Nach dem Abitur: Was nun?

Momentan laufen die letzten Abiturprüfungen des aktuellen Jahrgangs. Für die Abiturienten erst einmal ein großer Grund zur Freude, der Stress ist vorbei, die Anstrengungen haben sich ausgezahlt und endlich hat man die Schulzeit überstanden. Gleichzeitig muss aber auch der Blick nach vorne gerichtet werden, denn nach dem Abitur geht es meist recht schnell mit den nächsten Schritten weiter. Wie diese aussehen, ist die individuelle Entscheidung eines jeden Abiturienten. Die Schwierigkeit liegt darin, eine Entscheidung zu treffen und zu wissen, was man mit dem Abitur in der Tasche als nächstes machen möchte. Wir zeigen, welche Möglichkeiten offen stehen und was hilft, um die Frage nach dem Was nun? zu beantworten…

Nach dem Abitur: Was nun?

Nach dem Abitur: Welche Türen stehen nun offen?

Der erste Gedanke nach der letzten Abiturprüfung ist meist ein Endlich habe ich es geschafft. Die Erleichterung und Freude hat man sich auch redlich verdient. Allerdings mischt sich in die Euphorie meist noch eine wichtige Frage: Was mache ich als nächstes? Die beschäftigen sich bereits vor den Abiturprüfungen bereits damit und machen sich Gedanken über den weiteren Verlauf, doch ist das Abitur erst einmal bestanden, wird vielen bewusst, dass es nun wirklich an der Zeit ist, eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Einige Abiturienten wissen dabei bereits ganz genau, was sie machen wollen, andere sind noch auf der Suche, befinden sich weiterhin in der Orientierungsphase und wägen die verschiedenen Optionen ab, die ihnen zur Verfügung stehen – und das sind nach dem Abitur gleich mehrere:

  • Mit einer Ausbildung anfangen. Mit dem Abitur hat man natürlich die Chance, gleich auf dem Arbeitsmarkt aktiv zu werden und eine Ausbildung zu machen. Auf diesem Weg verdient man schneller Geld und sammelt Berufserfahrung. Auf der anderen Seite ist für manchen Berufswunsch ein Studium erforderlich.
  • Ein Studium aufnehmen. Viele Abiturienten zieht es nach der Schule an die Universität. Diese verspricht eine fundierte Vorbereitung auf den späteren Beruf, gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt und natürlich die Freiheiten, die das Studieren mit sich bringt. Allerdings ist das Studium auch eine große Herausforderung, der Lernaufwand und die nötige Selbstdisziplin ist nicht mit der Schule zu vergleichen – und man sollte genau wissen, welcher Studiengang der richtige für einen ist.
  • Ein Praktikum machen. Wer noch unschlüssig ist, kann mit einem Praktikum ein genaueres Bild eines Berufes erhalten. Neben den Erfahrungen können auch direkt Kontakte geknüpft werden, die bei der späteren Jobsuche nützlich sein können. Allerdings ist nicht jedes Praktikum automatisch ein Sprungbrett, weshalb es wichtig ist, Eigeninitiative zu zeigen.
  • Ins Ausland gehen. Nicht immer muss es nach dem Abitur direkt mit Studium oder Beruf losgehen. Reines Nichtstun ist jedoch nicht nur verschwendete Zeit, sondern macht sich auch im Lebenslauf bemerkbar. Eine gute Möglichkeit ist das sogenannte Gap Year. Beispielsweise als Au-Pair oder beim Work and Travel sammelt man Auslandserfahrung und kann die Zeit nutzen, um sich darüber klar zu werden, was man als nächstes machen möchte.

Nach dem Abitur: Wie entscheidet man sich?

Die Alternativen sind vorhanden, aber das macht die Entscheidung nicht wirklich einfacher. Fast schon zu beneiden sind die Abiturienten, die bereits seit der achten Klasse wissen, dass sie nach dem Abitur Medizin studieren oder eine Ausbildung zum Bankkaufmann machen wollen. Vielen geht es da jedoch anders und diese stehen dann vor der Qual der Wahl. Ausbildung, Studium oder doch erst einmal ein Praktikum, um die eigene Entscheidung abzusichern? Jeder möchte etwas machen, das zu den eigenen Vorstellungen passt, doch um dabei fündig zu werden, braucht es vor allem Informationen. Um an diese zu kommen und die richtige Entscheidung zu treffen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  1. Messen liefern wichtige Informationen

    Es gibt zahlreiche Messen und Informationsveranstaltungen, auf denen Arbeitgeber oder Studiengänge vorgestellt sowie Berufe und Ausbildungen beleuchtet werden. So erfährt man nicht nur gleich mehr über mögliche Aufgabenbereiche oder Inhalte eines Studiums oder einer entsprechenden Ausbildung, sondern kann auch direkt mit potenziellen Arbeitgebern und Universitäten in Kontakt treten, um noch offene Fragen zu klären.

  2. Tag der offenen Tür bietet Einblicke

    Sowohl große Unternehmen als auch Universitäten bieten Möglichkeiten an, sich den Ablauf einmal genauer anzusehen. Ist man noch unschlüssig, sollte man sich diese Chancen nicht entgehen lassen. Eine Vorlesung mitzuerleben oder sich den Arbeitsalltag eines Auszubildenden erklären lassen kann ein wichtiger Einblick sein, der ansonsten verwehrt bleiben würde.

  3. Freunde und Familie können Erfahrungen teilen

    Wissen aus erster Hand ist immer eine besonders verlässliche Quelle für Informationen. Wer also jemanden kennt, der bereits mitten in dem Studium steckt, mit dem man selbst liebäugelt oder der die Ausbildung gemacht hat, für die man sich interessiert, sollte unbedingt nachfragen und sich genau erklären lassen, was dabei auf einen zukommt. Dabei erhält man eine ehrliche Einschätzung, die in die eigene Wahl einfließen sollte.

[Bildnachweis: nelen by Shutterstock.com]
3. Mai 2016 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

Karrierefragen Hinweis Artikel Unten 1000px

Andere Besucher lesen gerade diese Artikel:



Stellenanzeigen finden Sie auf www.karrieresprung.de.


Fertig gelesen? Zurück zur Startseite!