Hangouts: Alles, was Sie wissen müssen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und Optionen, wenn es um Videoanrufe oder -konferenzen geht. Eine sehr beliebte: Die sogenannten Hangouts von Google. Längst sind Hangouts nicht mehr nur Konkurrenz, sondern eine gute Alternative zu Skype oder anderen Anbietern. Privat lassen sich so im Handumdrehen Gespräche mit Freunden oder der Familie starten, wer Hangouts jedoch professionell verwenden möchte, sollte dabei einige Dinge beachten. Wir erklären, was Hangouts sind, wie Unternehmen diese für die Kommunikation nutzen können und worauf Sie dabei achten sollten…

Hangouts: Alles, was Sie wissen müssen

Definition: Was ist Hangouts überhaupt?

Hangouts Definition Kosten Tipps FehlerBei Hangouts denken viele zunächst einmal an einen Service für Videotelefonate oder auch Telefonkonferenzen. Das ist auch weiterhin richtig – allerdings nur ein Teil der Beschreibung. Tatsächlich ist die App Hangouts ein vollumfänglicher Messenger-Dienst von Google – und damit nicht nur Konkurrenz von Skype, sondern auch und vor allem vom Whatsapp. Allerdings schafft Hangouts es bisher nicht, dem Platzhirsch den Rang abzulaufen.

Einen Vorteil haben Hangouts allerdings: Die App ist auf zahlreichen Smartphones, die auf dem Android-Betriebssystem laufen, bereits ab Werk vorinstalliert. Allerdings kann die App auch auf allen anderen Smartphones installiert und genutzt werden.

Ebenso besteht die Möglichkeit, Hangouts am Computer direkt im Webbrowser zu starten, wenn Sie sich dort mit Ihrem Google-Konto anmelden.

Hangouts: Nicht nur privat, sondern auch professionell

Hangouts bietet zwar alles, was Sie für den privaten Gebrauch eines Messenger brauchen – eine große Zielgruppe sind aber auch Unternehmen. Hier versucht Hangout in der internen Kommunikation eine große Rolle zu spielen, durch Videokonferenzen oder Telefonaten unter Kollegen. Gleichzeitig können Hangouts aber auch eine Möglichkeit der externen Kommunikation, beispielsweise mit Kunden, Geschäftspartnern oder auch Fans sein.

So können Unternehmen Hangouts etwa für das Community Management nutzen. Der große Vorteil: Kunden oder auch Fans können live und direkt kommunizieren – ein Kontakt auf Augenhöhe, statt nur über Telefonate oder E-Mails miteinander zu sprechen. Auch im Kundenservice kann dies eine spannende Alternative sein. Gleichzeitig besteht natürlich das Risiko, dass Fehler und Pannen ebenso direkt beim Gesprächspartner landen.

Kleine Schönheitsfehler können aber auch sehr authentisch und sympathisch wirken, solange der grundsätzliche Eindruck stimmt kann es bei Fans und Kunden also durchaus gut ankommen, wenn nicht alles vollkommen perfekt läuft.

Sollten Sie noch Inspirationen benötigen, wie Sie Hangouts im Unternehmen und speziell für Ihr Community Management nutzen können, haben wir in diesem kostenlosen PDF elf Vorschläge für Sie zusammengestellt:

So setzen Sie sich beim Hangout richtig in Szene

Im Beruf und professionellen Umfeld ist es unerlässlich, doch auch privat wollen Sie sich bei Hangouts möglichst gut präsentieren. Das ist glücklicherweise gar nicht so schwer, wenn Sie sich an einige Regeln halten und auf Professionalität sowie Qualität achten:

Die Grundregeln für einen Hangout

  • Kontrast

    Der Kontrast zwischen Hintergrund und (Ober-)Bekleidung sollte stimmen. Helle Oberteile vor einer weißen Wand lassen Sie beinahe verschwinden, vor allem wenn die Bildqualität eher schlecht ist. Ein vollkommen weißer Hintergrund kann außerdem sehr steril und wenig einladend wirken. Dunkle, warme Hintergründe mit heller Kleidung als Kontrast können sehr gut funktionieren.

  • Beleuchtung

    Die Bildqualität bei Hangouts hängt sowohl der benutzten Webcam als auch vom vorhandenen Licht ab. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie selbst gut beleuchtet und somit auch gut zu erkennen sind. Indirekte Beleuchtung eignet sich dabei am besten – so können auch Reflexionen, beispielsweise in einer Brille, verhindert werden.

  • Mikrofon

    Falls möglich sollten Sie für Hangouts ein externes Mikrofon verwenden und nicht auf das Mikrofon aus Laptop oder Smartphone zurückgreifen. Privat ist das oft kein Problem, bei professionellen Videokonferenzen kann die schlechte Tonqualität den Gesamteindruck mindern. Selbst für den kleinen Geldbeutel sind solche externen Mikrofone mit deutlich besserer Qualität erhältlich.

