Google News Feed | karrierebibel.de https://karrierebibel.de Alle Tipps zu Bewerbung, Ausbildung, Studium, Job und Arbeitsrecht Thu, 09 Apr 2020 17:00:51 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.5 Wir wünschen – trotz Krise: Frohe Ostern! https://karrierebibel.de/frohe-ostern/ Thu, 09 Apr 2020 17:00:51 +0000 Jochen Mai https://karrierebibel.de/?p=124295

Liebe Leserinnen und Leser,

die Zeiten sind vielleicht nicht die besten. Dennoch liegt vor uns das Osterfest. Wir machen deshalb ein paar Tage Pause und sind ab Dienstag wieder für Sie da. In der Zwischenzeit wünschen wir Ihnen frohe und vor allem gesunde Festtage. Und wenn Sie uns trotzdem ein wenig vermissen, nutzen Sie doch einfach mal unser Archiv

Apropos Ostern

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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Liebe Leserinnen und Leser,

die Zeiten sind vielleicht nicht die besten. Dennoch liegt vor uns das Osterfest. Wir machen deshalb ein paar Tage Pause und sind ab Dienstag wieder für Sie da. In der Zwischenzeit wünschen wir Ihnen frohe und vor allem gesunde Festtage. Und wenn Sie uns trotzdem ein wenig vermissen, nutzen Sie doch einfach mal unser Archiv

Apropos Ostern

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Wochenende! Die erholsamsten Tipps https://karrierebibel.de/wochenende/ Thu, 09 Apr 2020 12:00:35 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=62004

Endlich geschafft, endlich Wochenende! Die Arbeitswoche liegt ist abgehakt, jetzt nur noch die letzten Kleinigkeiten des Tages erledigen und dann ins wohlverdiente Wochenende. starten. Die freie Zeit genießen, nichts tun, abschalten, vielleicht einem Hobby nachgehen. Was der Einzelne am Wochenende bevorzugt, ist so vielschichtig wie Erdsediment. Alles geht. Allerdings gibt es ein paar allgemeine Tipps und Ratschläge, mit denen Sie das Wochenende optimal nutzen. Denn leider ist das Wochenende oft viel weniger erholsam, als es sein sollte. Wir haben Tipps und Möglichkeiten gesammelt, wie Sie aus Ihrem Wochenende das Maximum an Erholung herausholen können…

Wochenende: Endlich Zeit zur freien Verfügung

Stress mit den Kollegen, der nervige Chef oder auch die anstrengenden Kunden können vielen Arbeitnehmern werktags ganz schön die Stimmung vermiesen. Hinzu kommt oft die lange Pendelei: Täglich erst zur Arbeit hinfahren, häufig im Stau, dann von 8 bis 18 Uhr im Büro sitzen, anschließend wieder nach Hause pendeln – da bleibt unter der Woche kaum die Gelegenheit, viel anderes zu machen oder zu erledigen.

Für viele ist das Wochenende deshalb in erster Linie: Freizeit. 48 Stunden Zeit, über die Sie frei verfügen können, ohne an den Job zu denken, Deadlines einhalten zu müssen oder von Termin zu Termin zu hetzen. Zwei Tage ganz im Zeichen der Erholung und der entspannten Freizeit.

Wirklich?

Diese Vorstellung vom Wochenende ist zwar verbreitet, doch sieht die Realität meist anders aus. Bereits weit im Voraus ist das Wochenende längst verplant: aufräumen, einkaufen, Auto waschen, Ausflüge machen, Kino oder Konzert besuchen, Essen gehen, lesen, malen, joggen, Freunde und Familie treffen… All das können durchaus gute und sinnvolle Beschäftigungen am Wochenende sein, doch irgendwann wird daraus keine Erholung mehr, sondern Freizeitstress.

Darum nutzen wir das Wochenende falsch

Wir wollen das Wochenende für die eigene Freizeit nutzen, doch wirklich sinnvoll und erholsam werden die beiden freien Tage trotzdem nur selten gestaltet. Kaum jemand nicht sich die Zeit, um tatsächlich zu entspannen.

Hinter diesem Verhalten stehen zwei Ängste und psychologische Effekte:

  • Angst vor zu wenig Zeit

    Das Wochenende ist kurz, also muss alles in kürzester Zeit geschehen. So denken viele. In wenigen Tagen steht bereits das nächste Wochenende an, das genutzt werden könnte – doch das ist im Moment egal. Stattdessen müssen alle Erledigungen, Termine und Aktivitäten sofort stattfinden. Wir zwingen uns selbst in einen viel zu straffen Zeitplan am Wochenende, der nichts mit Erholung und Entspannung zu tun hat.

  • Angst etwas zu verpassen

    Und was hast du am Wochenende so gemacht? Da möchte jeder von seinen Erlebnissen, tollen Aktivitäten, wunderbaren Erinnerungen und aufregenden Abenteuern berichten. Dahinter steht FOMO – fear of missing out – zu deutsch: Angst, etwas zu verpassen. Wenn alle anderen tolle Dinge machen, müssen wir das auch tun, um nicht außen vor zu bleiben, als langweilig zu gelten oder eben etwas zu verpassen.

Denken Sie also daran: In so ein Wochenende passt eine Menge rein, sie müssen aber nicht alles nachholen und auf einmal erledigen, was Sie sich schon immer vorgenommen haben oder wofür Sie unter der Woche noch keine Zeit hatten.

Oder frei nach Paracelsus: Die Dosis macht das Gift. Ein paar Vorhaben sind angebracht und Sie können sich darauf freuen. Doch sollten Sie sich keinen Druck machen. Sonst ist das Wochenende alles andere als frei und wird zur puren Anstrengung.

Wochenende in Zeiten von Corona: Was kann ich tun?

Durch die aktuelle Corona-Krise laufen viele Dinge anders als gewohnt. Betriebe sind vorübergehend geschlossen oder Arbeitnehmer in Kurzarbeit, Kontaktverbote machen soziale Interaktionen schwieriger und auch das Wochenende scheint in dieser Zeit nicht denselben Wert zu haben.

Auf der einen Seite steht das Verständnis, dass die Gesundheit immer im Vordergrund steht und das Ansteckungsrisiko und damit die Infektionszahlen gemindert werden müssen. Auf der anderen Seite drohen Lagerkoller und schlechte Laune, wenn das Gefühl entsteht, auch am Wochenende nur zuhause sitzen zu können.

Umso wichtiger ist es, dass Sie auch in Zeiten von Corona Ihr Wochenende nutzen – natürlich im Rahmen der aktuell erlaubten Aktivitäten. Wir haben dazu einige Tipps und Vorschläge:

  • Gehen Sie in die Sonne

    In den meisten Bundesländern ist ein Spaziergang weiterhin erlaubt, solange Sie sich an den Mindestabstand zu anderen Menschen halten und alleine oder nur zu zweit unterwegs sind. Um die Eindämmung des Coronavirus zu unterstützen, sollten Sie möglichst zuhause bleiben, doch eine halbe Stunde in der Sonne ist erlaubt und kann Ihre Laune am Wochenende deutlich heben.

  • Starten Sie eine Videokonferenz

    Treffen mit Freunden oder Familie sollten zur Zeit nicht stattfinden. Das muss jedoch nicht bedeuten, dass Sie völlig auf den Kontakt verzichten müssen. Moderne Kommunikationsmittel machen es auf einfachste Weise möglich. Starten Sie eine Videokonferenz, laden Sie Freunde oder Familie ein und schon kann es losgehen. Sie können sich unterhalten, gemeinsam aber auf Entfernung etwas essen oder auch über die digitale Verbindung ein paar Spiele spielen.

  • Lassen Sie es sich zuhause gut gehen

    Wir alle freuen uns auf die Zeit nach Corona, wenn wieder Normalität einkehrt und die Einschränkungen aufhoben werden. Bis dahin sollten Sie versuchen, es sich am Wochenende auch zuhause gut gehen zu lassen. Kochen Sie sich Ihr Lieblingsessen oder bestellen Sie bei Ihrem favorisierten Restaurant. Genießen Sie den Sonnenuntergang auf dem Balkon, kuscheln Sie mit Ihrem Partner auf der Couch bei einem schönen Film – es gibt unendlich viele Möglichkeiten, um das Wochenende auch zuhause genießen zu können.

Das Wochenende stresst mehr als der Job

Wochenende Freitag Definition Sprüche Erholung TippsStress mit Kunden, Ärger mit den Kollegen, Arbeiten unter Dauerstrom – der Job kann ganz schön aufreibend sein. Eine Studie der Pennsylvania State Universität kommt jedoch zu dem Ergebnis: Viele Menschen haben daheim wesentlich mehr Stress als im Büro. Am meisten davon betroffen: die Frauen.

Die Forscher nahmen für Ihre Untersuchungen Speichelproben von 122 Berufstätigen – sowohl unter der Woche als auch an den Wochenenden. Dabei richteten sie ihr Augenmerk vor allem auf das Stresshormon Kortisol. Und siehe da: Am Wochenende war davon wesentlich mehr im Blut als unter der Woche.

Wochenende Tipps Stress Erholung Freizeit

Warum das so ist? Die Arbeit, so vermuten die Wissenschaftler, ist in den meisten Fällen klar strukturiert:

  • Wir wissen, was wir dort zu tun haben.
  • Wir kennen unsere Aufgaben, unsere Ansprechpartner.
  • Unsere Projekte sind geplant, organisiert, strukturiert.
  • Wir wissen, dass wir dort unser Einkommen verdienen.

Zuhause sei das anders: Dort gäbe es zwar auch eine Reihe von Aufgaben, aber noch mehr Unplanbares (insbesondere wenn Kinder im Haus sind). Ein Streit mit Kollegen ist schnell ausgeräumt, man kann ihnen zur Not auch aus dem Weg gehen. Konflikten in der Familie entgeht keiner und sie gehen immer unter die Haut.

Dazu kommt der selbstgemachte Stress: Wenn der Job einen schon nicht erfüllt, dann muss es wenigstens die Freizeit sein: eine Superparty hier, sportliche Leistungen dort – es geht immer weniger um Entspannung und immer mehr um neuen Leistungsstress und die ewige Sorge, etwas verpassen zu können. Nicht zuletzt, um anschließend auch auf Facebook zu zeigen, was man – im Vergleich zu den Freunden – für ein tolles Leben hat.

Tipps: So nutzen Sie das Wochenende richtig

Die freie Zeit am Wochenende verfliegt regelrecht und bevor Sie sich überhaupt erholen konnten, steht der Montag schon wieder vor der Tür? So geht es vielen – umso wichtiger, dass das Wochenende richtig genutzt wird. Auf der einen Seite für die nötige Erholung nach einer anstrengenden Woche, auf der anderen Seite für die Vorhaben und Beschäftigungen, die unter der Woche nicht möglich sind.

Ein erster Tipp, den Sie für Ihr Wochenende beherzigen sollten, lautet deshalb: Klären Sie Ihre Erwartungen. Wenn Sie vom Wochenende enttäuscht sind oder das Gefühl haben, dieses nicht richtig zu nutzen, liegt es vielleicht daran, dass Sie sich auf die falschen Dinge konzentrieren. Brauchen Sie in erster Linie Erholung oder treibt Sie der Wunsch an, die Zeit mit möglichst vielen Aktivitäten zu gestalten?

Das Wochenende ist das, was Sie daraus machen. Natürlich gibt es auch an den freien Tagen Verpflichtungen, doch können Sie durch die Gestaltung dazu beitragen, das für Sie Beste aus dem Wochenende zu machen. Die folgenden Tipps für das Wochenende helfen Ihnen dabei:

  • Planen Sie das Wochenende

    Sie sollen die beiden freien Tage nicht bis auf die letzte Minute durchtakten, doch ist es sinnvoll, sich bereits vorher Gedanken über die Gestaltung zu machen. Was wollen oder müssen Sie erledigen? Wie viel Zeit bleibt tatsächlich zur freien Verfügung und wie wollen Sie diese nutzen? Frühzeitige Absprachen mit dem Partner, der Familie und Freunden ersparen am Wochenende eine Menge kurzfristigen Stress.

  • Setzen Sie Prioritäten

    48 Stunden Wochenende scheinen zunächst recht lang zu sein, doch müssen Sie klare Prioritäten setzen, um die Zeit gut zu nutzen. Besonders wichtig ist für die meisten beispielsweise Zeit mit Familie und Freunden oder die Erholung nach einer anstrengenden Woche – werden keine Prioritäten gesetzt, kommt genau das jedoch zu kurz. Erst wenn Sie sicher sind, dass Sie am Wochenende die wirklich wichtigen Dinge tun können, sollten Sie weiter überlegen.

  • Sortieren Sie Ihre Verpflichtungen

    Am Wochenende muss ich dies erledigen… oder Das muss ich auf jeden Fall am Wochenende machen… Samstags und Sonntags stehen meist einige Verpflichtungen an. Doch ist das wirklich so und sind diese Aufgaben oder Termine tatsächlich so verpflichtend? Vieles lässt sich verschieben oder absagen, damit Sie sich wirklich erholen können.

  • Verschieben Sie den Wocheneinkauf

    Ein ungewöhnlicher, aber sehr effektiver Tipp. Einer der größten Stressoren am Wochenende ist der Wochenendeinkauf. Für diesen geht eine Menge freie Zeit drauf, aber vor allem kostet er viele Nerven. Durch volle Gänge quetschen, ans Regal gedrückt werden, ewig an der Kasse anstehen… Stress und Gedränge pur. Schieben Sie den großen Einkauf wenn irgendwie möglich auf einen anderen Tag, beispielsweise nach Feierabend auf dem Weg nach Hause.

  • Behalten Sie Ihren Tagesrhythmus bei

    Es spricht natürlich nichts dagegen, am Wochenende mal ein wenig länger zu schlafen und nicht gleich bei einem frühen Wecker aus dem Bett zu springen. Dennoch sollten Sie Ihren Tagesrhythmus am Wochenende nicht zu sehr durcheinander bringen. Ansonsten kommt am Wochenende nicht die Erholung, sondern die Erkältung. Gummiband-Effekt heißt das im Fachjargon.

  • Pflegen Sie Ihre Hobbys

    Echte Hobbys sind mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Wenn Sie einer Beschäftigung mit Freunde und Leidenschaft nachgehen, schöpfen Sie daraus Kraft und können sich erholen – selbst wenn das Hobby selbst anstrengend ist. So kann Sport am Wochenende ein wichtiger Aspekt sein, auch wenn Sie dabei ins Schwitzen kommen. Zudem steigert es die Zufriedenheit, wenn Sie sich einem Hobby widmen. So sind Sie am Wochenende glücklicher und fühlen sich besser.

  • Schalten Sie wirklich ab

    Bei kaum einem Gerät liegen Fluch und Segen so nahe beieinander, wie bei dem Smartphone. Einerseits eröffnet es uns unzählige Möglichkeiten – auch, um mit anderen in Kontakt zu bleiben. Andererseits bleiben wir damit auch dann in Kontakt, wenn wir es gar nicht wollen – zum Beispiel mit den Chef am Wochenende. Häufig hilft da zur echten Entspannung nur ein radikaler Schritt: Abschalten. Buchstäblich. Und sei es nur für ein paar Stunden. Es ist eine wahre Genugtuung, am Wochenende nicht ständig auf das Handy zu schauen, E-Mails zu kontrollieren, Nachrichten zu beantworten und die Neuigkeiten im Feed abzurufen.

  • Lernen Sie Nein zu sagen

    Hilfsbereitschaft ist gut, doch müssen Sie auch lernen, am Wochenende hin und wieder Nein zu sagen. Dabei brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben und sich auch nicht lang und breit rechtfertigen. Ein kurzes Leider schaffe ich das am Wochenende nicht… reicht völlig aus, um abzulehnen.

    Natürlich können Sie einem Freund mal beim Umzug helfen oder einen Gefallen übernehmen, doch sollten Sie nicht vergessen, dass das Wochenende auch Ihre Zeit ist. Spätestens wenn es für Sie zur Belastung wird und Ihrer Erholung am Wochenende nachhaltig schadet, ist es besser Nein zu sagen und Grenzen zu setzen.

  • Gönnen Sie sich Ruhe

    Zum Schluss noch einmal ein etwas tautologischer Tipp, der aber nicht genug betont werden kann: Nehmen Sie sich am Wochenende bewusst Zeit für sich selbst – in Ruhe, ganz allein oder mit dem Partner. Wer sich bewusst solche Auszeiten zum Relaxen sucht, genießt den Moment in vollen Zügen, kommt auf frische Ideen und gewinnt neue Kraft. Müßiggang und Nichtstun sind eine hohe Kunst, die leider kaum noch gelehrt und gelernt wird.

    Wie genau Sie diese echten Ruhepausen gestalten, können Sie dabei selbst entscheiden. Für die einen ist ein entspanntes Bad mit einem guten Buch die beste Erholung, andere entspannen bei einem Spaziergang im Wald und wieder andere gehen in Yoga oder Meditation auf. Am Ende kommt es darauf an, dass Sie sich wohl fühlen, zur Ruhe kommen und Ihre Energiereserven auffüllen.

[Bildnachweis: Ivanko80 by Shutterstock.com]
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Endlich geschafft, endlich Wochenende! Die Arbeitswoche liegt ist abgehakt, jetzt nur noch die letzten Kleinigkeiten des Tages erledigen und dann ins wohlverdiente Wochenende. starten. Die freie Zeit genießen, nichts tun, abschalten, vielleicht einem Hobby nachgehen. Was der Einzelne am Wochenende bevorzugt, ist so vielschichtig wie Erdsediment. Alles geht. Allerdings gibt es ein paar allgemeine Tipps und Ratschläge, mit denen Sie das Wochenende optimal nutzen. Denn leider ist das Wochenende oft viel weniger erholsam, als es sein sollte. Wir haben Tipps und Möglichkeiten gesammelt, wie Sie aus Ihrem Wochenende das Maximum an Erholung herausholen können…

Wochenende: Endlich Zeit zur freien Verfügung

Stress mit den Kollegen, der nervige Chef oder auch die anstrengenden Kunden können vielen Arbeitnehmern werktags ganz schön die Stimmung vermiesen. Hinzu kommt oft die lange Pendelei: Täglich erst zur Arbeit hinfahren, häufig im Stau, dann von 8 bis 18 Uhr im Büro sitzen, anschließend wieder nach Hause pendeln – da bleibt unter der Woche kaum die Gelegenheit, viel anderes zu machen oder zu erledigen.

Für viele ist das Wochenende deshalb in erster Linie: Freizeit. 48 Stunden Zeit, über die Sie frei verfügen können, ohne an den Job zu denken, Deadlines einhalten zu müssen oder von Termin zu Termin zu hetzen. Zwei Tage ganz im Zeichen der Erholung und der entspannten Freizeit.

Wirklich?

Diese Vorstellung vom Wochenende ist zwar verbreitet, doch sieht die Realität meist anders aus. Bereits weit im Voraus ist das Wochenende längst verplant: aufräumen, einkaufen, Auto waschen, Ausflüge machen, Kino oder Konzert besuchen, Essen gehen, lesen, malen, joggen, Freunde und Familie treffen… All das können durchaus gute und sinnvolle Beschäftigungen am Wochenende sein, doch irgendwann wird daraus keine Erholung mehr, sondern Freizeitstress.

Darum nutzen wir das Wochenende falsch

Wir wollen das Wochenende für die eigene Freizeit nutzen, doch wirklich sinnvoll und erholsam werden die beiden freien Tage trotzdem nur selten gestaltet. Kaum jemand nicht sich die Zeit, um tatsächlich zu entspannen.

Hinter diesem Verhalten stehen zwei Ängste und psychologische Effekte:

  • Angst vor zu wenig Zeit

    Das Wochenende ist kurz, also muss alles in kürzester Zeit geschehen. So denken viele. In wenigen Tagen steht bereits das nächste Wochenende an, das genutzt werden könnte – doch das ist im Moment egal. Stattdessen müssen alle Erledigungen, Termine und Aktivitäten sofort stattfinden. Wir zwingen uns selbst in einen viel zu straffen Zeitplan am Wochenende, der nichts mit Erholung und Entspannung zu tun hat.

  • Angst etwas zu verpassen

    Und was hast du am Wochenende so gemacht? Da möchte jeder von seinen Erlebnissen, tollen Aktivitäten, wunderbaren Erinnerungen und aufregenden Abenteuern berichten. Dahinter steht FOMO – fear of missing out – zu deutsch: Angst, etwas zu verpassen. Wenn alle anderen tolle Dinge machen, müssen wir das auch tun, um nicht außen vor zu bleiben, als langweilig zu gelten oder eben etwas zu verpassen.

Denken Sie also daran: In so ein Wochenende passt eine Menge rein, sie müssen aber nicht alles nachholen und auf einmal erledigen, was Sie sich schon immer vorgenommen haben oder wofür Sie unter der Woche noch keine Zeit hatten.

Oder frei nach Paracelsus: Die Dosis macht das Gift. Ein paar Vorhaben sind angebracht und Sie können sich darauf freuen. Doch sollten Sie sich keinen Druck machen. Sonst ist das Wochenende alles andere als frei und wird zur puren Anstrengung.

Wochenende in Zeiten von Corona: Was kann ich tun?

Durch die aktuelle Corona-Krise laufen viele Dinge anders als gewohnt. Betriebe sind vorübergehend geschlossen oder Arbeitnehmer in Kurzarbeit, Kontaktverbote machen soziale Interaktionen schwieriger und auch das Wochenende scheint in dieser Zeit nicht denselben Wert zu haben.

Auf der einen Seite steht das Verständnis, dass die Gesundheit immer im Vordergrund steht und das Ansteckungsrisiko und damit die Infektionszahlen gemindert werden müssen. Auf der anderen Seite drohen Lagerkoller und schlechte Laune, wenn das Gefühl entsteht, auch am Wochenende nur zuhause sitzen zu können.

Umso wichtiger ist es, dass Sie auch in Zeiten von Corona Ihr Wochenende nutzen – natürlich im Rahmen der aktuell erlaubten Aktivitäten. Wir haben dazu einige Tipps und Vorschläge:

  • Gehen Sie in die Sonne

    In den meisten Bundesländern ist ein Spaziergang weiterhin erlaubt, solange Sie sich an den Mindestabstand zu anderen Menschen halten und alleine oder nur zu zweit unterwegs sind. Um die Eindämmung des Coronavirus zu unterstützen, sollten Sie möglichst zuhause bleiben, doch eine halbe Stunde in der Sonne ist erlaubt und kann Ihre Laune am Wochenende deutlich heben.

  • Starten Sie eine Videokonferenz

    Treffen mit Freunden oder Familie sollten zur Zeit nicht stattfinden. Das muss jedoch nicht bedeuten, dass Sie völlig auf den Kontakt verzichten müssen. Moderne Kommunikationsmittel machen es auf einfachste Weise möglich. Starten Sie eine Videokonferenz, laden Sie Freunde oder Familie ein und schon kann es losgehen. Sie können sich unterhalten, gemeinsam aber auf Entfernung etwas essen oder auch über die digitale Verbindung ein paar Spiele spielen.

  • Lassen Sie es sich zuhause gut gehen

    Wir alle freuen uns auf die Zeit nach Corona, wenn wieder Normalität einkehrt und die Einschränkungen aufhoben werden. Bis dahin sollten Sie versuchen, es sich am Wochenende auch zuhause gut gehen zu lassen. Kochen Sie sich Ihr Lieblingsessen oder bestellen Sie bei Ihrem favorisierten Restaurant. Genießen Sie den Sonnenuntergang auf dem Balkon, kuscheln Sie mit Ihrem Partner auf der Couch bei einem schönen Film – es gibt unendlich viele Möglichkeiten, um das Wochenende auch zuhause genießen zu können.

Das Wochenende stresst mehr als der Job

Wochenende Freitag Definition Sprüche Erholung TippsStress mit Kunden, Ärger mit den Kollegen, Arbeiten unter Dauerstrom – der Job kann ganz schön aufreibend sein. Eine Studie der Pennsylvania State Universität kommt jedoch zu dem Ergebnis: Viele Menschen haben daheim wesentlich mehr Stress als im Büro. Am meisten davon betroffen: die Frauen.

Die Forscher nahmen für Ihre Untersuchungen Speichelproben von 122 Berufstätigen – sowohl unter der Woche als auch an den Wochenenden. Dabei richteten sie ihr Augenmerk vor allem auf das Stresshormon Kortisol. Und siehe da: Am Wochenende war davon wesentlich mehr im Blut als unter der Woche.

Wochenende Tipps Stress Erholung Freizeit

Warum das so ist? Die Arbeit, so vermuten die Wissenschaftler, ist in den meisten Fällen klar strukturiert:

  • Wir wissen, was wir dort zu tun haben.
  • Wir kennen unsere Aufgaben, unsere Ansprechpartner.
  • Unsere Projekte sind geplant, organisiert, strukturiert.
  • Wir wissen, dass wir dort unser Einkommen verdienen.

Zuhause sei das anders: Dort gäbe es zwar auch eine Reihe von Aufgaben, aber noch mehr Unplanbares (insbesondere wenn Kinder im Haus sind). Ein Streit mit Kollegen ist schnell ausgeräumt, man kann ihnen zur Not auch aus dem Weg gehen. Konflikten in der Familie entgeht keiner und sie gehen immer unter die Haut.

Dazu kommt der selbstgemachte Stress: Wenn der Job einen schon nicht erfüllt, dann muss es wenigstens die Freizeit sein: eine Superparty hier, sportliche Leistungen dort – es geht immer weniger um Entspannung und immer mehr um neuen Leistungsstress und die ewige Sorge, etwas verpassen zu können. Nicht zuletzt, um anschließend auch auf Facebook zu zeigen, was man – im Vergleich zu den Freunden – für ein tolles Leben hat.

Tipps: So nutzen Sie das Wochenende richtig

Die freie Zeit am Wochenende verfliegt regelrecht und bevor Sie sich überhaupt erholen konnten, steht der Montag schon wieder vor der Tür? So geht es vielen – umso wichtiger, dass das Wochenende richtig genutzt wird. Auf der einen Seite für die nötige Erholung nach einer anstrengenden Woche, auf der anderen Seite für die Vorhaben und Beschäftigungen, die unter der Woche nicht möglich sind.

Ein erster Tipp, den Sie für Ihr Wochenende beherzigen sollten, lautet deshalb: Klären Sie Ihre Erwartungen. Wenn Sie vom Wochenende enttäuscht sind oder das Gefühl haben, dieses nicht richtig zu nutzen, liegt es vielleicht daran, dass Sie sich auf die falschen Dinge konzentrieren. Brauchen Sie in erster Linie Erholung oder treibt Sie der Wunsch an, die Zeit mit möglichst vielen Aktivitäten zu gestalten?

Das Wochenende ist das, was Sie daraus machen. Natürlich gibt es auch an den freien Tagen Verpflichtungen, doch können Sie durch die Gestaltung dazu beitragen, das für Sie Beste aus dem Wochenende zu machen. Die folgenden Tipps für das Wochenende helfen Ihnen dabei:

  • Planen Sie das Wochenende

    Sie sollen die beiden freien Tage nicht bis auf die letzte Minute durchtakten, doch ist es sinnvoll, sich bereits vorher Gedanken über die Gestaltung zu machen. Was wollen oder müssen Sie erledigen? Wie viel Zeit bleibt tatsächlich zur freien Verfügung und wie wollen Sie diese nutzen? Frühzeitige Absprachen mit dem Partner, der Familie und Freunden ersparen am Wochenende eine Menge kurzfristigen Stress.

  • Setzen Sie Prioritäten

    48 Stunden Wochenende scheinen zunächst recht lang zu sein, doch müssen Sie klare Prioritäten setzen, um die Zeit gut zu nutzen. Besonders wichtig ist für die meisten beispielsweise Zeit mit Familie und Freunden oder die Erholung nach einer anstrengenden Woche – werden keine Prioritäten gesetzt, kommt genau das jedoch zu kurz. Erst wenn Sie sicher sind, dass Sie am Wochenende die wirklich wichtigen Dinge tun können, sollten Sie weiter überlegen.

  • Sortieren Sie Ihre Verpflichtungen

    Am Wochenende muss ich dies erledigen… oder Das muss ich auf jeden Fall am Wochenende machen… Samstags und Sonntags stehen meist einige Verpflichtungen an. Doch ist das wirklich so und sind diese Aufgaben oder Termine tatsächlich so verpflichtend? Vieles lässt sich verschieben oder absagen, damit Sie sich wirklich erholen können.

  • Verschieben Sie den Wocheneinkauf

    Ein ungewöhnlicher, aber sehr effektiver Tipp. Einer der größten Stressoren am Wochenende ist der Wochenendeinkauf. Für diesen geht eine Menge freie Zeit drauf, aber vor allem kostet er viele Nerven. Durch volle Gänge quetschen, ans Regal gedrückt werden, ewig an der Kasse anstehen… Stress und Gedränge pur. Schieben Sie den großen Einkauf wenn irgendwie möglich auf einen anderen Tag, beispielsweise nach Feierabend auf dem Weg nach Hause.

  • Behalten Sie Ihren Tagesrhythmus bei

    Es spricht natürlich nichts dagegen, am Wochenende mal ein wenig länger zu schlafen und nicht gleich bei einem frühen Wecker aus dem Bett zu springen. Dennoch sollten Sie Ihren Tagesrhythmus am Wochenende nicht zu sehr durcheinander bringen. Ansonsten kommt am Wochenende nicht die Erholung, sondern die Erkältung. Gummiband-Effekt heißt das im Fachjargon.

  • Pflegen Sie Ihre Hobbys

    Echte Hobbys sind mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Wenn Sie einer Beschäftigung mit Freunde und Leidenschaft nachgehen, schöpfen Sie daraus Kraft und können sich erholen – selbst wenn das Hobby selbst anstrengend ist. So kann Sport am Wochenende ein wichtiger Aspekt sein, auch wenn Sie dabei ins Schwitzen kommen. Zudem steigert es die Zufriedenheit, wenn Sie sich einem Hobby widmen. So sind Sie am Wochenende glücklicher und fühlen sich besser.

  • Schalten Sie wirklich ab

    Bei kaum einem Gerät liegen Fluch und Segen so nahe beieinander, wie bei dem Smartphone. Einerseits eröffnet es uns unzählige Möglichkeiten – auch, um mit anderen in Kontakt zu bleiben. Andererseits bleiben wir damit auch dann in Kontakt, wenn wir es gar nicht wollen – zum Beispiel mit den Chef am Wochenende. Häufig hilft da zur echten Entspannung nur ein radikaler Schritt: Abschalten. Buchstäblich. Und sei es nur für ein paar Stunden. Es ist eine wahre Genugtuung, am Wochenende nicht ständig auf das Handy zu schauen, E-Mails zu kontrollieren, Nachrichten zu beantworten und die Neuigkeiten im Feed abzurufen.

  • Lernen Sie Nein zu sagen

    Hilfsbereitschaft ist gut, doch müssen Sie auch lernen, am Wochenende hin und wieder Nein zu sagen. Dabei brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben und sich auch nicht lang und breit rechtfertigen. Ein kurzes Leider schaffe ich das am Wochenende nicht… reicht völlig aus, um abzulehnen.

    Natürlich können Sie einem Freund mal beim Umzug helfen oder einen Gefallen übernehmen, doch sollten Sie nicht vergessen, dass das Wochenende auch Ihre Zeit ist. Spätestens wenn es für Sie zur Belastung wird und Ihrer Erholung am Wochenende nachhaltig schadet, ist es besser Nein zu sagen und Grenzen zu setzen.

  • Gönnen Sie sich Ruhe

    Zum Schluss noch einmal ein etwas tautologischer Tipp, der aber nicht genug betont werden kann: Nehmen Sie sich am Wochenende bewusst Zeit für sich selbst – in Ruhe, ganz allein oder mit dem Partner. Wer sich bewusst solche Auszeiten zum Relaxen sucht, genießt den Moment in vollen Zügen, kommt auf frische Ideen und gewinnt neue Kraft. Müßiggang und Nichtstun sind eine hohe Kunst, die leider kaum noch gelehrt und gelernt wird.

    Wie genau Sie diese echten Ruhepausen gestalten, können Sie dabei selbst entscheiden. Für die einen ist ein entspanntes Bad mit einem guten Buch die beste Erholung, andere entspannen bei einem Spaziergang im Wald und wieder andere gehen in Yoga oder Meditation auf. Am Ende kommt es darauf an, dass Sie sich wohl fühlen, zur Ruhe kommen und Ihre Energiereserven auffüllen.

[Bildnachweis: Ivanko80 by Shutterstock.com]
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Beruf Pfarrer: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung https://karrierebibel.de/pfarrer/ Thu, 09 Apr 2020 11:00:07 +0000 Nils Warkentin https://karrierebibel.de/?p=124371

Nicht jeder kann sich vorstellen, in der Kirche zu arbeiten, doch für manche ist der Beruf als Pfarrer wie eine Berufung. Der Weg bis zum Arbeit als Pfarrer ist lang, dafür sind die Aufgaben vielfältig, oftmals mit sehr schönen Momenten verbunden, teilweise aber auch traurig und emotional. In den letzten Jahren stand die Kirche immer wieder in der Kritik, was sich nicht nur in sinkenden Zahlen der Gemeindemitglieder, sondern auch Nachwuchssorgen für die Position des Pfarrers. Wenn Sie als Pfarrer arbeiten, eine Gemeinde betreuen, Menschen in Glaubensfragen unterstützen und begleiten wollen, erfahren Sie hier alles, was Sie zum Beruf Pfarrer wissen sollten…

Ausbildung: Wie wird man Pfarrer?

Der berufliche Einstieg in eine Laufbahn als Pfarrer beginnt nicht in der Kirche, sondern auf dem akademischen Weg über ein Studium der Theologie. Die Regelstudienzeit beträgt dabei zehn Semester und ist somit deutlich länger als Bachelor-Studiengänge, die meist auf sechs Semester angelegt sind. Oftmals dauert das Theologie-Studium in der Praxis sogar noch länger. Grund dafür sind die benötigten Sprachkenntnisse.

Während des Studiums müssen sich angehende Pfarrer Kenntnisse in Latein, Griechisch und Hebräisch aneignen. Die weiteren Studieninhalte können sich zwischen evangelischer und katholischer Theologie unterscheiden. Die Inhalte für ein Studium der evangelischen Theologie sind breit gefächert und umfassen:

  • Umfassendes Studium des neuen und alten Testaments
  • Einführung in die theologische Forschung und Lehre
  • Kirchengeschichte
  • Systematische und praktische Theologie
  • Grundlagen des theologischen Denkens
  • Philosophie und Ethik
  • Rhetorik sowie Textauslegung und -verständnis
  • Philologie
  • Religionspädagogik
  • Religionswissenschaft
  • Ökumenische Theologie

Hinzu kommen im weiteren Studienverlauf vertiefende Inhalte zu unterschiedlichen theologischen Themengebieten. Zudem ist eine Spezialisierung im Masterstudiengang möglich.

Nach Abschluss des erfolgreichen Studiums beginnt jedoch nicht sofort der Einstieg in die Arbeit als Pfarrer. In der evangelischen Kirche steht zunächst das sogenannte Vikariat an, dabei handelt es sich um einen Vorbereitungsdienst. In einer Gemeinde sammeln Sie praktische Erfahrungen zu möglichst allen Bereichen und Aufgaben im späteren Pfarramt. Dabei werden Sie von einem bereits erfahrenen Pfarrer begleitet und unterstützt.

Zusätzlich nehmen Sie an Seminaren teil, um Ihre Fähigkeiten weiter zu schulen und gezielt auf den Einstieg in den Beruf als Pfarrer vorbereitet zu werden.

In der katholischen Kirche werden vor der Priesterweihe eine Praxiszeit im Rang des Kaplans sowie theoretische und praktische Prüfungen durchlaufen.

Berufsbild: Was macht ein Pfarrer?

Als Pfarrer haben Sie zahlreiche Aufgaben und damit einen sehr abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Zu den Hauptaufgaben zählt in erster Linie die Leitung der Pfarrei und der Gemeinde, für die Sie zuständig sind.

Die Tätigkeit setzt sich aus vielen unterschiedlichen Bereichen und Aufgaben zusammen:

  • Vorbereitung und Durchführung von Gottesdiensten
  • Schreiben und Üben von Predigten – mit religiösem Blick auf aktuelle Themen
  • Verwaltung und Organisation der Gemeinde
  • Führung von Kirchenbüchern
  • Dienstrechtliche Aufsicht der Mitarbeitenden
  • Seelsorge
  • Vorgespräche mit Angehörigen und Durchführung von Beerdigungen
  • Eheschließungen
  • Taufen
  • Kommunion beziehungsweise Konfirmation
  • Unterricht und Seminare zur Vorbereitung für Kommunion und Konfirmation
  • Ansprechpartner für Fragen und bei Sorgen
  • Organisation von Aktivitäten innerhalb der Gemeinde

Bei einigen dieser Aufgaben werden Sie zudem von ehrenamtlichen Mitarbeitern, Mitgliedern der Gemeinde oder Assistenten unterstützt.

Gehalt: Was verdient ein Pfarrer?

Pfarrer fühlen sich ihrer Aufgabe meist sehr verpflichtet und gehen dem Beruf nicht wegen der Bezahlung, sondern aus Überzeugung nach. Trotzdem bekommt ein Pfarrer natürlich ein Gehalt für seine Arbeit – und dieses kann sich durchaus sehen lassen.

Der Grund: Die Bezahlung eines Pfarrers wird vom Staat getragen und orientiert sich dabei an der Bezahlung von Beamten. Zugrunde gelegt wird dabei die Besoldungsgruppe A13, was genau dies für das Gehalt eines Pfarrers heißt, kann sich je nach Bundesland und Gemeinde unterscheiden. Während in einigen Bereichen etwas mehr für diese Besoldungsgruppe gezahlt wird, fallen die Gehälter in anderen Bundesländern etwas geringer aus.

Trotzdem verdient ein Pfarrer nirgendwo schlecht. In den ersten Jahren nach dem Einstieg ins Pfarramt sind je nach Region circa 2.700 Euro bis 3.400 Euro brutto pro Monat zu erwarten. Im Laufe der Zeit steigt die Bezahlung für Pfarrer weiter an und es ist ein Gehalt von 4.500 Euro bis 5.000 Euro monatlich möglich.

Zusätzlich dürfen sich Pfarrer vielerorts über weitere Zahlungen für Weihnachts- und Urlaubgsgeld freuen. Auch Zuschüsse zum Wohnraum sind ein häufiger Pluspunkt für Pfarrer.

Stellenanzeigen finden Sie auf www.karrieresprung.de.

Karriere: Chancen und Aussichten als Pfarrer?

Wie andere Berufe, Branchen und Arbeitgeber leidet auch die Kirche unter Fachkräftemangel und Nachwuchssorgen. Es gibt bereits seit einigen Jahren nicht mehr genügend junge Pfarrer, um die freien Stellen zu füllen, die aufgrund zahlreicher Eintritte in den Ruhestand entstehen.

Zudem schreiben sich nicht genügend Interessenten für ein Theologie-Studium ein, um in Zukunft ausreichend Pfarrer zur Verfügung stellen zu können. Das bedeutet auf der einen Seite, dass möglicherweise Gemeinden zusammengelegt werden und von einem Pfarrer betreut werden müssen – gleichzeitig verspricht es aber beste Aussichten für angehende Pfarrer.

Wenn Sie in der evangelischen Kirche als Pfarrer arbeiten, können Sie verschiedene weitere Aufgaben übernehmen und beispielsweise Dekan oder Bischof werden – damit ist jedoch kein direkter Aufstieg in einer Hierarchie verbunden.

Anders sieht es bei der katholischen Kirche aus, in der ein Aufstieg möglich ist. Hier beginnen Sie als Diakon oder Vikar, werden zum Pfarrer, anschließend vielleicht zum Dekan oder Bischof. In der Theorie steht Ihnen sogar die Möglichkeit offen, in Zukunft zum Papst gewählt zu werden.

Bewerbung als Pfarrer: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Als Pfarrer arbeiten Sie natürlich vor allem in der Kirche, doch auch in Schulen beim Religionsunterricht oder in Krankenhäusern kann Ihre Betreuung und Unterstützung gefragt sein. Neben Ihrem Interesse und umfangreichen Wissen über religiöse Themen stehen dabei vor allem soziale Komponenten im Mittelpunkt, die Sie als Pfarrer unbedingt mitbringen sollten.

Dazu zählen…

Freie Stellen für Pfarrer werden beispielsweise im Amtsblatt mit allen nötigen Informationen veröffentlicht. Hilfreich und sinnvoll kann es sein, im Vorfeld die Gemeinde zu besuchen, mit dem Dekan und dem aktuellen Pfarrer das Gespräch zu suchen und so schon einmal persönlichen Kontakt aufzubauen und Interesse zu bekunden.

Im Anschluss erfolgt eine schriftliche Bewerbung, in der Sie sich noch einmal offiziell für die Pfarrstelle bewerben. Wichtige Punkte sind dabei natürlich Ihr abgeschlossenes Theologiestudium sowie die bisher gesammelten praktischen Erfahrungen. Ein weiterer Fokus liegt auf Ihren Fähigkeiten und Eigenschaften, die Sie nutzen und einbringen wollen, um die Gemeinde zu fördern.

Auch interessiert es die entscheidende Personalkommission, warum Sie sich genau für diese Gemeinde bewerben.

Bewerbung Pfarrer Anschreiben Muster Vorlage Beispiel Pdf WordAbschließend haben wir ein kostenloses Musteranschreiben für die Bewerbung als Pfarrer für Sie verfasst und als Download bereitgestellt. Denken Sie bitte daran, dass es sich bei dieser Vorlage nur um eine Inspiration mit möglichen Formulierungen und Ideen handelt. Diese können Sie als Orientierung nutzen, aber nicht gesamte Abschnitte kopieren.

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & Lebenslauf

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & LebenslaufUm Ihnen das Schreiben Ihrer Bewerbung zu erleichtern, haben wir für Sie mehr als 80 kostenlose und professionelle Bewerbungsvorlagen erstellen lassen, die Sie sich jederzeit kostenlos als WORD-Datei oder PDF herunterladen und privat nutzen können.

Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese jedes Mal individuell anpassen und etwas umgestalten. Es sähe sicher nicht gut aus, wenn eine(r) Ihrer Mitbewerber(innen) zufällig exakt dieselbe Vorlage verwendet.

Vorlagen und Muster für das Bewerbungsschreiben

Zum Durchblättern der Vorlagen bitte die orangen Pfeile nutzen. Zum Herunterladen der jeweiligen kostenlosen Vorlage einfach auf das Vorschaubild klicken


Initiativbewerbung
Vorlage 1
Initiativbewerbung
Vorlage 2
Blindbewerbung
Vorlage 1
Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Muster Cover Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Blindbewerbung Vorlage Muster Cover
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Bewerbung für
eine Ausbildung
Bewerbung für
ein Praktikum 1
Bewerbung für
ein Praktikum 2
Bewerbungsschreiben Vorlage Ausbildung Cover Bewerbungsschreiben Praktikum1 Muster Cover Bewerbungsschreiben Praktikum2 Vorlage Cover
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Bewerbung als
Altenpflegerin
Bewerbungsschreiben
als Erzieherin
Ausbildungsanschreiben
zum Rettungssanitäter
Bewerbung Altenpflegerin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Erzieherin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Ausbildung Rettungssanitaeter Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Beispiel Cover
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Anschreiben für
eine Duale Ausbildung
Bewerbungsschreiben
als Werkstudent
Bewerbung für
eine Masterarbeit
Bewerbungsschreiben Duale Ausbildung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Werkstudent Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Masterarbeit Cover
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Bewerbungsschreiben
als Aushilfe
Bewerbungsschreiben
als Verkäufer
Bewerbungsschreiben
für einen Minijob
Bewerbungsschreiben Vorlage Aushilfe Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Verkaeuferin Cover Bewerbungsschreiben Muster Minijob Cover
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Bewerbung bei der
Deutschen Bahn
Bewerbungsschreiben
für LIDL
Muster für Medizinische
Fachangestellte
Bewerbung Deutsche Bahn Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Fuer Lidl Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Medizinische Fachangestellte Anschreiben Vorlage Muster Beispiel Cover
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Bewerbung bei der
Bundeswehr
Bewerbungsschreiben
für die Bundespolizei
Bewerbungsschreiben
für den Zoll
Bundeswehr Bewerbung Bewerbungsschreiben Beispiel Muster Cover Bundespolizei Bewerbung Bewerbungsschreiben Muster Cover Bewerbung Zoll Anschreiben Vorlage Muster Cover
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Bewerbungsschreiben
für ein FSJ
Bewerbungsschreiben
als Projektleiter
Bewerbungsschreiben
als Industriemechaniker
Fsj Bewerbung Anschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Reinigungskraft Bewerbungsschreiben Vorlage Beispiel Muster Cover Bewerbung Als Industriemechaniker Anschreiben Muster Vorlage Cover
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Bewerbungsschreiben
als Assistentin
Bewerbungsschreiben
für den Empfang
Bewerbung nach
einer Fortbildung
Bewerbungsvorlage Assistentin Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Empfang Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Fortbildung Anschreiben Cover
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Bewerbung auf
eine Stellenanzeige
Anschreiben für einen
Projektmanager
Bewerbung als
Krankenschwester
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Key Account Manager Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Projektmanager Muster Cover Bewerbungsschreiben Krankenschwester Vorlage Kostenlos Muster Cover
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Bewerbung als
Mechatroniker
Bewerbung als
Pädagogin
Bewerbung als
Ausbildungsleiter
Bewerbungsanschreiben Vorlage Mechatroniker Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Paedagogin Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Ausbildungsleiter Muster Cover
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Bewerbungsschreiben
als Führungskraft
Bewerbungsschreiben
als Beraterin
Bewerbungsschreiben
als Senior Consultant
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Manager Fuehrungskraft Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Beraterin Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Senior Consultant Muster Cover
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als Sozialpädagoge
Anschreiben
als Heilpraktiker
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als Friseur
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Anschreiben
als Lokführer
Anschreiben
als Eventmanager
Anschreiben
als Physiotherapeut
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
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Anschreiben
als Erzieherin
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als Elektriker
Anschreiben
als Informatiker
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Bewerbung
als Bäcker
Bewerbung
als Zimmermann
Bewerbung
als Dachdecker
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
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Bewerbung
als Arzt
Bewerbung
als Kardiologe
Bewerbung
als Gerichtsmediziner
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Bewerbung
als Sozialarbeiter
Bewerbung
als Psychiater
Bewerbung
als Logopädin
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Bewerbung
als Ingenieur
Bewerbung
als Architekt
Bewerbung
als Prokurist
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Bewerbung
als Schauspieler
Bewerbung
als Juwelier
Bewerbung
als Kommissionierer
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
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Vorlagen und Muster für den tabellarischen Lebenslauf





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Nicht jeder kann sich vorstellen, in der Kirche zu arbeiten, doch für manche ist der Beruf als Pfarrer wie eine Berufung. Der Weg bis zum Arbeit als Pfarrer ist lang, dafür sind die Aufgaben vielfältig, oftmals mit sehr schönen Momenten verbunden, teilweise aber auch traurig und emotional. In den letzten Jahren stand die Kirche immer wieder in der Kritik, was sich nicht nur in sinkenden Zahlen der Gemeindemitglieder, sondern auch Nachwuchssorgen für die Position des Pfarrers. Wenn Sie als Pfarrer arbeiten, eine Gemeinde betreuen, Menschen in Glaubensfragen unterstützen und begleiten wollen, erfahren Sie hier alles, was Sie zum Beruf Pfarrer wissen sollten…

Ausbildung: Wie wird man Pfarrer?

Der berufliche Einstieg in eine Laufbahn als Pfarrer beginnt nicht in der Kirche, sondern auf dem akademischen Weg über ein Studium der Theologie. Die Regelstudienzeit beträgt dabei zehn Semester und ist somit deutlich länger als Bachelor-Studiengänge, die meist auf sechs Semester angelegt sind. Oftmals dauert das Theologie-Studium in der Praxis sogar noch länger. Grund dafür sind die benötigten Sprachkenntnisse.

Während des Studiums müssen sich angehende Pfarrer Kenntnisse in Latein, Griechisch und Hebräisch aneignen. Die weiteren Studieninhalte können sich zwischen evangelischer und katholischer Theologie unterscheiden. Die Inhalte für ein Studium der evangelischen Theologie sind breit gefächert und umfassen:

  • Umfassendes Studium des neuen und alten Testaments
  • Einführung in die theologische Forschung und Lehre
  • Kirchengeschichte
  • Systematische und praktische Theologie
  • Grundlagen des theologischen Denkens
  • Philosophie und Ethik
  • Rhetorik sowie Textauslegung und -verständnis
  • Philologie
  • Religionspädagogik
  • Religionswissenschaft
  • Ökumenische Theologie

Hinzu kommen im weiteren Studienverlauf vertiefende Inhalte zu unterschiedlichen theologischen Themengebieten. Zudem ist eine Spezialisierung im Masterstudiengang möglich.

Nach Abschluss des erfolgreichen Studiums beginnt jedoch nicht sofort der Einstieg in die Arbeit als Pfarrer. In der evangelischen Kirche steht zunächst das sogenannte Vikariat an, dabei handelt es sich um einen Vorbereitungsdienst. In einer Gemeinde sammeln Sie praktische Erfahrungen zu möglichst allen Bereichen und Aufgaben im späteren Pfarramt. Dabei werden Sie von einem bereits erfahrenen Pfarrer begleitet und unterstützt.

Zusätzlich nehmen Sie an Seminaren teil, um Ihre Fähigkeiten weiter zu schulen und gezielt auf den Einstieg in den Beruf als Pfarrer vorbereitet zu werden.

In der katholischen Kirche werden vor der Priesterweihe eine Praxiszeit im Rang des Kaplans sowie theoretische und praktische Prüfungen durchlaufen.

Berufsbild: Was macht ein Pfarrer?

Als Pfarrer haben Sie zahlreiche Aufgaben und damit einen sehr abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Zu den Hauptaufgaben zählt in erster Linie die Leitung der Pfarrei und der Gemeinde, für die Sie zuständig sind.

Die Tätigkeit setzt sich aus vielen unterschiedlichen Bereichen und Aufgaben zusammen:

  • Vorbereitung und Durchführung von Gottesdiensten
  • Schreiben und Üben von Predigten – mit religiösem Blick auf aktuelle Themen
  • Verwaltung und Organisation der Gemeinde
  • Führung von Kirchenbüchern
  • Dienstrechtliche Aufsicht der Mitarbeitenden
  • Seelsorge
  • Vorgespräche mit Angehörigen und Durchführung von Beerdigungen
  • Eheschließungen
  • Taufen
  • Kommunion beziehungsweise Konfirmation
  • Unterricht und Seminare zur Vorbereitung für Kommunion und Konfirmation
  • Ansprechpartner für Fragen und bei Sorgen
  • Organisation von Aktivitäten innerhalb der Gemeinde

Bei einigen dieser Aufgaben werden Sie zudem von ehrenamtlichen Mitarbeitern, Mitgliedern der Gemeinde oder Assistenten unterstützt.

Gehalt: Was verdient ein Pfarrer?

Pfarrer fühlen sich ihrer Aufgabe meist sehr verpflichtet und gehen dem Beruf nicht wegen der Bezahlung, sondern aus Überzeugung nach. Trotzdem bekommt ein Pfarrer natürlich ein Gehalt für seine Arbeit – und dieses kann sich durchaus sehen lassen.

Der Grund: Die Bezahlung eines Pfarrers wird vom Staat getragen und orientiert sich dabei an der Bezahlung von Beamten. Zugrunde gelegt wird dabei die Besoldungsgruppe A13, was genau dies für das Gehalt eines Pfarrers heißt, kann sich je nach Bundesland und Gemeinde unterscheiden. Während in einigen Bereichen etwas mehr für diese Besoldungsgruppe gezahlt wird, fallen die Gehälter in anderen Bundesländern etwas geringer aus.

Trotzdem verdient ein Pfarrer nirgendwo schlecht. In den ersten Jahren nach dem Einstieg ins Pfarramt sind je nach Region circa 2.700 Euro bis 3.400 Euro brutto pro Monat zu erwarten. Im Laufe der Zeit steigt die Bezahlung für Pfarrer weiter an und es ist ein Gehalt von 4.500 Euro bis 5.000 Euro monatlich möglich.

Zusätzlich dürfen sich Pfarrer vielerorts über weitere Zahlungen für Weihnachts- und Urlaubgsgeld freuen. Auch Zuschüsse zum Wohnraum sind ein häufiger Pluspunkt für Pfarrer.

Stellenanzeigen finden Sie auf www.karrieresprung.de.

Karriere: Chancen und Aussichten als Pfarrer?

Wie andere Berufe, Branchen und Arbeitgeber leidet auch die Kirche unter Fachkräftemangel und Nachwuchssorgen. Es gibt bereits seit einigen Jahren nicht mehr genügend junge Pfarrer, um die freien Stellen zu füllen, die aufgrund zahlreicher Eintritte in den Ruhestand entstehen.

Zudem schreiben sich nicht genügend Interessenten für ein Theologie-Studium ein, um in Zukunft ausreichend Pfarrer zur Verfügung stellen zu können. Das bedeutet auf der einen Seite, dass möglicherweise Gemeinden zusammengelegt werden und von einem Pfarrer betreut werden müssen – gleichzeitig verspricht es aber beste Aussichten für angehende Pfarrer.

Wenn Sie in der evangelischen Kirche als Pfarrer arbeiten, können Sie verschiedene weitere Aufgaben übernehmen und beispielsweise Dekan oder Bischof werden – damit ist jedoch kein direkter Aufstieg in einer Hierarchie verbunden.

Anders sieht es bei der katholischen Kirche aus, in der ein Aufstieg möglich ist. Hier beginnen Sie als Diakon oder Vikar, werden zum Pfarrer, anschließend vielleicht zum Dekan oder Bischof. In der Theorie steht Ihnen sogar die Möglichkeit offen, in Zukunft zum Papst gewählt zu werden.

Bewerbung als Pfarrer: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Als Pfarrer arbeiten Sie natürlich vor allem in der Kirche, doch auch in Schulen beim Religionsunterricht oder in Krankenhäusern kann Ihre Betreuung und Unterstützung gefragt sein. Neben Ihrem Interesse und umfangreichen Wissen über religiöse Themen stehen dabei vor allem soziale Komponenten im Mittelpunkt, die Sie als Pfarrer unbedingt mitbringen sollten.

