Modobag: Der fahrende Koffer

Reisen ist anstrengend. Der Modobag soll die Reisestrapazen abmildern. Ein fahrender Koffer mit Motor, der den langen Gang durch den Flughafen zum Roadtrip macht. Einfach auf den Koffer setzen und losfahren. Das Koffergefährt ist eine Wucht, hat aber auch eklatante Schwächen…

Modobag: Der fahrende Koffer

Modobag: Rollkoffer mit Motor

Modobag Lenkstange HandlebarsSein eigene Erfindung bezeichnet Kevin O’Donnell als „spannendste Innovation in der Reiseindustrie, seitdem der Rollkoffer in den 70er Jahren in den Markt eingeführt wurde.“ O’Donnell ist der Erfinder des Modobags, eines fahrenden Koffers, den er zusammen mit einem Biker-Freund entworfen hat.

Der Modobag funktioniert so: Sie setzen sich auf den Koffer wie ein Kind auf sein Bobby Car. Dann einfach Fußstützen ausklappen, Lenkstage ausziehen und losbrausen. Wenn sie die Handbremse drücken, kommt der Modobag zum Stehen.

Der Koffer hat einen 150-Watt-Motor, beschleunigt auf bis zu 11 km/h und hält angeblich Personen mit einem Körpergewicht von bis zu 118 Kilogramm aus. Tablet und Smartphone kann man über die USB-Buchsen aufladen. Das Volumen beträgt 33 Liter.

Wie so viele Gadgets wurde auch der Modobag über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert. Via Indiegogo kamen im Jahr 2016 über 700.000 US-Dollar in die Kasse.

Seit Juni 2018 ist der Modobag nun auch im Netz erhältlich. Kostenpunkt inklusive Mehrwertsteuer: 1.648,24 US-Dollar. Das sind umgerechnet rund 1.420 Euro (Stand: Juli 2018). Dazu kommen noch 50 Dollar Versandkosten.

Modobag: Die Nachteile

Modobag Koffer Fahren„Dies ist eine aufregende Zeit für unsere Marke“, sagt Tim Ryan, Chief Marketing Officer bei Modobag. „Wir haben in den letzten zwei Jahren vom Prototyp zur Produktion gewechselt und in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mehr als 1000 Einheiten ausgeliefert.“

Zu den Abnehmern zählen aber nicht nur Viel- und Businessreisende, die den Modobag als Fun-Koffer schätzen. Vermehrt würden auch ältere Kunden mit Mobilitätseinschränkungen auf den Modobag umsteigen.

Ein Nachteil: Der Koffer wiegt 9,07 Kilogramm. Damit geht er bei vielen Airlines nicht als Handgepäck durch. Bei Lufthansa zum Beispiel beträgt die zulässige Grenze für Handgepäckstücke acht Kilogramm. Bei Ryanair sind es dagegen zehn Kilo.

Und es gibt noch ein anderes Problem: Viele Airlines gestatten seit Januar 2018 kein Smart Luggage mit Lithium-Ionen-Akkus mehr – Entzündungsgefahr! Darum müssen Passagiere den Akku obligatorisch entfernen, bevor sie das Gepäckstück aufgeben oder mit an Bord nehmen. Beim Modobag ist das möglich, wenngleich umständlich.

Für Modobag geht die Reise in jedem Fall weiter. Noch in diesem Jahr wollen die Amerikaner den fahrenden Koffer in einer größeren Version auf den Markt bringen. Auch Packwürfel, Rucksäcke und andere Reiseutensilien sind in der Entwicklung. Wir dürfen also gespannt sein, wer oder was als Nächstes vorfährt…

Steckbrief: Modobag

Die wichtigsten Eigenschaften des Modobag im Überblick:

  • Material: Aluminium-Chassis, ballistisches Nylon, ABS-Plastik
  • Maße: 56cm X 36cm X 23cm
  • Gewicht: 9,07 Kilogramm (ohne Akku)
  • Tragfähigkeit: 118 kg
  • Reichweite: 9,6 Kilometer
  • Akkuladezeit: 2 Stunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 11 km/h (draußen), 6,5 km/h (drinnen)
  • Preis: 1.495 US-Dollar (zzgl. Mehrwertsteuer und 50 US-Dollar Versandkosten)

Habenwill? Hier gibt es den Modobag: Modobag-Shop.

[Bildnachweis: Modobag]
7. Juli 2018 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur der Karrierebibel. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt den Veränderungen des Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.

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