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Unternehmen gründen, kaufen oder Franchise: Was passt zu mir?

Wenn Sie Ihrer beruflichen Laufbahn durch eine Existenzgründung eine neue Richtung geben wollen, haben Sie drei Möglichkeiten: Sie können ein neues Unternehmen gründen, ein bestehendes Unternehmen kaufen oder sich einem Franchisesystem anschließen. Es gibt gute Argumente für jeden dieser Gründungswege. In diesem Beitrag benennen wir die wichtigsten Vor- und Nachteile und sagen, welcher Weg für wen am besten geeignet ist und was die ersten Schritte sind…

Unternehmen gründen, kaufen oder Franchise: Was passt zu mir?

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Ein neues Unternehmen gründen

Viele Menschen träumen davon, ein eigenes Unternehmen zu gründen, um endlich ihre Ideen zu verwirklichen. Diese Form der Existenzgründung bietet den größtmöglichen Gestaltungsspielraum und entspricht am ehesten unseren Vorstellungen von Freiheit und Unabhängigkeit, die wir mit dem Begriff Unternehmertum gemeinhin verbinden.

  • Neugründung: Die Vorteile

    Wenn Sie ein neues Unternehmen gründen, können Sie es von Anfang an so aufbauen, dass es zu Ihnen und Ihren Werten passt. Sie können Ihr Team nach Ihren Vorstellungen zusammensetzen und müssen bei Ihrem Angebot keine Kompromisse eingehen. Sie können gemeinsam mit Ihrem Unternehmen wachsen und sich nach und nach an Ihre neue Rolle als Unternehmer anpassen.

    Auch die Investitionen können Sie bei einer Neugründung so planen, wie es zu Ihrer Situation und Ihrem Geldbeutel passt. Sie haben es in der Hand: Wenn Sie klein anfangen und viele Aufgaben auslagern, bleibt das Risiko überschaubar und Sie überfordern sich nicht so leicht.

  • Neugründung: Die Nachteile

    Auf der anderen Seite gehen mit einer Neugründung besondere Herausforderungen einher: Sie müssen sich Ihren Markt erst erschließen und Ihr Unternehmen positionieren. Da Sie quasi bei Null anfangen, müssen Sie erst einmal große Anstrengungen unternehmen, bis Sie sich einen treuen Kundenstamm aufgebaut haben. Das kostet Zeit und Geld.

    Besonders die ersten Monate nach der Gründung werden turbulent. Nur selten läuft von Anfang an alles nach Plan. Sie werden Fehler machen, viel dazu lernen und Rückschläge hinnehmen müssen. Zwar kann Ihnen endlich kein Vorgesetzter mehr reinreden, aber dennoch entscheiden nicht Sie, ob Ihre Idee etwas taugt, sondern allein der Markt.

    Startkapital brauchen Sie nicht nur für anstehende Investitionen. Auch die Anlaufphase muss finanziert werden, in der die Einnahmen noch nicht ausreichen, um sämtliche Kosten (inklusive Ihre privaten Lebenshaltungskosten) zu decken.

    Da es noch keine Erfahrungswerte gibt, ist die Umsetzung Ihrer Geschäftsidee unsicher – das macht es kompliziert, an Geld zu kommen. Banken und andere Geldgeber werden eher vorsichtig sein, wenn es darum geht, Ihr Vorhaben zu unterstützen. Hier zahlt sich eine gründliche Planung aus: Ein tragfähiges Geschäftsmodell und ein solider Businessplan, der durch gut begründete Annahmen besticht, sind die besten Voraussetzungen, um Kredite oder eine Förderung zu bekommen und erfolgreich in die Zukunft zu starten.