Dazu zählen…

Freie Stellen für Pfarrer werden beispielsweise im Amtsblatt mit allen nötigen Informationen veröffentlicht. Hilfreich und sinnvoll kann es sein, im Vorfeld die Gemeinde zu besuchen, mit dem Dekan und dem aktuellen Pfarrer das Gespräch zu suchen und so schon einmal persönlichen Kontakt aufzubauen und Interesse zu bekunden.

Im Anschluss erfolgt eine schriftliche Bewerbung, in der Sie sich noch einmal offiziell für die Pfarrstelle bewerben. Wichtige Punkte sind dabei natürlich Ihr abgeschlossenes Theologiestudium sowie die bisher gesammelten praktischen Erfahrungen. Ein weiterer Fokus liegt auf Ihren Fähigkeiten und Eigenschaften, die Sie nutzen und einbringen wollen, um die Gemeinde zu fördern.

Auch interessiert es die entscheidende Personalkommission, warum Sie sich genau für diese Gemeinde bewerben.

Bewerbung Pfarrer Anschreiben Muster Vorlage Beispiel Pdf WordAbschließend haben wir ein kostenloses Musteranschreiben für die Bewerbung als Pfarrer für Sie verfasst und als Download bereitgestellt. Denken Sie bitte daran, dass es sich bei dieser Vorlage nur um eine Inspiration mit möglichen Formulierungen und Ideen handelt. Diese können Sie als Orientierung nutzen, aber nicht gesamte Abschnitte kopieren.

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & Lebenslauf

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & LebenslaufUm Ihnen das Schreiben Ihrer Bewerbung zu erleichtern, haben wir für Sie mehr als 80 kostenlose und professionelle Bewerbungsvorlagen erstellen lassen, die Sie sich jederzeit kostenlos als WORD-Datei oder PDF herunterladen und privat nutzen können.

Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese jedes Mal individuell anpassen und etwas umgestalten. Es sähe sicher nicht gut aus, wenn eine(r) Ihrer Mitbewerber(innen) zufällig exakt dieselbe Vorlage verwendet.

Vorlagen und Muster für das Bewerbungsschreiben

Zum Durchblättern der Vorlagen bitte die orangen Pfeile nutzen. Zum Herunterladen der jeweiligen kostenlosen Vorlage einfach auf das Vorschaubild klicken


Initiativbewerbung
Vorlage 1
Initiativbewerbung
Vorlage 2
Blindbewerbung
Vorlage 1
Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Muster Cover Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Blindbewerbung Vorlage Muster Cover
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Bewerbung für
eine Ausbildung
Bewerbung für
ein Praktikum 1
Bewerbung für
ein Praktikum 2
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Bewerbung als
Altenpflegerin
Bewerbungsschreiben
als Erzieherin
Ausbildungsanschreiben
zum Rettungssanitäter
Bewerbung Altenpflegerin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Erzieherin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Ausbildung Rettungssanitaeter Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Beispiel Cover
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Anschreiben für
eine Duale Ausbildung
Bewerbungsschreiben
als Werkstudent
Bewerbung für
eine Masterarbeit
Bewerbungsschreiben Duale Ausbildung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Werkstudent Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Masterarbeit Cover
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Bewerbungsschreiben
als Aushilfe
Bewerbungsschreiben
als Verkäufer
Bewerbungsschreiben
für einen Minijob
Bewerbungsschreiben Vorlage Aushilfe Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Verkaeuferin Cover Bewerbungsschreiben Muster Minijob Cover
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Bewerbung bei der
Deutschen Bahn
Bewerbungsschreiben
für LIDL
Muster für Medizinische
Fachangestellte
Bewerbung Deutsche Bahn Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Fuer Lidl Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Medizinische Fachangestellte Anschreiben Vorlage Muster Beispiel Cover
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Bewerbung bei der
Bundeswehr
Bewerbungsschreiben
für die Bundespolizei
Bewerbungsschreiben
für den Zoll
Bundeswehr Bewerbung Bewerbungsschreiben Beispiel Muster Cover Bundespolizei Bewerbung Bewerbungsschreiben Muster Cover Bewerbung Zoll Anschreiben Vorlage Muster Cover
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Bewerbungsschreiben
für ein FSJ
Bewerbungsschreiben
als Projektleiter
Bewerbungsschreiben
als Industriemechaniker
Fsj Bewerbung Anschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Reinigungskraft Bewerbungsschreiben Vorlage Beispiel Muster Cover Bewerbung Als Industriemechaniker Anschreiben Muster Vorlage Cover
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Bewerbungsschreiben
als Assistentin
Bewerbungsschreiben
für den Empfang
Bewerbung nach
einer Fortbildung
Bewerbungsvorlage Assistentin Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Empfang Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Fortbildung Anschreiben Cover
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eine Stellenanzeige
Anschreiben für einen
Projektmanager
Bewerbung als
Krankenschwester
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Key Account Manager Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Projektmanager Muster Cover Bewerbungsschreiben Krankenschwester Vorlage Kostenlos Muster Cover
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Bewerbung als
Mechatroniker
Bewerbung als
Pädagogin
Bewerbung als
Ausbildungsleiter
Bewerbungsanschreiben Vorlage Mechatroniker Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Paedagogin Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Ausbildungsleiter Muster Cover
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als Führungskraft
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als Beraterin
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als Senior Consultant
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Manager Fuehrungskraft Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Beraterin Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Senior Consultant Muster Cover
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als Sozialpädagoge
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als Heilpraktiker
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als Friseur
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Anschreiben
als Lokführer
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als Physiotherapeut
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Anschreiben
als Erzieherin
Anschreiben
als Elektriker
Anschreiben
als Informatiker
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
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Bewerbung
als Bäcker
Bewerbung
als Zimmermann
Bewerbung
als Dachdecker
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
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Bewerbung
als Arzt
Bewerbung
als Kardiologe
Bewerbung
als Gerichtsmediziner
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
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Bewerbung
als Sozialarbeiter
Bewerbung
als Psychiater
Bewerbung
als Logopädin
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
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Bewerbung
als Ingenieur
Bewerbung
als Architekt
Bewerbung
als Prokurist
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
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Bewerbung
als Schauspieler
Bewerbung
als Juwelier
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Vorlagen und Muster für den tabellarischen Lebenslauf





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Krawatte binden: Tipps für den Krawattenknoten https://karrierebibel.de/krawatte-binden/ Thu, 09 Apr 2020 09:00:00 +0000 Nils Warkentin http://karrierebibel.de/?p=71608

Steve Jobs hat die Welt im Rollkragenpulli von sich überzeugt. Doch der Apple-Mann war eine Ausnahme. Gelegenheiten, in denen Männer demonstrieren müssen, dass sie eine Krawatte binden können, gibt es zur Genüge. Ob auf der Hochzeit, beim Vorstellungsgespräch, in Verhandlungen oder beim Pitch vor Investoren: Ein edles Outfit kann mitunter die entscheidenden Pluspunkte bringen. Für Männer gehört oftmals die Krawatte als Premium-Accessoire hinzu und für manche ist sie aus dem täglichen Outfit kaum wegzudenken. Wer sie hingegen nur selten zu bestimmten Anlässen trägt, fragt sich oftmals: Krawatte binden – wie geht das eigentlich? Daran verzweifeln erstaunlich viele Herren der Schöpfung, die eher einen Knoten in den Fingern als in der Krawatte haben. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Krawatte richtig binden

Krawatte binden: Was Sie wissen müssen

Für Könner Routine, für Anfänger Horror: Krawatte binden.

Wer zwei linke Hände mit sich herumträgt, bekommt auch mit dem Schlips Probleme. Noch komplizierter wird es, wenn man bedenkt, wie viele verschiedene Knoten zur Auswahl stehen. Da gibt es zum Beispiel:

  • Einfacher Knoten
  • Doppelknoten
  • Einfacher Windsor
  • Doppelter Windsor
  • Pratt-Knoten
  • Nicky-Knoten
  • Sankt-Andreas-Knoten
  • Orientalischer Knoten
  • Kent-Knoten
  • Victoria-Knoten

Und die Liste ist keineswegs vollständig. Für den Anfang genügen aber schon die fünf wahrscheinlich geläufigsten: der einfache Knoten, Doppelknoten (Prinz-Albert-Knoten), einfacher und doppelter Windsor und der Pratt-Knoten, auch Shelby genannt.

Wenn Sie diese fünf Krawattenknoten beherrschen, sind Sie für jeden Anlass gewappnet. Und der kommt bestimmt, egal ob es sich um einen wichtigen Geschäftstermin oder um eine Hochzeit handelt.

Einfacher Knoten (Four-In-Hand)

Die Herkunft des einfachen Knoten ist nicht ganz klar; wahlweise wird der englische Name Four-In-Hand auf den gleichnamigen Club in London zurückgeführt. Andere wiederum vermuten, dass dieser Krawattenknoten auf Kutscher zurückzuführen ist: Wahlweise auf die Art und Weise, wie sie vier Pferde in einer Hand hielten oder aber ihre eigenen Schals banden.

So binden Sie den Krawattenknoten:

Krawatte Binden Four In Hand Knoten Anleitung

Schritt für Schritt Anleitung

  • Legen Sie die Krawatte so um dem Hals, dass das breite Ende länger ist. Das kürzere, dünne Ende sollte circa bis zur Taille reichen, das längere hängt deutlich tiefer – abhängig von der Länge der Krawatte.
  • Führen Sie das breite Ende der Krawatte über das schmale und bilden so ein Kreuz knapp unter dem Kragen.
  • Nun legen Sie das breite Ende von hinten um das schmale herum und führen es wieder nach vorne auf die gleiche Seite.
  • Das breite Ende der Krawatte führen Sie anschließend von innen hinauf bis zum Hals und danach wieder herunter durch die entstandene Schlinge.
  • Dann nur noch den Knoten hinaufschieben bis zum obersten Hemdknopf, sodass die Krawatte richtig sitzt.
Spezifika

Der einfache Krawattenknoten ist der Klassiker unter den Knoten. Er ist vergleichsweise schmal und einfach zu binden, wenngleich Anfänger nicht selten schon an ihm verzweifeln. Weitere Vorteile: Man kann jede Krawatte mit dem einfachen Knoten binden. Er passt zu (fast) allen Kragen. Der einfache Knoten ist auch als Four-In-Hand-Knoten bekannt.

Tipp

Er passt ideal für mittelgroße bis große Männer. Durch seine geringe Größe eignet er sich bei kurzen Hälsen.

Halber (einfacher) Windsorknoten

Der halbe Windsor Knoten – auch als einfacher Windsorknoten bekannt – ist etwas größer als der Four-In-Hand, aber kleiner als der doppelte Windsor Knoten. Da er vom Aufwand her bereits etwas schwieriger ist, eignet er sich auch für besondere Anlässe wie etwa eine Promotionsfeier.

So binden Sie den Krawattenknoten:

Krawatte Binden Halber Windsor Knoten Anleitung

Schritt für Schritt Anleitung

  • Legen Sie die Krawatte um den Hals, das breite Ende länger als das schmale. Beginnen Sie damit, das breite Ende der Krawatte über das schmale zu legen, um ein Kreuz zu bilden.
  • Führen Sie das breite Ende von hinten um das schmale Ende, bis es auf der andere Seite ankommt.
  • Jetzt das breite Ende der Krawatte von vorne nach oben zum Hals führen, nach innen über den Knoten legen und auf der anderen Seite wieder nach unten führen.
  • Das breite Ende erneut von vorne über den Knoten führen.
  • Bringen Sie das breite Ende der Krawatte nun noch einmal von innen nach oben und führen es anschließend nach vorne durch die Schlaufe zurück nach unten
  • Den einfachen Windsorknoten ziehen sie nun wieder bis zum obersten Hemdknopf fest.
Spezifika

Der einfache Windsor-Knoten oder auch kleiner Windsor-Knoten (oder halber Windsor-Knoten) ist ein eleganter, klassischer Knoten. Er ist kegelförmig und bauchig.

Der einfache Windsor ist dicker als der Four-in-hand, aber auch etwas schwieriger zu binden. Im Vergleich zum doppelten Windsor ist er weniger voluminös.

Tipp

Er steht jedem und lässt sich im Grunde zu allen Gelegenheiten tragen, zu geschäftlichen wie festlichen Anlässen. Da der Knoten nicht allzu groß ausfällt, eignet er sich für Hemden mit Button-Down-Kragen beziehungsweise dicht beieinander liegenden Kragen.

Windsor Knoten

Der „Windsor“ (auch als doppelter Windsor bekannt) hat eine Dreiecksform. Der Name dieses Krawattenknotens leitet sich vom Herzog von Windsor ab, der ihn angeblich mit Vorliebe getragen haben soll. Zu Hemden mit weit gespreizten Kragen, etwa mit Haifisch- oder Kentkragen, passt ein Windsor-Knoten besonders gut.

So füllen Sie den Raum des Kragens optimal aus. Beim Windsor handelt es sich um einen großen, voluminösen Knoten, daher ist das Krawatte binden vergleichsweise herausfordernd.

So binden Sie den Krawattenknoten:

Krawatte Binden Windsor Knoten Anleitung

Schritt für Schritt Anleitung

  • Die Krawatte wird so um den Hals gelegt, dass das breite Ende länger als das schmale.
  • Nun ziehen Sie das breite Ende der Krawatte über das schmale Ende.
  • Führen Sie das breite Ende der Krawatte von innen nach oben zum Hals.
  • Ziehen Sie das breite Ende auf derselben Seite des Knotens vorne wieder nach unten und führen Sie diese von hinten um den Knoten herum auf die andere Seite.
  • Führen Sie das breite Ende nun von dieser Seite von vorne in Richtung Hals, bevor Sie es auf derselben Seite des Knoten wieder nach unten führen.
  • Legen Sie das Ende der Krawatte von vorne über den Knoten auf die anderen Seite.
  • Bringen Sie das breite Ende der Krawatte von innen zum Hals herauf.
  • Die Spitze des breiten Endes stecken Sie durch die Schlaufe hindurch und ziehen es ganz durch, bis die Krawatte die optimale Länge hat.
Spezifika

Der Windsor Knoten kann sowohl mit dünnen als auch normal breiten Krawatten (bis 8 Zentimeter Breite) gut gebunden werden. Obwohl er als doppelter Windsor Knoten bekannt ist, ist er tatsächlich nicht doppelt so dick wie der einfache (beziehungsweise halbe) Windsor Knoten, sondern nur etwa ein Viertel größer.

Tipp

Anfänger sollten auf ihn genauso verzichten wie große Männer, da der doppelte Windsor eine lange Krawattenlänge erfordert. Im Ergebnis führt der Windsor Männern über einer Körpergröße von 1,80 Metern dazu, dass die erforderliche Länge bei der Krawatte fehlt.

Prinz-Albert-Knoten

Als Weiterführung des einfachen Krawattenknotens beziehungsweise Four-in-Hand wird der Prinz-Albert-Knoten auch als Doppelknoten oder doppelter Krawattenknoten bezeichnet. Diese Beschreibung ergibt sich aus der doppelten Umwicklung beim Binden der Krawatte. Insgesamt ist der Prinz-Albert-Knoten deshalb ein wenig voluminöser als die einfache Variante.

So binden Sie den Krawattenknoten:

Krawatte Binden Prinz Albert Knoten Anleitung

Schritt für Schritt Anleitung

  • Legen Sie die Krawatte um den Hals, das breitere Ende – wie bei den anderen Krawattenknoten auch – ein Stück länger.
  • Führen Sie das breite Ende über das Schmale, um ein Kreuz unter dem Kragen zu bilden.
  • Bringen Sie das breite Ende der Krawatte von hinten vollständig um das schmale herum, bis es wieder auf derselben Seite liegt wie zuvor.
  • Führen Sie das breite Ende ein weiteres Mal von hinten um das schmale Ende herum – hierher rührt der Name des Doppelknoten.
  • Nun noch das breite Ende von innen zum Hals bringen, nach vorne durchführen und durch die entstandene Schlaufe der Krawatte nach unten ziehen.
  • Krawattenknoten festziehen, zurechtrücken und justieren.
Spezifika

Der Prinz-Albert-Knoten ist etwas größer als der Four-In-Hand, vergleichbar mit dem einfachen Windsor Knoten. Da der schmale Teil der Krawatte doppelt umwickelt wird, fällt der Knoten fülliger aus. Diese Variante wird besonders von italienischen Männern bevorzugt.

Tipp

Sehr große Männer können mit dem Prinz-Albert-Knoten Probleme bekommen, da die Krawatte so gebunden kürzer wird – es wird deshalb eine entsprechend längere Krawatte benötigt. Bei gespreizten und längeren Kragen wie dem Haifisch- und dem Kentkragen kommt der Doppelknoten besonders gut zur Geltung. Es sollten eher schmale als breite Krawattenarten gewählt werden.

Pratt-Shelby-Knoten

Der Pratt-Shelby-Knoten – auch unter den Namen Pratt-Knoten oder schlicht Shelby bekannt – wird gerne als amerikanische Form des Windsor-Knotens bezeichnet. Seinen Namen verdankt er Jerry Pratt, einem Mitglied der US-amerikanischen Handelskammer. Als Shelby-Knoten wurde er bekannt, weil Pratt dem Fernsehmoderator Donald Shelby diese Art des Krawatte Bindens zeigte, woraufhin Shelby diesen Knoten häufig in seiner Fernsehesendung trug.

Für viele ist er etwas einfacher zu knoten als der Windsor, erfordert aber trotzdem Übung. Vor allem weil es sich um einen Inside-Out-Knoten handelt, bei dem die Krawatte zu Beginn scheinbar falsch herum mit der Naht nach außen liegt. Daher kursiert er ebenfalls unter der Bezeichnung „umgekehrter halber Windsor“.

So binden Sie den Krawattenknoten:

Krawatte Binden Pratt Shelby Knoten Anleitung Krawattenknoten

Schritt für Schritt Anleitung

  • Legen Sie die Krawatte mit der Rückseite und Naht nach außen um den Hals. Die breitere Seite ist auch hier länger als die schmale.
  • Führen Sie die breite Seite hinter der schmalen Seite durch, um ein Kreuz zu bilden. Achten Sie darauf, dass Sie hierbei HINTER dem schmalen Stück entlang gehen, nicht wie bei den anderen Krawattenknoten vorne herum.
  • Bringen Sie nun das breite Ende der Krawatte von vorne nach oben in Richtung Hals und von dort auf der anderen Seite des Knotens wieder nach unten.
  • Legen Sie nun das breite Ende von hinten einmal komplett um die Krawatte herum, bis die breite Seite die schmale vorne überkreuzt.
  • Nun führen Sie die breite Seite der Krawatte von innen hoch zum Hals und von dort durch die Schlaufe auf der Vorderseite nach unten.
  • Rücken Sie die Knoten zurecht und ziehen Sie ihn fest. Bei diesem Krawattenknoten kann es notwendig sein, ein wenig mehr zu richten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Spezifika

Als voluminöser Krawattenknoten ist der Pratt-Shelby-Knoten für fast alle Krawatten geeignet und kann zu vielen Anlässe getragen werden. Im Ergebnis und vom Schwierigkeitsgrad ähnelt der Shelby einem halben Windsor, stellt also eine gute Alternative dar, wenn Sie diesen Knoten leichter binden können oder nach Abwechslung suchen.

Tipp

Dieser klassische, symmetrische Krawattenknoten wirkt sehr modern und lässt sich zu fast jedem Hemd kombinieren. Er eignet sich vor allem für schmale Krawatten.

Tipps und Tricks: Länge, Dimple, Kombination

Krawatten binden Trick Länge TippsJeder Mann, der Probleme beim Krawatte binden hat, kennt die Situation: Nach mehreren Versuchen hat es endlich geklappt, der Knoten sitzt, wird noch ein wenig zurecht gerückt und beim Blick in den Spiegel dann der Schreck: Die Krawatte ist viel zu kurz, reicht gerade einmal bis auf Höhe des Bauchnabels und sieht somit eher lächerlich als elegant aus.

Da können Sie so viel schieben, ziehen und drehen wie Sie wollen, meist bleibt nichts anderes übrig, als noch einmal von vorne anzufangen. Auch das Styling des Krawattenknotens und der Fall des Schlipses wollen geübt sein. Daher hier noch einige Tipps und Tricks:

  • Länge

    Für den optimalen Sitz der Krawatte sollten Sie zwei wichtige Grundregeln beachten:

    • Das vordere, breite Ende der Krawatte verdeckt den hinteren, dünneren Teil. Eine Krawatte ist immer so zu binden, dass der hintere Teil unsichtbar bleibt. Gute Krawatten bringen an der Rückseite eine dafür vorgesehene Schlaufe, um das dünne Ende zu fixieren, damit die Krawatte nicht verrutschen kann, hilft ebenfalls eine Krawattennadel.
    • Die Spitze der Krawatte reicht bis an den Gürtel. Dieser wird von der Krawatte leicht berührt. Dies gilt für alle Krawattenknoten, ob nun die einfache Version oder ein Windsor. Zu lang sollten Krawatten übrigens auch nicht sein, es erfordert deshalb einige Übung, bis ein Laie seine Krawatte wie ein Profi bindet. Achten Sie am besten bereits beim Kauf auf die richtige Länge von Krawatten. Das spart beim Binden Zeit und Nerven.
  • Dimple

    Das Sahnehäubchen beim Krawatte binden ist der Dimple, zu Deutsch: Grübchen. So nennt sich die kleine, ovale Einbuchtung unter dem Krawattenknoten. Die können Sie ganz leicht erreichen, indem Sie vor dem endgültigen Zuziehen des Knotens eine kleine Delle in die Krawatte drücken. Folgendes sollten Sie dabei beachten:

    • Steifes Material führt zu einem kräftigen Dimple.
    • Bei breiten Krawatten gelingt der Dimple leichter als bei schmalen.

    Weniger geeignet sind dafür allerdings glatte Seidenkrawatten (etwa aus Grenadineseide) – denen verleiht der Dimple zwar ein schönes Volumen, gleichzeitig hält das Grübchen aufgrund der glatten Beschaffenheit schlecht. Bessere Beständigkeit versprechen Krawatten aus Jacquardmaterial.

  • Kombination

    Die Krawatte bildet den Abschluss des Gesamtoutfits, sollte aber natürlich darauf abgestimmt sein. Hierarchisch betrachtet sollten Sie erst den Anzug, dann das passende Hemd und schließlich die geeignete Krawatte wählen. Eine wichtige Regel gilt es hierbei zu beachten: Vermeiden Sie identische Muster.

    Will heißen: Ein Anzug mit Nadelstreifen nebst gestreiften Hemd und gestreifter Krawatte sind zu viel des Guten. Allerdings lässt sich das Dilemma nicht lösen, indem Sie ausschließlich unifarbene Kleidung tragen. Das wäre das andere Extrem. Wichtig ist also eine stilsichere Kombination aus sowohl unifarbenen als auch dezent gemusterten Kleidungsstücken. Wie immer – vor allem im Businesskontext – gilt: keine grellen Farben.

So geht’s: Video mit Anleitung zum Krawatte binden

Manches lässt sich schriftlich nur schwer nachvollziehen. Sie können HIER im Video nachvollziehen, wie verschiedene Krawattenknoten gebunden werden.

Für welche Anlässe braucht es Krawatten?

Über einen langen Zeitraum hinweg war die Krawatte aus der männlichen Garderobe kaum wegzudenken. Ein fast schon alltäglicher Begleiter, nicht nur im Beruf oder zu besonderen Gelegenheiten. Vom bekannten italienischen Modedesigner Giorgio Armani stammt dieses Zitat:

Ein Mann muss keine Krawatte tragen, um elegant auszusehen. Sie ist nicht mehr als ein dekoratives Detail.

Und tatsächlich: Mittlerweile greift Mann zunehmend seltener zum Schlips. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel und in einigen Branchen – etwa im Bankwesen oder bei Versicherungen – ist die Krawatte nach wie vor fester Bestandteil des Dresscodes.

Aber immer mehr Arbeitgeber gehen lockerer mit dem Thema Kleidung um. Nicht nur am Freitag wird es zunehmend casual, an dem die Kleidung gerne mal ein wenig lockerer sein darf, sondern auch für den Rest der Woche kann in vielen Unternehmenskulturen ruhig auf die Krawatte verzichtet werden.

Doch auch für Männer, die nicht jeden Tag im Beruf eine Krawatte tragen, gibt es einige Anlässe, an denen der Halsbinder noch immer Pflicht ist:



Krawatte im Vorstellungsgespräch

Wenn Sie bei einem Unternehmen vorstellen und einen neuen Job bekommen wollen, geht ohne Krawatte gar nichts. Sie gehört für Männer unbedingt zum Dresscode im Vorstellungsgespräch. Die Krawatte gilt noch immer als Zeichen von Professionalität und Seriosität – genau der Eindruck, den Sie bei einem Personaler hinterlassen wollen.

Krawatte bei der Hochzeit

Zum schönsten Tag gehört die Krawatte einfach dazu – und zwar nicht nur, wenn Sie selbst heiraten, sondern auch, wenn Sie zu einer Hochzeit als Gast eingeladen werden. Ein solch feierlicher Anlass sollte sich in der Kleidung widerspiegeln. Daher greifen Sie zur Krawatte, sofern nicht explizit eine andere Kleiderordnung angekündigt und erwünscht ist.

Krawatte in der Oper

Einige gehen sogar noch einen Schritt weiter und tragen in der Opfer Fliege und Frack, doch auch mit einem schönen Anzug plus Krawatte sind Sie gut aufgestellt. Drunter sollte es für die Oper aber auch nicht sein – anders als bei anderen kulturellen Veranstaltungen, wie beispielsweise im Theater, wo Sie auch auf die Krawatte verzichten können.

Krawatte bei der Beerdigung

Zu den weniger angenehmen, aber dennoch feierlichen Anlässen im Leben eines Menschen gehören Beerdigungen beziehungsweise Bestattungen. Hier wird Menschen, meist nahen Angehörigen oder solchen, die man sehr geschätzt hat, die letzte Ehre erwiesen. Mit einer Krawatte verleihen Sie dem Anlass die Würde, die der Verstorbene verdient.




Wann geht es auch ohne Krawatte?

Krawatte binden doppelter Knoten einfacher Windsor Knoten AnfängerAuf der anderen Seite gibt es aber auch einige Gelegenheiten, bei denen es früher noch ganz normal war, eine Krawatte zu tragen, wo es inzwischen aber keine Pflicht mehr ist und Sie auch ohne Krawatte einen guten Eindruck machen können.

Vorne auf dieser Liste sind auch berufliche Veranstaltungen. Hier werden Sie zwar immer noch viele Krawatten sehen, aber auf den meisten Events werden Sie nicht negativ auffallen oder als Außenstehender betrachtet, wenn Sie in Jackett und Hemd kommen und die Krawatte weglassen. Grundsätzlich gilt, je offizieller eine Veranstaltung ist, desto eher sollten Sie eine Krawatte binden und tragen.

Auch in der Kirche war es früher undenkbar, keine Krawatte zu tragen, doch hier brauchen Sie den Schlips heute nicht mehr zwangsläufig. Es darf für den Kirchgang gerne ein etwas schickeres Outfit sein, doch ist dies auch ohne Krawatte möglich.

Ähnliches gilt im Restaurant oder bei Feierlichkeiten (abgesehen von einer Hochzeit). Natürlich können Sie hier eine Krawatte tragen, wenn es Ihr persönlicher Stil ist oder Sie einen besonders feierlichen Anlass haben, doch machen Sie auch nichts verkehrt, wenn ein Outfit ohne Krawatte gewählt wird.

Sollten Frauen Krawatten binden?

Im Gegensatz zu Herren gibt es für Frauen im Business Kontext keine Regel, wann sie eine Krawatte tragen sollten und wann nicht. Genau genommen wird dieses Accessoire überwiegend als Zutat zur Männergarderobe empfunden. Ähnlichkeiten mit einer Krawatte gibt es höchstens bei bestimmten Blusen, etwa der Schluppenbluse.

Obwohl es durchaus Damenkrawatten gibt, ist das Tragen eine Frage der Persönlichkeit und eher bei selbstbewussten bis extravaganten Persönlichkeitstypen zu beobachten. Andererseits: Warum nicht mal mit den Konventionen spielen? Frauen, die bei sich selbst eine Krawatte binden wollen, sollten grundsätzlich dasselbe wie Männer beachten.

Wer eher groß von Statur ist, kann mit aufwendigeren Knoten die Länge der Krawatte beeinflussen. Zu welchem Knoten Sie letztlich greifen, ist nicht zuletzt auch eine Frage des Hemd- beziehungsweise Blusenkragens. Der recht simple Four-In-Hand-Knoten eignet sich auch für Frauen, die Mut zum Schlips beweisen wollen.

[Bildnachweis: Africa Studio, Zefir by Shutterstock.com ]
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Steve Jobs hat die Welt im Rollkragenpulli von sich überzeugt. Doch der Apple-Mann war eine Ausnahme. Gelegenheiten, in denen Männer demonstrieren müssen, dass sie eine Krawatte binden können, gibt es zur Genüge. Ob auf der Hochzeit, beim Vorstellungsgespräch, in Verhandlungen oder beim Pitch vor Investoren: Ein edles Outfit kann mitunter die entscheidenden Pluspunkte bringen. Für Männer gehört oftmals die Krawatte als Premium-Accessoire hinzu und für manche ist sie aus dem täglichen Outfit kaum wegzudenken. Wer sie hingegen nur selten zu bestimmten Anlässen trägt, fragt sich oftmals: Krawatte binden – wie geht das eigentlich? Daran verzweifeln erstaunlich viele Herren der Schöpfung, die eher einen Knoten in den Fingern als in der Krawatte haben. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Krawatte richtig binden

Krawatte binden: Was Sie wissen müssen

Für Könner Routine, für Anfänger Horror: Krawatte binden.

Wer zwei linke Hände mit sich herumträgt, bekommt auch mit dem Schlips Probleme. Noch komplizierter wird es, wenn man bedenkt, wie viele verschiedene Knoten zur Auswahl stehen. Da gibt es zum Beispiel:

  • Einfacher Knoten
  • Doppelknoten
  • Einfacher Windsor
  • Doppelter Windsor
  • Pratt-Knoten
  • Nicky-Knoten
  • Sankt-Andreas-Knoten
  • Orientalischer Knoten
  • Kent-Knoten
  • Victoria-Knoten

Und die Liste ist keineswegs vollständig. Für den Anfang genügen aber schon die fünf wahrscheinlich geläufigsten: der einfache Knoten, Doppelknoten (Prinz-Albert-Knoten), einfacher und doppelter Windsor und der Pratt-Knoten, auch Shelby genannt.

Wenn Sie diese fünf Krawattenknoten beherrschen, sind Sie für jeden Anlass gewappnet. Und der kommt bestimmt, egal ob es sich um einen wichtigen Geschäftstermin oder um eine Hochzeit handelt.

Einfacher Knoten (Four-In-Hand)

Die Herkunft des einfachen Knoten ist nicht ganz klar; wahlweise wird der englische Name Four-In-Hand auf den gleichnamigen Club in London zurückgeführt. Andere wiederum vermuten, dass dieser Krawattenknoten auf Kutscher zurückzuführen ist: Wahlweise auf die Art und Weise, wie sie vier Pferde in einer Hand hielten oder aber ihre eigenen Schals banden.

So binden Sie den Krawattenknoten:

Krawatte Binden Four In Hand Knoten Anleitung

Schritt für Schritt Anleitung

  • Legen Sie die Krawatte so um dem Hals, dass das breite Ende länger ist. Das kürzere, dünne Ende sollte circa bis zur Taille reichen, das längere hängt deutlich tiefer – abhängig von der Länge der Krawatte.
  • Führen Sie das breite Ende der Krawatte über das schmale und bilden so ein Kreuz knapp unter dem Kragen.
  • Nun legen Sie das breite Ende von hinten um das schmale herum und führen es wieder nach vorne auf die gleiche Seite.
  • Das breite Ende der Krawatte führen Sie anschließend von innen hinauf bis zum Hals und danach wieder herunter durch die entstandene Schlinge.
  • Dann nur noch den Knoten hinaufschieben bis zum obersten Hemdknopf, sodass die Krawatte richtig sitzt.
Spezifika

Der einfache Krawattenknoten ist der Klassiker unter den Knoten. Er ist vergleichsweise schmal und einfach zu binden, wenngleich Anfänger nicht selten schon an ihm verzweifeln. Weitere Vorteile: Man kann jede Krawatte mit dem einfachen Knoten binden. Er passt zu (fast) allen Kragen. Der einfache Knoten ist auch als Four-In-Hand-Knoten bekannt.

Tipp

Er passt ideal für mittelgroße bis große Männer. Durch seine geringe Größe eignet er sich bei kurzen Hälsen.

Halber (einfacher) Windsorknoten

Der halbe Windsor Knoten – auch als einfacher Windsorknoten bekannt – ist etwas größer als der Four-In-Hand, aber kleiner als der doppelte Windsor Knoten. Da er vom Aufwand her bereits etwas schwieriger ist, eignet er sich auch für besondere Anlässe wie etwa eine Promotionsfeier.

So binden Sie den Krawattenknoten:

Krawatte Binden Halber Windsor Knoten Anleitung

Schritt für Schritt Anleitung

  • Legen Sie die Krawatte um den Hals, das breite Ende länger als das schmale. Beginnen Sie damit, das breite Ende der Krawatte über das schmale zu legen, um ein Kreuz zu bilden.
  • Führen Sie das breite Ende von hinten um das schmale Ende, bis es auf der andere Seite ankommt.
  • Jetzt das breite Ende der Krawatte von vorne nach oben zum Hals führen, nach innen über den Knoten legen und auf der anderen Seite wieder nach unten führen.
  • Das breite Ende erneut von vorne über den Knoten führen.
  • Bringen Sie das breite Ende der Krawatte nun noch einmal von innen nach oben und führen es anschließend nach vorne durch die Schlaufe zurück nach unten
  • Den einfachen Windsorknoten ziehen sie nun wieder bis zum obersten Hemdknopf fest.
Spezifika

Der einfache Windsor-Knoten oder auch kleiner Windsor-Knoten (oder halber Windsor-Knoten) ist ein eleganter, klassischer Knoten. Er ist kegelförmig und bauchig.

Der einfache Windsor ist dicker als der Four-in-hand, aber auch etwas schwieriger zu binden. Im Vergleich zum doppelten Windsor ist er weniger voluminös.

Tipp

Er steht jedem und lässt sich im Grunde zu allen Gelegenheiten tragen, zu geschäftlichen wie festlichen Anlässen. Da der Knoten nicht allzu groß ausfällt, eignet er sich für Hemden mit Button-Down-Kragen beziehungsweise dicht beieinander liegenden Kragen.

Windsor Knoten

Der „Windsor“ (auch als doppelter Windsor bekannt) hat eine Dreiecksform. Der Name dieses Krawattenknotens leitet sich vom Herzog von Windsor ab, der ihn angeblich mit Vorliebe getragen haben soll. Zu Hemden mit weit gespreizten Kragen, etwa mit Haifisch- oder Kentkragen, passt ein Windsor-Knoten besonders gut.

So füllen Sie den Raum des Kragens optimal aus. Beim Windsor handelt es sich um einen großen, voluminösen Knoten, daher ist das Krawatte binden vergleichsweise herausfordernd.

So binden Sie den Krawattenknoten:

Krawatte Binden Windsor Knoten Anleitung

Schritt für Schritt Anleitung

  • Die Krawatte wird so um den Hals gelegt, dass das breite Ende länger als das schmale.
  • Nun ziehen Sie das breite Ende der Krawatte über das schmale Ende.
  • Führen Sie das breite Ende der Krawatte von innen nach oben zum Hals.
  • Ziehen Sie das breite Ende auf derselben Seite des Knotens vorne wieder nach unten und führen Sie diese von hinten um den Knoten herum auf die andere Seite.
  • Führen Sie das breite Ende nun von dieser Seite von vorne in Richtung Hals, bevor Sie es auf derselben Seite des Knoten wieder nach unten führen.
  • Legen Sie das Ende der Krawatte von vorne über den Knoten auf die anderen Seite.
  • Bringen Sie das breite Ende der Krawatte von innen zum Hals herauf.
  • Die Spitze des breiten Endes stecken Sie durch die Schlaufe hindurch und ziehen es ganz durch, bis die Krawatte die optimale Länge hat.
Spezifika

Der Windsor Knoten kann sowohl mit dünnen als auch normal breiten Krawatten (bis 8 Zentimeter Breite) gut gebunden werden. Obwohl er als doppelter Windsor Knoten bekannt ist, ist er tatsächlich nicht doppelt so dick wie der einfache (beziehungsweise halbe) Windsor Knoten, sondern nur etwa ein Viertel größer.

Tipp

Anfänger sollten auf ihn genauso verzichten wie große Männer, da der doppelte Windsor eine lange Krawattenlänge erfordert. Im Ergebnis führt der Windsor Männern über einer Körpergröße von 1,80 Metern dazu, dass die erforderliche Länge bei der Krawatte fehlt.

Prinz-Albert-Knoten

Als Weiterführung des einfachen Krawattenknotens beziehungsweise Four-in-Hand wird der Prinz-Albert-Knoten auch als Doppelknoten oder doppelter Krawattenknoten bezeichnet. Diese Beschreibung ergibt sich aus der doppelten Umwicklung beim Binden der Krawatte. Insgesamt ist der Prinz-Albert-Knoten deshalb ein wenig voluminöser als die einfache Variante.

So binden Sie den Krawattenknoten:

Krawatte Binden Prinz Albert Knoten Anleitung

Schritt für Schritt Anleitung

  • Legen Sie die Krawatte um den Hals, das breitere Ende – wie bei den anderen Krawattenknoten auch – ein Stück länger.
  • Führen Sie das breite Ende über das Schmale, um ein Kreuz unter dem Kragen zu bilden.
  • Bringen Sie das breite Ende der Krawatte von hinten vollständig um das schmale herum, bis es wieder auf derselben Seite liegt wie zuvor.
  • Führen Sie das breite Ende ein weiteres Mal von hinten um das schmale Ende herum – hierher rührt der Name des Doppelknoten.
  • Nun noch das breite Ende von innen zum Hals bringen, nach vorne durchführen und durch die entstandene Schlaufe der Krawatte nach unten ziehen.
  • Krawattenknoten festziehen, zurechtrücken und justieren.
Spezifika

Der Prinz-Albert-Knoten ist etwas größer als der Four-In-Hand, vergleichbar mit dem einfachen Windsor Knoten. Da der schmale Teil der Krawatte doppelt umwickelt wird, fällt der Knoten fülliger aus. Diese Variante wird besonders von italienischen Männern bevorzugt.

Tipp

Sehr große Männer können mit dem Prinz-Albert-Knoten Probleme bekommen, da die Krawatte so gebunden kürzer wird – es wird deshalb eine entsprechend längere Krawatte benötigt. Bei gespreizten und längeren Kragen wie dem Haifisch- und dem Kentkragen kommt der Doppelknoten besonders gut zur Geltung. Es sollten eher schmale als breite Krawattenarten gewählt werden.

Pratt-Shelby-Knoten

Der Pratt-Shelby-Knoten – auch unter den Namen Pratt-Knoten oder schlicht Shelby bekannt – wird gerne als amerikanische Form des Windsor-Knotens bezeichnet. Seinen Namen verdankt er Jerry Pratt, einem Mitglied der US-amerikanischen Handelskammer. Als Shelby-Knoten wurde er bekannt, weil Pratt dem Fernsehmoderator Donald Shelby diese Art des Krawatte Bindens zeigte, woraufhin Shelby diesen Knoten häufig in seiner Fernsehesendung trug.

Für viele ist er etwas einfacher zu knoten als der Windsor, erfordert aber trotzdem Übung. Vor allem weil es sich um einen Inside-Out-Knoten handelt, bei dem die Krawatte zu Beginn scheinbar falsch herum mit der Naht nach außen liegt. Daher kursiert er ebenfalls unter der Bezeichnung „umgekehrter halber Windsor“.

So binden Sie den Krawattenknoten:

Krawatte Binden Pratt Shelby Knoten Anleitung Krawattenknoten

Schritt für Schritt Anleitung

  • Legen Sie die Krawatte mit der Rückseite und Naht nach außen um den Hals. Die breitere Seite ist auch hier länger als die schmale.
  • Führen Sie die breite Seite hinter der schmalen Seite durch, um ein Kreuz zu bilden. Achten Sie darauf, dass Sie hierbei HINTER dem schmalen Stück entlang gehen, nicht wie bei den anderen Krawattenknoten vorne herum.
  • Bringen Sie nun das breite Ende der Krawatte von vorne nach oben in Richtung Hals und von dort auf der anderen Seite des Knotens wieder nach unten.
  • Legen Sie nun das breite Ende von hinten einmal komplett um die Krawatte herum, bis die breite Seite die schmale vorne überkreuzt.
  • Nun führen Sie die breite Seite der Krawatte von innen hoch zum Hals und von dort durch die Schlaufe auf der Vorderseite nach unten.
  • Rücken Sie die Knoten zurecht und ziehen Sie ihn fest. Bei diesem Krawattenknoten kann es notwendig sein, ein wenig mehr zu richten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Spezifika

Als voluminöser Krawattenknoten ist der Pratt-Shelby-Knoten für fast alle Krawatten geeignet und kann zu vielen Anlässe getragen werden. Im Ergebnis und vom Schwierigkeitsgrad ähnelt der Shelby einem halben Windsor, stellt also eine gute Alternative dar, wenn Sie diesen Knoten leichter binden können oder nach Abwechslung suchen.

Tipp

Dieser klassische, symmetrische Krawattenknoten wirkt sehr modern und lässt sich zu fast jedem Hemd kombinieren. Er eignet sich vor allem für schmale Krawatten.

Tipps und Tricks: Länge, Dimple, Kombination

Krawatten binden Trick Länge TippsJeder Mann, der Probleme beim Krawatte binden hat, kennt die Situation: Nach mehreren Versuchen hat es endlich geklappt, der Knoten sitzt, wird noch ein wenig zurecht gerückt und beim Blick in den Spiegel dann der Schreck: Die Krawatte ist viel zu kurz, reicht gerade einmal bis auf Höhe des Bauchnabels und sieht somit eher lächerlich als elegant aus.

Da können Sie so viel schieben, ziehen und drehen wie Sie wollen, meist bleibt nichts anderes übrig, als noch einmal von vorne anzufangen. Auch das Styling des Krawattenknotens und der Fall des Schlipses wollen geübt sein. Daher hier noch einige Tipps und Tricks:

  • Länge

    Für den optimalen Sitz der Krawatte sollten Sie zwei wichtige Grundregeln beachten:

    • Das vordere, breite Ende der Krawatte verdeckt den hinteren, dünneren Teil. Eine Krawatte ist immer so zu binden, dass der hintere Teil unsichtbar bleibt. Gute Krawatten bringen an der Rückseite eine dafür vorgesehene Schlaufe, um das dünne Ende zu fixieren, damit die Krawatte nicht verrutschen kann, hilft ebenfalls eine Krawattennadel.
    • Die Spitze der Krawatte reicht bis an den Gürtel. Dieser wird von der Krawatte leicht berührt. Dies gilt für alle Krawattenknoten, ob nun die einfache Version oder ein Windsor. Zu lang sollten Krawatten übrigens auch nicht sein, es erfordert deshalb einige Übung, bis ein Laie seine Krawatte wie ein Profi bindet. Achten Sie am besten bereits beim Kauf auf die richtige Länge von Krawatten. Das spart beim Binden Zeit und Nerven.
  • Dimple

    Das Sahnehäubchen beim Krawatte binden ist der Dimple, zu Deutsch: Grübchen. So nennt sich die kleine, ovale Einbuchtung unter dem Krawattenknoten. Die können Sie ganz leicht erreichen, indem Sie vor dem endgültigen Zuziehen des Knotens eine kleine Delle in die Krawatte drücken. Folgendes sollten Sie dabei beachten:

    • Steifes Material führt zu einem kräftigen Dimple.
    • Bei breiten Krawatten gelingt der Dimple leichter als bei schmalen.

    Weniger geeignet sind dafür allerdings glatte Seidenkrawatten (etwa aus Grenadineseide) – denen verleiht der Dimple zwar ein schönes Volumen, gleichzeitig hält das Grübchen aufgrund der glatten Beschaffenheit schlecht. Bessere Beständigkeit versprechen Krawatten aus Jacquardmaterial.

  • Kombination

    Die Krawatte bildet den Abschluss des Gesamtoutfits, sollte aber natürlich darauf abgestimmt sein. Hierarchisch betrachtet sollten Sie erst den Anzug, dann das passende Hemd und schließlich die geeignete Krawatte wählen. Eine wichtige Regel gilt es hierbei zu beachten: Vermeiden Sie identische Muster.

    Will heißen: Ein Anzug mit Nadelstreifen nebst gestreiften Hemd und gestreifter Krawatte sind zu viel des Guten. Allerdings lässt sich das Dilemma nicht lösen, indem Sie ausschließlich unifarbene Kleidung tragen. Das wäre das andere Extrem. Wichtig ist also eine stilsichere Kombination aus sowohl unifarbenen als auch dezent gemusterten Kleidungsstücken. Wie immer – vor allem im Businesskontext – gilt: keine grellen Farben.

So geht’s: Video mit Anleitung zum Krawatte binden

Manches lässt sich schriftlich nur schwer nachvollziehen. Sie können HIER im Video nachvollziehen, wie verschiedene Krawattenknoten gebunden werden.

Für welche Anlässe braucht es Krawatten?

Über einen langen Zeitraum hinweg war die Krawatte aus der männlichen Garderobe kaum wegzudenken. Ein fast schon alltäglicher Begleiter, nicht nur im Beruf oder zu besonderen Gelegenheiten. Vom bekannten italienischen Modedesigner Giorgio Armani stammt dieses Zitat:

Ein Mann muss keine Krawatte tragen, um elegant auszusehen. Sie ist nicht mehr als ein dekoratives Detail.

Und tatsächlich: Mittlerweile greift Mann zunehmend seltener zum Schlips. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel und in einigen Branchen – etwa im Bankwesen oder bei Versicherungen – ist die Krawatte nach wie vor fester Bestandteil des Dresscodes.

Aber immer mehr Arbeitgeber gehen lockerer mit dem Thema Kleidung um. Nicht nur am Freitag wird es zunehmend casual, an dem die Kleidung gerne mal ein wenig lockerer sein darf, sondern auch für den Rest der Woche kann in vielen Unternehmenskulturen ruhig auf die Krawatte verzichtet werden.

Doch auch für Männer, die nicht jeden Tag im Beruf eine Krawatte tragen, gibt es einige Anlässe, an denen der Halsbinder noch immer Pflicht ist:



Krawatte im Vorstellungsgespräch

Wenn Sie bei einem Unternehmen vorstellen und einen neuen Job bekommen wollen, geht ohne Krawatte gar nichts. Sie gehört für Männer unbedingt zum Dresscode im Vorstellungsgespräch. Die Krawatte gilt noch immer als Zeichen von Professionalität und Seriosität – genau der Eindruck, den Sie bei einem Personaler hinterlassen wollen.

Krawatte bei der Hochzeit

Zum schönsten Tag gehört die Krawatte einfach dazu – und zwar nicht nur, wenn Sie selbst heiraten, sondern auch, wenn Sie zu einer Hochzeit als Gast eingeladen werden. Ein solch feierlicher Anlass sollte sich in der Kleidung widerspiegeln. Daher greifen Sie zur Krawatte, sofern nicht explizit eine andere Kleiderordnung angekündigt und erwünscht ist.

Krawatte in der Oper

Einige gehen sogar noch einen Schritt weiter und tragen in der Opfer Fliege und Frack, doch auch mit einem schönen Anzug plus Krawatte sind Sie gut aufgestellt. Drunter sollte es für die Oper aber auch nicht sein – anders als bei anderen kulturellen Veranstaltungen, wie beispielsweise im Theater, wo Sie auch auf die Krawatte verzichten können.

Krawatte bei der Beerdigung

Zu den weniger angenehmen, aber dennoch feierlichen Anlässen im Leben eines Menschen gehören Beerdigungen beziehungsweise Bestattungen. Hier wird Menschen, meist nahen Angehörigen oder solchen, die man sehr geschätzt hat, die letzte Ehre erwiesen. Mit einer Krawatte verleihen Sie dem Anlass die Würde, die der Verstorbene verdient.




Wann geht es auch ohne Krawatte?

Krawatte binden doppelter Knoten einfacher Windsor Knoten AnfängerAuf der anderen Seite gibt es aber auch einige Gelegenheiten, bei denen es früher noch ganz normal war, eine Krawatte zu tragen, wo es inzwischen aber keine Pflicht mehr ist und Sie auch ohne Krawatte einen guten Eindruck machen können.

Vorne auf dieser Liste sind auch berufliche Veranstaltungen. Hier werden Sie zwar immer noch viele Krawatten sehen, aber auf den meisten Events werden Sie nicht negativ auffallen oder als Außenstehender betrachtet, wenn Sie in Jackett und Hemd kommen und die Krawatte weglassen. Grundsätzlich gilt, je offizieller eine Veranstaltung ist, desto eher sollten Sie eine Krawatte binden und tragen.

Auch in der Kirche war es früher undenkbar, keine Krawatte zu tragen, doch hier brauchen Sie den Schlips heute nicht mehr zwangsläufig. Es darf für den Kirchgang gerne ein etwas schickeres Outfit sein, doch ist dies auch ohne Krawatte möglich.

Ähnliches gilt im Restaurant oder bei Feierlichkeiten (abgesehen von einer Hochzeit). Natürlich können Sie hier eine Krawatte tragen, wenn es Ihr persönlicher Stil ist oder Sie einen besonders feierlichen Anlass haben, doch machen Sie auch nichts verkehrt, wenn ein Outfit ohne Krawatte gewählt wird.

Sollten Frauen Krawatten binden?

Im Gegensatz zu Herren gibt es für Frauen im Business Kontext keine Regel, wann sie eine Krawatte tragen sollten und wann nicht. Genau genommen wird dieses Accessoire überwiegend als Zutat zur Männergarderobe empfunden. Ähnlichkeiten mit einer Krawatte gibt es höchstens bei bestimmten Blusen, etwa der Schluppenbluse.

Obwohl es durchaus Damenkrawatten gibt, ist das Tragen eine Frage der Persönlichkeit und eher bei selbstbewussten bis extravaganten Persönlichkeitstypen zu beobachten. Andererseits: Warum nicht mal mit den Konventionen spielen? Frauen, die bei sich selbst eine Krawatte binden wollen, sollten grundsätzlich dasselbe wie Männer beachten.

Wer eher groß von Statur ist, kann mit aufwendigeren Knoten die Länge der Krawatte beeinflussen. Zu welchem Knoten Sie letztlich greifen, ist nicht zuletzt auch eine Frage des Hemd- beziehungsweise Blusenkragens. Der recht simple Four-In-Hand-Knoten eignet sich auch für Frauen, die Mut zum Schlips beweisen wollen.

[Bildnachweis: Africa Studio, Zefir by Shutterstock.com ]
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Fantasie: So lässt sie sich beflügeln https://karrierebibel.de/fantasie/ Thu, 09 Apr 2020 06:00:50 +0000 Tilman Schulze https://karrierebibel.de/?p=101797

Fantasie und Kreativität sind nicht nur kurzweilig, sie sind die Triebfeder hinter neuen Ideen und Innovationen. Als Kinder sind wir alle noch fantasievoll, verlernen diese wichtige Eigenschaft aber oft im Laufe des Erwachsenwerdens. Unser Gehirn wird träge und möchte lieber Altbekanntes wiedergeben, statt Neues zu ersinnen. Dabei kann Fantasie enorm Spaß machen und die Motivation steigern. Gleichzeitig spielt sie eine wichtige Rolle bei der Berufswahl. Wie Sie mit einfachen Techniken die Geistesblitze wieder fördern

Definition und Schreibweise: Was ist überhaupt Fantasie?

Fantasie: Was ist das überhaupt?Fantasie (Englisch fantasy oder imagination) stammt aus dem Altgriechischen phantasía und bedeutet so viel wie „Vorstellung“, „Traumgesicht“. Gemeint ist damit die Fähigkeit, sowohl sprachlich als auch gedanklich eine Welt voller Bilder und Szenarien zu erzeugen. Fantasie ist daher eine Eigenschaft, wozu mutmaßlich nur der Mensch fähig ist.

Fantasie oder Phantasie – bei der Frage nach der korrekten Schreibweise gehen die Meinungen nach wie vor auseinander. Aus Gründen der Einheitlichkeit schreiben wir hier im Artikel Fantasie. Analog dazu fantastisch, Fantast, fantasieren oder fantasievoll. Möglich ist laut Duden ebenso die Schreibweise mit Ph. Das hat seinen Grund:

Bis zur Rechtschreibreform 1996 wurde der Begriff Fantasie in der Schreibweise Phantasie, also mit Ph, geschrieben. So wie viele andere Wörter griechischer Herkunft bis auf den heutigen Tag Ph enthalten, etwa die Philosophie.

Hier sträubten sich einige Leute und Institutionen gegen eine modernisierte Schreibweise. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass wir heutzutage ein Nebeneinander verschiedener (gültiger) Schreibweisen haben. Einige mögen sich auf lange Sicht durchsetzen, andere hingegen nicht.

Dass Fantasie inhaltlich wird recht unterschiedlich bewertet wird, zeigen bereits folgende Synonyme:

  • Anschauungskraft
  • Einbildung
  • Einfallsreichtum
  • Fiebertraum
  • Imagination
  • Tagtraum
  • Traumbild
  • Trugbild
  • Vorstellungsgabe
  • Vorstellungskraft
  • Vorstellungsvermögen
  • Wunschtraum

Egal, welches Synonym verwendet wird: Je konkreter diese Bilder und Szenarien sind und je mehr sich diese Fantasie in reale Produkte umsetzen lässt, desto eher wird Fantasie positiv bewertet werden. Dann wird gerne von einem Visionär statt einem Fantast gesprochen. Nicht immer kommen solche Leute noch zu Lebzeiten in den Genuss, alle ihre Visionen umsetzen zu können.