  • Nebengeräusche

    Kaum etwas nervt so sehr, wie unnötige Hintergrundgeräusche in Hangouts. Häufig ist es beispielsweise das Klappern einer Tastatur, aber auch zahllose andere Nebengeräusche können die Videokonferenz stören. Sorgen Sie für eine möglichst ruhige Umgebung! Erschwerend hinzu kommt, dass bei mehreren Teilnehmern im Hauptfenster der aktuelle Sprecher gezeigt wird – bei Nebengeräuschen kann es also sein, dass plötzlich ein gerade irrelevanter Teilnehmer angezeigt wird. Sinnvoll ist es auch, sich selbst auf stumm zu schalten, wenn gerade ein anderer redet.

  • Widerhall

    Wenn alle Teilnehmer laut über Lautsprecher und Boxen am Hangout teilnehmen, ist mit einem großen Chaos zu rechnen. Echos und ein Wirrwarr von Stimmen überlagern sich, bis niemand mehr etwas mitbekommt. Hier helfen nur Kopfhörer – vorzugsweise kleine InEars, die weniger auffällig sind als große Over-Ear-Kopfhörer.

  • Perspektive

    Achten Sie außerdem darauf, aus welcher Perspektive Sie im Hangout zu sehen sind. Ungünstig ist dabei ein Blick von unten, das schmeichelt niemandem und Sie wollen verhindern, dass Ihr Gegenüber Ihnen die ganze Zeit von unten in die Nase guckt. Besser ist es, wenn sich die Kamera auf Augenhöhe befindet. So entsteht ein natürlicher Eindruck.

Vermeiden Sie diese Fehler bei Hangouts

Hangouts Google Fehler TippsBei Hangouts können Sie vieles richtig, aber auch einiges falsch machen. Leider lassen sich solche Fehler recht häufig beobachten, was den Nutzen von Hangouts schmälert und auch dem professionellen Eindruck schaden kann, den Sie im Job machen wollen.

Um Ihnen zu zeigen, worauf Sie achten müssen, haben wir deshalb die häufigsten Fehler bei Hangouts für Sie aufgelistet!

Organisatorische und kommunikative Fehler

  • Zu späte und unklare Ankündigung.
  • Fehlerhafte Angaben und zu wenig Informationen im Vorfeld.
  • Nur einmalige Ankündigung, keine weiteren Hinweise vor dem Hangout.
  • Keine direkte Verlinkung der Google+-Seite.
  • Unzureichende Vorstellung der teilnehmenden Gesprächspartner und Experten.
  • Kein klarer Call-to-Action für potenzielle Teilnehmer und Fans.
  • Keine Verknüpfung zur Unternehmenswebseite und anderen Social Media Kanälen.
  • Kein Hinweis auf den Hangout über die Kanäle der teilnehmenden Experten.
  • Unzureichende Erklärung des Konzepts Hangout on Air.
  • Fehlendes Nutzwertversprechen für Teilnehmer oder falsche Beschreibung des Hangouts.
  • Keine Moderation des begleitenden Chats.
  • Kein Aufruf für Fragen oder Themenwünsche im Vorfeld.
  • Keine direkte Ansprache und Einladung der Fans.
  • Die Verwendung eines sonst komplett ungenutzten oder völlig neuen Youtube-Kanals.
  • Positionierung und Nutzung des Hangouts als Werbeplattform.
  • Mangelnde Einweisung der Teilnehmer in das Hangout Format und die notwendige Technik.
  • Unzureichendes thematisches Briefing der Teilnehmer.
  • Fehlender Hinweis auf die Aufzeichnung und spätere Verwendung des Hangouts on Air.
  • Keine Pläne für die Nachbereitung des Hangouts.
  • Fehlender Testlauf des verwendeten Setups im Vorfeld des Hangouts.
  • Keine strategische Einbindung des Hangouts on Air in die sonstige Kommunikation.
  • Fehlendes Branding des Hangouts on Air, beispielsweise kein Firmenlogo, keine erklärenden Bauchbinden und ähnliches.
  • Technische Fehler

  • Unzureichende oder sehr einseitige Beleuchtung mit starken Schatten, die das Gesamtbild nachhaltig stören.
  • Starkes Gegen- oder Hintergrundlicht, dass die Gesichter der Teilnehmer überstrahlt.
  • Extrem unruhiger Hintergrund, der Zuschauer eher ablenkt als anspricht.
  • Hintergrundgeräuschquellen, die das Gespräch immer wieder – oder kontinuierlich – stören.
  • Falsche oder zu tiefe Kameraposition, die Teilnehmer aus ungünstigen Perspektiven darstellt.
  • Unzureichende Mikrofone, die zu einer schlechten Tonqualität führen.
  • Zu langsame Netzverbindung, durch die die Bildqualität herunter geregelt wird.
  • Verschiedene Positionen von Kamera und Bildschirm, durch die Teilnehmer nicht direkt in die Kamera sprechen.
  • Fehlende Kopfhörer und die so entstehenden Echos anderer Teilnehmer.
  • Falsche Kleidung, die nicht genug Kontrast zum Hintergrund bietet.
  • Spiegelende Brillengläser, die durch Reflexionen ständig ablenken und stören.

