung wieder zufriedener mit sich und der eigenen Situation zu werden.

  • Kultur

    Westliche Industrienationen zeichnen sich durch ein besonders individuelles, weitestgehend selbstbestimmtes Leben aus. Die Fülle an Möglichkeiten kann manchmal als erdrückend empfunden werden; wer nicht das Maximum aus sich selbst herausholt (Stichwort: Selbstoptimierung), gilt in manchen Kreisen als Versager. In anderen Kulturen gibt es von vornherein deutlich weniger Möglichkeiten, daher womöglich auch weniger Wendepunkte oder andere.

  • Ereignisse

    Viele Menschen benennen typische Lebensereignisse wie die Geburt eines Kindes, den Tod eines geliebten Menschen als Wendepunkt. Auch das Ende der Schulzeit, der Abschluss der Ausbildung oder des Studiums, der Eintritt in die Berufswelt oder ein Jobwechsel sind typische Wendepunkte im Leben jedes Menschen. Das Leben verläuft nun scheinbar anders als zuvor. Dabei wird der Fokus auf einen bestimmten Bereich gerichtet, denn andere Dinge sind unverändert.

  • Stillstand

    Sinnigerweise ist nicht nur das, was passiert relevant, sondern auch das, was nicht passiert: So ist beispielsweise anhaltender Stillstand ein Anzeichen für einen sich anbahnenden Wendepunkt. Wenn Sie das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten und einfach nicht mehr voranzukommen, ist dies ein Indiz dafür, dass Sie die falsche Richtung eingeschlagen und sich festgefahren haben.

  • Zufälle

    Wer eine Fortbildung macht, kann einen anderen Job bekommen und infolgedessen sein Gehalt steigern – hier ist eine klare Einflussnahme erkennbar. Manche Dinge lassen sich nicht beeinflussen. Wenn ein völlig unbekannter Onkel aus Amerika Ihnen plötzlich Haus und Hof vermacht, eröffnen sich natürlich ganz andere Fragestellungen.

Eigene Wahrnehmung relevant für Bewertung

Wendepunkte Wahrnehmung BewertungAus psychologischer Sicht ist es interessant zu sehen, dass Wendepunkte von vielen Menschen als überraschend wahrgenommen werden, dass das Leben plötzlich so anders als vorher ist. Häufig geht eine Bewertung in Wendepunkte zum Guten oder zum Schlechten damit einher.

Für einige Ereignisse muss man kritisch konstatieren, dass dem eine gewisse Naivität zugrunde liegt. Ist etwas wirklich unvorhergesehen oder blinder Fleck?

Denn bestimmte Entscheidungen – ob unbewusst oder bewusst getroffen – führen bestimmte Konsequenzen herbei. Ganz banal: Die Geburt eines Kindes sollte nicht wirklich überraschend sein, wenn zuvor nicht verhütet wurde.

Die Wahrnehmung ist maßgeblich für das Empfinden. Nicht wenige Menschen sind der Meinung, das Leben entscheide, wohin die Reise ginge. Damit wird aber dem Schicksal (was immer das sein soll) eine deutlich größere Rolle zugeschrieben als den eigenen Entscheidungen.

Beziehungsweise das eigene Handeln und die eigene Einflussnahme werden so gering eingeschätzt, dass aufgrund dieser Wahrnehmung eigentlich absehbare Ereignisse als unausweichliche Wendepunkte wahrgenommen werden. Unbewusste Mikroentscheidungen spielen hier mit hinein.

Das kann leicht zu selbsterfüllenden Prophezeiungen führen oder dazu, dass jemand sich in die Opferrolle begibt – frei nach dem Motto: Das konnte ja nur so kommen.

Wendepunkte können einen Wechsel markieren

Wendepunkte können Momente in Ihrem Leben sein, an denen Sie vor einer Wahl stehen und einen Richtungswechsel überdenken. Auf solche Kreuzungen werden Sie auf Ihrem Lebensweg immer wieder treffen, diese können sich in ihrer Form aber durchaus von einander unterscheiden.

Es sind Momente, die vor allem von drei Faktoren geprägt sind:

  • Reflexion

    An einem Wendepunkt hinterfragen Sie Ihren bisherigen Weg, machen sich Gedanken über die Entscheidungen, die Sie bisher getroffen haben und reflektieren, ob Sie wirklich in der Richtung unterwegs sind, die Sie sich persönlich wünschen und die Sie zu Ihren Zielen bringt.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

  • Planung

    Jeder Wendepunkt beinhaltet immer auch die Frage: Wie soll es jetzt weiter gehen? Sie müssen sich Ihre Prioritäten bewusst machen, Ihre Ziele kennen oder diese möglicherweise neu definieren und einen Plan erarbeiten, wie Sie diese vom aktuellen Ist-Zustand aus erreichen können.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

  • Entscheidung

    Egal, an welchem Wendepunkt in Ihrem Leben Sie sich gerade befinden, sie stehen immer vor einer Entscheidung: Wollen Sie so weiter machen wie bisher oder wollen Sie etwas verändern? Wofür Sie sich entscheiden hängt dabei von der vorangegangenen Reflexion und Planung ab.

    Allerdings ist alles beim Alten belassen in einigen Situationen keine wirkliche Alternative, schließlich war es genau das, was Sie erst an den Wendepunkt gebracht hat.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

Es ist Ihre Aufgabe, einen Wendepunkt im Leben als solchen zu erkennen. Einige sind offensichtlich und lassen sich nicht übersehen. Vor anderen verschließen wir gerne die Augen und machen es uns stattdessen weiterhin in unserer Komfortzone gemütlich.

Wendepunkte im Leben: Sprüche und Zitate

Wendepunkte Sprüche Zitate Krise

  • Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern. Konfuzius
  • Nicht die stärksten Spezies werden überleben, sondern jene, die sich Veränderungen am besten anpassen können. Charles Darwin
  • Es ist ein großer Fehler zu denken, dass ein Mensch immer gleich ist. Ein Mensch ist nie lange derselbe. Er verändert sich ständig. Nicht einmal für eine halbe Stunde bleibt er derselbe. G. I. Gurdjieff
  • Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel. Charles Darwin
  • Ein jeder Wechsel schreckt den Glücklichen. Friedrich Schiller
  • Alle denken nur darüber nach, wie man die Menschheit ändern könnte, doch niemand denkt daran, sich selbst zu ändern. Leo Tolstoi
  • Jedes Leben hat sein Mass an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen. Buddha
  • Ein Wendepunkt deines Lebens liegt nicht so sehr in den Ereignissen, als in den nachhaltigen Eindrücken, die deine Empfindungen von ihnen erhalten. Paul Lanzky
  • Man kann die Welt oder sich selbst ändern. Das zweite ist schwieriger. Mark Twain
  • Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling. Vincent van Gogh

Wendepunkte haben zu Unrecht einen schlechten Ruf

Veränderung ist unbeliebt und so werden Wendepunkte mit großer Skepsis oder direkt offener Ablehnung betrachtet. Viele Menschen möchten ihr Leben gerne genauso wie es im Moment ist – keine Neuerungen, kein Richtungswechsel. Dafür wird gerne auch auf mögliche Verbesserungen verzichtet. Ein großer Fehler, denn Wendepunkte müssen nicht negativ sein.

Vielmehr bietet sich Ihnen die Chance, selbst die Verantwortung für Ihr Leben zu übernehmen und mit diesem Einfluss die aktuelle Situation zum Besseren zu ändern. Das kann ein Jobwechsel sein, der nötig ist, weil Sie an jetziger Wirkungsstätte unglücklich oder gar krank geworden sind.

Es kann auch einfach eine Korrektur in den Dingen bedeuten, für die Sie täglich Ihre Zeit opfern, obwohl Sie eigentlich eine ganz andere Vorstellung von Ihrem Leben hatten.

Manchmal führen die Umstände Sie vielleicht an einen Wendepunkt. Und manchmal – mit der richtigen Einstellung – sollten Sie selbst in regelmäßigen Abständen eine ganz bewusste Wende auf Ihrem persönlichen Weg einfügen.

Wie lassen sich Wendepunkte im Leben richtig nutzen?

Wendepunkte gehören zum Leben, Sie können ihnen nicht aus dem Weg gehen, denn in diesem Moment treffen Sie auch bereits eine Entscheidung. Wichtig ist deshalb, wie Sie das Beste aus den Wendepunkten in Ihrem Leben machen. Aber wie funktioniert das?

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, Wendepunkte zu nutzen und gestärkt daraus hervorzugehen:

[Bildnachweis: Creativika Graphics by Shutterstock.com]
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Es gibt immer wieder Wendepunkte im Leben, an denen wir vor der Wahl stehen: Weitermachen wie bisher oder eine neue Richtung einschlagen, an die wir vorher vielleicht noch nie gedacht haben? Auf der einen Seite ist damit eine große Chance verbunden. Auf der anderen Seite fallen Veränderungen vielen Menschen schwer. Groß ist die Angst, dass die eingeschlagene Richtung sich als falsch herausstellen könnte. Es erfordert daher einigen Mut, sich selbst und anderen einzugestehen, wenn es Zeit für einen Richtungswechsel ist. Dabei sollte der Blick viel stärker auf die Chancen gerichtet werden. Darüber, welche Wendepunkte im Leben es gibt und wie wir damit umgehen können…

Definition: Was sind Wendepunkte im Leben?

Wendepunkte im Leben Umdrehen OrientierungEs ist gar nicht so leicht zu definieren, was Wendepunkte bedeuten. Fragt man einen Mathematiker, was Wendepunkte sind, so erhält man die Antwort, dass ein Wendepunkt der Punkt ist, an dem der Funktionsgraph sein Krümmungsverhalten ändert.

Das kann sowohl in von einer Rechts- in eine Linkskurve oder umgekehrt passieren. So ähnlich verhält es sich gefühlt auch im Leben von Menschen: Das nimmt auf einmal eine völlig andere Wende. Der Eindruck, dass man immer wieder extremen Wendepunkten unterworfen ist, kommt durch verschiedene Fehleinschätzungen zustande:

  • Das Leben verläuft linear.

    In der Vorstellung vieler Menschen haben Brüche oder Unvorhergesehenes keinen Raum. Es gibt ein großes Ziel, auf das hingearbeitet wird, die Stationen auf dem Weg stehen seit längerer Zeit fest und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Teile wie bei einem Puzzle zusammenfügen. Die Realität sieht allerdings anders aus. Wer so denkt, sitzt dem sogenannten Straight-Line-Instinct auf.

  • Wendepunkte passieren plötzlich.

    Wer einmal Menschen befragt, welche Ereignisse in ihrem Leben einen Wendepunkt darstellten, lässt sich Folgendes beobachten: Erstens handelt es sich oft um Ereignisse, die sich im Leben fast aller Menschen ereignen, es gibt also eine gewisse Wahrscheinlichkeit für ihren Eintritt. Zweitens spielt offenbar die Wahrnehmung eine erhebliche Rolle, denn bestimmte Kausalitäten werden einfach ausgeblendet.

  • Wendepunkte müssen drastisch sein.

    Wenn wir das Bild der Straße an dieser Stelle bemühen, muss eine Links- statt einer Rechtskurve nicht zwangsläufig ein völlig anderes Ergebnis bedeuten. Wir fahren vielleicht immer noch auf einer Straße – nur weil wir links abgebogen sind, muss da nicht plötzlich ein Abgrund folgen und selbst das Ziel kann immer noch erreicht werden – aber nun über einen anderen Weg, der vielleicht sogar kürzer ist.

Welche Gründe existieren für Wendepunkte?

Was führt dazu, dass wir einen bestimmten Weg einschlagen? Um Wendepunkte im Leben von Menschen verstehen zu können, muss das Leben allgemein betrachtet werden. Verschiedene Umstände wirken sich aus:

  • Lebenskrisen

    Ein klassischer Wendepunkt ist beispielsweise eine Krankheit, die es nötig macht, dass Sie Ihr bisheriges Leben ändern, vielleicht einem anderen Job nachgehen, schlechte Gewohnheiten ablegen oder eine längere gesundheitliche Pausen einlegen. Auch Unfälle oder Sinnkrisen fallen in diesen Bereich. Wird der berufliche Frust zu groß oder die eine private Beziehung bereitet Ihnen mehr Sorgen als Freude, kann eine Neuorientierung angebracht sein, um durch die Veränderung wieder zufriedener mit sich und der eigenen Situation zu werden.

  • Kultur

    Westliche Industrienationen zeichnen sich durch ein besonders individuelles, weitestgehend selbstbestimmtes Leben aus. Die Fülle an Möglichkeiten kann manchmal als erdrückend empfunden werden; wer nicht das Maximum aus sich selbst herausholt (Stichwort: Selbstoptimierung), gilt in manchen Kreisen als Versager. In anderen Kulturen gibt es von vornherein deutlich weniger Möglichkeiten, daher womöglich auch weniger Wendepunkte oder andere.

  • Ereignisse

    Viele Menschen benennen typische Lebensereignisse wie die Geburt eines Kindes, den Tod eines geliebten Menschen als Wendepunkt. Auch das Ende der Schulzeit, der Abschluss der Ausbildung oder des Studiums, der Eintritt in die Berufswelt oder ein Jobwechsel sind typische Wendepunkte im Leben jedes Menschen. Das Leben verläuft nun scheinbar anders als zuvor. Dabei wird der Fokus auf einen bestimmten Bereich gerichtet, denn andere Dinge sind unverändert.

  • Stillstand

    Sinnigerweise ist nicht nur das, was passiert relevant, sondern auch das, was nicht passiert: So ist beispielsweise anhaltender Stillstand ein Anzeichen für einen sich anbahnenden Wendepunkt. Wenn Sie das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten und einfach nicht mehr voranzukommen, ist dies ein Indiz dafür, dass Sie die falsche Richtung eingeschlagen und sich festgefahren haben.

  • Zufälle

    Wer eine Fortbildung macht, kann einen anderen Job bekommen und infolgedessen sein Gehalt steigern – hier ist eine klare Einflussnahme erkennbar. Manche Dinge lassen sich nicht beeinflussen. Wenn ein völlig unbekannter Onkel aus Amerika Ihnen plötzlich Haus und Hof vermacht, eröffnen sich natürlich ganz andere Fragestellungen.

Eigene Wahrnehmung relevant für Bewertung

Wendepunkte Wahrnehmung BewertungAus psychologischer Sicht ist es interessant zu sehen, dass Wendepunkte von vielen Menschen als überraschend wahrgenommen werden, dass das Leben plötzlich so anders als vorher ist. Häufig geht eine Bewertung in Wendepunkte zum Guten oder zum Schlechten damit einher.

Für einige Ereignisse muss man kritisch konstatieren, dass dem eine gewisse Naivität zugrunde liegt. Ist etwas wirklich unvorhergesehen oder blinder Fleck?

Denn bestimmte Entscheidungen – ob unbewusst oder bewusst getroffen – führen bestimmte Konsequenzen herbei. Ganz banal: Die Geburt eines Kindes sollte nicht wirklich überraschend sein, wenn zuvor nicht verhütet wurde.

Die Wahrnehmung ist maßgeblich für das Empfinden. Nicht wenige Menschen sind der Meinung, das Leben entscheide, wohin die Reise ginge. Damit wird aber dem Schicksal (was immer das sein soll) eine deutlich größere Rolle zugeschrieben als den eigenen Entscheidungen.

