5 Tricks, mit denen Sie sofort kompetenter wirken

Kompetenz sollte man nicht vorspielen, sondern besitzen. Aber was, wenn ich sie habe, mir aber niemand abkauft, dass ich sie habe? Das könnte immerhin dazu führen, dass mir der Auftrag durch die Lappen geht oder die ausgeschriebene Stelle einen anderen glücklich macht. Ab sofort passiert Ihnen das nicht mehr! Karrierebibel zeigt Ihnen 5 Tricks, mit denen Sie sofort kompetenter wirken

5 Tricks, mit denen Sie sofort kompetenter wirken

Kompetenz ausstrahlen: Mit einem Schnips

„Kommt ‘ne Blondine ins Krankenhaus …“ Heute sind Blondinenwitze – zum Glück – ausgestorben. Früher begründete sich das Genre auf dem – vermeintlich inkompetenten – Erscheinungsbild der Verspotteten. Blondine gleich dümmlich.

Nicht geändert hat sich hingegen, dass wir Menschen weiterhin aufgrund ihres Erscheinungsbildes beurteilen. Wie jemand aussieht, wie er redet, wie er sich bewegt – nett oder barsch, witzig oder humorbefreit, intelligent oder dumm?

Und, gerade im beruflichen Kontext wichtig: Kompetent oder nicht? Wir zeigen Ihnen fünf Tricks, mit denen Sie ohne Verzögerung kompetenter wirken.

5 Tricks, mit denen Sie sofort kompetenter wirken

  1. Mittlere Initiale verwenden

    Eine kleine Formalie mit großer Wirkung: Lassen Sie Ihre mittlere Initiale – sofern Sie eine haben – stehen. Beispiele aus Film und Fernsehen: Johannes B. Kerner oder Hans W. Geißendörfer. Laut den Psychologen Wijnand van Tilburg und Eric Igou von der Universität Southhampton lässt sich ein positiver Effekt gleich mehrfach nachweisen. Demnach gibt der edle Mittelbuchstabe Außenstehenden das Gefühl, man sei intellektuell potent und könne sich auch schriftlich gut ausdrücken. Auch verleihe er seinem Träger gleich eine ganz andere Statur, einen höheren Status gewissermaßen. Zusammengefasst: Wer sich mit einer mittleren Initiale schmückt, wirkt auf andere cleverer und leistungsfähiger. „Die Ergebnisse haben wichtige Implikationen für das alltägliche Leben“, schreiben die Autoren. Was sie damit konkret meinen könnten: Auf dem Bewerbungsbogen, im Brief- und E-Mail-Verkehr, auf der Visitenkarte, in der Uni-Klausur oder im Assessment-Center könnte die Verwendung der mittleren Initiale indirekt Pluspunkte bringen. Sollte sich ein solches Juwel also in Ihrem Besitz befinden – steht in Ihrem Pass also ein Zweitname – dann machen Sie gerne davon Gebrauch.

  2. Make-up auftragen

    Merke: Mit Sneakers und Hoodie wirkt man nur im Silicon Valley smart. Im Rest der Welt – ob das Schanghai, München oder Abu Dhabi ist – (noch) nicht. Hier gilt das gepflegte Äußere als Statussymbol — und als Kompetenzmerkmal. Daher der einfachste Weg, um komptenter zu wirken: Overdressen. Kompetenzpunkte bringen zum Beispiel: ein schicker Anzug. Die teure Brille auf der Nase. Eine seriös zementierte Frisur und polierte Schuhe. Und natürlich ein vorzeigbarer Firmenwagen der Premiumklasse. Vertrauen Sie darauf: Diese Mischung wirkt. Speziell für Frauen gilt: Make-up auftragen! Harvard-Psychologin Nancy Etcoff untersuchte das vor einigen Jahren, legte Bilder von Frauen mit ganz wenig Make-up, etwas mehr Make-up und ganz viel Make-up vor. Ergebnis: Die Frauen, denen man das meiste Make-up verpasst hatte, wirkten auf die Betrachter am kompetentesten. Die nur leicht geschminkten Frauen machten dagegen den inkompetentesten Eindruck.

