Schwimmen: Macht glücklich und intelligenter

Sie schwimmen gerne und oft? Klasse! Das hilft Ihnen mehr, als Sie vielleicht ahnen. Körperliche Bewegung schadet bekanntlich nie, Schwimmen gilt dabei als besonders gute und gesunde Sportart. Eine weitere positive Nachricht: Sie müssen nicht gleich zum Profi-Schwimmer werden und täglich ins Wasser springen. Schon gelegentliches Schwimmen reicht aus, um die Vorteile genießen zu können. Und die sind zahlreich. Forscher nennen gleich eine ganze Reihe von Vorteilen und guten Gründen, warum Sie häufiger schwimmen gehen sollten…

Schwimmen: Macht glücklich und intelligenter

Schwimmen: Eine Freizeitbeschäftigung für jeden

Mehr Bewegung – aber wie? Das Vorhaben für mehr sportliche Aktivität fassen viele, die Umsetzung gestaltet sich hingegen schwierig. Beiträge für Fitnessstudios sind teuer, Joggen belastet Knie und Knöchel und ist für Anfänger ohne Kondition kein guter Einstiegssport.

Schwimmen auf der anderen Seite wird gerne als perfekter Sport für jedermann bezeichnet. Schon in früher Kindheit haben die meisten das Schwimmen erlernt und es braucht keine ausgefeilte Technik oder optimale Körperspannung, um im Schwimmbad ein paar Bahnen zu ziehen.

Es braucht keine große Ausdauer und auch das Alter ist nur Nebensache, wenn Sie schwimmen: Ob gerade 20 oder bereits 75 Jahre alt – die Bewegung im Wasser ist für jeden geeignet. Gerade älteren Menschen wird es durch die schonende Belastung empfohlen.

Vorteile: Darum ist Schwimmen so gut

Dass Schwimmen gut ist, hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört. Wie viel Wahrheit darin steckt, wissen trotzdem nur wenige. Sportexperten und Forscher haben in vielen Studien zahlreiche positive Effekte und Vorteile identifiziert, die auf das Schwimmen zurückzuführen sind:

  • Schwimmen hilft beim Abnehmen

    Mit dem Sport wollen die meisten Menschen das ein oder andere Kilo verlieren. Schwimmen wird in diesem Zusammenhang häufig unterschätzt. Selbst nach einer längeren Runde im Wasser fühlen Sie sich nicht völlig erschöpft und den Schweiß spüren Sie nicht in Strömen an sich heruntertropfen.

    Schon ausdauerndes Brustschwimmen verbraucht in einer Stunde bereits rund 500 Kalorien. Wenn Sie Kraulen und schnell unterwegs sind, wird der Kalorienverbrauch noch einmal auf 800 bis 900 Kalorien pro Stunde gesteigert. Regelmäßiges Schwimmen kann somit eine gute Ergänzung zur gesunden Ernährung sein, wenn Sie abnehmen wollen.

  • Schwimmen schont die Gelenke

    Das Gefühl der Schwerelosigkeit, das sich im Wasser einstellt, ist angenehm und hat einen großen Vorteil: Ihre Gelenke werden beim Schwimmen viel weniger belastet. Das Körpergewicht im Wasser beträgt nur circa 10 Prozent von dem Gewicht, das an Land wirkt. Wer übergewichtig ist und seine Gelenke nicht überlasten will, ist in einem Schwimmbecken optimal aufgehoben.

    Sollten Sie unter Gelenkschmerzen oder -problemen leiden, ist Schwimmen der beste Sport für Sie. Gleichzeitig ist das Verletzungsrisiko beim Schwimmen viel geringer als bei anderen Sportarten. Nur wenn Sie es übertreiben oder sich vor dem Schwimmen nicht aufwärmen, kann es zu muskulären Problemen kommen.

  • Schwimmen schafft Kondition

    Nach drei Treppen sind Sie aus der Puste und für Ausdauersport fehlt jegliche Kondition? Nicht beim Schwimmen! Es ist ein guter Sport, um mit einer geringen Kondition anzufangen und über einen langen Zeitraum große Ausdauer aufzubauen. Erneut hilft dabei der Effekt des Wassers: Das reduzierte Gewicht im Wasser macht es umso einfacher, sich fortzubewegen und aktiv zu bleiben.

    Allerdings dürfen Sie keine Wunder erwarten. Drei Mal schwimmen macht aus Ihnen noch keinen Marathonläufer.