Hangouts und Google Plus: So nutzen Sie das Netzwerk

Hangouts sind eine eigenständige App und Software – gehören aber zu Google, wie auch das Netzwerk Google Plus. Wenn Sie sich dafür entscheiden, Hangouts einzusetzen, kann es daher Hand in Hand mit der Entscheidung gehen, auch Google Plus als Kommunikationskanal zu nutzen. Schließlich benötigen Sie ohnehin einen Google-Account, um Hangouts durchführen zu können. Stellt sich nur die Frage: Worauf muss ich achten?

Von Grundlagen wie einem vollständig ausgefüllten Profil, Bild- und Profilgestaltung im persönlichen Look oder der Coporate Identity und der Verlinkung zu allen anderen relevanten Kanälen gehen wir an dieser Stelle aus.

Für das Kommunkationsverhalten gelten im Grunde die gleichen Grundsätze wie auch für andere Netzwerke. Dazu gehören:

  • Aktives Engagement auf der Plattform und innerhalb der Community
  • Feedback annehmen und nutzen
  • Kanalspezifisch aufbereiteten Content nutzen

Im Gegensatz zu anderen Netzwerken kommen auf Google+ auch längere Beiträge gut an – wenn diese inhaltlich für die Community interessant sind. Bei längeren Texten sollten Sie unbedingt die Formatierungsmöglichkeiten von Google+ nutzen.

Fettungen werden durch zwei Sterne vorgenommen (*Text*), Kursivschreibung durch Unterstriche (_Text_) und durchgestrichener Text lässt sich durch Bindestriche erreichen (-Text-). Arbeiten Sie dann noch mit Absätzen und Bildern, werden die Beiträge ansprechend.

Darüberhinaus helfen Ihnen die folgenden einfachen Tipps, Google+ optimal zu nutzen, und nicht nur Ihre Reichweite und Followerzahlen zu erhöhen, sondern das Beste aus dem Netzwerk herauszuholen:

  • Achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt

    Was auf anderen Plattformen gilt, hat auch auf Google+ seine Relevanz: Finden Sie heraus, zu welchen Zeitpunkten Ihre Posts und Beiträge am besten funktionieren und die meisten Menschen erreichen. Dafür müssen Sie Ihre Zielgruppe kennen und deren Verhalten in die Planung mit einbeziehen. Richten Sie sich beispielsweise an berufstätige Menschen zwischen 30 und 45, kann es sinnvoll sein entweder morgens oder nach Feierabend Beiträge zu veröffentlichen.

  • Beteiligen Sie sich an Diskussionen

    Wenn auf Google+ kommentiert und diskutiert wird, sollten Sie das nicht einfach nur beobachten und stehen lassen, sondern sich als Seitenbetreiber daran beteiligen. Das zeigt nicht nur die Wertschätzung gegenüber Ihren Followern, sondern verstärkt auch langfristig die Bindung und kann die Interaktion steigern.

  • Schauen Sie sich Ihre Bewertungen an

    Unternehmen bei GooglePlus werden nicht nur mit Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktdaten angezeigt – sie können auch bewertet und mit einem Kommentar versehen werden. Und dieser Möglichkeit kommen auch viele Kunden nach. Darin verbirgt sich großes Potenzial, um eigene Stärken, vor allem aber Schwächen zu erkennen und auf die Kritik einzugehen. Es ist nicht immer angenehm zu lesen, aber leichter werden Sie nicht an Verbesserungsvorschläge kommen.

  • Überprüfen und monitoren Sie Ihren Content

    Am Ende des Tages, der Woche oder des Monats wollen Sie natürlich auch wissen, ob Ihr Einsatz auf Google+ sich wirklich lohnt und ob es Ihnen gelungen ist, einige Follower zu begeistern, die dann auch einen Link in Ihren Posts geklickt haben und so auf Ihrer Homepage gelandet sind. Durch Google Analytics haben Sie die Möglichkeit, den Traffic, der durch Google+ generiert wurde, zu kontrollieren.

Wie bei den Hangouts können Sie allerdings auch bei Google Plus einiges falsch machen. Welche Fehler Sie besser vermeiden sollten, lesen Sie in diesem kostenlosen PDF!

[Bildnachweis: iJeab by Shutterstock.com]
22. Oktober 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

Mehr von der Redaktion und aus dem Netz



Kb Buch Werbung 2019
Stellenanzeigen finden Sie auf www.karrieresprung.de.

Karrierefragen Hinweis Artikel Unten 1000px Fertig gelesen? Zurück zur Startseite!