Beziehungsweise das eigene Handeln und die eigene Einflussnahme werden so gering eingeschätzt, dass aufgrund dieser Wahrnehmung eigentlich absehbare Ereignisse als unausweichliche Wendepunkte wahrgenommen werden. Unbewusste Mikroentscheidungen spielen hier mit hinein.

Das kann leicht zu selbsterfüllenden Prophezeiungen führen oder dazu, dass jemand sich in die Opferrolle begibt – frei nach dem Motto: Das konnte ja nur so kommen.

Wendepunkte können einen Wechsel markieren

Wendepunkte können Momente in Ihrem Leben sein, an denen Sie vor einer Wahl stehen und einen Richtungswechsel überdenken. Auf solche Kreuzungen werden Sie auf Ihrem Lebensweg immer wieder treffen, diese können sich in ihrer Form aber durchaus von einander unterscheiden.

Es sind Momente, die vor allem von drei Faktoren geprägt sind:

  • Reflexion

    An einem Wendepunkt hinterfragen Sie Ihren bisherigen Weg, machen sich Gedanken über die Entscheidungen, die Sie bisher getroffen haben und reflektieren, ob Sie wirklich in der Richtung unterwegs sind, die Sie sich persönlich wünschen und die Sie zu Ihren Zielen bringt.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

  • Planung

    Jeder Wendepunkt beinhaltet immer auch die Frage: Wie soll es jetzt weiter gehen? Sie müssen sich Ihre Prioritäten bewusst machen, Ihre Ziele kennen oder diese möglicherweise neu definieren und einen Plan erarbeiten, wie Sie diese vom aktuellen Ist-Zustand aus erreichen können.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

  • Entscheidung

    Egal, an welchem Wendepunkt in Ihrem Leben Sie sich gerade befinden, sie stehen immer vor einer Entscheidung: Wollen Sie so weiter machen wie bisher oder wollen Sie etwas verändern? Wofür Sie sich entscheiden hängt dabei von der vorangegangenen Reflexion und Planung ab.

    Allerdings ist alles beim Alten belassen in einigen Situationen keine wirkliche Alternative, schließlich war es genau das, was Sie erst an den Wendepunkt gebracht hat.

    Mehr dazu lesen Sie hier:

Es ist Ihre Aufgabe, einen Wendepunkt im Leben als solchen zu erkennen. Einige sind offensichtlich und lassen sich nicht übersehen. Vor anderen verschließen wir gerne die Augen und machen es uns stattdessen weiterhin in unserer Komfortzone gemütlich.

Wendepunkte im Leben: Sprüche und Zitate

Wendepunkte Sprüche Zitate Krise

  • Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern. Konfuzius
  • Nicht die stärksten Spezies werden überleben, sondern jene, die sich Veränderungen am besten anpassen können. Charles Darwin
  • Es ist ein großer Fehler zu denken, dass ein Mensch immer gleich ist. Ein Mensch ist nie lange derselbe. Er verändert sich ständig. Nicht einmal für eine halbe Stunde bleibt er derselbe. G. I. Gurdjieff
  • Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel. Charles Darwin
  • Ein jeder Wechsel schreckt den Glücklichen. Friedrich Schiller
  • Alle denken nur darüber nach, wie man die Menschheit ändern könnte, doch niemand denkt daran, sich selbst zu ändern. Leo Tolstoi
  • Jedes Leben hat sein Mass an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen. Buddha
  • Ein Wendepunkt deines Lebens liegt nicht so sehr in den Ereignissen, als in den nachhaltigen Eindrücken, die deine Empfindungen von ihnen erhalten. Paul Lanzky
  • Man kann die Welt oder sich selbst ändern. Das zweite ist schwieriger. Mark Twain
  • Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling. Vincent van Gogh

Wendepunkte haben zu Unrecht einen schlechten Ruf

Veränderung ist unbeliebt und so werden Wendepunkte mit großer Skepsis oder direkt offener Ablehnung betrachtet. Viele Menschen möchten ihr Leben gerne genauso wie es im Moment ist – keine Neuerungen, kein Richtungswechsel. Dafür wird gerne auch auf mögliche Verbesserungen verzichtet. Ein großer Fehler, denn Wendepunkte müssen nicht negativ sein.

Vielmehr bietet sich Ihnen die Chance, selbst die Verantwortung für Ihr Leben zu übernehmen und mit diesem Einfluss die aktuelle Situation zum Besseren zu ändern. Das kann ein Jobwechsel sein, der nötig ist, weil Sie an jetziger Wirkungsstätte unglücklich oder gar krank geworden sind.

Es kann auch einfach eine Korrektur in den Dingen bedeuten, für die Sie täglich Ihre Zeit opfern, obwohl Sie eigentlich eine ganz andere Vorstellung von Ihrem Leben hatten.

Manchmal führen die Umstände Sie vielleicht an einen Wendepunkt. Und manchmal – mit der richtigen Einstellung – sollten Sie selbst in regelmäßigen Abständen eine ganz bewusste Wende auf Ihrem persönlichen Weg einfügen.

Wie lassen sich Wendepunkte im Leben richtig nutzen?

Wendepunkte gehören zum Leben, Sie können ihnen nicht aus dem Weg gehen, denn in diesem Moment treffen Sie auch bereits eine Entscheidung. Wichtig ist deshalb, wie Sie das Beste aus den Wendepunkten in Ihrem Leben machen. Aber wie funktioniert das?

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, Wendepunkte zu nutzen und gestärkt daraus hervorzugehen:

[Bildnachweis: Creativika Graphics by Shutterstock.com]
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Ekpathie: Testen Sie Ihr Ekpathie-Vermögen https://karrierebibel.de/ekpathie/ Fri, 17 Jan 2020 07:00:43 +0000 Anja Rassek https://karrierebibel.de/?p=121593

Immer wieder wird im Umgang mit anderen Menschen das Einfühlungsvermögen hervorgehoben. Diese Eigenschaft ist notwendig, um Konflikte zu vermeiden und auflösen zu können. Die Ekpathie hingegen, das Gegenteil, ist weniger bekannt. Das mag damit zusammenhängen, dass im Allgemeinen der Wunsch nach Harmonie größer ist. Es ist nicht schwer zu verstehen, dass bei mangelndem Einfühlungsvermögen für andere genau die in Gefahr ist. Allerdings greift dieses Verständnis von Ekpathie zu kurz. Wir sind der Herkunft des Begriffes auf die Spur gegangen. Was Ekpathie bedeutet und wie Sie herausfinden, ob Sie ekpathisch sind…

Definition: Was bedeutet Ekpathie?

Geprägt wurde der Begriff der Ekpathie (auf Englisch ecpathy) vom spanischen Psychiater und Psychotherapeuten Luis de Rivera, der sich auf dem Feld des Autogenen Trainings und im Bereich der Anti-Mobbing-Forschung einen Namen machte.

Um den Begriff der Ekpathie zu verstehen, muss etwas ausgeholt werden, denn es handelt sich um das Antonym zur Empathie. Letzteres wird als Einfühlungsvermögen eines Menschen bezeichnet.

Also die Fähigkeit, Gefühle und Stimmungen eines Gegenübers wahrzunehmen und nachempfinden zu können. Dieses Spüren am eigenen Leib ermöglicht es, adäquat darauf zu reagieren.

Seine volle Bedeutung entwickelt der Begriff Empathie eigentlich erst mit der Begriffserläuterung der Ekpathie. Beides sind zwei Seiten einer Medaille. Während das eine das Einfühlungsvermögen eines Menschen beschreibt, könnte das andere als „Ausfühlungsvermögen“ benannt werden:

Der ablaufende Prozess lässt sich als das Abstrahieren von einem vorausgegangenen Einfühlungsprozess und dessen Einschätzung beschreiben.

Wenn Sie das Gegenteil von empathisch sind, heißt das allerdings nicht, dass Sie keinerlei Empathie besitzen oder gleichgültig Ihrer Umwelt gegenüber wären. Ekpathie beschreibt auch keinen Zustand, sondern mehr einen Prozess: Ekpatisch zu sein heißt lediglich, dass Sie den Prozess der Empathie ab einem gewissen Punkt umkehren.

Wofür braucht es Ekpathie?

Ekpathie dient dem Selbstschutz. Manche Menschen sind regelrechte Energieräuber: Sie haben ständig Probleme und verstehen es hervorragend auf der Klaviatur des Opfers der Umstände zu spielen. Schnell sind besonders empathische Menschen in ihrem Sog.

Gegen solche Menschen hilft nur Abgrenzung. Wie soll das aber gehen, wenn jemand gleichzeitig völlig in das Drama einer anderen Person eintaucht, und zwar ständig? Zwangsläufig müssen die eigenen Bedürfnisse (und irgendwann womöglich Verpflichtungen) dahinter zurücktreten.

Besonders empathische Menschen lassen sich leicht emotional erpressen und handeln aufgrund ihres schlechten Gewissens entgegen eigener Interessen.

Mangelnde Ekpathie hat zur Folge, dass jemand nicht nur aufgrund großer Hilfsbereitschaft mit seinen eigenen Projekten ins Hintertreffen gelangt, sondern seinerseits keine Unterstützung von solchen Energieräubern bekommt. Die verstehen es nämlich in der Regel ganz gut, für sich zu sorgen – quid pro quo ist ihnen fremd.

Test: Sind Sie ekpathisch?

Ekpathie ekpathisch TestSie wollen wissen, ob Sie ekpathisch veranlagt sind? Dann machen Sie unseren kleinen kostenlosen Ekpathie-Test! Zählen Sie dazu einfach die Buchstaben zusammen. Die Auflösung finden Sie wie immer am Ende des Tests.

Hinweis: Dieser Test erhebt keinerlei Anspruch darauf, eine endgültige Aussage über bestimmte Persönlichkeitsmerkmale zu treffen. Vielmehr kann er Ihnen als eine erste Einschätzung zu bestimmten Verhaltensweisen dienen.

Eine Freundin ruft Sie mitten in der Nacht an, klingt relativ aufgeregt – wie reagieren Sie?
  • Ich höre mir in Ruhe an, was sie zu sagen hat, wirke beruhigend auf sie ein und entscheide danach, wie es weitergeht. A
  • Ich setze mich sofort ins Auto und fahre zu ihr. C
  • Ich bin sauer und frage sie, ob das nicht auch bis zum nächsten Morgen noch Zeit gehabt hätte. B
Sie haben gerade Ihr Auto auf dem Parkplatz geparkt, Ihr Sportkurs beginnt in wenigen Minuten. Da kommt ein Mann mit Überbrückungskabel auf Sie zugelaufen, ob Sie ihm eben beim Überbrücken helfen könnten. Was tun Sie?
  • Ich tue so, als ob ich es nicht gehört hätte und flüchte ins Gebäude – für den Sportkurs habe ich bezahlt. B
  • Ich verdrehe die Augen und mache schon deutlich, wie dumm das von ihm ist, vermutlich hat er die ganze Nacht zuvor das Licht angelassen. A
  • Shit happens – natürlich helfe ich beim Überbrücken. Kann mir vorstellen wie ärgerlich das ist und einmal zu spät zum Kurs werde ich überleben. C
In einem Geschäft werden Sie Zeuge, wie einer Verkäuferin beim Einräumen der Waren einige Produkte aus dem Regal fallen. Wie verhalten Sie sich?
  • Ich laufe zügig daran vorbei, ist nicht mein Problem. B
  • Eigentlich wollte ich gerade in einen anderen Gang abbiegen, aber ich frage kurz, ob sie Hilfe braucht. A
  • Was für eine Frage? Natürlich hebe ich die Sachen auf und reiche sie ihr an! C
Sie haben es eilig. Auf Ihrem Heimweg treffen Sie einen alten Schulkameraden, der niedergeschlagen wirkt. Sie grüßen sich, er bleibt stehen und will ein Gespräch beginnen. Was tun Sie?
  • Ich nehme mir die Zeit herauszufinden, warum er so traurig aussieht. C
  • Wenn 20 Jahre ohne Kontakt möglich waren, muss er nicht ausgerechnet jetzt das Gespräch suchen. B
  • Ich entschuldige mich, dass ich so kurz angebunden bin und erkläre, dass ich leider einen Termin hätte. A
Sie haben mitbekommen, dass ein Kollege einen Termin beim Vorgesetzten hatte. Als er ins Büro zurückkommt, wirkt er sehr aufgewühlt. Fragen Sie nach?
  • Ja, denn ich finde, ein gewisses Interesse am Befinden anderer gehört einfach dazu. C
  • Nein, ich finde es unangemessen, andere Menschen zu löchern. B
  • Ich warte, ob er von sich aus etwas sagt. Manchmal glätten sich die Wogen bis zum nächsten Tag. A

Zu den Auflösungen gelangen Sie, indem Sie den unten stehenden Link (PDF) klicken:

Wie können Sie ekpathischer werden?

Wer erst einmal verstanden hat, dass Ekpathie nicht die Abwesenheit von Empathie bedeutet, sondern eine Ergänzung darstellen kann, steht dem Begriff nicht mehr so negativ gegenüber. Denn es ist wichtig…

  • die Fähigkeit zu besitzen, mit den eigenen Emotionen gut hauszuhalten,
  • nüchtern abschätzen zu können, ob eine Situation so dramatisch ist, dass sie extremen Einsatz rechtfertigt,
  • das Risiko eingehen zu können, von anderen nicht gemocht zu werden, weil man nein sagt.

Wer Ihnen die Freundschaft kündigt, weil Sie nicht jederzeit sofort springen, kann kein echter Freund sein. Aber Ekpathie schützt nicht nur vor den negativen Einflüssen anderer. Selbst wenn es nicht verlangt wird: Wer vor Mitleid angesichts des Unglücks anderer jedesmal zerfließt, beraubt sich des analytischen Denkens in kritischen Phasen.

Und auf Dauer macht es krank. Statt noch Zugang zu Ihren eigenen Emotionen zu haben, sind Sie nur noch damit beschäftigt, was andere denken und fühlen. Es gibt also gute Gründe dafür, ekpatisch zu sein. Dazu drei Tipps:

  • Bewahren Sie die Ruhe.

    Handeln Sie nicht unüberlegt aus dem Gefühl heraus. Lassen Sie neue Informationen sacken, bitten Sie um Bedenkzeit.

  • Beobachten Sie genau.

    Sind es immer wieder die gleichen Personen, die auf Sie zukommen? Wenn ja, revanchieren diese sich, nachdem Sie Hilfe erhalten haben? Hier geht es nicht ums Aufrechnen. Aber wenn Hilfe leisten und Hilfe bekommen in einem krassen Missverhältnis stehen, stimmt etwas nicht!

  • Lernen Sie nein zu sagen.

    Dafür müssen Sie keine Gründe angeben. Ein echter Freund wird Sie nicht unter Druck setzen und auch nicht die Freundschaft kündigen.

[Bildnachweis: WAYHOME studio by Shutterstock.com]
Immer wieder wird im Umgang mit anderen Menschen das Einfühlungsvermögen hervorgehoben. Diese Eigenschaft ist notwendig, um Konflikte zu vermeiden und auflösen zu können. Die Ekpathie hingegen, das Gegenteil, ist weniger bekannt. Das mag damit zusammenhängen, dass im Allgemeinen der Wunsch nach Harmonie größer ist. Es ist nicht schwer zu verstehen, dass bei mangelndem Einfühlungsvermögen für andere genau die in Gefahr ist. Allerdings greift dieses Verständnis von Ekpathie zu kurz. Wir sind der Herkunft des Begriffes auf die Spur gegangen. Was Ekpathie bedeutet und wie Sie herausfinden, ob Sie ekpathisch sind…

Definition: Was bedeutet Ekpathie?