Gute Beispiele dafür sind Leonardo da Vinci und Jules Verne: Da Vinci träumte bereits von Fluggeräten wie Hubschraubern, lange bevor diese realisiert wurden. Gleiches gilt noch Jahrhunderte später im 19. Jahrhundert für Jules Verne:

Während andere noch im Kerzenlicht von dampfgetriebenen Maschinen träumten, schreibt Verne bereits ziemlich präzise über die Möglichkeiten der Elektrizität und entwirft Bilder von Flugzeugen, Raumschiffen und U-Booten lange bevor diese entwickelt werden. Spätere Konstrukteure werden sich einmal auf seine Schilderungen als Inspiration berufen.

Psychologie: Welchen Nutzen hat Fantasie?

In der Psychologie – genauer: in den Neurowissenschaften – ist die Fantasie noch relativ unerforscht. Bekannt ist, dass während fantasievoller Gedanken der Gedächtnisspeicher des Gehirns aktiv ist, während der Bereich des Frontallappens ruhig ist. Das ermöglicht es, Informationen neu zu kombinieren.

Nach psychologischer Lesart erfüllt Fantasie mehrere Funktionen. Vorrangig stellt sie eine Möglichkeit dar, wie wir die Wirklichkeit verarbeiten und wahrnehmen. Auf der positiven Seite steht, dass sich mit Fantasie eher unschöne Begebenheiten ausgleichen und das angeschlagene Selbstwertgefühl aufrichten lässt.

Auf der negativen Seite steht, dass sich mithilfe von Fantasie Menschen ebenso in etwas hineinsteigern können. Diese Auswirkungen lassen sich schlimmstenfalls in Form von Amokläufen beobachten.

Je nach Ausprägung hat Fantasie viele Vorteile, die Sie im Privaten als auch im Berufsleben weiterbringen können:

  • Fantasie steigert Kreativität

    Ob in der Kunst oder der Musik: Fantasie beflügelt. Man denke nur an verrückte Musikvideos einer Band oder die Kostümierung. Legendär die Auftritte von Bands wie Kiss oder Solokünstlern wie Madonna und Lady Gaga. Hierbei handelt es sich um die künstlerische Form der Kreativität. Kunstwerke, Musikstücke, Installationen, Literatur und andere Dingen, die zu den schönen Künsten zählen, basieren auf Fantasie.

  • Fantasie begünstigt Einfühlungsvermögen

    Wer Fantasie besitzt, dem gelingt der Perspektivenwechsel leichter. Er kann sich leichter in andere hineinversetzen. Das ist nützlich, wenn es darum geht, Kundenwünsche zu antizipieren. Es hilft natürlich auch in Konfliktsituationen, wenn Sie beispielsweise versuchen, den Ärger Ihres Kollegen nachzuvollziehen.

  • Fantasie ermöglicht Stressabbau

    Der Perspektivwechsel ist für Sie vor allem dann praktisch, wenn Sie gerade in Arbeit zu ertrinken drohen. Jetzt eine Pause, die kreisenden Gedanken völlig abschalten und an etwas Beruhigendes denken. Oder Sie haben sich über eine Person aufgeregt und ergötzen sich an gepfefferten Formulierungen, die Sie Ihr beim nächsten Mal sagen.

  • Fantasie fördert Innovationen

    Nun sind nicht alle Menschen beruflich in der Showbranche aktiv. Fantasie fördert auch eine ganz praktische Kreativität, bei der Trends beobachtet und aufgegriffen werden. Angepasst auf das eigene Unternehmen, können so neue Lösungsansätze für Probleme des Alltags oder Berufs entwickelt werden. Das ist gerade in wirtschaftlichen Zusammenhängen wichtig, sind Innovationen doch die Triebfeder des Fortschritts.

  • Fantasie erhöht die Lernfähigkeit

    Fantasievolle Menschen schaffen es schneller und leichter, sich Dinge anzueignen. Sie finden für sich unkonventionelle Möglichkeiten, Neues zu erlernen und entdecken oft überraschende Verknüpfungen um dieses Wissen auch dauerhaft zu behalten. Lernfähigkeit hängt also eng mit dem Ausmaß von Fantasie und der Möglichkeit zusammen, „out of the box“ zu denken.

Sprüche und Zitate zur Fantasie

Fantasie-befluegeln-Kreativitaet-Spruch-Zitat-Einstein

Nicht nur Einstein hat sich Gedanken über die Fantasie gemacht. Auch für andere große Denker spielte das Thema eine zentrale Rolle:

  • Das Fürchterlichste ist, wenn platte, unfähige Menschen zu Phantasten sich gesellen. Johann Wolfgang von Goethe
  • Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt in großem Maß von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen. Astrid Lindgren
  • Kein Mann hat Fantasie genug, die weibliche Vernunft zu begreifen, deshalb nennt man sie Unvernunft. Eleonora Duse
  • Ohne Phantasie keine Güte, keine Weisheit. Marie von Ebner-Eschenbach
  • Fantasie ist der Humor der Kreativität. Unbekannt
  • Keinen Drachen kann man so hoch steigen lassen wie den der Fantasie. Lauren Bacall
  • Wir spielen gerne mit der Einbildungskraft; aber die Einbildungskraft spielt eben so oft und bisweilen sehr ungelegen auch mit uns. Immanuel Kant
  • Gute Menschen reizen die Geduld, böse Menschen reizen die Phantasie… Oscar Wilde
  • Wer Blumen liebt, hat auch Phantasie. Chinesisches Sprichwort

Vorstellungskraft wichtig bei der Berufswahl

Fantasie ist längst nicht nur für tolle Innovationen im Berufsleben wichtig. Vorstellungskraft ist in unzähligen Situationen gefragt, das beginnt bereits im Feld der sozialen Kompetenzen: Wer sich nicht in andere Menschen hineinversetzen, also vorstellen kann, wie es ihnen gerade geht, dem mangelt es an Empathie.

Mindestens so wichtig aber auch: Fantasie ermöglicht Entscheidungen. Wie sollen Sie sich bei der Berufswahl vernünftig entscheiden, wenn Sie sich so gar nicht vorstellen können, in einem Bereich zu arbeiten? Natürlich ließe sich einwenden, dass kein Mensch sämtliche Berufe en détail kennen kann, ohne jemals etwas annähernd Ähnliches gemacht oder sich zumindest umfangreich informiert zu haben.

Aber die Berufswahl beginnt viel früher. Sie beginnt bereits bei der Überlegung, welche Stärken und Schwächen jemand hat. Es braucht Fantasie, Zeit und etwas Anstrengung, sich ernsthafte Gedanken dazu zu machen. Häufig fällt es Schülern und Schulabgängern schwer, sich realistisch zu verorten.

Und diese Schwierigkeiten begleiten viele Menschen später noch, weshalb sich Leute zum Studienabbruch oder Jobwechsel entschließen. Manchmal sind sie einer Wunschvorstellung aufgesessen und sind einem Fantasiejob gefolgt – bis die Realität sie eingeholt hat.


Welche Jobs setzen Fantasie voraus?

Welche Jobs setzen Fantasie voraus?Je nach Persönlichkeitstyp sind manche Jobs für Menschen besonders geeignet, andere weniger. Gemäß dem Big Five, einem Modell der Persönlichkeitspsychologie, kann man Menschen recht zuverlässig einer der fünf Hauptrichtungen zuordnen.

So wird Menschen mit starken Werten im Bereich „Offenheit“ ein höheres Maß an Fantasie, Experimentierfreudigkeit und Wissbegier zugeschrieben. Fantasievolle, offene Menschen benötigen in ihrem Beruf die Möglichkeit, sich entfalten und ausprobieren zu können.

Schauen Sie doch gerne gleich in unsere Jobbörse Karrieresprung.de um, welche Jobs dort angeboten werden, die zu Ihnen passen:


Ungeeignet sind indes Berufe, in denen es kaum um neue Ideen, sondern mehr um die Umsetzung bestimmter Aufgaben geht, beispielsweise als Sachbearbeiter. Wir haben für Sie eine Liste mit Berufen zusammengestellt, in denen Sie eine hohe Vorstellungsgabe benötigen.

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Realistisch bleiben: Traumjob oder Fantasiejob?

Fantasie hat zwei Seiten, es gibt tatsächlich ein Zuviel an Fantasie, nämlich wenn Sie Realität und Dichtung nicht mehr auseinanderhalten können und sich selbst betrügen. Manche Menschen geben sich in einem Maße ihren Tagträumen hin, dass sie jegliche Bodenhaftung verlieren.

Die Gedanken schweifen zu lassen und sich wilden Assoziationen hinzugeben, hat etwas ungemein Entspannendes und hilft, wieder neue Kraft für anstehende Aufgaben zu tanken. Kritisch wird es allerdings, wenn Sie sich regelrecht in die Tagträume flüchten, weil Ihr gegenwärtiger Job überhaupt nicht dem entspricht, was Sie sich ursprünglich vorgestellt hatten.

Mit Blick auf einen anderen Beruf ist eine nicht ganz unbedeutende Frage die, ob Sie tatsächlich einen Traumjob haben oder einer Fantasie nachhängen. Viele Arbeitnehmer haben die Vorstellung von einem ganz bestimmten Unternehmen, bei dem zu arbeiten schlagartig alle ihre Wünsche in Erfüllung gehen ließe.

Nicht selten wird auf große Konzerne geblickt, die Glamour, Geld und Status versprechen. Allerdings dienen diese Traumjobs in Wirklichkeit oft nur der Flucht aus dem gegenwärtigen Dasein: Damit verknüpft sind oft völlig unrealistische Vorstellungen. Und damit wäre es letztlich reine Fantasie.

Sie können anhand dreier Merkmale überprüfen, ob Sie tatsächlich einem Traumjob gedanklich nachhängen oder einem Hirngespinst:

  • Sie werden erwählt.

    In Ihrer Vorstellung träumen Sie davon, dass eines Tages jemand vor Ihrer Tür steht und exakt Sie auswählt. Solange Sie kein begnadeter Spezialist in einem absolut gefragten Bereich sind, ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Headhunter auf Sie zukommt.

  • Sie stecken im Trott.

    Eng damit verknüpft auch dieses Merkmal: Wer in einer tagtäglichen, öden Routine gefangen ist, zeigt wenig Neigung zum Spezialistentum. Zumindest würde ein Traumjob erfordern, dass Sie eben nicht nur routinierten Tätigkeiten nachgehen, vielmehr wäre Fantasie beim Lösen von Problemen gefragt. Diese würde Ihrem Job Sinn verleihen und Sie für andere sichtbar zum Experten machen.

  • Sie sind unerfahren.

    Solange Sie in dem Bereich, zu dem Ihr Traumjob gehört, keinerlei Erfahrungen gesammelt haben, gehören Ihre Träume womöglich ins Reich der Fantasie. Es kann sein, dass sich Ihre Vorstellungen und Wünsche bewahrheiten – endgültige Gewissheit können Sie allerdings erst erlangen, wenn Sie – beispielsweise durch ein Praktikum – Erfahrungen auf dem Gebiet gesammelt haben.

Methoden und Techniken für mehr Fantasie

Glücklicherweise gibt es einige Techniken, die die Fantasie beflügeln und uns zu mehr Kreativität verhelfen. Wir selbst können einen Rahmen schaffen, in dem wir unsere Fantasie beflügeln können. Dazu gehört:

  • Brainstorming

    Der Klassiker unter den Kreativitätstechniken funktioniert am besten in einer Gruppe aus Personen, die ihre Fantasie ankurbeln wollen.

    Beim Brainstorming werden unterschiedliche Ideen zu einem Thema geäußert und gesammelt. Es ist auch möglich, dass die Teilnehmer die Ideen anderer weiterentwickeln. Das geschieht entweder durch konstruktive Kritik oder Kombination mehrerer Ideen zu einer neuen.

  • Brainwriting

    Das Brainwriting ist eine Technik, die an das Brainstorming angelehnt ist. Im Gegensatz zu dem bisweilen stürmischen und lauten Brainstorming, ist Brainwriting eine eher ruhige Methode.

    Die Teilnehmer schreiben in ihrem eigenen Tempo neue Ideen und Eindrücke zu einem Thema nieder. Auch beim Brainwriting ist es möglich, dass sich die verschiedenen Teilnehmer gegenseitig zu neuen Ideen inspirieren, allerdings erst in der zweiten Phase des Prozesses.

    In der ersten Phase des Brainwriting ist eine Bewertung und Gruppendiskussion der Ideen verboten, so dass jeder Teilnehmer seiner Fantasie freien Lauf lassen kann.

  • Provokationstechnik

    Um Ihrer Fantasie auf die Sprünge zu helfen, können Sie sich scheinbar vom Problem entfernen. Beliebte Techniken dabei sind:

    • Umkehrung: Ein Smart muss möglichst bullig gebaut sein.
    • Übertreibung: Ein Smart muss in eine Streichholzschachtel passen.
    • Falschaussage: Ein Smart ist ein Fahrrad.
    • .

    Dadurch werden die Gedanken von der Fragestellung weg gelenkt – aber nur zum Teil. Wenn Sie sich später mit dem eigentlichen Problem befassen, haben Sie einen anderen Ansatzpunkt und können zu innovativen Ergebnissen gelangen.

    Bei der Provokationstechnik ist es wichtig, so viele Ideen wie möglich zu sammeln. Je größer die Auswahl, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas Brauchbares dabei ist. Also bitte keine falsche Zurückhaltung!

  • Rollenspiele

    Rollenspiele sind eine Fortsetzung der Spiele, die Kinder bereits im Kindergarten spielen: Vater-Mutter-Kind, Räuber und Gendarm oder Cowboy und Indianer – jeder hat sowas früher in wechselnder Besetzung gespielt. Das können Sie auch im Erwachsenenalter wieder aufgreifen.

    Ganz gleich, ob Sie zu Brettspielen greifen oder verkleidet raus in den Wald rennen: Rollenspiele regen die Fantasie an. Wie verhält sich wohl ein Android in fernen Galaxien? Welche Eigenschaften muss ein durchtriebener Kaufmann, ein tollkühner Drachenbezwinger haben?

    Je nach Art und Gestaltung des Rollenspiels existieren bestimmte Vorgaben, erklärt ein Spielleiter die Rahmenbedingungen. Nebendem haben die Mitspieler einen großen Gestaltungsspielraum bei den Inszenierungen. Hier wird zum Teil auf bewährte Methoden des Improvisationstheaters zurückgegriffen.

  • Tagträume

    Wer häufig seinen Tagträumen nachgeht, sich entspannt und etwa spazieren geht, fördert seine Fantasie allein durch das Abschalten der andauernden Gedankenspirale.

    Innere Bilder oder Musik beruhigen und gestatten der Fantasie, Raum einzunehmen. All das beruhigt. Nachweislich kommen wir genau dann auf die besten Gedanken, wenn wir diese nicht krampfhaft erzwingen wollen, sondern ganz im Gegenteil loslassen. So fördern wir nicht nur die Fantasie, sondern auch unsere kreative Fähigkeit, Probleme zu lösen.

Gesellschaftlicher Stellenwert von Fantasie

Fantasie LügeDas Verhältnis zur Fantasie ist auch heutzutage noch nicht sehr entspannt. Zwar mag es einerseits mehr Fördermöglichkeiten für Menschen mit Ideen als noch vor 500 Jahren geben. Gleichzeitig hemmt die gesellschaftliche Haltung oft die Entwicklung von Fantasie.

Wenn jemand eine blühende Fantasie hat, dann steckt dahinter ein schöpferischer Akt – der beim Erzählen unter Umständen nah an den Bereich der Unwahrheit und damit des Lügens führt. Das ist ein Grund, warum Kinder früh ermahnt werden, bei der Wahrheit zu bleiben: Rationalität wird mit Wahrheit, Ausschmücken mit Lügen gleichgesetzt.

Diese Sichtweise erstickt sämtliche Fähigkeiten, denn Sprache formt Denken. Wenn bestimmte Begriffe allerdings nicht mehr benutzt werden sollen, weil sie als zu ausschmückend gewertet werden, dann nimmt damit auch die Vorstellungskraft ab. Das hat nachhaltige Folgen für die weitere Entwicklung.

So haben viele im Erwachsenenalter verlernt, wirklich kreativ und fantasievoll zu denken. Das liegt daran, dass wir seit unserer Schulzeit gelernt haben, möglichst effektiv und schnell zu Ergebnissen zu kommen. Kreativität und Fantasie haben dabei wenig Platz.

Produktivität und hohe Geschwindigkeit bei Arbeitsabläufen gehen oft mit routinierten Mustern und eingespielten Abläufen einher – und die sind das Gegenteil von Kreativität.

Wenn Sie auch im Erwachsenenalter Ihrer Fantasie freien Lauf lassen wollen, sind bestimmte Verhaltensmerkmale wichtig:



Sie bleiben neugierig

Kinder haben von Natur aus ein großes Interesse an ihrer Umwelt und neuen Situationen. Fantasievolle Menschen bewahren sie sich und treten ihrer Umwelt aufgeschlossen und unvoreingenommen gegenüber. Wenn Sie den Eindruck haben, dass bei Ihnen noch Luft nach oben ist, sollten Sie Folgendes probieren:

Wenn Sie das nächste Mal zu Fuß oder mit der Bahn auf einer bekannten Strecke unterwegs sind, müssen Sie fünf Dinge oder Gegenstände suchen, die Ihnen bisher noch nicht aufgefallen sind. Beim nächsten Mal erhöhen Sie die Anzahl auf zehn. Sie werden merken, dass Ihnen viele Dinge im alltäglichen Ablauf entgehen. Durch diese Übung werden Sie wieder aufmerksamer und erhalten neue Eindrücke.

Sie bauen Luftschlösser

Auch das kennen wir meist von Kindern. Sie können scheinbar aus dem Nichts neue, spannende Welten erfinden und fast real werden lassen. Auch Erwachsene können Luftschlösser bauen.

Stellen Sie sich vor, wie Ihre ideale Welt aussehen könnte. Was würden Sie ändern? Was würde gleich bleiben? Wer könnte davon profitieren und welche Rolle haben Sie in dem ganzen Spiel?

Sie sind kritisch

Warum machen wir XY so? Weil es immer schon so gemacht wurde! Das kann ja sein, bedeutet aber nicht, dass es die beste Lösung ist. Ein kritischer Geist gibt sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden.

Kritisches Denken und Hinterfragen von Routinen hilft fantasievollen Menschen dabei, den Alltag aus einem neuen Blickwinkel zu sehen und Verbesserungspotenzial zu entdecken.

Sie vertrauen Ihrem Bauchgefühl

Wer seine Fantasie beflügeln möchte, sollte seiner Intuition vertrauen. Entscheidungen und Ideen müssen nicht zwangsläufig objektiv begründet sein.

Scheinbar unlogische Entschlüsse basieren ebenfalls auf einem Erfahrungswissen, das lediglich kognitiv nicht sofort abrufbar ist. Solche Eingebungen können trotzdem zu einem sinnvollen Ergebnis führen.

Sie spinnen herum

Fantasie hat nicht zwangsläufig mit der Realität zu tun. Ihr Fantasieobjekt hat neuerdings sieben Räder?Akzeptieren Sie diesen Zustand und lassen Sie sich davon nicht beeindrucken. Keine Idee ist absurd genug, um nicht wenigstens überdacht zu werden.

Sollte sich Ihre Idee als komplett unrealistisch entpuppen, nehmen Sie das so hin. Die nächste kreative Idee wartet schon.

Sie gehen in die Natur

Das Grün der Natur hat eine entspannende Wirkung auf Menschen. Zwitschernde Vögel im Wald und Tiere zu beobachten, lenkt von Sorgen oder Grübelei ab. Wer über weite Wiesen und Felder wandert, weitet im wahrsten Sinne des Wortes seinen Blick.

Und tut seinem Gehirn Gutes: Das wird durch die Bewegung und die frische Luft besser mit Sauerstoff versorgt. Die Vorstellungskraft wird angekurbelt und wir können ganz andere Gedanken und Bilder produzieren, als wenn wir im beengten, muffigen Kämmerlein Fantasievolles zu Papier bringen sollen.

Sie behalten den Überblick

Es heißt zwar, das Genie beherrsche das Chaos. Zu chaotisch sollte es aber bei Ihrem Ausflug in die Welt der Fantasie nicht werden. Um zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen, sollten Sie bei komplexen Fragestellungen das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Wer gedanklich ständig abschweift, kommt nicht voran, verzettelt sich in Nebensächlichkeiten und gerät im ungünstigsten Fall unter Zeitdruck.

Sie sammeln die besten Ideen

Wenn es läuft, dann läuft’s. Sprudeln die Ideen wie wild aus Ihnen heraus, sollten Sie Stift und Papier (oder das digitale Pendant) zur Hand haben.

Vielleicht haben Sie einen Einfall, der sich zu einem späteren Zeitpunkt verwenden lässt und auf ein anderes Problem passt. Das gilt übrigens nicht nur für eigene Ideen. Kreative Anregungen anderer sollten Sie aufbewahren, um sie für zukünftige Probleme einsetzen zu können.


Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: Dmitry Guzhanin by Shutterstock.com]
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Fantasie und Kreativität sind nicht nur kurzweilig, sie sind die Triebfeder hinter neuen Ideen und Innovationen. Als Kinder sind wir alle noch fantasievoll, verlernen diese wichtige Eigenschaft aber oft im Laufe des Erwachsenwerdens. Unser Gehirn wird träge und möchte lieber Altbekanntes wiedergeben, statt Neues zu ersinnen. Dabei kann Fantasie enorm Spaß machen und die Motivation steigern. Gleichzeitig spielt sie eine wichtige Rolle bei der Berufswahl. Wie Sie mit einfachen Techniken die Geistesblitze wieder fördern

Definition und Schreibweise: Was ist überhaupt Fantasie?

Fantasie: Was ist das überhaupt?Fantasie (Englisch fantasy oder imagination) stammt aus dem Altgriechischen phantasía und bedeutet so viel wie „Vorstellung“, „Traumgesicht“. Gemeint ist damit die Fähigkeit, sowohl sprachlich als auch gedanklich eine Welt voller Bilder und Szenarien zu erzeugen. Fantasie ist daher eine Eigenschaft, wozu mutmaßlich nur der Mensch fähig ist.

Fantasie oder Phantasie – bei der Frage nach der korrekten Schreibweise gehen die Meinungen nach wie vor auseinander. Aus Gründen der Einheitlichkeit schreiben wir hier im Artikel Fantasie. Analog dazu fantastisch, Fantast, fantasieren oder fantasievoll. Möglich ist laut Duden ebenso die Schreibweise mit Ph. Das hat seinen Grund:

Bis zur Rechtschreibreform 1996 wurde der Begriff Fantasie in der Schreibweise Phantasie, also mit Ph, geschrieben. So wie viele andere Wörter griechischer Herkunft bis auf den heutigen Tag Ph enthalten, etwa die Philosophie.

Hier sträubten sich einige Leute und Institutionen gegen eine modernisierte Schreibweise. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass wir heutzutage ein Nebeneinander verschiedener (gültiger) Schreibweisen haben. Einige mögen sich auf lange Sicht durchsetzen, andere hingegen nicht.

Dass Fantasie inhaltlich wird recht unterschiedlich bewertet wird, zeigen bereits folgende Synonyme:

  • Anschauungskraft
  • Einbildung
  • Einfallsreichtum
  • Fiebertraum
  • Imagination
  • Tagtraum
  • Traumbild
  • Trugbild
  • Vorstellungsgabe
  • Vorstellungskraft
  • Vorstellungsvermögen
  • Wunschtraum

Egal, welches Synonym verwendet wird: Je konkreter diese Bilder und Szenarien sind und je mehr sich diese Fantasie in reale Produkte umsetzen lässt, desto eher wird Fantasie positiv bewertet werden. Dann wird gerne von einem Visionär statt einem Fantast gesprochen. Nicht immer kommen solche Leute noch zu Lebzeiten in den Genuss, alle ihre Visionen umsetzen zu können.

Gute Beispiele dafür sind Leonardo da Vinci und Jules Verne: Da Vinci träumte bereits von Fluggeräten wie Hubschraubern, lange bevor diese realisiert wurden. Gleiches gilt noch Jahrhunderte später im 19. Jahrhundert für Jules Verne:

Während andere noch im Kerzenlicht von dampfgetriebenen Maschinen träumten, schreibt Verne bereits ziemlich präzise über die Möglichkeiten der Elektrizität und entwirft Bilder von Flugzeugen, Raumschiffen und U-Booten lange bevor diese entwickelt werden. Spätere Konstrukteure werden sich einmal auf seine Schilderungen als Inspiration berufen.

Psychologie: Welchen Nutzen hat Fantasie?

In der Psychologie – genauer: in den Neurowissenschaften – ist die Fantasie noch relativ unerforscht. Bekannt ist, dass während fantasievoller Gedanken der Gedächtnisspeicher des Gehirns aktiv ist, während der Bereich des Frontallappens ruhig ist. Das ermöglicht es, Informationen neu zu kombinieren.

Nach psychologischer Lesart erfüllt Fantasie mehrere Funktionen. Vorrangig stellt sie eine Möglichkeit dar, wie wir die Wirklichkeit verarbeiten und wahrnehmen. Auf der positiven Seite steht, dass sich mit Fantasie eher unschöne Begebenheiten ausgleichen und das angeschlagene Selbstwertgefühl aufrichten lässt.

Auf der negativen Seite steht, dass sich mithilfe von Fantasie Menschen ebenso in etwas hineinsteigern können. Diese Auswirkungen lassen sich schlimmstenfalls in Form von Amokläufen beobachten.

Je nach Ausprägung hat Fantasie viele Vorteile, die Sie im Privaten als auch im Berufsleben weiterbringen können:

  • Fantasie steigert Kreativität

    Ob in der Kunst oder der Musik: Fantasie beflügelt. Man denke nur an verrückte Musikvideos einer Band oder die Kostümierung. Legendär die Auftritte von Bands wie Kiss oder Solokünstlern wie Madonna und Lady Gaga. Hierbei handelt es sich um die künstlerische Form der Kreativität. Kunstwerke, Musikstücke, Installationen, Literatur und andere Dingen, die zu den schönen Künsten zählen, basieren auf Fantasie.

  • Fantasie begünstigt Einfühlungsvermögen

    Wer Fantasie besitzt, dem gelingt der Perspektivenwechsel leichter. Er kann sich leichter in andere hineinversetzen. Das ist nützlich, wenn es darum geht, Kundenwünsche zu antizipieren. Es hilft natürlich auch in Konfliktsituationen, wenn Sie beispielsweise versuchen, den Ärger Ihres Kollegen nachzuvollziehen.

  • Fantasie ermöglicht Stressabbau

    Der Perspektivwechsel ist für Sie vor allem dann praktisch, wenn Sie gerade in Arbeit zu ertrinken drohen. Jetzt eine Pause, die kreisenden Gedanken völlig abschalten und an etwas Beruhigendes denken. Oder Sie haben sich über eine Person aufgeregt und ergötzen sich an gepfefferten Formulierungen, die Sie Ihr beim nächsten Mal sagen.

  • Fantasie fördert Innovationen

    Nun sind nicht alle Menschen beruflich in der Showbranche aktiv. Fantasie fördert auch eine ganz praktische Kreativität, bei der Trends beobachtet und aufgegriffen werden. Angepasst auf das eigene Unternehmen, können so neue Lösungsansätze für Probleme des Alltags oder Berufs entwickelt werden. Das ist gerade in wirtschaftlichen Zusammenhängen wichtig, sind Innovationen doch die Triebfeder des Fortschritts.

  • Fantasie erhöht die Lernfähigkeit

    Fantasievolle Menschen schaffen es schneller und leichter, sich Dinge anzueignen. Sie finden für sich unkonventionelle Möglichkeiten, Neues zu erlernen und entdecken oft überraschende Verknüpfungen um dieses Wissen auch dauerhaft zu behalten. Lernfähigkeit hängt also eng mit dem Ausmaß von Fantasie und der Möglichkeit zusammen, „out of the box“ zu denken.

Sprüche und Zitate zur Fantasie

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Nicht nur Einstein hat sich Gedanken über die Fantasie gemacht. Auch für andere große Denker spielte das Thema eine zentrale Rolle:

  • Das Fürchterlichste ist, wenn platte, unfähige Menschen zu Phantasten sich gesellen. Johann Wolfgang von Goethe
  • Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt in großem Maß von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen. Astrid Lindgren
  • Kein Mann hat Fantasie genug, die weibliche Vernunft zu begreifen, deshalb nennt man sie Unvernunft. Eleonora Duse
  • Ohne Phantasie keine Güte, keine Weisheit. Marie von Ebner-Eschenbach
  • Fantasie ist der Humor der Kreativität. Unbekannt
  • Keinen Drachen kann man so hoch steigen lassen wie den der Fantasie. Lauren Bacall
  • Wir spielen gerne mit der Einbildungskraft; aber die Einbildungskraft spielt eben so oft und bisweilen sehr ungelegen auch mit uns. Immanuel Kant
  • Gute Menschen reizen die Geduld, böse Menschen reizen die Phantasie… Oscar Wilde
  • Wer Blumen liebt, hat auch Phantasie. Chinesisches Sprichwort

Vorstellungskraft wichtig bei der Berufswahl

Fantasie ist längst nicht nur für tolle Innovationen im Berufsleben wichtig. Vorstellungskraft ist in unzähligen Situationen gefragt, das beginnt bereits im Feld der sozialen Kompetenzen: Wer sich nicht in andere Menschen hineinversetzen, also vorstellen kann, wie es ihnen gerade geht, dem mangelt es an Empathie.

Mindestens so wichtig aber auch: Fantasie ermöglicht Entscheidungen. Wie sollen Sie sich bei der Berufswahl vernünftig entscheiden, wenn Sie sich so gar nicht vorstellen können, in einem Bereich zu arbeiten? Natürlich ließe sich einwenden, dass kein Mensch sämtliche Berufe en détail kennen kann, ohne jemals etwas annähernd Ähnliches gemacht oder sich zumindest umfangreich informiert zu haben.

Aber die Berufswahl beginnt viel früher. Sie beginnt bereits bei der Überlegung, welche Stärken und Schwächen jemand hat. Es braucht Fantasie, Zeit und etwas Anstrengung, sich ernsthafte Gedanken dazu zu machen. Häufig fällt es Schülern und Schulabgängern schwer, sich realistisch zu verorten.

Und diese Schwierigkeiten begleiten viele Menschen später noch, weshalb sich Leute zum Studienabbruch oder Jobwechsel entschließen. Manchmal sind sie einer Wunschvorstellung aufgesessen und sind einem Fantasiejob gefolgt – bis die Realität sie eingeholt hat.


Welche Jobs setzen Fantasie voraus?

Welche Jobs setzen Fantasie voraus?Je nach Persönlichkeitstyp sind manche Jobs für Menschen besonders geeignet, andere weniger. Gemäß dem Big Five, einem Modell der Persönlichkeitspsychologie, kann man Menschen recht zuverlässig einer der fünf Hauptrichtungen zuordnen.

So wird Menschen mit starken Werten im Bereich „Offenheit“ ein höheres Maß an Fantasie, Experimentierfreudigkeit und Wissbegier zugeschrieben. Fantasievolle, offene Menschen benötigen in ihrem Beruf die Möglichkeit, sich entfalten und ausprobieren zu können.

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Realistisch bleiben: Traumjob oder Fantasiejob?

Fantasie hat zwei Seiten, es gibt tatsächlich ein Zuviel an Fantasie, nämlich wenn Sie Realität und Dichtung nicht mehr auseinanderhalten können und sich selbst betrügen. Manche Menschen geben sich in einem Maße ihren Tagträumen hin, dass sie jegliche Bodenhaftung verlieren.

Die Gedanken schweifen zu lassen und sich wilden Assoziationen hinzugeben, hat etwas ungemein Entspannendes und hilft, wieder neue Kraft für anstehende Aufgaben zu tanken. Kritisch wird es allerdings, wenn Sie sich regelrecht in die Tagträume flüchten, weil Ihr gegenwärtiger Job überhaupt nicht dem entspricht, was Sie sich ursprünglich vorgestellt hatten.

Mit Blick auf einen anderen Beruf ist eine nicht ganz unbedeutende Frage die, ob Sie tatsächlich einen Traumjob haben oder einer Fantasie nachhängen. Viele Arbeitnehmer haben die Vorstellung von einem ganz bestimmten Unternehmen, bei dem zu arbeiten schlagartig alle ihre Wünsche in Erfüllung gehen ließe.

Nicht selten wird auf große Konzerne geblickt, die Glamour, Geld und Status versprechen. Allerdings dienen diese Traumjobs in Wirklichkeit oft nur der Flucht aus dem gegenwärtigen Dasein: Damit verknüpft sind oft völlig unrealistische Vorstellungen. Und damit wäre es letztlich reine Fantasie.

Sie können anhand dreier Merkmale überprüfen, ob Sie tatsächlich einem Traumjob gedanklich nachhängen oder einem Hirngespinst:

  • Sie werden erwählt.

    In Ihrer Vorstellung träumen Sie davon, dass eines Tages jemand vor Ihrer Tür steht und exakt Sie auswählt. Solange Sie kein begnadeter Spezialist in einem absolut gefragten Bereich sind, ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Headhunter auf Sie zukommt.

  • Sie stecken im Trott.

    Eng damit verknüpft auch dieses Merkmal: Wer in einer tagtäglichen, öden Routine gefangen ist, zeigt wenig Neigung zum Spezialistentum. Zumindest würde ein Traumjob erfordern, dass Sie eben nicht nur routinierten Tätigkeiten nachgehen, vielmehr wäre Fantasie beim Lösen von Problemen gefragt. Diese würde Ihrem Job Sinn verleihen und Sie für andere sichtbar zum Experten machen.

  • Sie sind unerfahren.

    Solange Sie in dem Bereich, zu dem Ihr Traumjob gehört, keinerlei Erfahrungen gesammelt haben, gehören Ihre Träume womöglich ins Reich der Fantasie. Es kann sein, dass sich Ihre Vorstellungen und Wünsche bewahrheiten – endgültige Gewissheit können Sie allerdings erst erlangen, wenn Sie – beispielsweise durch ein Praktikum – Erfahrungen auf dem Gebiet gesammelt haben.

Methoden und Techniken für mehr Fantasie

Glücklicherweise gibt es einige Techniken, die die Fantasie beflügeln und uns zu mehr Kreativität verhelfen. Wir selbst können einen Rahmen schaffen, in dem wir unsere Fantasie beflügeln können. Dazu gehört:

  • Brainstorming

    Der Klassiker unter den Kreativitätstechniken funktioniert am besten in einer Gruppe aus Personen, die ihre Fantasie ankurbeln wollen.

    Beim Brainstorming werden unterschiedliche Ideen zu einem Thema geäußert und gesammelt. Es ist auch möglich, dass die Teilnehmer die Ideen anderer weiterentwickeln. Das geschieht entweder durch konstruktive Kritik oder Kombination mehrerer Ideen zu einer neuen.

  • Brainwriting

    Das Brainwriting ist eine Technik, die an das Brainstorming angelehnt ist. Im Gegensatz zu dem bisweilen stürmischen und lauten Brainstorming, ist Brainwriting eine eher ruhige Methode.

    Die Teilnehmer schreiben in ihrem eigenen Tempo neue Ideen und Eindrücke zu einem Thema nieder. Auch beim Brainwriting ist es möglich, dass sich die verschiedenen Teilnehmer gegenseitig zu neuen Ideen inspirieren, allerdings erst in der zweiten Phase des Prozesses.

    In der ersten Phase des Brainwriting ist eine Bewertung und Gruppendiskussion der Ideen verboten, so dass jeder Teilnehmer seiner Fantasie freien Lauf lassen kann.

  • Provokationstechnik

    Um Ihrer Fantasie auf die Sprünge zu helfen, können Sie sich scheinbar vom Problem entfernen. Beliebte Techniken dabei sind:

    • Umkehrung: Ein Smart muss möglichst bullig gebaut sein.
    • Übertreibung: Ein Smart muss in eine Streichholzschachtel passen.
    • Falschaussage: Ein Smart ist ein Fahrrad.
    • .

    Dadurch werden die Gedanken von der Fragestellung weg gelenkt – aber nur zum Teil. Wenn Sie sich später mit dem eigentlichen Problem befassen, haben Sie einen anderen Ansatzpunkt und können zu innovativen Ergebnissen gelangen.

    Bei der Provokationstechnik ist es wichtig, so viele Ideen wie möglich zu sammeln. Je größer die Auswahl, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas Brauchbares dabei ist. Also bitte keine falsche Zurückhaltung!

  • Rollenspiele

    Rollenspiele sind eine Fortsetzung der Spiele, die Kinder bereits im Kindergarten spielen: Vater-Mutter-Kind, Räuber und Gendarm oder Cowboy und Indianer – jeder hat sowas früher in wechselnder Besetzung gespielt. Das können Sie auch im Erwachsenenalter wieder aufgreifen.

    Ganz gleich, ob Sie zu Brettspielen greifen oder verkleidet raus in den Wald rennen: Rollenspiele regen die Fantasie an. Wie verhält sich wohl ein Android in fernen Galaxien? Welche Eigenschaften muss ein durchtriebener Kaufmann, ein tollkühner Drachenbezwinger haben?

    Je nach Art und Gestaltung des Rollenspiels existieren bestimmte Vorgaben, erklärt ein Spielleiter die Rahmenbedingungen. Nebendem haben die Mitspieler einen großen Gestaltungsspielraum bei den Inszenierungen. Hier wird zum Teil auf bewährte Methoden des Improvisationstheaters zurückgegriffen.

  • Tagträume

    Wer häufig seinen Tagträumen nachgeht, sich entspannt und etwa spazieren geht, fördert seine Fantasie allein durch das Abschalten der andauernden Gedankenspirale.

    Innere Bilder oder Musik beruhigen und gestatten der Fantasie, Raum einzunehmen. All das beruhigt. Nachweislich kommen wir genau dann auf die besten Gedanken, wenn wir diese nicht krampfhaft erzwingen wollen, sondern ganz im Gegenteil loslassen. So fördern wir nicht nur die Fantasie, sondern auch unsere kreative Fähigkeit, Probleme zu lösen.

Gesellschaftlicher Stellenwert von Fantasie

Fantasie LügeDas Verhältnis zur Fantasie ist auch heutzutage noch nicht sehr entspannt. Zwar mag es einerseits mehr Fördermöglichkeiten für Menschen mit Ideen als noch vor 500 Jahren geben. Gleichzeitig hemmt die gesellschaftliche Haltung oft die Entwicklung von Fantasie.

Wenn jemand eine blühende Fantasie hat, dann steckt dahinter ein schöpferischer Akt – der beim Erzählen unter Umständen nah an den Bereich der Unwahrheit und damit des Lügens führt. Das ist ein Grund, warum Kinder früh ermahnt werden, bei der Wahrheit zu bleiben: Rationalität wird mit Wahrheit, Ausschmücken mit Lügen gleichgesetzt.

Diese Sichtweise erstickt sämtliche Fähigkeiten, denn Sprache formt Denken. Wenn bestimmte Begriffe allerdings nicht mehr benutzt werden sollen, weil sie als zu ausschmückend gewertet werden, dann nimmt damit auch die Vorstellungskraft ab. Das hat nachhaltige Folgen für die weitere Entwicklung.

So haben viele im Erwachsenenalter verlernt, wirklich kreativ und fantasievoll zu denken. Das liegt daran, dass wir seit unserer Schulzeit gelernt haben, möglichst effektiv und schnell zu Ergebnissen zu kommen. Kreativität und Fantasie haben dabei wenig Platz.

Produktivität und hohe Geschwindigkeit bei Arbeitsabläufen gehen oft mit routinierten Mustern und eingespielten Abläufen einher – und die sind das Gegenteil von Kreativität.

Wenn Sie auch im Erwachsenenalter Ihrer Fantasie freien Lauf lassen wollen, sind bestimmte Verhaltensmerkmale wichtig:



Sie bleiben neugierig

Kinder haben von Natur aus ein großes Interesse an ihrer Umwelt und neuen Situationen. Fantasievolle Menschen bewahren sie sich und treten ihrer Umwelt aufgeschlossen und unvoreingenommen gegenüber. Wenn Sie den Eindruck haben, dass bei Ihnen noch Luft nach oben ist, sollten Sie Folgendes probieren:

Wenn Sie das nächste Mal zu Fuß oder mit der Bahn auf einer bekannten Strecke unterwegs sind, müssen Sie fünf Dinge oder Gegenstände suchen, die Ihnen bisher noch nicht aufgefallen sind. Beim nächsten Mal erhöhen Sie die Anzahl auf zehn. Sie werden merken, dass Ihnen viele Dinge im alltäglichen Ablauf entgehen. Durch diese Übung werden Sie wieder aufmerksamer und erhalten neue Eindrücke.

Sie bauen Luftschlösser

Auch das kennen wir meist von Kindern. Sie können scheinbar aus dem Nichts neue, spannende Welten erfinden und fast real werden lassen. Auch Erwachsene können Luftschlösser bauen.

Stellen Sie sich vor, wie Ihre ideale Welt aussehen könnte. Was würden Sie ändern? Was würde gleich bleiben? Wer könnte davon profitieren und welche Rolle haben Sie in dem ganzen Spiel?

Sie sind kritisch

Warum machen wir XY so? Weil es immer schon so gemacht wurde! Das kann ja sein, bedeutet aber nicht, dass es die beste Lösung ist. Ein kritischer Geist gibt sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden.

Kritisches Denken und Hinterfragen von Routinen hilft fantasievollen Menschen dabei, den Alltag aus einem neuen Blickwinkel zu sehen und Verbesserungspotenzial zu entdecken.

Sie vertrauen Ihrem Bauchgefühl

Wer seine Fantasie beflügeln möchte, sollte seiner Intuition vertrauen. Entscheidungen und Ideen müssen nicht zwangsläufig objektiv begründet sein.

Scheinbar unlogische Entschlüsse basieren ebenfalls auf einem Erfahrungswissen, das lediglich kognitiv nicht sofort abrufbar ist. Solche Eingebungen können trotzdem zu einem sinnvollen Ergebnis führen.

Sie spinnen herum

Fantasie hat nicht zwangsläufig mit der Realität zu tun. Ihr Fantasieobjekt hat neuerdings sieben Räder?Akzeptieren Sie diesen Zustand und lassen Sie sich davon nicht beeindrucken. Keine Idee ist absurd genug, um nicht wenigstens überdacht zu werden.

Sollte sich Ihre Idee als komplett unrealistisch entpuppen, nehmen Sie das so hin. Die nächste kreative Idee wartet schon.

Sie gehen in die Natur

Das Grün der Natur hat eine entspannende Wirkung auf Menschen. Zwitschernde Vögel im Wald und Tiere zu beobachten, lenkt von Sorgen oder Grübelei ab. Wer über weite Wiesen und Felder wandert, weitet im wahrsten Sinne des Wortes seinen Blick.

Und tut seinem Gehirn Gutes: Das wird durch die Bewegung und die frische Luft besser mit Sauerstoff versorgt. Die Vorstellungskraft wird angekurbelt und wir können ganz andere Gedanken und Bilder produzieren, als wenn wir im beengten, muffigen Kämmerlein Fantasievolles zu Papier bringen sollen.

Sie behalten den Überblick

Es heißt zwar, das Genie beherrsche das Chaos. Zu chaotisch sollte es aber bei Ihrem Ausflug in die Welt der Fantasie nicht werden. Um zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen, sollten Sie bei komplexen Fragestellungen das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Wer gedanklich ständig abschweift, kommt nicht voran, verzettelt sich in Nebensächlichkeiten und gerät im ungünstigsten Fall unter Zeitdruck.

Sie sammeln die besten Ideen

Wenn es läuft, dann läuft’s. Sprudeln die Ideen wie wild aus Ihnen heraus, sollten Sie Stift und Papier (oder das digitale Pendant) zur Hand haben.

Vielleicht haben Sie einen Einfall, der sich zu einem späteren Zeitpunkt verwenden lässt und auf ein anderes Problem passt. Das gilt übrigens nicht nur für eigene Ideen. Kreative Anregungen anderer sollten Sie aufbewahren, um sie für zukünftige Probleme einsetzen zu können.


Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: Dmitry Guzhanin by Shutterstock.com]
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Positiv denken: 7 Tipps für mehr Optimismus https://karrierebibel.de/positiv-denken/ Wed, 08 Apr 2020 15:00:20 +0000 Anja Rassek http://karrierebibel.de/?p=49839

Wenn ich erst erfolgreich bin und alles habe, werde ich glücklich. Ein Trugschluss! Tatsächlich ist es genau anders herum. Wenn Sie positiv denken, zuversichtlich und glücklich sind, werden Sie erfolgreicher. Zudem kann die Glücksforschung belegen, dass nur etwa 10 Prozent unseres Glücksempfindens von äußeren Umständen abhängen. Satte 40 Prozent werden durch unsere Einstellung bedingt. Positiv zu denken fällt nicht allen Menschen leicht, aber es lohnt sich in jedem Fall. Und die gute Nachricht: Positiv denken lässt sich lernen, wenn Sie ein paar Tipps beachten…

Positiv denken in der Wissenschaft

Die heutigen Erkenntnisse zu positivem Denken gehen letztlich auf den französischen Apotheker Émile Coué zurück. Der hatte die Macht der Gedanken beim Verabreichen von Medikamenten erkannt und entwickelte daraus das Konzept der Autosuggestion.

Das umfasst die Nutzung von positiven Formeln und Sätzen, um das Verhalten, Befinden und Körperreaktionen zu beeinflussen. Coué hatte damit eine Selbsthilfe-Methode an der Hand, die mittels positiver Affirmationen seine Kunden signifikant häufiger gesund machte, als wenn sie ausschließlich die Medikamente bekamen.

In der Psychologie entwickelte sich die Richtung der Positiven Psychologie, als sich Ende des letzten Jahrhunderts die Psychologen um Martin Seligmann in den USA erstmals laut die Frage stellten, warum sie sich fast ausschließlich mit Krankheiten, Symptomen und Problemen befassen.

Denn eigentlich sollte der Fokus genau andersherum sein: 70 Prozent der Menschen sind Gesunde, die einfach ein gutes Leben haben wollen. So etablierte sich im Jahr 2000 die Positive Psychologie als wissenschaftliche Richtung, die positive Emotionen, positive Charaktereigenschaften und positive Institutionen untersucht.

Der veränderte Blickwinkel ermöglicht es der Psychologie und Medizin, den Schwerpunkt weg vom Defizit hin zu den Möglichkeiten zu verschieben. Statt Fremdheilung und Abhängigkeit von Arzt oder Therapeut kann nun jeder auf eigene Aktivität und selbstheilende Kräfte setzen. Er erfährt so von dem Potenzial seiner eigenen Möglichkeiten und gewinnt mehr Einfluss auf das eigene Leben.

Wie positiv denken mit Erfolg zusammenhängt

Auch der amerikanische Glücksforscher Shawn Achor kommt in seinen Untersuchungen zu dem verblüffenden Ergebnis, dass nicht Erfolg zu Glück beitrage, sondern mit der richtigen Einstellung Glück empfunden werde – und daraus Erfolg entstünde.

In einem Vortrag berichtete er, welchen Einfluss beispielsweise Nachrichten auf uns haben: Wer den Fernseher anstellt, bekommt den Eindruck, dass die Welt ausschließlich aus Mord und Totschlag, Krankheiten und Umweltkatastrophen bestehe, denn man hält das Verhältnis von positiven zu negativen Ereignissen für realistisch.

Dabei ist in der Medienwelt vor allem eine Maxime weit verbreitet: Good news are no news, das heißt, der Fokus wird von vornherein auf die negativen Dinge gerichtet. Shawn Achor drückt es daher so aus:

Wir erkennen also, dass nicht die Realität uns Form gibt, sondern die Linse, durch die unser Gehirn auf die realitätsformende Welt schaut. Und wenn wir die Linse austauschen können, können wir nicht nur unser Glück beeinflussen, sondern zur selben Zeit jedes einzelne Resultat in der Bildung und Wirtschaft verändern.

Wer nun denkt, dass der IQ über den beruflichen Erfolg entscheidet, wird überrascht sein: Wesentlich wichtiger – nämlich zu 75 Prozent – sind persönliche Eigenschaften wie Optimismus und die Fähigkeit mit Stress umzugehen, aber auch das soziale Netzwerk für Erfolg verantwortlich.

Achor konnte in seinen Studien nachweisen, dass im positiven Zustand das Gehirn den sogenannten Glücks-Vorteil erlebt, das heißt, es liefert wesentlich bessere Leistungen. In Zahlen ausgedrückt heißt das:

  • Das Gehirn ist um 31 Prozent produktiver als im negativen, neutralen oder gestressten Zustand.
  • Wer als Verkäufer tätig ist, hat eine um 37 Prozent höhere Erfolgsquote.
  • Ärzte sind um 19 Prozent schneller und exakter darin, die richtige Diagnose zu stellen.

Auf den Punkt gebracht: Positiv denken ist wie Doping für das Gehirn, Ihre Leistungen und Erfolge. Sie werden schneller, besser, motivierter. Zudem braucht es den Optimismus, um Ziele zu erreichen. Wer von Anfang an denkt, dass etwas nicht klappen wird, scheitert zwangsläufig – spätestens an sich selbst.

Positiv denken und realistisch bleiben

Positiv denken Tipps Sprüche VorteileAllerdings gibt es auch Kritik am positiven Denken. Manche tun es als esoterisches Getue ab, andere verstehen dahinter eine Art von Realitätsverlust, bei der einfach die Augen verschlossen werden, sobald es unangenehm wird. Darum geht es beim positiven Denken nicht. Eine solche Form könnte tatsächlich mehr schaden als nutzen.

Positiv denken erfordert zunächst eine realistische Betrachtung der Situation. Sie sollen sich nicht selbst alles schön reden, nur noch durch die rosarote Brille gucken oder negative und schlimme Dinge ignorieren.

Nach einer ersten und realistischen Einschätzung geht es darum, sich die positiven Aspekte vor Augen zu führen. Und sich aktiv dafür zu entscheiden, das Gute zu sehen und sehen zu wollen. Der Fokus liegt auf dem positiven Denken und wird von all der Negativität weggelenkt, ohne zu vergessen, dass diese Seite existiert. Betrachten Sie jede Situation von verschiedenen Perspektiven. Sehen Sie die Realität und machen Sie optimistisch das Beste daraus.

Wenn Sie positiv denken, hat das also nichts mit Esoterik zu tun. Vielmehr geht es um eine Form der Achtsamkeit.

Tipps und Tricks: So können Sie positiv denken

Läuft alles rund, fällt es nicht sonderlich schwer, positiv zu denken. Die Herausforderung besteht darin, optimistisch zu sein und die guten Dinge zu sehen, wenn es gerade einmal schwierig wird. In diesem Momenten machen sich negative Gedanken breit, übernehmen die Kontrolle und lassen uns regelrecht schwarzsehen.

Egal ob Krankheit, private Probleme oder Schwierigkeiten im Job. Mit einigen Tipps und Tricks können positives Denken lernen und als Gewohnheit etablieren. Das funktioniert zwar nicht auf Knopfdruck, doch je häufiger Sie daran arbeiten, desto positiver werden Ihre Gedanken:

  • Führen Sie ein Tagebuch

    In der Jugend schreiben viele die eigenen Erfahrungen in ein Tagebuch, mit den Jahren hören die meisten wieder auf. Dabei kann das Aufschreiben helfen, positiv zu denken. So einfach geht es: Schreiben Sie jeden Tag auf, worüber Sie sich freuen, wofür Sie dankbar sind, was gut gelaufen ist und worauf Sie stolz sind.

    So halten Sie sich die positiven Dinge in Ihrem Leben noch einmal vor Augen, statt sich nur mit Negativität zu umgeben. Ein paar Minuten reichen bereits aus, um die wichtigsten Punkte des Tages aufzuschreiben. Das können Erfolge im Job, ein schöner Moment mit dem Partner oder auch nur Spaß beim Mitsingen des Lieblingsliedes sein. Alles, was Ihnen gut tut, wird aufgeschrieben.

  • Finden Sie heraus, was Sie belastet

    Es ist einfach alles Mist! Verallgemeinerungen wie diese sind weit verbreitet und werden schnell zum Glaubenssatz. Läuft es im Job gerade nicht gut, wird im Handumdrehen die gesamte Lebenssituation zur Krisensituation, nichts gefällt mehr oder macht noch Spaß. Dabei überschattet tatsächlich aber nur ein singuläres (und oft bedeutungsloses) Ereignis alles.

    Um positiver zu denken, sollten Sie sich fragen, was genau der Grund hinter solch schlechten Gedanken ist, ohne gleich alles in einen Topf zu werfen und die Gesamtsituation negativ zu bewerten. Wenn Sie die Ursache identifizieren, können Sie gezielt an dieser arbeiten. Außerdem werden Sie alles wieder insgesamt positiver sehen, da die Situation realistischer und weniger impulsiv beurteilen.

  • Hören Sie auf zu vergleichen

    Der Kollege verdient mehr, der Nachbar fährt ein schnelleres Auto und ein guter Freund ist schon wieder befördert worden… Ständige Vergleiche führen nicht dazu, dass Sie positiv denken. Stattdessen fühlen Sie sich schlecht, sehen nur scheinbare Unzulänglichkeiten und Schwachstellen.

    Statt all die Menschen zu sehen, die weniger haben als wir selbst, stellen wir nur Vergleiche zu denen an, die besser dastehen. Darum gilt: Verzichten Sie auf Vergleiche. Konzentrieren Sie sich nur auf sich selbst und freuen Sie sich über das, was Sie haben.

  • Ersetzen Sie negative Gedanken

    Ertappen Sie sich selbst bei pessimistischen Hypothesen und Gedanken, drehen Sie diese bewusst um und ersetzen Ihre Annahmen durch eine positive Auffassung. Aus Ich kann das nicht wird so zum Beispiel ein Ich werde es schaffen.

    Es macht einen Riesenunterschied wie wir die Welt und unsere Zukunft betrachten. Nicht selten wird daraus eine sich selbsterfüllende Prophezeiung – im Guten wie im Schlechten.

  • Suchen Sie gezielt nach dem Guten

    Nahezu jede Situation hat auch etwas Gutes. Manchmal springt es direkt ins Auge, in einigen Fällen müssen Sie erst suchen. Genau dies sollten Sie immer wieder tun. Kommen Sie aus einem frustrierenden Gespräch, haben Sie schlechte Nachrichten erhalten oder allgemeinen Stress? Nehmen Sie sich einige Zeit, um das Positive in der aktuellen Lage zu suchen.

