Jobgesuche aufgeben? Der Gedanke daran entlockt vermutlich gerade der jüngeren Generation eher ein Lächeln als wirkliches Interesse oder gar Begeisterung. Wieso sollte sich jemand in der heutigen Zeit noch mit Jobgesuchen beschäftigen, wo es doch so viele andere Möglichkeiten gibt, um eine neue Stelle zu finden - gerade online und digital, was so viel moderner und einfacher ist. Kurz gesagt: Jobgesuche scheinen nicht mehr zeitgemäß zu sein und werden bei der Jobsuche häufig außen vor gelassen. Stattdessen liegt der Fokus auf anderen Bewerbungsformen. Aber kann es sich vielleicht doch lohnen, Jobgesuche aufzugeben? Für wen sich Jobgesuche lohnen können und worauf Sie achten sollten, um wirklich davon zu profitieren...

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Jobgesuche: Inserate in der Zeitung?

Klassische Jobgesuche sind Anzeigen in der Tages- oder auch Wochenzeitung, in denen sich Arbeitssuchende kurz vorstellen, die eigenen Qualifikationen, Erfahrungen und Vorstellungen präsentieren, um auf diesem Weg Arbeitgeber zu erreichen und mit diesen in Kontakt zu kommen. Ganz genau so können Jobgesuche auch heute noch funktionieren und wer einen Blick in die Zeitung wirft, wird feststellen, dass sich dort immer noch viele Inserate von Bewerbern finden, die auf der Suche nach einer passenden Stelle und einem geeigneten Arbeitgeber sind.

Im Grunde geht es bei Jobgesuchen darum, dass ein potenzieller Mitarbeiter auf sich aufmerksam machen will und die klassische Jobsuche somit ein wenig umdreht, weil das Unternehmen sich beim Arbeitnehmer meldet, wenn Interesse besteht. Dies lässt sich auch in einer moderneren Form des Jobgesuchs umsetzen. So bieten mittlerweile sehr viele Jobbörsen die Möglichkeit ein, einen Lebenslauf oder ein Kurzprofil zu erstellen und für Arbeitgeber, Recruiter und Headhunter sichtbar zu machen.

Statt einer Zeitungsannonce nutzen Sie ein Online-Profil, um auffindbar zu werden und die Aufmerksamkeit von Unternehmen auf sich zu ziehen. Das Prinzip bleibt im Grunde gleich, allerdings entspricht diese Form eher dem heutigen digitalen Zeitgeist.

Sind Jobgesuche noch eine gute Idee?

Sind Jobgesuche in Zeitungen also endgültig überflüssig geworden und Bewerber können gänzlich darauf verzichten? Ganz so endgültig und voreilig sollte nicht geurteilt werden. Die Reichweite und Wirkung wird oftmals unterschätzt, tatsächlich werden Jobgesuche aber weiterhin gelesen und wenn die Voraussetzungen stimmen auch durchaus beantwortet.

Um zu erkennen, ob ein Jobgesuch auch für Sie das Richtige sein kann, sollten Sie zwei Aspekte beachten und hinterfragen:

  • Passt es zu Ihrer Branche?

    Grundsätzlich können Sie für jeden Job in jeder Branche ein Jobgesuch aufgeben - fraglich ist jedoch, ob dies auch immer sinnvoll ist und am Ende wirklich die Person erreicht, zu der Sie durchdringen möchten. Bewerben Sie sich beispielsweise in der Digitalbranche, ist es in der Regel sinnvoller, Ihre Bewerbungsstrategie entsprechend auszurichten. In anderen, eher klassischen Branchen, können Sie mit Jobgesuchen in der Zeitung hingegen genau richtig liegen.

  • In welchen Zeitungen sollten Sie Jobgesuche aufgeben?

    Wenn Sie mit dem Gedanken an ein Jobgesuch spielen, sollten Sie sich im Vorfeld überlegen, in welcher Zeitung Sie inserieren wollen. Lokale Tageszeitungen erreichen Arbeitgeber in Ihrer Region, wollen Sie den Suchradius erweitern, können Sie auch überregionale Zeitungen anvisieren. Darüberhinaus sollten Sie die Fachpresse Ihrer Branche nicht vergessen, um ganz gezielt Unternehmen aus Ihrem Bereich anzusprechen und bei den Personalern möglicher Arbeitgeber zu landen.

Zudem müssen Sie herausfinden, wie Sie Jobgesuche so verfassen können, dass diese interessant, informativ und trotzdem übersichtlich sind. Es soll auf den Punkt formuliert werden, gleichzeitig muss aber jede wichtige Information enthalten sein.

Sollte Ihnen dies schwer fallen, können Sie sich am Inhalt einer Initiativbewerbung orientieren. Die große Parallele: Auch hier bewerben Sie sich auf einen Job, ohne sich auf ein Stellenangebot beziehen zu können. Anders ist hingegen, dass Sie sich nicht auf das Unternehmen beziehen können, sondern lediglich auf Ihre eigene Seite eingehen.

Wie nach der Lektüre einer klassischen Bewerbung sollten Personaler aus Jobgesuchen ein möglichst vollständiges Bild Ihrer Person erhalten. Dazu zählt vor allem, wer Sie sind, was Sie mitbringen, worin Ihre Stärken liegen, welche Motivation Sie mitbringen und was Sie von der Arbeit und von Unternehmen erwarten.

Jobgesuche sind eine Ergänzung, kein Ersatz

Gelingt es Ihnen, Ihre Jobgesuche in den richtigen Zeitungen zu platzieren und sich selbst darüberhinaus gut zu präsentieren und die wichtigsten Fragen von Personalern zu beantworten, können Jobgesuche durchaus eine wert- und sinnvolle Ergänzung zu den anderen Bemühungen Ihrer Jobsuche sein. Sie erhöhen damit die Chance, mit Unternehmen in Kontakt zu kommen und letztlich auch die Wahrscheinlichkeit, möglichst schnell einen Job zu finden.

Beachten Sie aber unbedingt, dass Jobgesuche andere Bewerbungen nie ersetzen können. Nachdem Sie Anzeigen in der Zeitung geschaltet haben, können Sie also nicht einfach Ihre Bemühungen einstellen, aufhören, Bewerbungen zu schreiben und darauf warten, dass interessierte Arbeitgeber sich bei Ihnen melden. Das kann zwar passieren, wer sich jedoch ausschließlich darauf verlässt, geht die Jobsuche reichlich naiv an.

Am besten orientieren Sie sich an einem einfachen Prinzip: Je breiter Sie aufgestellt sind, desto schneller finden Sie einen Job. Soll heißen: Es ist die Kombination aus verschiedenen Bewerbungsformen, die zu einer erfolgreichen Suche führt. Schreiben Sie Bewerbungen, nutzen Sie Online-Jobbörsen ebenso wie Stellenanzeigen in der Zeitung, besuchen Sie Jobmessen und geben Sie auch Jobgesuche auf.

Sind all diese Anstrengungen auf einander abgestimmt, bringen sie die größte Reichweite und am Ende auch den größten Erfolg. Jobgesuche sind also nicht überflüssig, als Teil einer durchdachten Bewerbungsstrategie können sie immer noch zielführend sein.

[Bildnachweis: LightField Studios by Shutterstock.com]

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