    Besonders geeignet für: Menschen, die eigene Ideen verfolgen. Ein neues Unternehmen zu gründen, ist ein großes Abenteuer. Wenn Sie sich darauf freuen, etwas ganz Eigenes aufzubauen, sollten Sie diese Variante in Erwägung ziehen. Visionen verwirklichen, Ideen umsetzen, Dinge gestalten – das alles können Sie nirgendwo besser als in Ihrem eigenen Unternehmen.

  • Neugründung: Das ist zu tun

    Ganz gleich, ob Sie ein schnell wachsendes Start-up aufziehen oder sich als Freiberufler selbstständig machen, ob Sie sofort zu 100 Prozent ins Unternehmerleben einsteigen oder nebenberuflich starten wollen: Wenn Sie ein neues Unternehmen gründen wollen, brauchen Sie eine lukrative Geschäftsidee, die zu Ihren Fähigkeiten und Vorstellungen passt. Sie sollte ein echtes Problem lösen und bei der Zielgruppe ankommen.

    Diesen Punkt sollten Sie so früh wie möglich überprüfen. Mieten Sie einen Stand auf einer Messe oder einem Wochenmarkt und präsentieren Sie einen Prototyp Ihres Produkts. Gestalten Sie eine Website und schalten Sie eine kleine AdWords-Kampagne, um zu sehen, wie viele Leute sich für Ihr Angebot interessieren. Wie auch immer Sie mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt kommen, sammeln Sie möglichst viel Feedback und nutzen Sie es, um Ihre Geschäftsidee zu verbessern.

    Erstellen Sie dann ein Geschäftsmodell, mit dem Sie Ihre Kunden begeistern, und schreiben Sie einen Businessplan, der Ihnen und Ihrer Bank Klarheit über die Wirtschaftlichkeit Ihrer Gründung verschafft.

    Auf der Gründerplattform finden Sie alles, was Sie dafür brauchen: Digitale Tools, Erklärvideos, Ratgeber und viele tolle Beispiele von echten Gründerinnen und Gründern. Über 500 Partner der deutschen Gründungsförderung stehen hinter der Plattform und bieten ihre Unterstützung an – ganz einfach per Mausklick. Sogar Ihre Finanzierungsanfrage können Sie direkt über die Gründerplattform stellen.

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Eine bestehende Firma kaufen

Ein zweiter Weg in die Selbstständigkeit führt über den Kauf eines bestehenden Unternehmens. Ob aus Altersgründen oder weil die Inhaber sich eine Veränderung wünschen, sehr viele Firmen in Deutschland suchen eine Nachfolge.

  • Firmenübernahme: Die Vorteile

    Als Unternehmensnachfolger machen Sie vom ersten Tag an Umsatz, da Sie die Anlaufphase überspringen. Das Unternehmen hat sich bereits am Markt positioniert, Kunden bzw. Aufträge sind vorhanden, die internen Abläufe sind eingespielt. Meist übernehmen Sie mit der Firma ein eingespieltes Team, das genau weiß, was zu tun ist, und Sie können an die langjährigen Beziehungen zu Lieferanten und Schlüsselpartnern anknüpfen.

    Anhand der Erfahrungswerte Ihres Vorgängers lassen sich die Chancen und Risiken des Unternehmens relativ gut abschätzen. Das macht es in der Regel leichter, eine Finanzierung für den Unternehmenskauf zu bekommen.

  • Firmenübernahme: Die Nachteile

    Die Kehrseite ist: Sie haben wenig Zeit, sich an Ihre neue Rolle zu gewöhnen, weil Sie von Anfang an die Verantwortung für ein komplettes Unternehmen übernehmen. Sie sind plötzlich dafür zuständig, dass die Geschäfte weiter laufen, dass die Stammkunden zufrieden bleiben und dass neue Kunden gewonnen werden.

    Dabei sind Sie durch die vorhandenen Strukturen in Ihren Entscheidungen einigermaßen festgelegt. Natürlich können und werden Sie eigene Akzente setzen. Aber es ist nicht ratsam, gleich nach dem Unternehmenskauf alles anders machen zu wollen. Das verwirrt die Stammkunden und verärgert die Mitarbeiter.