    Haben Sie etwas gelernt? Konnten Sie an der Situation wachsen und sich weiterentwickeln? Stehen hinter den Schwierigkeiten vielleicht Chancen, die Sie nutzen können? Statt sich nur zu ärgern, frustriert und genervt zu sein, lenken Sie den Blick auf positive Bereiche.

  • Lächeln Sie so oft es geht

    Ja, es ist wirklich so simpel wie es klingt – und gleichzeitig sehr effektiv. Ein Lächeln sorgt schon nach kürzester Zeit für bessere Laune und einen positiven Blick auf die Umstände. Selbst dann, wenn es eigentlich gar keinen Grund für das Lächeln gibt. Dahinter steckt eine körperliche Reaktion. Also: Lächeln Sie sich glücklich!

    Hinzu kommt, dass Sie Ihrem Umfeld mit einem Lächeln begegnen. Das wirkt offen, sympathisch und baut Vertrauen auf. Sie tragen zu einer besseren Stimmung in Ihrem Umfeld bei und sorgen selbst dafür, dass Sie sich mit mehr Glück und Zufriedenheit umgeben.

  • Widerlegen Sie Ihre negativen Gedanken

    Einer der häufigsten negativen Gedanken lautet in leicht abgewandelter Form Das klappt auf keinen Fall!!! Das Projekt im Job geht den Bach runter; die Beziehung geht in die Brüche; die Geschäftsidee ist zum Scheitern verurteilt…klarer Fall! Was schief gehen kann, geht auch schief – Murphys Gesetz eben.

    Positive Denkmuster lassen sich hingegen etablieren, indem Sie Ihre negativen Prognosen herausfordern und widerlegen. Warten Sie ab, was passiert. In den meisten Fällen ist der Pessimismus unbegründet. Wenn Sie merken, dass eben doch nicht immer alles schief läuft, können Sie in Zukunft von Anfang an positiver denken.

Sie wollen noch mehr über positives Denken erfahren? Dann lesen Sie auf der nächsten Seite unser Interview mit der Psychologin Ilona Bürgel…

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
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Wenn ich erst erfolgreich bin und alles habe, werde ich glücklich. Ein Trugschluss! Tatsächlich ist es genau anders herum. Wenn Sie positiv denken, zuversichtlich und glücklich sind, werden Sie erfolgreicher. Zudem kann die Glücksforschung belegen, dass nur etwa 10 Prozent unseres Glücksempfindens von äußeren Umständen abhängen. Satte 40 Prozent werden durch unsere Einstellung bedingt. Positiv zu denken fällt nicht allen Menschen leicht, aber es lohnt sich in jedem Fall. Und die gute Nachricht: Positiv denken lässt sich lernen, wenn Sie ein paar Tipps beachten…

Positiv denken in der Wissenschaft

Die heutigen Erkenntnisse zu positivem Denken gehen letztlich auf den französischen Apotheker Émile Coué zurück. Der hatte die Macht der Gedanken beim Verabreichen von Medikamenten erkannt und entwickelte daraus das Konzept der Autosuggestion.

Das umfasst die Nutzung von positiven Formeln und Sätzen, um das Verhalten, Befinden und Körperreaktionen zu beeinflussen. Coué hatte damit eine Selbsthilfe-Methode an der Hand, die mittels positiver Affirmationen seine Kunden signifikant häufiger gesund machte, als wenn sie ausschließlich die Medikamente bekamen.

In der Psychologie entwickelte sich die Richtung der Positiven Psychologie, als sich Ende des letzten Jahrhunderts die Psychologen um Martin Seligmann in den USA erstmals laut die Frage stellten, warum sie sich fast ausschließlich mit Krankheiten, Symptomen und Problemen befassen.

Denn eigentlich sollte der Fokus genau andersherum sein: 70 Prozent der Menschen sind Gesunde, die einfach ein gutes Leben haben wollen. So etablierte sich im Jahr 2000 die Positive Psychologie als wissenschaftliche Richtung, die positive Emotionen, positive Charaktereigenschaften und positive Institutionen untersucht.

Der veränderte Blickwinkel ermöglicht es der Psychologie und Medizin, den Schwerpunkt weg vom Defizit hin zu den Möglichkeiten zu verschieben. Statt Fremdheilung und Abhängigkeit von Arzt oder Therapeut kann nun jeder auf eigene Aktivität und selbstheilende Kräfte setzen. Er erfährt so von dem Potenzial seiner eigenen Möglichkeiten und gewinnt mehr Einfluss auf das eigene Leben.

Wie positiv denken mit Erfolg zusammenhängt

Auch der amerikanische Glücksforscher Shawn Achor kommt in seinen Untersuchungen zu dem verblüffenden Ergebnis, dass nicht Erfolg zu Glück beitrage, sondern mit der richtigen Einstellung Glück empfunden werde – und daraus Erfolg entstünde.

In einem Vortrag berichtete er, welchen Einfluss beispielsweise Nachrichten auf uns haben: Wer den Fernseher anstellt, bekommt den Eindruck, dass die Welt ausschließlich aus Mord und Totschlag, Krankheiten und Umweltkatastrophen bestehe, denn man hält das Verhältnis von positiven zu negativen Ereignissen für realistisch.

Dabei ist in der Medienwelt vor allem eine Maxime weit verbreitet: Good news are no news, das heißt, der Fokus wird von vornherein auf die negativen Dinge gerichtet. Shawn Achor drückt es daher so aus:

Wir erkennen also, dass nicht die Realität uns Form gibt, sondern die Linse, durch die unser Gehirn auf die realitätsformende Welt schaut. Und wenn wir die Linse austauschen können, können wir nicht nur unser Glück beeinflussen, sondern zur selben Zeit jedes einzelne Resultat in der Bildung und Wirtschaft verändern.

Wer nun denkt, dass der IQ über den beruflichen Erfolg entscheidet, wird überrascht sein: Wesentlich wichtiger – nämlich zu 75 Prozent – sind persönliche Eigenschaften wie Optimismus und die Fähigkeit mit Stress umzugehen, aber auch das soziale Netzwerk für Erfolg verantwortlich.

Achor konnte in seinen Studien nachweisen, dass im positiven Zustand das Gehirn den sogenannten Glücks-Vorteil erlebt, das heißt, es liefert wesentlich bessere Leistungen. In Zahlen ausgedrückt heißt das:

  • Das Gehirn ist um 31 Prozent produktiver als im negativen, neutralen oder gestressten Zustand.
  • Wer als Verkäufer tätig ist, hat eine um 37 Prozent höhere Erfolgsquote.
  • Ärzte sind um 19 Prozent schneller und exakter darin, die richtige Diagnose zu stellen.

Auf den Punkt gebracht: Positiv denken ist wie Doping für das Gehirn, Ihre Leistungen und Erfolge. Sie werden schneller, besser, motivierter. Zudem braucht es den Optimismus, um Ziele zu erreichen. Wer von Anfang an denkt, dass etwas nicht klappen wird, scheitert zwangsläufig – spätestens an sich selbst.

Positiv denken und realistisch bleiben

Positiv denken Tipps Sprüche VorteileAllerdings gibt es auch Kritik am positiven Denken. Manche tun es als esoterisches Getue ab, andere verstehen dahinter eine Art von Realitätsverlust, bei der einfach die Augen verschlossen werden, sobald es unangenehm wird. Darum geht es beim positiven Denken nicht. Eine solche Form könnte tatsächlich mehr schaden als nutzen.

Positiv denken erfordert zunächst eine realistische Betrachtung der Situation. Sie sollen sich nicht selbst alles schön reden, nur noch durch die rosarote Brille gucken oder negative und schlimme Dinge ignorieren.

Nach einer ersten und realistischen Einschätzung geht es darum, sich die positiven Aspekte vor Augen zu führen. Und sich aktiv dafür zu entscheiden, das Gute zu sehen und sehen zu wollen. Der Fokus liegt auf dem positiven Denken und wird von all der Negativität weggelenkt, ohne zu vergessen, dass diese Seite existiert. Betrachten Sie jede Situation von verschiedenen Perspektiven. Sehen Sie die Realität und machen Sie optimistisch das Beste daraus.

Wenn Sie positiv denken, hat das also nichts mit Esoterik zu tun. Vielmehr geht es um eine Form der Achtsamkeit.

Tipps und Tricks: So können Sie positiv denken

Läuft alles rund, fällt es nicht sonderlich schwer, positiv zu denken. Die Herausforderung besteht darin, optimistisch zu sein und die guten Dinge zu sehen, wenn es gerade einmal schwierig wird. In diesem Momenten machen sich negative Gedanken breit, übernehmen die Kontrolle und lassen uns regelrecht schwarzsehen.

Egal ob Krankheit, private Probleme oder Schwierigkeiten im Job. Mit einigen Tipps und Tricks können positives Denken lernen und als Gewohnheit etablieren. Das funktioniert zwar nicht auf Knopfdruck, doch je häufiger Sie daran arbeiten, desto positiver werden Ihre Gedanken:

  • Führen Sie ein Tagebuch

    In der Jugend schreiben viele die eigenen Erfahrungen in ein Tagebuch, mit den Jahren hören die meisten wieder auf. Dabei kann das Aufschreiben helfen, positiv zu denken. So einfach geht es: Schreiben Sie jeden Tag auf, worüber Sie sich freuen, wofür Sie dankbar sind, was gut gelaufen ist und worauf Sie stolz sind.

    So halten Sie sich die positiven Dinge in Ihrem Leben noch einmal vor Augen, statt sich nur mit Negativität zu umgeben. Ein paar Minuten reichen bereits aus, um die wichtigsten Punkte des Tages aufzuschreiben. Das können Erfolge im Job, ein schöner Moment mit dem Partner oder auch nur Spaß beim Mitsingen des Lieblingsliedes sein. Alles, was Ihnen gut tut, wird aufgeschrieben.

  • Finden Sie heraus, was Sie belastet

    Es ist einfach alles Mist! Verallgemeinerungen wie diese sind weit verbreitet und werden schnell zum Glaubenssatz. Läuft es im Job gerade nicht gut, wird im Handumdrehen die gesamte Lebenssituation zur Krisensituation, nichts gefällt mehr oder macht noch Spaß. Dabei überschattet tatsächlich aber nur ein singuläres (und oft bedeutungsloses) Ereignis alles.

    Um positiver zu denken, sollten Sie sich fragen, was genau der Grund hinter solch schlechten Gedanken ist, ohne gleich alles in einen Topf zu werfen und die Gesamtsituation negativ zu bewerten. Wenn Sie die Ursache identifizieren, können Sie gezielt an dieser arbeiten. Außerdem werden Sie alles wieder insgesamt positiver sehen, da die Situation realistischer und weniger impulsiv beurteilen.

  • Hören Sie auf zu vergleichen

    Der Kollege verdient mehr, der Nachbar fährt ein schnelleres Auto und ein guter Freund ist schon wieder befördert worden… Ständige Vergleiche führen nicht dazu, dass Sie positiv denken. Stattdessen fühlen Sie sich schlecht, sehen nur scheinbare Unzulänglichkeiten und Schwachstellen.

    Statt all die Menschen zu sehen, die weniger haben als wir selbst, stellen wir nur Vergleiche zu denen an, die besser dastehen. Darum gilt: Verzichten Sie auf Vergleiche. Konzentrieren Sie sich nur auf sich selbst und freuen Sie sich über das, was Sie haben.

  • Ersetzen Sie negative Gedanken

    Ertappen Sie sich selbst bei pessimistischen Hypothesen und Gedanken, drehen Sie diese bewusst um und ersetzen Ihre Annahmen durch eine positive Auffassung. Aus Ich kann das nicht wird so zum Beispiel ein Ich werde es schaffen.

    Es macht einen Riesenunterschied wie wir die Welt und unsere Zukunft betrachten. Nicht selten wird daraus eine sich selbsterfüllende Prophezeiung – im Guten wie im Schlechten.

  • Suchen Sie gezielt nach dem Guten

    Nahezu jede Situation hat auch etwas Gutes. Manchmal springt es direkt ins Auge, in einigen Fällen müssen Sie erst suchen. Genau dies sollten Sie immer wieder tun. Kommen Sie aus einem frustrierenden Gespräch, haben Sie schlechte Nachrichten erhalten oder allgemeinen Stress? Nehmen Sie sich einige Zeit, um das Positive in der aktuellen Lage zu suchen.

    Haben Sie etwas gelernt? Konnten Sie an der Situation wachsen und sich weiterentwickeln? Stehen hinter den Schwierigkeiten vielleicht Chancen, die Sie nutzen können? Statt sich nur zu ärgern, frustriert und genervt zu sein, lenken Sie den Blick auf positive Bereiche.

  • Lächeln Sie so oft es geht

    Ja, es ist wirklich so simpel wie es klingt – und gleichzeitig sehr effektiv. Ein Lächeln sorgt schon nach kürzester Zeit für bessere Laune und einen positiven Blick auf die Umstände. Selbst dann, wenn es eigentlich gar keinen Grund für das Lächeln gibt. Dahinter steckt eine körperliche Reaktion. Also: Lächeln Sie sich glücklich!

    Hinzu kommt, dass Sie Ihrem Umfeld mit einem Lächeln begegnen. Das wirkt offen, sympathisch und baut Vertrauen auf. Sie tragen zu einer besseren Stimmung in Ihrem Umfeld bei und sorgen selbst dafür, dass Sie sich mit mehr Glück und Zufriedenheit umgeben.

  • Widerlegen Sie Ihre negativen Gedanken

    Einer der häufigsten negativen Gedanken lautet in leicht abgewandelter Form Das klappt auf keinen Fall!!! Das Projekt im Job geht den Bach runter; die Beziehung geht in die Brüche; die Geschäftsidee ist zum Scheitern verurteilt…klarer Fall! Was schief gehen kann, geht auch schief – Murphys Gesetz eben.

    Positive Denkmuster lassen sich hingegen etablieren, indem Sie Ihre negativen Prognosen herausfordern und widerlegen. Warten Sie ab, was passiert. In den meisten Fällen ist der Pessimismus unbegründet. Wenn Sie merken, dass eben doch nicht immer alles schief läuft, können Sie in Zukunft von Anfang an positiver denken.

Sie wollen noch mehr über positives Denken erfahren? Dann lesen Sie auf der nächsten Seite unser Interview mit der Psychologin Ilona Bürgel…

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Grit und Erfolg: Wie beharrlich sind Sie? https://karrierebibel.de/grit-erfolg/ Wed, 08 Apr 2020 12:00:33 +0000 Anja Rassek https://karrierebibel.de/?p=124331

Grit und Erfolg sind wie ein Zwillingspaar, sie gehören untrennbar zueinander. Das zumindest ist die Überzeugung der amerikanischen Psychologin Angela Lee Duckworth, die sich mit dieser Persönlichkeitseigenschaft in ihrem Buch „Grit. The Power of Passion und Perseverance“ auseinandersetzt. Sie geht der Frage nach, warum manche Menschen erfolgreicher als andere sind und was ihren Erfolg ausmacht. Tatsächlich sind es oftmals nicht die „üblichen Verdächtigen“ wie etwa Intelligenz oder Beziehungen – auch wenn beides nicht schadet. Grit ist jedoch eine Eigenschaft, die fast noch wichtiger ist. Was dazu gehört und ob Sie genügend Grit besitzen, verrät Ihnen unser Test…

Definition: Was ist Grit?

Grit Erfolg Übersetzung PsychologieAngela Lee Duckworth hat selbst eine aufregende Berufsbiographie hinter sich gebracht, bevor sie schließlich als Psychologin tätig wurde. In dieser Funktion hat sie Menschen in den unterschiedlichsten Zusammenhängen beobachtet.

Ein Auftraggeber, die renommierte West Point Militärakademie, wollte wissen, warum es nicht alle ihrer Rekruten bis zum Ziel schafften. Etliche brachen bereits vor dem eigentlichen Training ihre Ausbildung ab und das, obwohl dort bereits nur die Elite zugelassen war.

Das Interessante: Die bisherigen Erfolgsfaktoren wie Notendurchschnitt, körperliche Fitness oder sogar belegte Führungsqualitäten gaben keinerlei Aufschluss darüber, ob jemand bis zum Schluss durchhielt oder nicht. Duckworth entwickelte daraufhin ihr Grit-Konzept.

Anhand von zehn relativ einfachen Fragen entwickelte Sie eine Skala, mit der sie den Grit-Faktor der Testperson bestimmen konnte. Wer schnell die Flinte ins Korn warf, hatte demzufolge weniger Grit als jemand, der sein Ziel erreichte. Was nun ist Grit?

Grit ist eine Mischung aus Leidenschaft und Beharrlichkeit, und zwar für eine lange Zeit. Aber es ist noch mehr. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie Sandkorn oder Streugut. Es kann aber auch im übertragenen Sinn dafür stehen:

Wer schon mal versucht hat, ein Sandkorn klein zu kriegen, weiß warum Grit auch ein Synonym für Standfestigkeit ist: Es ist nicht kaputtzukriegen, sondern hartnäckig. Und über genau diese Eigenschaften verfügt eine Person mit viel Grit:

  • Sie bleibt am Ball, lässt sich nicht so schnell unterkriegen, auch wenn es widrige Umstände gibt.
  • Sie verfolgt ihre Ziele, nicht nur kurzfristig für einen Monat, sondern langfristig, Jahre lang.

Daher ist Grit auch kein Sprint, sondern ein Marathon.

Wie wirkt sich Grit auf Erfolg aus?

Duckworths Ergebnisse stellen gewissermaßen anerkannte Befunde auf den Kopf. Sie kann aus eigener Erfahrung in Schulen berichten, dass selbst bei standardisierten Tests und unter Berücksichtigung sämtlicher Gegebenheiten am Ende Grit der entscheidende Faktor für Erfolg war.

Das ist insofern neu, als sich seit vielen Jahrzehnten Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen mit der mangelnden Chancengleichheit in verschiedenen Ländern, aber auch in verschiedenen Institutionen wie Schulen auseinandersetzen. Beispielsweise wird das deutsche Bildungssystem häufig als benachteiligend gewertet, da hier bereits früh nach Leistungen selektiert wird.

Benotung von Schülern sowie das Aufsplitten in unterschiedliche Schulformen führt – so die Meinung vieler Bildungsforscher – dazu, dass Schüler aus einkommensschwachen Familien abgehängt werden.

Geld im Elternhaus gilt als wichtigstes Kriterium dafür, dass später Karriere gemacht wird: Von 100 Akademikerkindern studieren 79, dem stehen nur 27 von 100 Arbeiterkindern gegenüber, die an die Uni gehen. Allerdings – und da will Duckworth auch nicht falsch verstanden werden – gehört zum Erfolg eben mehr als nur begünstigende Umstände:

Grit ist möglicherweise nicht ausreichend für den Erfolg, aber es ist sicher notwendig.

Und es hat sich in ihren Studien gezeigt, dass andere Faktoren wie etwa Intelligenz, Attraktivität, ein großes Netzwerk für sich allein genommen eben kein Garant für Erfolg sind.

Wie viel Grit besitzen Sie?

Grit Test ErfolgNachfolgend finden Sie einen kleinen Test, der von Angela Lee Duckworth inspiriert ist. Probieren Sie ihn doch einmal aus, um Ihren Grit zu überprüfen.

Addieren Sie dafür einfach die jeweilige Punktmenge, am Ende finden Sie die entsprechenden Auflösungen.



Neue Ideen und Projekte lenken mich manchmal von vorherigen ab.
  • Trifft absolut zu: 1 Punkt
  • Trifft überwiegend zu: 2 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 8 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 10 Punkte
Rückschläge entmutigen mich nicht. Ich gebe nicht leicht auf.
  • Trifft absolut zu: 10 Punkte
  • Trifft überwiegend zu: 8 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 2 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 1 Punkt
Ich habe mir oft ein Ziel gesetzt, mich aber später dafür entschieden, ein anderes zu verfolgen.
  • Trifft absolut zu: 1 Punkt
  • Trifft überwiegend zu: 2 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 8 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 10 Punkte
Ich arbeite hart.
  • Trifft absolut zu: 10 Punkte
  • Trifft überwiegend zu: 8 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 2 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 1 Punkt
Ich habe Schwierigkeiten, meinen Fokus auf Projekte beizubehalten, deren Fertigstellung mehr als ein paar Monate dauert.
  • Trifft absolut zu: 1 Punkt
  • Trifft überwiegend zu: 2 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 8 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 10 Punkte
Ich beende alles, was ich begonnen habe.
  • Trifft absolut zu: 10 Punkte
  • Trifft überwiegend zu: 8 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 2 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 1 Punkt
Meine Interessen ändern sich von Jahr zu Jahr.
  • Trifft absolut zu: 1 Punkt
  • Trifft überwiegend zu: 2 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 8 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 10 Punkte
Ich bin fleißig. Ich gebe niemals auf.
  • Trifft absolut zu: 10 Punkte
  • Trifft überwiegend zu: 8 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 2 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 1 Punkt
Ich war vorübergehend von einer bestimmten Sache stark eingenommen, verlor dann aber das Interesse.
  • Trifft absolut zu: 1 Punkt
  • Trifft überwiegend zu: 2 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 8 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 10 Punkte
Ich habe Niederlagen überwunden, um eine wichtige Herausforderung zu meistern.
  • Trifft absolut zu: 10 Punkte
  • Trifft überwiegend zu: 8 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 2 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 1 Punkt




Mehr Grit: So erhöhen Sie Ihre Erfolgschancen

Um mehr Erfolg im Leben zu haben, lohnt es sich, auf andere erfolgreiche Menschen zu schauen: Was eint sie? Was haben sie, das sie vorantreibt und erfolgreich macht? Duckworth tat genau das und untersuchte historische Persönlichkeiten, beobachtete Spitzensportler, führte Interviews. Es kristallisierten sich vier Charaktereigenschaften heraus, die Grit begünstigen.

Duckworth spricht von den sogenannten Aktivposten. Das ist eigentlich ein betriebswirtschaftlicher Begriff, der das Vermögen eines Unternehmens bezeichnet, das aus der Summe aller Vermögensgegenstände besteht. Indem sie auf diesen Begriff zurückgreift, unterstreicht sie die Bedeutung des mentalen Reichtums für den tatsächlichen Erfolg.

Mit diesen vier Aktivposten erhöhen Sie Ihr Grit:

  • Interesse

    Noch bevor Sie Leidenschaft für etwas entwickeln können, müssen Sie Interesse zeigen. Eine offene Einstellung für Dinge haben. Grit kann sich beispielsweise bei der beruflichen Orientierung zeigen, wenn jemand vielleicht bisher nur eine bestimmte Fortbildung im Blick hatte, nun aber von einem anderen Kurs erfährt, der ebenfalls interessant klingt. Die grundsätzliche Offenheit ermöglicht es, Dinge auszuprobieren, die anderenfalls untergegangen und nie entdeckt worden wären. So können sich neue Hobbys und eben auch Leidenschaften für Bereiche entwickeln, in denen Sie peu à peu besser werden.

  • Übung

    Weit verbreitet ist die Ansicht, dass man einfach nur Talent bräuchte und schon würde einem alles zufliegen. Duckworth sieht das anders: Um besser zu werden, müssen Sie trainieren.

    Sie greift damit auf, was auch der Psychologe Anders Ericsson zusammen mit seinen beiden Kollegen Ralf Krampe and Clemens Tesch-Römer bereits in ihrer sogenannten 10.000-Stunden-Regel herausfanden. Den Erfolg wollen alle haben, aber dafür zu arbeiten, kommt nicht für alle infrage. Dabei gilt sowohl für Konzertpianisten als auch Eisläufer und Schachspieler gleichermaßen, dass Übung – neben Leidenschaft, Ausdauer und Disziplin – ein wichtiger Faktor ist.

    Mit dem regelmäßigen Training steigt meist eben auch der Grad der Ausführung, die Perfektion. Bestimmte Handlungen gehen in Fleisch und Blut über, müssen nicht mehr bewusst abgerufen werden. Während Sie diese ausführen, gelangen Sie in den sogenannten Flow, den Zustand, indem sich Herausforderung und eigenes Vermögen, also Fähigkeit, die Waage halten.

  • Sinnhaftigkeit

    Grit entwickelt sich vor allem dann, wenn Sie eine Sinnhaftigkeit in etwas sehen. Neudeutsch wird von Purpose gesprochen, wenn Menschen einen Sinn in ihrem Tun sehen. Wenn sie einen höheren Zweck verfolgen. Hier spielt der große Unterschied zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation mit hinein.

    Sind Menschen extrinsisch motiviert, üben sie beispielsweise einen Job nur wegen der guten Bezahlung aus, schlägt sich das irgendwann auf die Arbeitsleistungen und/oder das Engagement nieder, mit dem jemand arbeitet. Motivatoren wie ein höheres Gehalt oder andere äußere Faktoren halten nicht lange vor. Ist er hingegen intrinsisch motiviert, wird er von sich aus die Beschäftigung mit dem Thema suchen.

    Dabei geht es nicht einfach nur darum, mögliche Überstunden zu arbeiten, sondern aus eigenem Antrieb Dinge zu erforschen. Das muss auch nicht zwangsläufig mit dem eigenen Job zusammenhängen, sondern kann politisch motiviertes Interesse ebenso sein wie der Wunsch, im Sport bessere Leistungen zu erlangen.

  • Zuversicht

    Wie erwähnt, ist Grit ein langfristig angelegter Prozess, ein Marathon. Wer Grit besitzt, hat auch die Vorstellungskraft, sich eine bessere Zukunft auszumalen. Dabei geht es nicht einfach nur um Träumereien, sondern eine gesunde Mischung aus Realismus und Zuversicht.

    Die Fähigkeiten, die vielleicht noch fehlen, können erworben werden. Durch diese Einstellung begünstigen Sie, was Vertreter der Positiven Psychologie wie Martin Seligman und Glücksforscher wie Shawn Achor in diversen Studien nachweisen konnten: Optimisten kommen weiter.

    Wer glücklich ist, steigert seine Produktivität um 31 Prozent. Glückliche Verkäufer haben eine um 37 Prozent höhere Erfolgsquote und glückliche Ärzte stellen um 19 Prozent schnellere und korrektere Diagnosen. Zurückzuführen ist dieses Phänomen einzig auf die Überzeugung, selbst etwas bewirken und ändern zu können. Die amerikanische Psychologin Carol Dweck bezeichnet dies als ein Growth Mindset. Im Gegensatz dazu steht das Fixed Mindset, bei dem jemand eher an Zufälle oder Gene, aber nicht die eigene Kraft glaubt.

[Bildnachweis: MJgraphics by Shutterstock.com]
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Grit und Erfolg sind wie ein Zwillingspaar, sie gehören untrennbar zueinander. Das zumindest ist die Überzeugung der amerikanischen Psychologin Angela Lee Duckworth, die sich mit dieser Persönlichkeitseigenschaft in ihrem Buch „Grit. The Power of Passion und Perseverance“ auseinandersetzt. Sie geht der Frage nach, warum manche Menschen erfolgreicher als andere sind und was ihren Erfolg ausmacht. Tatsächlich sind es oftmals nicht die „üblichen Verdächtigen“ wie etwa Intelligenz oder Beziehungen – auch wenn beides nicht schadet. Grit ist jedoch eine Eigenschaft, die fast noch wichtiger ist. Was dazu gehört und ob Sie genügend Grit besitzen, verrät Ihnen unser Test…

Definition: Was ist Grit?

Grit Erfolg Übersetzung PsychologieAngela Lee Duckworth hat selbst eine aufregende Berufsbiographie hinter sich gebracht, bevor sie schließlich als Psychologin tätig wurde. In dieser Funktion hat sie Menschen in den unterschiedlichsten Zusammenhängen beobachtet.

Ein Auftraggeber, die renommierte West Point Militärakademie, wollte wissen, warum es nicht alle ihrer Rekruten bis zum Ziel schafften. Etliche brachen bereits vor dem eigentlichen Training ihre Ausbildung ab und das, obwohl dort bereits nur die Elite zugelassen war.

Das Interessante: Die bisherigen Erfolgsfaktoren wie Notendurchschnitt, körperliche Fitness oder sogar belegte Führungsqualitäten gaben keinerlei Aufschluss darüber, ob jemand bis zum Schluss durchhielt oder nicht. Duckworth entwickelte daraufhin ihr Grit-Konzept.

Anhand von zehn relativ einfachen Fragen entwickelte Sie eine Skala, mit der sie den Grit-Faktor der Testperson bestimmen konnte. Wer schnell die Flinte ins Korn warf, hatte demzufolge weniger Grit als jemand, der sein Ziel erreichte. Was nun ist Grit?

Grit ist eine Mischung aus Leidenschaft und Beharrlichkeit, und zwar für eine lange Zeit. Aber es ist noch mehr. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie Sandkorn oder Streugut. Es kann aber auch im übertragenen Sinn dafür stehen:

Wer schon mal versucht hat, ein Sandkorn klein zu kriegen, weiß warum Grit auch ein Synonym für Standfestigkeit ist: Es ist nicht kaputtzukriegen, sondern hartnäckig. Und über genau diese Eigenschaften verfügt eine Person mit viel Grit:

  • Sie bleibt am Ball, lässt sich nicht so schnell unterkriegen, auch wenn es widrige Umstände gibt.
  • Sie verfolgt ihre Ziele, nicht nur kurzfristig für einen Monat, sondern langfristig, Jahre lang.

Daher ist Grit auch kein Sprint, sondern ein Marathon.

Wie wirkt sich Grit auf Erfolg aus?

Duckworths Ergebnisse stellen gewissermaßen anerkannte Befunde auf den Kopf. Sie kann aus eigener Erfahrung in Schulen berichten, dass selbst bei standardisierten Tests und unter Berücksichtigung sämtlicher Gegebenheiten am Ende Grit der entscheidende Faktor für Erfolg war.

Das ist insofern neu, als sich seit vielen Jahrzehnten Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen mit der mangelnden Chancengleichheit in verschiedenen Ländern, aber auch in verschiedenen Institutionen wie Schulen auseinandersetzen. Beispielsweise wird das deutsche Bildungssystem häufig als benachteiligend gewertet, da hier bereits früh nach Leistungen selektiert wird.

Benotung von Schülern sowie das Aufsplitten in unterschiedliche Schulformen führt – so die Meinung vieler Bildungsforscher – dazu, dass Schüler aus einkommensschwachen Familien abgehängt werden.

Geld im Elternhaus gilt als wichtigstes Kriterium dafür, dass später Karriere gemacht wird: Von 100 Akademikerkindern studieren 79, dem stehen nur 27 von 100 Arbeiterkindern gegenüber, die an die Uni gehen. Allerdings – und da will Duckworth auch nicht falsch verstanden werden – gehört zum Erfolg eben mehr als nur begünstigende Umstände:

Grit ist möglicherweise nicht ausreichend für den Erfolg, aber es ist sicher notwendig.

Und es hat sich in ihren Studien gezeigt, dass andere Faktoren wie etwa Intelligenz, Attraktivität, ein großes Netzwerk für sich allein genommen eben kein Garant für Erfolg sind.

Wie viel Grit besitzen Sie?

Grit Test ErfolgNachfolgend finden Sie einen kleinen Test, der von Angela Lee Duckworth inspiriert ist. Probieren Sie ihn doch einmal aus, um Ihren Grit zu überprüfen.

Addieren Sie dafür einfach die jeweilige Punktmenge, am Ende finden Sie die entsprechenden Auflösungen.



Neue Ideen und Projekte lenken mich manchmal von vorherigen ab.
  • Trifft absolut zu: 1 Punkt
  • Trifft überwiegend zu: 2 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 8 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 10 Punkte
Rückschläge entmutigen mich nicht. Ich gebe nicht leicht auf.
  • Trifft absolut zu: 10 Punkte
  • Trifft überwiegend zu: 8 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 2 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 1 Punkt
Ich habe mir oft ein Ziel gesetzt, mich aber später dafür entschieden, ein anderes zu verfolgen.
  • Trifft absolut zu: 1 Punkt
  • Trifft überwiegend zu: 2 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 8 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 10 Punkte
Ich arbeite hart.
  • Trifft absolut zu: 10 Punkte
  • Trifft überwiegend zu: 8 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 2 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 1 Punkt
Ich habe Schwierigkeiten, meinen Fokus auf Projekte beizubehalten, deren Fertigstellung mehr als ein paar Monate dauert.
  • Trifft absolut zu: 1 Punkt
  • Trifft überwiegend zu: 2 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 8 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 10 Punkte
Ich beende alles, was ich begonnen habe.
  • Trifft absolut zu: 10 Punkte
  • Trifft überwiegend zu: 8 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
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  • Trifft gar nicht zu: 1 Punkt
Meine Interessen ändern sich von Jahr zu Jahr.
  • Trifft absolut zu: 1 Punkt
  • Trifft überwiegend zu: 2 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 8 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 10 Punkte
Ich bin fleißig. Ich gebe niemals auf.
  • Trifft absolut zu: 10 Punkte
  • Trifft überwiegend zu: 8 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 2 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 1 Punkt
Ich war vorübergehend von einer bestimmten Sache stark eingenommen, verlor dann aber das Interesse.
  • Trifft absolut zu: 1 Punkt
  • Trifft überwiegend zu: 2 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 8 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 10 Punkte
Ich habe Niederlagen überwunden, um eine wichtige Herausforderung zu meistern.
  • Trifft absolut zu: 10 Punkte
  • Trifft überwiegend zu: 8 Punkte
  • Trifft etwas zu: 5 Punkte
  • Trifft kaum zu: 2 Punkte
  • Trifft gar nicht zu: 1 Punkt




Mehr Grit: So erhöhen Sie Ihre Erfolgschancen

Um mehr Erfolg im Leben zu haben, lohnt es sich, auf andere erfolgreiche Menschen zu schauen: Was eint sie? Was haben sie, das sie vorantreibt und erfolgreich macht? Duckworth tat genau das und untersuchte historische Persönlichkeiten, beobachtete Spitzensportler, führte Interviews. Es kristallisierten sich vier Charaktereigenschaften heraus, die Grit begünstigen.

Duckworth spricht von den sogenannten Aktivposten. Das ist eigentlich ein betriebswirtschaftlicher Begriff, der das Vermögen eines Unternehmens bezeichnet, das aus der Summe aller Vermögensgegenstände besteht. Indem sie auf diesen Begriff zurückgreift, unterstreicht sie die Bedeutung des mentalen Reichtums für den tatsächlichen Erfolg.

Mit diesen vier Aktivposten erhöhen Sie Ihr Grit:

  • Interesse

    Noch bevor Sie Leidenschaft für etwas entwickeln können, müssen Sie Interesse zeigen. Eine offene Einstellung für Dinge haben. Grit kann sich beispielsweise bei der beruflichen Orientierung zeigen, wenn jemand vielleicht bisher nur eine bestimmte Fortbildung im Blick hatte, nun aber von einem anderen Kurs erfährt, der ebenfalls interessant klingt. Die grundsätzliche Offenheit ermöglicht es, Dinge auszuprobieren, die anderenfalls untergegangen und nie entdeckt worden wären. So können sich neue Hobbys und eben auch Leidenschaften für Bereiche entwickeln, in denen Sie peu à peu besser werden.

  • Übung

    Weit verbreitet ist die Ansicht, dass man einfach nur Talent bräuchte und schon würde einem alles zufliegen. Duckworth sieht das anders: Um besser zu werden, müssen Sie trainieren.

    Sie greift damit auf, was auch der Psychologe Anders Ericsson zusammen mit seinen beiden Kollegen Ralf Krampe and Clemens Tesch-Römer bereits in ihrer sogenannten 10.000-Stunden-Regel herausfanden. Den Erfolg wollen alle haben, aber dafür zu arbeiten, kommt nicht für alle infrage. Dabei gilt sowohl für Konzertpianisten als auch Eisläufer und Schachspieler gleichermaßen, dass Übung – neben Leidenschaft, Ausdauer und Disziplin – ein wichtiger Faktor ist.

    Mit dem regelmäßigen Training steigt meist eben auch der Grad der Ausführung, die Perfektion. Bestimmte Handlungen gehen in Fleisch und Blut über, müssen nicht mehr bewusst abgerufen werden. Während Sie diese ausführen, gelangen Sie in den sogenannten Flow, den Zustand, indem sich Herausforderung und eigenes Vermögen, also Fähigkeit, die Waage halten.

  • Sinnhaftigkeit

    Grit entwickelt sich vor allem dann, wenn Sie eine Sinnhaftigkeit in etwas sehen. Neudeutsch wird von Purpose gesprochen, wenn Menschen einen Sinn in ihrem Tun sehen. Wenn sie einen höheren Zweck verfolgen. Hier spielt der große Unterschied zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation mit hinein.

    Sind Menschen extrinsisch motiviert, üben sie beispielsweise einen Job nur wegen der guten Bezahlung aus, schlägt sich das irgendwann auf die Arbeitsleistungen und/oder das Engagement nieder, mit dem jemand arbeitet. Motivatoren wie ein höheres Gehalt oder andere äußere Faktoren halten nicht lange vor. Ist er hingegen intrinsisch motiviert, wird er von sich aus die Beschäftigung mit dem Thema suchen.

    Dabei geht es nicht einfach nur darum, mögliche Überstunden zu arbeiten, sondern aus eigenem Antrieb Dinge zu erforschen. Das muss auch nicht zwangsläufig mit dem eigenen Job zusammenhängen, sondern kann politisch motiviertes Interesse ebenso sein wie der Wunsch, im Sport bessere Leistungen zu erlangen.

  • Zuversicht

    Wie erwähnt, ist Grit ein langfristig angelegter Prozess, ein Marathon. Wer Grit besitzt, hat auch die Vorstellungskraft, sich eine bessere Zukunft auszumalen. Dabei geht es nicht einfach nur um Träumereien, sondern eine gesunde Mischung aus Realismus und Zuversicht.

    Die Fähigkeiten, die vielleicht noch fehlen, können erworben werden. Durch diese Einstellung begünstigen Sie, was Vertreter der Positiven Psychologie wie Martin Seligman und Glücksforscher wie Shawn Achor in diversen Studien nachweisen konnten: Optimisten kommen weiter.

    Wer glücklich ist, steigert seine Produktivität um 31 Prozent. Glückliche Verkäufer haben eine um 37 Prozent höhere Erfolgsquote und glückliche Ärzte stellen um 19 Prozent schnellere und korrektere Diagnosen. Zurückzuführen ist dieses Phänomen einzig auf die Überzeugung, selbst etwas bewirken und ändern zu können. Die amerikanische Psychologin Carol Dweck bezeichnet dies als ein Growth Mindset. Im Gegensatz dazu steht das Fixed Mindset, bei dem jemand eher an Zufälle oder Gene, aber nicht die eigene Kraft glaubt.

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Beruf Lehrer: Studium, Gehalt, Karriere, Bewerbung https://karrierebibel.de/lehrer/ Wed, 08 Apr 2020 11:00:35 +0000 Tilman Schulze https://karrierebibel.de/?p=124273

Das Berufsbild Lehrer ist mit vielen Vorurteilen konfrontiert. Doch Fakt ist, dass der Bildungssektor und insbesondere die Schule maßgeblich dazu beitragen, wie unsere Gesellschaft in Zukunft aussehen soll. Engagierte Lehrer können Schüler zu sozialen und mündigen Bürgern erziehen, die in der Lage sind, sich eigene Meinungen zu bilden und diese zu vertreten. Doch nicht nur aus diesem Grund sind junge und gute Lehrer mehr denn je gefragt…

Studium: Wie wird man Lehrer?

Wer als Lehrer arbeiten möchte, muss zwingend ein Studium absolvieren. Die meisten tun dies an pädagogischen Hochschulen, um später bis zur zehnten Klassenstufe unterrichten zu können. Sie legen zum Abschluss des Studiums das erste (nach dem theoretischen Teil) und das zweite (nach dem praktischen Teil) Staatsexamen ab, das sie zum schulischen Einsatz befähigt. Wer sich auf die Fächer Musik, Sport oder Kunst spezialisiert hat, muss zudem eine gesonderte Aufnahmeprüfung ablegen.

Wer am Gymnasium unterrichten möchte, muss zuvor an der Universität studiert haben, da hierfür detaillierte Fachkenntnisse erforderlich sind. Sie beenden ihr Studium mit dem Masterabschluss.

An Berufsschulen werden zudem inzwischen auch immer häufiger Fachleute aus der Praxis eingesetzt, die eine entsprechende pädagogische Zusatzausbildung absolvieren müssen.

Die Dauer der Studiengänge variiert daher je nach Einsatzmöglichkeiten an der Schule: an den pädagogischen Hochschulen beträgt sie in der Regel mindestens sieben Semester, an den Universitäten mindestens acht Semester. Dazu kommt noch eine Praxisphase, das sogenannte Referendariat, das je nach Bundesland zwischen 18 und 24 Monaten andauert.

Neben den inhaltlichen Fachkenntnissen der entsprechenden Schulfächer (meist sind es zwei), auf die sich die Studenten spezialisiert haben, gibt es weitere Schwerpunkte des Studiums:

  • Didaktik
  • Erziehungswissenschaft
  • Psychologie

Berufsbild: Was macht ein Lehrer?

Es ist schwer, einen gemeinsamen Nennen für alle Lehrer zu finden, außer dass sie Schülern auf unterschiedlichste Art etwas beibringen – unterscheidet sich der Alltag doch stark danach, welches Fachgebiet, welche Schülergruppe, in welcher Schulform und in welchem Bundesland unterrichtet wird. Da Bildung im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland nach wie vor Sache der einzelnen Länder ist, zeigen sich insbesondere im letzten Punkt sehr deutliche Unterschiede, auch bezüglich der angebotenen Schulformen.

Grob kann man jedoch festhalten, dass Lehrer an folgenden Bildungseinrichtungen tätig sind:

  • Grundschulen
  • Hauptschulen
  • Realschulen
  • Werkrealschulen
  • Mittelschulen
  • Gymnasien
  • Berufsschulen
  • Berufskollegs
  • Sonder- und Förderschulen
  • Privatschulen

An den allgemeinbildenden Schulen werden vorrangig die Grundlagen aus den Bereichen Sprachen, Naturwissenschaft und Gesellschaft gelegt und entsprechend vertieft, wohingegen an Berufsschulen eher die praktischen Kenntnisse des jeweiligen Berufes im Vordergrund stehen.

Sämtliche Inhalte sind in den Lehrplänen, die von den Kultusministerien der Länder erstellt werden, genau festgehalten. In der methodischen und didaktischen Gestaltung dieser Inhalte sind die Lehrer allerdings frei.

Wer als Lehrer an einer Förderschule tätig ist, hat es meist mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die in ihrer emotionalen beziehungsweise geistigen Entwicklung beeinträchtigt sind, was die psychischen und die pädagogischen Anforderungen noch einmal zunehmend steigert.

Zwar haben Lehrer in den Schulferien grundsätzlich unterrichtsfrei, sie sind jedoch angehalten, sich regelmäßig weiterzubilden und dem weiteren Verlauf des Schuljahres entsprechend vorzubereiten. Da zu den Schulstunden auch noch das Korrigieren von Haus- und Klassenarbeiten beziehungsweise Leistungstests hinzukommen, hat ein engagierter Lehrer weitaus weniger Freizeit, als das Vorurteil es besagt. Dennoch bleiben vielen Lehrern noch genügend zeitliche Möglichkeiten, sich über den Beruf hinaus anderweitig zu betätigen.

Der Arbeitsmarkt für Lehrer sieht zur Zeit gut aus. In vielen Bundesländern und in vielen Bereichen herrscht großer Lehrermangel – auch dadurch hervorgerufen, dass sich etliche Lehrer in den Ruhestand verabschieden. Daher sind etliche Stellen momentan nicht besetzt.

Gehalt: Was verdient ein Lehrer?

Falls ein Lehrer nicht an einer Privatschule angestellt ist, ist sein Gehalt tariflich festgelegt. Dabei hat jedes Bundesland seinen eigenen Tarifvertrag. Außerdem ergeben sich je nach Berufsstatus weitere Unterschiede. So hat ein Lehrer als Beamter netto mehr von seinem Bruttogehalt übrig als sein angestellter Kollege.

Daher ist es schwer, eine pauschale Aussage über den Verdienst eines Lehrers zu treffen. Es lassen sich jedoch gewisse Spannen bezüglich des Bruttojahresgehaltes festhalten:

  • Grundschullehrer verdienen im Jahr zwischen 36.000 und 52.000 Euro brutto
  • Realschullehrer kommen auf 42.000 bis 58.000 Euro brutto pro Jahr
  • Gymnasiallehrer erhalten zwischen 45.000 und 65.000 Euro als Jahresbrutto

Karriere: Chancen und Aussichten als Lehrer?

Wer als Lehrer tätig sein möchte, hat gute Chancen, einen Job zu bekommen – wenn auch nicht unbedingt direkt an seinem Heimatort. In vielen Bundesländern herrscht ein Mangel an Lehrern, insbesondere in ländlichen Regionen. Häufig ist es jedoch so, dass sich ein Lehrer seinen Einsatzort nicht aussuchen kann. Zentrale Schulbehörden der Länder erfassen freie Stellen und teilen freie Lehrer innerhalb des Bundeslandes nach sozialen Gesichtspunkten zu. Diese Zuteilung ist oftmals recht kompliziert und daher für Außenstehende schwer nachvollziehbar. Dies macht auch Schulwechsel nicht so einfach wie auf einem freien Arbeitsmarkt.

Lehrer können aber auch bei Schulämtern oder anderen Bildungsbehörden selbst im Verwaltungsbereich oder in der Fortbildung arbeiten. Zudem bieten sich an Schulen für erfahrene Lehrer folgende Funktionsstellen:

  • Fachbetreuer
  • Fachberater
  • Abteilungsleiter
  • Stellvertretender Schulleiter
  • Schulleiter
Stellenangebote für Lehrer.

Bewerbung als Lehrer: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Angehende Lehrer sollten eine Reihe von Fähigkeiten und Talenten mitbringen, denn die Arbeit mit Schülern ist nicht immer einfach. Daher sollte sich jeder, der Lehrer werden möchte, bereits vor dem Studium nach folgenden Eigenschaften hinterfragen:

  • Empathie und Einfühlungsvermögen
  • Interesse an Kindern und Jugendlichen
  • Neugier
  • Gute Ausdrucksweise
  • Kreativität
  • Geduld
  • Analytische Fähigkeiten
  • Breites Allgemeinwissen
  • Kritikfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Stressresistenz
  • Teamfähigkeit
  • Zeitmanagement

Bewerbung-Lehrer-Anschreiben-Muster-Vorlage-Beispiel-PDF-WordUm sich für das Berufsbild Lehrer bewerben zu können, haben wir für Sie zudem ein Musteranschreiben verfasst, das Sie sich hier auch gleich bequem als Word-Dokument oder PDF-Datei kostenlos herunterladen und privat nutzen können. Bitte beachten Sie: Unser Anschreiben dient in erster Linie als Vorlage und Formulierungshilfe. Ihre eigene Bewerbung sollten Sie individuell anpassen.

Gerade die Soft Skills sollten im Anschreiben der Bewerbung deutlich gemacht werden. Sie lassen sich zum Beispiel folgendermaßen formulieren:

Bereits während meiner Referendariatszeit habe ich bemerkt, wie eine methodisch und didaktisch vielseitige Arbeit bei den Schülern zu unmittelbaren Lernerfolgen führt. Daher bin ich motiviert, jede Unterrichtsstunde aufs neue individuell und maßgeschneidert vorzubereiten.

Bei der Unterrichtsgestaltung hilft mir meine große Kreativität, die mich schon seit jeher ausgezeichnet hat. Auch mein Gespür für die Bedürfnisse der Schüler und meine Empathiefähigkeit sind für mich in diesem Zusammenhang ein wichtiger Faktor.

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & Lebenslauf

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & LebenslaufUm Ihnen das Schreiben Ihrer Bewerbung zu erleichtern, haben wir für Sie mehr als 80 kostenlose und professionelle Bewerbungsvorlagen erstellen lassen, die Sie sich jederzeit kostenlos als WORD-Datei oder PDF herunterladen und privat nutzen können.

Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese jedes Mal individuell anpassen und etwas umgestalten. Es sähe sicher nicht gut aus, wenn eine(r) Ihrer Mitbewerber(innen) zufällig exakt dieselbe Vorlage verwendet.

Vorlagen und Muster für das Bewerbungsschreiben

Zum Durchblättern der Vorlagen bitte die orangen Pfeile nutzen. Zum Herunterladen der jeweiligen kostenlosen Vorlage einfach auf das Vorschaubild klicken


Initiativbewerbung
Vorlage 1
Initiativbewerbung
Vorlage 2
Blindbewerbung
Vorlage 1
Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Muster Cover Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Blindbewerbung Vorlage Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung für
eine Ausbildung
Bewerbung für
ein Praktikum 1
Bewerbung für
ein Praktikum 2
Bewerbungsschreiben Vorlage Ausbildung Cover Bewerbungsschreiben Praktikum1 Muster Cover Bewerbungsschreiben Praktikum2 Vorlage Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung als
Altenpflegerin
Bewerbungsschreiben
als Erzieherin
Ausbildungsanschreiben
zum Rettungssanitäter
Bewerbung Altenpflegerin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Erzieherin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Ausbildung Rettungssanitaeter Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Beispiel Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Anschreiben für
eine Duale Ausbildung
Bewerbungsschreiben
als Werkstudent
Bewerbung für
eine Masterarbeit
Bewerbungsschreiben Duale Ausbildung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Werkstudent Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Masterarbeit Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Aushilfe
Bewerbungsschreiben
als Verkäufer
Bewerbungsschreiben
für einen Minijob
Bewerbungsschreiben Vorlage Aushilfe Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Verkaeuferin Cover Bewerbungsschreiben Muster Minijob Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung bei der
Deutschen Bahn
Bewerbungsschreiben
für LIDL
Muster für Medizinische
Fachangestellte
Bewerbung Deutsche Bahn Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Fuer Lidl Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Medizinische Fachangestellte Anschreiben Vorlage Muster Beispiel Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung bei der
Bundeswehr
Bewerbungsschreiben
für die Bundespolizei
Bewerbungsschreiben
für den Zoll
Bundeswehr Bewerbung Bewerbungsschreiben Beispiel Muster Cover Bundespolizei Bewerbung Bewerbungsschreiben Muster Cover Bewerbung Zoll Anschreiben Vorlage Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
für ein FSJ
Bewerbungsschreiben
als Projektleiter
Bewerbungsschreiben
als Industriemechaniker
Fsj Bewerbung Anschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Reinigungskraft Bewerbungsschreiben Vorlage Beispiel Muster Cover Bewerbung Als Industriemechaniker Anschreiben Muster Vorlage Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Assistentin
Bewerbungsschreiben
für den Empfang
Bewerbung nach
einer Fortbildung
Bewerbungsvorlage Assistentin Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Empfang Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Fortbildung Anschreiben Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung auf
eine Stellenanzeige
Anschreiben für einen
Projektmanager
Bewerbung als
Krankenschwester
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Key Account Manager Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Projektmanager Muster Cover Bewerbungsschreiben Krankenschwester Vorlage Kostenlos Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung als
Mechatroniker
Bewerbung als
Pädagogin
Bewerbung als
Ausbildungsleiter
Bewerbungsanschreiben Vorlage Mechatroniker Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Paedagogin Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Ausbildungsleiter Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Führungskraft
Bewerbungsschreiben
als Beraterin
Bewerbungsschreiben
als Senior Consultant
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Manager Fuehrungskraft Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Beraterin Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Senior Consultant Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Anschreiben
als Sozialpädagoge
Anschreiben
als Heilpraktiker
Anschreiben
als Friseur
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Anschreiben
als Lokführer
Anschreiben
als Eventmanager
Anschreiben
als Physiotherapeut
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Anschreiben
als Erzieherin
Anschreiben
als Elektriker
Anschreiben
als Informatiker
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung
als Bäcker
Bewerbung
als Zimmermann
Bewerbung
als Dachdecker
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung
als Arzt
Bewerbung
als Kardiologe
Bewerbung
als Gerichtsmediziner
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung
als Sozialarbeiter
Bewerbung
als Psychiater
Bewerbung
als Logopädin
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung
als Ingenieur
Bewerbung
als Architekt
Bewerbung
als Prokurist
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung
als Schauspieler
Bewerbung
als Juwelier
Bewerbung
als Kommissionierer
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau


Vorlagen und Muster für den tabellarischen Lebenslauf





[Bildnachweis: Gorynvd by Shutterstock.com]
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Das Berufsbild Lehrer ist mit vielen Vorurteilen konfrontiert. Doch Fakt ist, dass der Bildungssektor und insbesondere die Schule maßgeblich dazu beitragen, wie unsere Gesellschaft in Zukunft aussehen soll. Engagierte Lehrer können Schüler zu sozialen und mündigen Bürgern erziehen, die in der Lage sind, sich eigene Meinungen zu bilden und diese zu vertreten. Doch nicht nur aus diesem Grund sind junge und gute Lehrer mehr denn je gefragt…

Studium: Wie wird man Lehrer?

Wer als Lehrer arbeiten möchte, muss zwingend ein Studium absolvieren. Die meisten tun dies an pädagogischen Hochschulen, um später bis zur zehnten Klassenstufe unterrichten zu können. Sie legen zum Abschluss des Studiums das erste (nach dem theoretischen Teil) und das zweite (nach dem praktischen Teil) Staatsexamen ab, das sie zum schulischen Einsatz befähigt. Wer sich auf die Fächer Musik, Sport oder Kunst spezialisiert hat, muss zudem eine gesonderte Aufnahmeprüfung ablegen.

Wer am Gymnasium unterrichten möchte, muss zuvor an der Universität studiert haben, da hierfür detaillierte Fachkenntnisse erforderlich sind. Sie beenden ihr Studium mit dem Masterabschluss.

An Berufsschulen werden zudem inzwischen auch immer häufiger Fachleute aus der Praxis eingesetzt, die eine entsprechende pädagogische Zusatzausbildung absolvieren müssen.

Die Dauer der Studiengänge variiert daher je nach Einsatzmöglichkeiten an der Schule: an den pädagogischen Hochschulen beträgt sie in der Regel mindestens sieben Semester, an den Universitäten mindestens acht Semester. Dazu kommt noch eine Praxisphase, das sogenannte Referendariat, das je nach Bundesland zwischen 18 und 24 Monaten andauert.