Geprägt wurde der Begriff der Ekpathie (auf Englisch ecpathy) vom spanischen Psychiater und Psychotherapeuten Luis de Rivera, der sich auf dem Feld des Autogenen Trainings und im Bereich der Anti-Mobbing-Forschung einen Namen machte.

Um den Begriff der Ekpathie zu verstehen, muss etwas ausgeholt werden, denn es handelt sich um das Antonym zur Empathie. Letzteres wird als Einfühlungsvermögen eines Menschen bezeichnet.

Also die Fähigkeit, Gefühle und Stimmungen eines Gegenübers wahrzunehmen und nachempfinden zu können. Dieses Spüren am eigenen Leib ermöglicht es, adäquat darauf zu reagieren.

Seine volle Bedeutung entwickelt der Begriff Empathie eigentlich erst mit der Begriffserläuterung der Ekpathie. Beides sind zwei Seiten einer Medaille. Während das eine das Einfühlungsvermögen eines Menschen beschreibt, könnte das andere als „Ausfühlungsvermögen“ benannt werden:

Der ablaufende Prozess lässt sich als das Abstrahieren von einem vorausgegangenen Einfühlungsprozess und dessen Einschätzung beschreiben.

Wenn Sie das Gegenteil von empathisch sind, heißt das allerdings nicht, dass Sie keinerlei Empathie besitzen oder gleichgültig Ihrer Umwelt gegenüber wären. Ekpathie beschreibt auch keinen Zustand, sondern mehr einen Prozess: Ekpatisch zu sein heißt lediglich, dass Sie den Prozess der Empathie ab einem gewissen Punkt umkehren.

Wofür braucht es Ekpathie?

Ekpathie dient dem Selbstschutz. Manche Menschen sind regelrechte Energieräuber: Sie haben ständig Probleme und verstehen es hervorragend auf der Klaviatur des Opfers der Umstände zu spielen. Schnell sind besonders empathische Menschen in ihrem Sog.

Gegen solche Menschen hilft nur Abgrenzung. Wie soll das aber gehen, wenn jemand gleichzeitig völlig in das Drama einer anderen Person eintaucht, und zwar ständig? Zwangsläufig müssen die eigenen Bedürfnisse (und irgendwann womöglich Verpflichtungen) dahinter zurücktreten.

Besonders empathische Menschen lassen sich leicht emotional erpressen und handeln aufgrund ihres schlechten Gewissens entgegen eigener Interessen.

Mangelnde Ekpathie hat zur Folge, dass jemand nicht nur aufgrund großer Hilfsbereitschaft mit seinen eigenen Projekten ins Hintertreffen gelangt, sondern seinerseits keine Unterstützung von solchen Energieräubern bekommt. Die verstehen es nämlich in der Regel ganz gut, für sich zu sorgen – quid pro quo ist ihnen fremd.

Test: Sind Sie ekpathisch?

Ekpathie ekpathisch TestSie wollen wissen, ob Sie ekpathisch veranlagt sind? Dann machen Sie unseren kleinen kostenlosen Ekpathie-Test! Zählen Sie dazu einfach die Buchstaben zusammen. Die Auflösung finden Sie wie immer am Ende des Tests.

Hinweis: Dieser Test erhebt keinerlei Anspruch darauf, eine endgültige Aussage über bestimmte Persönlichkeitsmerkmale zu treffen. Vielmehr kann er Ihnen als eine erste Einschätzung zu bestimmten Verhaltensweisen dienen.

Eine Freundin ruft Sie mitten in der Nacht an, klingt relativ aufgeregt – wie reagieren Sie?
  • Ich höre mir in Ruhe an, was sie zu sagen hat, wirke beruhigend auf sie ein und entscheide danach, wie es weitergeht. A
  • Ich setze mich sofort ins Auto und fahre zu ihr. C
  • Ich bin sauer und frage sie, ob das nicht auch bis zum nächsten Morgen noch Zeit gehabt hätte. B
Sie haben gerade Ihr Auto auf dem Parkplatz geparkt, Ihr Sportkurs beginnt in wenigen Minuten. Da kommt ein Mann mit Überbrückungskabel auf Sie zugelaufen, ob Sie ihm eben beim Überbrücken helfen könnten. Was tun Sie?
  • Ich tue so, als ob ich es nicht gehört hätte und flüchte ins Gebäude – für den Sportkurs habe ich bezahlt. B
  • Ich verdrehe die Augen und mache schon deutlich, wie dumm das von ihm ist, vermutlich hat er die ganze Nacht zuvor das Licht angelassen. A
  • Shit happens – natürlich helfe ich beim Überbrücken. Kann mir vorstellen wie ärgerlich das ist und einmal zu spät zum Kurs werde ich überleben. C
In einem Geschäft werden Sie Zeuge, wie einer Verkäuferin beim Einräumen der Waren einige Produkte aus dem Regal fallen. Wie verhalten Sie sich?
  • Ich laufe zügig daran vorbei, ist nicht mein Problem. B
  • Eigentlich wollte ich gerade in einen anderen Gang abbiegen, aber ich frage kurz, ob sie Hilfe braucht. A
  • Was für eine Frage? Natürlich hebe ich die Sachen auf und reiche sie ihr an! C
Sie haben es eilig. Auf Ihrem Heimweg treffen Sie einen alten Schulkameraden, der niedergeschlagen wirkt. Sie grüßen sich, er bleibt stehen und will ein Gespräch beginnen. Was tun Sie?
  • Ich nehme mir die Zeit herauszufinden, warum er so traurig aussieht. C
  • Wenn 20 Jahre ohne Kontakt möglich waren, muss er nicht ausgerechnet jetzt das Gespräch suchen. B
  • Ich entschuldige mich, dass ich so kurz angebunden bin und erkläre, dass ich leider einen Termin hätte. A
Sie haben mitbekommen, dass ein Kollege einen Termin beim Vorgesetzten hatte. Als er ins Büro zurückkommt, wirkt er sehr aufgewühlt. Fragen Sie nach?
  • Ja, denn ich finde, ein gewisses Interesse am Befinden anderer gehört einfach dazu. C
  • Nein, ich finde es unangemessen, andere Menschen zu löchern. B
  • Ich warte, ob er von sich aus etwas sagt. Manchmal glätten sich die Wogen bis zum nächsten Tag. A

Zu den Auflösungen gelangen Sie, indem Sie den unten stehenden Link (PDF) klicken:

Wie können Sie ekpathischer werden?

Wer erst einmal verstanden hat, dass Ekpathie nicht die Abwesenheit von Empathie bedeutet, sondern eine Ergänzung darstellen kann, steht dem Begriff nicht mehr so negativ gegenüber. Denn es ist wichtig…

  • die Fähigkeit zu besitzen, mit den eigenen Emotionen gut hauszuhalten,
  • nüchtern abschätzen zu können, ob eine Situation so dramatisch ist, dass sie extremen Einsatz rechtfertigt,
  • das Risiko eingehen zu können, von anderen nicht gemocht zu werden, weil man nein sagt.

Wer Ihnen die Freundschaft kündigt, weil Sie nicht jederzeit sofort springen, kann kein echter Freund sein. Aber Ekpathie schützt nicht nur vor den negativen Einflüssen anderer. Selbst wenn es nicht verlangt wird: Wer vor Mitleid angesichts des Unglücks anderer jedesmal zerfließt, beraubt sich des analytischen Denkens in kritischen Phasen.

Und auf Dauer macht es krank. Statt noch Zugang zu Ihren eigenen Emotionen zu haben, sind Sie nur noch damit beschäftigt, was andere denken und fühlen. Es gibt also gute Gründe dafür, ekpatisch zu sein. Dazu drei Tipps:

  • Bewahren Sie die Ruhe.

    Handeln Sie nicht unüberlegt aus dem Gefühl heraus. Lassen Sie neue Informationen sacken, bitten Sie um Bedenkzeit.

  • Beobachten Sie genau.

    Sind es immer wieder die gleichen Personen, die auf Sie zukommen? Wenn ja, revanchieren diese sich, nachdem Sie Hilfe erhalten haben? Hier geht es nicht ums Aufrechnen. Aber wenn Hilfe leisten und Hilfe bekommen in einem krassen Missverhältnis stehen, stimmt etwas nicht!

  • Lernen Sie nein zu sagen.

    Dafür müssen Sie keine Gründe angeben. Ein echter Freund wird Sie nicht unter Druck setzen und auch nicht die Freundschaft kündigen.

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10 Probleme extrem intelligenter Menschen https://karrierebibel.de/extrem-intelligente-menschen/ Thu, 16 Jan 2020 16:00:14 +0000 Anja Rassek https://karrierebibel.de/?p=117250

Über hohe Intelligenz zu verfügen, ist für viele Menschen reizvoll, verspricht Hochbegabung doch die Lösung aller Probleme. Endlich sich mühelos wichtiges Wissen aneignen können, in der Lage sein, sämtliche Herausforderungen im Schlaf zu meistern und von dort aus erfolgreich in allen Lebenslagen durchstarten – so in etwa sieht die Vorstellung „Normalbegabter“ von extrem intelligenten Menschen aus und so würde ihr Leben an deren Stelle verlaufen. Was dabei ausgeblendet wird: So sorgenfrei und leicht ist das Leben hochintelligenter Personen nicht. Wir zeigen Ihnen 10 Probleme extrem intelligenter Menschen

Extreme Intelligenz: Was macht sie aus?

Was Intelligenz ist und wie sie sich äußert, darüber streiten Gelehrte seit Jahrzehnten und länger. Das fängt bereits damit an, dass unklar ist, welche Kriterien als Maßstab für Intelligenz gelten sollen: Sind Menschen extrem intelligent, wenn sie über hohe Kompetenzen im mathematischen, sprachlichen, technischen oder gar musisch-künstlerischen Bereich verfügen?

Oder spielt nicht doch die emotionale Intelligenz ebenfalls eine wichtige Rolle? Häufig werden Bereiche aus dem Bildungskanon herangezogen. Aber das ist ja nicht alles. Etwas platt ausgedrückt: Ein versierter Mathematiker, der fünf Fremdsprachen fließend spricht und phänomenal malen kann, muss noch lange kein guter Mensch sein.

Andere wie der Psychologe und Erziehungswissenschaftler Howard Gardner behaupten sogar, es gäbe neun verschiedene Formen von Intelligenz. Wird so argumentiert, ist klar, dass irgendwie alle Menschen intelligent sind, denn irgendeine Form wird schon zutreffen. Ebenfalls unbestritten ist jedoch, dass es abgesehen von unterschiedlicher Begabung Menschen gibt, die Herausragendes leisten. Denen scheinbar alles zufällt.

Und das ist dann auch der größte gemeinsame Nenner aller Definitionsversuche: Intelligente Menschen zeichnen sich durch eine schnelle Verarbeitung von neuen Informationen und Reizen aus. Intelligenz ist die Zusammenfassung der kognitiven Leistungsfähigkeit eines Menschen.

Gemessen wird diese Leistungsfähigkeit anhand von Intelligenztests, die den Intelligenzquotienten (IQ) ermitteln. Im Vordergrund steht hier die Schnelligkeit: Je schneller und korrekter komplexe Aufgaben gelöst werden können, desto intelligenter ist ein Mensch – bis hin zur Hochbegabung.

Während die meisten Menschen einen IQ im Bereich von 85 bis 115 Punkten haben, gilt man ab einem IQ-Wert von 130 Punkten in Deutschland als hochbegabt.

Extreme Intelligenz kann problematisch sein

Mit links im Sitzen einen Test zu absolvieren, ist für viele ein Traum – vor allem jene, die mit ständiger Prüfungsangst zu kämpfen haben. Solche Menschen können sich kaum vorstellen, dass es gar nicht immer so vorteilhaft ist, hochintelligent zu sein.

Dass extrem intelligente Menschen auch mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Es kommt beispielsweise immer wieder vor, dass Menschen bereits zu Schulzeiten schlechte Schüler waren und auch im Erwachsenenalter keine nennenswerten beruflichen Erfolge vorweisen können.

Denn das ist der Trugschluss, dem viele Normalbegabte zum Opfer fallen: Nur weil jemand extrem intelligent ist, muss er nicht extrem erfolgreich sein. Im Gegenteil. Die sogenannten hochbegabten Underachiever sind in der Schule häufig durch störendes Verhalten aufgefallen. Sie langweilten sich im Unterricht, hatten Schwierigkeiten sich zu konzentrieren und wurden nicht entsprechend ihrer Bedürfnisse gefördert.

Da sie auf diese Art keine oder nur mäßige Leistungsnachweise erbringen, fallen sie oft durch das Raster und schlagen sich auch später mehr schlecht als recht durchs Leben. Und das ist längst nicht alles. Nachfolgend haben wir weitere Schwierigkeiten aufgeführt.

Das sind die typischen 10 Probleme extrem intelligenter Menschen…

[Bildnachweis: MakeStory Studio by Shutterstock.com]
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Über hohe Intelligenz zu verfügen, ist für viele Menschen reizvoll, verspricht Hochbegabung doch die Lösung aller Probleme. Endlich sich mühelos wichtiges Wissen aneignen können, in der Lage sein, sämtliche Herausforderungen im Schlaf zu meistern und von dort aus erfolgreich in allen Lebenslagen durchstarten – so in etwa sieht die Vorstellung „Normalbegabter“ von extrem intelligenten Menschen aus und so würde ihr Leben an deren Stelle verlaufen. Was dabei ausgeblendet wird: So sorgenfrei und leicht ist das Leben hochintelligenter Personen nicht. Wir zeigen Ihnen 10 Probleme extrem intelligenter Menschen

Extreme Intelligenz: Was macht sie aus?

Was Intelligenz ist und wie sie sich äußert, darüber streiten Gelehrte seit Jahrzehnten und länger. Das fängt bereits damit an, dass unklar ist, welche Kriterien als Maßstab für Intelligenz gelten sollen: Sind Menschen extrem intelligent, wenn sie über hohe Kompetenzen im mathematischen, sprachlichen, technischen oder gar musisch-künstlerischen Bereich verfügen?

Oder spielt nicht doch die emotionale Intelligenz ebenfalls eine wichtige Rolle? Häufig werden Bereiche aus dem Bildungskanon herangezogen. Aber das ist ja nicht alles. Etwas platt ausgedrückt: Ein versierter Mathematiker, der fünf Fremdsprachen fließend spricht und phänomenal malen kann, muss noch lange kein guter Mensch sein.

Andere wie der Psychologe und Erziehungswissenschaftler Howard Gardner behaupten sogar, es gäbe neun verschiedene Formen von Intelligenz. Wird so argumentiert, ist klar, dass irgendwie alle Menschen intelligent sind, denn irgendeine Form wird schon zutreffen. Ebenfalls unbestritten ist jedoch, dass es abgesehen von unterschiedlicher Begabung Menschen gibt, die Herausragendes leisten. Denen scheinbar alles zufällt.

