Instagram Story: Videos erstellen und strategisch nutzen

Ein Gastbeitrag von Elisa Ochmann

Als Instagram im August 2016 das neue Feature Instagram Story launchte, war ein Großteil der Instagram-Nutzer eher skeptisch. Zumal zu diesem Zeitpunkt bereits andere Tools existierten, die sich auf diese Funktion spezialisiert hatten. Allerdings sprechen die Zahlen klar für sich: Rund 300 Millionen User nutzen die Instagram Storys täglich. Tendenz steigend. Ein Drittel der am häufigsten geklickten Instagram Storys stammen übrigens von Marken und Unternehmen. Höchste Zeit, die Instagram Story genauer zu beleuchten…

Instagram Story: Videos erstellen und strategisch nutzen

Definition: Was ist eine Instagram Story?

Definition: Was ist eine Instagram StoryDie Instagram Story ist ein Feature, das Instagram-Usern ermöglicht, Fotos und kurze Videosequenzen (= Storys) zu erstellen und mit ihrer Community zu teilen. Diese kurzen Geschichten werden 24 Stunden nach Veröffentlichung automatisch gelöscht. Sie haben also ein Verfallsdatum.

Eine Story kann jedoch ganz unterschiedliche Elemente enthalten und verbinden, wie beispielsweise Fotos, Text, Videosequenzen, GIF’s, Hashtags und vieles mehr.

Das Schöne an der Instagram Story ist, dass man durch sie noch persönlicher kommunizieren kann. Instagram-Nutzer lassen darüber etwa ihre Follower und potenziellen Follower am Alltagsgeschehen teilhaben oder geben Einblicke hinter die Kulissen. Auch deshalb ist Instagram inzwischen zu einem der wichtigsten Marketingkanäle für Unternehmen avanciert und fester Bestandteil zahlreicher Social Media Strategien.

Instagram Story erstellen: So geht das!

Zum Erstellen einer Instagram Story gibt es vier Optionen:

  • Vom Home-Screen nach rechts wischen, um zur Story-Kamera zu gelangen.
  • Im Home-Screen auf das Kamera-Icon oben links tippen.
  • Falls es aktuell keine eigene Story gibt, erscheint neben dem eigenen Profilbild – oben in der Instagram Story-Leiste – ein kleines, blaues Pluszeichen. Sobald man darauf tippt, gelangt man in die Instagram Story-Kamera.
  • Vom eigenen Profil kann man ebenfalls in die Instagram Story-Kamera gelangen. Wenn aktuell keine Story hinterlegt ist, erscheint auch hier das kleine, blaue Pluszeichen. Nach dem Tippen auf dieses Icon, gelangt man ebenfalls in die Story-Kamera.

Für die Aufnahme einer Insta-Story gibt es wiederum zahlreiche Optionen, diverse Features und verschiedene Aufnahmemodi, um das Beste aus den jeweiligen Inhalten herauszuholen und täglich kreative, abwechslungsreiche Inhalte mit Mehrwert zu schaffen.

Hier die einzelnen Funktionen zur Erstellung einer Instagram Story:

  • Front- und Rückkamera

    Beim Aufnehmen kann man zwischen der Front- und Rückkamera wählen oder sogar während der Aufnahme zwischen den beiden Kameraeinstellungen wechseln.

  • Face-Filter

    Zudem haben Sie die Möglichkeit, Gesichtern Schönheits- oder Funnyfilter aufzulegen. Einfach rechts neben dem Aufnahmebutton (unten, Mitte) auf den weißen Smiley tippen.

  • Medien aus dem eigenen Fotoalben wählen

    Für die Instagram Story lassen sich überdies Medien aus Fotoalben auswählen, die bereits – mit oder ohne die App – aufgenommen wurden. Hierzu wischen Sie innerhalb der Instagram Story-Kamera nach oben und die Inhalte der Fotoalben erscheinen. Eigens für die Instagram Story erstellte Fotos und Videos sollten im Idealfall immer im Hochformat aufgenommen sein. Wobei Sie inzwischen auch Querformate in der Instagram Story einbauen können. Diese werden jedoch automatisch auf die volle Breite skaliert, was eventuell nicht immer gewünscht ist. Sobald ein Foto oder Video verwendet wird, welches älter als 24 Stunden ist, fügt Instagram automatisch das Aufnahmedatum hinzu. Falls das Aufnahmedatum nicht erscheinen soll, zieht man dieses mittig nach unten in den dann erscheinenden Papierkorb.

  • Text

    Hier gibt es die Option, nur Text hochzuladen. Für die Verarbeitung stehen unterschiedliche Schriftarten und Hintergründe zur Verfügung.