Neben den inhaltlichen Fachkenntnissen der entsprechenden Schulfächer (meist sind es zwei), auf die sich die Studenten spezialisiert haben, gibt es weitere Schwerpunkte des Studiums:

  • Didaktik
  • Erziehungswissenschaft
  • Psychologie

Berufsbild: Was macht ein Lehrer?

Es ist schwer, einen gemeinsamen Nennen für alle Lehrer zu finden, außer dass sie Schülern auf unterschiedlichste Art etwas beibringen – unterscheidet sich der Alltag doch stark danach, welches Fachgebiet, welche Schülergruppe, in welcher Schulform und in welchem Bundesland unterrichtet wird. Da Bildung im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland nach wie vor Sache der einzelnen Länder ist, zeigen sich insbesondere im letzten Punkt sehr deutliche Unterschiede, auch bezüglich der angebotenen Schulformen.

Grob kann man jedoch festhalten, dass Lehrer an folgenden Bildungseinrichtungen tätig sind:

  • Grundschulen
  • Hauptschulen
  • Realschulen
  • Werkrealschulen
  • Mittelschulen
  • Gymnasien
  • Berufsschulen
  • Berufskollegs
  • Sonder- und Förderschulen
  • Privatschulen

An den allgemeinbildenden Schulen werden vorrangig die Grundlagen aus den Bereichen Sprachen, Naturwissenschaft und Gesellschaft gelegt und entsprechend vertieft, wohingegen an Berufsschulen eher die praktischen Kenntnisse des jeweiligen Berufes im Vordergrund stehen.

Sämtliche Inhalte sind in den Lehrplänen, die von den Kultusministerien der Länder erstellt werden, genau festgehalten. In der methodischen und didaktischen Gestaltung dieser Inhalte sind die Lehrer allerdings frei.

Wer als Lehrer an einer Förderschule tätig ist, hat es meist mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die in ihrer emotionalen beziehungsweise geistigen Entwicklung beeinträchtigt sind, was die psychischen und die pädagogischen Anforderungen noch einmal zunehmend steigert.

Zwar haben Lehrer in den Schulferien grundsätzlich unterrichtsfrei, sie sind jedoch angehalten, sich regelmäßig weiterzubilden und dem weiteren Verlauf des Schuljahres entsprechend vorzubereiten. Da zu den Schulstunden auch noch das Korrigieren von Haus- und Klassenarbeiten beziehungsweise Leistungstests hinzukommen, hat ein engagierter Lehrer weitaus weniger Freizeit, als das Vorurteil es besagt. Dennoch bleiben vielen Lehrern noch genügend zeitliche Möglichkeiten, sich über den Beruf hinaus anderweitig zu betätigen.

Der Arbeitsmarkt für Lehrer sieht zur Zeit gut aus. In vielen Bundesländern und in vielen Bereichen herrscht großer Lehrermangel – auch dadurch hervorgerufen, dass sich etliche Lehrer in den Ruhestand verabschieden. Daher sind etliche Stellen momentan nicht besetzt.

Gehalt: Was verdient ein Lehrer?

Falls ein Lehrer nicht an einer Privatschule angestellt ist, ist sein Gehalt tariflich festgelegt. Dabei hat jedes Bundesland seinen eigenen Tarifvertrag. Außerdem ergeben sich je nach Berufsstatus weitere Unterschiede. So hat ein Lehrer als Beamter netto mehr von seinem Bruttogehalt übrig als sein angestellter Kollege.

Daher ist es schwer, eine pauschale Aussage über den Verdienst eines Lehrers zu treffen. Es lassen sich jedoch gewisse Spannen bezüglich des Bruttojahresgehaltes festhalten:

  • Grundschullehrer verdienen im Jahr zwischen 36.000 und 52.000 Euro brutto
  • Realschullehrer kommen auf 42.000 bis 58.000 Euro brutto pro Jahr
  • Gymnasiallehrer erhalten zwischen 45.000 und 65.000 Euro als Jahresbrutto

Karriere: Chancen und Aussichten als Lehrer?

Wer als Lehrer tätig sein möchte, hat gute Chancen, einen Job zu bekommen – wenn auch nicht unbedingt direkt an seinem Heimatort. In vielen Bundesländern herrscht ein Mangel an Lehrern, insbesondere in ländlichen Regionen. Häufig ist es jedoch so, dass sich ein Lehrer seinen Einsatzort nicht aussuchen kann. Zentrale Schulbehörden der Länder erfassen freie Stellen und teilen freie Lehrer innerhalb des Bundeslandes nach sozialen Gesichtspunkten zu. Diese Zuteilung ist oftmals recht kompliziert und daher für Außenstehende schwer nachvollziehbar. Dies macht auch Schulwechsel nicht so einfach wie auf einem freien Arbeitsmarkt.

Lehrer können aber auch bei Schulämtern oder anderen Bildungsbehörden selbst im Verwaltungsbereich oder in der Fortbildung arbeiten. Zudem bieten sich an Schulen für erfahrene Lehrer folgende Funktionsstellen:

  • Fachbetreuer
  • Fachberater
  • Abteilungsleiter
  • Stellvertretender Schulleiter
  • Schulleiter
Stellenangebote für Lehrer.

Bewerbung als Lehrer: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Angehende Lehrer sollten eine Reihe von Fähigkeiten und Talenten mitbringen, denn die Arbeit mit Schülern ist nicht immer einfach. Daher sollte sich jeder, der Lehrer werden möchte, bereits vor dem Studium nach folgenden Eigenschaften hinterfragen:

  • Empathie und Einfühlungsvermögen
  • Interesse an Kindern und Jugendlichen
  • Neugier
  • Gute Ausdrucksweise
  • Kreativität
  • Geduld
  • Analytische Fähigkeiten
  • Breites Allgemeinwissen
  • Kritikfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Stressresistenz
  • Teamfähigkeit
  • Zeitmanagement

Bewerbung-Lehrer-Anschreiben-Muster-Vorlage-Beispiel-PDF-WordUm sich für das Berufsbild Lehrer bewerben zu können, haben wir für Sie zudem ein Musteranschreiben verfasst, das Sie sich hier auch gleich bequem als Word-Dokument oder PDF-Datei kostenlos herunterladen und privat nutzen können. Bitte beachten Sie: Unser Anschreiben dient in erster Linie als Vorlage und Formulierungshilfe. Ihre eigene Bewerbung sollten Sie individuell anpassen.

Gerade die Soft Skills sollten im Anschreiben der Bewerbung deutlich gemacht werden. Sie lassen sich zum Beispiel folgendermaßen formulieren:

Bereits während meiner Referendariatszeit habe ich bemerkt, wie eine methodisch und didaktisch vielseitige Arbeit bei den Schülern zu unmittelbaren Lernerfolgen führt. Daher bin ich motiviert, jede Unterrichtsstunde aufs neue individuell und maßgeschneidert vorzubereiten.

Bei der Unterrichtsgestaltung hilft mir meine große Kreativität, die mich schon seit jeher ausgezeichnet hat. Auch mein Gespür für die Bedürfnisse der Schüler und meine Empathiefähigkeit sind für mich in diesem Zusammenhang ein wichtiger Faktor.

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & Lebenslauf

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & LebenslaufUm Ihnen das Schreiben Ihrer Bewerbung zu erleichtern, haben wir für Sie mehr als 80 kostenlose und professionelle Bewerbungsvorlagen erstellen lassen, die Sie sich jederzeit kostenlos als WORD-Datei oder PDF herunterladen und privat nutzen können.

Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese jedes Mal individuell anpassen und etwas umgestalten. Es sähe sicher nicht gut aus, wenn eine(r) Ihrer Mitbewerber(innen) zufällig exakt dieselbe Vorlage verwendet.

Vorlagen und Muster für das Bewerbungsschreiben

Zum Durchblättern der Vorlagen bitte die orangen Pfeile nutzen. Zum Herunterladen der jeweiligen kostenlosen Vorlage einfach auf das Vorschaubild klicken


Initiativbewerbung
Vorlage 1
Initiativbewerbung
Vorlage 2
Blindbewerbung
Vorlage 1
Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Muster Cover Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Blindbewerbung Vorlage Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung für
eine Ausbildung
Bewerbung für
ein Praktikum 1
Bewerbung für
ein Praktikum 2
Bewerbungsschreiben Vorlage Ausbildung Cover Bewerbungsschreiben Praktikum1 Muster Cover Bewerbungsschreiben Praktikum2 Vorlage Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung als
Altenpflegerin
Bewerbungsschreiben
als Erzieherin
Ausbildungsanschreiben
zum Rettungssanitäter
Bewerbung Altenpflegerin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Erzieherin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Ausbildung Rettungssanitaeter Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Beispiel Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Anschreiben für
eine Duale Ausbildung
Bewerbungsschreiben
als Werkstudent
Bewerbung für
eine Masterarbeit
Bewerbungsschreiben Duale Ausbildung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Werkstudent Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Masterarbeit Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Aushilfe
Bewerbungsschreiben
als Verkäufer
Bewerbungsschreiben
für einen Minijob
Bewerbungsschreiben Vorlage Aushilfe Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Verkaeuferin Cover Bewerbungsschreiben Muster Minijob Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung bei der
Deutschen Bahn
Bewerbungsschreiben
für LIDL
Muster für Medizinische
Fachangestellte
Bewerbung Deutsche Bahn Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Fuer Lidl Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Medizinische Fachangestellte Anschreiben Vorlage Muster Beispiel Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung bei der
Bundeswehr
Bewerbungsschreiben
für die Bundespolizei
Bewerbungsschreiben
für den Zoll
Bundeswehr Bewerbung Bewerbungsschreiben Beispiel Muster Cover Bundespolizei Bewerbung Bewerbungsschreiben Muster Cover Bewerbung Zoll Anschreiben Vorlage Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
für ein FSJ
Bewerbungsschreiben
als Projektleiter
Bewerbungsschreiben
als Industriemechaniker
Fsj Bewerbung Anschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Reinigungskraft Bewerbungsschreiben Vorlage Beispiel Muster Cover Bewerbung Als Industriemechaniker Anschreiben Muster Vorlage Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Assistentin
Bewerbungsschreiben
für den Empfang
Bewerbung nach
einer Fortbildung
Bewerbungsvorlage Assistentin Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Empfang Anschreiben Cover Bewerbungsvorlage Fortbildung Anschreiben Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung auf
eine Stellenanzeige
Anschreiben für einen
Projektmanager
Bewerbung als
Krankenschwester
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Key Account Manager Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Projektmanager Muster Cover Bewerbungsschreiben Krankenschwester Vorlage Kostenlos Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung als
Mechatroniker
Bewerbung als
Pädagogin
Bewerbung als
Ausbildungsleiter
Bewerbungsanschreiben Vorlage Mechatroniker Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Paedagogin Muster Cover Bewerbungsanschreiben Vorlage Ausbildungsleiter Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Führungskraft
Bewerbungsschreiben
als Beraterin
Bewerbungsschreiben
als Senior Consultant
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Manager Fuehrungskraft Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Beraterin Muster Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Senior Consultant Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Anschreiben
als Sozialpädagoge
Anschreiben
als Heilpraktiker
Anschreiben
als Friseur
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Anschreiben
als Lokführer
Anschreiben
als Eventmanager
Anschreiben
als Physiotherapeut
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Anschreiben
als Erzieherin
Anschreiben
als Elektriker
Anschreiben
als Informatiker
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung
als Bäcker
Bewerbung
als Zimmermann
Bewerbung
als Dachdecker
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung
als Arzt
Bewerbung
als Kardiologe
Bewerbung
als Gerichtsmediziner
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung
als Sozialarbeiter
Bewerbung
als Psychiater
Bewerbung
als Logopädin
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung
als Ingenieur
Bewerbung
als Architekt
Bewerbung
als Prokurist
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung
als Schauspieler
Bewerbung
als Juwelier
Bewerbung
als Kommissionierer
Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos Bewerbungsschreiben Vorlage Kostenlos
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau


Vorlagen und Muster für den tabellarischen Lebenslauf





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Made my day: Was uns den Tag verschönt https://karrierebibel.de/made-my-day/ Wed, 08 Apr 2020 09:00:58 +0000 Anja Rassek https://karrierebibel.de/?p=119492

Oft sind es Kleinigkeiten, positive Begegnungen oder Erlebnisse, die unsere Stimmung heben und so den ganzen Tag aufhellen und überstrahlen. Made my day stammt dabei als Redewendung aus dem englischen Sprachgebrauch, ist aber auch hierzulande immer häufiger zu hören – jemand hat Ihren Tag gerettet. Selbst aus einem bisher schlechten Tag wird durch ein einziges Highlight etwas Besonderes. So ist Made my day auch ein guter Vorsatz, um nicht immer nur an sich selbst zu denken, sondern anderen einen schönen Tag zu bescheren. Das ist oft leichter, als Sie es sich vorstellen und macht viele Menschen glücklich. Was es mit Made my day auf sich hat und wie Sie sich und anderen den Tag verschönern können…

Welche Bedeutung hat Made my day?

Made my day Bedeutung meaningDurch diverse Chatforen und Social-Media-Kanäle hat es die Redewendung bis hierher zu enormer Popularität geschafft: „Made my day“ – gerne auch mit einem Smiley oder Emoji dahinter – ist eine beliebte Formulierung, wenn sich jemand über etwas so sehr freut, dass es den ganzen Tag überstrahlt.

Wortwörtlich würde „made my day“ mit „(etwas/das) machte meinen Tag“ übersetzt. Sinngemäß steht es für:

  • Das hat mir den Tag gerettet.
  • Das hat mir den Tag versüßt.
  • Das hat mich absolut glücklich gemacht.
  • Das hat mich wahnsinnig gefreut.

„Made my day“ findet man zwar nicht unbedingt wörtlich als Redewendung im Job. Aber die Bürosprache verwendet in Mails gerne auch englischsprachige Kürzel, sodass „made my day“ inzwischen als YMMD eine Erwiderung oder ein Kommentar sein kann.

YMMD ist genau genommen die Abkürzung für die Langfassung des Ausspruches „you made my day“, also Du hast mir den Tag versüßt/gerettet. Es ist ein kurzes Dankeschön an einen Kollegen oder eine Person, die uns einen schönen Moment geschenkt hat.

Corona: Made my Day gegen Lagerkoller

Made my Day Sprüche lustig CoronaWann wenn nicht in Krisenzeiten braucht es etwas Ablenkung? So eine Lage ist derzeit mit dem Coronavirus gegeben. Die Ungewissheit, wie lange Menschen noch berufliche und private Einschränkungen hinnehmen müssen, drückt die Stimmung. Die Angst um liebe Freunde und Angehörige, vielleicht auch Sorge um die eigene Gesundheit schwebt ohnehin über allem.

Während die einen im Homeoffice plötzlich Kinderbetreuung und Arbeit realisieren müssen, bangen andere in Kurzarbeit um ihren Job, vielleicht sogar die ganze Branche. Und alle kämpfen irgendwie gegen den Lagerkoller an.

Humor ist wirklich die beste Medizin. Um nicht die Hoffnung zu verlieren und sich selbst gewissermaßen einzunorden: Das ist gerade eine Durststrecke, aber wir überstehen sie.



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Woher kommt „made my day“ eigentlich?

Im Netz kursieren unterschiedliche Ansichten darüber, wie die Redewendung „made my day“ zustande gekommen ist. Einen Hinweis gibt ein Brauch im britischen Kulturbereich: Die Briten schreiben Karten für alles und jeden. Die Kartenabteilung eines schnöden Supermarktes würde so manches Schreibwarenfachgeschäft hierzulande vor Neid erblassen lassen.

Kein Anlass zu nichtig, keine Person zu fremd, um nicht mit einer Dankeskarte gewürdigt zu werden. Diese Karten enthalten gerne den Schriftzug „You made my day – thank you!“ oder „Thank you for making my day!“ Das mag mit der den Briten häufig nachgesagten Höflichkeit zusammenhängen, ist aber in jedem Fall ein netter Zug.

Andere vermuten niemand Geringeren als den Schauspieler Clint Eastwood als Urheber von „made my day“. Dazu muss man wissen, dass der in der Rolle des Cops „Dirty Harry“ im Film gerne den Ausspruch „make my day“ an seine Kontrahenten richtete.

Hier ist der Spruch (man beachte das Präsens) aber weniger Ausdruck eines Dankes, als vielmehr eine Drohung, dass der andere ruhig seinen Revolver ziehen möge: Clint Eastwood als Held ist natürlich in jedem Fall schneller und triumphiert – am Ende gibt es einen Bösewicht weniger!

Made My Day (MMD) als Trend auf Social Media

Klar ist: Das Internet dürfte zur Verbreitung des Ausspruchs und Kultstatus beigetragen haben. Auf Facebook, Instagram, Youtube und anderen Social Media Kanälen finden sich gleichnamige und äußerst erfolgreiche Seiten.

Seiten wie Made My Day, aber ebenso Wordporn oder Unnützes Wissen bieten ihren Konsumenten ein buntes Sammelsurium aus Lifehacks (beispielsweise bei Youtube-Videos), interessanten Fakten, absurden Alltagsgeschichten, unglaublicher Situationskomik und Witzen.

Lustige Bildchen und Sprüche, aber auch Lebensweisheiten zum Nachdenken werden mit Hingabe geteilt.

Schnell ein Bild über Whatsapp verschickt und wieder jemanden die Laune gerettet – es kann so leicht sein, Gutes zu tun.

Einige der schönsten Sprüche haben wir hier beispielhaft für Sie ausgewählt:



Made My Day Spruchbild1

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Einstellung: Made my day als Lebensweise

Als kurzweiliger Zeitvertreib ist Made my day bereits beliebt. Sie können die unscheinbare Redewendung aber auch als größere Inspiration nutzen, um sich darauf zu besinnen, dass das Leben mehr zu bieten hat, als Langeweile, schlechte Laune und negative Nachrichten.

Viel zu oft sind Menschen im Alltagstrott gefangen, durchlaufen tagein, tagaus dieselbe Routine, funktionieren einfach nur. Natürlich gibt es schlechte Tage ohne erkennbare Höhepunkte: Wir stehen mit dem falschen Bein auf, der Chef ist knurrig, der Kunde unzufrieden – Shit happens. Allerdings spielt auch die eigene Erwartungshaltung eine Rolle: Nicht jeder Tag hält einen Lottogewinn parat.

Wichtiger ist es, die eigene Lebenseinstellung zu überprüfen, ob wir überhaupt noch die unzähligen kleinen Dinge sehen oder ob die bereits völlig selbstverständlich geworden sind? Vielleicht hat jemand Ihnen ein Kompliment gemacht, der Kassierer war besonders nett oder der Chef hat noch mal ein Auge zugedrückt. Es muss nicht das große Feuerwerk oder das Highlight des Jahres sein. Lernen Sie, die unscheinbaren Dinge zu schätzen und sich davon den Tag versüßen zu lassen.

Damit einher geht Dankbarkeit anderen Menschen gegenüber. Ein kurzes you made my day oder Du hast mir gerade den Tag gerettet… dauert wenige Sekunden, ist aber wichtiger Ausdruck Ihrer Wertschätzung.

Im besten Fall entsteht eine Kettenreaktion, in der immer mehr Menschen sich bemühen, ihrem Umfeld den Tag zu versüßen.

Kleinigkeiten, die Ihnen den Tag versüßen können

Made my day Bedeutung Sprüche Witze InstagramDie Dinge, die Ihnen den Tag retten können, sind meist lediglich Kleinigkeiten – kurze Augenblicke, die Sekunden oder höchstens ein paar Minuten andauern. Trotzdem kann ein einzelner Moment ausreichen, um zu sagen Made my day!

Entscheidend ist nicht die Dauer oder Häufigkeit von besonderen Augenblicken, sondern die Aufmerksamkeit, die Sie diesen Kleinigkeiten schenken. Wir haben einige Beispiele zusammengetragen, die den eigenen Tag versüßen können:

  • Ein sympathisches Lächeln, mit dem Sie begrüßt werden.
  • Eine helfende Hand, wenn Sie gerade unter Stress stehen.
  • Ein kurzer Anruf oder eine Nachricht von einem Freund, der an Sie denkt.
  • Ein leckeres Getränk, das der Kollegen Ihnen mitbringt.
  • Eine liebevolle Geste, die Anteilnahme zeigt.
  • Ein gutes Essen, das Sie gekocht haben oder das für Sie gekocht wurde.

Made my day: 9 Tipps, wie Sie den Tag anderer retten

Anderen den Tag zu versüßen steht ganz in dem Sinne von Geben und Nehmen. Der Volksmund weiß bereits: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Und so wie wir uns über eine kleine Aufmerksamkeit freuen, können wir auch unseren Freunden, Kollegen und Mitmenschen eine kleine Freude bereiten, ihnen den Tag versüßen.

In der allgemeinen Hektik gehen die wirklich wichtigen Dinge im Leben teilweise unter. Höfliches Miteinander wird selbstverständlich angesehen – sollte es einerseits auch sein. Aber das funktioniert natürlich nur, wenn alle das so sehen. Stattdessen sind manche viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als auf ihre Umgebung zu achten.

Achtsamkeit sich selbst gegenüber ist eine feine Sache – solange sie nicht in Egozentrik ausartet. Daher hier einige Beispiele, wie Sie dazu beitragen können, dass andere sagen: You made my day!

  • Bieten Sie etwas Süßes an

    Wir nehmen „den Tag versüßen“ gleich wörtlich: Fast jeder mag Schokolade. Stellen Sie ein paar Kekse oder Süßigkeiten auf Ihren Schreibtisch. Sie werden sich wundern, wie beliebt Sie auf einmal werden! Schöner Nebeneffekt: Im Plausch mit dem Kollegen erfahren Sie häufig die neusten Meldungen, die gerade kursieren.

  • Halten Sie anderen die Tür auf

    Sie betreten in einem Pulk von Menschen das große Kaufhaus, dessen Schwingtüren von Hand geöffnet werden müssen? Dann denken Sie bitte auch an die Menschen nach Ihnen.

  • Denken Sie im Urlaub an andere

    Natürlich nicht nur im Sinne von: „Ätsch, ich liege hier am Palmenstrand, während ihr bei nass-trüben Wetter schuften müsst“, sondern in Form einer Urlaubskarte oder eines kleinen Souvenirs.

  • Spenden Sie für einen guten Zweck

    Viele gemeinnützige Einrichtungen sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Ganz gleich, ob das örtliche Tierheim, eine Jugendhilfe oder kulturelle Einrichtungen – Spenden oder ehrenamtliche Arbeit sind immer willkommen.

  • Lassen Sie jemanden vor

    Während Sie noch die letzten Teile Ihres Wocheneinkaufs auf das überbordende Band an der Kasse packen, stellt sich der nächste Kunde hinter Ihnen mit sage und schreibe einem Teil an. Wie wäre es, wenn Sie ihn vorließen? Viele Menschen trauen sich aus Angst vor Zurückweisung nicht zu fragen. Sie kostet diese kleine Geste nichts und Sie können sich sicher sein, dass er sich freuen wird.

  • Tragen Sie der älteren Nachbarin die Einkäufe hoch

    Viele ältere Herrschaften leben allein. Selbst wenn Familienangehörige da sind, können sie nicht immer zur Stelle sein. Bieten Sie Ihren Nachbarn Hilfe an, wenn Sie vermuten, dass es allein beschwerlich für sie sein könnte.

  • Übernehmen Sie die Schicht

    Ihre Kollegin ist für die Spätschicht eingetragen, braucht aber den Samstag dringend frei? Helfen Sie aus. Eine Hand wäscht die andere – gerade in Berufen mit Wechselschichten muss man sich aufeinander verlassen können.

  • Geben Sie Trinkgeld

    Häufig sind Jobs im Dienstleistungssektor nicht die bestbezahltesten. Machen Sie dem Kellner im Restaurant, dem Zimmermädchen im Hotel oder dem Taxifahrer eine Freude, indem Sie ein gutes Trinkgeld geben.

  • Lächeln Sie andere an

    Die vermutlich entwaffnendste Art ist, andere anzulächeln. Die merken teilweise gar nicht, wie verkniffen oder grimmig sie gucken – bis sich ihr Gesicht aufhellt, weil sie freundlich angelächelt werden. Wie bei einem Reflex kann man fast gar nicht anders, als zurückzulächlen – Spiegelneuronen stecken dahinter.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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Oft sind es Kleinigkeiten, positive Begegnungen oder Erlebnisse, die unsere Stimmung heben und so den ganzen Tag aufhellen und überstrahlen. Made my day stammt dabei als Redewendung aus dem englischen Sprachgebrauch, ist aber auch hierzulande immer häufiger zu hören – jemand hat Ihren Tag gerettet. Selbst aus einem bisher schlechten Tag wird durch ein einziges Highlight etwas Besonderes. So ist Made my day auch ein guter Vorsatz, um nicht immer nur an sich selbst zu denken, sondern anderen einen schönen Tag zu bescheren. Das ist oft leichter, als Sie es sich vorstellen und macht viele Menschen glücklich. Was es mit Made my day auf sich hat und wie Sie sich und anderen den Tag verschönern können…

Welche Bedeutung hat Made my day?

Made my day Bedeutung meaningDurch diverse Chatforen und Social-Media-Kanäle hat es die Redewendung bis hierher zu enormer Popularität geschafft: „Made my day“ – gerne auch mit einem Smiley oder Emoji dahinter – ist eine beliebte Formulierung, wenn sich jemand über etwas so sehr freut, dass es den ganzen Tag überstrahlt.

Wortwörtlich würde „made my day“ mit „(etwas/das) machte meinen Tag“ übersetzt. Sinngemäß steht es für:

  • Das hat mir den Tag gerettet.
  • Das hat mir den Tag versüßt.
  • Das hat mich absolut glücklich gemacht.
  • Das hat mich wahnsinnig gefreut.

„Made my day“ findet man zwar nicht unbedingt wörtlich als Redewendung im Job. Aber die Bürosprache verwendet in Mails gerne auch englischsprachige Kürzel, sodass „made my day“ inzwischen als YMMD eine Erwiderung oder ein Kommentar sein kann.

YMMD ist genau genommen die Abkürzung für die Langfassung des Ausspruches „you made my day“, also Du hast mir den Tag versüßt/gerettet. Es ist ein kurzes Dankeschön an einen Kollegen oder eine Person, die uns einen schönen Moment geschenkt hat.

Corona: Made my Day gegen Lagerkoller

Made my Day Sprüche lustig CoronaWann wenn nicht in Krisenzeiten braucht es etwas Ablenkung? So eine Lage ist derzeit mit dem Coronavirus gegeben. Die Ungewissheit, wie lange Menschen noch berufliche und private Einschränkungen hinnehmen müssen, drückt die Stimmung. Die Angst um liebe Freunde und Angehörige, vielleicht auch Sorge um die eigene Gesundheit schwebt ohnehin über allem.

Während die einen im Homeoffice plötzlich Kinderbetreuung und Arbeit realisieren müssen, bangen andere in Kurzarbeit um ihren Job, vielleicht sogar die ganze Branche. Und alle kämpfen irgendwie gegen den Lagerkoller an.

Humor ist wirklich die beste Medizin. Um nicht die Hoffnung zu verlieren und sich selbst gewissermaßen einzunorden: Das ist gerade eine Durststrecke, aber wir überstehen sie.



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Woher kommt „made my day“ eigentlich?

Im Netz kursieren unterschiedliche Ansichten darüber, wie die Redewendung „made my day“ zustande gekommen ist. Einen Hinweis gibt ein Brauch im britischen Kulturbereich: Die Briten schreiben Karten für alles und jeden. Die Kartenabteilung eines schnöden Supermarktes würde so manches Schreibwarenfachgeschäft hierzulande vor Neid erblassen lassen.

Kein Anlass zu nichtig, keine Person zu fremd, um nicht mit einer Dankeskarte gewürdigt zu werden. Diese Karten enthalten gerne den Schriftzug „You made my day – thank you!“ oder „Thank you for making my day!“ Das mag mit der den Briten häufig nachgesagten Höflichkeit zusammenhängen, ist aber in jedem Fall ein netter Zug.

Andere vermuten niemand Geringeren als den Schauspieler Clint Eastwood als Urheber von „made my day“. Dazu muss man wissen, dass der in der Rolle des Cops „Dirty Harry“ im Film gerne den Ausspruch „make my day“ an seine Kontrahenten richtete.

Hier ist der Spruch (man beachte das Präsens) aber weniger Ausdruck eines Dankes, als vielmehr eine Drohung, dass der andere ruhig seinen Revolver ziehen möge: Clint Eastwood als Held ist natürlich in jedem Fall schneller und triumphiert – am Ende gibt es einen Bösewicht weniger!

Made My Day (MMD) als Trend auf Social Media

Klar ist: Das Internet dürfte zur Verbreitung des Ausspruchs und Kultstatus beigetragen haben. Auf Facebook, Instagram, Youtube und anderen Social Media Kanälen finden sich gleichnamige und äußerst erfolgreiche Seiten.

Seiten wie Made My Day, aber ebenso Wordporn oder Unnützes Wissen bieten ihren Konsumenten ein buntes Sammelsurium aus Lifehacks (beispielsweise bei Youtube-Videos), interessanten Fakten, absurden Alltagsgeschichten, unglaublicher Situationskomik und Witzen.

Lustige Bildchen und Sprüche, aber auch Lebensweisheiten zum Nachdenken werden mit Hingabe geteilt.

Schnell ein Bild über Whatsapp verschickt und wieder jemanden die Laune gerettet – es kann so leicht sein, Gutes zu tun.

Einige der schönsten Sprüche haben wir hier beispielhaft für Sie ausgewählt:



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Einstellung: Made my day als Lebensweise

Als kurzweiliger Zeitvertreib ist Made my day bereits beliebt. Sie können die unscheinbare Redewendung aber auch als größere Inspiration nutzen, um sich darauf zu besinnen, dass das Leben mehr zu bieten hat, als Langeweile, schlechte Laune und negative Nachrichten.

Viel zu oft sind Menschen im Alltagstrott gefangen, durchlaufen tagein, tagaus dieselbe Routine, funktionieren einfach nur. Natürlich gibt es schlechte Tage ohne erkennbare Höhepunkte: Wir stehen mit dem falschen Bein auf, der Chef ist knurrig, der Kunde unzufrieden – Shit happens. Allerdings spielt auch die eigene Erwartungshaltung eine Rolle: Nicht jeder Tag hält einen Lottogewinn parat.

Wichtiger ist es, die eigene Lebenseinstellung zu überprüfen, ob wir überhaupt noch die unzähligen kleinen Dinge sehen oder ob die bereits völlig selbstverständlich geworden sind? Vielleicht hat jemand Ihnen ein Kompliment gemacht, der Kassierer war besonders nett oder der Chef hat noch mal ein Auge zugedrückt. Es muss nicht das große Feuerwerk oder das Highlight des Jahres sein. Lernen Sie, die unscheinbaren Dinge zu schätzen und sich davon den Tag versüßen zu lassen.

Damit einher geht Dankbarkeit anderen Menschen gegenüber. Ein kurzes you made my day oder Du hast mir gerade den Tag gerettet… dauert wenige Sekunden, ist aber wichtiger Ausdruck Ihrer Wertschätzung.

Im besten Fall entsteht eine Kettenreaktion, in der immer mehr Menschen sich bemühen, ihrem Umfeld den Tag zu versüßen.

Kleinigkeiten, die Ihnen den Tag versüßen können

Made my day Bedeutung Sprüche Witze InstagramDie Dinge, die Ihnen den Tag retten können, sind meist lediglich Kleinigkeiten – kurze Augenblicke, die Sekunden oder höchstens ein paar Minuten andauern. Trotzdem kann ein einzelner Moment ausreichen, um zu sagen Made my day!

Entscheidend ist nicht die Dauer oder Häufigkeit von besonderen Augenblicken, sondern die Aufmerksamkeit, die Sie diesen Kleinigkeiten schenken. Wir haben einige Beispiele zusammengetragen, die den eigenen Tag versüßen können:

  • Ein sympathisches Lächeln, mit dem Sie begrüßt werden.
  • Eine helfende Hand, wenn Sie gerade unter Stress stehen.
  • Ein kurzer Anruf oder eine Nachricht von einem Freund, der an Sie denkt.
  • Ein leckeres Getränk, das der Kollegen Ihnen mitbringt.
  • Eine liebevolle Geste, die Anteilnahme zeigt.
  • Ein gutes Essen, das Sie gekocht haben oder das für Sie gekocht wurde.

Made my day: 9 Tipps, wie Sie den Tag anderer retten

Anderen den Tag zu versüßen steht ganz in dem Sinne von Geben und Nehmen. Der Volksmund weiß bereits: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Und so wie wir uns über eine kleine Aufmerksamkeit freuen, können wir auch unseren Freunden, Kollegen und Mitmenschen eine kleine Freude bereiten, ihnen den Tag versüßen.

In der allgemeinen Hektik gehen die wirklich wichtigen Dinge im Leben teilweise unter. Höfliches Miteinander wird selbstverständlich angesehen – sollte es einerseits auch sein. Aber das funktioniert natürlich nur, wenn alle das so sehen. Stattdessen sind manche viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als auf ihre Umgebung zu achten.

Achtsamkeit sich selbst gegenüber ist eine feine Sache – solange sie nicht in Egozentrik ausartet. Daher hier einige Beispiele, wie Sie dazu beitragen können, dass andere sagen: You made my day!

  • Bieten Sie etwas Süßes an

    Wir nehmen „den Tag versüßen“ gleich wörtlich: Fast jeder mag Schokolade. Stellen Sie ein paar Kekse oder Süßigkeiten auf Ihren Schreibtisch. Sie werden sich wundern, wie beliebt Sie auf einmal werden! Schöner Nebeneffekt: Im Plausch mit dem Kollegen erfahren Sie häufig die neusten Meldungen, die gerade kursieren.

  • Halten Sie anderen die Tür auf

    Sie betreten in einem Pulk von Menschen das große Kaufhaus, dessen Schwingtüren von Hand geöffnet werden müssen? Dann denken Sie bitte auch an die Menschen nach Ihnen.

  • Denken Sie im Urlaub an andere

    Natürlich nicht nur im Sinne von: „Ätsch, ich liege hier am Palmenstrand, während ihr bei nass-trüben Wetter schuften müsst“, sondern in Form einer Urlaubskarte oder eines kleinen Souvenirs.

  • Spenden Sie für einen guten Zweck

    Viele gemeinnützige Einrichtungen sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Ganz gleich, ob das örtliche Tierheim, eine Jugendhilfe oder kulturelle Einrichtungen – Spenden oder ehrenamtliche Arbeit sind immer willkommen.

  • Lassen Sie jemanden vor

    Während Sie noch die letzten Teile Ihres Wocheneinkaufs auf das überbordende Band an der Kasse packen, stellt sich der nächste Kunde hinter Ihnen mit sage und schreibe einem Teil an. Wie wäre es, wenn Sie ihn vorließen? Viele Menschen trauen sich aus Angst vor Zurückweisung nicht zu fragen. Sie kostet diese kleine Geste nichts und Sie können sich sicher sein, dass er sich freuen wird.

  • Tragen Sie der älteren Nachbarin die Einkäufe hoch

    Viele ältere Herrschaften leben allein. Selbst wenn Familienangehörige da sind, können sie nicht immer zur Stelle sein. Bieten Sie Ihren Nachbarn Hilfe an, wenn Sie vermuten, dass es allein beschwerlich für sie sein könnte.

  • Übernehmen Sie die Schicht

    Ihre Kollegin ist für die Spätschicht eingetragen, braucht aber den Samstag dringend frei? Helfen Sie aus. Eine Hand wäscht die andere – gerade in Berufen mit Wechselschichten muss man sich aufeinander verlassen können.

  • Geben Sie Trinkgeld

    Häufig sind Jobs im Dienstleistungssektor nicht die bestbezahltesten. Machen Sie dem Kellner im Restaurant, dem Zimmermädchen im Hotel oder dem Taxifahrer eine Freude, indem Sie ein gutes Trinkgeld geben.

  • Lächeln Sie andere an

    Die vermutlich entwaffnendste Art ist, andere anzulächeln. Die merken teilweise gar nicht, wie verkniffen oder grimmig sie gucken – bis sich ihr Gesicht aufhellt, weil sie freundlich angelächelt werden. Wie bei einem Reflex kann man fast gar nicht anders, als zurückzulächlen – Spiegelneuronen stecken dahinter.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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Reputation: Die Bedeutung für Ihre Karriere https://karrierebibel.de/reputation/ Wed, 08 Apr 2020 06:00:11 +0000 Tilman Schulze https://karrierebibel.de/?p=119869

Was für eine Reputation! Wer möchte nicht gerne positiv wahrgenommen werden? In der Firma gilt man als leuchtender Stern mit bestem Ruf, Kunden haben gleich ein gutes Gefühl, wenn die gute Reputation einem Mitarbeiter voraus eilt. Und die Arbeitgeber reißen sich um ihn… Eine exzellente Reputation kann die Karriere vorantreiben und zu großem Erfolg führen. Doch um sie zu erlangen, reicht es nicht aus, nur brav seine Arbeit zu leisten und Erwartungen zu erfüllen. Positive Reputation braucht mehr – gleichzeitig sollten Sie einen schlechten Ruf tunlichst verhindern. Hier erfahren Sie, warum die Reputation so wichtig für Ihre Karriere ist und mit welchen Tipps Sie Ihre Reputation verbessern und ausbauen…

Definition: Was ist Reputation?

Definition: Was ist Reputation?Reputation wird häufig mit positivem Image gleich gesetzt. Die beiden ähneln sich zwar, der Vergleich hinkt aber trotzdem und gleichsetzen sollte man Reputation und Image nicht. Zum einen können Sie sich ein Image – im Gegensatz zur Reputation – mit ein wenig Mühe selbst verpassen, zum anderen spiegelt Image einen eher kurzfristigen Gesamteindruck wieder. Dieser kann jedoch ebenso schnell wieder in Vergessenheit geraten, wie er entstanden ist.

Im Gegensatz dazu beruht Reputation auf einem langfristigen Bild, das andere von Ihnen haben. Im beruflichen Kontext sind das in der Regel Ihre Kollegen, der Chef oder auch Kunden, mit denen Sie zusammenarbeiten. Privat können Sie ebenfalls eine Reputation haben, die dabei nicht der im Job entsprechen muss.

Der Begriff Reputation kann somit eher synonym mit Ansehen, Stellung oder sogar Prestige genutzt werden. Er beruht auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

Die Reputation ist somit die vorherrschende Meinung und Einschätzung, sowie die Attribute und Eigenschaften, die mit einer Person (oder auch einer Organisation) verbunden werden. Dabei geht es nicht nur um einen Blick in die Vergangenheit, sondern auch eine Prognose und Einschätzung des zukünftigen Verhaltens.

Wenn Sie sich eine Reputation als verantwortungsbewusster, leistungsfähiger und selbstständiger Mitarbeiter aufgebaut haben, geht Ihr Chef davon aus, dass Sie diesem Bild auch in Zukunft entsprechen werden. Ihre Reputation ist somit immer auch eine Erwartung und ein Versprechen.

Dabei können Sie als Einzelperson eine Reputation aufbauen, doch auch Unternehmen streben gerne danach, in der Öffentlichkeit einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Insbesondere Arbeitgeber, die Top-Talente anziehen und hochqualifizierte Mitarbeiter in den eigenen Reihen halten wollen. Diese Form der Reputation von Unternehmen wir als Employer Branding bezeichnet.

Nicht wenige investieren dafür viel Geld, um das Marketing voranzutreiben und eine gute Reputation aufzubauen. Mehr Schein als Sein bringt in diesem Fall jedoch nichts. Schaut man auf den Vertrauensindex, so finden sich dort Unternehmen, die nicht darüber reden, sondern seit Jahrzehnten vormachen, wie ein guter Arbeitgeber sich verhalten sollte. Wer nichts tut, kann sich auch keine Reputation erarbeiten.

Für Unternehmen hat die Reputation zudem einen großen Wert, um Kunden zu gewinnen und sich von der Konkurrenz am Markt abzuheben. Oftmals spielt bei einer Kaufentscheidung nicht nur das Produkt und dessen Qualitäten eine Rolle, sondern auch der Name und die damit verbundene Reputation des Herstellers. Somit zählt die Reputation zu den immateriellen Vermögenswerten einer Organisation und kann direkt den Wert des gesamten Betriebs steigern.

Reputation: So wichtig ist sie in der Arbeitswelt

Reputation deutsch synonym positiv negativ schlechtBei Arbeitnehmern ist dies nicht anders. Reputation beruht immer darauf, dass sie langfristige Werte wie Zuverlässigkeit und verantwortliches Handeln unter Beweis gestellt haben.

Insbesondere in den asiatischen Ländern spielt Reputation eine wesentliche Rolle. Ein Gesichtsverlust ist das Schlimmste, was einem in diesem Kulturkreis passieren kann. Allein die Frage „Warum hast du das so gemacht?“, kann dort schon kräftig am öffentlichen Bild und somit an der Ehre kratzen.

Hierzulande hat der Begriff der Reputation zwar keine solch überhöhte Bedeutung. Wichtig für Ihre Karriere ist er aber allemal: Wer einen hervorragenden und nicht nur einen einwandfreien Ruf besitzt, wird zum Beispiel eher befördert. Auf lange Sicht spricht sich das Verhalten, das Sie an den Tag legen, herum.

Dazu zählt insbesondere ihr Verhältnis gegenüber Vorgesetzten und Kollegen. Wer in seinem Berufsleben Reputation erlangt hat, ist beispielsweise dafür bekannt, seinen Teammitgliedern häufig unterstützend unter die Arme zu greifen.

Oder er hat seinen Chef des Öfteren mit neuen Ideen davon überzeugt, dass er mitdenkt. Eine gute Reputation ist ein wichtiger Erfolgsfaktor und sogar bares Geld wert. Ihr Chef wird bereit sein, mehr zu zahlen, um Ihre Qualität zu halten – und wenn die Reputation auch andere Unternehmen erreicht, bekommen Sie möglicherweise noch bessere Angebote.

Schlechte Reputation: Darum ist sie schwer loszuwerden

Wird von Reputation gesprochen, ist damit meist die positive Reputation gemeint. Leider ist ein solch gutes Bild viel schwerer zu erarbeiten und zu erhalten als eine schlechte Reputation. Oft reicht schon ein einzelner schlechter Eindruck, um sich auf lange Zeit bei Kollegen, Chef oder Kunden einzuprägen.

Haben Sie erst einmal die Reputation als unzuverlässig, egoistisch, verantwortungslos, unpünktlich oder anderer unschmeichelhafter Adjektive, ist es ein hartes Stück Arbeit, diese wieder loszuwerden und stattdessen eine positive Reputation aufzubauen.

Der Grund dahinter sind die oben angesprochenen Erwartungen, die mit einer Reputation verbunden sind. Ihr Umfeld geht davon aus, dass Sie sich auch in Zukunft entsprechend Ihrer schlechten Reputation verhalten werden – unabhängig davon, ob Sie diese zurecht erhalten haben oder ob Sie Besserung geloben. Zu groß ist die Angst, sich selbst im Nachhinein eingestehen zu müssen: Ich hätte es besser wissen sollen…

Idealerweise schaffen Sie es, erst gar keine schlechte Reputation zu erhalten und gleich an einem guten Ruf zu arbeiten – dazu finden Sie weiter unten im Artikel zahlreiche Tipps und Möglichkeiten. Sollten Sie aber doch mit einer schlechten Reputation zu kämpfen haben, können die folgenden Tipps helfen:

  • Punkten Sie mit Beständigkeit

    Während ein Eindruck für eine schlechte Reputation ausreichen kann, braucht es deutlich mehr Geduld und Beständigkeit, um diese wieder gerade zu biegen. Konzentrieren Sie sich darauf, über einen möglichst langen Zeitraum regelmäßig den gegenteiligen Eindruck Ihrer schlechten Reputation zu machen.

  • Drängen Sie Ihr Umfeld nicht

    Ich habe doch bewiesen, dass ich mich geändert habe und die Reputation nicht stimmt… Sie mögen frustriert sein, doch helfen Sie mit solchen Aussagen nicht wirklich weiter. Mit Druck und wiederholten Aufforderungen können Sie nicht erzwingen, dass Ihr Umfeld Sie in einem anderen Licht sieht. Damit erreichen Sie höchstens das Gegenteil und der negative Eindruck verstärkt sich.

  • Entschuldigen Sie sich

    Was hingegen tatsächlich funktionieren kann: Eine aufrichtige und ehrliche Entschuldigung. Damit zeigen Sie Einsicht, dass Ihr Verhalten nicht optimal war und geloben gleichzeitig, in Zukunft besser zu handeln und nicht auf Dauer der schlechten Reputation zu entsprechen.

Tipps: So verbessern Sie Ihre Reputation

Reputation erlangen Sie nicht im Vorbeigehen – sie ist eher das Ergebnis eines Marathons, kein Sprint. Sie wollen schließlich nicht als Blender dastehen, dessen Fassade bereits nach kurzer Zeit entlarvt wird und der nun zusehen muss, wie das kurzfristig aufgebaute Image wie eine Seifenblase zerplatzt.

Für die eigene Reputation ist mehr erforderlich. Durchhaltevermögen vor allem. Die gute Nachricht: Jeder kann seinen Ruf verbessern und so seine Karriere in Schwung bringen. Das sind die Schritte dazu:

  • Haltung

    Die Grundvoraussetzung dafür, Reputation zu erlangen, ist Ihre Einstellung dazu. Im Prinzip gilt der kategorische Imperativ von Immanuel Kant: Behandeln Sie Ihre Mitmenschen so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Wenn Sie diese Maxime zur Grundlage Ihres tagtäglichen Handelns machen, haben Sie bereits eine gute Basis gelegt.

  • Einsatz

    An Fleiß und der einen oder anderen Überstunde führt leider kein Weg vorbei, um sich von seinen Kollegen abzuheben. Es gilt, heute überdurchschnittliche Leistungen oder Erfolge zu erbringen, um morgen daraus Reputation zu ziehen. Man sollte Sie als ebenso verlässlichen wie sorgfältigen Mitarbeiter oder Geschäftspartner erkennen und schätzen (lernen). Betrachten Sie dies als Investition in Ihre eigene Zukunft. Jetzt macht es mehr Arbeit. Später, wenn Sie eine Art Marke sind, fällt es umso leichter, andere zu überzeugen oder Aufträge oder mehr Geld zu bekommen. Ihre Stimme hat dann Gewicht.

  • Hilfsbereitschaft

    Um die eigene Reputation aufzubauen und zu verbessern, kann es ratsam sein, anderen zu helfen – und zwar ohne dafür gleich eine Gegenleistung zu erwarten. Eine solch aufrichtige Form der Hilfsbereitschaft wirkt gleich doppelt für Ihre gute Reputation: Der Kollege, dem Sie helfen, sieht Sie gleich in einem besseren Licht – und er wird zusätzlich anderen von Ihren Fähigkeiten und Ihrer netten Geste berichten.

  • Expertenwissen

    Überdies sollten Sie mehr Hintergrundwissens und Kompetenzen aufbauen, die andere nicht haben. Beschäftigen Sie sich mit neuen Arbeitsbereichen. Seien Sie neugierig. Lesen Sie Fachliteratur. Und werden Sie zu einem Experten auf Ihrem Gebiet und darüber hinaus. So bauen Sie eine Reputation auf, weil auch andere mitbekommen, wie groß Ihr Wissen und Ihre Kompetenzen sind.

  • Persönlichkeitsentwicklung

    Überlegen Sie sich, wohin Sie sich beruflich entwickeln möchten und formulieren Sie für sich dazu eine klare Strategie. Reflektieren Sie, welche Talente in Ihnen schlummern und finden Sie Möglichkeiten, diese auszubauen und in die tagtägliche Arbeit einzubringen. Dazu gehört insbesondere das Übernehmen von Verantwortung. So können Sie zielgerichtet an Ihrer Karriere bauen.

  • Sichtbarkeit

    Ihre Erfolge müssen ebenso transparent werden. Sie sollten natürlich nicht damit prahlen. Das machen Menschen mit einer veritablen Profilneurose. Aber sich nach einem beruflichen Erfolg schamhaft in die eigenen vier Wände zurückziehen, hat ebenfalls keinen Sinn. Falsche Bescheidenheit ist ein Erfolgskiller, für eine gute Reputation müssen Sie bereit sein, über Ihre Leistungen zu sprechen. Sie dürfen stolz auf sich und Ihre Erfolge sein – lassen Sie Ihre Vorgesetzten daran teilhaben.

    Dieser Punkt ist so wichtig, dass wir im nächsten Abschnitt noch einmal genauer darauf eingehen und Tipps geben, wie Sie die Sichtbarkeit steigern und so an Ihrer Reputation arbeiten.

Wie Sie Ihre Reputation deutlich machen

Reputation erlangen Sie nur, wenn andere von Ihren Leistungen Wind bekommen. Daher gehört Trommeln zum Handwerk. Selbst wenn es Ihnen unangenehm, sich selbst in Szene zu setzen. Sie müssen deswegen auch nicht gleich eine Marketingkampagne für sich entwerfen, sich dauerhaft selbst beweihräuchern und kein anderes Thema als die eigenen Leistungen mehr kennen.

Aber für Ihre Reputation müssen Ihre Arbeit ein wenig bekannter machen. Das sind die Optionen dazu:

  • E-Mail

    Setzen Sie Ihren Chef bei wichtigen Projektstufen und Teilerfolgen per Mail ins CC. Sie sollen ihn natürlich nicht mit Ihrem Tagesgeschäft belästigen. Aber wenn Sie zum Beispiel mit einem bedeutenden Kunden kurz vor dem Vertragsabschluss stehen, dürfen Sie ihn selbstverständlich von diesem Erfolg in Kenntnis setzen.

  • Meeting

    Ergreifen Sie in Besprechungen öfters das Wort. Heben Sie sich von den Kollegen ab, die unvorbereitet viel Geschwafel um nichts machen. Sobald Ihnen die Agenda vorliegt, bereiten Sie sich darauf vor, welche konkreten Ausführungen Sie zu welchem Tagesordnungspunkt bemerken möchten, um konstruktiv zur Lösung beizutragen. Notieren Sie sich dazu unbedingt im Vorfeld des Meetings entscheidende Stichpunkte.

  • Referenz

    Selbst wenn Sie aktuell nicht auf Arbeitssuche sind – bitten Sie Vorgesetzte oder Kunden darum, eine Referenz für Sie darzustellen. Erklären Sie ihm, was Sie für das Unternehmen geleistet haben und was Ihre Ziele sind. Auf diese Weise machen Sie ihm deutlich, welchen Wert er an Ihnen hat. Er bekommt so das Gefühl, dass er Ihre Mitarbeit nicht als selbstverständlich ansieht und sich Ihnen nicht zu sicher sein darf.

    Ein positiver Nebeneffekt ist, dass er Ihren Ehrgeiz bemerkt. Ebenfalls können Sie Ihn selbstverständlich um ein Zwischenzeugnis bitten. Und wenn Sie sich wirklich einmal beruflich verändern möchten, springt der (hoffentlich positive) Ruf Ihrer Firma auf Sie über.

  • Bestimmtheit

    Zeigen Sie im Alltag, welche Ziele Sie haben und wie Sie diese erreichen möchten. Auf diese Weise schaffen Sie es, Ihrem Umfeld zu verdeutlichen, wofür Sie stehen und was Sie können. Dazu eignet sich der Talk in der Kaffeepause ebenso gut, wie ein zielgerichtetes Telefonat mit einem Kunden. Sie dürfen in diesem Zusammenhang Ihre Persönlichkeit selbstverständlich authentisch zeigen.

  • Netzwerk

    Bilden Sie ein Netzwerk. Dieses sollte über den Kollegenkreis der eigenen Firma hinausgehen. Man kann nie früh genug damit anfangen, die Fühler nach anderen Kontakten auszustrecken. Besuchen Sie dazu Fachkongresse, vernetzen Sie sich im Internet. Oder rufen Sie bei alten Schulkameraden oder Kommilitonen aus dem Studium an. Wer weiß, was die so alles (Nützliches) machen…?!

So entwickeln Sie Ihre Reputation weiter

So entwickeln Sie Ihre Reputation weiterDie Wirkung nach außen ist das Eine. Sie ist wichtig, jedoch nichts wert, wenn Sie sich nicht zugleich mit sich selbst beschäftigen. Daher ist die regelmäßige Selbstreflexion eine wichtige Voraussetzung zur Erlangung von Reputation.

Nehmen Sie dazu die Hilfe anderer in Anspruch. Bitten Sie Ihren Partner, die Familie oder Ihre Freunde darum, Ihr Selbstbild mit deren Fremdwahrnehmung abzugleichen. Dies hilft Ihnen, nicht zu kritisch mit sich ins Gericht zu gehen, sondern konstruktiv zu bleiben. Auf diese Weise werden Sie selbstbewusster – im wortwörtlichen Sinne: Sie werden sich über sich selbst bewusst.

Bleiben Sie dabei positiv. Beschäftigen Sie sich nicht mit Horrorszenarien, sondern haben Sie immer die Chancen im Blick, die sich Ihnen bieten. Nur so können Sie nach außen den nötigen Optimismus ausstrahlen, der Ihrer Reputation zuträglich ist.

Zu guter Letzt beruht Reputation immer auf einer gewissen Kontinuität und Lernbereitschaft. Nur wer Berechenbarkeit und Wissbegierde an den Tag legt, erlangt auf lange Sicht einen überdurchschnittlich positiven Ruf.



Selbstmarketing Tipps Schritte 01

Selbstmarketing Tipps Schritte 02

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Was für eine Reputation! Wer möchte nicht gerne positiv wahrgenommen werden? In der Firma gilt man als leuchtender Stern mit bestem Ruf, Kunden haben gleich ein gutes Gefühl, wenn die gute Reputation einem Mitarbeiter voraus eilt. Und die Arbeitgeber reißen sich um ihn… Eine exzellente Reputation kann die Karriere vorantreiben und zu großem Erfolg führen. Doch um sie zu erlangen, reicht es nicht aus, nur brav seine Arbeit zu leisten und Erwartungen zu erfüllen. Positive Reputation braucht mehr – gleichzeitig sollten Sie einen schlechten Ruf tunlichst verhindern. Hier erfahren Sie, warum die Reputation so wichtig für Ihre Karriere ist und mit welchen Tipps Sie Ihre Reputation verbessern und ausbauen…

Definition: Was ist Reputation?