    Startprobleme beim Übergang sind keine Seltenheit, hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Schwierig wird es überdies, wenn Ihr Vorgänger längere Zeit nicht investiert hat. Dann müssen Sie zusätzlich zur Kaufsumme die Finanzierung für die anstehenden Investitionen stemmen.

    Besonders geeignet für: Menschen, die die Selbstständigkeit reizt, die aber wenig Lust haben, sich mit Konzepten, Genehmigungen und Behördengängen auseinanderzusetzen. Vielleicht sucht ja sogar Ihr eigener Chef nach einer Nachfolge? Dann kann es sich lohnen, diese Chance für einen „Seitenwechsel“ zu ergreifen.

  • Firmenübernahme: Das ist zu tun

    Überlegen Sie zunächst, wie Sie sich Ihr Unternehmerleben vorstellen und was für eine Art von Unternehmen zu Ihnen passen würde: Wie groß darf es sein, in welcher Branche wären Sie gern tätig, was würden Sie gerne anbieten? Suchen Sie dann nach Unternehmen, die Ihren Fähigkeiten und Vorstellungen entsprechen und für die eine Nachfolge gesucht wird.

    Hier ist die Suchfunktion der Unternehmensbörse nexxt change der KfW sehr hilfreich. Oder Sie gehen einfach bei den Firmen vorbei, die Sie interessieren, und erkundigen sich persönlich, ob in naher Zukunft ein Nachfolger gesucht wird.

    Sobald Sie ein Unternehmen gefunden haben, das für Sie infrage kommt, gilt es, einen fairen Kaufpreis auszuhandeln. Welche Methoden zur Unternehmensbewertung es gibt und wie Sie diese anwenden, wird Ihnen auf der Gründerplattform erklärt.

    Bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben, ist es ratsam, einige Zeit in dem Unternehmen mitzuarbeiten. So bekommen Sie einen realistischen Einblick in die täglichen Geschäfte und lernen die wichtigsten Abläufe kennen.

    Übrigens: Auch für eine Firmen-Übernahme brauchen Sie einen Businessplan, der Ihnen und Ihrer Bank aufzeigt, ob sich der Kauf für Sie rechnet.

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Franchising

Die dritte Gründungsvariante ist Franchising. Es gibt mittlerweile in fast allen Branchen Franchising-Modelle. Dabei handelt es sich um arbeitsteilige Netzwerke, bei denen alle Beteiligten als eigenständige Unternehmer auftreten und auf eigene Rechnung (und eigenes Risiko) wirtschaften. Während der Franchisegeber das Geschäftskonzept weiterentwickelt, sind die Franchisenehmer dafür zuständig, es im direkten Kontakt mit der Kundschaft umzusetzen.

  • Franchising: Die Vorteile

    Als Franchisenehmer müssen Sie sich um Dinge wie Geschäftsmodellentwicklung oder Marketing nicht kümmern, sondern können direkt in das Geschäft einsteigen. Zwar treten Sie als selbstständiger Unternehmer auf, gehören aber dennoch zu einer großen Marke und profitieren von deren Bekanntheit. Das erleichtert den Markteintritt erheblich. Das Risiko ist überschaubar, denn Sie wissen, dass die Geschäftsidee funktioniert. Zudem können Sie auf die Erfahrungen der anderen Franchisenehmer zurückgreifen und bekommen hilfreiche Tipps und Schulungen von der Zentrale.

  • Franchising: Die Nachteile

    Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass Sie während der gesamten Lebensdauer Ihres Unternehmens vertraglich an Ihren Franchisegeber gebunden sind.

    Das bedeutet, dass Sie nicht nur regelmäßig einen Teil Ihrer Umsätze an die Zentrale überweisen müssen, sondern auch an deren Vorgaben gebunden sind. Viel Platz für eigene Ideen bietet Franchising nicht, denn es geht ja gerade darum, den Kunden an jedem Standort ein einheitliches Erlebnis zu bieten.