Und das ist dann auch der größte gemeinsame Nenner aller Definitionsversuche: Intelligente Menschen zeichnen sich durch eine schnelle Verarbeitung von neuen Informationen und Reizen aus. Intelligenz ist die Zusammenfassung der kognitiven Leistungsfähigkeit eines Menschen.

Gemessen wird diese Leistungsfähigkeit anhand von Intelligenztests, die den Intelligenzquotienten (IQ) ermitteln. Im Vordergrund steht hier die Schnelligkeit: Je schneller und korrekter komplexe Aufgaben gelöst werden können, desto intelligenter ist ein Mensch – bis hin zur Hochbegabung.

Während die meisten Menschen einen IQ im Bereich von 85 bis 115 Punkten haben, gilt man ab einem IQ-Wert von 130 Punkten in Deutschland als hochbegabt.

Extreme Intelligenz kann problematisch sein

Mit links im Sitzen einen Test zu absolvieren, ist für viele ein Traum – vor allem jene, die mit ständiger Prüfungsangst zu kämpfen haben. Solche Menschen können sich kaum vorstellen, dass es gar nicht immer so vorteilhaft ist, hochintelligent zu sein.

Dass extrem intelligente Menschen auch mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Es kommt beispielsweise immer wieder vor, dass Menschen bereits zu Schulzeiten schlechte Schüler waren und auch im Erwachsenenalter keine nennenswerten beruflichen Erfolge vorweisen können.

Denn das ist der Trugschluss, dem viele Normalbegabte zum Opfer fallen: Nur weil jemand extrem intelligent ist, muss er nicht extrem erfolgreich sein. Im Gegenteil. Die sogenannten hochbegabten Underachiever sind in der Schule häufig durch störendes Verhalten aufgefallen. Sie langweilten sich im Unterricht, hatten Schwierigkeiten sich zu konzentrieren und wurden nicht entsprechend ihrer Bedürfnisse gefördert.

Da sie auf diese Art keine oder nur mäßige Leistungsnachweise erbringen, fallen sie oft durch das Raster und schlagen sich auch später mehr schlecht als recht durchs Leben. Und das ist längst nicht alles. Nachfolgend haben wir weitere Schwierigkeiten aufgeführt.

Das sind die typischen 10 Probleme extrem intelligenter Menschen…

[Bildnachweis: MakeStory Studio by Shutterstock.com]
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Beruf Architekt: Studium, Gehalt, Karriere, Bewerbung https://karrierebibel.de/architekt/ Thu, 16 Jan 2020 10:00:14 +0000 Anja Rassek https://karrierebibel.de/?p=121517

Ob öffentliche Bauten, Geschäftsbauten oder Eigenheim: ohne Architekt läuft nichts. Architekten planen, entwerfen und überwachen die Fertigstellung von Gebäuden. Mit ihrer Arbeit tragen sie maßgeblich zur Gestaltung unserer Umwelt bei. Wie wollen wir leben, wohnen, arbeiten? All das setzt der Architekt nach entsprechenden Vorgaben um. Gebäude müssen verschiedenen Ansprüchen genügen. Aufgabe eines Architekten ist es, sowohl unter funktionalen, baurechtlichen, sozialen, ökologischen und ästhetischen als auch finanziellen Gesichtspunkten zu bauen. Was diesen generalistisch angelegten Studienberuf ausmacht, welche beruflichen Perspektiven Sie haben und wie Sie sich bewerben…

Ausbildung: Wie wird man Architekt?

Architektur kann man an Fachhochschulen, Universitäten und Kunsthochschulen studieren. Der Schwerpunkt ist jeweils ein anderer: Während an der Fachhochschule das Bauen im Vordergrund steht, wird in der Universität die Theorie betont. Kunsthochschulen hingegen verfolgen einen künstlerischen Ansatz.

Das Studium der Architektur umfasst sechs Semester bis zum Bachelor. Darauf baut der viersemestrige Master auf. Wer keine Selbständigkeit plant, kann mit den Qualifikationen nach dem Bachelor in einem Architekturbüro als Angestellter anfangen.

Da der Bachelor lediglich die Grundlagen eines Grundstudiums vermittelt, ist es sinnvoll, den Master darauf zu setzen. Dazu kommt: Erst nach den vollen zehn Semestern und dem Eintritt in die Architektenkammer können sich Absolventen nicht nur europaweit als Architekt bezeichnen, sondern dürfen ihrerseits ein Architekturbüro führen.

Die Inhalte des Studiums weisen immer einen praktischen und einen theoretischen Anteil auf. Wissen erlangen Studenten über:

  • Architekturtheorie
  • Baukonstruktion
  • Bauphysik
  • Baustoffkunde
  • Geschichte des Bauwesens
  • Gebäudetechnik
  • Landschaftsplanung
  • Städtebau
  • Statik

Das Architekturstudium ist nicht nur auf einzelne Gebäude ausgerichtet, denn Ihre Arbeit als Architekt wirkt sich ja auf das Gesamtbild aus. Zum Studium gehört auch, dass angehende Architekten lernen, wie einzelne Siedlungen und Stadtteile geplant werden.

Was braucht es noch? Ein ausgeprägtes mathematisches und technisches Verständnis sind in jedem Fall günstig für ein Architekturstudium. Im Gegensatz zum Bauingenieur kommt für den Architekten noch das gestalterische Element dazu.

Ein Architekt sollte räumliches Vorstellungsvermögen besitzen, wenngleich Computersoftware Visualisierungen in viel stärkerem Maße unterstützt als das früher möglich war.

Berufsbild: Was macht ein Architekt?

Klassisch mit Bleistift und Papier ist der Zugang vieler Architekten zur Planung, auch der Modellbau ist absolut üblich. Im Studium werden die verschiedenen Baustoffe berücksichtigt – die Studenten lernen Ihre Modelle sowohl in Holz und Beton anzufertigen, als auch Metallkonstruktionen zu erstellen.

An Computerprogrammen zur Erzeugung geometrischer Modelle kommen Sie heutzutage aber in diesem Beruf nicht vorbei. Der Umgang mit verschiedenen CAD-Programmen wie beispielsweise Archicad sollte selbstverständlich sein.

Über folgende Fähigkeiten sollte ein Architekt verfügen:

Ein Großteil der Tätigkeit umfasst das Organisieren und Planen – sind die Vorarbeiten entsprechend gut, läuft das Bauen meist ohne größere Schwierigkeiten. Oft umfasst ihr Aufgabengebiet nicht nur den Entwurf und die Kostenkalkulation, sondern auch die Bauleitung und damit Bauausführung.

Als Architekt wird Teamarbeit großgeschrieben, denn die Vorarbeiten schließen die Zusammenarbeit und Koordination verschiedener Professionen mit ein:

  • Bauingenieur
  • Energieplaner
  • Versorgungsingenieur
  • Fachleute verschiedener Gewerke

Zum möglichst reibungslosen Ablauf gehört ebenso die regelmäßige Kontrolle, dass alle Beteiligten sich an die Vorgaben halten und die Arbeiten entsprechend der Planung ausgeführt werden. Die Kontrolle und Beurteilung gehört beispielsweise vorrangig zu Ihren Aufgaben, wenn Sie als Gutachter oder Sachverständiger für bereits gebaute Objekte herangezogen werden und den aktuellen Zustand beziehungsweise etwaige Mängel analysieren und dokumentieren sollen.

Außerdem sollten Sie als Architekt ein gutes Maß an Überzeugungskraft und Kommunikationsvermögen mitbringen, denn die Akquise gehört ebenfalls zum Berufsbild. Städtische, kommunale und größere Bauobjekte werden öffentlich ausgeschrieben. Architekturbüros bewerben sich dann, um den Zuschlag zur Umsetzung zu bekommen.

Gehalt: Was verdient ein Architekt?

Region, Branche und Unternehmensgröße wirken sich auf das Gehalt aus. Dazu natürlich die Berufserfahrung: Als Berufsanfänger (angestellt in einem Architekturbüro) können Sie etwa mit 32.000 Euro Bruttojahresgehalt rechnen.

Steigt die Verantwortung (und je nachdem auch das Renommee), dann sind in jedem Fall andere Gehälter drin: Etwa 45.000 bis 61.000 Euro in den ersten Jahren, später kann das Gehalt bis auf 85.000 Euro brutto im Jahr ansteigen.

Einen Unterschied macht außerdem, ob Sie im öffentlichen Dienst beschäftigt oder in der Privatwirtschaft tätig sind.

Karriere: Chancen und Aussichten als Architekt?

Das Handwerkliche ist das eine. Als Architekt wird von Ihnen häufig nichts weniger erwartet als Visionär zu sein. Sie sollen etwas ganz anderes entwerfen, das so noch nie da gewesen ist – freilich ein überzogener Anspruch.

Jede Inspiration speist sich aus bereits Vorhandenem und persönliche Vorlieben dürften ebenfalls einfließen – anderenfalls würden nicht so viele Bauwerke klar ihren Schöpfern zuzuordnen sein. Und der Wunsch, seinen ganz eigenen Stempel aufzudrücken, dürfte ebenfalls eine nicht geringe Rolle spielen. Schließlich prägen diese Bauten für eine nicht unerhebliche Zeit das Stadtbild.

Wie weit Selbstverwirklichung als Architekt möglich ist, hängt natürlich von den Auftraggebern und dem Budget ab.

Derzeit boomt die Baubranche, weshalb Architekten gefragt sind. In Zeiten des Baustopps sinkt logischerweise die Nachfrage bei Architekten, was sich wiederum auf die Gehälter auswirkt.

Folgende Branchen stehen Ihnen als Architekt unter anderem offen:

  • Architektur- und Ingenieurbüros
  • Bauämter
  • Bauwirtschaft
  • Denkmalbehörden
  • Immobilienfirmen
  • Versicherungen
  • Wohnungsbaugesellschaften

Wie in jedem Beruf sind auch hier Veränderungen durch technischen Fortschritt erwartbar, die bereits erwähnte Software zur Planung ist nur ein Beispiel. Architekten sollten daher mögliche Anpassungsweiterbildungen erwägen, um Trends, Wohn- und Gebäudekonzepte im Blick zu behalten.

Daneben ist immer eine wissenschaftliche Karriere möglich. Die erfordert üblicherweise zuerst eine Promotion (beispielsweise in Architektur, Innenarchitektur oder Baubetriebswirtschaft, Baumanagement) und später eine Habilitation, sofern der Ruf an eine wissenschaftliche Hochschule erfolgt.

Stellenanzeigen finden Sie auf www.karrieresprung.de.

Bewerbung als Architekt: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Für eine gelungene Bewerbung brauchen Sie ein ansprechendes Anschreiben, in dem Sie auf die erforderlichen Qualifikationen und Schwerpunkte eingehen, sowie einen Lebenslauf und Ihre Anlagen.

Bei einer Stellenausschreibung ist immer besonders darauf zu achten, welche Anforderungen absolut unumgänglich sind – meist beziehen die sich auf eine bestimmte Ausbildung oder ein Studium – und welche wünschenswert sind. Die Rede ist von den Muss- und den Kann-Qualifikationen.

Bedenken Sie außerdem, dass Sie die gewünschten Anforderungen mit Beispielen aus Ihrem Beruf belegen, beispielsweise so:

Meine Organisations- und Führungskompetenzen habe ich in den letzten drei Jahren mehrfach unter Beweis gestellt. So gehört zu meinen derzeitigen Aufgaben die verantwortliche Planungskoordinierung und Ausführungsüberwachung.

Nachfolgend stellen wir Ihnen eine kostenlose Mustervorlage zur Verfügung, die zeigt, wie ein Anschreiben für eine Bewerbung als Architekt aussehen könnte. Wie alle unsere Beispiele dient sie lediglich zur Inspiration und muss auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden.

Bewerbung Architekt Anschreiben Vorlage Muster Beispiel Kostenlos Herunterladen Pdf WordKlicken Sie auf die nachfolgenden Links für einen Gratis-Download als PDF-Dokument oder Word-Datei:


Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & Lebenslauf

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & LebenslaufUm Ihnen das Schreiben Ihrer Bewerbung zu erleichtern, haben wir für Sie mehr als 80 kostenlose und professionelle Bewerbungsvorlagen erstellen lassen, die Sie sich jederzeit kostenlos als WORD-Datei oder PDF herunterladen und privat nutzen können.

Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese jedes Mal individuell anpassen und etwas umgestalten. Es sähe sicher nicht gut aus, wenn eine(r) Ihrer Mitbewerber(innen) zufällig exakt dieselbe Vorlage verwendet.

Vorlagen und Muster für das Bewerbungsschreiben

Zum Durchblättern der Vorlagen bitte die orangen Pfeile nutzen. Zum Herunterladen der jeweiligen kostenlosen Vorlage einfach auf das Vorschaubild klicken


Initiativbewerbung
Vorlage 1
Initiativbewerbung
Vorlage 2
Blindbewerbung
Vorlage 1
Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Muster Cover Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Blindbewerbung Vorlage Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung für
eine Ausbildung
Bewerbung für
ein Praktikum 1
Bewerbung für
ein Praktikum 2
Bewerbungsschreiben Vorlage Ausbildung Cover Bewerbungsschreiben Praktikum1 Muster Cover Bewerbungsschreiben Praktikum2 Vorlage Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung als
Altenpflegerin
Bewerbungsschreiben
als Erzieherin
Ausbildungsanschreiben
zum Rettungssanitäter
Bewerbung Altenpflegerin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Erzieherin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Ausbildung Rettungssanitaeter Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Beispiel Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Anschreiben für
eine Duale Ausbildung
Bewerbungsschreiben
als Werkstudent
Bewerbung für
eine Masterarbeit
Bewerbungsschreiben Duale Ausbildung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Werkstudent Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Masterarbeit Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Aushilfe
Bewerbungsschreiben
als Verkäufer
Bewerbungsschreiben
für einen Minijob
Bewerbungsschreiben Vorlage Aushilfe Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Verkaeuferin Cover Bewerbungsschreiben Muster Minijob Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung bei der
Deutschen Bahn
Bewerbungsschreiben
für LIDL
Muster für Medizinische
Fachangestellte
Bewerbung Deutsche Bahn Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Fuer Lidl Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Medizinische Fachangestellte Anschreiben Vorlage Muster Beispiel Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung bei der
Bundeswehr
Bewerbungsschreiben
für die Bundespolizei
Bewerbungsschreiben
für den Zoll
Bundeswehr Bewerbung Bewerbungsschreiben Beispiel Muster Cover Bundespolizei Bewerbung Bewerbungsschreiben Muster Cover Bewerbung Zoll Anschreiben Vorlage Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
für ein FSJ
Bewerbungsschreiben
als Projektleiter
Bewerbungsschreiben
als Industriemechaniker
Fsj Bewerbung Anschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Reinigungskraft Bewerbungsschreiben Vorlage Beispiel Muster Cover Bewerbung Als Industriemechaniker Anschreiben Muster Vorlage Cover
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Bewerbungsschreiben
als Assistentin
Bewerbungsschreiben
für den Empfang
Bewerbung nach
einer Fortbildung
Bewerbungsvorlage Assistentin Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Empfang Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Fortbildung Anschreiben Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung auf
eine Stellenanzeige
Anschreiben für einen
Projektmanager
Bewerbung als
Krankenschwester
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Key Account Manager Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Projektmanager Muster Cover Bewerbungsschreiben Krankenschwester Vorlage Kostenlos Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung als
Mechatroniker
Bewerbung als
Pädagogin
Bewerbung als
Ausbildungsleiter
Bewerbungsanschreiben Vorlage Mechatroniker Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Paedagogin Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Ausbildungsleiter Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Führungskraft
Bewerbungsschreiben
als Beraterin
Bewerbungsschreiben
als Senior Consultant
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Manager Fuehrungskraft Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Beraterin Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Senior Consultant Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau


Vorlagen und Muster für den tabellarischen Lebenslauf





[Bildnachweis: baranq by Shutterstock.com]
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Ob öffentliche Bauten, Geschäftsbauten oder Eigenheim: ohne Architekt läuft nichts. Architekten planen, entwerfen und überwachen die Fertigstellung von Gebäuden. Mit ihrer Arbeit tragen sie maßgeblich zur Gestaltung unserer Umwelt bei. Wie wollen wir leben, wohnen, arbeiten? All das setzt der Architekt nach entsprechenden Vorgaben um. Gebäude müssen verschiedenen Ansprüchen genügen. Aufgabe eines Architekten ist es, sowohl unter funktionalen, baurechtlichen, sozialen, ökologischen und ästhetischen als auch finanziellen Gesichtspunkten zu bauen. Was diesen generalistisch angelegten Studienberuf ausmacht, welche beruflichen Perspektiven Sie haben und wie Sie sich bewerben…

Ausbildung: Wie wird man Architekt?

