Ein Gastbeitrag von Hendrik Henze

Sie möchten sich in einer Firma im Bereich Online Marketing oder gar SEO bewerben? Wenn Sie Ihren (künftigen) Chef gleich richtig beeindrucken möchten, zeigen Sie ihm doch, was auf seiner Webseite alles falsch läuft. Folgen Sie einfach dieser Checkliste für Onsite & Onpage Optimierung und erklären Sie ihm, wie er künftig besser gefunden wird und durch Sie seinen Umsatz erhöht. Für einige der Punkte müssen Sie allerdings schon eingestellt sein, damit Sie Zugriff auf externe Dienste wie zum Beispiel Google Analytics oder die Google Webmaster Tools erhalten. Die meisten Punkte können Sie aber jederzeit selbst checken. Spezielle Analyse Tools helfen die Fehler schneller zu finden, aber wenn Sie dieser Bereich interessiert, müssen Sie auch die Theorie beherrschen...

Unterschied zwischen Onsite und Onpage Optimierung

Die folgende Checkliste ist in Onsite und Onpage Optimierung unterteilt: Die Onsite Faktoren haben meist Einfluss auf die gesamte Webseite. Die Onpage Optimierung dagegen bezieht sich nur auf einzelne URLs und muss somit für alle URLs einzeln durchgeführt werden.

Onsite Optimierung: Überprüfen Sie die gesamte Webseite

Onsite Optimierung Checkliste-Henze

Überprüfen Sie die Indexierung der Webpräsenz bei Google

Um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, sollten Sie schauen, ob die Webseite überhaupt gefunden wird. Können Sie sie nicht wirklich ausfindig machen, liegen große Probleme vor.

  • Analysieren Sie die Rankings der Marken-Keywords

    Geben Sie den Firmennamen und den Namen einiger Produkte bei Google ein. Sollte die Webseite nicht als erstes gelistet werden, stimmt etwas nicht. Sie sollten in den Webmaster Tools schauen, ob eine manuelle Abstrafung vorliegt (siehe unten) und sich den nächsten Punkt näher ansehen.

  • Überprüfen Sie LandingPages in Google Analytics

    In Analytics können Sie genau sehen, welche Seiten derzeit besucht werden und welche nicht. Indem Sie als Segment organische Besucher festlegen, wird Ihnen angezeigt, welche Seiten organischen Suchmaschinentraffic erhalten. Sofern diese Anzahl gesunken ist, sollten Sie sich anschauen, wann der Besucherstrom zurückgegangen ist und welches Google Update zur selben Zeit veröffentlicht wurde.

Sichern Sie sich gegen rechtliche Probleme ab

Bei den nachstehenden Punkten handelt es sich nicht um eine rechtliche Beratung, sondern vielmehr um Ansatzpunkte, die Sie überprüfen sollten. Für eine verlässliche Bewertung kontaktieren Sie auf jeden Fall einen Anwalt.

  • Überprüfen Sie das Impressum

    Sofern Sie Ihre Seite privat betreiben, benötigen Sie kein Impressum. Wenn Sie Ihre Seite in Deutschland gewerblich betreiben, brauchen Sie ein Impressum. Das Impressum muss mit zwei Klicks erreichbar sein. Überprüfen Sie zudem, ob Sie wirklich einen Disclaimer benötigen.

  • Vervollständigen Sie die Widerrufsbelehrung

    Am 13. Juni 2014 hat sich das Widerrufsrecht geändert. Überprüfen Sie, ob die Webseite die neuen Richtlinien einhält. Da die Richtlinien sehr komplex sind, empfiehlt es sich, einen Anwalt zu beauftragen oder einen Generator zu verwenden.

  • Überprüfen Sie die Datenschutzerklärung

    Fast jede Webseite zeigt Facebook und Twitter Buttons an. Da diese Buttons jedoch Daten an Facebook beziehungsweise Twitter weitergeben, müssen Sie in der Datenschutzerklärung darauf hinweisen. Gleiches gilt für Webanalyse Tools und sonstige Anwendungen von Dritten. Auch hierfür empfiehlt sich ein Generator.

Optimieren Sie Zugang und Indexierung

Mit den folgenden Schritten helfen Sie den Suchmaschinen die Webseite schnell und komplett zu indexieren. Es sind die Basics einer guten Suchmaschinenoptimierung.

  • Überprüfen Sie die robots.txt

    In der robots.txt-Datei steht, welche Suchmaschinenroboter die Seite besuchen dürfen und welche nicht. Natürlich sollten Googlebot, Bing und andere wichtige Suchmaschinen zugelassen sein.

