Eine freundliche und zuvorkommende Art kann in vielen Lebensituationen zum Türöffner werden. Mit einem Lächeln können Sie Mitmenschen für sich einnehmen und Kunden für sich gewinnen. Auch Konfliktsituationen lassen sich durch eine freundliche Art entschärfen. Grundsätzlich sind Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Zuvorkommenheit positive Eigenschaften. Doch werden diese Eigenschaften überdosiert, können Sie auch zum Problem werden. Beispielsweise im Vorstellungsgespräch, wo übertriebene Freundlichkeit schnell wie Unterwürfigkeit wirkt. Oder im Job, wenn Sie zu nett sind, um "nein" zu sagen. Finden Sie heraus, wie nett Sie wirklich sind.

Freundlichkeit ist die Basis für ein respektvolles Miteinander

Ob im Job oder im Privatleben, wer freundlich und rücksichtsvoll mit seinen Mitmenschen umgeht, zeigt, dass er sie respektiert. Wird es in der Arbeit stressig, bleibt häufig die Freundlichkeit auf der Strecke. Der Ton wird ruppiger und die eigene Anspannung wird gerne mal an den Kollegen ausgelassen. Doch wie heißt es so schön: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Deswegen wird das Arbeitsklima maßgeblich von Freundlichkeit bestimmt. Diese beginnt schon bei kleinen Gesten, wie dem Anhalten des Aufzuges oder dem Türöffnen, wenn jemand die Hände voll hat und diese selbst nicht öffnen kann.

Wie das Quiz funktioniert

Das Quiz besteht aus elf Fragen. Für die Antworten wird eine unterschiedliche Punktzahl vergeben. Bitte addieren Sie diese zusammen. Am Ende gelangen Sie anhand Ihrer Punktzahl zur Auswertung.

Wie nett Sind Sie wirklich?

1. Frage: Sie stehen an der Salatbar in der Kantine Schlange, da drängelt sich ein Kollege vor. Wie reagieren Sie?

  • "So eine Dreistigkeit", ärgere ich mich und fordere den Kollegen verärgert auf, sich gefälligst hinten anzustellen. 1 P.
  • Ich sage nichts, denn ich habe es nicht eilig. 3 P.
  • Ich sprechen den Kollegen zwar darauf an, dass er sich vorgedrängelt hat, doch lasse ich ihm den Vortritt. 2 P.

2. Frage: Würden Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln einem älteren Menschen Ihren Sitzplatz anbieten?

  • Wenn ich unterwegs bin, bin ich meistens so in mein Buch oder meine Gedanken versunken, dass ich gar nicht darauf achte, wer mit mir unterwegs ist. 2 P.
  • Nein, es gibt genügend andere Fahrgäste. Soll das doch jemand anderes machen. 1 P.
  • Ich frage nach, ob die betreffende Person sich setzen möchte und mache gegebenenfalls Platz. 3 P.

3. Frage: Ihr Chef hat in der Projektpräsentation, die Sie zusammen mit Kollegen gemacht haben, einen Fehler entdeckt und stellt Sie zur Rede, obwohl es nicht Ihr Fehler war. Wie reagieren Sie?

  • Ich nehme den Fehler auf meine Kappe und lasse den Chef in dem Glauben, dass ich den Fehler gemacht habe. 3 P.
  • Ich will auf keinen Fall für die Fehler von anderen gerade stehen und weise meinen Chef darauf hin, dass meine Kollegin den Fehler gemacht hat. 1 P.
  • Ich weise den Chef daraufhin, dass ich den Fehler nicht gemacht habe, sage aber aber auch nicht, wer es war. Stattdessen versichere ich ihm, dass wir im Team stärker auf den angesprochenen Aspekt achten werden. 2 P.

4. Frage: Sie hatten einen anstrengend Arbeitstag. Ihre Freundin hat gerade ein Problem, braucht Ihren Rat und bittet Sie vorbei zukommen. Wie reagieren Sie?

  • Ich sage Ihr, dass ich zu kaputt bin, um zu Ihr zu fahren und schlage ihr vor, mir die Situation telefonisch zu schildern. 2 P.
  • Das hat mir gerade noch gefehlt. Ich vertröste Sie auf einen anderen Tag. 1 P.
  • Ich packe meine Sache und fahre los. Alles andere kann warten. 3 P.

5. Frage: Ihr Partner hat einen freien Tag und hat zugesagt Wäsche zu waschen und einzukaufen. Abends kommen Sie nach Hause und stellen fest, dass er nichts erledigt hat, sondern stattdessen mit seinen Kumpels unterwegs ist. Wie reagieren Sie?