Architektur kann man an Fachhochschulen, Universitäten und Kunsthochschulen studieren. Der Schwerpunkt ist jeweils ein anderer: Während an der Fachhochschule das Bauen im Vordergrund steht, wird in der Universität die Theorie betont. Kunsthochschulen hingegen verfolgen einen künstlerischen Ansatz.

Das Studium der Architektur umfasst sechs Semester bis zum Bachelor. Darauf baut der viersemestrige Master auf. Wer keine Selbständigkeit plant, kann mit den Qualifikationen nach dem Bachelor in einem Architekturbüro als Angestellter anfangen.

Da der Bachelor lediglich die Grundlagen eines Grundstudiums vermittelt, ist es sinnvoll, den Master darauf zu setzen. Dazu kommt: Erst nach den vollen zehn Semestern und dem Eintritt in die Architektenkammer können sich Absolventen nicht nur europaweit als Architekt bezeichnen, sondern dürfen ihrerseits ein Architekturbüro führen.

Die Inhalte des Studiums weisen immer einen praktischen und einen theoretischen Anteil auf. Wissen erlangen Studenten über:

  • Architekturtheorie
  • Baukonstruktion
  • Bauphysik
  • Baustoffkunde
  • Geschichte des Bauwesens
  • Gebäudetechnik
  • Landschaftsplanung
  • Städtebau
  • Statik

Das Architekturstudium ist nicht nur auf einzelne Gebäude ausgerichtet, denn Ihre Arbeit als Architekt wirkt sich ja auf das Gesamtbild aus. Zum Studium gehört auch, dass angehende Architekten lernen, wie einzelne Siedlungen und Stadtteile geplant werden.

Was braucht es noch? Ein ausgeprägtes mathematisches und technisches Verständnis sind in jedem Fall günstig für ein Architekturstudium. Im Gegensatz zum Bauingenieur kommt für den Architekten noch das gestalterische Element dazu.

Ein Architekt sollte räumliches Vorstellungsvermögen besitzen, wenngleich Computersoftware Visualisierungen in viel stärkerem Maße unterstützt als das früher möglich war.

Berufsbild: Was macht ein Architekt?

Klassisch mit Bleistift und Papier ist der Zugang vieler Architekten zur Planung, auch der Modellbau ist absolut üblich. Im Studium werden die verschiedenen Baustoffe berücksichtigt – die Studenten lernen Ihre Modelle sowohl in Holz und Beton anzufertigen, als auch Metallkonstruktionen zu erstellen.

An Computerprogrammen zur Erzeugung geometrischer Modelle kommen Sie heutzutage aber in diesem Beruf nicht vorbei. Der Umgang mit verschiedenen CAD-Programmen wie beispielsweise Archicad sollte selbstverständlich sein.

Über folgende Fähigkeiten sollte ein Architekt verfügen:

Ein Großteil der Tätigkeit umfasst das Organisieren und Planen – sind die Vorarbeiten entsprechend gut, läuft das Bauen meist ohne größere Schwierigkeiten. Oft umfasst ihr Aufgabengebiet nicht nur den Entwurf und die Kostenkalkulation, sondern auch die Bauleitung und damit Bauausführung.

Als Architekt wird Teamarbeit großgeschrieben, denn die Vorarbeiten schließen die Zusammenarbeit und Koordination verschiedener Professionen mit ein:

  • Bauingenieur
  • Energieplaner
  • Versorgungsingenieur
  • Fachleute verschiedener Gewerke

Zum möglichst reibungslosen Ablauf gehört ebenso die regelmäßige Kontrolle, dass alle Beteiligten sich an die Vorgaben halten und die Arbeiten entsprechend der Planung ausgeführt werden. Die Kontrolle und Beurteilung gehört beispielsweise vorrangig zu Ihren Aufgaben, wenn Sie als Gutachter oder Sachverständiger für bereits gebaute Objekte herangezogen werden und den aktuellen Zustand beziehungsweise etwaige Mängel analysieren und dokumentieren sollen.

Außerdem sollten Sie als Architekt ein gutes Maß an Überzeugungskraft und Kommunikationsvermögen mitbringen, denn die Akquise gehört ebenfalls zum Berufsbild. Städtische, kommunale und größere Bauobjekte werden öffentlich ausgeschrieben. Architekturbüros bewerben sich dann, um den Zuschlag zur Umsetzung zu bekommen.

Gehalt: Was verdient ein Architekt?

Region, Branche und Unternehmensgröße wirken sich auf das Gehalt aus. Dazu natürlich die Berufserfahrung: Als Berufsanfänger (angestellt in einem Architekturbüro) können Sie etwa mit 32.000 Euro Bruttojahresgehalt rechnen.

Steigt die Verantwortung (und je nachdem auch das Renommee), dann sind in jedem Fall andere Gehälter drin: Etwa 45.000 bis 61.000 Euro in den ersten Jahren, später kann das Gehalt bis auf 85.000 Euro brutto im Jahr ansteigen.

Einen Unterschied macht außerdem, ob Sie im öffentlichen Dienst beschäftigt oder in der Privatwirtschaft tätig sind.

Karriere: Chancen und Aussichten als Architekt?

Das Handwerkliche ist das eine. Als Architekt wird von Ihnen häufig nichts weniger erwartet als Visionär zu sein. Sie sollen etwas ganz anderes entwerfen, das so noch nie da gewesen ist – freilich ein überzogener Anspruch.

Jede Inspiration speist sich aus bereits Vorhandenem und persönliche Vorlieben dürften ebenfalls einfließen – anderenfalls würden nicht so viele Bauwerke klar ihren Schöpfern zuzuordnen sein. Und der Wunsch, seinen ganz eigenen Stempel aufzudrücken, dürfte ebenfalls eine nicht geringe Rolle spielen. Schließlich prägen diese Bauten für eine nicht unerhebliche Zeit das Stadtbild.

Wie weit Selbstverwirklichung als Architekt möglich ist, hängt natürlich von den Auftraggebern und dem Budget ab.

Derzeit boomt die Baubranche, weshalb Architekten gefragt sind. In Zeiten des Baustopps sinkt logischerweise die Nachfrage bei Architekten, was sich wiederum auf die Gehälter auswirkt.

Folgende Branchen stehen Ihnen als Architekt unter anderem offen:

  • Architektur- und Ingenieurbüros
  • Bauämter
  • Bauwirtschaft
  • Denkmalbehörden
  • Immobilienfirmen
  • Versicherungen
  • Wohnungsbaugesellschaften

Wie in jedem Beruf sind auch hier Veränderungen durch technischen Fortschritt erwartbar, die bereits erwähnte Software zur Planung ist nur ein Beispiel. Architekten sollten daher mögliche Anpassungsweiterbildungen erwägen, um Trends, Wohn- und Gebäudekonzepte im Blick zu behalten.

Daneben ist immer eine wissenschaftliche Karriere möglich. Die erfordert üblicherweise zuerst eine Promotion (beispielsweise in Architektur, Innenarchitektur oder Baubetriebswirtschaft, Baumanagement) und später eine Habilitation, sofern der Ruf an eine wissenschaftliche Hochschule erfolgt.

Stellenanzeigen finden Sie auf www.karrieresprung.de.

Bewerbung als Architekt: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Für eine gelungene Bewerbung brauchen Sie ein ansprechendes Anschreiben, in dem Sie auf die erforderlichen Qualifikationen und Schwerpunkte eingehen, sowie einen Lebenslauf und Ihre Anlagen.

Bei einer Stellenausschreibung ist immer besonders darauf zu achten, welche Anforderungen absolut unumgänglich sind – meist beziehen die sich auf eine bestimmte Ausbildung oder ein Studium – und welche wünschenswert sind. Die Rede ist von den Muss- und den Kann-Qualifikationen.

Bedenken Sie außerdem, dass Sie die gewünschten Anforderungen mit Beispielen aus Ihrem Beruf belegen, beispielsweise so:

Meine Organisations- und Führungskompetenzen habe ich in den letzten drei Jahren mehrfach unter Beweis gestellt. So gehört zu meinen derzeitigen Aufgaben die verantwortliche Planungskoordinierung und Ausführungsüberwachung.

Nachfolgend stellen wir Ihnen eine kostenlose Mustervorlage zur Verfügung, die zeigt, wie ein Anschreiben für eine Bewerbung als Architekt aussehen könnte. Wie alle unsere Beispiele dient sie lediglich zur Inspiration und muss auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden.

Bewerbung Architekt Anschreiben Vorlage Muster Beispiel Kostenlos Herunterladen Pdf WordKlicken Sie auf die nachfolgenden Links für einen Gratis-Download als PDF-Dokument oder Word-Datei:


Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & Lebenslauf

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & LebenslaufUm Ihnen das Schreiben Ihrer Bewerbung zu erleichtern, haben wir für Sie mehr als 80 kostenlose und professionelle Bewerbungsvorlagen erstellen lassen, die Sie sich jederzeit kostenlos als WORD-Datei oder PDF herunterladen und privat nutzen können.

Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese jedes Mal individuell anpassen und etwas umgestalten. Es sähe sicher nicht gut aus, wenn eine(r) Ihrer Mitbewerber(innen) zufällig exakt dieselbe Vorlage verwendet.

Vorlagen und Muster für das Bewerbungsschreiben

Zum Durchblättern der Vorlagen bitte die orangen Pfeile nutzen. Zum Herunterladen der jeweiligen kostenlosen Vorlage einfach auf das Vorschaubild klicken


Initiativbewerbung
Vorlage 1
Initiativbewerbung
Vorlage 2
Blindbewerbung
Vorlage 1
Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Muster Cover Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Blindbewerbung Vorlage Muster Cover
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Bewerbung für
eine Ausbildung
Bewerbung für
ein Praktikum 1
Bewerbung für
ein Praktikum 2
Bewerbungsschreiben Vorlage Ausbildung Cover Bewerbungsschreiben Praktikum1 Muster Cover Bewerbungsschreiben Praktikum2 Vorlage Cover
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Bewerbung als
Altenpflegerin
Bewerbungsschreiben
als Erzieherin
Ausbildungsanschreiben
zum Rettungssanitäter
Bewerbung Altenpflegerin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Erzieherin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Ausbildung Rettungssanitaeter Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Beispiel Cover
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Anschreiben für
eine Duale Ausbildung
Bewerbungsschreiben
als Werkstudent
Bewerbung für
eine Masterarbeit
Bewerbungsschreiben Duale Ausbildung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Werkstudent Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Masterarbeit Cover
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Bewerbungsschreiben
als Aushilfe
Bewerbungsschreiben
als Verkäufer
Bewerbungsschreiben
für einen Minijob
Bewerbungsschreiben Vorlage Aushilfe Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Verkaeuferin Cover Bewerbungsschreiben Muster Minijob Cover
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Bewerbung bei der
Deutschen Bahn
Bewerbungsschreiben
für LIDL
Muster für Medizinische
Fachangestellte
Bewerbung Deutsche Bahn Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Fuer Lidl Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Medizinische Fachangestellte Anschreiben Vorlage Muster Beispiel Cover
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Bewerbung bei der
Bundeswehr
Bewerbungsschreiben
für die Bundespolizei
Bewerbungsschreiben
für den Zoll
Bundeswehr Bewerbung Bewerbungsschreiben Beispiel Muster Cover Bundespolizei Bewerbung Bewerbungsschreiben Muster Cover Bewerbung Zoll Anschreiben Vorlage Muster Cover
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Bewerbungsschreiben
für ein FSJ
Bewerbungsschreiben
als Projektleiter
Bewerbungsschreiben
als Industriemechaniker
Fsj Bewerbung Anschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Reinigungskraft Bewerbungsschreiben Vorlage Beispiel Muster Cover Bewerbung Als Industriemechaniker Anschreiben Muster Vorlage Cover
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Bewerbungsschreiben
als Assistentin
Bewerbungsschreiben
für den Empfang
Bewerbung nach
einer Fortbildung
Bewerbungsvorlage Assistentin Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Empfang Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Fortbildung Anschreiben Cover
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Bewerbung auf
eine Stellenanzeige
Anschreiben für einen
Projektmanager
Bewerbung als
Krankenschwester
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Key Account Manager Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Projektmanager Muster Cover Bewerbungsschreiben Krankenschwester Vorlage Kostenlos Muster Cover
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Bewerbung als
Mechatroniker
Bewerbung als
Pädagogin
Bewerbung als
Ausbildungsleiter
Bewerbungsanschreiben Vorlage Mechatroniker Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Paedagogin Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Ausbildungsleiter Muster Cover
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Bewerbungsschreiben
als Führungskraft
Bewerbungsschreiben
als Beraterin
Bewerbungsschreiben
als Senior Consultant
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Manager Fuehrungskraft Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Beraterin Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Senior Consultant Muster Cover
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Vorlagen und Muster für den tabellarischen Lebenslauf





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Blinder Fleck: So erkennen Sie Ihre Schwächen https://karrierebibel.de/blinder-fleck/ Thu, 16 Jan 2020 07:00:44 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=54861

Was sind Ihre größten Schwächen? – Die Frage kommt in der einen oder anderen Variation gerne mal im Vorstellungsgespräch. Die falsche Antwort hierauf wäre: Ich habe keine Schwächen. Denn Tatsache ist nun mal: Jeder Mensch hat Schwächen, doch liegt hier oft ein blinder Fleck. Eigene Makel und Schwachstellen sehen wir nicht – und wollen diese auch nicht wahrhaben. Schwächen sind eine Kampfansage an unser Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Sie konfrontieren uns mit der eigenen Unvollkommenheit, Fehlbarkeit, Menschlichkeit. Nicht wenige setzen das – fälschlicherweise – mit Minderwertigkeit gleich. Umso wichtiger ist eine Auseinandersetzung mit dem eigenen blinden Fleck und möglichen Schwächen. Das mag unangenehm sein, ist aber enorm nützlich für Ihre Karriere…

Blinder Fleck: Verzerrte Wahrnehmung von Schwächen

Wenn es um Schwächen geht, ist ein Phänomen immer wieder zu beobachten: Die Schwächen der anderen erkennen wir auf Anhieb und überdeutlich – gegenüber den eigenen Defiziten hingegen sind wir nahezu blind. Mühelos sehen wir bei Kollegen, wenn diese im Job Schwierigkeiten haben, können nach Feierabend mit Freunden lang und breit über die Unzulänglichkeiten von anderen diskutieren – bei der Frage nach eigenen Schwächen ist die Antwort hingegen Schweigen.