  • Setzen Sie den NoIndex Tag ein

    Der NoIndex Tag ist ein Befehl, der Suchmaschinen verbietet die Seite aufzulisten. Setzen Sie diesen gezielt ein, beispielsweise sollte der Warenkorb eines Shops oder die Dankeseite nach Ausfüllen eines Anfrageformulars per NoIndex aus der Suche ausgeschlossen werden. Auf diese Weise wird Ihre Abschluss-Statistik nicht verfälscht.

  • Legen Sie eine XML-Sitemap an

    In der XML-Sitemap werden alle Seiten Ihrer Domain aufgelistet. Die Sitemap können Sie bei Google und Bing einreichen und so dabei helfen, dass diese Ihre Seite schneller indexieren.

  • Löschen Sie überflüssige URLs aus dem Index

    Über den NoIndex-Befehl können Sie den Suchmaschinen befehlen Seiten nicht zu listen. Inhaltsleere und schlecht besuchte Seiten können Sie so entfernen und die Kraft Ihrer Seite besser auf die wichtigen Seiten verteilen.

  • Inhalte sollten ohne JavaScript geladen werden

    Nicht alle Nutzer haben JavaScript (Programmiersprache) in Ihren Browsern aktiviert (zum Beispiel durch das Browser-Addon NoScript), um sich selbst vor unerwünschter Werbung und Tracking zu schützen. Daher ist es wichtig, dass die wichtigsten Inhalte Ihrer Seite ohne JavaScript zur Verfügung stehen.

  • Überprüfen Sie tote Seiten

    Nutzer sollten nicht auf 404-Seiten (toter Link) oder gar 505-Fehlern (Serverproblem) landen. Auch für Suchmaschinen ist es ein Qualitätsmerkmal, dass alle Seiten immer online sind. Überprüfen Sie deshalb regelmäßig, ob diese Fehler vorliegen und beheben Sie sie.

  • Validieren Sie den CSS- und HTML-Code

    Google achtet immer stärker auf die Usability einer Webseite. Zur Usability gehört auch, dass der Quellcode den aktuellen Standards der W3C entspricht. Überprüfen Sie mit diesem Tool, ob alles korrekt ist.

Überprüfen Sie die (unerwünschte) Werbung auf Ihrer Website

Auch wenn Google voll ist mit Werbung: Auf anderen Webseiten sieht Google Werbung sehr kritisch, da diese meist die Usability einer Seite verschlechtert.

  • Achten Sie auf ein gesundes Maß an Werbung

    Inhalte sollten im Vordergrund stehen. "Above the fold" - also im Sichtfeld, wenn man die Seite zum ersten Mal betritt - sollte möglichst wenig Werbung auftauchen. Zu viel Werbung kann zu einer Abwertung führen.

  • Suchen Sie nach versteckter Werbung

    Vor allem Content Management Systeme wie WordPress werden häufig zum Angriffsziel von Hackern. Diese platzieren auf Ihrer Seite externe Links oder Schadsoftware, ohne dass Sie oder Ihre Besucher es merken. Sie sollten Ihre Seite daher regelmäßig updaten und über Google-Suchen (zum Beispiel "Ihre Seite + viagra") sicher stellen, dass die Webseite nicht betroffen ist.

Untersuchen Sie die technischen Details der Webseite

Dieser Teil ist vor allem für Programmierer gedacht, da Sie recht tief in den Code eingreifen oder diesen sogar komplett ändern müssen. Sämtliche Änderungen wirken sich sofort auf die gesamte Webseite aus.

  • Verwenden Sie SSL-Zertifikate

    Wenn Ihre Seite nur Inhalte darstellt, müssen Sie kein SSL-Zertifikat verwenden. Spätestens wenn Nutzer Zahlungs- und persönliche Daten eingeben, sollten Sie aus Sicherzeitsgründen auf SSL umstellen. Mehr dazu bei Searchmetrics.

  • Überprüfen Sie die IP-Adresse

    Ihre Webseite liegt auf einem Server. Wenn Sie keinen eigenen Server haben, teilen Sie ihn sich mit anderen Webseiten und Programmen. Stellen Sie sicher, dass die anderen keinen Spam verschicken oder andere dubiose Services betreiben.

  • Ersetzen Sie veraltete Flash-Programmierung

    Das Problem ist, dass Suchmaschinen kein Flash lesen können und somit nicht auf Ihre Inhalte zugreifen können. HTML5 kann mittlerweile fast alles, was Flash kann. Sie sollten also umsteigen und Ihre Seite indexierbar (Google liest die Seite und fügt sie den Suchergebnissen hinzu) machen.