Definition: Was ist Reputation?Reputation wird häufig mit positivem Image gleich gesetzt. Die beiden ähneln sich zwar, der Vergleich hinkt aber trotzdem und gleichsetzen sollte man Reputation und Image nicht. Zum einen können Sie sich ein Image – im Gegensatz zur Reputation – mit ein wenig Mühe selbst verpassen, zum anderen spiegelt Image einen eher kurzfristigen Gesamteindruck wieder. Dieser kann jedoch ebenso schnell wieder in Vergessenheit geraten, wie er entstanden ist.

Im Gegensatz dazu beruht Reputation auf einem langfristigen Bild, das andere von Ihnen haben. Im beruflichen Kontext sind das in der Regel Ihre Kollegen, der Chef oder auch Kunden, mit denen Sie zusammenarbeiten. Privat können Sie ebenfalls eine Reputation haben, die dabei nicht der im Job entsprechen muss.

Der Begriff Reputation kann somit eher synonym mit Ansehen, Stellung oder sogar Prestige genutzt werden. Er beruht auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

Die Reputation ist somit die vorherrschende Meinung und Einschätzung, sowie die Attribute und Eigenschaften, die mit einer Person (oder auch einer Organisation) verbunden werden. Dabei geht es nicht nur um einen Blick in die Vergangenheit, sondern auch eine Prognose und Einschätzung des zukünftigen Verhaltens.

Wenn Sie sich eine Reputation als verantwortungsbewusster, leistungsfähiger und selbstständiger Mitarbeiter aufgebaut haben, geht Ihr Chef davon aus, dass Sie diesem Bild auch in Zukunft entsprechen werden. Ihre Reputation ist somit immer auch eine Erwartung und ein Versprechen.

Dabei können Sie als Einzelperson eine Reputation aufbauen, doch auch Unternehmen streben gerne danach, in der Öffentlichkeit einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Insbesondere Arbeitgeber, die Top-Talente anziehen und hochqualifizierte Mitarbeiter in den eigenen Reihen halten wollen. Diese Form der Reputation von Unternehmen wir als Employer Branding bezeichnet.

Nicht wenige investieren dafür viel Geld, um das Marketing voranzutreiben und eine gute Reputation aufzubauen. Mehr Schein als Sein bringt in diesem Fall jedoch nichts. Schaut man auf den Vertrauensindex, so finden sich dort Unternehmen, die nicht darüber reden, sondern seit Jahrzehnten vormachen, wie ein guter Arbeitgeber sich verhalten sollte. Wer nichts tut, kann sich auch keine Reputation erarbeiten.

Für Unternehmen hat die Reputation zudem einen großen Wert, um Kunden zu gewinnen und sich von der Konkurrenz am Markt abzuheben. Oftmals spielt bei einer Kaufentscheidung nicht nur das Produkt und dessen Qualitäten eine Rolle, sondern auch der Name und die damit verbundene Reputation des Herstellers. Somit zählt die Reputation zu den immateriellen Vermögenswerten einer Organisation und kann direkt den Wert des gesamten Betriebs steigern.

Reputation: So wichtig ist sie in der Arbeitswelt

Reputation deutsch synonym positiv negativ schlechtBei Arbeitnehmern ist dies nicht anders. Reputation beruht immer darauf, dass sie langfristige Werte wie Zuverlässigkeit und verantwortliches Handeln unter Beweis gestellt haben.

Insbesondere in den asiatischen Ländern spielt Reputation eine wesentliche Rolle. Ein Gesichtsverlust ist das Schlimmste, was einem in diesem Kulturkreis passieren kann. Allein die Frage „Warum hast du das so gemacht?“, kann dort schon kräftig am öffentlichen Bild und somit an der Ehre kratzen.

Hierzulande hat der Begriff der Reputation zwar keine solch überhöhte Bedeutung. Wichtig für Ihre Karriere ist er aber allemal: Wer einen hervorragenden und nicht nur einen einwandfreien Ruf besitzt, wird zum Beispiel eher befördert. Auf lange Sicht spricht sich das Verhalten, das Sie an den Tag legen, herum.

Dazu zählt insbesondere ihr Verhältnis gegenüber Vorgesetzten und Kollegen. Wer in seinem Berufsleben Reputation erlangt hat, ist beispielsweise dafür bekannt, seinen Teammitgliedern häufig unterstützend unter die Arme zu greifen.

Oder er hat seinen Chef des Öfteren mit neuen Ideen davon überzeugt, dass er mitdenkt. Eine gute Reputation ist ein wichtiger Erfolgsfaktor und sogar bares Geld wert. Ihr Chef wird bereit sein, mehr zu zahlen, um Ihre Qualität zu halten – und wenn die Reputation auch andere Unternehmen erreicht, bekommen Sie möglicherweise noch bessere Angebote.

Schlechte Reputation: Darum ist sie schwer loszuwerden

Wird von Reputation gesprochen, ist damit meist die positive Reputation gemeint. Leider ist ein solch gutes Bild viel schwerer zu erarbeiten und zu erhalten als eine schlechte Reputation. Oft reicht schon ein einzelner schlechter Eindruck, um sich auf lange Zeit bei Kollegen, Chef oder Kunden einzuprägen.

Haben Sie erst einmal die Reputation als unzuverlässig, egoistisch, verantwortungslos, unpünktlich oder anderer unschmeichelhafter Adjektive, ist es ein hartes Stück Arbeit, diese wieder loszuwerden und stattdessen eine positive Reputation aufzubauen.

Der Grund dahinter sind die oben angesprochenen Erwartungen, die mit einer Reputation verbunden sind. Ihr Umfeld geht davon aus, dass Sie sich auch in Zukunft entsprechend Ihrer schlechten Reputation verhalten werden – unabhängig davon, ob Sie diese zurecht erhalten haben oder ob Sie Besserung geloben. Zu groß ist die Angst, sich selbst im Nachhinein eingestehen zu müssen: Ich hätte es besser wissen sollen…

Idealerweise schaffen Sie es, erst gar keine schlechte Reputation zu erhalten und gleich an einem guten Ruf zu arbeiten – dazu finden Sie weiter unten im Artikel zahlreiche Tipps und Möglichkeiten. Sollten Sie aber doch mit einer schlechten Reputation zu kämpfen haben, können die folgenden Tipps helfen:

  • Punkten Sie mit Beständigkeit

    Während ein Eindruck für eine schlechte Reputation ausreichen kann, braucht es deutlich mehr Geduld und Beständigkeit, um diese wieder gerade zu biegen. Konzentrieren Sie sich darauf, über einen möglichst langen Zeitraum regelmäßig den gegenteiligen Eindruck Ihrer schlechten Reputation zu machen.

  • Drängen Sie Ihr Umfeld nicht

    Ich habe doch bewiesen, dass ich mich geändert habe und die Reputation nicht stimmt… Sie mögen frustriert sein, doch helfen Sie mit solchen Aussagen nicht wirklich weiter. Mit Druck und wiederholten Aufforderungen können Sie nicht erzwingen, dass Ihr Umfeld Sie in einem anderen Licht sieht. Damit erreichen Sie höchstens das Gegenteil und der negative Eindruck verstärkt sich.

  • Entschuldigen Sie sich

    Was hingegen tatsächlich funktionieren kann: Eine aufrichtige und ehrliche Entschuldigung. Damit zeigen Sie Einsicht, dass Ihr Verhalten nicht optimal war und geloben gleichzeitig, in Zukunft besser zu handeln und nicht auf Dauer der schlechten Reputation zu entsprechen.

Tipps: So verbessern Sie Ihre Reputation

Reputation erlangen Sie nicht im Vorbeigehen – sie ist eher das Ergebnis eines Marathons, kein Sprint. Sie wollen schließlich nicht als Blender dastehen, dessen Fassade bereits nach kurzer Zeit entlarvt wird und der nun zusehen muss, wie das kurzfristig aufgebaute Image wie eine Seifenblase zerplatzt.

Für die eigene Reputation ist mehr erforderlich. Durchhaltevermögen vor allem. Die gute Nachricht: Jeder kann seinen Ruf verbessern und so seine Karriere in Schwung bringen. Das sind die Schritte dazu:

  • Haltung

    Die Grundvoraussetzung dafür, Reputation zu erlangen, ist Ihre Einstellung dazu. Im Prinzip gilt der kategorische Imperativ von Immanuel Kant: Behandeln Sie Ihre Mitmenschen so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Wenn Sie diese Maxime zur Grundlage Ihres tagtäglichen Handelns machen, haben Sie bereits eine gute Basis gelegt.

  • Einsatz

    An Fleiß und der einen oder anderen Überstunde führt leider kein Weg vorbei, um sich von seinen Kollegen abzuheben. Es gilt, heute überdurchschnittliche Leistungen oder Erfolge zu erbringen, um morgen daraus Reputation zu ziehen. Man sollte Sie als ebenso verlässlichen wie sorgfältigen Mitarbeiter oder Geschäftspartner erkennen und schätzen (lernen). Betrachten Sie dies als Investition in Ihre eigene Zukunft. Jetzt macht es mehr Arbeit. Später, wenn Sie eine Art Marke sind, fällt es umso leichter, andere zu überzeugen oder Aufträge oder mehr Geld zu bekommen. Ihre Stimme hat dann Gewicht.

  • Hilfsbereitschaft

    Um die eigene Reputation aufzubauen und zu verbessern, kann es ratsam sein, anderen zu helfen – und zwar ohne dafür gleich eine Gegenleistung zu erwarten. Eine solch aufrichtige Form der Hilfsbereitschaft wirkt gleich doppelt für Ihre gute Reputation: Der Kollege, dem Sie helfen, sieht Sie gleich in einem besseren Licht – und er wird zusätzlich anderen von Ihren Fähigkeiten und Ihrer netten Geste berichten.

  • Expertenwissen

    Überdies sollten Sie mehr Hintergrundwissens und Kompetenzen aufbauen, die andere nicht haben. Beschäftigen Sie sich mit neuen Arbeitsbereichen. Seien Sie neugierig. Lesen Sie Fachliteratur. Und werden Sie zu einem Experten auf Ihrem Gebiet und darüber hinaus. So bauen Sie eine Reputation auf, weil auch andere mitbekommen, wie groß Ihr Wissen und Ihre Kompetenzen sind.

  • Persönlichkeitsentwicklung

    Überlegen Sie sich, wohin Sie sich beruflich entwickeln möchten und formulieren Sie für sich dazu eine klare Strategie. Reflektieren Sie, welche Talente in Ihnen schlummern und finden Sie Möglichkeiten, diese auszubauen und in die tagtägliche Arbeit einzubringen. Dazu gehört insbesondere das Übernehmen von Verantwortung. So können Sie zielgerichtet an Ihrer Karriere bauen.

  • Sichtbarkeit

    Ihre Erfolge müssen ebenso transparent werden. Sie sollten natürlich nicht damit prahlen. Das machen Menschen mit einer veritablen Profilneurose. Aber sich nach einem beruflichen Erfolg schamhaft in die eigenen vier Wände zurückziehen, hat ebenfalls keinen Sinn. Falsche Bescheidenheit ist ein Erfolgskiller, für eine gute Reputation müssen Sie bereit sein, über Ihre Leistungen zu sprechen. Sie dürfen stolz auf sich und Ihre Erfolge sein – lassen Sie Ihre Vorgesetzten daran teilhaben.

    Dieser Punkt ist so wichtig, dass wir im nächsten Abschnitt noch einmal genauer darauf eingehen und Tipps geben, wie Sie die Sichtbarkeit steigern und so an Ihrer Reputation arbeiten.

Wie Sie Ihre Reputation deutlich machen

Reputation erlangen Sie nur, wenn andere von Ihren Leistungen Wind bekommen. Daher gehört Trommeln zum Handwerk. Selbst wenn es Ihnen unangenehm, sich selbst in Szene zu setzen. Sie müssen deswegen auch nicht gleich eine Marketingkampagne für sich entwerfen, sich dauerhaft selbst beweihräuchern und kein anderes Thema als die eigenen Leistungen mehr kennen.

Aber für Ihre Reputation müssen Ihre Arbeit ein wenig bekannter machen. Das sind die Optionen dazu:

  • E-Mail

    Setzen Sie Ihren Chef bei wichtigen Projektstufen und Teilerfolgen per Mail ins CC. Sie sollen ihn natürlich nicht mit Ihrem Tagesgeschäft belästigen. Aber wenn Sie zum Beispiel mit einem bedeutenden Kunden kurz vor dem Vertragsabschluss stehen, dürfen Sie ihn selbstverständlich von diesem Erfolg in Kenntnis setzen.

  • Meeting

    Ergreifen Sie in Besprechungen öfters das Wort. Heben Sie sich von den Kollegen ab, die unvorbereitet viel Geschwafel um nichts machen. Sobald Ihnen die Agenda vorliegt, bereiten Sie sich darauf vor, welche konkreten Ausführungen Sie zu welchem Tagesordnungspunkt bemerken möchten, um konstruktiv zur Lösung beizutragen. Notieren Sie sich dazu unbedingt im Vorfeld des Meetings entscheidende Stichpunkte.

  • Referenz

    Selbst wenn Sie aktuell nicht auf Arbeitssuche sind – bitten Sie Vorgesetzte oder Kunden darum, eine Referenz für Sie darzustellen. Erklären Sie ihm, was Sie für das Unternehmen geleistet haben und was Ihre Ziele sind. Auf diese Weise machen Sie ihm deutlich, welchen Wert er an Ihnen hat. Er bekommt so das Gefühl, dass er Ihre Mitarbeit nicht als selbstverständlich ansieht und sich Ihnen nicht zu sicher sein darf.

    Ein positiver Nebeneffekt ist, dass er Ihren Ehrgeiz bemerkt. Ebenfalls können Sie Ihn selbstverständlich um ein Zwischenzeugnis bitten. Und wenn Sie sich wirklich einmal beruflich verändern möchten, springt der (hoffentlich positive) Ruf Ihrer Firma auf Sie über.

  • Bestimmtheit

    Zeigen Sie im Alltag, welche Ziele Sie haben und wie Sie diese erreichen möchten. Auf diese Weise schaffen Sie es, Ihrem Umfeld zu verdeutlichen, wofür Sie stehen und was Sie können. Dazu eignet sich der Talk in der Kaffeepause ebenso gut, wie ein zielgerichtetes Telefonat mit einem Kunden. Sie dürfen in diesem Zusammenhang Ihre Persönlichkeit selbstverständlich authentisch zeigen.

  • Netzwerk

    Bilden Sie ein Netzwerk. Dieses sollte über den Kollegenkreis der eigenen Firma hinausgehen. Man kann nie früh genug damit anfangen, die Fühler nach anderen Kontakten auszustrecken. Besuchen Sie dazu Fachkongresse, vernetzen Sie sich im Internet. Oder rufen Sie bei alten Schulkameraden oder Kommilitonen aus dem Studium an. Wer weiß, was die so alles (Nützliches) machen…?!

So entwickeln Sie Ihre Reputation weiter

So entwickeln Sie Ihre Reputation weiterDie Wirkung nach außen ist das Eine. Sie ist wichtig, jedoch nichts wert, wenn Sie sich nicht zugleich mit sich selbst beschäftigen. Daher ist die regelmäßige Selbstreflexion eine wichtige Voraussetzung zur Erlangung von Reputation.

Nehmen Sie dazu die Hilfe anderer in Anspruch. Bitten Sie Ihren Partner, die Familie oder Ihre Freunde darum, Ihr Selbstbild mit deren Fremdwahrnehmung abzugleichen. Dies hilft Ihnen, nicht zu kritisch mit sich ins Gericht zu gehen, sondern konstruktiv zu bleiben. Auf diese Weise werden Sie selbstbewusster – im wortwörtlichen Sinne: Sie werden sich über sich selbst bewusst.

Bleiben Sie dabei positiv. Beschäftigen Sie sich nicht mit Horrorszenarien, sondern haben Sie immer die Chancen im Blick, die sich Ihnen bieten. Nur so können Sie nach außen den nötigen Optimismus ausstrahlen, der Ihrer Reputation zuträglich ist.

Zu guter Letzt beruht Reputation immer auf einer gewissen Kontinuität und Lernbereitschaft. Nur wer Berechenbarkeit und Wissbegierde an den Tag legt, erlangt auf lange Sicht einen überdurchschnittlich positiven Ruf.



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Pragmatismus: So bringt er Sie weiter https://karrierebibel.de/pragmatismus/ Tue, 07 Apr 2020 15:00:23 +0000 Anja Rassek https://karrierebibel.de/?p=122474

Wer ein gesundes Maß an Pragmatismus besitzt, dem sagt man nach, sich auf das konzentrieren zu können, was gerade ansteht und entsprechend zu handeln. Pragmatische Menschen machen, während andere noch denken, planen oder überlegen, an welche Vorgaben sie sich halten müssen. Das klingt im ersten Moment sehr nüchtern und unemotional, so als ob alles Schöne, Unterhaltende ausgeblendet werden müsste. Pragmatismus ist allerdings ein wertvolles Wesensmerkmal, das sich als Schlüssel zum Glück und auch Erfolg erweisen kann. Gerade im Job kann pragmatisches Handeln gefragt sein, um mit Ergebnissen zu punkten, Ziele zu erreichen und Erfolge zu verbuchen. Wir erklären, was Pragmatismus genau bedeutet, wie er sich im Handeln zeigen kann und was Sie selbst tun können, um pragmatischer zu handeln…

Definition: Was ist Pragmatismus?

Definition Pragmatismus Philosophie PsychologieBeim Pragmatismus wird das menschliche Handeln ins Zentrum gestellt. Pragmatisch ist, wenn das Handeln einen Nutzen hat. Dafür muss gar nicht im Detail darüber nachgedacht oder es begründet werden. Es wird das getan, was gerade anliegt, selbsterklärend ist und einen Nutzen mitbringt.

Häufig wird im Pragmatismus die Praxis, das praktische Handeln über die theoretische Vernunft gestellt. Vertreter des philosophischen Pragmatismus bewerten den Erfolg eines Handelns als Bestätigung der zuvor aufgestellten Theorie. Diese erweist sich dann als Wahrheit.

Pragmatisches handeln ist somit stets ergebnisorientiert und auf den zu erreichenden nutzen ausgerichtet. Dabei wird manchmal von eigentlich vorgegebenen Regeln oder Methoden abgewichen. Dabei werden Wissen, Tatsachen und Erfahrungen voran gestellt, statt sich auf die theoretische Ebene zu beziehen.

Ein einfaches Beispiel zur Veranschaulichung, wie Pragmatismus aussehen kann: In vielen Jobs gibt es vorgegebene Prozesse und Arbeitsabläufe. In manchen Situationen kann es aber einen größeren Nutzen und Vorteil bringen, von diesen abzuweichen. Statt also erst den Chef über einen Fehler zu informieren, auf dessen Rückmeldung zu warten und im Team das beste Vorgehen zu besprechen, zeigen Sie Pragmatismus, wenn Sie sofort handeln und den Fehler erfolgreich beheben.

Oft genutzte Synonyme zum Pragmatismus und pragmatischem Handeln sind…

  • Sachbezogenheit
  • Ergebnisorientierung
  • sachlich
  • anwendungsbezogen
  • praktisch veranlagt
  • zweckmäßig
  • machbarkeitsorientiert

Neben der Philosophie wirkt sich der Pragmatismus in vielen anderen Disziplinen wie Psychologie, Soziologie, Religionswissenschaft und Politische Theorie aus. Als philosophische Richtung ist er im 19. Jahrhundert entstanden und gilt als erste genuin amerikanische Philosophie, die gerade im angelsächsischen Raum stark rezipiert wird.

Wichtige Vertreter sind die amerikanischen Philosophen William James, Charles Sanders Peirce und John Dewey, sowie der Brite Ferdinand Canning Scott Schiller, die praktische Kriterien über die Theorie erhoben. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie der Theorie grundsätzlich feindlich gegenüber standen (wäre als Philosoph ohnehin eher kontraproduktiv).

Vielmehr vertreten die Pragmatiker die Ansicht, dass jegliche Vernunft und Erkenntnis auf Praxis basieren. Sämtliche theoretischen Erkenntnisse haben einen (und sei es noch so entfernten) praktischen Ursprung.

Pragmatismus Pragmatiker Spruch

Wirkung: Pragmatiker erscheinen kühl

Tun, was getan werden muss – so lässt sich Pragmatismus im Alltag beschreiben. Das klingt schon nach Routine und Dienst nach Vorschrift. Das Gegenteil dessen, was Menschen mit Leidenschaft und Emotionen verbinden.

Beim Pragmatismus treten Gefühle und Emotionen in den Hintergrund, zunächst gilt das ergebnisorientierte Handeln. Auf andere Menschen kann das kühl und nüchtern wirken. Während die einen sich Gedanken machen, über Konsequenzen nachdenken, vielleicht frustriert oder genervt sind, ist der Pragmatiker bereits mit der Umsetzung beschäftigt und verschwendet keine Zeit damit, lange zu grübeln.

Nicht jeder kommt deshalb mit der Art des direkten Anpackens und dem Nutzendenken eines Pragmatikers zurecht. Auch deshalb, weil es ein Spiegel für das eigene Verhalten ist. Zu sehen, wie der Pragmatismus eines Kollegen bereits das Projekt im Alleingang erledigt hat, während man selbst noch sinniert, wie man anfangen sollte, kann es zu unangenehmen Selbstzweifeln kommen.

Vorteile und Stärken: Glück und Ziele durch Pragmatismus

Pragmatismus Psychologie Vorteile Stärken Definition ErklärungEine pragmatische Herangehensweise ist ein Erfolgsfaktor und in gewisser Hinsicht ein Garant für Glück. Das kann für völlig unterschiedliche Bereiche gelten, im Privaten wie im Beruflichen. Angenommen, Sie wollen einen neuen Job, Gewicht verlieren oder eine andere Wohnung: Natürlich können Sie immer das Maximum anpeilen, also:

  • einen Job als Prokurist in einem internationalen Großkonzern
  • die Idealmaße eines Modells oder Bodybuilders
  • das schicke Loft im besten Stadtteil

Die Frage ist nur: Wie realistisch ist das? Zumal nicht nur Ihre individuellen Fähigkeiten und Voraussetzungen eine Rolle spielen, sondern auch Rahmenbedingungen, die sich nur schwer ändern lassen. Selbst wenn Sie selbst alles mögliche tun, sind Sie oftmals abhängig von Entscheidungen und Verhalten anderer, die Sie nicht beeinflussen können.

Pragmatismus heißt nicht, dass Sie sich alle großen Träume abschminken müssen. Vielmehr führt er dazu, dass Sie sich fragen, was Sie wirklich wollen und genau hinschauen, wie Sie es erreichen können. Dass Sie gucken, wie Sie mit dem vorhandenen Material und den gegenwärtigen Bedingungen arbeiten können. Pragmatismus bewirkt, dass Sie abwägen:

  • Was ist mir wichtiger – der Job als Prokurist oder reicht auch eine andere gehobene Position als Führungskraft?
  • Muss es ein internationaler Großkonzern sein oder geht auch ein kleines oder mittelständisches Unternehmen, bei dem die Aufstiegschancen oft besser sind?

Sie gehen Ihre Ziele viel pragmatischer an und erhöhen damit gleichzeitig die Chance, diese wirklich zu erreichen. Pragmatismus bedeutet, die aktuelle Situation zu analysieren, richtig einzuschätzen und daraus bestmöglich zu handeln.

Ein weiterer Vorteil für Pragmatiker: Sie wissen, dass manche Dinge einfach getan werden müssen, auch wenn sie keinen Spaß machen, anstrengend sind oder sinnlos erscheinen. Pragmatiker sehen aber den Nutzen dahinter, statt sich mit einer theoretischen Debatte über den Spaß an der Arbeit aufzuhalten. So wirkt Pragmatismus als Motivation auch bei unliebsamen Aufgaben.

Pragmatismus lernen: Tipps für pragmatisches Handeln

Pragmatisches Denken können Sie auch ganz konkret auf verschiedene Lern- und Arbeitssituationen beziehen und so Ihren Stress reduzieren. Beispielsweise wenn Sie zu Prokrastination neigen: Nicht aufschieben, sondern machen. Das Denken ins Handeln umsetzen, das ist der Kern des Pragmatismus.

Nicht einfach nur etwas vorhaben und dann an völlig überhöhten Ansprüchen scheitern, sondern machen. Und so hilft Pragmatismus:

  • Stellen Sie eine Kosten-Nutzen-Rechnung auf

    Pragmatismus ist die Haltung, die sich in dem Spruch „Mut zur Lücke“ zeigt. Und diese Haltung ist besonders wichtig für Menschen, die sich aufgrund eines geringen Selbstwertgefühls nicht trauen, Dinge anzupacken. Dahinter steckt meist die Angst zu Scheitern. Zu wissen: Ja, es gibt immer noch etwas, das besser gemacht werden kann.

    Aber stehen Aufwand und Nutzen noch im Verhältnis zueinander? Oder läuft hier gerade etwas aus dem Ruder? Natürlich kann einen Tag vor der Prüfung noch ein neues Buch gelesen werden – aber verspricht das tatsächlich noch großen Erkenntnisgewinn? Pragmatisch hingegen ist, sich gewissermaßen wieder „einzunorden“, nüchtern zu schauen, was bisher gelernt wurde und wie mit geringem Aufwand das größtmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

  • Trauen Sie Ihrer eigenen Einschätzung

    Pragmatismus benötigt ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein. Sie müssen sich selbst zutrauen, den möglichen Nutzen zu erkennen und die bestmögliche Handlungsalternative abzuwägen. Das erfordert auch ein wenig Mut, da Pragmatiker sofort zur Tat schreiten.

    Hierbei helfen Erfolgserlebnisse. Beginnen Sie bei kleinen Dingen, die Sie pragmatisch handhaben, bevor Sie zu großen und wichtigen Projekten übergehen.

  • Machen Sie sich mit Methoden vertraut

    Es wundert daher wenig, dass Pragmatismus zahlreichen Methoden aus dem Selbstmanagement zugrunde liegt. Ganz gleich, ob es dabei um das Pareto-Prinzip geht oder der Überlegung, wie sich Zeitfresser minimieren lassen. Entscheidend ist, dass der Fokus wieder auf das Wesentliche gerichtet wird, da Sie anderenfalls Ihrem Ziel nicht näher kommen.

    Diese Herangehensweise eignet sich besonders, wenn es um konkrete berufliche Tätigkeiten geht. Pragmatismus zeigt sich natürlich auch in Überlegungen, wie Sie für sich gut sorgen und Ihre Leistungsfähigkeit erhalten können – etwa durch verschiedene Methoden zur Entspannung.

  • Fangen Sie an

    Ein Kernaspekt des Pragmatismus besteht darin, sich nicht lange an Theorie aufzuhalten, sondern mit dem Handeln zu beginnen. Wenn Sie pragmatisches Handeln lernen und zur Gewohnheit machen wollen, müssen Sie deshalb genau das tun: Anfangen, loslegen, die Ärmel hochkrempeln und machen.

    Stehen Sie Ihrem eigenen Pragmatismus nicht im Wege, sondern werden Sie zum Macher. Manchmal ist es eben das Beste, nicht alles zu zerdenken, sondern sich an die Umsetzung zu wagen.

[Bildnachweis: Leremy by Shutterstock.com]
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Wer ein gesundes Maß an Pragmatismus besitzt, dem sagt man nach, sich auf das konzentrieren zu können, was gerade ansteht und entsprechend zu handeln. Pragmatische Menschen machen, während andere noch denken, planen oder überlegen, an welche Vorgaben sie sich halten müssen. Das klingt im ersten Moment sehr nüchtern und unemotional, so als ob alles Schöne, Unterhaltende ausgeblendet werden müsste. Pragmatismus ist allerdings ein wertvolles Wesensmerkmal, das sich als Schlüssel zum Glück und auch Erfolg erweisen kann. Gerade im Job kann pragmatisches Handeln gefragt sein, um mit Ergebnissen zu punkten, Ziele zu erreichen und Erfolge zu verbuchen. Wir erklären, was Pragmatismus genau bedeutet, wie er sich im Handeln zeigen kann und was Sie selbst tun können, um pragmatischer zu handeln…

Definition: Was ist Pragmatismus?

Definition Pragmatismus Philosophie PsychologieBeim Pragmatismus wird das menschliche Handeln ins Zentrum gestellt. Pragmatisch ist, wenn das Handeln einen Nutzen hat. Dafür muss gar nicht im Detail darüber nachgedacht oder es begründet werden. Es wird das getan, was gerade anliegt, selbsterklärend ist und einen Nutzen mitbringt.

Häufig wird im Pragmatismus die Praxis, das praktische Handeln über die theoretische Vernunft gestellt. Vertreter des philosophischen Pragmatismus bewerten den Erfolg eines Handelns als Bestätigung der zuvor aufgestellten Theorie. Diese erweist sich dann als Wahrheit.

Pragmatisches handeln ist somit stets ergebnisorientiert und auf den zu erreichenden nutzen ausgerichtet. Dabei wird manchmal von eigentlich vorgegebenen Regeln oder Methoden abgewichen. Dabei werden Wissen, Tatsachen und Erfahrungen voran gestellt, statt sich auf die theoretische Ebene zu beziehen.

Ein einfaches Beispiel zur Veranschaulichung, wie Pragmatismus aussehen kann: In vielen Jobs gibt es vorgegebene Prozesse und Arbeitsabläufe. In manchen Situationen kann es aber einen größeren Nutzen und Vorteil bringen, von diesen abzuweichen. Statt also erst den Chef über einen Fehler zu informieren, auf dessen Rückmeldung zu warten und im Team das beste Vorgehen zu besprechen, zeigen Sie Pragmatismus, wenn Sie sofort handeln und den Fehler erfolgreich beheben.

Oft genutzte Synonyme zum Pragmatismus und pragmatischem Handeln sind…

  • Sachbezogenheit
  • Ergebnisorientierung
  • sachlich
  • anwendungsbezogen
  • praktisch veranlagt
  • zweckmäßig
  • machbarkeitsorientiert

Neben der Philosophie wirkt sich der Pragmatismus in vielen anderen Disziplinen wie Psychologie, Soziologie, Religionswissenschaft und Politische Theorie aus. Als philosophische Richtung ist er im 19. Jahrhundert entstanden und gilt als erste genuin amerikanische Philosophie, die gerade im angelsächsischen Raum stark rezipiert wird.

Wichtige Vertreter sind die amerikanischen Philosophen William James, Charles Sanders Peirce und John Dewey, sowie der Brite Ferdinand Canning Scott Schiller, die praktische Kriterien über die Theorie erhoben. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie der Theorie grundsätzlich feindlich gegenüber standen (wäre als Philosoph ohnehin eher kontraproduktiv).

Vielmehr vertreten die Pragmatiker die Ansicht, dass jegliche Vernunft und Erkenntnis auf Praxis basieren. Sämtliche theoretischen Erkenntnisse haben einen (und sei es noch so entfernten) praktischen Ursprung.

Pragmatismus Pragmatiker Spruch

Wirkung: Pragmatiker erscheinen kühl

Tun, was getan werden muss – so lässt sich Pragmatismus im Alltag beschreiben. Das klingt schon nach Routine und Dienst nach Vorschrift. Das Gegenteil dessen, was Menschen mit Leidenschaft und Emotionen verbinden.

Beim Pragmatismus treten Gefühle und Emotionen in den Hintergrund, zunächst gilt das ergebnisorientierte Handeln. Auf andere Menschen kann das kühl und nüchtern wirken. Während die einen sich Gedanken machen, über Konsequenzen nachdenken, vielleicht frustriert oder genervt sind, ist der Pragmatiker bereits mit der Umsetzung beschäftigt und verschwendet keine Zeit damit, lange zu grübeln.

Nicht jeder kommt deshalb mit der Art des direkten Anpackens und dem Nutzendenken eines Pragmatikers zurecht. Auch deshalb, weil es ein Spiegel für das eigene Verhalten ist. Zu sehen, wie der Pragmatismus eines Kollegen bereits das Projekt im Alleingang erledigt hat, während man selbst noch sinniert, wie man anfangen sollte, kann es zu unangenehmen Selbstzweifeln kommen.

Vorteile und Stärken: Glück und Ziele durch Pragmatismus

Pragmatismus Psychologie Vorteile Stärken Definition ErklärungEine pragmatische Herangehensweise ist ein Erfolgsfaktor und in gewisser Hinsicht ein Garant für Glück. Das kann für völlig unterschiedliche Bereiche gelten, im Privaten wie im Beruflichen. Angenommen, Sie wollen einen neuen Job, Gewicht verlieren oder eine andere Wohnung: Natürlich können Sie immer das Maximum anpeilen, also:

  • einen Job als Prokurist in einem internationalen Großkonzern
  • die Idealmaße eines Modells oder Bodybuilders
  • das schicke Loft im besten Stadtteil

Die Frage ist nur: Wie realistisch ist das? Zumal nicht nur Ihre individuellen Fähigkeiten und Voraussetzungen eine Rolle spielen, sondern auch Rahmenbedingungen, die sich nur schwer ändern lassen. Selbst wenn Sie selbst alles mögliche tun, sind Sie oftmals abhängig von Entscheidungen und Verhalten anderer, die Sie nicht beeinflussen können.

Pragmatismus heißt nicht, dass Sie sich alle großen Träume abschminken müssen. Vielmehr führt er dazu, dass Sie sich fragen, was Sie wirklich wollen und genau hinschauen, wie Sie es erreichen können. Dass Sie gucken, wie Sie mit dem vorhandenen Material und den gegenwärtigen Bedingungen arbeiten können. Pragmatismus bewirkt, dass Sie abwägen:

  • Was ist mir wichtiger – der Job als Prokurist oder reicht auch eine andere gehobene Position als Führungskraft?
  • Muss es ein internationaler Großkonzern sein oder geht auch ein kleines oder mittelständisches Unternehmen, bei dem die Aufstiegschancen oft besser sind?

Sie gehen Ihre Ziele viel pragmatischer an und erhöhen damit gleichzeitig die Chance, diese wirklich zu erreichen. Pragmatismus bedeutet, die aktuelle Situation zu analysieren, richtig einzuschätzen und daraus bestmöglich zu handeln.

Ein weiterer Vorteil für Pragmatiker: Sie wissen, dass manche Dinge einfach getan werden müssen, auch wenn sie keinen Spaß machen, anstrengend sind oder sinnlos erscheinen. Pragmatiker sehen aber den Nutzen dahinter, statt sich mit einer theoretischen Debatte über den Spaß an der Arbeit aufzuhalten. So wirkt Pragmatismus als Motivation auch bei unliebsamen Aufgaben.

Pragmatismus lernen: Tipps für pragmatisches Handeln

Pragmatisches Denken können Sie auch ganz konkret auf verschiedene Lern- und Arbeitssituationen beziehen und so Ihren Stress reduzieren. Beispielsweise wenn Sie zu Prokrastination neigen: Nicht aufschieben, sondern machen. Das Denken ins Handeln umsetzen, das ist der Kern des Pragmatismus.

Nicht einfach nur etwas vorhaben und dann an völlig überhöhten Ansprüchen scheitern, sondern machen. Und so hilft Pragmatismus:

  • Stellen Sie eine Kosten-Nutzen-Rechnung auf

    Pragmatismus ist die Haltung, die sich in dem Spruch „Mut zur Lücke“ zeigt. Und diese Haltung ist besonders wichtig für Menschen, die sich aufgrund eines geringen Selbstwertgefühls nicht trauen, Dinge anzupacken. Dahinter steckt meist die Angst zu Scheitern. Zu wissen: Ja, es gibt immer noch etwas, das besser gemacht werden kann.

    Aber stehen Aufwand und Nutzen noch im Verhältnis zueinander? Oder läuft hier gerade etwas aus dem Ruder? Natürlich kann einen Tag vor der Prüfung noch ein neues Buch gelesen werden – aber verspricht das tatsächlich noch großen Erkenntnisgewinn? Pragmatisch hingegen ist, sich gewissermaßen wieder „einzunorden“, nüchtern zu schauen, was bisher gelernt wurde und wie mit geringem Aufwand das größtmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

  • Trauen Sie Ihrer eigenen Einschätzung

    Pragmatismus benötigt ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein. Sie müssen sich selbst zutrauen, den möglichen Nutzen zu erkennen und die bestmögliche Handlungsalternative abzuwägen. Das erfordert auch ein wenig Mut, da Pragmatiker sofort zur Tat schreiten.

    Hierbei helfen Erfolgserlebnisse. Beginnen Sie bei kleinen Dingen, die Sie pragmatisch handhaben, bevor Sie zu großen und wichtigen Projekten übergehen.

  • Machen Sie sich mit Methoden vertraut

    Es wundert daher wenig, dass Pragmatismus zahlreichen Methoden aus dem Selbstmanagement zugrunde liegt. Ganz gleich, ob es dabei um das Pareto-Prinzip geht oder der Überlegung, wie sich Zeitfresser minimieren lassen. Entscheidend ist, dass der Fokus wieder auf das Wesentliche gerichtet wird, da Sie anderenfalls Ihrem Ziel nicht näher kommen.

    Diese Herangehensweise eignet sich besonders, wenn es um konkrete berufliche Tätigkeiten geht. Pragmatismus zeigt sich natürlich auch in Überlegungen, wie Sie für sich gut sorgen und Ihre Leistungsfähigkeit erhalten können – etwa durch verschiedene Methoden zur Entspannung.

  • Fangen Sie an

    Ein Kernaspekt des Pragmatismus besteht darin, sich nicht lange an Theorie aufzuhalten, sondern mit dem Handeln zu beginnen. Wenn Sie pragmatisches Handeln lernen und zur Gewohnheit machen wollen, müssen Sie deshalb genau das tun: Anfangen, loslegen, die Ärmel hochkrempeln und machen.

    Stehen Sie Ihrem eigenen Pragmatismus nicht im Wege, sondern werden Sie zum Macher. Manchmal ist es eben das Beste, nicht alles zu zerdenken, sondern sich an die Umsetzung zu wagen.

[Bildnachweis: Leremy by Shutterstock.com]
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Tarifvertrag: Arten, Vorteile, FAQ https://karrierebibel.de/tarifvertrag/ Tue, 07 Apr 2020 11:00:55 +0000 Nils Warkentin http://karrierebibel.de/?p=60234

Wann haben Sie sich das letzte Mal mit dem Thema Tarifvertrag befasst? Wahrscheinlich immer dann, wenn ein großer Streik seitens von Ver.di oder anderen Gewerkschaften in den Medien angekündigt wird. Besser ist es, sich genauer mit Tarifverträgen zu beschäftigen – vielleicht gibt es sogar einen gültigen für Ihr Arbeitsverhältnis. Wir beantworten alle wichtigen Fragen rund um den Tarifvertrag und erklären das Pro und Contra, welche Arten unterschieden werden und – besonders wichtig – unter welchen Bedingungen ein Tarifvertrag für Sie gelten kann…

Definition: Was ist ein Tarifvertrag?

Wann gilt ein Tarifvertrag DefinitionNaturgemäß gibt es widerstreitende Interessen zwischen Arbeitgeber einer- und Arbeitnehmer andererseits. Ein Tarifvertrag sorgt dafür, die strukturelle Ungleichheit der Arbeitnehmerseite gegenüber der Arbeitgeberseite auszugleichen.

Geschlossen wird er zwischen den Gewerkschaften (stellvertretend für die Arbeitnehmer) und den Arbeitgeberverbänden (bei Verbandstarifen stellvertretend für den Arbeitgeber) beziehungsweise einzelnen Arbeitgebern (bei Haus-, Firmen- oder Werkstarif).

Das Recht, weitestgehend unabhängig vom Staat (unter Beachtung der Gesetze) die Regeln des Arbeitsverhältnisses zu gestalten, nennt sich Tarifautonomie.

Etwa ein Fünftel der Arbeitnehmer in Deutschland ist in einer Gewerkschaft organisiert, Tendenz seit Jahren rückläufig. Sie geben Arbeitnehmern die Möglichkeit, ihren Forderungen beispielsweise durch einen Streik Nachdruck zu verleihen. Als einzelner Arbeitnehmer hingegen wäre es sehr schwierig, etwas an seiner Arbeitssituation zu ändern.

Die rechtliche Grundlage des Tarifvertrags – in Österreich Kollektivvertrag, in der Schweiz Gesamtarbeitsvertrag genannt – ist das Tarifvertragsgesetz (TVG). Wie bei jedem Vertrag sind die Inhalte für beide Seiten üblicherweise verpflichtend, man spricht hier von Tarifbindung.

Pro: Vorteile vom Tarifvertrag

Ungeachtet der Tatsache, dass es allein in Nordrhein-Westfalen tausende von Tarifverträge gibt, existieren zahlreiche Branchen und Unternehmen, in denen es keine tarifliche Bindung gibt. Hervorzuheben wäre einerseits der Niedriglohnsektor, der oftmals gerade den gesetzlichen Mindestlohn zahlt.

Dazu zählen Unternehmen, die im Bereich Facility Management, Security oder in der Reinigungsbranche arbeiten. Völlig anders der öffentliche Dienst, aber auch die Finanz- und Versicherungsbranche sowie das Baugewerbe. Hier sind Tarifverträge an der Tagesordnung:

Vorteile für den Arbeitnehmer

    Tarifvertrag Pro Vorteile

  • Höherer Lohn

    Im Vergleich zu Mitarbeitern, die gemäß eines Werkvertrages bezahlt werden, verdienen Angestellte in tarifgebundenen Unternehmen besser. Laut Statistischem Bundesamt kann der Lohn eines Facharbeiters in der Metallindustrie ohne Tarifbindung 11,20 Euro betragen, während sein Kollege mit Tarifbindung einen Stundenlohn von bis zu 20,65 Euro erhält.

  • Stärkere Einflussnahme

    Durch die Gewerkschaften können Arbeitnehmer bessere Arbeitsbedingungen auszuhandeln. So wurde beispielsweise durch die IG Metall der Einstieg in die Bildungsteilzeit geschaffen. Sie ermöglicht einem Arbeitnehmer eine Weiterbildung in Teilzeit (oder auch kompletter Freistellung) bei entsprechender Lohn- oder Gehaltsreduktion.

  • Transparente Gehälter

    Ohne Tarifvertrag werden die Gehälter mit jedem Mitarbeiter individuell ausgehandelt. Es besteht somit die Möglichkeit, dass zwei Mitarbeiter identische Arbeit verrichten, aber unterschiedliche vergütet werden. Eine ungerechte Entlohnung kann den Betriebsfrieden erheblich stören.

  • Kürzere Reaktionszeit

    Die kurzen Laufzeiten von Lohn- und Gehaltstarifverträgen ermöglichen eine Teilnahme an den wirtschaftlichen Entwicklungen.

  • Geringere Arbeitszeiten

    Arbeitnehmer mit Tarifvertrag arbeiten oft deutlich kürzer: In der Metall- und Elektroindustrie werden beispielsweise in Westdeutschland 35 Stunden durchschnittlich gearbeitet (Ostdeutschland: 38 Stunden). Dem gegenüber steht eine wöchentliche Durchschnittsarbeitszeit von 40 Stunden bei nicht tarifgebundenen Unternehmen.

  • Besserer Schutz

    Rahmen- und Manteltarifverträge haben üblicherweise lange Laufzeiten. Das schützt vor zu schnellen Änderungen (und damit Verschlechterungen) der individuellen Arbeitsverträge.

  • Mehr Urlaub

    Der gesetzliche Urlaubsanspruch garantiert dem Arbeitnehmer bei einer 5-Tage-Woche 20 Tage Erholungsurlaub. Wer hingegen einen Metalltarifvertrag hat, erhält bei einer 5-Tage-Woche 30 Tage Urlaub und zusätzlich die Hälfte des Monatsgehalts als Urlaubsgeld oben drauf.

Vorteile für das Unternehmen

    Tarifvertrag Vorteile Pro

  • Gleiche Wettbewerbsbedingungen

    Der Tarifvertrag setzt Mindeststandards, die nicht unterschritten werden dürfen. Das heißt, dass jedes tarifgebundene Unternehmen einer Branche oder Region zu gleichen Arbeitsbedingungen und bei gleichem Lohn seine Arbeitnehmer beschäftigt. Tarifverträge übernehmen somit eine Kartellfunktion.

  • Keine Streiks

    Für die Dauer des Tarifvertrages gilt die oben angesprochene Friedenspflicht: Den Arbeitnehmern ist es währenddessen untersagt zu streiken. Das bedeutet für die Arbeitgeber wiederum Planungs- und Kalkulationssicherheit.

  • Bessere Planbarkeit

    Der Arbeitgeber kann Lohnkosten besser kalkulieren, da die Rahmenbedingungen von Arbeitsverträgen nicht jedes Mal mit einem neuen Arbeitnehmer individuell verhandelt werden müssen.

  • Größere Effizienz

    Ein Flächentarifvertrag bedeutet für die Unternehmen eine Arbeitserleichterung, da ein zeit- und kostenträchtiger Aufwand für eigene Tarifverhandlungen wegfällt.

Vorteile für den Staat

  • Keine Gesetze notwendig

    Nur Gewerkschaft und Arbeitgeberverband verhandeln miteinander. Das bedeutet eine Arbeitsentlastung für den Staat, der anderenfalls durch Gesetze regulierend eingreifen würde, so beispielsweise beim Mindestlohngesetz. Das steht nach Ansicht von Arbeitgeberverbänden konträr zur Tarifautonomie.

  • Nur eine Schlichterposition

    Verhärten sich dennoch die Fronten zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, nimmt der Staat die Rolle eines Schlichters ein.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten, könnte man meinen. Was sind also die Kontras von Tarifverträgen? Im Prinzip gibt es kaum Nachteile. Die jeweiligen Vorteile sind zwar unterschiedlicher Art und können sich für die eine Seite nachteilig auswirken. Gleichzeitig wird diese Seite an anderer Stelle begünstigt.

Inhalte: Das steht in einem Tarifvertrag

Tarifverträge enthalten einen schuldrechtlichen (obligatorischen) Teil, der die Rechte und Pflichten umfasst, und einen normativen Teil, der arbeitsrechtliche Normen festsetzt. Dieser ist für Arbeitnehmer besonders interessant, denn er befasst sich mit dem Arbeitsverhältnis und den zugehörigen Fragen.

Die wichtigsten Punkte innerhalb eines Tarifvertrages sind:

  • Arbeitszeiten

    Nicht jeder arbeitet die gleiche Anzahl an Stunden pro Woche. Mithilfe eines Tarifvertrages kann die Arbeitszeit auch verringert werden, beispielsweise auf maximal 37,5 Stunden pro Woche.

    Lesen Sie dazu auch:

  • Arbeitsentgelt

    Ein häufiger Streitpunkt und eine der wichtigsten Forderungen der Gewerkschaften bei Tarifverhandlungen ist das Gehalt beziehungsweise der Lohn der Arbeitnehmer. Hierbei wird festgelegt, wie viel die Arbeitnehmer verdienen oder in welchen Schritten das Gehalt erhöht wird.

    Lesen Sie dazu auch:

  • Arbeitsbedingungen

    Die Bedingungen, unter denen eine Aufgabe zu erledigen ist, kann im Arbeitsalltag einen großen Unterschied für die Arbeitnehmer machen. Sind sie Lärm, Staub oder Abgasen ausgesetzt? Arbeiten sie im Freien, ist die Arbeit überwiegend körperlich oder im Sitzen? Diese Umstände tragen entscheidend zum Wohlbefinden und somit zum Arbeitsklima bei. Aus diesem Grund fordern Gewerkschaften verstärkt bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder.

    Lesen Sie dazu auch:

  • Kündigungsfristen

    Häufig werden in Tarifverträgen längere Kündigungsfristen als die gesetzlichen vereinbart. Dies ist abhängig von der Betriebszugehörigkeit und wird beispielsweise im öffentlichen Dienst in § 34 TVöD geregelt. Wer länger als ein Jahr beschäftigt ist, hat eine Kündigungsfrist von maximal sechs Monaten zum Ende eines Quartals. Ebenso können allerdings auch kürzere Kündigungsfristen als die gesetzlich vorgesehenen Fristen vereinbart werden. Neben Kündigungen regelt ein Tarifvertrag Entlassungen sowie Einstellungsmodalitäten bei neuen Arbeitsverhältnissen.

    Lesen Sie dazu auch:

  • Urlaubsanspruch

    In einem Tarifvertrag kann vereinbart werden, dass der Urlaubsanspruch der Mitarbeiter über den gesetzlichen Mindestanspruch hinaus erhöht wird. So kann durch die Verhandlungen der Gewerkschaft beispielsweise ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen durchgesetzt werden, anstatt der gesetzlich vorgeschriebenen 24 Tage.

    Lesen Sie dazu auch:

  • Zusatzleistungen

    Auch zusätzliche Leistungen an die Arbeitnehmer, beispielsweise in Form von Weihnachtsgeld, können im Tarifvertrag vereinbart werden. Welchen genauen Leistungen hier vereinbart werden, variiert von Branche zu Branche.

    Lesen Sie dazu auch:

Arten und Beispiele für Tarifverträge

Die bekanntesten TarifverträgeEtliche Branchen haben einen Tarifvertrag. Er bietet beiden Tarifparteien Vorteile. Insbesondere die Berechenbarkeit der Gehalts- und Arbeitsbedingungen für eine große Anzahl von Beschäftigten sind sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitnehmervertretern dabei wichtig.

Durch die mediale Berichterstattung sind die Tarifverträge am bekanntesten, die die meisten Arbeitnehmer betreffen. Beispielsweise in folgenden Branchen:

  • Öffentlicher Dienst – Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TvöD)
  • Medizin – Gehaltstarifvertrag für Medizinische Fachangestellte/Arzthelferinnen (MFA)
  • Einzelhandel – Tarifvertrag Handel (Tv-H)
  • Versicherung – Tarifvertrag für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche (TVF)
  • Bau – Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (BRTV)
  • Metallverarbeitung – Entgelt-Rahmenabkommen in der Metall- und Elektroindustrie (ERA)

Deutlich wird: Tarifvertrag ist noch lange nicht gleich Tarifvertrag. Manche unterscheiden sich in erster Linie dadurch, wer von den Regelungen, auf die man sich einigen konnte, betroffen ist und welche Bereiche der Vertrag behandelt:

Verbandstarifvertrag

Diese Art wird auch Branchen- oder Flächentarifvertrag genannt und ist die häufigste Form des Tarifvertrages in Deutschland. Er hat Gültigkeit beispielsweise für eine Branche oder einen vorher festgelegten Tarifbezirk, wie zum Beispiel ein bestimmtes Bundesland. Da sie meist auf regionaler Ebene geschlossen werden, gibt es geringfügige Unterschiede zwischen den Verträgen. Für gewöhnlich sind die Lohnerhöhungen davon nicht betroffen, Ausnahme ist Ostdeutschland: Der durchschnittliche Tariflohn dort entspricht nur zu 96,5 Prozent dem Westlohn.

Firmentarifvertrag

Wie Sie sicherlich aus dem Namen schon richtig schlussfolgern, entsteht dieser Vertrag zwischen einer Gewerkschaft und einem einzelnen Unternehmen, er wird daher auch Haustarifvertrag genannt. Bekannte Beispiele für Firmentarifverträge sind der Tarifvertrag zwischen der IG Metall und dem Automobilhersteller Volkswagen oder auch der Firmentarifvertrag zwischen der IG Bergbau, Chemie, Energie mit den großen Mineralölkonzernen. Orientiert sich dieser Tarifvertrag an branchenspezifischen Tarifen oder werden teilweise Inhalte von branchenspezifischen Verbandstarifverträgen übernommen, ist vom Anerkennungstarifvertrag die Rede, da Inhalte eines anderen Tarifvertrages anerkannt werden.

Mehrgliedriger Tarifvertrag

Hierbei handelt es sich um eine etwas speziellere Form des Tarifvertrages. Als Vertragspartner können in diesem Fall auf beiden Seiten mehrere Parteien stehen. Es können also beispielsweise fünf Gewerkschaften gleichzeitig mit mehreren Arbeitgeberverbänden verhandeln. Sofern es nicht anders festgelegt ist, bestehen hier mehrere Verträge, die zum Beispiel von jeder Tarifpartei getrennt gekündigt oder geändert werden können. Genauso gut kann aber festgehalten werden, dass alle oder bestimmte Rechte nur gemeinsam angewendet werden können. Man spricht dann von Einheitstarif.




Andere lassen sich anhand des Inhalts unterscheiden und beispielsweise wie folgt gliedern:



Manteltarifvertrag

Der Manteltarifvertrag (auch als Rahmentarifvertrag bezeichnet) beschäftigt sich mit einigen wichtigen Fragen des Arbeitsverhältnisses. Dazu zählen in erster Linie die Arbeitszeit, der Urlaubsanspruch oder Kündigungsfristen. Ein Vorteil dieser Verträge ist ihre lange Laufzeit, die teilweise sogar unbegrenzt sein kann.

Gehaltstarifvertrag

Um eine angemessene Entlohnung der Mitglieder zu garantieren, schließen Gewerkschaften mit den Arbeitgeberverbänden sogenannte Gehaltstarifverträge ab. Dadurch können Arbeitnehmer, für die der Vertrag gilt, sicher sein, nicht unter Tarif bezahlt zu werden. Er regelt auch die Einteilung der Arbeitnehmer in verschiedene Lohn- und Gehaltsgruppen, die aufgrund der Arbeitsinhalte der einzelnen Arbeitnehmer voneinander unterschieden werden. Allerdings sind die Laufzeiten solcher Verträge deutlich kürzer als beispielsweise bei einem Manteltarifvertrag.

Anschlusstarifvertrag

Ein Tarifvertrag, der zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretung gekündigt wird und mit neu verhandelten Vereinbarungen direkt im Anschluss wirksam wird, wird als Anschlusstarifvertrag bezeichnet.

Paralleltarifvertrag

Dieser Tarifvertrag ähnelt dem Anerkennungstarifvertrag, da Tarifverträge gleichen Inhaltes von verschiedenen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden abgeschlossen und deren Inhalte anerkannt werden.