Es ist so, wie es schon in der Bibel steht: Wir sehen problemlos den Holzsplitter im Auge unseres Gegenübers, aber übersehen mühelos den Balken im eigenen Auge. Er ist unser blinder Fleck.

Blinder Fleck Definition Inforafik

Schon vor einiger Zeit kamen Psychologen bei großangelegten Studien mit insgesamt mehr als 200.000 Teilnehmern zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit bei der Selbsteinschätzung große Schwierigkeiten hat. Dabei zeigte sich ein klares Muster: Während die die Probanden eigene Stärken regelmäßig überschätzten, wurden Schwächen umso stärker unterschätzt oder gleich komplett übersehen und ignoriert.

Der Mensch ist eben nicht nur die Krone der Schöpfung, sondern leider auch Spitze darin, sich seine eigene Wirklichkeit zu schaffen: ein Universum aus Selbstbetrug, Schönfärberei, selektiver Wahrnehmung und Selbstgerechtigkeit.

Nicht selten verbirgt sich hinter dem vermeintlichen Selbstschutz ein aufgepumptes Ego, purer Narzissmus oder eine veritable Profilneurose. Und natürlich eine falsche Definition von Schwächen.

Die werden schließlich nicht besser, indem man sie verdrängt, verleugnet, verschweigt, versteckt. Im Gegenteil: Nur wer sie erkennt und sich diese eingesteht, kann daran arbeiten oder die blinden Flecken gezielt durch andere Menschen und deren Stärken kompensieren.

Wie viele Projekte und Ideen scheitern letztlich am Stolz und an der Eitelkeit (bis hin zur Arroganz) mancher, die lieber hoffnungslos weiterwurschteln, statt die Kollegen um Rat oder um Hilfe zu bitten.

Mit Schwaechen Umgehen Fehler Blinder Fleck

Blinden Fleck erkennen: So bemerken Sie Ihre Schwächen

Ein blinder Fleck mag unbemerkt sein, hat aber dennoch zahlreiche Auswirkungen. Sie überschätzen sich, machen Fehler, liefern Ergebnisse ab, die längst nicht so gut sind, wie Sie vielleicht glauben. Auch im Vorstellungsgespräch ist ein blinder Fleck hinderlich. Wer hier behauptet, keine Schwächen zu haben oder klischeehafte Antworten wie Ich bin zu perfektionistisch… gibt, kann nicht punkten.

Besser ist ein ehrlicher und authentischer Umgang mit eigenen Defiziten. Das sehen auch Personaler so, denn nur wer seine Schwachstellen kennt, kann daran arbeiten und noch vorhandenes Potenzial ausschöpfen. Damit das gelingt, müssen Sie Ihren Blick gezielt dorthin richten, wo Sie sonst am liebsten wegschauen.

Die gute Nachricht: Für das Erforschen der eigenen blinden Flecken und Schwächen reichen fünf Fragen aus.

Das klingt wenig, sollte aber nicht unterschätzt werden. Die Fragen haben es in sich – erst recht, wenn Sie diese ehrlich und umfassend beantworten. Denn nicht alle Antworten und Erkenntnisse werden Ihnen gefallen.

Im Lauf des Prozesses entdecken Sie Schwächen, die Ihnen bisher gar nicht bewusst waren, die Ihnen ganz und gar nicht gefallen und die Sie lieber ignorieren würden. Das sollten Sie aber nicht: Zwar müssen Sie nicht an jedem Mangel laborieren und nicht jedes Defizit ausgleichen – mancher blinde Fleck begleitet uns ein Leben lang.

Andere aber behindern und belasten uns und unsere Entwicklung womöglich auch ein Leben lang. Diese zu ignorieren, wäre töricht.

Stellen Sie sich also den folgenden Fragen – und damit auch sich selbst. Und (an)erkennen Sie nicht nur – wie sonst üblich – die angenehmen Stärken, sondern vor allem jene blinden Flecken, an den sich zu arbeiten lohnt:

  • Welche Aufgaben mögen Sie nicht?

    Diese Frage bezieht sich in erster Linie auf Ihr Arbeitsleben. Welche Aufgaben und Arbeiten erfüllen Sie aus reiner Notwendigkeit, ohne Begeisterung oder Motivation? Was fällt Ihnen schwer? Welche Abläufe stellen eine Belastung dar? Wozu müssen Sie sich erst lange aufraffen?

    Sicher können dafür auch Rahmenbedingungen verantwortlich sein, doch eine ehrliche Antwort auf diese Frage wird Ihnen erste Hinweise auf eigene Schwächen liefern.

  • Welche Tätigkeiten vermeiden Sie häufig?

    Die Antworten in Bezug auf den Arbeitsplatz können als Ausgangspunkt dienen. Hier geht es allerdings um Aktivitäten in allen Lebensbereichen: Welche Aufgaben und Tätigkeiten vermeiden Sie besonders häufig und gerne? Was kostet Sie große Überwindung? Warum vermeiden Sie diese? Was sind die Folgen dieser Vermeidungsstrategie? Würde es Sie weiterbringen, wenn Sie sich überwinden könnten?

    Mit der letzten Frage sollten Sie sich auch die Konsequenzen Ihres Handeln vor Augen führen. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass Sie regelmäßig in Verzug geraten, weil die Aufgabe sich letztlich doch nicht vermeiden lässt – oder dass Sie so immer wieder eine offene Flanke behalten, die Sie mit viel Energie regelmäßig kaschieren müssen.

  • Was gelingt Ihnen so gar nicht?

    Reflektieren Sie bitte, wobei Sie regelmäßig Probleme haben, sich übermäßig anstrengen müssen – und am Ende doch nur suboptimale Ergebnisse erzielen. Was waren Ihre größten Misserfolge? Denken Sie dabei aber bitte nicht nur an Fertigkeiten, wie ein Ikea-Regal zusammenschrauben, sondern auch an Charaktermerkmale wie Ungeduld, Reizbarkeit oder Rechthaberei.

    Im zweiten Schritt fragen Sie sich bitte, wie Sie damit umgehen: Tun sie etwas dagegen? Arbeiten Sie an sich? Wenn nicht, warum nicht? Auch hier kann es helfen, wenn Sie sich – ehrlich – die Konsequenzen vor Augen führen. Aber nicht nur die schöngefärbten…

  • Wovon lassen Sie sich provozieren oder verführen?

    So weit unsere Selbstbeherrschung reicht, so weit geht auch unsere Freiheit. Jeder Mensch hat aber auch hier ein paar blinde Flecken: Knöpfe, die andere nur drücken müssen – und schon ist es damit vorbei, seine Emotionen, sein Verhalten und seine Wünsche kontrollieren und diesen Impulsen widerstehen zu können.

    Fragen Sie sich, welche Knöpfe das sind: Wovon lassen Sie sich leicht provozieren oder verführen? Was hat (te) das für Folgen? Was tun Sie, um sich davor zu schützen? Manchmal reicht es schon, den Versuchungen aus dem Weg zu gehen. Manchmal aber müssen wir Strategien entwickeln und trainieren, die Selbstkontrolle zu behalten.

  • Womit können Sie nicht umgehen?

    Gibt es Menschen, mit denen Sie nur schwer auskommen? Gibt es Situationen, die Ihnen schlagartig die Laune vermiesen? Natürlich muss man nicht mit allen Menschen gleich gut auskommen, manche toxische Typen sollte man sogar meiden.

    Manche Antipathien und Ärgernisse können aber auch gute Hinweise auf eigene Schwächen liefern. Zum Beispiel, weil diese Menschen uns durch ihre Stärken die eigenen Defizite bewusster machen und uns deshalb besonders reizen. Das ist dann allerdings nicht deren Problem, sondern unseres. Gleiches gilt für manche Umstände und Situationen.

Tipps: So gehen Sie mit Ihren blinden Flecken um

Machen Sie sich aber auch bewusst: Schwächen sind relativ. Was Sie als Schwäche empfinden, ist für andere Menschen vielleicht normal oder völlig ausreichend oder gar eine Stärke. Unterschiedliche Ansprüche und Erwartungen und individuelle Situationen führen zu teils gegensätzlichen Bewertungen von Fähigkeiten.

Überprüfen und verifizieren Sie Ihre eigenen Erkenntnisse daher bitte auch über Familie, Freunde, Bekannten oder Kollegen, denen Sie sich anvertrauen können. Bitten Sie um Feedback und gleichen Sie die Selbstwahrnehmung mit der Fremdwahrnehmung ab. Die Wahrheit liegt – wie so oft – in der Mitte.

Für das, was dann als blinder Fleck noch übrig bleibt, haben Sie wiederum zwei Alternativen:

  • Akzeptieren

    Nehmen Sie die Schwächen als das an, was sie sind: menschliche Defizite, die wir alle haben. Nichts, wovon wir uns die Lebensfreude dauerhaft rauben lassen sollten. Akzeptieren Sie diese als individuelle Besonderheit, Spleen oder Markenzeichen.

    Dazu zählt auch das Eingeständnis, nicht perfekt sein zu können. Ganz ohne übermäßige Selbstkritik oder negative Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein. Schwächen zu haben ist normal – und kein Grund, sich deshalb selbst schlecht zu machen.

  • Ändern

    Oder aber Sie erkennen, dass Ihnen diese Schwächen dauerhaft im Weg stehen und Sie lähmen. Dann sollten Sie nicht resignieren („Ich bin halt so!“), sondern daran arbeiten – eigenverantwortlich, konsequent und permanent. Jeder Mensch kann sich auch verändern, wenn er will.

    Durch Übung wird aus dem früheren blinden Fleck, der als Schwäche erkannt wurde, nach und nach eine Stärke, auf die Sie stolz sein können. Wenn das geschafft ist, können Sie den Prozess von vorne beginnen und weitere blinde Flecken aufdecken.

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
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Was sind Ihre größten Schwächen? – Die Frage kommt in der einen oder anderen Variation gerne mal im Vorstellungsgespräch. Die falsche Antwort hierauf wäre: Ich habe keine Schwächen. Denn Tatsache ist nun mal: Jeder Mensch hat Schwächen, doch liegt hier oft ein blinder Fleck. Eigene Makel und Schwachstellen sehen wir nicht – und wollen diese auch nicht wahrhaben. Schwächen sind eine Kampfansage an unser Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Sie konfrontieren uns mit der eigenen Unvollkommenheit, Fehlbarkeit, Menschlichkeit. Nicht wenige setzen das – fälschlicherweise – mit Minderwertigkeit gleich. Umso wichtiger ist eine Auseinandersetzung mit dem eigenen blinden Fleck und möglichen Schwächen. Das mag unangenehm sein, ist aber enorm nützlich für Ihre Karriere…

Blinder Fleck: Verzerrte Wahrnehmung von Schwächen

Wenn es um Schwächen geht, ist ein Phänomen immer wieder zu beobachten: Die Schwächen der anderen erkennen wir auf Anhieb und überdeutlich – gegenüber den eigenen Defiziten hingegen sind wir nahezu blind. Mühelos sehen wir bei Kollegen, wenn diese im Job Schwierigkeiten haben, können nach Feierabend mit Freunden lang und breit über die Unzulänglichkeiten von anderen diskutieren – bei der Frage nach eigenen Schwächen ist die Antwort hingegen Schweigen.

Es ist so, wie es schon in der Bibel steht: Wir sehen problemlos den Holzsplitter im Auge unseres Gegenübers, aber übersehen mühelos den Balken im eigenen Auge. Er ist unser blinder Fleck.

Blinder Fleck Definition Inforafik

Schon vor einiger Zeit kamen Psychologen bei großangelegten Studien mit insgesamt mehr als 200.000 Teilnehmern zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit bei der Selbsteinschätzung große Schwierigkeiten hat. Dabei zeigte sich ein klares Muster: Während die die Probanden eigene Stärken regelmäßig überschätzten, wurden Schwächen umso stärker unterschätzt oder gleich komplett übersehen und ignoriert.

Der Mensch ist eben nicht nur die Krone der Schöpfung, sondern leider auch Spitze darin, sich seine eigene Wirklichkeit zu schaffen: ein Universum aus Selbstbetrug, Schönfärberei, selektiver Wahrnehmung und Selbstgerechtigkeit.

Nicht selten verbirgt sich hinter dem vermeintlichen Selbstschutz ein aufgepumptes Ego, purer Narzissmus oder eine veritable Profilneurose. Und natürlich eine falsche Definition von Schwächen.

Die werden schließlich nicht besser, indem man sie verdrängt, verleugnet, verschweigt, versteckt. Im Gegenteil: Nur wer sie erkennt und sich diese eingesteht, kann daran arbeiten oder die blinden Flecken gezielt durch andere Menschen und deren Stärken kompensieren.

Wie viele Projekte und Ideen scheitern letztlich am Stolz und an der Eitelkeit (bis hin zur Arroganz) mancher, die lieber hoffnungslos weiterwurschteln, statt die Kollegen um Rat oder um Hilfe zu bitten.

Mit Schwaechen Umgehen Fehler Blinder Fleck

Blinden Fleck erkennen: So bemerken Sie Ihre Schwächen

Ein blinder Fleck mag unbemerkt sein, hat aber dennoch zahlreiche Auswirkungen. Sie überschätzen sich, machen Fehler, liefern Ergebnisse ab, die längst nicht so gut sind, wie Sie vielleicht glauben. Auch im Vorstellungsgespräch ist ein blinder Fleck hinderlich. Wer hier behauptet, keine Schwächen zu haben oder klischeehafte Antworten wie Ich bin zu perfektionistisch… gibt, kann nicht punkten.

Besser ist ein ehrlicher und authentischer Umgang mit eigenen Defiziten. Das sehen auch Personaler so, denn nur wer seine Schwachstellen kennt, kann daran arbeiten und noch vorhandenes Potenzial ausschöpfen. Damit das gelingt, müssen Sie Ihren Blick gezielt dorthin richten, wo Sie sonst am liebsten wegschauen.

Die gute Nachricht: Für das Erforschen der eigenen blinden Flecken und Schwächen reichen fünf Fragen aus.

Das klingt wenig, sollte aber nicht unterschätzt werden. Die Fragen haben es in sich – erst recht, wenn Sie diese ehrlich und umfassend beantworten. Denn nicht alle Antworten und Erkenntnisse werden Ihnen gefallen.

Im Lauf des Prozesses entdecken Sie Schwächen, die Ihnen bisher gar nicht bewusst waren, die Ihnen ganz und gar nicht gefallen und die Sie lieber ignorieren würden. Das sollten Sie aber nicht: Zwar müssen Sie nicht an jedem Mangel laborieren und nicht jedes Defizit ausgleichen – mancher blinde Fleck begleitet uns ein Leben lang.

Andere aber behindern und belasten uns und unsere Entwicklung womöglich auch ein Leben lang. Diese zu ignorieren, wäre töricht.

Stellen Sie sich also den folgenden Fragen – und damit auch sich selbst. Und (an)erkennen Sie nicht nur – wie sonst üblich – die angenehmen Stärken, sondern vor allem jene blinden Flecken, an den sich zu arbeiten lohnt:

  • Welche Aufgaben mögen Sie nicht?