    So haben Sie auch wenig Spielraum, was die Anfangsinvestitionen angeht. Nicht nur, dass Sie eine einmalige Aufnahmegebühr an Ihren Franchisegeber zu zahlen haben, er wird Ihnen auch vorschreiben, wie Sie Ihren Laden einzurichten haben, sodass Sie hier nur wenig sparen können.

    Besonders geeignet für: Menschen, die gerne die Ärmel hochkrempeln und sich mit Begeisterung an die Umsetzung machen. Wichtiger als Fachwissen sind Organisationstalent und die Freude am Umgang mit Kollegen und Kunden.

    Dank der vielfältigen Unterstützungsangebote, die ein gutes Franchisesystem seinen Mitgliedern bietet, ist diese Form der Gründung auch für Quereinsteiger geeignet.

  • Franchising: Das ist zu tun

    Überlegen Sie zunächst, in was für eine Art Franchise-Unternehmen Sie gerne einsteigen würden, und suchen Sie nach passenden Franchisegebern (im Internet finden Sie mehrere Franchise-Datenbanken). Vergleichen und prüfen Sie sorgfältig die Konditionen.

    Die Entwicklung einer Geschäftsidee und eines Geschäftsmodells können Sie bei der Gründung eines Franchise-Unternehmens überspringen. Aber einen fundierten Businessplan werden Sie brauchen. Nur so können Sie und Ihre Geldgeber die Chancen und Risiken Ihres Vorhabens richtig einschätzen.

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Gründen, kaufen, Franchising: Was passt zu mir?

Ob Sie Ihr Glück in der Neugründung eines Unternehmens, im Kauf einer bestehenden Firma oder im Franchising finden, hängt von Ihrer Persönlichkeit und Ihren Zielen ab. Träumen Sie davon, endlich Ihre eigenen Ideen in die Tat umzusetzen, wird die Neugründung die beste Lösung sein.

Setzen Sie lieber auf ein bewährtes Geschäftsmodell, kann eine Übernahme die bessere Wahl sein. Geht es Ihnen darum, mit einem starken Netzwerk an Ihrer Seite ein gutes Konzept perfekt umzusetzen, sollten Sie über eine Franchise-Gründung nachdenken.

Jede Gründungsform ist mit anderen Herausforderungen verbunden. Im ersten Fall wird im Gründungsprozess sicherlich ein Höchstmaß an Planung und Kreativität von Ihnen verlangt. Aber auch in den beiden anderen Fällen sollten Sie die Vorbereitung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ein Businessplan hilft Ihnen, die Zusammenhänge in Ihrer Firma zu verstehen und die Risiken richtig einzuschätzen. Denn was auch immer Sie vorhaben: Das Wichtigste ist, dass Sie vor der Gründung Ihre Erfolgsaussichten sorgfältig prüfen. Das Risiko mag unterschiedlich hoch sein, aber es liegt immer bei Ihnen.

In jedem Fall ist eine Existenzgründung keine Kleinigkeit, aber eben auch kein Hexenwerk. Machen Sie es sich leicht und nutzen Sie die modernen Tools und Feedback-Funktionen der Gründerplattform. So gründen Sie nicht nur schneller und effektiver, sondern auch besser.


Über den Autor

Jan Evers hat sich mit Leib und Seele moderner Gründungsförderung verschrieben. Er ist Geschäftsführer des Startups BusinessPilot, das gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und der KfW die Gründerplattform aufgesetzt hat, um Gründen in Deutschland einfacher und digitaler zu machen. Die Gründerplattform wird öffentlich gefördert und ist daher für alle kostenfrei.

[Bildnachweis: fantom_rd by Shutterstock.com]
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14. Dezember 2019 Anzeige Autor: Anzeige

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