  • Achten Sie auf iFrames

    Über iFrames können Sie Inhalte von fremden Webseiten auf Ihrer Webseite anzeigen. Suchmaschinen können auf diese Inhalte nicht zugreifen. Bei Videos und Umfragetools ist das kein Problem. Problematisch wird es, wenn die Suchmaschinen die Inhalte auf der Seite finden sollen.

  • Achten Sie auf 301-Weiterleitungen

    Nach einem Domainwechsel müssen Sie alle URLs einzeln per 301 in der .htaccess-Datei auf die jeweilige neue URL umleiten. Nur so können Sie sichergehen, dass Google Ihre neue URL findet, vorhandene Backlinks korrekt verweisen und Google Ihre Rankings übernimmt.

  • Zeichnen Sie doppelte Inhalte aus

    Prinzipiell sollten Sie doppelte Inhalte vermeiden. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, setzen Sie bitte ein Canonical Tag (Programmier-Code, der andere Seiten als Original ausweist) auf den originalen Inhalt, der bei Google zu finden sein soll.

  • Vermeiden Sie schlechte Weiterleitungen

    Schlechte Weiterleitungen sind Umleitungen, die von A nach B, von B nach C und von C nach D verweisen. In diesem Fall sollten Sie gleich von A auf D, von B auf D und von C auf D verweisen. Achten Sie auch darauf, dass Sie für kurzfristige Umleitungen 302-Umleitungen verwenden, damit Sie die Umleitung jederzeit aufheben können, ohne dass es Probleme beim Indexieren gibt.

  • Überprüfen Sie den Quellcode

    Der Quellcode sagt dem Browser, was er wie darstellen soll. Je aufgeräumter der Code ist, desto schneller kann die Seite geladen werden. Je schneller Ihre Seite geladen wird, desto lieber mögen Suchmaschinen und vor allem die Besucher Ihre Webseite.

Überprüfen Sie Ihre Seite auf doppelte Inhalte

Von doppelten Inhalten (häufig auch Duplicate Content genannt) spricht man, wenn identische oder sehr ähnliche Inhalte auf verschiedenen Domains oder URLs auffindbar sind. Google möchte doppelte Inhalte vermeiden, um den Index sauberer zu halten und den Nutzern ein besseres Erlebnis zu gewährleisten.

  • Publizieren Sie Inhalte nur unter einer URL

    Hierfür gibt es mehrere Gründe: Zum Einen nehmen Sie den Suchmaschinen die Entscheidung ab, welcher Inhalt gelistet werden soll. Zum Anderen verteilen sich Links und Social Shares nicht auf verschiedene URLs, was wiederum Ihren Google Rankings zu Gute kommt. Ihre Inhalte sollten auch nur unter einer Domain veröffentlicht werden. Inhalte auf Entwicklungsumgebungen sollten gesperrt werden, damit Google diese nicht indexieren kann.

  • Gehen Sie gegen Inhalts-Klau vor

    Im Internet werden gerne Inhalte genommen und auf der eigenen Webseite platziert ohne dies kenntlich zu machen. Hierbei liegt eine Urheberrechtsverletzung vor gegen die Sie - nach nettem Bitten - rechtlich vorgehen sollten. Auch das sind doppelte Inhalte, die beiden Seiten schaden.

  • Vermeiden Sie Keyword-Kannibalisierung

    Konkret heißt das, dass es für jedes Keyword wie zum Beispiel "rote Schuhe kaufen" nur eine Seite geben sollte. Vermeiden Sie also zwei Mal einen Text über "rote Schuhe kaufen" zu veröffentlichen.

Überprüfen Sie Ihre Seiten-Architektur

Die Seitenstruktur sowie die internen Verlinkungen helfen Nutzern und Suchmaschinen die Webseite besser zu verstehen und schneller zu navigieren. Bestenfalls überlegen Sie sich die spätere Seitenstruktur bevor Sie die Webseite programmieren lassen.

  • Achten Sie auf eine gute URL-Hierarchie

    Alle Seiten sollten mit maximal fünf Klicks erreichbar sein. Auch sollte ein Besucher der Startseite ungefähr wissen, worauf er klicken muss, damit er an das gewünschte Ziel kommt. Beispiel: Startseite -> Schuhe -> Stiefel -> Brauner Stiefel von Firma XY.