    Diese Frage bezieht sich in erster Linie auf Ihr Arbeitsleben. Welche Aufgaben und Arbeiten erfüllen Sie aus reiner Notwendigkeit, ohne Begeisterung oder Motivation? Was fällt Ihnen schwer? Welche Abläufe stellen eine Belastung dar? Wozu müssen Sie sich erst lange aufraffen?

    Sicher können dafür auch Rahmenbedingungen verantwortlich sein, doch eine ehrliche Antwort auf diese Frage wird Ihnen erste Hinweise auf eigene Schwächen liefern.

  • Welche Tätigkeiten vermeiden Sie häufig?

    Die Antworten in Bezug auf den Arbeitsplatz können als Ausgangspunkt dienen. Hier geht es allerdings um Aktivitäten in allen Lebensbereichen: Welche Aufgaben und Tätigkeiten vermeiden Sie besonders häufig und gerne? Was kostet Sie große Überwindung? Warum vermeiden Sie diese? Was sind die Folgen dieser Vermeidungsstrategie? Würde es Sie weiterbringen, wenn Sie sich überwinden könnten?

    Mit der letzten Frage sollten Sie sich auch die Konsequenzen Ihres Handeln vor Augen führen. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass Sie regelmäßig in Verzug geraten, weil die Aufgabe sich letztlich doch nicht vermeiden lässt – oder dass Sie so immer wieder eine offene Flanke behalten, die Sie mit viel Energie regelmäßig kaschieren müssen.

  • Was gelingt Ihnen so gar nicht?

    Reflektieren Sie bitte, wobei Sie regelmäßig Probleme haben, sich übermäßig anstrengen müssen – und am Ende doch nur suboptimale Ergebnisse erzielen. Was waren Ihre größten Misserfolge? Denken Sie dabei aber bitte nicht nur an Fertigkeiten, wie ein Ikea-Regal zusammenschrauben, sondern auch an Charaktermerkmale wie Ungeduld, Reizbarkeit oder Rechthaberei.

    Im zweiten Schritt fragen Sie sich bitte, wie Sie damit umgehen: Tun sie etwas dagegen? Arbeiten Sie an sich? Wenn nicht, warum nicht? Auch hier kann es helfen, wenn Sie sich – ehrlich – die Konsequenzen vor Augen führen. Aber nicht nur die schöngefärbten…

  • Wovon lassen Sie sich provozieren oder verführen?

    So weit unsere Selbstbeherrschung reicht, so weit geht auch unsere Freiheit. Jeder Mensch hat aber auch hier ein paar blinde Flecken: Knöpfe, die andere nur drücken müssen – und schon ist es damit vorbei, seine Emotionen, sein Verhalten und seine Wünsche kontrollieren und diesen Impulsen widerstehen zu können.

    Fragen Sie sich, welche Knöpfe das sind: Wovon lassen Sie sich leicht provozieren oder verführen? Was hat (te) das für Folgen? Was tun Sie, um sich davor zu schützen? Manchmal reicht es schon, den Versuchungen aus dem Weg zu gehen. Manchmal aber müssen wir Strategien entwickeln und trainieren, die Selbstkontrolle zu behalten.

  • Womit können Sie nicht umgehen?

    Gibt es Menschen, mit denen Sie nur schwer auskommen? Gibt es Situationen, die Ihnen schlagartig die Laune vermiesen? Natürlich muss man nicht mit allen Menschen gleich gut auskommen, manche toxische Typen sollte man sogar meiden.

    Manche Antipathien und Ärgernisse können aber auch gute Hinweise auf eigene Schwächen liefern. Zum Beispiel, weil diese Menschen uns durch ihre Stärken die eigenen Defizite bewusster machen und uns deshalb besonders reizen. Das ist dann allerdings nicht deren Problem, sondern unseres. Gleiches gilt für manche Umstände und Situationen.

Tipps: So gehen Sie mit Ihren blinden Flecken um

Machen Sie sich aber auch bewusst: Schwächen sind relativ. Was Sie als Schwäche empfinden, ist für andere Menschen vielleicht normal oder völlig ausreichend oder gar eine Stärke. Unterschiedliche Ansprüche und Erwartungen und individuelle Situationen führen zu teils gegensätzlichen Bewertungen von Fähigkeiten.

Überprüfen und verifizieren Sie Ihre eigenen Erkenntnisse daher bitte auch über Familie, Freunde, Bekannten oder Kollegen, denen Sie sich anvertrauen können. Bitten Sie um Feedback und gleichen Sie die Selbstwahrnehmung mit der Fremdwahrnehmung ab. Die Wahrheit liegt – wie so oft – in der Mitte.

Für das, was dann als blinder Fleck noch übrig bleibt, haben Sie wiederum zwei Alternativen:

  • Akzeptieren

    Nehmen Sie die Schwächen als das an, was sie sind: menschliche Defizite, die wir alle haben. Nichts, wovon wir uns die Lebensfreude dauerhaft rauben lassen sollten. Akzeptieren Sie diese als individuelle Besonderheit, Spleen oder Markenzeichen.

    Dazu zählt auch das Eingeständnis, nicht perfekt sein zu können. Ganz ohne übermäßige Selbstkritik oder negative Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein. Schwächen zu haben ist normal – und kein Grund, sich deshalb selbst schlecht zu machen.

  • Ändern

    Oder aber Sie erkennen, dass Ihnen diese Schwächen dauerhaft im Weg stehen und Sie lähmen. Dann sollten Sie nicht resignieren („Ich bin halt so!“), sondern daran arbeiten – eigenverantwortlich, konsequent und permanent. Jeder Mensch kann sich auch verändern, wenn er will.

    Durch Übung wird aus dem früheren blinden Fleck, der als Schwäche erkannt wurde, nach und nach eine Stärke, auf die Sie stolz sein können. Wenn das geschafft ist, können Sie den Prozess von vorne beginnen und weitere blinde Flecken aufdecken.

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Positiv denken: 7 Tipps für mehr Optimismus https://karrierebibel.de/positiv-denken/ Wed, 15 Jan 2020 16:00:20 +0000 Anja Rassek http://karrierebibel.de/?p=49839

Wenn ich erst erfolgreich bin und alles habe, werde ich glücklich. Ein Trugschluss! Tatsächlich ist es genau anders herum. Wenn Sie positiv denken, zuversichtlich und glücklich sind, werden Sie erfolgreicher. Zudem kann die Glücksforschung belegen, dass nur etwa 10 Prozent unseres Glücksempfindens von äußeren Umständen abhängen. Satte 40 Prozent werden durch unsere Einstellung bedingt. Positiv zu denken fällt nicht allen Menschen leicht, aber es lohnt sich in jedem Fall. Und die gute Nachricht: Positiv denken lässt sich lernen, wenn Sie ein paar Tipps beachten…

Positiv denken in der Wissenschaft

Die heutigen Erkenntnisse zu positivem Denken gehen letztlich auf den französischen Apotheker Émile Coué zurück. Der hatte die Macht der Gedanken beim Verabreichen von Medikamenten erkannt und entwickelte daraus das Konzept der Autosuggestion.

Das umfasst die Nutzung von positiven Formeln und Sätzen, um das Verhalten, Befinden und Körperreaktionen zu beeinflussen. Coué hatte damit eine Selbsthilfe-Methode an der Hand, die mittels positiver Affirmationen seine Kunden signifikant häufiger gesund machte, als wenn sie ausschließlich die Medikamente bekamen.

In der Psychologie entwickelte sich die Richtung der Positiven Psychologie, als sich Ende des letzten Jahrhunderts die Psychologen um Martin Seligmann in den USA erstmals laut die Frage stellten, warum sie sich fast ausschließlich mit Krankheiten, Symptomen und Problemen befassen.

Denn eigentlich sollte der Fokus genau andersherum sein: 70 Prozent der Menschen sind Gesunde, die einfach ein gutes Leben haben wollen. So etablierte sich im Jahr 2000 die Positive Psychologie als wissenschaftliche Richtung, die positive Emotionen, positive Charaktereigenschaften und positive Institutionen untersucht.

Der veränderte Blickwinkel ermöglicht es der Psychologie und Medizin, den Schwerpunkt weg vom Defizit hin zu den Möglichkeiten zu verschieben. Statt Fremdheilung und Abhängigkeit von Arzt oder Therapeut kann nun jeder auf eigene Aktivität und selbstheilende Kräfte setzen. Er erfährt so von dem Potenzial seiner eigenen Möglichkeiten und gewinnt mehr Einfluss auf das eigene Leben.

Wie positiv denken mit Erfolg zusammenhängt

Auch der amerikanische Glücksforscher Shawn Achor kommt in seinen Untersuchungen zu dem verblüffenden Ergebnis, dass nicht Erfolg zu Glück beitrage, sondern mit der richtigen Einstellung Glück empfunden werde – und daraus Erfolg entstünde.

In einem Vortrag berichtete er, welchen Einfluss beispielsweise Nachrichten auf uns haben: Wer den Fernseher anstellt, bekommt den Eindruck, dass die Welt ausschließlich aus Mord und Totschlag, Krankheiten und Umweltkatastrophen bestehe, denn man hält das Verhältnis von positiven zu negativen Ereignissen für realistisch.

Dabei ist in der Medienwelt vor allem eine Maxime weit verbreitet: Good news are no news, das heißt, der Fokus wird von vornherein auf die negativen Dinge gerichtet. Shawn Achor drückt es daher so aus:

Wir erkennen also, dass nicht die Realität uns Form gibt, sondern die Linse, durch die unser Gehirn auf die realitätsformende Welt schaut. Und wenn wir die Linse austauschen können, können wir nicht nur unser Glück beeinflussen, sondern zur selben Zeit jedes einzelne Resultat in der Bildung und Wirtschaft verändern.

Wer nun denkt, dass der IQ über den beruflichen Erfolg entscheidet, wird überrascht sein: Wesentlich wichtiger – nämlich zu 75 Prozent – sind persönliche Eigenschaften wie Optimismus und die Fähigkeit mit Stress umzugehen, aber auch das soziale Netzwerk für Erfolg verantwortlich.

Achor konnte in seinen Studien nachweisen, dass im positiven Zustand das Gehirn den sogenannten Glücks-Vorteil erlebt, das heißt, es liefert wesentlich bessere Leistungen. In Zahlen ausgedrückt heißt das:

  • Das Gehirn ist um 31 Prozent produktiver als im negativen, neutralen oder gestressten Zustand.
  • Wer als Verkäufer tätig ist, hat eine um 37 Prozent höhere Erfolgsquote.
  • Ärzte sind um 19 Prozent schneller und exakter darin, die richtige Diagnose zu stellen.

Auf den Punkt gebracht: Positiv denken ist wie Doping für das Gehirn, Ihre Leistungen und Erfolge. Sie werden schneller, besser, motivierter. Zudem braucht es den Optimismus, um Ziele zu erreichen. Wer von Anfang an denkt, dass etwas nicht klappen wird, scheitert zwangsläufig – spätestens an sich selbst.

Positiv denken und realistisch bleiben

Positiv denken Tipps Sprüche VorteileAllerdings gibt es auch Kritik am positiven Denken. Manche tun es als esoterisches Getue ab, andere verstehen dahinter eine Art von Realitätsverlust, bei der einfach die Augen verschlossen werden, sobald es unangenehm wird. Darum geht es beim positiven Denken nicht. Eine solche Form könnte tatsächlich mehr schaden als nutzen.

Positiv denken erfordert zunächst eine realistische Betrachtung der Situation. Sie sollen sich nicht selbst alles schön reden, nur noch durch die rosarote Brille gucken oder negative und schlimme Dinge ignorieren.

Nach einer ersten und realistischen Einschätzung geht es darum, sich die positiven Aspekte vor Augen zu führen. Und sich aktiv dafür zu entscheiden, das Gute zu sehen und sehen zu wollen. Der Fokus liegt auf dem positiven Denken und wird von all der Negativität weggelenkt, ohne zu vergessen, dass diese Seite existiert. Betrachten Sie jede Situation von verschiedenen Perspektiven. Sehen Sie die Realität und machen Sie optimistisch das Beste daraus.

Wenn Sie positiv denken, hat das also nichts mit Esoterik zu tun. Vielmehr geht es um eine Form der Achtsamkeit.

Tipps und Tricks: So können Sie positiv denken

Läuft alles rund, fällt es nicht sonderlich schwer, positiv zu denken. Die Herausforderung besteht darin, optimistisch zu sein und die guten Dinge zu sehen, wenn es gerade einmal schwierig wird. In diesem Momenten machen sich negative Gedanken breit, übernehmen die Kontrolle und lassen uns regelrecht schwarzsehen.

Egal ob Krankheit, private Probleme oder Schwierigkeiten im Job. Mit einigen Tipps und Tricks können positives Denken lernen und als Gewohnheit etablieren. Das funktioniert zwar nicht auf Knopfdruck, doch je häufiger Sie daran arbeiten, desto positiver werden Ihre Gedanken:

  • Führen Sie ein Tagebuch

    In der Jugend schreiben viele die eigenen Erfahrungen in ein Tagebuch, mit den Jahren hören die meisten wieder auf. Dabei kann das Aufschreiben helfen, positiv zu denken. So einfach geht es: Schreiben Sie jeden Tag auf, worüber Sie sich freuen, wofür Sie dankbar sind, was gut gelaufen ist und worauf Sie stolz sind.

    So halten Sie sich die positiven Dinge in Ihrem Leben noch einmal vor Augen, statt sich nur mit Negativität zu umgeben. Ein paar Minuten reichen bereits aus, um die wichtigsten Punkte des Tages aufzuschreiben. Das können Erfolge im Job, ein schöner Moment mit dem Partner oder auch nur Spaß beim Mitsingen des Lieblingsliedes sein. Alles, was Ihnen gut tut, wird aufgeschrieben.

  • Finden Sie heraus, was Sie belastet

    Es ist einfach alles Mist! Verallgemeinerungen wie diese sind weit verbreitet und werden schnell zum Glaubenssatz. Läuft es im Job gerade nicht gut, wird im Handumdrehen die gesamte Lebenssituation zur Krisensituation, nichts gefällt mehr oder macht noch Spaß. Dabei überschattet tatsächlich aber nur ein singuläres (und oft bedeutungsloses) Ereignis alles.

    Um positiver zu denken, sollten Sie sich fragen, was genau der Grund hinter solch schlechten Gedanken ist, ohne gleich alles in einen Topf zu werfen und die Gesamtsituation negativ zu bewerten. Wenn Sie die Ursache identifizieren, können Sie gezielt an dieser arbeiten. Außerdem werden Sie alles wieder insgesamt positiver sehen, da die Situation realistischer und weniger impulsiv beurteilen.

  • Hören Sie auf zu vergleichen

    Der Kollege verdient mehr, der Nachbar fährt ein schnelleres Auto und ein guter Freund ist schon wieder befördert worden… Ständige Vergleiche führen nicht dazu, dass Sie positiv denken. Stattdessen fühlen Sie sich schlecht, sehen nur scheinbare Unzulänglichkeiten und Schwachstellen.

    Statt all die Menschen zu sehen, die weniger haben als wir selbst, stellen wir nur Vergleiche zu denen an, die besser dastehen. Darum gilt: Verzichten Sie auf Vergleiche. Konzentrieren Sie sich nur auf sich selbst und freuen Sie sich über das, was Sie haben.