  • Es ärgert mich zwar und das sage ich ihm auch, doch es ist sein freier Tag und ich verstehe, dass er etwas Spaß mit seinen Freunden haben will. 2 P.
  • Ich bin verärgert. Meine Wut lasse ich ihn auch spüren und verlange, dass er die versäumte Arbeit nachholt. 1 P.
  • Ich sage nichts, fahre selbst noch einmal einkaufen und wasche die Wäsche. 3 P.

6. Frage: Ein Kollege verlässt das Unternehmen. Eine kleine Abschiedsfeier wird geplant. Für Ihre Kollegen ist klar, dass Sie sich um ein Abschiedsgeschenk kümmern. Wie reagieren Sie?

  • Ich lasse mich wieder breitschlagen, wie ich mich auch jedes Mal bei den Geburtstagen der Kollegen breitschlagen lassen. 3 P.
  • Ich biete an Vorschläge einzubringen, doch kann ich das nicht übernehmen, weil ich momentan sehr eingespannt bin. 2 P.
  • Ich lehne mit der Begründung ab, dass es nicht Aufgabe ist, sich um alles zu kümmern. Die anderen sollten auch etwas tun. 1 P.

7. Frage: Eine Kollegin hat ein sehr unvorteilhaftes Outfit für einen Kundentermin gewählt. Sprechen Sie sie darauf an?

  • Ja, ich sage Ihr unverblümt, dass Sie sich in ihrer Kleiderwahl vergriffen hat und einfach nur peinlich aussieht. So kann Sie doch nicht die Firma repräsentieren. 1 P.
  • Nein, ich ignoriere die schlechte Kleiderwahl und widme mich dem Tagesgeschäft. Die Kollegin muss selbst schauen, wie Sie damit fertig wird. 2 P.
  • Ja, ich weise die Kollegin dezent auf kleinere Schwächen in der Kleiderwahl hin und biete ihr meinen Blazer an. 3 P.

8. Frage: Ihnen fällt auf, dass der Neue im Büro kurz vor der Mittagspause alleine an einem Tisch in der Kantine sitzt. Was tun Sie?

  • Ich frage mich, warum er sich selbst ins Abseits stellt und sich nicht zu jemand anderem setzt. Dann drehe ich mich um und gehe wie gewohnt zu meinem Schreibtischnachbarn an den Tisch. 2 P.
  • Ich setze mich an den Tisch meiner Kollegen und diskutiere mit ihnen darüber, dass der Neue es mit so einer Einstellung nicht weit bringen wird. 1 P.
  • Ich gehe rüber zu dem Neuen und lade ihn dazu ein, sich an unseren Tisch zu setzen. 3 P.

9. Frage: Sie arbeiten in einem Großraumbüro und zwei Kollegen in Ihrer Nähe lachen und unterhalten sich lautstark über das Wochenende. Wie reagieren Sie?

  • Ich packe meine Sachen und verkrümmel mich in den Konferenzraum, in der Hoffnung dort endlich arbeiten zu können. 3 P.
  • Ich weise Sie lautstark zurecht, dass andere versuchen zu arbeiten, wohlwissend, dass die beiden Mittagspause haben. 1 P.
  • Ich bitte die beiden darum, die Lautstärke ein wenig zu senken und begründe meine Bitte damit, dass ich gleich ein Kundentelefonat führen muss. 2 P.

10. Frage: Sie sind in der Mittagspause mit Ihren Kollegen essen gegangen. Die Bedienung im Restaurant schmeißt die Bestellungen durcheinander und vergisst am Ende sogar, dass Sie einen Sonderwunsch bei der Bestellung hatten. Geben Sie trotzdem Trinkgeld?

  • Na klar, das Restaurant ist voll und die Bedienung hat wahrscheinlich einen stressigen Tag. Ich gebe ihr ein großzügiges Trinkgeld. 3 P.
  • Nein, wer so schusselig ist, hat kein Trinkgeld verdient. 2 P.
  • Nein, ich falte die Bedienung erst einmal ordentlich zusammen und drohe ihr damit, mich über den schlechten Service zu beschweren. 1 P.

11. Frage: Sie stehen im Aufzug und sehen, wie gerade jemand von außen ins Gebäude kommt und versucht den Aufzug rechtzeitig zu erwischen. Wie reagieren Sie?

  • Ich tue nichts. Immerhin hat das Gebäude mehr als einen Aufzug und ich hab es eilig. 1 P.
  • Ich drücke den Halteknopf und halte die Türen des Aufzugs solange offen, bis die Person noch hineingeschlüpft ist. 3 P.
  • Ich schaue mitleidig zu, wie sich die Aufzugtüren schließen und bin froh selbst drin zu stehen. 2 P.
[Bildnachweis: igor.stevanovic by Shutterstock.com]

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