Instagram Story aufnehmen: Die Funktionen im Überblick

Für eine Instagram Story lassen sich verschiedene Aufnahmemodi auswählen:

  • Normal. Foto oder Videosequenz (maximale Dauer: 15 Sekunden)
  • Live. In diesem Modus starten Sie eine Live-Übertragung.
  • Boomerang. Hier wird eine Aufnahme in einem sogenannten Loop erstellt – es entsteht eine sich wiederholende Endlosschleife.
  • Fokus. Diese Einstellung hilft dabei, einen gewissen Bildbereich besser zu fokussieren und eine noch stärkere Tiefenunschärfe im Hintergrund zu erzeugen.
  • Superzoom. Hiermit können Sie während der Aufnahme an Objekte oder Personen heran zoomen. Optional kann das Zoomen mit Untermalung eines dramatischen Sounds verstärkt werden.
  • Rewind. Diese Funktion spielt das Video rückwärts ab.
  • Freihändig. Hierbei muss der Auslöser während der Videoaufnahme nicht einmal gedrückt werden. Die Aufnahme startet sofort.
  • Stop-Motion. Bei dieser Funktion erstellen Sie eine beliebige Anzahl von Fotos, welche anschließend automatisch hintereinander abgespielt werden.

Fotos und Videos bearbeiten

Neben den Aufnahmemodi für Videos, gibt es ebenso für hochgeladenen Bilder in der Instagram Story mindestens ebenso viele Features zur Bearbeitung des Bildmaterials. Die Handhabung ist hier übrigens meist intuitiv und schnell zu erlernen. So geht’s:

  • Filter. Nach der Aufnahme von einem Foto oder Video kann man diesem noch einen bestimmten Filter zuordnen. Dies ähnelt dem Bearbeitungsmodus von regulären Instagram Posts. Hierfür einfach nach links oder rechts wischen und den gewünschten Farbfilter auswählen.
  • Malstift / Radiergummi. Einfach auf das Stift-Icon klicken. Daraufhin öffnet sich ein kleines Menü: Oben kann man unterschiedliche Stifte sowie den Radiergummi auswählen; links lässt sich die Strichstärke regulieren und unten einen Farbton wählen. Falls Sie einen individuellen Farbton nutzen möchten, wählen Sie unten links über die Pipette einen Farbton aus dem Foto oder Video aus. Zudem besteht die Möglichkeit, das gesamte Foto oder Video in einem Farbton einzufärben, beziehungsweise es mit einer farbigen zweiten Ebene zu überlagern. Wählen Sie hierfür eine Farbe aus und erzeugen Sie anschließend, durch einen etwas längeren Push des Displays, eine Farbüberlagerung in Ihrer gewünschten Intensität.
  • Text. Hierfür auf das „Aa“ (beziehungsweise Schrift-Icon) tippen und den gewünschten Text eintippen. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, eine Schriftart, Schriftfarbe sowie einen Schrifthintergrund auszuwählen. Im Übrigen steht Ihnen hier – genau wie beim Malstift – wieder die Pipette zur Verfügung.
  • Sticker. Für das Verwenden von Stickern tippen Sie oben rechts auf das Smiley-Icon. Anschließend öffnet sich ein Menü mit verfügbaren Stickern. Hierzu gehören einfache Illustrationen, der Geo-Tag Standort, das Datum, die Nutzung von GIF’s, Hashtags, Markieren von Personen und die Umfrage-Funktion. Das Besondere an den Stickern ist, dass man einige davon strategisch nutzen kann. Mehr dazu folgt unten.
  • Elemente löschen. Um ungewünschte Elemente wieder zu löschen, zieht man diese mittig nach unten auf das erscheinende Papierkorb-Symbol.

Was sind Highlights und wie werden sie erstellt?

Inzwischen hat Instagram die sogenannten Highlights eingeführt, welche innerhalb des Instagram-Profils fixiert sind. Sie sorgen dafür, dass diese, speziell ausgewählten Instagram Storys nicht wie üblich nach 24 Stunden gelöscht werden, sondern ein fester Bestandteil des Instagram-Profils und damit dauerhaft unterhalb des Beschreibungstextes gespeichert bleiben.

Der Sinn der Highlights ist: Follower und andere interessierte Besucher sollen ausgewählte Momentaufnahmen und Meilensteine ansehen können, um sich ein noch persönlicheres Bild der Profil-Inhabers zu machen. Sie prägen also massiv die eigene Marke innerhalb der Instagram-Universums. Wählen Sie die Hightlights daher stets mit Bedacht aus.

Dazu legen Sie – nach dem Hochladen der Story – über den Button „Highlight“ in der bereits veröffentlichten Story einen Highlight-Ordner samt individueller Benennung an. Dort lassen sich die Highlight-Videos natürlich auch wieder abwählen.

Das Highlight Cover

Neben der Benennung der Highlights gibt es zusätzlich die Funktion, ein passendes Highlight Cover zu hinterlegen. Dies sorgt dafür, dass der Feed einheitlicher ist und andere User besser erfassen können, worum es sich beim Highlight handelt.