  • Ersetzen Sie negative Gedanken

    Ertappen Sie sich selbst bei pessimistischen Hypothesen und Gedanken, drehen Sie diese bewusst um und ersetzen Ihre Annahmen durch eine positive Auffassung. Aus Ich kann das nicht wird so zum Beispiel ein Ich werde es schaffen.

    Es macht einen Riesenunterschied wie wir die Welt und unsere Zukunft betrachten. Nicht selten wird daraus eine sich selbsterfüllende Prophezeiung – im Guten wie im Schlechten.

  • Suchen Sie gezielt nach dem Guten

    Nahezu jede Situation hat auch etwas Gutes. Manchmal springt es direkt ins Auge, in einigen Fällen müssen Sie erst suchen. Genau dies sollten Sie immer wieder tun. Kommen Sie aus einem frustrierenden Gespräch, haben Sie schlechte Nachrichten erhalten oder allgemeinen Stress? Nehmen Sie sich einige Zeit, um das Positive in der aktuellen Lage zu suchen.

    Haben Sie etwas gelernt? Konnten Sie an der Situation wachsen und sich weiterentwickeln? Stehen hinter den Schwierigkeiten vielleicht Chancen, die Sie nutzen können? Statt sich nur zu ärgern, frustriert und genervt zu sein, lenken Sie den Blick auf positive Bereiche.

  • Lächeln Sie so oft es geht

    Ja, es ist wirklich so simpel wie es klingt – und gleichzeitig sehr effektiv. Ein Lächeln sorgt schon nach kürzester Zeit für bessere Laune und einen positiven Blick auf die Umstände. Selbst dann, wenn es eigentlich gar keinen Grund für das Lächeln gibt. Dahinter steckt eine körperliche Reaktion. Also: Lächeln Sie sich glücklich!

    Hinzu kommt, dass Sie Ihrem Umfeld mit einem Lächeln begegnen. Das wirkt offen, sympathisch und baut Vertrauen auf. Sie tragen zu einer besseren Stimmung in Ihrem Umfeld bei und sorgen selbst dafür, dass Sie sich mit mehr Glück und Zufriedenheit umgeben.

  • Widerlegen Sie Ihre negativen Gedanken

    Einer der häufigsten negativen Gedanken lautet in leicht abgewandelter Form Das klappt auf keinen Fall!!! Das Projekt im Job geht den Bach runter; die Beziehung geht in die Brüche; die Geschäftsidee ist zum Scheitern verurteilt…klarer Fall! Was schief gehen kann, geht auch schief – Murphys Gesetz eben.

    Positive Denkmuster lassen sich hingegen etablieren, indem Sie Ihre negativen Prognosen herausfordern und widerlegen. Warten Sie ab, was passiert. In den meisten Fällen ist der Pessimismus unbegründet. Wenn Sie merken, dass eben doch nicht immer alles schief läuft, können Sie in Zukunft von Anfang an positiver denken.

Sie wollen noch mehr über positives Denken erfahren? Dann lesen Sie auf der nächsten Seite unser Interview mit der Psychologin Ilona Bürgel…

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
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Wenn ich erst erfolgreich bin und alles habe, werde ich glücklich. Ein Trugschluss! Tatsächlich ist es genau anders herum. Wenn Sie positiv denken, zuversichtlich und glücklich sind, werden Sie erfolgreicher. Zudem kann die Glücksforschung belegen, dass nur etwa 10 Prozent unseres Glücksempfindens von äußeren Umständen abhängen. Satte 40 Prozent werden durch unsere Einstellung bedingt. Positiv zu denken fällt nicht allen Menschen leicht, aber es lohnt sich in jedem Fall. Und die gute Nachricht: Positiv denken lässt sich lernen, wenn Sie ein paar Tipps beachten…

Positiv denken in der Wissenschaft

Die heutigen Erkenntnisse zu positivem Denken gehen letztlich auf den französischen Apotheker Émile Coué zurück. Der hatte die Macht der Gedanken beim Verabreichen von Medikamenten erkannt und entwickelte daraus das Konzept der Autosuggestion.

Das umfasst die Nutzung von positiven Formeln und Sätzen, um das Verhalten, Befinden und Körperreaktionen zu beeinflussen. Coué hatte damit eine Selbsthilfe-Methode an der Hand, die mittels positiver Affirmationen seine Kunden signifikant häufiger gesund machte, als wenn sie ausschließlich die Medikamente bekamen.

In der Psychologie entwickelte sich die Richtung der Positiven Psychologie, als sich Ende des letzten Jahrhunderts die Psychologen um Martin Seligmann in den USA erstmals laut die Frage stellten, warum sie sich fast ausschließlich mit Krankheiten, Symptomen und Problemen befassen.

Denn eigentlich sollte der Fokus genau andersherum sein: 70 Prozent der Menschen sind Gesunde, die einfach ein gutes Leben haben wollen. So etablierte sich im Jahr 2000 die Positive Psychologie als wissenschaftliche Richtung, die positive Emotionen, positive Charaktereigenschaften und positive Institutionen untersucht.

Der veränderte Blickwinkel ermöglicht es der Psychologie und Medizin, den Schwerpunkt weg vom Defizit hin zu den Möglichkeiten zu verschieben. Statt Fremdheilung und Abhängigkeit von Arzt oder Therapeut kann nun jeder auf eigene Aktivität und selbstheilende Kräfte setzen. Er erfährt so von dem Potenzial seiner eigenen Möglichkeiten und gewinnt mehr Einfluss auf das eigene Leben.

Wie positiv denken mit Erfolg zusammenhängt

Auch der amerikanische Glücksforscher Shawn Achor kommt in seinen Untersuchungen zu dem verblüffenden Ergebnis, dass nicht Erfolg zu Glück beitrage, sondern mit der richtigen Einstellung Glück empfunden werde – und daraus Erfolg entstünde.

In einem Vortrag berichtete er, welchen Einfluss beispielsweise Nachrichten auf uns haben: Wer den Fernseher anstellt, bekommt den Eindruck, dass die Welt ausschließlich aus Mord und Totschlag, Krankheiten und Umweltkatastrophen bestehe, denn man hält das Verhältnis von positiven zu negativen Ereignissen für realistisch.

Dabei ist in der Medienwelt vor allem eine Maxime weit verbreitet: Good news are no news, das heißt, der Fokus wird von vornherein auf die negativen Dinge gerichtet. Shawn Achor drückt es daher so aus:

Wir erkennen also, dass nicht die Realität uns Form gibt, sondern die Linse, durch die unser Gehirn auf die realitätsformende Welt schaut. Und wenn wir die Linse austauschen können, können wir nicht nur unser Glück beeinflussen, sondern zur selben Zeit jedes einzelne Resultat in der Bildung und Wirtschaft verändern.

Wer nun denkt, dass der IQ über den beruflichen Erfolg entscheidet, wird überrascht sein: Wesentlich wichtiger – nämlich zu 75 Prozent – sind persönliche Eigenschaften wie Optimismus und die Fähigkeit mit Stress umzugehen, aber auch das soziale Netzwerk für Erfolg verantwortlich.

Achor konnte in seinen Studien nachweisen, dass im positiven Zustand das Gehirn den sogenannten Glücks-Vorteil erlebt, das heißt, es liefert wesentlich bessere Leistungen. In Zahlen ausgedrückt heißt das:

  • Das Gehirn ist um 31 Prozent produktiver als im negativen, neutralen oder gestressten Zustand.
  • Wer als Verkäufer tätig ist, hat eine um 37 Prozent höhere Erfolgsquote.
  • Ärzte sind um 19 Prozent schneller und exakter darin, die richtige Diagnose zu stellen.

Auf den Punkt gebracht: Positiv denken ist wie Doping für das Gehirn, Ihre Leistungen und Erfolge. Sie werden schneller, besser, motivierter. Zudem braucht es den Optimismus, um Ziele zu erreichen. Wer von Anfang an denkt, dass etwas nicht klappen wird, scheitert zwangsläufig – spätestens an sich selbst.

Positiv denken und realistisch bleiben

Positiv denken Tipps Sprüche VorteileAllerdings gibt es auch Kritik am positiven Denken. Manche tun es als esoterisches Getue ab, andere verstehen dahinter eine Art von Realitätsverlust, bei der einfach die Augen verschlossen werden, sobald es unangenehm wird. Darum geht es beim positiven Denken nicht. Eine solche Form könnte tatsächlich mehr schaden als nutzen.

Positiv denken erfordert zunächst eine realistische Betrachtung der Situation. Sie sollen sich nicht selbst alles schön reden, nur noch durch die rosarote Brille gucken oder negative und schlimme Dinge ignorieren.

Nach einer ersten und realistischen Einschätzung geht es darum, sich die positiven Aspekte vor Augen zu führen. Und sich aktiv dafür zu entscheiden, das Gute zu sehen und sehen zu wollen. Der Fokus liegt auf dem positiven Denken und wird von all der Negativität weggelenkt, ohne zu vergessen, dass diese Seite existiert. Betrachten Sie jede Situation von verschiedenen Perspektiven. Sehen Sie die Realität und machen Sie optimistisch das Beste daraus.

Wenn Sie positiv denken, hat das also nichts mit Esoterik zu tun. Vielmehr geht es um eine Form der Achtsamkeit.

Tipps und Tricks: So können Sie positiv denken

Läuft alles rund, fällt es nicht sonderlich schwer, positiv zu denken. Die Herausforderung besteht darin, optimistisch zu sein und die guten Dinge zu sehen, wenn es gerade einmal schwierig wird. In diesem Momenten machen sich negative Gedanken breit, übernehmen die Kontrolle und lassen uns regelrecht schwarzsehen.

Egal ob Krankheit, private Probleme oder Schwierigkeiten im Job. Mit einigen Tipps und Tricks können positives Denken lernen und als Gewohnheit etablieren. Das funktioniert zwar nicht auf Knopfdruck, doch je häufiger Sie daran arbeiten, desto positiver werden Ihre Gedanken:

  • Führen Sie ein Tagebuch

    In der Jugend schreiben viele die eigenen Erfahrungen in ein Tagebuch, mit den Jahren hören die meisten wieder auf. Dabei kann das Aufschreiben helfen, positiv zu denken. So einfach geht es: Schreiben Sie jeden Tag auf, worüber Sie sich freuen, wofür Sie dankbar sind, was gut gelaufen ist und worauf Sie stolz sind.

    So halten Sie sich die positiven Dinge in Ihrem Leben noch einmal vor Augen, statt sich nur mit Negativität zu umgeben. Ein paar Minuten reichen bereits aus, um die wichtigsten Punkte des Tages aufzuschreiben. Das können Erfolge im Job, ein schöner Moment mit dem Partner oder auch nur Spaß beim Mitsingen des Lieblingsliedes sein. Alles, was Ihnen gut tut, wird aufgeschrieben.

  • Finden Sie heraus, was Sie belastet

    Es ist einfach alles Mist! Verallgemeinerungen wie diese sind weit verbreitet und werden schnell zum Glaubenssatz. Läuft es im Job gerade nicht gut, wird im Handumdrehen die gesamte Lebenssituation zur Krisensituation, nichts gefällt mehr oder macht noch Spaß. Dabei überschattet tatsächlich aber nur ein singuläres (und oft bedeutungsloses) Ereignis alles.

    Um positiver zu denken, sollten Sie sich fragen, was genau der Grund hinter solch schlechten Gedanken ist, ohne gleich alles in einen Topf zu werfen und die Gesamtsituation negativ zu bewerten. Wenn Sie die Ursache identifizieren, können Sie gezielt an dieser arbeiten. Außerdem werden Sie alles wieder insgesamt positiver sehen, da die Situation realistischer und weniger impulsiv beurteilen.

  • Hören Sie auf zu vergleichen

    Der Kollege verdient mehr, der Nachbar fährt ein schnelleres Auto und ein guter Freund ist schon wieder befördert worden… Ständige Vergleiche führen nicht dazu, dass Sie positiv denken. Stattdessen fühlen Sie sich schlecht, sehen nur scheinbare Unzulänglichkeiten und Schwachstellen.

    Statt all die Menschen zu sehen, die weniger haben als wir selbst, stellen wir nur Vergleiche zu denen an, die besser dastehen. Darum gilt: Verzichten Sie auf Vergleiche. Konzentrieren Sie sich nur auf sich selbst und freuen Sie sich über das, was Sie haben.

  • Ersetzen Sie negative Gedanken

    Ertappen Sie sich selbst bei pessimistischen Hypothesen und Gedanken, drehen Sie diese bewusst um und ersetzen Ihre Annahmen durch eine positive Auffassung. Aus Ich kann das nicht wird so zum Beispiel ein Ich werde es schaffen.

    Es macht einen Riesenunterschied wie wir die Welt und unsere Zukunft betrachten. Nicht selten wird daraus eine sich selbsterfüllende Prophezeiung – im Guten wie im Schlechten.

  • Suchen Sie gezielt nach dem Guten

    Nahezu jede Situation hat auch etwas Gutes. Manchmal springt es direkt ins Auge, in einigen Fällen müssen Sie erst suchen. Genau dies sollten Sie immer wieder tun. Kommen Sie aus einem frustrierenden Gespräch, haben Sie schlechte Nachrichten erhalten oder allgemeinen Stress? Nehmen Sie sich einige Zeit, um das Positive in der aktuellen Lage zu suchen.

    Haben Sie etwas gelernt? Konnten Sie an der Situation wachsen und sich weiterentwickeln? Stehen hinter den Schwierigkeiten vielleicht Chancen, die Sie nutzen können? Statt sich nur zu ärgern, frustriert und genervt zu sein, lenken Sie den Blick auf positive Bereiche.

  • Lächeln Sie so oft es geht

    Ja, es ist wirklich so simpel wie es klingt – und gleichzeitig sehr effektiv. Ein Lächeln sorgt schon nach kürzester Zeit für bessere Laune und einen positiven Blick auf die Umstände. Selbst dann, wenn es eigentlich gar keinen Grund für das Lächeln gibt. Dahinter steckt eine körperliche Reaktion. Also: Lächeln Sie sich glücklich!

    Hinzu kommt, dass Sie Ihrem Umfeld mit einem Lächeln begegnen. Das wirkt offen, sympathisch und baut Vertrauen auf. Sie tragen zu einer besseren Stimmung in Ihrem Umfeld bei und sorgen selbst dafür, dass Sie sich mit mehr Glück und Zufriedenheit umgeben.

  • Widerlegen Sie Ihre negativen Gedanken

    Einer der häufigsten negativen Gedanken lautet in leicht abgewandelter Form Das klappt auf keinen Fall!!! Das Projekt im Job geht den Bach runter; die Beziehung geht in die Brüche; die Geschäftsidee ist zum Scheitern verurteilt…klarer Fall! Was schief gehen kann, geht auch schief – Murphys Gesetz eben.

    Positive Denkmuster lassen sich hingegen etablieren, indem Sie Ihre negativen Prognosen herausfordern und widerlegen. Warten Sie ab, was passiert. In den meisten Fällen ist der Pessimismus unbegründet. Wenn Sie merken, dass eben doch nicht immer alles schief läuft, können Sie in Zukunft von Anfang an positiver denken.

Sie wollen noch mehr über positives Denken erfahren? Dann lesen Sie auf der nächsten Seite unser Interview mit der Psychologin Ilona Bürgel…

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