  3. Schnell sprechen

    Im Meeting ganz langsam und deutlich sprechen – das ist zwar gut gemeint, lässt Sie aber nicht sonderlich intelligent wirken. Clevere sprechen schnell. Wissenschaftler der Brigham Young University in Utah ließen für ihr Experiment sechs Stimmen einsprechen und bearbeiteten sie hinterher am Computer. Insgesamt kreierten sie 54 synthetische Stimmen am Rechner, mal drosselten sie das Sprechtempo, mal erhöhten sie es. Nun sollten die Hörer die Wirkung dieser Stimmen beurteilen: Wie kompetent und wie gutmütig klingen die jeweiligen Redner? Die Antworten waren unmissverständlich: Je schneller die Stimme, desto kompetenter wirkte sie auf die Hörer. Je langsamer der Redner, desto inkompetenter. Das Merkmal der Gutmütigkeit ließ sich weniger eindeutig zuordnen, folgte eher einer U-Kurve. Gutmütig wirkt am ehesten, wer normal schnell spricht.

  4. Um Rat fragen

    Wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt, wirkt dumm. Tatsächlich gilt: Wer andere um Rat fragt, erscheint gleich in einem helleren Licht. Besser gesagt: Er erscheint als ein helleres Licht. Zu diesem Schluss kommen drei Wissenschaftler von der Harvard Business School und der Uni Pennsylvania. Entscheidende Faktoren seien dabei der Schwierigkeitsgrad der Frage, die Egozentrik des Gefragten und dessen Expertise. Konkret bedeutet das: Wenn Sie schlau wirken wollen, dann stellen Sie einem Experten eine komplexe Frage aus seinem Fachgebiet, und zwar persönlich. Im Umkehrschluss sollte man auf allzu leichten Fragen verzichten, nicht in die Runde fragen und nur fragen, wenn man es mit einem Könner zu tun hat. Es gibt aber Ausnahmen – speziell für Männer in Führungspositionen. Ein Experiment der Duke University kam 2015 zu dem Ergebnis, dass männliche Leader, die häufig um Hilfe bitten, inkompetent wirken.

  5. Augenkontakt halten

    Wenn Sie Konversation führen, können Sie mit den Armen fuchteln, mit den Füßen wippen, mit dem Kopf nicken oder ihn schütteln. Nonverbale Kommunikation wirkt sich zweifelsfrei darauf aus, wie intelligent jemand wahrgenommen wird. Der wichtigste Faktor aber ist: In die Augen des Gesprächspartners gucken, während man spricht. Das hat die Psychologin Nora A. Murphy von der Loyola University in einer Untersuchung mit fast 200 Studenten herausgefunden. Augenkontakt korreliert demnach am stärksten mit der Beurteilung der Intelligenz eines Gesprächspartners. Noch ein Pluspunkt: Eine freundliche, ausdrucksstarke Stimme im Gegensatz zu einer zaghaften, zurückhaltenden.

Witzige Kollegen wirken kompetenter

Witzige Kollegen wirken kompetenterWitzigkeit kennt keine Grenzen, trällerte einst Hape Kerkeling. Das gilt erst recht für die Karriere. Dass die persönliche Attitüde ein wesentlicher Treiber für den Aufstieg ist, wissen Sie als Stammleser längst. Laut neuen Studien spielt Humor dabei aber eine größere Rolle, als manche bisher vermuteten. So kommen Wissenschaftler um T. Bradford Bitterly von der Wharton School an der Universität von Pennsylvania jetzt zu dem Ergebnis: Witzige Kollegen wirken sofort kompetenter und auch selbstsicherer.

Wer urkomisch, witzig und dabei auch noch charmant ist, baut nicht nur besser und schneller Beziehungen im Job auf – er oder sie steigert dadurch auch rasant seinen Status im Büro, so das Ergebnis der Studie.

Die Kollegen erkennen darin durchaus das subtile Selbstbewusstsein, wie Alison Wood Brooks, Co-Autorin der Studie sagt: „Wer mutig genug ist einen Witz zu erzählen, ohne zu wissen, ob der ankommt und zündet, wirkt sofort selbstsicher, aber auch kompetent.“

Denn hinter einem Witz stecke sehr viel mehr: Der Erzähler müsse ihn pointiert erzählen können und zugleich emotional intelligent genug sein, um damit keinen zu diskriminieren, zu verletzen oder zu langweilen – eben den Nerv seiner Zuhörer treffen. Und das am besten noch mit Niveau.

Nicht zuletzt sei es riskant, witzig zu sein. Wer übertreibt, sieht ganz schnell wie ein peinlicher Possenreißer aus. Geschmacklose Scherze gehen entsprechend immer nach hinten los, wirken unprofessionell und ruinieren einen Ruf schneller als dieser aufgebaut ist.

Apropos: Können Sie einen Witz erzählen?

[Bildnachweise: marvent by Shutterstock.com ]
4. März 2018 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur der Karrierebibel. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt den Veränderungen des Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.

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