  • Vermeiden Sie URLs mit Umlauten

    Auch wenn es seit einigen Jahren Domains mit Umlauten gibt, haben sich diese noch nicht wirklich durchgesetzt. Das liegt daran, dass frühere Browser und vor allem Besucher aus anderen Ländern diese nicht richtig darstellen können. Gleiches gilt für URLs.

  • Priorisieren Sie die sichtbaren Links

    Sie sind dafür verantwortlich, dass der Nutzer findet, wonach er sucht. Priorisieren Sie deshalb die Verlinkungen auf der Seite entsprechend. Wenn der Nutzer kaufen soll, zeigen Sie ihm im Hauptmenü Ihre Produktkategorien an und nicht den Link zum Blog und zur "Über uns"-Seite.

  • Achten Sie auf angemessene interne Links

    Verlinken Sie zum Einen hierarchisch wie im vorletzten Punkt beschrieben. Verlinken Sie darüber hinaus vertikal von einem zum anderen Produkt und von Kategorie zu Kategorie.

  • Verwenden Sie Breadcrumbs

    Breadcrumbs (Brotkrumen) zeigen dem Nutzer den Pfad an, den er geklickt hat, um zur jetzigen Seite zu gelangen. Sie ermöglichen es so dem Nutzer aber auch der Suchmaschine sich schneller auf Ihrer Seite zurecht zu finden.

  • Optimieren Sie Ihre Footer-Links

    Passen Sie die Anzahl an Links in Ihrem Footer auf die Größe der Seite an: Spiegel Online kann mehr Links anzeigen als eine kleine private Seite. Fügen Sie zudem Links zum Impressum, der Datenschutzerklärung und anderen für den Nutzer zunächst unwichtige Seiten ein.

  • Verwenden Sie aussagekräftige Linktexte

    Verwenden Sie beschreibende Linktexte bei denen Nutzer und Suchmaschinen sofort wissen, was Sie auf der Seite erwarten wird.

  • Reparieren Sie ausgehende Links

    Andere Webseiten ändern sich beständig. Überprüfen Sie daher regelmäßig, ob gesetzte Links noch zum gewünschten Ziel führen. Die Nutzer werden es Ihnen danken.

Optimieren Sie die Seitenladegeschwindigkeit

Benutzer sind es heutzutage gewohnt, dass eine Internetseite schnell lädt. Ein paar Millisekunden entscheiden teilweise, ob der Nutzer bei Ihnen auf der Seite bleibt und schließlich Ihre Produkte kauft. Optimierungen in diesem Bereich haben mehrfach zu mehr Umsatz geführt. Speziell mobile Seiten müssen super schnell laden.

  • Überprüfen Sie die Ladezeiten

    Nehmen Sie ein Tool wie Pingdom, um zu überprüfen, wie schnell die Startseite, eine Kategorieseite und eine Produktseite laden. Vergleichen Sie das Ergebnis mit anderen Seiten Ihrer Branche. Optimieren Sie anschließend, um schneller als der Wettbewerb zu sein.

  • Verbessern Sie Ladezeiten durch Komprimierung

    Wie auch andere Dateien können HTML-, CSS- und JavaScript-Code komprimiert werden. Verkleinern Sie die genannten Dateien. Hierfür sollten Sie sich einen Profi holen, da Sie schnell die Seite kaputt machen können.

  • Verwenden Sie Browser-Caching

    Browser-Caching sagt dem Browser des Nutzers, welche Inhalte für die Zukunft wie lange gespeichert werden sollen. Wenn der Nutzer die Webseite das nächste Mal aufruft, liegen die Dateien bereits auf seinem Rechner und die Seite lädt schneller.

  • Nutzen Sie CSS Sprites

    In CSS Sprites werden mehrere Bilder in einem Bild zusammengefasst. Speziell Bilder, die immer wieder auf der Webseite auftauchen, sollten zusammengefasst werden. Hierdurch werden weniger Anfragen an den Server gesendet und die Seite lädt schneller.

  • Optimieren Sie Ihre Bilder

    Den meisten Menschen steht verglichen mit den Neunzigern eine gute Internetverbindung zur Verfügung. Nichtsdestotrotz sollten die Bilder für Webseiten optimiert sein und möglichst wenig Speicherplatz verbrauchen, um schneller geladen zu werden.

Richten Sie die Google Webmaster Tools korrekt ein

Für diese Punkte benötigen Sie Zugriff auf die Google Webmaster Tools. Die Webmaster Tools sind ein Tool von Google, um Ihnen zu zeigen, wie Google Ihre Seite sieht. Die Webseite muss hierfür mit Webmaster Tools verbunden sein. Auch Bing bietet Webmaster Tools an. Aufgrund des geringen Marktanteils in Deutschland gehe ich hierauf nicht weiter ein.