Notlagentarifvertrag

Diese Art von Tarifvertrag (auch als Sanierungstarifvertrag bezeichnet) tritt dann in Kraft, wenn eine wirtschaftliche Notlage oder Insolvenz des Unternehmens vermieden werden soll. Verbunden sind damit häufig Einbußen im Bereich der Sonderzahlungen und Arbeitsverlängerungen ohne Lohnausgleich. Im Gegenzug gilt es betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.


FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Tarifvertrag

Das Thema Tarifvertrag ist sehr umfangreich und in vielen Bereichen sehr komplex. Entsprechend groß ist die Verunsicherung bei Arbeitnehmern. In unserem kleinen FAQ zum Tarifvertrag haben wir einige der häufigsten und wichtigsten Fragen gesammelt und für Sie beantwortet:

  • Welche Funktionen erfüllt ein Tarifvertrag?

    Im Tarifvertrag werden grundlegende Vereinbarungen zu Arbeitsverhältnissen festgehalten. Mit einem Blick in den für Sie gültigen Tarifvertrag können Sie somit herausfinden, welche Rechte und Ansprüche Sie im Job geltend machen können.

    Darüber hinaus erfüllen Tarifverträge im Wesentlichen drei Funktionen:

    • Schutzfunktion

      Durch Tarifverträge wird der Arbeitsmarkt geregelt, denn die verbindlichen Vorgaben für individuelle Arbeitsverträge sorgen dafür, dass der Preis für die Arbeit zumindest etwas der möglichen Konkurrenz der Arbeitnehmer untereinander entzogen wird.

    • Friedensfunktion

      Den Vertragsparteien ist es während der Laufzeit des Tarifvertrags untersagt, Arbeitskämpfe bezüglich der geregelten Inhalte zu führen.

    • Verteilungsfunktion

      Durch ein verbindliches Lohn- und Gehaltsgefüge wird die Beteiligung der Arbeitnehmer am Sozialprodukt gewährleistet.

  • Worin unterscheiden sich Arbeits- und Tarifvertrag?

    Wenn ein Arbeitsvertrag das Arbeitsverhältnis zwischen den Vertragsparteien regelt und ein Tarifvertrag ebenso – worin liegt dann der Unterschied?

    Zunächst rein formal in der Zielgruppe. Ziel eines Tarifvertrages ist es, die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Gewerkschaftsmitglieder festzulegen. Rein rechtlich haben also nur Gewerkschaftsmitglieder einen Anspruch auf die im Tarifvertrag vereinbarten Leistungen.

    In der Praxis werden die Regelungen auch auf andere Mitarbeiter angewendet. Hintergrund ist der, dass der Arbeitgeber anderenfalls die Angestellten in die Arme der Gewerkschaft treiben würde und das liegt nicht in seinem Interesse.

    Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass das Tarifvertragsgesetz unmittelbar gilt, ohne dass es einer weiteren Vereinbarung oder Bestätigung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bedarf. Für den Arbeitnehmer bedeutet dies, dass Regelungen im Arbeitsvertrag ungültig sind, sofern sie gegen das TVG verstoßen.

    Es besteht außerdem Tarifvorrang. Enthält ein Arbeitsvertrag für den Arbeitnehmer ungünstigere Regelungen, gilt der Tarifvertrag. Da immer das Wohl des Arbeitnehmers im Mittelpunkt steht, gibt es mit dem Günstigkeitsprinzip eine Ausnahme, bei der vom Tarifvertrag abgewichen werden darf:

    Falls es einem Arbeitnehmer gelingt, in einem Arbeitsvertrag bessere Konditionen auszuhandeln, als sie der Tarifvertrag vorsehen würde, gilt der Arbeitsvertrag.

  • Worin unterscheiden sich Tarifvertrag und Betriebsvereinbarungen?

    Es gibt verschiedene Wege, Abkommen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu treffen. Unterschiede bestehen in der Hierarchie dieser vertraglichen Regelungen:

    • Tarifvertrag
    • Betriebsvereinbarung
    • Einzelarbeitsvertrag

    In der Hierarchie am höchsten – und daher bindend – ist ein Tarifvertrag, sofern einer für das Unternehmen gilt. Während dieser zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden geschlossen wird, ist die Betriebsvereinbarung ein Abkommen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat (in seiner Funktion als Arbeitnehmervertretung).

    Sie können vergleichsweise schnell und unkompliziert ausgehandelt werden, so dass sie vor allem da zum Tragen kommen, wo noch kein Tarifvertrag existiert.

  • Wann gilt ein Tarifvertrag für mich?

    Bei vielen Tausend Tarifverträgen ist es gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten. Die entscheidende Frage lautet meist: Gilt ein Tarifvertrag für mich? Um zu klären, ob und wenn ja, welcher Tarifvertrag für Sie gilt, sind grundsätzlich drei Möglichkeiten zu beachten:

    • Tarifwirkung

      Sie sind Mitglied in der Gewerkschaft und Ihr Arbeitgeber Teil des Arbeitgeberverbandes, der den Tarifvertrag geschlossen hat? Dann fällt Ihr Arbeitsverhältnis unter die sogenannte Tarifwirkung und die getroffenen Vereinbarungen sind für Sie gültig.

    • Einzelvertragliche Vereinbarung

      Die Gültigkeit eines Tarifvertrages kann auch im Arbeitsvertrag festgehalten werden. Selbst wenn Sie nicht Mitglied einer Gewerkschaft sind, kann so geregelt werden, dass der Tarifvertrag für Ihre Beschäftigung angewendet wird.

      Dahinter steht die sogenannte Gleichstellungsabrede. Es handelt sich um eine Klausel im Arbeitsvertrag, anhand derer ein tarifgebundener Arbeitgeber festlegt, dass ein Tarifvertrag und alle eventuell nachfolgenden Tarifregelungen (dynamische Verweisungsklausel) auch für diesen Arbeitnehmer gelten – unabhängig von der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft.

    • Allgemeinverbindlichkeit

      Es besteht die Möglichkeit, dass ein Tarifvertrag durch den Bundesarbeitsminister in den Status der Allgemeinverbindlichkeit gehoben wird. Dies kann passieren, wenn die Tarifwirkung nicht ausreicht, um die verschiedenen Arbeitnehmer einer Branche zu schützen.

    Eine mögliche Ausnahme: Es gibt Fälle, in denen der Arbeitgeber Mitglied im Arbeitgeberverband ist, dieser jedoch eine Satzung enthält, die eine Mitgliedschaft ohne Tarifbindung (so genannte OT-Mitgliedschaft) ermöglicht. Gewerkschaften sprechen hier von Tarifflucht, denn die Inhalte des Tarifvertrages sind für den Arbeitgeber nicht mehr bindend.

[Bildnachweis: Bacho by Shutterstock.com]
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Wann haben Sie sich das letzte Mal mit dem Thema Tarifvertrag befasst? Wahrscheinlich immer dann, wenn ein großer Streik seitens von Ver.di oder anderen Gewerkschaften in den Medien angekündigt wird. Besser ist es, sich genauer mit Tarifverträgen zu beschäftigen – vielleicht gibt es sogar einen gültigen für Ihr Arbeitsverhältnis. Wir beantworten alle wichtigen Fragen rund um den Tarifvertrag und erklären das Pro und Contra, welche Arten unterschieden werden und – besonders wichtig – unter welchen Bedingungen ein Tarifvertrag für Sie gelten kann…

Definition: Was ist ein Tarifvertrag?

Wann gilt ein Tarifvertrag DefinitionNaturgemäß gibt es widerstreitende Interessen zwischen Arbeitgeber einer- und Arbeitnehmer andererseits. Ein Tarifvertrag sorgt dafür, die strukturelle Ungleichheit der Arbeitnehmerseite gegenüber der Arbeitgeberseite auszugleichen.

Geschlossen wird er zwischen den Gewerkschaften (stellvertretend für die Arbeitnehmer) und den Arbeitgeberverbänden (bei Verbandstarifen stellvertretend für den Arbeitgeber) beziehungsweise einzelnen Arbeitgebern (bei Haus-, Firmen- oder Werkstarif).

Das Recht, weitestgehend unabhängig vom Staat (unter Beachtung der Gesetze) die Regeln des Arbeitsverhältnisses zu gestalten, nennt sich Tarifautonomie.

Etwa ein Fünftel der Arbeitnehmer in Deutschland ist in einer Gewerkschaft organisiert, Tendenz seit Jahren rückläufig. Sie geben Arbeitnehmern die Möglichkeit, ihren Forderungen beispielsweise durch einen Streik Nachdruck zu verleihen. Als einzelner Arbeitnehmer hingegen wäre es sehr schwierig, etwas an seiner Arbeitssituation zu ändern.

Die rechtliche Grundlage des Tarifvertrags – in Österreich Kollektivvertrag, in der Schweiz Gesamtarbeitsvertrag genannt – ist das Tarifvertragsgesetz (TVG). Wie bei jedem Vertrag sind die Inhalte für beide Seiten üblicherweise verpflichtend, man spricht hier von Tarifbindung.

Pro: Vorteile vom Tarifvertrag

Ungeachtet der Tatsache, dass es allein in Nordrhein-Westfalen tausende von Tarifverträge gibt, existieren zahlreiche Branchen und Unternehmen, in denen es keine tarifliche Bindung gibt. Hervorzuheben wäre einerseits der Niedriglohnsektor, der oftmals gerade den gesetzlichen Mindestlohn zahlt.

Dazu zählen Unternehmen, die im Bereich Facility Management, Security oder in der Reinigungsbranche arbeiten. Völlig anders der öffentliche Dienst, aber auch die Finanz- und Versicherungsbranche sowie das Baugewerbe. Hier sind Tarifverträge an der Tagesordnung:

Vorteile für den Arbeitnehmer

    Tarifvertrag Pro Vorteile

  • Höherer Lohn

    Im Vergleich zu Mitarbeitern, die gemäß eines Werkvertrages bezahlt werden, verdienen Angestellte in tarifgebundenen Unternehmen besser. Laut Statistischem Bundesamt kann der Lohn eines Facharbeiters in der Metallindustrie ohne Tarifbindung 11,20 Euro betragen, während sein Kollege mit Tarifbindung einen Stundenlohn von bis zu 20,65 Euro erhält.

  • Stärkere Einflussnahme

    Durch die Gewerkschaften können Arbeitnehmer bessere Arbeitsbedingungen auszuhandeln. So wurde beispielsweise durch die IG Metall der Einstieg in die Bildungsteilzeit geschaffen. Sie ermöglicht einem Arbeitnehmer eine Weiterbildung in Teilzeit (oder auch kompletter Freistellung) bei entsprechender Lohn- oder Gehaltsreduktion.

  • Transparente Gehälter

    Ohne Tarifvertrag werden die Gehälter mit jedem Mitarbeiter individuell ausgehandelt. Es besteht somit die Möglichkeit, dass zwei Mitarbeiter identische Arbeit verrichten, aber unterschiedliche vergütet werden. Eine ungerechte Entlohnung kann den Betriebsfrieden erheblich stören.

  • Kürzere Reaktionszeit

    Die kurzen Laufzeiten von Lohn- und Gehaltstarifverträgen ermöglichen eine Teilnahme an den wirtschaftlichen Entwicklungen.

  • Geringere Arbeitszeiten

    Arbeitnehmer mit Tarifvertrag arbeiten oft deutlich kürzer: In der Metall- und Elektroindustrie werden beispielsweise in Westdeutschland 35 Stunden durchschnittlich gearbeitet (Ostdeutschland: 38 Stunden). Dem gegenüber steht eine wöchentliche Durchschnittsarbeitszeit von 40 Stunden bei nicht tarifgebundenen Unternehmen.

  • Besserer Schutz

    Rahmen- und Manteltarifverträge haben üblicherweise lange Laufzeiten. Das schützt vor zu schnellen Änderungen (und damit Verschlechterungen) der individuellen Arbeitsverträge.

  • Mehr Urlaub

    Der gesetzliche Urlaubsanspruch garantiert dem Arbeitnehmer bei einer 5-Tage-Woche 20 Tage Erholungsurlaub. Wer hingegen einen Metalltarifvertrag hat, erhält bei einer 5-Tage-Woche 30 Tage Urlaub und zusätzlich die Hälfte des Monatsgehalts als Urlaubsgeld oben drauf.

Vorteile für das Unternehmen

    Tarifvertrag Vorteile Pro

  • Gleiche Wettbewerbsbedingungen

    Der Tarifvertrag setzt Mindeststandards, die nicht unterschritten werden dürfen. Das heißt, dass jedes tarifgebundene Unternehmen einer Branche oder Region zu gleichen Arbeitsbedingungen und bei gleichem Lohn seine Arbeitnehmer beschäftigt. Tarifverträge übernehmen somit eine Kartellfunktion.

  • Keine Streiks

    Für die Dauer des Tarifvertrages gilt die oben angesprochene Friedenspflicht: Den Arbeitnehmern ist es währenddessen untersagt zu streiken. Das bedeutet für die Arbeitgeber wiederum Planungs- und Kalkulationssicherheit.

  • Bessere Planbarkeit

    Der Arbeitgeber kann Lohnkosten besser kalkulieren, da die Rahmenbedingungen von Arbeitsverträgen nicht jedes Mal mit einem neuen Arbeitnehmer individuell verhandelt werden müssen.

  • Größere Effizienz

    Ein Flächentarifvertrag bedeutet für die Unternehmen eine Arbeitserleichterung, da ein zeit- und kostenträchtiger Aufwand für eigene Tarifverhandlungen wegfällt.

Vorteile für den Staat

  • Keine Gesetze notwendig

    Nur Gewerkschaft und Arbeitgeberverband verhandeln miteinander. Das bedeutet eine Arbeitsentlastung für den Staat, der anderenfalls durch Gesetze regulierend eingreifen würde, so beispielsweise beim Mindestlohngesetz. Das steht nach Ansicht von Arbeitgeberverbänden konträr zur Tarifautonomie.

  • Nur eine Schlichterposition

    Verhärten sich dennoch die Fronten zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, nimmt der Staat die Rolle eines Schlichters ein.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten, könnte man meinen. Was sind also die Kontras von Tarifverträgen? Im Prinzip gibt es kaum Nachteile. Die jeweiligen Vorteile sind zwar unterschiedlicher Art und können sich für die eine Seite nachteilig auswirken. Gleichzeitig wird diese Seite an anderer Stelle begünstigt.

Inhalte: Das steht in einem Tarifvertrag

Tarifverträge enthalten einen schuldrechtlichen (obligatorischen) Teil, der die Rechte und Pflichten umfasst, und einen normativen Teil, der arbeitsrechtliche Normen festsetzt. Dieser ist für Arbeitnehmer besonders interessant, denn er befasst sich mit dem Arbeitsverhältnis und den zugehörigen Fragen.

Die wichtigsten Punkte innerhalb eines Tarifvertrages sind:

  • Arbeitszeiten

    Nicht jeder arbeitet die gleiche Anzahl an Stunden pro Woche. Mithilfe eines Tarifvertrages kann die Arbeitszeit auch verringert werden, beispielsweise auf maximal 37,5 Stunden pro Woche.

    Lesen Sie dazu auch:

  • Arbeitsentgelt

    Ein häufiger Streitpunkt und eine der wichtigsten Forderungen der Gewerkschaften bei Tarifverhandlungen ist das Gehalt beziehungsweise der Lohn der Arbeitnehmer. Hierbei wird festgelegt, wie viel die Arbeitnehmer verdienen oder in welchen Schritten das Gehalt erhöht wird.

    Lesen Sie dazu auch:

  • Arbeitsbedingungen

    Die Bedingungen, unter denen eine Aufgabe zu erledigen ist, kann im Arbeitsalltag einen großen Unterschied für die Arbeitnehmer machen. Sind sie Lärm, Staub oder Abgasen ausgesetzt? Arbeiten sie im Freien, ist die Arbeit überwiegend körperlich oder im Sitzen? Diese Umstände tragen entscheidend zum Wohlbefinden und somit zum Arbeitsklima bei. Aus diesem Grund fordern Gewerkschaften verstärkt bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder.

    Lesen Sie dazu auch:

  • Kündigungsfristen

    Häufig werden in Tarifverträgen längere Kündigungsfristen als die gesetzlichen vereinbart. Dies ist abhängig von der Betriebszugehörigkeit und wird beispielsweise im öffentlichen Dienst in § 34 TVöD geregelt. Wer länger als ein Jahr beschäftigt ist, hat eine Kündigungsfrist von maximal sechs Monaten zum Ende eines Quartals. Ebenso können allerdings auch kürzere Kündigungsfristen als die gesetzlich vorgesehenen Fristen vereinbart werden. Neben Kündigungen regelt ein Tarifvertrag Entlassungen sowie Einstellungsmodalitäten bei neuen Arbeitsverhältnissen.

    Lesen Sie dazu auch:

  • Urlaubsanspruch

    In einem Tarifvertrag kann vereinbart werden, dass der Urlaubsanspruch der Mitarbeiter über den gesetzlichen Mindestanspruch hinaus erhöht wird. So kann durch die Verhandlungen der Gewerkschaft beispielsweise ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen durchgesetzt werden, anstatt der gesetzlich vorgeschriebenen 24 Tage.

    Lesen Sie dazu auch:

  • Zusatzleistungen

    Auch zusätzliche Leistungen an die Arbeitnehmer, beispielsweise in Form von Weihnachtsgeld, können im Tarifvertrag vereinbart werden. Welchen genauen Leistungen hier vereinbart werden, variiert von Branche zu Branche.

    Lesen Sie dazu auch:

Arten und Beispiele für Tarifverträge

Die bekanntesten TarifverträgeEtliche Branchen haben einen Tarifvertrag. Er bietet beiden Tarifparteien Vorteile. Insbesondere die Berechenbarkeit der Gehalts- und Arbeitsbedingungen für eine große Anzahl von Beschäftigten sind sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitnehmervertretern dabei wichtig.

Durch die mediale Berichterstattung sind die Tarifverträge am bekanntesten, die die meisten Arbeitnehmer betreffen. Beispielsweise in folgenden Branchen:

  • Öffentlicher Dienst – Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TvöD)
  • Medizin – Gehaltstarifvertrag für Medizinische Fachangestellte/Arzthelferinnen (MFA)
  • Einzelhandel – Tarifvertrag Handel (Tv-H)
  • Versicherung – Tarifvertrag für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche (TVF)
  • Bau – Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (BRTV)
  • Metallverarbeitung – Entgelt-Rahmenabkommen in der Metall- und Elektroindustrie (ERA)

Deutlich wird: Tarifvertrag ist noch lange nicht gleich Tarifvertrag. Manche unterscheiden sich in erster Linie dadurch, wer von den Regelungen, auf die man sich einigen konnte, betroffen ist und welche Bereiche der Vertrag behandelt:

Verbandstarifvertrag

Diese Art wird auch Branchen- oder Flächentarifvertrag genannt und ist die häufigste Form des Tarifvertrages in Deutschland. Er hat Gültigkeit beispielsweise für eine Branche oder einen vorher festgelegten Tarifbezirk, wie zum Beispiel ein bestimmtes Bundesland. Da sie meist auf regionaler Ebene geschlossen werden, gibt es geringfügige Unterschiede zwischen den Verträgen. Für gewöhnlich sind die Lohnerhöhungen davon nicht betroffen, Ausnahme ist Ostdeutschland: Der durchschnittliche Tariflohn dort entspricht nur zu 96,5 Prozent dem Westlohn.

Firmentarifvertrag

Wie Sie sicherlich aus dem Namen schon richtig schlussfolgern, entsteht dieser Vertrag zwischen einer Gewerkschaft und einem einzelnen Unternehmen, er wird daher auch Haustarifvertrag genannt. Bekannte Beispiele für Firmentarifverträge sind der Tarifvertrag zwischen der IG Metall und dem Automobilhersteller Volkswagen oder auch der Firmentarifvertrag zwischen der IG Bergbau, Chemie, Energie mit den großen Mineralölkonzernen. Orientiert sich dieser Tarifvertrag an branchenspezifischen Tarifen oder werden teilweise Inhalte von branchenspezifischen Verbandstarifverträgen übernommen, ist vom Anerkennungstarifvertrag die Rede, da Inhalte eines anderen Tarifvertrages anerkannt werden.

Mehrgliedriger Tarifvertrag

Hierbei handelt es sich um eine etwas speziellere Form des Tarifvertrages. Als Vertragspartner können in diesem Fall auf beiden Seiten mehrere Parteien stehen. Es können also beispielsweise fünf Gewerkschaften gleichzeitig mit mehreren Arbeitgeberverbänden verhandeln. Sofern es nicht anders festgelegt ist, bestehen hier mehrere Verträge, die zum Beispiel von jeder Tarifpartei getrennt gekündigt oder geändert werden können. Genauso gut kann aber festgehalten werden, dass alle oder bestimmte Rechte nur gemeinsam angewendet werden können. Man spricht dann von Einheitstarif.




Andere lassen sich anhand des Inhalts unterscheiden und beispielsweise wie folgt gliedern:



Manteltarifvertrag

Der Manteltarifvertrag (auch als Rahmentarifvertrag bezeichnet) beschäftigt sich mit einigen wichtigen Fragen des Arbeitsverhältnisses. Dazu zählen in erster Linie die Arbeitszeit, der Urlaubsanspruch oder Kündigungsfristen. Ein Vorteil dieser Verträge ist ihre lange Laufzeit, die teilweise sogar unbegrenzt sein kann.

Gehaltstarifvertrag

Um eine angemessene Entlohnung der Mitglieder zu garantieren, schließen Gewerkschaften mit den Arbeitgeberverbänden sogenannte Gehaltstarifverträge ab. Dadurch können Arbeitnehmer, für die der Vertrag gilt, sicher sein, nicht unter Tarif bezahlt zu werden. Er regelt auch die Einteilung der Arbeitnehmer in verschiedene Lohn- und Gehaltsgruppen, die aufgrund der Arbeitsinhalte der einzelnen Arbeitnehmer voneinander unterschieden werden. Allerdings sind die Laufzeiten solcher Verträge deutlich kürzer als beispielsweise bei einem Manteltarifvertrag.

Anschlusstarifvertrag

Ein Tarifvertrag, der zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretung gekündigt wird und mit neu verhandelten Vereinbarungen direkt im Anschluss wirksam wird, wird als Anschlusstarifvertrag bezeichnet.

Paralleltarifvertrag

Dieser Tarifvertrag ähnelt dem Anerkennungstarifvertrag, da Tarifverträge gleichen Inhaltes von verschiedenen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden abgeschlossen und deren Inhalte anerkannt werden.

Notlagentarifvertrag

Diese Art von Tarifvertrag (auch als Sanierungstarifvertrag bezeichnet) tritt dann in Kraft, wenn eine wirtschaftliche Notlage oder Insolvenz des Unternehmens vermieden werden soll. Verbunden sind damit häufig Einbußen im Bereich der Sonderzahlungen und Arbeitsverlängerungen ohne Lohnausgleich. Im Gegenzug gilt es betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.


FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Tarifvertrag

Das Thema Tarifvertrag ist sehr umfangreich und in vielen Bereichen sehr komplex. Entsprechend groß ist die Verunsicherung bei Arbeitnehmern. In unserem kleinen FAQ zum Tarifvertrag haben wir einige der häufigsten und wichtigsten Fragen gesammelt und für Sie beantwortet:

  • Welche Funktionen erfüllt ein Tarifvertrag?

    Im Tarifvertrag werden grundlegende Vereinbarungen zu Arbeitsverhältnissen festgehalten. Mit einem Blick in den für Sie gültigen Tarifvertrag können Sie somit herausfinden, welche Rechte und Ansprüche Sie im Job geltend machen können.

    Darüber hinaus erfüllen Tarifverträge im Wesentlichen drei Funktionen:

    • Schutzfunktion

      Durch Tarifverträge wird der Arbeitsmarkt geregelt, denn die verbindlichen Vorgaben für individuelle Arbeitsverträge sorgen dafür, dass der Preis für die Arbeit zumindest etwas der möglichen Konkurrenz der Arbeitnehmer untereinander entzogen wird.

    • Friedensfunktion

      Den Vertragsparteien ist es während der Laufzeit des Tarifvertrags untersagt, Arbeitskämpfe bezüglich der geregelten Inhalte zu führen.

    • Verteilungsfunktion

      Durch ein verbindliches Lohn- und Gehaltsgefüge wird die Beteiligung der Arbeitnehmer am Sozialprodukt gewährleistet.

  • Worin unterscheiden sich Arbeits- und Tarifvertrag?

    Wenn ein Arbeitsvertrag das Arbeitsverhältnis zwischen den Vertragsparteien regelt und ein Tarifvertrag ebenso – worin liegt dann der Unterschied?

    Zunächst rein formal in der Zielgruppe. Ziel eines Tarifvertrages ist es, die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Gewerkschaftsmitglieder festzulegen. Rein rechtlich haben also nur Gewerkschaftsmitglieder einen Anspruch auf die im Tarifvertrag vereinbarten Leistungen.

    In der Praxis werden die Regelungen auch auf andere Mitarbeiter angewendet. Hintergrund ist der, dass der Arbeitgeber anderenfalls die Angestellten in die Arme der Gewerkschaft treiben würde und das liegt nicht in seinem Interesse.

    Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass das Tarifvertragsgesetz unmittelbar gilt, ohne dass es einer weiteren Vereinbarung oder Bestätigung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bedarf. Für den Arbeitnehmer bedeutet dies, dass Regelungen im Arbeitsvertrag ungültig sind, sofern sie gegen das TVG verstoßen.

    Es besteht außerdem Tarifvorrang. Enthält ein Arbeitsvertrag für den Arbeitnehmer ungünstigere Regelungen, gilt der Tarifvertrag. Da immer das Wohl des Arbeitnehmers im Mittelpunkt steht, gibt es mit dem Günstigkeitsprinzip eine Ausnahme, bei der vom Tarifvertrag abgewichen werden darf:

    Falls es einem Arbeitnehmer gelingt, in einem Arbeitsvertrag bessere Konditionen auszuhandeln, als sie der Tarifvertrag vorsehen würde, gilt der Arbeitsvertrag.

  • Worin unterscheiden sich Tarifvertrag und Betriebsvereinbarungen?

    Es gibt verschiedene Wege, Abkommen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu treffen. Unterschiede bestehen in der Hierarchie dieser vertraglichen Regelungen:

    • Tarifvertrag
    • Betriebsvereinbarung
    • Einzelarbeitsvertrag

    In der Hierarchie am höchsten – und daher bindend – ist ein Tarifvertrag, sofern einer für das Unternehmen gilt. Während dieser zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden geschlossen wird, ist die Betriebsvereinbarung ein Abkommen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat (in seiner Funktion als Arbeitnehmervertretung).

    Sie können vergleichsweise schnell und unkompliziert ausgehandelt werden, so dass sie vor allem da zum Tragen kommen, wo noch kein Tarifvertrag existiert.

  • Wann gilt ein Tarifvertrag für mich?

    Bei vielen Tausend Tarifverträgen ist es gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten. Die entscheidende Frage lautet meist: Gilt ein Tarifvertrag für mich? Um zu klären, ob und wenn ja, welcher Tarifvertrag für Sie gilt, sind grundsätzlich drei Möglichkeiten zu beachten:

    • Tarifwirkung

      Sie sind Mitglied in der Gewerkschaft und Ihr Arbeitgeber Teil des Arbeitgeberverbandes, der den Tarifvertrag geschlossen hat? Dann fällt Ihr Arbeitsverhältnis unter die sogenannte Tarifwirkung und die getroffenen Vereinbarungen sind für Sie gültig.

    • Einzelvertragliche Vereinbarung

      Die Gültigkeit eines Tarifvertrages kann auch im Arbeitsvertrag festgehalten werden. Selbst wenn Sie nicht Mitglied einer Gewerkschaft sind, kann so geregelt werden, dass der Tarifvertrag für Ihre Beschäftigung angewendet wird.

      Dahinter steht die sogenannte Gleichstellungsabrede. Es handelt sich um eine Klausel im Arbeitsvertrag, anhand derer ein tarifgebundener Arbeitgeber festlegt, dass ein Tarifvertrag und alle eventuell nachfolgenden Tarifregelungen (dynamische Verweisungsklausel) auch für diesen Arbeitnehmer gelten – unabhängig von der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft.

    • Allgemeinverbindlichkeit

      Es besteht die Möglichkeit, dass ein Tarifvertrag durch den Bundesarbeitsminister in den Status der Allgemeinverbindlichkeit gehoben wird. Dies kann passieren, wenn die Tarifwirkung nicht ausreicht, um die verschiedenen Arbeitnehmer einer Branche zu schützen.

    Eine mögliche Ausnahme: Es gibt Fälle, in denen der Arbeitgeber Mitglied im Arbeitgeberverband ist, dieser jedoch eine Satzung enthält, die eine Mitgliedschaft ohne Tarifbindung (so genannte OT-Mitgliedschaft) ermöglicht. Gewerkschaften sprechen hier von Tarifflucht, denn die Inhalte des Tarifvertrages sind für den Arbeitgeber nicht mehr bindend.

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Praktikum: Tipps zu Bewerbung, Bezahlung & Berufseinstieg https://karrierebibel.de/praktikum/ Tue, 07 Apr 2020 07:00:20 +0000 Jochen Mai http://karrierebibel.de/?p=67766

Das Praktikum ist für viele Studenten und Absolventen der Einstieg in den Job. Hier haben Praktikanten zum ersten Mal Berührung mit der beruflichen Praxis in einem bestimmten Job oder eine speziellen Branche. Dabei gibt es allerdings unterschiedliche Formen für ein Praktikum: freiwillige Praktika ebenso wie Pflichtpraktika (für Schüler und Studenten). Diese werden überdies unterschiedlich bezahlt. Kurzum: Wer den Job fürs Leben suchen und sich einen Traumjob angeln will, kommt an einem Praktikum kaum vorbei. Was Praktikanten in spe darüber wissen müssen: Rechte, Pflichte, Bezahlung, Urlaub, Auslandspraktikum – all das finden Sie hier…

Definition: Was genau ist ein Praktikum?

Definition: Was genau ist ein Praktikum?Praktika sind dazu gedacht – in der Schulzeit, während des Studiums oder kurz vor dem Berufseinstiegfür eine begrenzte Zeit in Berufe oder Branchen hinein zu schnuppern sowie in den Betrieben erste Berufserfahrungen zu sammeln.

Ziel ist es, neue Kenntnisse und Fähigkeiten zu erarbeiten, die für den Beruf oder eine Branche wichtig und typisch sind. Oder bestehendes Wissen und Handwerkszeug zu erweitern und zu vertiefen. Im Vordergrund steht dabei der Einsatz in der Praxis, damit das Erlernte nicht nur Theorie bleibt.

Selbst wer schon weiß, welchem Beruf er später einmal nachgehen möchte, kann von einem Praktikum profitieren: Berufseinsteiger beispielsweise, die bisher noch kein Berufserfahrung sammeln konnten, haben es auf dem Arbeitsmarkt oft schwer. Ein Praktikum wertet ihre Bewerbung und den Lebenslauf auf und erhöht die Erfolgsaussichten.

Genauso kann es sinnvoll sein, zwischen zwei Jobs oder bei einer länger dauernden Jobsuche, ein Praktikum zu machen. So wird die Lücke im Lebenslauf nicht zu groß. Und Bewerber können nachweisen, dass Sie sich in der Zeit weiterentwickelt haben.

Dabei gibt es jedoch unterschiedliche Formen von Praktika. Unterschieden wird zwischen einem…

  • Schülerpraktikum

    Diese Praktika finden währen der Schulzeit – zwischen der 8. und 11. Klasse – statt, sind in der Regel im Lehrplan festgeschrieben und dauern oft nicht länger als ein bis zwei Wochen. Ziel ist es, den Schülern durch das Schülerpraktikum ein Gefühl für die Arbeitswelt zu vermitteln und eine erste Berufsorientierung zu geben.

  • Pflichtpraktikum

    Sie finden im Rahmen des Studiums statt. Manche dieser Praktika dienen sogar der Zulassungsvoraussetzung, wie etwa das Vorpraktikum im Maschinenbau. Ablauf und Dauer dieser Pflichtpraktika sind in der Regel durch die Studienordnung vorgegeben. Meist sind es zwei Pflichtpraktika bis zum Master-Abschluss. Für die Praktikanten besteht jedoch kein Urlaubsanspruch, die Vergütung (siehe unten) ist sozialversicherungsfrei und wird auf das BAföG angerechnet. Die Praktika dienen sowohl dem Erwerb erster berufsrelevanter Erfahrungen aber auch der Orientierung bei der späteren Berufswahl.

  • Freiwilliges Praktikum

    Darüber hinaus kann sich jeder auch freiwillig für ein Praktikum bewerben und so neben Berufserfahrungen auch Kontakte in ein Unternehmen oder eine Branche gewinnen. Oft werden Praktika auch dazu genutzt, sogenannte Soft Skills zu trainieren beziehungsweise im Lebenslauf nachzuweisen. Also beispielsweise das Arbeiten in Projekten und Teams.

Praktikumsstellen finden sich in nahezu in jedem Berufsfeld. Beliebt sind insbesondere Praktika in der Industrie (zum Beispiel bei Daimler), in der Informatik aber auch bei der Bundeswehr.

Bezahlung: Was verdient man im Praktikum?

Bei einem freiwilligen Praktikum ist das Gehalt seit der Einführung des Mindestlohns vorgeschrieben. Schüler- und Pflichtpraktika müssen dagegen nicht bezahlt werden. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie dabei auch nicht völlig ausgebeutet werden oder zu hohe Mehrkosten (etwa durch Reise- oder Wohnungskosten) entstehen.

Die gute Nachricht ist: Für ein bezahltes Praktikum steigen nach und nach die Praktikumsgehälter. Studien zufolge ist die Vergütung von Praktikanten aktuell auf durchschnittlich 1.240,18 Euro monatlich angestiegen. Zu verdanken ist dies auch der Einführung des Mindestlohns.

So sieht die durchschnittliche Bezahlung von Praktikanten (pro Monat) in den Branchen derzeit so aus:

  • Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung & Recht: 1.382,90 Euro
  • Personaldienstleistungen: 1.334,05 Euro
  • Finanzen, Banken & Versicherungen: 1.259,73 Euro
  • Maschinen- & Anlagenbau: 1.156,90 Euro
  • Freizeit, Touristik, Kultur & Sport: 1.150 Euro
  • Bildung & Training: 1.080,75 Euro
  • Vereine & NGOs: 700 Euro

Auch für freiwillige Praktika besteht laut § 26 des Berufsbildungsgesetz (BBiG) Anspruch auf eine Vergütung sowie unter Umständen auch Sozialversicherungspflicht:

  • Dauert das Praktikum weniger als drei Monate und erhält der Praktikant dafür monatlich weniger als 450 Euro, besteht keine Sozialversicherungspflicht.
  • Dauert das Praktikum aber länger als drei Monate, handelt es sich nicht mehr um eine um eine geringfügige Beschäftigung. In dem Fall muss der Arbeitgeber einen Beitrag zu Kranken- und Rentenversicherung zahlen. Dafür entfällt der Arbeitnehmeranteil. Einen BAföG-Anspruch haben diese Praktikanten allerdings nur bei Teilzeit-Praktika oder wenn das Praktikum in der vorlesungsfreien Zeit stattfindet.
  • Dauert das Praktikum länger als drei Monate und übersteigt das Praktikumsentgelt 450 Euro monatlich, besteht Sozialversicherungspflicht wie für einen Arbeitnehmer und der BAföG-Anspruch geht verloren. Immerhin besteht dafür ein anteiliger Urlaubsanspruch laut Bundesurlaubsgesetz von rund 2 Tagen pro Monat. Darüber hinaus fällt beim Überschreiten der Einkommensgrenze von monatlich 450 Euro im Monat die kostenlose Familienversicherung weg, sodass Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen.

Wer hat KEINEN Anspruch auf Mindestlohn?

Praktikum Mindestlohn Studenten Schüler AnspruchVon der Mindestlohnpflicht wiederum ausgenommen sind Schüler- und Pflichtpraktikanten. Ebenso alle Praktika, die weniger als drei Monate dauern, weil hierbei sonst die Kosten und der Aufwand zur Einarbeitung des Praktikanten zu hoch wären. Ebenfalls vom Mindestlohn bei einem Praktikum ausgenommen sind:

  • Pflichtpraktika im Rahmen von Schule, Ausbildung oder Studium
  • Freiwillige Praktika begleitend zu Studium oder Ausbildung bis zu drei Monaten
  • Freiwillige Praktika bis zu drei Monaten, die zur Orientierung bei der Berufs- oder Studienwahl dienen
  • Einstiegsqualifizierungen nach § 54 a des Dritten Sozialgesetzbuches
  • Praktika zur Berufsausbildungsvorbereitung nach §§ 68–70 Berufsbildungsgesetz (BBiG)
  • Praxisphasen während eines dualen Studiums, generell bei ausbildungsintegrierten Studiengängen, sowie praxisintegrierten Studiengängen bei denen praktische Tätigkeiten regelmäßig innerhalb des Studiengangs verpflichtend sind.

Suche: Hier finden Sie das passende Praktikum

Machen Sie sich zunächst Gedanken über Ihren Berufswunsch und die mögliche Branche: Was möchten Sie arbeiten? Wo? In welchen Unternehmen? Unsere Berufsbilder und Jobprofile können Ihnen hierbei eine erste Orientierung geben.

Danach sollten Sie folgende Fragen klären:

  • Lage: Wann haben Sie Zeit und wie lange sollte das Praktikum dauern?
  • Finanzierung: Wird das Praktikum bezahlt oder ist es ein Pflichtpraktikum? Sind Ihre laufenden Kosten zwischenzeitlich gedeckt?
  • Kontakt: Telefonieren Sie rechtzeitig mit den in Frage kommenden Unternehmen oder Organisationen, schielen Sie dabei nicht nur auf die großen: gerade in kleinen Unternehmen ist die Betreuung oft persönlicher und engmaschiger.
  • Strategie: Idealerweise sollte ein roter Faden bei Ihren Praktika erkennbar sein und jedes sollte Sie beruflich voranbringen.

Für die Recherche nach vakanten Praktikumsplätzen können Sie zudem die klassischen Jobbörsen von Arbeitsagentur bis hin zu unserer eigenen, kostenlosen Stellenbörse Karrieresprung.de nutzen. Hier ein Auszug – nutzen Sie einfach die Suchfilter oben im Formular:

Praktika finden Sie auf www.karrieresprung.de.


Darüber hinaus gibt es spezielle Praktikumsbörsen. Hier eine Auswahl (die Reihenfolge stellt keine Wertung dar):

Auslandspraktikum: Wo finde ich solche Stellen?

Auslandspraktikum findenEin Auslandspraktikum (während des Studiums) gehört heute zum guten Ton. Und geeignete Praktikumsplätze dafür zu finden, ist gar nicht so schwer. Hier ein paar Tipps:

  • Karriereseiten der Unternehmen

    In den Stellenbörsen vieler Unternehmen sind auch Praktika im Ausland ausgeschrieben. Auf diese können Sie sich direkt bewerben.

  • Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

    Falls Sie während des Praktikums auch noch Projekte in einem Entwicklungsland unterstützen möchten, dann sollten Sie die Jobbörse der GIZ aufsuchen. Dort werden bezahlte Praktika für einen Zeitraum zwischen drei bis sechs Monaten angeboten. Weil die Praktika beliebt sind, sind die Anforderung an Praktikanten entsprechend hoch.

  • Länderbüros politischer Stiftungen

    Auch in den Auslandsbüros politischer Stiftungen wie beispielsweise der Friedrich-Ebert-Stiftung oder der Konrad-Adenauer-Stiftung können Sie ein Praktikum absolvieren. Hierfür sollten Sie allerdings gute Sprachkenntnisse mitbringen. Diese Praktika werden jedoch nicht bezahlt.

  • Goethe-Institute im Ausland

    In den 140 Goethe-Instituten im In- und Ausland können Sie ebenfalls ein Praktikum absolvieren. Diese sind aber, wie bei den politischen Stiftungen, unbezahlt. Sie können zwischen einem Praktikum im Verwaltungsbereich, in der Programmarbeit oder in der Sprach- und Bildungskooperation wählen.

  • Max-Weber-Stiftung

    Das Programm der Max-Weber-Stiftung richtet sich an Studierende geisteswissenschaftlicher Studiengänge, die schon einen akademischen Abschluss erworben haben. Die Stiftung hat Institute in London, Paris, Moskau, Tokyo, Beirut, Istanbul, Rom, Warschau und Washington. Es können Praktika im wissenschaftlichen, im administrativen sowie im Bibliotheksbereich absolviert werden.

  • Vermittlungsagenturen

    Diese Praktikumsbörsen unterstützen Sie bei der Suche nach einem Praktikumplatz und der Planung des Auslandsaufenthaltes. Vermittlungsagenturen bieten ein breites Angebot an Praktika. Studenten aller Fachrichtungen, von angehenden Ingenieuren bis zu Rechtswissenschaftlern, werden hier fündig. Für die Vermittlung zahlen Bewerber allerdings eine Vermittlungsgebühr.

Bewerbung: So bewerben Sie sich für ein Praktikum

Ob Sie eine Festanstellung oder einen Praktikumsplatz suchen – der Ablauf der Suche, Recherche und Bewerbung ist immer gleich.

Die Unterschiede bei der Bewerbung für ein Praktikum liegen eher im Detail der Ansprache des Arbeitgebers und werden vor allem beim Formulieren des Anschreibens deutlich: Wer sich für ein Praktikum bewirbt, besitzt in der Regel keinerlei einschlägige Berufserfahrungen.

Folglich können Bewerber hierbei nicht über bisherige Erfolge, Kompetenzen oder Erfahrungen argumentieren. Was bleibt, ist allein die Motivation.

Im Anschreiben für ein Praktikum MUSS also deutlich werden, warum Sie sich (ausgerechnet) für diese Stelle bewerben, was Sie sich davon erhoffen und warum Sie an diesem Unternehmen so besonders interessiert sind. Ein Musteranschreiben könnte beispielsweise so formuliert sein:


Praktikumsbewerbung: Beispiel für ein Musteranschreiben

Sehr geehrte Frau ______________,

seit ich mit dem Bloggen begonnen habe, fasziniert mich der Beruf des Mediengestalters immer mehr. Ich habe auf Ihrer Website gesehen, dass Sie genau in diesem Bereich einen Praktikanten ab dem MM.JJJJ suchen. Genau dafür möchte ich mich hiermit bewerben.

Ich verfolge Ihre Online-Aktivitäten schon seit einiger Zeit und bin begeistert davon, was Sie alles realisiert haben – auf Twitter, Instagram – und Ihrer Karriereseite. Nur zu gerne würde ich meine bisherigen Erfahrungen bei Ihnen einbringen. Mehr aber noch erhoffe ich mir, Einblicke in das Jobprofil und den Arbeitsalltag in Ihrem Unternehmen zu gewinnen. Neben dem hervorragenden Ruf Ihres Unternehmens sprechen mich vor allem die zahlreichen Arbeitsbereiche und verschiedenen Aufgaben an. Sie sind da wirklich einzigartig, finde ich!

Was ich mitbringe? Eine schnelle Auffassungsgabe, Zuverlässigkeit, hohe Sorgfalt und viel Kreativität. Ich bin bestimmt nicht der Praktikant, der nur dasitzt und auf Impulse wartet. Von mir dürfen Sie ordentlich Elan und Verve erwarten. Das habe ich schon in den Praktika während meiner Schulzeit unter Beweis gestellt.

Falls ich Ihr Interesse geweckt habe, freue ich mich, alle noch offenen Fragen zu beantworten – am besten in einem persönlichen Gespräch. Auf die Einladung freue ich mich – ganz frech – schon jetzt und verbleibe bis dahin…

Mit freundlichen Grüßen

UNTERSCHRIFT

Gibt es eine konkrete Ausschreibung für das Praktikum, sollten Sie genau darauf eingehen und Schlüsselbegriffe exakt wiedergeben. Fachleute unterscheiden hier zwischen sogenannten…

Wird in der Stellenanzeige beispielsweise ausdrücklich erwähnt, dass der Praktikant einen Führerschein besitzen oder fließend Englisch können muss, brauchen Sie sich gar nicht erst ohne zu bewerben.

Finden sich dagegen in der Offerte weiche Formulierungen, wie „wünschenswert wäre“ oder „idealerweise bringen Sie auch … mit“, dann sind das Kann-Anforderungen, die Ihre Chancen verbessern, je mehr Sie davon bieten. Ihr Fehlen ist aber kein K.O.-Kriterium.

Ebenso ist es klug, sich in die Lage des Personalers zu versetzen: Die meisten Unternehmen schreiben nicht nur ein Praktikum, sondern mehrere aus.

Bewerben Sie sich daher nie für ein Praktikum, sondern ganz konkret für eines der ausgeschriebenen oder beschreiben Sie zumindest die Stelle genau, sonst weiß der Personaler gar nicht, wohin er Sie sortieren soll.

Was bei Bewerbern für ein Praktikum ebenfalls Pluspunkte bringt, sind außeruniversitäre oder ehrenamtliche Erfahrungen sowie weitere Praktika. Also unbedingt erwähnen, falls Sie…

  • schon andere, ähnliche Praktika absolviert haben.
  • sich in einer Studenteninitiative engagieren.
  • an Fachveranstaltungen teilnehmen oder diese gar mitorganisieren.
  • im Verein besondere und passende Fähigkeiten erwerben konnten.
  • über zusätzlich oder gar außergewöhnliche Spachkenntnisse verfügen.

Zählen Sie solche Erfahrungen und Fertigkeiten aber bitte nie listenhaft auf. Wählen Sie diese gezielt aus: In die Bewerbung kommt nur, was für die Praktikantenstelle relevant ist.

Bewerbungsmuster und Beispiel für ein Praktikum

Um Ihnen die Bewerbung für ein Praktikum zu erleichtern, haben wir für Sie kostenlose Muster und Vorlagen erstellt. Diese können Sie sich hier gerne herunterladen und privat immer wieder nutzen:

Praktikumsbewerbung 1
Praktikumsbewerbung 2
Praktikumsbewerbung 3
Praktikumsbewerbung Vorlage Beispiel Muster01 Praktikumsbewerbung Vorlage Beispiel Muster02 Praktikumsbewerbung Vorlage Beispiel Muster03
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau


Dazu: Kostenlose Lebenslauf-Vorlagen fürs Praktikum



Mehr als 80 kostenlose Bewerbungsmuster und Lebenslauf-Vorlagen als Word-Datei oder PDF-Dokument finden Sie bei uns HIER.

Aufgaben: So wird das Praktikum zum Erfolg

Zu Beginn des Praktikums steht oft nur grob fest, was der oder die Praktikantin zu tun hat. Die Beschreibung in der Stellenanzeige spiegelt nicht zwingend das tatsächliche Spektrum oder die Realität wider.

Auch das obligatorische Kaffee kochen und Kopieren gehören mitunter zu den Tätigkeiten, die man Praktikanten auferlegt.

Seien Sie in dem Fall für nichts zu schade. Nutzen Sie die Chance aber auch, derlei vage Arbeitsinhalte zu präzisieren. Zum Beispiel so:

(zum Weiterlesen einfach auf die orangen Pfeile klicken)


Zeigen Sie Eigeninitiative

Gehen Sie produktiv mit Leerlauf um: Überlegen Sie, an welcher Stelle gerade jemand gebraucht wird und bieten Sie Ihre Hilfe an. Niemals abwarten und passiv rumsitzen! Fragen Sie lieber nach, wer Hilfe braucht. Den Kollegen und Ihrem Chef wird es positiv auffallen, dass Sie selbst solche Vorschläge machen und Eigeninitiative zeigen. Und wenn partout nichts zu tun ist, fragen Sie wenigstens, ob Sie in der Zeit Ihren Praktikumsbericht vorbereiten oder Fachzeitschriften lesen dürfen.

Gestalten Sie Ihr Praktikum mit

Warten Sie nicht darauf, dass einer der Kollegen Sie an die Hand nimmt und in sein Projekt einbezieht. Interessieren Sie sich besonders für einen bestimmten Bereich oder ein Projekt? Dann sprechen Sie den entsprechenden Kollegen an und bieten Sie ihm Ihre Unterstützung an. Auch auf diese Weise können Sie mitbestimmen, wie Ihr Praktikum verläuft.

Fragen Sie bei Unklarheiten nach

Es gibt kaum dumme Fragen, aber zu späte. Gerade am Anfang Ihres Praktikums gesteht man Ihnen Rückfragen eher zu, als wenn Sie schon einige Erfahrungen gemacht haben – und sich dann immer noch nach den Basics erkundigen. Das wirft ein schlechtes Licht auf Ihre bisherige Arbeit und Lernfähigkeit. Deshalb: Gerade am Anfang viele Notizen machen, lernen, umsetzen…

Seien Sie sich für nichts zu schade

Erledigen Sie auch die offensichtlichen Sisyphus-Arbeiten oder einfachste Tätigkeiten wie die Spülmaschine auszuleeren mit Interesse und Engagement. Das betont Ihren Teamgeist und statusfreies Denken. Diven und Superstars dagegen kann keiner leiden. Und (siehe erster Punkt): Je mehr Sie sich aktiv einbringen, desto weniger wird man Sie für den Krimskrams nutzen.




Es gibt aber auch ein paar handfeste Gefahren, die im Praktikum lauern. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, heißt es zurecht. Als Praktikant stehen Sie (im Gegensatz zu Auszubildenden) zwar oft außerhalb der Hierarchie, dennoch sollten Sie zunächst bescheiden auftreten und nicht eine Bugwelle erzeugen, als seien Sie der Christus der Branche.

Mit ein wenig Empathie, Diplomatie und Fingerspitzengefühl lassen sich die meisten Klippen umschiffen. Folgende Fettnäpfe sollten Sie allerdings überspringen:


Häufig zu spät kommen

Wiederholt zu spät zu kommen sowie ohne Absprache früher zu gehen, ist ein absolutes No-Go. Arztbesuche sollten Sie in den ersten Wochen ebenfalls vermeiden, ansonsten bitte rechtzeitig ankündigen und Bereitschaft signalisieren, den Termin zu tauschen. Termine wie Familiengeburtstage klären Sie bitte ebenfalls vorher ab.

Den Arbeitscomputer privat nutzen

Auch wenn man Ihnen einen Computer mit Internetzugang zuteilt – klären Sie unbedingt vorher, ob Sie damit auch mal privat surfen dürfen. Dass Sie keine schlüpfrigen Seiten besuchen, versteht sich von selbst. Aber seien Sie auch zurückhaltend mit Besuchen in Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Und schon gar nicht sollten Sie dort öffentlich und negativ über Ihr Praktikum plaudern.

Schlechte Manieren im Alltag zeigen

Wenn Sie sich einen Kaffee holen, fragen Sie doch einfach mal bei den Zimmerkollegen nach, ob diese auch einen möchten. Alles andere wäre stillos. Und trauen Sie sich ruhig die erste Runde zu spendieren – dann werden auch Sie eingeladen. Seien Sie auch sonst freundlich und zuvorkommend. Deswegen muss keiner devot werden. Aber gute Manieren sowie „Bitte“ und „Danke“ zu sagen, haben noch nie geschadet.

Sich an Lästereien beteiligen

Halten Sie sich beim Flurfunk zurück und lassen Sie sich nicht zu Lästereien hinreißen. Beobachten und analysieren Sie lieber die Situation und Gruppierungen, bis Sie ungefähr nachvollziehen können, welche Lager es gibt und wer mit wem verbandelt ist. Was dagegen erlaubt ist: Nutzen Sie den Flurfunk und den alltäglichen Umgang der Kollegen miteinander, um sich ein Bild von dem Unternehmen zu machen. Und fragen Sie sich, ob Sie sich in dieser Atmosphäre langfristig wohlfühlen können.

Als Besserwisser auftreten

Sie stecken voller Motivation und in Ihrem Kopf schwirren etliche Ideen, was man im Unternehmen verbessern oder anders angehen könnte. Grundsätzlich gut. Aber Eigeninitiative und Ideen werden vor allem dann geschätzt, wenn Sie nicht besserwisserisch vorgetragen werden. Verpacken Sie Ihre Vorschläge daher besser in Fragen: „Und wie wäre es, wenn wir…?“ Pluspunkte sammelt, wer es schafft, den Kollegen dabei das Gefühl zu geben, sie seien selbst auf die Idee gekommen.

Nicht kritikfähig sein

Niemand ist perfekt. Praktikanten schon per Definition nicht – sie lernen ja noch. Deshalb ist Kritik an Ihrer Arbeit ganz normal. Bitte nehmen Sie die nie persönlich, auch wenn es sich so anfühlt. Das ist nur das Ego, was sich da beschwert… Ignorieren! Hören Sie sich den Tadel lieber gut an, bleiben Sie locker und danken Sie für das Feedback. Danach sollten Sie versuchen, die Kritik umzusetzen und es beim nächsten Mal besser zu machen. So wachsen Sie nicht nur selbst – Sie signalisieren auch Lernwille und -fähigkeit.




Praktikum nutzen: So knüpfen Sie wertvolle Kontakte

Praktikum nutzen Netzwerk aufbauenDas Praktikum sollten Sie nicht nur dazu nutzen, Berufspraxis zu schnuppern. Sie können in dieser Zeit auch wertvolle Kontakte ins Unternehmen und die Branche knüpfen. Das sogenannte Vitamin B schadet schließlich nur dem, der es nicht hat.

So nutzen Sie das Praktikum zum Netzwerken:

  • Geben Sie einen Einstand

    Ihr Praktikum fängt im Prinzip mit einem gelungenen Einstieg an: Stellen Sie sich vor, schreiben Sie vielleicht eine kurze Rundmail oder nutzen Sie die erste Frühstückspause, um mit Ihren Kollegen Bekanntschaft zu machen. Was immer gut ankommt und nicht zu teuer ist: Kuchen. Geben Sie Ihren Einstand und schmeißen Sie eine kleine Runde mit selbst gebackenem Kuchen oder Cupcakes. Selbst über so Banalitäten wie Kuchenrezepte kommt man häufig schon ins Gespräch.

  • Suchen Sie das Gespräch mit Kollegen

    Nehmen Sie jede Gelegenheit wahr, um sich mit Kollegen auszutauschen – aber nicht nur in der eigenen Abteilung. Halten Sie beispielsweise in der Kaffeeküche kurz inne, um ein paar Worte zu wechseln oder gehen Sie mit anderen Mitarbeitern Mittagessen. Auch mit den anderen Praktikanten. Betreiben Sie Smalltalk und suchen Sie nach Gemeinsamkeiten. Tauschen Sie überdies Tipps und Erfahrungen aus.