Das Erstellen des Highlight Covers erfolgt ebenfalls über das Erstellen einer Story. Das gewünschte Cover laden Sie innerhalb der Instagram Story hoch und fügen es anschließend dem jeweiligen Highlight zu.

Sobald dies erledigt ist, öffnet Sie den eigenen Instagram-Feed und tippen auf das Highlight: Es öffnet sich ein Menü, um das Highlight zu bearbeiten. Hier kann man das gewünschte Titelbild hinterlegen, alte Inhalte löschen oder das gesamte Highlight aus dem Instagram-Feed entfernen.

Strategische Nutzung der Instagram Story

Viele Instagram-Nutzer haben es längst gemerkt: Videos sind interessanter als Fotos. Oder anders formuliert: Die meisten Follower schauen sich heute lieber die Storys an, statt die Fotos und Bilder zu liken oder zu kommentieren.

Das kann aber auch ein strategischer Vorteil sein. Insbesondere wenn Ihr Ziel ist, mehr Reichweite und Follower auf Instagram zu generieren.

Die Art der daraus resultierenden Instagram-Story-Strategie hängt natürlich stark von dem jeweiligen Unternehmen, der Zielsetzung, der Zielgruppe und vielen weiteren Faktoren ab. Jedoch gibt es ein paar grundsätzliche Tipps, Tricks und hilfreiche Funktionsweisen, die Sie unbedingt nutzen sollten, wenn Sie Ihre Reichweite steigern möchten:

  • Verwenden Sie Geo-Tags.

    Der Geo-Tag sorgt dafür, dass Sie über einen bestimmten Standort Instagram-Nutzer erreichen, die einem bislang nicht folgen. Besonders für ortsabhängige Unternehmen, Dienstleistungen oder Shops kann dies ein Reichweiten-Boost sein, um eine lokale Zielgruppe zu erreichen und nachhaltig aufzubauen.

  • Nutzen Sie Hashtags.

    Seit kurzem können Sie nicht nur Personen via Instagram folgen, sondern auch Hashtags – also speziellen Themen. Deshalb sollten Sie sich überlegen, welche Hashtags für die eigene Zielgruppe relevant sind und diese dann auch in der Instagram Story einbauen.

  • Personen markieren.

    Über das Markieren von Personen pflegen Sie Ihr Netzwerk und können weitere Aufmerksamkeit erhalten. Aber bitte nicht wahllos irgendwelche Influencer auswählen. Die so markierten Personen sollten schon mit dem Thema zu tun haben und die Story für sie interessant sein.

  • Umfragen erstellen.

    Sobald es um das Thema Social Media geht, wird immer davon gesprochen, Interaktionen anzuregen und die Follower mit einzubeziehen. Genau dafür ist das Umfrage-Tool da. Hier können Sie direkte Marktforschung oder Blitz-Abstimmungen betreiben. Durch antippen der „Ja“/“Nein“-Flächen können Sie den Text darin Ihrer Umfrage anpassen.

Instagram Story: Vorteile

Im Vergleich zu den regulären Instagram Posts bietet die Instagram Story also einige strategische Vorteile:

  • Instagram-Stories werden durch die #Hashtags nicht nur bestehenden Instagram-Followern ausgespielt.
  • Eine Instagram-Story kann die bestehende Reichweite und den Bekanntheit deutlich steigern.
  • Die Instagram Story dient dem Markenauf- und ausbau.
  • Sie erweitert die sogenannte Brandstory (die Markengeschichte) durch Bewegbild-Facetten.
  • Die Instagram Story sorgt für mehr Persönlichkeit, Nahbarkeit und Transparenz eines Profils.
  • Sie ermöglicht, Highlights hervorzuheben.
  • Eigene Inhalte können schnell und aktuell via Instagram Story geteilt werden.
  • Die Inhalte können durch Crossposting zudem via Facebook Story gestreut werden.

Kurzum: Es lohnt sich, mehr Zeit in Instagram Storys zu investieren – auch wenn die einzelne Geschichte nur 24 Stunden hält.

Über die Autorin

Elisa Ochmann AutorinElisa Ochmann alias ElisaZunder ist freie Redakteurin, Bloggerin und Social Media Managerin. Gelernte Mediengestalterin mit Expertise in der Werbung, der Blogosphäre und zu Hause in den sozialen Medien.

[Bildnachweis: Nomad_Soul by Shutterstock.com]
17. Mai 2018 Autor: Redaktion

Dieser Artikel wurde von der Redaktion lediglich bearbeitet und minimal redigiert, um ihm dem Redaktionssystem anzupassen. Verantwortlich für den Inhalt und die Richtigkeit der darin gemachten Aussagen und Links ist allein der genannte (Gast)Autor.

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