Matatalab: Das Coding-Spielzeug für Kinder

Ja, Kindern könnte es helfen, wenn man sie früh an digitale Hilfsmittel heranführt. Nein, den ganzen Tag vor dem Bildschirm möchte man sie dann doch nicht platzieren. Mit dem Matatalab könnte der Spagat gelingen. Dabei handelt es sich um ein Spielzeug, das komplett ohne Monitor auskommt, aber Kindern trotzdem das Programmieren beibringt. So funktioniert es…

Matatalab: Das Coding-Spielzeug für Kinder

Matatalab: Wie funktoniert es?

Matatalab Coding BlocksDie Digitalisierung in Deutschlands Klassenzimmern wird oft als Trauerspiel tituliert. Veraltete Rechner, kaum digitale Hilfsmittel, kein IT-Verständnis und auch kein Programmierunterricht. Dabei gelten Coding-Kenntnisse gemeinhin doch als Top-Skill für das 21. Jahrhundert.

Die Chinesen wollen das Problem offenbar für uns lösen. Matatalab ist ein Programmier-Spielzeug für Kinder zwischen vier und neun Jahren, das von einem chinesischen Startup entwickelt wurde.

Das Produkt ist in der Tat faszinierend: Es umfasst zunächst kleine Klötzchen, die Coding Blocks. Auf denen sind zum Beispiel Pfeile oder Noten abgebildet. Diese Coding Blocks legt man nun in einer bestimmten Reihenfolge vor den Kommandoturm. Der sieht aus wie ein Spielzeug-Leuchtturm, verfügt aber über eine Kamera zur Bilderkennnung. Er scannt die Spielsteine ab.

Jetzt drückt Ihr Kind den Start-Button, um den Matata Bot in Bewegung zu setzen. Dabei handelt es sich um ein kleines Roboterauto mit Servomotor, Lithiumbatterie und Mini-Speaker, das auf einer Karte platziert wird. Es gibt verschiedene Karten, sie ähneln Brettspieloberflächen. Der Bot fährt auf der Karte nun die Strecke ab, die der Benutzer „programmiert“ hat.

Beispiel: Ihr Kind legt zwei Pfeile nach unten, einen Pfeil nach rechts und einen Pfeil nach oben nebeneinander vor den Kommandoturm und drückt den Start-Knopf. Das System erkennt den „Algorithmus“ und lässt das Roboterauto nebenan auf der Karte losfahren: zwei Felder nach unten, eines nach rechts und eines wieder nach oben.

Sogar Musik können Kinder auf diese Weise komponieren. Sie müssen nur einzelne Noten anordnen und schon spielt der Roboter die entsprechenden Töne ab.

Matatalab: Wie kommt es an?

Matatalab MatatabotDas Ziel der Erfinder: Sie wollen Kinder möglichst früh ans Coding heranführen. Der Nachwuchs soll verstehen, dass jeder einzelne Spielstein für eine Aktion des Roboters steht – so ähnlich wie beim Programmieren. Die Bausteine können auch ausgetauscht werden, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Stichwort: Debugging.

Das Matatalab wurde über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziert. 562 Spender haben fast 110.000 US-Dollar beigetragen. Die Gründer haben einen Robotik-Background, ihr Startup im Inkubator der Investmentfirma Shenzhen Valley Ventures hochgezogen.

Die ersten Pakete mit dem Matatalab wurden Ende Juli 2018 ausgeliefert. „Meine Kinder lieben es“, schreibt ein Käufer aus Hongkong. Ein anderer sagt: „Mein sechs Jahre alter Sohn kann es mühelos spielen. Er ist süchtig danach. Mein vier Jahre alter Sohn braucht noch etwas Training.“

Wann es das Matatalab online (für Nicht-Unterstützer) zu kaufen geben wird, steht noch nicht fest.

Steckbrief: Matatalab

Die wichtigsten Eigenschaften des Matatalab im Überblick:

  • Zielgruppe: Kinder zwischen 4 und 9
  • Preis: 99 bis 899 US-Dollar (je nach Umfang)

Habenwill? Hier gibt es das Matatalab: Matatalab.

[Bildnachweis: Matatalab]
11. August 2018 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur der Karrierebibel. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt den Veränderungen des Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.

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