  • Vernetzen Sie sich

    Haben Sie die Kollegen besser kennengelernt, fragen Sie nach, ob Sie sich auch auf Xing, Linkedin oder anderen sozialen Netzwerken vernetzen können. So bleiben Sie in Kontakt.

  • Geben Sie einen Ausstand

    Spätestens, wenn es etwas zu essen gibt, versammelt sich das Kollegium. Das gilt auch beim Abschied. Manche Kollegen haben vielleicht nicht mitbekommen, dass Ihr letzter Tag naht und können beim Ausstand die Gelegenheit ergreifen, sich von Ihnen zu verabschieden.

  • Halten Sie Kontakt

    Jedes Praktikum endet. Lassen Sie die Kontakte danach aber nicht einschlafen. Melden Sie sich ab und an bei den ehemaligen Kollegen oder schicken Sie denen ein Update, wie Sie sich weiterentwickelt haben oder kommentieren Sie deren Inhalte auf Twitter & Co. Auf diese Weise bleiben Sie im Gedächtnis und halten sich die Option offen, irgendwann einmal um einen Gefallen zu bitten.

Arbeitsrecht: Welche Rechte haben Praktikanten?

Viele Praktikanten trauen sich nicht, sich zum Beispiel über anspruchslose Aufgaben oder schlechte Bezahlung zu beschweren. Zum Teil auch, weil sie nicht wissen, was ihnen zusteht. Hier ein kleiner Überblick aus dem Arbeitsrecht: Das sind die Rechte von Praktikanten:

  • Arbeitszeit

    In der Regel entsprechen die Arbeitszeiten von Praktikanten denen der angestellten Arbeitnehmer. Wie lange ein Praktikant arbeitet, wird im Praktikumsvertrag schriftlich festgehalten.

  • Urlaub

    Beim Urlaubsanspruch gelten unterschiedliche Regelungen. Bei Pflichtpraktika unterliegen Studenten keinem arbeitsrechtlichen Schutz und haben auch keinen Anspruch auf Urlaub. Bei einem freiwilligen Praktikum gelten indes die gleichen Rechte wie bei Angestellten. Das bedeutet, dass Sie Anspruch auf mindestens 24 Tage im Jahr, also 2 Tage pro Monat, haben.

  • Kündigung

    Wurde im Vorfeld keine Kündigungsfrist vereinbart, können Sie jederzeit gehen. Sollte das Praktikum ganz und gar nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, und Sie haben das Gefühl, nichts zu lernen, sollten Sie die Notbremse ziehen.

Ausführliche Informationen zu Rechten und Pflichten finden Praktikanten in unserem ausführlichen Artikel zum Thema Rechte von Praktikanten.

Praktikumszeugnis: Worauf sollte ich achten?

Nach jedem Praktikum können und sollten Sie um ein Abschlusszeugnis beziehungsweise Praktikumszeugnis bitten. Das brauchen Sie später für Ihre Bewerbungsunterlagen und um einen lückenlosen Lebenslauf zu dokumentieren.

Beim Zeugnis-Inhalt sollten Sie auf die Sprache achten: Personaler verklausulieren gerne ihre Zeugnisnoten. Wenn ein Mitarbeiter seine Aufgaben stets zur vollsten (1), stets zur vollen (2) oder stets zur Zufriedenheit (3) erledigte, macht das einen Unterschied.


Formulierungen: Mehr als 200 Codes entschlüsselt

Arbeitszeugnis Formulierungen Codes Pdf Ebook CoverWeil sich im Arbeitszeugnis regelmäßig negative Subbotschaften verstecken, haben wir eine umfangreiche Übersicht zusammengestellt mit mehr als 200 Arbeitszeugnis Formulierungen und Geheimcodes in der Zeugnissprache – samt Erklärung, Bedeutung und Notenentsprechung. So können Sie sofort entschlüsseln, ob Ihr Zeugnis „sehr gut“, „befriedigend“ oder gar „mangelhaft“ ist.

Das eBook können Sie sich als PDF gleich hier kostenlos herunterladen, ausdrucken und als Nachschlagewerk verwenden. Achten Sie beim Praktikumszeugnis aber bitte nicht nur darauf, was drinsteckt, sondern auch was NICHT drinsteht. Häufig kann auch das Weglassen von Standard-Formulierungen ein geheimes Signal für eine schlechte Note sein.

Beachten Sie überdies:

  • Das Zeugnis muss neben korrekten Personenangaben (Vorname, Name, Geburtsdatum), den genauen Tätigkeitszeitraum sowie die Art und Dauer aller vom Arbeitnehmer ausgeführten Tätigkeiten enthalten.
  • Ein qualifiziertes Zeugnis enthält neben der der reinen Positions- und Aufgabenbeschreibung zudem eine Bewertung der Leistung und des Sozialverhaltens des Arbeitnehmers.
  • Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch darauf, ein individuelles Zeugnis zu erhalten. Wenn Sie Ihr Praktikumszeugnis selber schreiben sollen, gibt Ihnen das die Chance, das Beste daraus zu machen. Achten Sie aber auch hier darauf, dass Sie sich durch eine unglückliche Formulierung nicht selbst eine schlechte Note geben.
  • Unterschrieben werden muss das Zeugnis von Ihrem Personalverantwortlichen, in der Regel vom direkten Vorgesetzten. Es reicht aber auch ein Kollege aus der Personalabteilung.

Berufseinstieg: Wie geht es nach dem Praktikum weiter?

Insbesondere abschlussnahe Studenten können über ein Praktikum schnell den Berufseinstieg finden. Das setzt voraus, dass Sie während des Praktikums mit guter Leistung, Verlässlichkeit und Engagement geglänzt haben.

Um Ihre Chancen zu maximieren, sollten Sie rechtzeitig aktiv werden und den Übergang vom Praktikum in einen möglichen Job vorbereiten. Die folgenden drei Schritte helfen Ihnen dabei.

  1. Bitten Sie um ein Abschlussgespräch

    Vereinbaren Sie einen Termin gegen Ende des Praktikums, an dem Sie das Praktikum mit Ihren Vorgesetzten Revue passieren lassen und sich Feedback einholen. Ein solches Gespräch bietet Ihnen die Gelegenheit, über eine weitere Zusammenarbeit zu sprechen. Nutzen Sie das, und schämen Sie sich nicht, danach zu fragen.

  2. Erkundigen Sie sich nach einem Job

    Vielleicht haben Sie Ihr Studium noch gar nicht abgeschlossen, sodass ein nahtloser Übergang in die Festanstellung unmöglich ist. Dann bleiben immer noch eine Tätigkeit als Werkstudent oder ein Studentenjob. Beides hält den Kontakt aufrecht – und eingearbeitet sind Sie auch schon. Fragen Sie nach, ob und wie viele Stunden Sie später pro Woche für das Unternehmen arbeiten könnten – und zu welchem Stundenlohn.

  3. Nutzen Sie den kleinen Dienstweg

    Falls der Jobeinstieg bald ansteht, suchen Sie gezielt die Kollegen in der Personalabteilung auf und fragen Sie diese nach Vakanzen. Solange das Praktikum noch läuft, haben Sie hier gleich drei Vorteile: einen physischen Zugang zu den Personalern; kurze Wege und Fürsprecher im Unternehmen (zum Beispiel den direkten Vorgesetzten sowie einflussreiche Kollegen). Eine Bewerbung über den „kleinen Dienstweg“ hat größere Aussichten als wenn Sie es später als externer Kandidat versuchen.

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
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Das Praktikum ist für viele Studenten und Absolventen der Einstieg in den Job. Hier haben Praktikanten zum ersten Mal Berührung mit der beruflichen Praxis in einem bestimmten Job oder eine speziellen Branche. Dabei gibt es allerdings unterschiedliche Formen für ein Praktikum: freiwillige Praktika ebenso wie Pflichtpraktika (für Schüler und Studenten). Diese werden überdies unterschiedlich bezahlt. Kurzum: Wer den Job fürs Leben suchen und sich einen Traumjob angeln will, kommt an einem Praktikum kaum vorbei. Was Praktikanten in spe darüber wissen müssen: Rechte, Pflichte, Bezahlung, Urlaub, Auslandspraktikum – all das finden Sie hier…

Definition: Was genau ist ein Praktikum?

Definition: Was genau ist ein Praktikum?Praktika sind dazu gedacht – in der Schulzeit, während des Studiums oder kurz vor dem Berufseinstiegfür eine begrenzte Zeit in Berufe oder Branchen hinein zu schnuppern sowie in den Betrieben erste Berufserfahrungen zu sammeln.

Ziel ist es, neue Kenntnisse und Fähigkeiten zu erarbeiten, die für den Beruf oder eine Branche wichtig und typisch sind. Oder bestehendes Wissen und Handwerkszeug zu erweitern und zu vertiefen. Im Vordergrund steht dabei der Einsatz in der Praxis, damit das Erlernte nicht nur Theorie bleibt.

Selbst wer schon weiß, welchem Beruf er später einmal nachgehen möchte, kann von einem Praktikum profitieren: Berufseinsteiger beispielsweise, die bisher noch kein Berufserfahrung sammeln konnten, haben es auf dem Arbeitsmarkt oft schwer. Ein Praktikum wertet ihre Bewerbung und den Lebenslauf auf und erhöht die Erfolgsaussichten.

Genauso kann es sinnvoll sein, zwischen zwei Jobs oder bei einer länger dauernden Jobsuche, ein Praktikum zu machen. So wird die Lücke im Lebenslauf nicht zu groß. Und Bewerber können nachweisen, dass Sie sich in der Zeit weiterentwickelt haben.

Dabei gibt es jedoch unterschiedliche Formen von Praktika. Unterschieden wird zwischen einem…

  • Schülerpraktikum

    Diese Praktika finden währen der Schulzeit – zwischen der 8. und 11. Klasse – statt, sind in der Regel im Lehrplan festgeschrieben und dauern oft nicht länger als ein bis zwei Wochen. Ziel ist es, den Schülern durch das Schülerpraktikum ein Gefühl für die Arbeitswelt zu vermitteln und eine erste Berufsorientierung zu geben.

  • Pflichtpraktikum

    Sie finden im Rahmen des Studiums statt. Manche dieser Praktika dienen sogar der Zulassungsvoraussetzung, wie etwa das Vorpraktikum im Maschinenbau. Ablauf und Dauer dieser Pflichtpraktika sind in der Regel durch die Studienordnung vorgegeben. Meist sind es zwei Pflichtpraktika bis zum Master-Abschluss. Für die Praktikanten besteht jedoch kein Urlaubsanspruch, die Vergütung (siehe unten) ist sozialversicherungsfrei und wird auf das BAföG angerechnet. Die Praktika dienen sowohl dem Erwerb erster berufsrelevanter Erfahrungen aber auch der Orientierung bei der späteren Berufswahl.

  • Freiwilliges Praktikum

    Darüber hinaus kann sich jeder auch freiwillig für ein Praktikum bewerben und so neben Berufserfahrungen auch Kontakte in ein Unternehmen oder eine Branche gewinnen. Oft werden Praktika auch dazu genutzt, sogenannte Soft Skills zu trainieren beziehungsweise im Lebenslauf nachzuweisen. Also beispielsweise das Arbeiten in Projekten und Teams.

Praktikumsstellen finden sich in nahezu in jedem Berufsfeld. Beliebt sind insbesondere Praktika in der Industrie (zum Beispiel bei Daimler), in der Informatik aber auch bei der Bundeswehr.

Bezahlung: Was verdient man im Praktikum?

Bei einem freiwilligen Praktikum ist das Gehalt seit der Einführung des Mindestlohns vorgeschrieben. Schüler- und Pflichtpraktika müssen dagegen nicht bezahlt werden. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie dabei auch nicht völlig ausgebeutet werden oder zu hohe Mehrkosten (etwa durch Reise- oder Wohnungskosten) entstehen.

Die gute Nachricht ist: Für ein bezahltes Praktikum steigen nach und nach die Praktikumsgehälter. Studien zufolge ist die Vergütung von Praktikanten aktuell auf durchschnittlich 1.240,18 Euro monatlich angestiegen. Zu verdanken ist dies auch der Einführung des Mindestlohns.

So sieht die durchschnittliche Bezahlung von Praktikanten (pro Monat) in den Branchen derzeit so aus:

  • Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung & Recht: 1.382,90 Euro
  • Personaldienstleistungen: 1.334,05 Euro
  • Finanzen, Banken & Versicherungen: 1.259,73 Euro
  • Maschinen- & Anlagenbau: 1.156,90 Euro
  • Freizeit, Touristik, Kultur & Sport: 1.150 Euro
  • Bildung & Training: 1.080,75 Euro
  • Vereine & NGOs: 700 Euro

Auch für freiwillige Praktika besteht laut § 26 des Berufsbildungsgesetz (BBiG) Anspruch auf eine Vergütung sowie unter Umständen auch Sozialversicherungspflicht:

  • Dauert das Praktikum weniger als drei Monate und erhält der Praktikant dafür monatlich weniger als 450 Euro, besteht keine Sozialversicherungspflicht.
  • Dauert das Praktikum aber länger als drei Monate, handelt es sich nicht mehr um eine um eine geringfügige Beschäftigung. In dem Fall muss der Arbeitgeber einen Beitrag zu Kranken- und Rentenversicherung zahlen. Dafür entfällt der Arbeitnehmeranteil. Einen BAföG-Anspruch haben diese Praktikanten allerdings nur bei Teilzeit-Praktika oder wenn das Praktikum in der vorlesungsfreien Zeit stattfindet.
  • Dauert das Praktikum länger als drei Monate und übersteigt das Praktikumsentgelt 450 Euro monatlich, besteht Sozialversicherungspflicht wie für einen Arbeitnehmer und der BAföG-Anspruch geht verloren. Immerhin besteht dafür ein anteiliger Urlaubsanspruch laut Bundesurlaubsgesetz von rund 2 Tagen pro Monat. Darüber hinaus fällt beim Überschreiten der Einkommensgrenze von monatlich 450 Euro im Monat die kostenlose Familienversicherung weg, sodass Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen.

Wer hat KEINEN Anspruch auf Mindestlohn?

Praktikum Mindestlohn Studenten Schüler AnspruchVon der Mindestlohnpflicht wiederum ausgenommen sind Schüler- und Pflichtpraktikanten. Ebenso alle Praktika, die weniger als drei Monate dauern, weil hierbei sonst die Kosten und der Aufwand zur Einarbeitung des Praktikanten zu hoch wären. Ebenfalls vom Mindestlohn bei einem Praktikum ausgenommen sind:

  • Pflichtpraktika im Rahmen von Schule, Ausbildung oder Studium
  • Freiwillige Praktika begleitend zu Studium oder Ausbildung bis zu drei Monaten
  • Freiwillige Praktika bis zu drei Monaten, die zur Orientierung bei der Berufs- oder Studienwahl dienen
  • Einstiegsqualifizierungen nach § 54 a des Dritten Sozialgesetzbuches
  • Praktika zur Berufsausbildungsvorbereitung nach §§ 68–70 Berufsbildungsgesetz (BBiG)
  • Praxisphasen während eines dualen Studiums, generell bei ausbildungsintegrierten Studiengängen, sowie praxisintegrierten Studiengängen bei denen praktische Tätigkeiten regelmäßig innerhalb des Studiengangs verpflichtend sind.

Suche: Hier finden Sie das passende Praktikum

Machen Sie sich zunächst Gedanken über Ihren Berufswunsch und die mögliche Branche: Was möchten Sie arbeiten? Wo? In welchen Unternehmen? Unsere Berufsbilder und Jobprofile können Ihnen hierbei eine erste Orientierung geben.

Danach sollten Sie folgende Fragen klären:

  • Lage: Wann haben Sie Zeit und wie lange sollte das Praktikum dauern?
  • Finanzierung: Wird das Praktikum bezahlt oder ist es ein Pflichtpraktikum? Sind Ihre laufenden Kosten zwischenzeitlich gedeckt?
  • Kontakt: Telefonieren Sie rechtzeitig mit den in Frage kommenden Unternehmen oder Organisationen, schielen Sie dabei nicht nur auf die großen: gerade in kleinen Unternehmen ist die Betreuung oft persönlicher und engmaschiger.
  • Strategie: Idealerweise sollte ein roter Faden bei Ihren Praktika erkennbar sein und jedes sollte Sie beruflich voranbringen.

Für die Recherche nach vakanten Praktikumsplätzen können Sie zudem die klassischen Jobbörsen von Arbeitsagentur bis hin zu unserer eigenen, kostenlosen Stellenbörse Karrieresprung.de nutzen. Hier ein Auszug – nutzen Sie einfach die Suchfilter oben im Formular:

Praktika finden Sie auf www.karrieresprung.de.


Darüber hinaus gibt es spezielle Praktikumsbörsen. Hier eine Auswahl (die Reihenfolge stellt keine Wertung dar):

Auslandspraktikum: Wo finde ich solche Stellen?

Auslandspraktikum findenEin Auslandspraktikum (während des Studiums) gehört heute zum guten Ton. Und geeignete Praktikumsplätze dafür zu finden, ist gar nicht so schwer. Hier ein paar Tipps:

  • Karriereseiten der Unternehmen

    In den Stellenbörsen vieler Unternehmen sind auch Praktika im Ausland ausgeschrieben. Auf diese können Sie sich direkt bewerben.

  • Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

    Falls Sie während des Praktikums auch noch Projekte in einem Entwicklungsland unterstützen möchten, dann sollten Sie die Jobbörse der GIZ aufsuchen. Dort werden bezahlte Praktika für einen Zeitraum zwischen drei bis sechs Monaten angeboten. Weil die Praktika beliebt sind, sind die Anforderung an Praktikanten entsprechend hoch.

  • Länderbüros politischer Stiftungen

    Auch in den Auslandsbüros politischer Stiftungen wie beispielsweise der Friedrich-Ebert-Stiftung oder der Konrad-Adenauer-Stiftung können Sie ein Praktikum absolvieren. Hierfür sollten Sie allerdings gute Sprachkenntnisse mitbringen. Diese Praktika werden jedoch nicht bezahlt.

  • Goethe-Institute im Ausland

    In den 140 Goethe-Instituten im In- und Ausland können Sie ebenfalls ein Praktikum absolvieren. Diese sind aber, wie bei den politischen Stiftungen, unbezahlt. Sie können zwischen einem Praktikum im Verwaltungsbereich, in der Programmarbeit oder in der Sprach- und Bildungskooperation wählen.

  • Max-Weber-Stiftung

    Das Programm der Max-Weber-Stiftung richtet sich an Studierende geisteswissenschaftlicher Studiengänge, die schon einen akademischen Abschluss erworben haben. Die Stiftung hat Institute in London, Paris, Moskau, Tokyo, Beirut, Istanbul, Rom, Warschau und Washington. Es können Praktika im wissenschaftlichen, im administrativen sowie im Bibliotheksbereich absolviert werden.

  • Vermittlungsagenturen

    Diese Praktikumsbörsen unterstützen Sie bei der Suche nach einem Praktikumplatz und der Planung des Auslandsaufenthaltes. Vermittlungsagenturen bieten ein breites Angebot an Praktika. Studenten aller Fachrichtungen, von angehenden Ingenieuren bis zu Rechtswissenschaftlern, werden hier fündig. Für die Vermittlung zahlen Bewerber allerdings eine Vermittlungsgebühr.

Bewerbung: So bewerben Sie sich für ein Praktikum

Ob Sie eine Festanstellung oder einen Praktikumsplatz suchen – der Ablauf der Suche, Recherche und Bewerbung ist immer gleich.

Die Unterschiede bei der Bewerbung für ein Praktikum liegen eher im Detail der Ansprache des Arbeitgebers und werden vor allem beim Formulieren des Anschreibens deutlich: Wer sich für ein Praktikum bewirbt, besitzt in der Regel keinerlei einschlägige Berufserfahrungen.

Folglich können Bewerber hierbei nicht über bisherige Erfolge, Kompetenzen oder Erfahrungen argumentieren. Was bleibt, ist allein die Motivation.

Im Anschreiben für ein Praktikum MUSS also deutlich werden, warum Sie sich (ausgerechnet) für diese Stelle bewerben, was Sie sich davon erhoffen und warum Sie an diesem Unternehmen so besonders interessiert sind. Ein Musteranschreiben könnte beispielsweise so formuliert sein:


Praktikumsbewerbung: Beispiel für ein Musteranschreiben

Sehr geehrte Frau ______________,

seit ich mit dem Bloggen begonnen habe, fasziniert mich der Beruf des Mediengestalters immer mehr. Ich habe auf Ihrer Website gesehen, dass Sie genau in diesem Bereich einen Praktikanten ab dem MM.JJJJ suchen. Genau dafür möchte ich mich hiermit bewerben.

Ich verfolge Ihre Online-Aktivitäten schon seit einiger Zeit und bin begeistert davon, was Sie alles realisiert haben – auf Twitter, Instagram – und Ihrer Karriereseite. Nur zu gerne würde ich meine bisherigen Erfahrungen bei Ihnen einbringen. Mehr aber noch erhoffe ich mir, Einblicke in das Jobprofil und den Arbeitsalltag in Ihrem Unternehmen zu gewinnen. Neben dem hervorragenden Ruf Ihres Unternehmens sprechen mich vor allem die zahlreichen Arbeitsbereiche und verschiedenen Aufgaben an. Sie sind da wirklich einzigartig, finde ich!

Was ich mitbringe? Eine schnelle Auffassungsgabe, Zuverlässigkeit, hohe Sorgfalt und viel Kreativität. Ich bin bestimmt nicht der Praktikant, der nur dasitzt und auf Impulse wartet. Von mir dürfen Sie ordentlich Elan und Verve erwarten. Das habe ich schon in den Praktika während meiner Schulzeit unter Beweis gestellt.

Falls ich Ihr Interesse geweckt habe, freue ich mich, alle noch offenen Fragen zu beantworten – am besten in einem persönlichen Gespräch. Auf die Einladung freue ich mich – ganz frech – schon jetzt und verbleibe bis dahin…

Mit freundlichen Grüßen

UNTERSCHRIFT

Gibt es eine konkrete Ausschreibung für das Praktikum, sollten Sie genau darauf eingehen und Schlüsselbegriffe exakt wiedergeben. Fachleute unterscheiden hier zwischen sogenannten…

Wird in der Stellenanzeige beispielsweise ausdrücklich erwähnt, dass der Praktikant einen Führerschein besitzen oder fließend Englisch können muss, brauchen Sie sich gar nicht erst ohne zu bewerben.

Finden sich dagegen in der Offerte weiche Formulierungen, wie „wünschenswert wäre“ oder „idealerweise bringen Sie auch … mit“, dann sind das Kann-Anforderungen, die Ihre Chancen verbessern, je mehr Sie davon bieten. Ihr Fehlen ist aber kein K.O.-Kriterium.

Ebenso ist es klug, sich in die Lage des Personalers zu versetzen: Die meisten Unternehmen schreiben nicht nur ein Praktikum, sondern mehrere aus.

Bewerben Sie sich daher nie für ein Praktikum, sondern ganz konkret für eines der ausgeschriebenen oder beschreiben Sie zumindest die Stelle genau, sonst weiß der Personaler gar nicht, wohin er Sie sortieren soll.

Was bei Bewerbern für ein Praktikum ebenfalls Pluspunkte bringt, sind außeruniversitäre oder ehrenamtliche Erfahrungen sowie weitere Praktika. Also unbedingt erwähnen, falls Sie…

  • schon andere, ähnliche Praktika absolviert haben.
  • sich in einer Studenteninitiative engagieren.
  • an Fachveranstaltungen teilnehmen oder diese gar mitorganisieren.
  • im Verein besondere und passende Fähigkeiten erwerben konnten.
  • über zusätzlich oder gar außergewöhnliche Spachkenntnisse verfügen.

Zählen Sie solche Erfahrungen und Fertigkeiten aber bitte nie listenhaft auf. Wählen Sie diese gezielt aus: In die Bewerbung kommt nur, was für die Praktikantenstelle relevant ist.

Bewerbungsmuster und Beispiel für ein Praktikum

Um Ihnen die Bewerbung für ein Praktikum zu erleichtern, haben wir für Sie kostenlose Muster und Vorlagen erstellt. Diese können Sie sich hier gerne herunterladen und privat immer wieder nutzen:

Praktikumsbewerbung 1
Praktikumsbewerbung 2
Praktikumsbewerbung 3
Praktikumsbewerbung Vorlage Beispiel Muster01 Praktikumsbewerbung Vorlage Beispiel Muster02 Praktikumsbewerbung Vorlage Beispiel Muster03
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau


Dazu: Kostenlose Lebenslauf-Vorlagen fürs Praktikum



Mehr als 80 kostenlose Bewerbungsmuster und Lebenslauf-Vorlagen als Word-Datei oder PDF-Dokument finden Sie bei uns HIER.

Aufgaben: So wird das Praktikum zum Erfolg

Zu Beginn des Praktikums steht oft nur grob fest, was der oder die Praktikantin zu tun hat. Die Beschreibung in der Stellenanzeige spiegelt nicht zwingend das tatsächliche Spektrum oder die Realität wider.

Auch das obligatorische Kaffee kochen und Kopieren gehören mitunter zu den Tätigkeiten, die man Praktikanten auferlegt.

Seien Sie in dem Fall für nichts zu schade. Nutzen Sie die Chance aber auch, derlei vage Arbeitsinhalte zu präzisieren. Zum Beispiel so:

(zum Weiterlesen einfach auf die orangen Pfeile klicken)


Zeigen Sie Eigeninitiative

Gehen Sie produktiv mit Leerlauf um: Überlegen Sie, an welcher Stelle gerade jemand gebraucht wird und bieten Sie Ihre Hilfe an. Niemals abwarten und passiv rumsitzen! Fragen Sie lieber nach, wer Hilfe braucht. Den Kollegen und Ihrem Chef wird es positiv auffallen, dass Sie selbst solche Vorschläge machen und Eigeninitiative zeigen. Und wenn partout nichts zu tun ist, fragen Sie wenigstens, ob Sie in der Zeit Ihren Praktikumsbericht vorbereiten oder Fachzeitschriften lesen dürfen.

Gestalten Sie Ihr Praktikum mit

Warten Sie nicht darauf, dass einer der Kollegen Sie an die Hand nimmt und in sein Projekt einbezieht. Interessieren Sie sich besonders für einen bestimmten Bereich oder ein Projekt? Dann sprechen Sie den entsprechenden Kollegen an und bieten Sie ihm Ihre Unterstützung an. Auch auf diese Weise können Sie mitbestimmen, wie Ihr Praktikum verläuft.

Fragen Sie bei Unklarheiten nach

Es gibt kaum dumme Fragen, aber zu späte. Gerade am Anfang Ihres Praktikums gesteht man Ihnen Rückfragen eher zu, als wenn Sie schon einige Erfahrungen gemacht haben – und sich dann immer noch nach den Basics erkundigen. Das wirft ein schlechtes Licht auf Ihre bisherige Arbeit und Lernfähigkeit. Deshalb: Gerade am Anfang viele Notizen machen, lernen, umsetzen…

Seien Sie sich für nichts zu schade

Erledigen Sie auch die offensichtlichen Sisyphus-Arbeiten oder einfachste Tätigkeiten wie die Spülmaschine auszuleeren mit Interesse und Engagement. Das betont Ihren Teamgeist und statusfreies Denken. Diven und Superstars dagegen kann keiner leiden. Und (siehe erster Punkt): Je mehr Sie sich aktiv einbringen, desto weniger wird man Sie für den Krimskrams nutzen.




Es gibt aber auch ein paar handfeste Gefahren, die im Praktikum lauern. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, heißt es zurecht. Als Praktikant stehen Sie (im Gegensatz zu Auszubildenden) zwar oft außerhalb der Hierarchie, dennoch sollten Sie zunächst bescheiden auftreten und nicht eine Bugwelle erzeugen, als seien Sie der Christus der Branche.

Mit ein wenig Empathie, Diplomatie und Fingerspitzengefühl lassen sich die meisten Klippen umschiffen. Folgende Fettnäpfe sollten Sie allerdings überspringen:


Häufig zu spät kommen

Wiederholt zu spät zu kommen sowie ohne Absprache früher zu gehen, ist ein absolutes No-Go. Arztbesuche sollten Sie in den ersten Wochen ebenfalls vermeiden, ansonsten bitte rechtzeitig ankündigen und Bereitschaft signalisieren, den Termin zu tauschen. Termine wie Familiengeburtstage klären Sie bitte ebenfalls vorher ab.

Den Arbeitscomputer privat nutzen

Auch wenn man Ihnen einen Computer mit Internetzugang zuteilt – klären Sie unbedingt vorher, ob Sie damit auch mal privat surfen dürfen. Dass Sie keine schlüpfrigen Seiten besuchen, versteht sich von selbst. Aber seien Sie auch zurückhaltend mit Besuchen in Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Und schon gar nicht sollten Sie dort öffentlich und negativ über Ihr Praktikum plaudern.

Schlechte Manieren im Alltag zeigen

Wenn Sie sich einen Kaffee holen, fragen Sie doch einfach mal bei den Zimmerkollegen nach, ob diese auch einen möchten. Alles andere wäre stillos. Und trauen Sie sich ruhig die erste Runde zu spendieren – dann werden auch Sie eingeladen. Seien Sie auch sonst freundlich und zuvorkommend. Deswegen muss keiner devot werden. Aber gute Manieren sowie „Bitte“ und „Danke“ zu sagen, haben noch nie geschadet.

Sich an Lästereien beteiligen

Halten Sie sich beim Flurfunk zurück und lassen Sie sich nicht zu Lästereien hinreißen. Beobachten und analysieren Sie lieber die Situation und Gruppierungen, bis Sie ungefähr nachvollziehen können, welche Lager es gibt und wer mit wem verbandelt ist. Was dagegen erlaubt ist: Nutzen Sie den Flurfunk und den alltäglichen Umgang der Kollegen miteinander, um sich ein Bild von dem Unternehmen zu machen. Und fragen Sie sich, ob Sie sich in dieser Atmosphäre langfristig wohlfühlen können.

Als Besserwisser auftreten

Sie stecken voller Motivation und in Ihrem Kopf schwirren etliche Ideen, was man im Unternehmen verbessern oder anders angehen könnte. Grundsätzlich gut. Aber Eigeninitiative und Ideen werden vor allem dann geschätzt, wenn Sie nicht besserwisserisch vorgetragen werden. Verpacken Sie Ihre Vorschläge daher besser in Fragen: „Und wie wäre es, wenn wir…?“ Pluspunkte sammelt, wer es schafft, den Kollegen dabei das Gefühl zu geben, sie seien selbst auf die Idee gekommen.

Nicht kritikfähig sein

Niemand ist perfekt. Praktikanten schon per Definition nicht – sie lernen ja noch. Deshalb ist Kritik an Ihrer Arbeit ganz normal. Bitte nehmen Sie die nie persönlich, auch wenn es sich so anfühlt. Das ist nur das Ego, was sich da beschwert… Ignorieren! Hören Sie sich den Tadel lieber gut an, bleiben Sie locker und danken Sie für das Feedback. Danach sollten Sie versuchen, die Kritik umzusetzen und es beim nächsten Mal besser zu machen. So wachsen Sie nicht nur selbst – Sie signalisieren auch Lernwille und -fähigkeit.




Praktikum nutzen: So knüpfen Sie wertvolle Kontakte

Praktikum nutzen Netzwerk aufbauenDas Praktikum sollten Sie nicht nur dazu nutzen, Berufspraxis zu schnuppern. Sie können in dieser Zeit auch wertvolle Kontakte ins Unternehmen und die Branche knüpfen. Das sogenannte Vitamin B schadet schließlich nur dem, der es nicht hat.

So nutzen Sie das Praktikum zum Netzwerken:

  • Geben Sie einen Einstand

    Ihr Praktikum fängt im Prinzip mit einem gelungenen Einstieg an: Stellen Sie sich vor, schreiben Sie vielleicht eine kurze Rundmail oder nutzen Sie die erste Frühstückspause, um mit Ihren Kollegen Bekanntschaft zu machen. Was immer gut ankommt und nicht zu teuer ist: Kuchen. Geben Sie Ihren Einstand und schmeißen Sie eine kleine Runde mit selbst gebackenem Kuchen oder Cupcakes. Selbst über so Banalitäten wie Kuchenrezepte kommt man häufig schon ins Gespräch.

  • Suchen Sie das Gespräch mit Kollegen

    Nehmen Sie jede Gelegenheit wahr, um sich mit Kollegen auszutauschen – aber nicht nur in der eigenen Abteilung. Halten Sie beispielsweise in der Kaffeeküche kurz inne, um ein paar Worte zu wechseln oder gehen Sie mit anderen Mitarbeitern Mittagessen. Auch mit den anderen Praktikanten. Betreiben Sie Smalltalk und suchen Sie nach Gemeinsamkeiten. Tauschen Sie überdies Tipps und Erfahrungen aus.

  • Vernetzen Sie sich

    Haben Sie die Kollegen besser kennengelernt, fragen Sie nach, ob Sie sich auch auf Xing, Linkedin oder anderen sozialen Netzwerken vernetzen können. So bleiben Sie in Kontakt.

  • Geben Sie einen Ausstand

    Spätestens, wenn es etwas zu essen gibt, versammelt sich das Kollegium. Das gilt auch beim Abschied. Manche Kollegen haben vielleicht nicht mitbekommen, dass Ihr letzter Tag naht und können beim Ausstand die Gelegenheit ergreifen, sich von Ihnen zu verabschieden.

  • Halten Sie Kontakt

    Jedes Praktikum endet. Lassen Sie die Kontakte danach aber nicht einschlafen. Melden Sie sich ab und an bei den ehemaligen Kollegen oder schicken Sie denen ein Update, wie Sie sich weiterentwickelt haben oder kommentieren Sie deren Inhalte auf Twitter & Co. Auf diese Weise bleiben Sie im Gedächtnis und halten sich die Option offen, irgendwann einmal um einen Gefallen zu bitten.

Arbeitsrecht: Welche Rechte haben Praktikanten?

Viele Praktikanten trauen sich nicht, sich zum Beispiel über anspruchslose Aufgaben oder schlechte Bezahlung zu beschweren. Zum Teil auch, weil sie nicht wissen, was ihnen zusteht. Hier ein kleiner Überblick aus dem Arbeitsrecht: Das sind die Rechte von Praktikanten:

  • Arbeitszeit

    In der Regel entsprechen die Arbeitszeiten von Praktikanten denen der angestellten Arbeitnehmer. Wie lange ein Praktikant arbeitet, wird im Praktikumsvertrag schriftlich festgehalten.

  • Urlaub

    Beim Urlaubsanspruch gelten unterschiedliche Regelungen. Bei Pflichtpraktika unterliegen Studenten keinem arbeitsrechtlichen Schutz und haben auch keinen Anspruch auf Urlaub. Bei einem freiwilligen Praktikum gelten indes die gleichen Rechte wie bei Angestellten. Das bedeutet, dass Sie Anspruch auf mindestens 24 Tage im Jahr, also 2 Tage pro Monat, haben.

  • Kündigung

    Wurde im Vorfeld keine Kündigungsfrist vereinbart, können Sie jederzeit gehen. Sollte das Praktikum ganz und gar nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, und Sie haben das Gefühl, nichts zu lernen, sollten Sie die Notbremse ziehen.

Ausführliche Informationen zu Rechten und Pflichten finden Praktikanten in unserem ausführlichen Artikel zum Thema Rechte von Praktikanten.

Praktikumszeugnis: Worauf sollte ich achten?

Nach jedem Praktikum können und sollten Sie um ein Abschlusszeugnis beziehungsweise Praktikumszeugnis bitten. Das brauchen Sie später für Ihre Bewerbungsunterlagen und um einen lückenlosen Lebenslauf zu dokumentieren.

Beim Zeugnis-Inhalt sollten Sie auf die Sprache achten: Personaler verklausulieren gerne ihre Zeugnisnoten. Wenn ein Mitarbeiter seine Aufgaben stets zur vollsten (1), stets zur vollen (2) oder stets zur Zufriedenheit (3) erledigte, macht das einen Unterschied.


Formulierungen: Mehr als 200 Codes entschlüsselt

Arbeitszeugnis Formulierungen Codes Pdf Ebook CoverWeil sich im Arbeitszeugnis regelmäßig negative Subbotschaften verstecken, haben wir eine umfangreiche Übersicht zusammengestellt mit mehr als 200 Arbeitszeugnis Formulierungen und Geheimcodes in der Zeugnissprache – samt Erklärung, Bedeutung und Notenentsprechung. So können Sie sofort entschlüsseln, ob Ihr Zeugnis „sehr gut“, „befriedigend“ oder gar „mangelhaft“ ist.

Das eBook können Sie sich als PDF gleich hier kostenlos herunterladen, ausdrucken und als Nachschlagewerk verwenden. Achten Sie beim Praktikumszeugnis aber bitte nicht nur darauf, was drinsteckt, sondern auch was NICHT drinsteht. Häufig kann auch das Weglassen von Standard-Formulierungen ein geheimes Signal für eine schlechte Note sein.

Beachten Sie überdies:

  • Das Zeugnis muss neben korrekten Personenangaben (Vorname, Name, Geburtsdatum), den genauen Tätigkeitszeitraum sowie die Art und Dauer aller vom Arbeitnehmer ausgeführten Tätigkeiten enthalten.
  • Ein qualifiziertes Zeugnis enthält neben der der reinen Positions- und Aufgabenbeschreibung zudem eine Bewertung der Leistung und des Sozialverhaltens des Arbeitnehmers.
  • Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch darauf, ein individuelles Zeugnis zu erhalten. Wenn Sie Ihr Praktikumszeugnis selber schreiben sollen, gibt Ihnen das die Chance, das Beste daraus zu machen. Achten Sie aber auch hier darauf, dass Sie sich durch eine unglückliche Formulierung nicht selbst eine schlechte Note geben.
  • Unterschrieben werden muss das Zeugnis von Ihrem Personalverantwortlichen, in der Regel vom direkten Vorgesetzten. Es reicht aber auch ein Kollege aus der Personalabteilung.

Berufseinstieg: Wie geht es nach dem Praktikum weiter?

Insbesondere abschlussnahe Studenten können über ein Praktikum schnell den Berufseinstieg finden. Das setzt voraus, dass Sie während des Praktikums mit guter Leistung, Verlässlichkeit und Engagement geglänzt haben.

Um Ihre Chancen zu maximieren, sollten Sie rechtzeitig aktiv werden und den Übergang vom Praktikum in einen möglichen Job vorbereiten. Die folgenden drei Schritte helfen Ihnen dabei.

  1. Bitten Sie um ein Abschlussgespräch

    Vereinbaren Sie einen Termin gegen Ende des Praktikums, an dem Sie das Praktikum mit Ihren Vorgesetzten Revue passieren lassen und sich Feedback einholen. Ein solches Gespräch bietet Ihnen die Gelegenheit, über eine weitere Zusammenarbeit zu sprechen. Nutzen Sie das, und schämen Sie sich nicht, danach zu fragen.

  2. Erkundigen Sie sich nach einem Job

    Vielleicht haben Sie Ihr Studium noch gar nicht abgeschlossen, sodass ein nahtloser Übergang in die Festanstellung unmöglich ist. Dann bleiben immer noch eine Tätigkeit als Werkstudent oder ein Studentenjob. Beides hält den Kontakt aufrecht – und eingearbeitet sind Sie auch schon. Fragen Sie nach, ob und wie viele Stunden Sie später pro Woche für das Unternehmen arbeiten könnten – und zu welchem Stundenlohn.

  3. Nutzen Sie den kleinen Dienstweg

    Falls der Jobeinstieg bald ansteht, suchen Sie gezielt die Kollegen in der Personalabteilung auf und fragen Sie diese nach Vakanzen. Solange das Praktikum noch läuft, haben Sie hier gleich drei Vorteile: einen physischen Zugang zu den Personalern; kurze Wege und Fürsprecher im Unternehmen (zum Beispiel den direkten Vorgesetzten sowie einflussreiche Kollegen). Eine Bewerbung über den „kleinen Dienstweg“ hat größere Aussichten als wenn Sie es später als externer Kandidat versuchen.

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
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Beruf Betriebswirt: Ausbildung, Gehalt, Karriere, Bewerbung https://karrierebibel.de/betriebswirt/ Tue, 07 Apr 2020 06:00:57 +0000 Anja Rassek https://karrierebibel.de/?p=124293

Als Betriebswirt verfügen Sie über die Qualifikation zu höheren kaufmännischen Aufgaben in einem Unternehmen. Und wo genau Sie arbeiten wollen, können Sie sich aussuchen – denn Betriebswirte haben kein klares Berufsbild, aber dafür ein festes Berufsfeld. Meist wird im mittleren oder höheren Management gearbeitet. Das bedeutet nicht nur konzeptionell und strategisch ausgerichtete Tätigkeiten, sondern viel Kommunikation mit der Geschäftsleitung. Was Sie noch zu den Tätigkeiten wissen müssen, welche Ausbildung zur Tätigkeit als Betriebswirt führt und wie Sie sich bewerben können…

Ausbildung: Wie wird man Betriebswirt?

Betriebswirt ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Der Weg zum Abschluss als Betriebswirt ist äußerst vielseitig und steht Arbeitnehmern mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen zur Verfügung. Unterschieden wird zwischen nicht-akademischen und akademischen Abschlüssen.

Wofür Sie sich entscheiden, ist letztlich eine Frage des persönlichen Zugangs. Sind Sie eher praktisch orientiert und brauchen Fallbeispiele aus dem Berufsalltag? Oder liegt Ihnen besonders die wissenschaftliche Beschäftigung mit einem Thema und streben Sie womöglich eine spätere Karriere in der Lehre an?

Sie haben die Wahl zwischen diesen Ausbildungsformen:

  • Ausbildung

    Sie absolvieren eine sogenannte Abiturientenausbildung. Dabei handelt es sich um eine Sonderform der Ausbildung, die inhaltlich nah an der späteren Tätigkeit liegt. Das kann beispielsweise eine Ausbildung zur Bankkauffrau oder Einzelhandelskaufmann sein, oder auch zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Diese Sonderausbildungen dauern in der Regel zwei bis vier Jahre und beinhalten wie die klassische duale Ausbildung praktische und theoretische Anteile. Das theoretische Wissen wird an privaten Berufsfachschulen, verschiedenen Akademien, sowie bei internen Schulungen des Ausbildungsbetriebs vermittelt. Nach zwei Jahren wird bereits ein berufsqualifizierender Abschluss erworben, beispielsweise als Handelsfach- oder Betriebswirt. Wichtig für diese Form der Ausbildung sind vor allem gute Noten in Mathematik und Deutsch und ein Abitur beziehungsweise die Fachhochschulreife.

  • Fortbildung

    Ebenfalls möglich ist der Erwerb eines Abschlusses als geprüfter Betriebswirt. Hierbei handelt es sich um eine kaufmännische Aufstiegsfortbildung, bei der Sie eine Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) ablegen. Für die Zulassung zu dieser bundeseinheitlich gleich geregelten Prüfung müssen Sie zuvor eine IHK-Aufstiegsfortbildung zum Fachkaufmann oder zum Fachwirt absolviert haben. Für diese Fortbildung ist eine Stundenzahl von 745 Unterrichtsstunden angesetzt. Gemäß Deutschem Qualifikationsrahmen (DQR) wird der Abschluss als geprüfter Betriebswirt mit einem Masterabschluss an Hochschulen gleichgesetzt.

  • Studium

    Der klassische Weg zum Betriebswirt führt durch ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Studiert werden kann an einer Hochschule oder Fachhochschule, aber auch ein duales Studium oder ein MBA-Zertifikat einer Business School führen zur Tätigkeit als Betriebswirt.

Wer kein Problem damit hat, sich in theorielastige Inhalte zu vertiefen, für den ist der akademische Weg zum Betriebswirt mit einem Bachelor oder Master genau richtig. Auch die Dauer der jeweiligen Ausbildungsformen lässt sich vielfach Ihren Wünschen anpassen und sowohl in Teilzeit (beispielsweise durch ein Fernstudium) als auch in Vollzeit organisieren.

Berufsbild: Was macht ein Betriebswirt?

Die Einsatzmöglichkeiten eines Betriebswirts sind sehr breit gefächert, weshalb der Betriebswirt zu den Allroundern in der Arbeitswelt gehört. Jedes Unternehmen braucht einen, unabhängig von der Branche. Aufgabenbereiche sind unter anderem:

  • Personalwesen

    Als Betriebswirt im Personalwesen sind ebenfalls vielfältige Einsatzbereiche denkbar. Human Resources ist das große Überthema, in Ihren Zuständigkeitsbereich fallen die Rekrutierung neuer Mitarbeiter als auch deren Kündigung. Sie übernehmen Themen wie Fortbildung, Förderung und Einsatzplanung. Hauptziel ist die Optimierung bestehender Abläufe und eine geringe Fluktuation. Dazu gehören auch Instrumente wie Mitarbeiterbewertung, Feedbackgespräche, Führungskräftetrainings, Workshops und Seminare.

  • Finanz- und Rechnungswesen

    Hier kann es um das Entgeltmanagement gehen, beispielsweise die Lohnabrechnung für die Mitarbeiter. Teil des externen Rechnungswesens hingegen ist die Darstellung der finanziellen Situation eines Unternehmens nach außen. Dies ist vor allem wichtig, um dem Finanzamt oder Banken gegenüber Rechenschaft ablegen zu können. Im Rechnungswesen kalkulieren Sie als Betriebswirt auch das Budget für die Zukunft. Ebenso können Sie bei der Finanzierung Wirtschaftlichkeitsanalysen erstellen und Statistiken auswerten. Ihre Ergebnisse sind maßgeblich für weitere Entscheidungen der Unternehmensführung.

  • Marketing

    Arbeiten Sie als Betriebswirt in der Marketingabteilung eines Unternehmens, sind Sie beispielsweise für Tätigkeiten zuständig, mit denen Sie Employer Branding betreiben. Damit machen Sie einerseits für Angestellte, aber auch für externe Arbeitnehmer auf sich aufmerksam und positionieren sich als attraktiver Arbeitgeber. Dies dient der Mitarbeiterbindung beziehungsweise Neurekrutierung von Fachkräften.

Sind Sie hingegen im Vertrieb tätig, betreuen Sie womöglich als Key Account Manager wichtige Kunden. Wer als Betriebswirt in der Produktion arbeitet, überprüft betriebliche Prozesse. Damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist, sorgen Sie dafür, dass Rohstoffe und Maschinen entsprechend verfügbar sind.

Gehalt: Was verdient ein Betriebswirt?

Der Weg zum Betriebswirt ist vor allem mit Kosten verbunden, sofern Sie nicht im Rahmen einer Abiturientenausbildung eine Ausbildungsvergütung erhalten. Kommen für Sie eine Aufstiegsfortbildung, Umschulung oder Studium infrage, gibt es verschiedene staatliche Instrumente zur Unterstützung, etwa das Bafög, das Aufstiegs-Bafög oder den Bildungsgutschein.

Wie so häufig, lassen sich keine pauschalen Aussagen darüber machen, welche Gehälter in einem Beruf nach erfolgtem Abschluss möglich sind. Da der Betriebswirt an sich keine geschützte Berufsbezeichnung ist, kommt es im hohen Maße auf den tatsächlichen Abschluss und Ihre Qualifikationen, aber auch Ihr Verhandlungsgeschick an.

Daneben spielen immer wieder verschiedene Faktoren beim Gehalt eine Rolle:

Im Allgemeinen gelten die Finanz- und Versicherungsbranche sowie die Wirtschaftsinformatik als besonders lukrativ. Klar ist auch, dass Einstiegsgehälter von Berufsanfängern geringer sind. So liegt das Einstiegsgehalt eines staatlich geprüften Betriebswirts in einem kleineren Unternehmen bei 2.800 Euro brutto im Monat. Der 50-jähriger Kollege hingegen kann mit einem Monatsbruttogehalt von 6.000 Euro rechnen, also mehr als das Doppelte.

Karriere: Chancen und Aussichten als Betriebswirt?

Die beruflichen Perspektiven sind ausnehmend gut, da Betriebswirte in nahezu allen Bereichen und Branchen eingesetzt werden können. Typischerweise führt der Weg viele Uniabsolventen in die Wirtschaft zu privaten Industrie- und Dienstleistungsunternehmen.

Ebenso können Sie als Betriebswirt aber auch im öffentlichen Dienst (beispielsweise in Krankenhäusern) oder in Handwerksbetrieben unterkommen. Wer sich im Management weiterbildet, qualifiziert sich für Führungsaufgaben und leitende Positionen. Dies wiederum beschert neben einer Beförderung einen finanziellen Gewinn.

Gleichermaßen können Betriebswirte eine fachliche Spezialisierung in einem bestimmten Bereich anstreben, beispielsweise als Experte für Wirtschaftsrecht. Ein technisches Studium wiederum könnte zum Wirtschaftsingenieur oder Wirtschaftsinformatiker führen.

Daneben gibt es immer die Möglichkeit, sich mit einem Abschluss als Betriebswirt selbständig zu machen, beispielsweise als Steuerberater, Consultant oder Coach.

Stellenanzeigen finden Sie auf www.karrieresprung.de.

Bewerbung als Betriebswirt: Tipps, Formulierungen, Vorlage

Als Betriebswirt müssen Sie über eine Reihe von Soft Skills verfügen, so zum Beispiel:

Gleichzeitig benötigen Sie umfangreiches Wissen über die Branche, das Unternehmen und die Kunden. Je nach Einsatzbereich müssen Sie für die Tätigkeit als Betriebswirt sehr gutes Wissen in Wirtschaftszusammenhängen vorweisen können. Wer im Personalwesen unterkommen will, sollte über Kenntnisse im Bereich Human Resources verfügen.

Wollen Sie für ein international tätiges Unternehmen arbeiten, werden Sie mit guten Kenntnissen in Business English punkten können, Englisch ist ohnehin meist Verkehrssprache. Für alle Kompetenzen gilt, dass Sie sie anhand von Beispielen belegen, zum Beispiel so:

Meine Kommunikationsstärke habe ich in Seminaren zur Führungskräfteentwicklung ausgebaut. Dort lernte ich nicht nur durch bestimmte Gesprächstechniken, wie man deeskalierend in Konfliktsituationen auf sein Gegenüber eingeht. Auch den Umgang mit unangenehmen und kritischen Themen – etwa verminderter Leistungsfähigkeit, nicht nachvollziehbare Entscheidungen – beherrsche ich klar und souverän.

Bewerbung Betriebswirt Anschreiben Muster Vorlage Beispiel Pdf Word Cover

Um eine Vorstellung davon zu erhalten, wie eine Bewerbung als Betriebswirt aussehen könnte, stellen wir Ihnen außerdem ein kostenloses Muster als Download zur Verfügung. Bedenken Sie bitte: Unser Anschreiben dient in erster Linie als Vorlage und Formulierungshilfe. Ihre eigene Bewerbung sollten Sie individuell anpassen.

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & Lebenslauf

Bewerbungsvorlagen: Über 80 Muster für Anschreiben & LebenslaufUm Ihnen das Schreiben Ihrer Bewerbung zu erleichtern, haben wir für Sie mehr als 80 kostenlose und professionelle Bewerbungsvorlagen erstellen lassen, die Sie sich jederzeit kostenlos als WORD-Datei oder PDF herunterladen und privat nutzen können.

Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese jedes Mal individuell anpassen und etwas umgestalten. Es sähe sicher nicht gut aus, wenn eine(r) Ihrer Mitbewerber(innen) zufällig exakt dieselbe Vorlage verwendet.

Vorlagen und Muster für das Bewerbungsschreiben

Zum Durchblättern der Vorlagen bitte die orangen Pfeile nutzen. Zum Herunterladen der jeweiligen kostenlosen Vorlage einfach auf das Vorschaubild klicken


Initiativbewerbung
Vorlage 1
Initiativbewerbung
Vorlage 2
Blindbewerbung
Vorlage 1
Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Muster Cover Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Blindbewerbung Vorlage Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung für
eine Ausbildung
Bewerbung für
ein Praktikum 1
Bewerbung für
ein Praktikum 2
Bewerbungsschreiben Vorlage Ausbildung Cover Bewerbungsschreiben Praktikum1 Muster Cover Bewerbungsschreiben Praktikum2 Vorlage Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung als
Altenpflegerin
Bewerbungsschreiben
als Erzieherin
Ausbildungsanschreiben
zum Rettungssanitäter
Bewerbung Altenpflegerin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Erzieherin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Ausbildung Rettungssanitaeter Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Beispiel Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Anschreiben für
eine Duale Ausbildung
Bewerbungsschreiben
als Werkstudent
Bewerbung für
eine Masterarbeit
Bewerbungsschreiben Duale Ausbildung Vorlage Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Werkstudent Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Masterarbeit Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
als Aushilfe
Bewerbungsschreiben
als Verkäufer
Bewerbungsschreiben
für einen Minijob
Bewerbungsschreiben Vorlage Aushilfe Cover Bewerbungsschreiben Vorlage Verkaeuferin Cover Bewerbungsschreiben Muster Minijob Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung bei der
Deutschen Bahn
Bewerbungsschreiben
für LIDL
Muster für Medizinische
Fachangestellte
Bewerbung Deutsche Bahn Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Fuer Lidl Bewerbungsschreiben Vorlage Muster Cover Bewerbung Medizinische Fachangestellte Anschreiben Vorlage Muster Beispiel Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbung bei der
Bundeswehr
Bewerbungsschreiben
für die Bundespolizei
Bewerbungsschreiben
für den Zoll
Bundeswehr Bewerbung Bewerbungsschreiben Beispiel Muster Cover Bundespolizei Bewerbung Bewerbungsschreiben Muster Cover Bewerbung Zoll Anschreiben Vorlage Muster Cover
PDF Vorschau PDF Vorschau PDF Vorschau
Bewerbungsschreiben
für ein FSJ
Bewerbungsschreiben
als Projektleiter
Bewerbungsschreiben
als Industriemechaniker
Fsj Bewerbung Anschreiben Muster Vorlage Cover Bewerbung Reinigungskraft Bewerbungsschreiben Vorlage Beispiel Muster Cover