6 Regeln, die wir nicht früh genug lernen können

Hätte ich das doch bloß vorher gewusst… Wahrscheinlich hat jeder schon einmal einen solchen Moment gehabt, in dem er sich am liebsten vor den Kopf geschlagen hätte. Die Erkenntnis kommt leider oft zu spät und ist dann umso unangenehmer. Man ärgert sich über sich selbst, bereut die eigene Unwissenheit und fragt sich, was wohl hätte passieren können, wenn man es nur schon früher gewusst hätte. Zwar lassen sich solche Momente nicht komplett verhindern, es gibt aber einige Regeln, die man nicht früh genug lernen kann…

6 Regeln, die wir nicht früh genug lernen können

Diese sechs Regeln können Sie nicht früh genug lernen

Hinterher ist man immer schlauer – das stimmt zwar, doch gibt es einige Dinge, die man besser bereits vorher wissen sollte, um sich Ärger, Stress und Frust zu ersparen. Einige Dinge wird man ohnehin auf die harte Tour lernen müssen, da ist die Alternative der angenehmere Weg.

Diese sechs Regeln kann man nicht früh genug lernen:

  1. Sie müssen sich Ihren Ängsten stellen

    Angst vor Veränderung, Angst vor dem Jobverlust, Angst vor Erfolg, Angst vor Ablehnung, Angst vor Spott, Angst vor Verantwortung… Es gibt unzählige Arten der Angst, doch sie alle haben eines gemeinsam: Sie müssen sich ihnen stellen, um sie zu überwinden und sich nicht von ihnen kontrollieren zu lassen.

    Es ist der einfache Weg, seinen Ängsten immer aus dem Weg zu gehen und sich davor zu drücken, doch damit hören Sie auf, frei zu entscheiden und lassen sich nur noch durch Angst lenken. Um Ihre Ängste loszuwerden, müssen Sie sich diesen stellen – und zwar regelmäßig, um die Angst in den Griff zu bekommen.

  2. Schnelligkeit ist nicht immer der beste Weg

    Geduld ist eine Tugend – doch kaum jemand will tatsächlich warten. Mit einem Ziel vor Augen, möchte man es am liebsten sofort erreichen, egal wie groß es ist. Das mag zwar nachvollziehbar sein, doch setzt man sich selbst dabei dem großen Risiko aus, frühzeitig aufzugeben, wenn es mal nicht so läuft, wie man es erwartet hat.

    Im Volksmund heißt es aus gutem Grund Gut Ding will Weile haben. Die meisten Erfolge, Leistungen und auch Ziele werden nicht in einem Sprint erreicht. Vielmehr ist es ein Marathon, den man einem Schritt nach dem anderen angehen muss – und für den man die nötige Zeit braucht, um ans Ziel zu kommen.

  3. Machen Sie Probleme nicht größer, als sie sind

    Wird man mit einem Problem konfrontiert, scheint es im ersten Moment vollkommen unlösbar zu sein. Man hat keine Idee, wie man es lösen könnte und auch die Konsequenzen scheinen absolut furchteinflößend. Dieses Gefühl ist zwar sehr real, doch in den meisten Fällen ist das Problem weitaus weniger dramatisch, als es den Anschein macht. Vielmehr ist es der eigene Kopf, der etwas viel Größeres daraus macht.

    Helfen kann ein Perspektivwechsel: Versuchen Sie sich vorzustellen, nicht Sie, sondern ein Freund oder Kollege würde vor dem gleichen Problem stehen. Was würden Sie ihm raten? Mit einer größeren Distanz wirken Probleme gleich weniger bedrohlich, Sie können einen klaren Kopf bewahren und wirklich nach einer Lösung suchen.

  4. Sie können es nicht allen recht machen

    Konflikte, Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten sind unangenehm. Die meisten Menschen streben nach Harmonie und gehen Auseinandersetzungen aus dem Weg. Hinzu kommt der Wunsch, sich zugehörig zu fühlen und zu einer Gruppe zu gehören. Das sorgt umso mehr dafür, dass man es dem Umfeld um jeden Preis recht machen will. Man geht Kompromisse ein, zieht seine Meinung zurück oder lässt sich auch mal ungerecht behandeln.

    Je mehr Sie versuchen, es anderen recht zu machen, desto mehr verleugnen Sie dabei sich selbst und Ihre eigene Persönlichkeit – und am Ende bringt es meist nicht einmal etwas. Es wird immer jemanden geben, der Sie wegen Ihren Meinungen oder Ihrer Art nicht mag. Bleiben Sie lieber mit sich selbst im Reinen und verbiegen Sie sich nicht, um anderen zu gefallen.

  5. Machen Sie Fehler

    Eine eher ungewöhnliche Regel, aber dennoch ist es wichtig, sie früh zu lernen: Fehler müssen gemacht werden. Jeder sollte mal eine falsche Entscheidung getroffen haben oder in eine Sackgasse gelaufen sein. Anders ausgedrückt: Es ist unangenehm, tut manchmal weh, doch im Leben muss man ab und zu auf die Nase fallen, um daraus zu lernen und es in Zukunft besser zu machen.

  6. Sie kriegen nicht immer, was Sie verdienen

    Es ist frustrierend und gerade deshalb kann man es nicht früh genug lernen: Harte Arbeit, Anstrengung und Planung machen sich nicht immer bezahlt. Vielleicht bringen Sie seit langer Zeit immer die besten Leistungen, haben die größten Qualifikationen und eine besonders hohe Motivation, doch die Beförderung, die Gehaltserhöhung oder der neue Job geht dennoch an jemand anderen.

  7. Entscheidend ist es, sich von diesen Dingen nicht unterkriegen zu lassen. Oft ist es unfair und gerade darum schwer zu ertragen, doch es wird Sie nicht weiter bringen, wenn Sie nicht darüber hinweg kommen.

[Bildnachweis: Tashatuvango by Shutterstock.com]
9. September 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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