  • Schwimmen macht schlau

    Glaubt man der Studie um Howard Carter von der Universität von Western Australia, dann ist Schwimmen nicht nur körperlich gesund und lässt uns mehr Endorphine (Glückshormone) ausschütten – es steigert vor allem die Blutzirkulation im Kopf und verbessert so unsere kognitiven Fähigkeiten.

    Der Sportwissenschaftler aus dem Schwimmerland Australien ließ neun kerngesunde junge Männer in einen leeren Pool hinabsteigen. Dann ließ er das Becken mit Wasser füllen und danach wieder entleeren. „Wir fanden heraus, dass die Durchblutung im Gehirn höher ist, wenn die Probanden bis zur Höhe ihres Herzens ins Wasser eintauchten als wenn sie an Land waren“, sagte Carter im American Journal of Physiology.

  • Schwimmen fördert Durchblutung und Herzfunktion

    Während die Männer im Wasser waren, erhöhte sich die Blutversorgung ihrer mittleren Gehirnschlagader um 14 Prozent, die der hinteren Hirnschlagader um neun Prozent. Beide zählen zu den arteriellen Hauptgefäßen des Gehirns, führen dem Hirn Sauerstoff, Glukose und andere Nährstoffe zu. Sobald das Wasser wieder aus dem Pool abgelassen wurde, waren die Effekte bei den Testschwimmern nicht mehr nachweisbar.

    „Im Vergleich mit Übungen an Land haben die unterschiedlichen Aktivitäten im Wasser, zum Beispiel Aquafitness und Schwimmen, leicht abweichende Effekte auf Herzfunktion und die Durchblutung im Gehirn“, so Carter.

    Carters Experiment ist ein weiteres Indiz dafür, dass Schwimmen nicht nur sehr gesund ist, sondern andere Sportarten in dieser Beziehung weit übertrumpfen könnte.

  • Schwimmen beschleunigt die Entwicklung

    Das fängt offenbar schon im Kindesalter an. Forscher des Griffith Institute for Educational Research in Australien beobachteten über einen Zeitraum von drei Jahren 7.000 Kinder in Australien und den USA im Alter von bis zu fünf Jahren. Ihre Feststellung: Kinder, die früh schwimmen lernen, entwickeln sich schneller und besser. Sie würden Entwicklungsmeilensteine früher erreichen als ihre nichtschwimmenden Altersgenossen, könnten zum Beispiel eher Papier schneiden, Linien und Formen zeichnen, zählen und sprechen.

    „Die Untersuchungen haben signifikante Unterschiede zwischen den Schwimmern und den Nichtschwimmern – unabhänging von ihrem sozioökonomischen Hintergrund – ergeben“, so Studienautorin Robyn Jorgensen.

  • Schwimmen stärkt zahlreiche Muskeln

    Schwimmen ist Sport für den ganzen Körper. Schon ein Blick auf die Körper von professionellen Schwimmern reicht, um dies zu erkennen. Beim Schwimmen werden alle Muskelpartien gleichzeitig trainiert: Neben den Armen und Beinen, die für das Vorankommen sorgen, sind auch Bauch- und Rückenmuskulatur aktiv.

    Joggen beansprucht hauptsächlich die Beine, Gerätetraining im Fitnessstudio konzentriert sich auf einzelne Muskelpartien. Ein paar Bahnen im Wasser eignen sich als Workout für den ganzen Körper.

  • Schwimmen hilft beim Abschalten

    Im Gegensatz zur Fortbewegung an Land sind Sie im Wasser von der Außenwelt nahezu abgeschnitten. In ihr Ohr dringen weniger Geräusche, Sie fühlen nichts als das Wasser auf Ihrer Haut, Sie sehen nur das Wasser um sich herum. Sie können sich ganz auf Ihre Technik, Ihre Atmung, auf die Bewegungen im Wasser konzentrieren. Man könnte sagen, Schwimmen ist eine Art Bewegungsmeditation.

    Ähnlich wie beim Laufen können Sie beim Schwimmen in einen tranceähnlichen Zustand geraten. Sie denken an nichts anderes, schalten völlig ab. In einem ansonsten hektischen Alltag sind diese Auszeiten besonders wichtig.

  • Schwimmen macht glücklich

    Ein Workout im Wasser führt – ganz ähnlich wie beim Laufen – zum Ausstoß von Glückshormonen. Im Gegenzug wird Stress abgebaut, auch die Muskeln entspannen sich. Als Guten-Morgen-Workout oder Feierabend-Übung ist der nasse Sport perfekt, um für mehr Glück und Zufriedenheit im Alltag zu sorgen.

[Bildnachweis: Netfalls Remy Musser by Shutterstock.com]
10. Mai 2019 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur der Karrierebibel. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt den Veränderungen des Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.



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