  • Überprüfen Sie manuelle Maßnahmen

    Wenn Google Optimierungsmaßnahmen auffallen, die nicht den Google Richtlinien entsprechen, erhalten Sie eine Nachricht in den Webmaster Tools. Hier steht dann zum Beispiel, dass unnatürliche beziehungsweise gekaufte Links auf Ihre Webseite verweisen. Erst wenn Sie diese entfernt haben und dies Google mitteilen, erhalten Sie wieder ein besseres Ranking.

  • Überprüfen Sie Crawling-Fehler

    In den Webmaster Tools wird Ihnen angezeigt, ob Google auf alle Inhalte zugreifen kann und ob hierbei Fehler aufgetreten sind. Schauen Sie sich diese an und beheben Sie sie.

  • Hinterlegen Sie die XML Sitemap

    Wie oben geschrieben, sollten Sie eine Sitemap erstellen. Diese können Sie in den Webmaster Tools hinterlegen. Google zeigt anschließend an, wie viele Seiten Sie übermittelt haben und wie viele davon von Google gelistet werden.

Sorgen Sie für ein nutzerfreundliches Webseiten-Design

Die Usability einer Webseite ist sehr wichtig, damit Nutzer Ihre Seite nicht zu schnell wieder verlassen und schnell finden, wonach sie gesucht haben. Google erkennt die Usability einer Webseite immer besser und honoriert es mit besseren Rankings.

  • Findet der Nutzer, wonach er sucht?

    Drei Sekunden - mehr Zeit haben Sie nicht, um den Nutzer von Ihrer Seite zu überzeugen. Nutzer wollen Informationen und das möglichst schnell. Finden sie auf den ersten Blick nicht wonach sie gesucht haben, schauen sie auf einer anderen Seite.

  • Verwenden Sie ein Favicon

    Das Favicon ist das kleine Bildchen neben der URL im Browser. Durch dieses Bild erkennen Nutzer die Seite schneller wieder.

  • Achten Sie auf barrierefreies Design.

    Damit auch Blinde auf die Seite zugreifen können, sollten Bilder mit dem Alt-Attribut ausgezeichnet werden. Blinde können auf diese Weise lesen, was auf dem Bild zu sehen ist. Außerdem sollte man die Seite mit der Tab-Taste navigieren können.

  • Passen Sie die Schrift an die Zielgruppe an

    Achten Sie darauf, dass alle Nutzer Ihre Inhalte lesen können. Je älter die Zielgruppe ist, desto größer sollte die Schrift sein. Achten Sie zudem auf die Zeilenabstände.

  • Schauen Sie die Seite mit 1024 x 768 Pixeln an

    Die meisten Nutzer haben eine Bildschirmbreite von 1024 Pixeln oder mehr. Alle Inhalte sollten möglichst ohne horizontales Scrollen auf dieser Größe sichtbar sein.

  • Heben Sie wichtige Inhalte hervor

    Wenn Nutzer anrufen sollen, müssen sie die Telefonnummer möglichst schnell finden. Gleiches gilt für Bestell-Buttons, vertrauensbildende Logos und sonstige wichtige Informationen.

  • Verwenden Sie eindeutige Buttons

    Allein aus rechtlichen Gründen müssen Sie Kaufbuttons entsprechend auszeichnen. Der Nutzer muss genau wissen, was passiert, wenn er klickt.

  • Bauen Sie einen Call-to-Action ein

    Webseiten sind oft dazu da, dass Besucher etwas bestellen, sich in einen Newsletter eintragen oder andere gewünschte Handlungen durchführen. Binden Sie deshalb auf jeder Seite passende Call-to-Actions ein, um den Nutzer auf die gewünschte Handlung hinzuweisen.

Optimieren Sie die Mobilversion der Seite

Je nach Branche und Zielgruppe haben Sie mehr oder weniger Zugriffe über mobile Endgeräte. Da die Zugriffe durch mobile Geräte jedoch stetig zunehmen, sollte Ihre Seite auf jeden Fall für mobile Geräte optimiert sein. Seit April 2015 rankt Google nicht optimierte Seiten schlechter, wenn ein Nutzer nach etwas auf seinem Mobilgerät sucht.

  • Checken Sie die Seite auf Mobilgeräten

    Schauen Sie sich an, wie die Webseite auf unterschiedlichen Geräten dargestellt wird. Gerade auf Mobiltelefonen sollte die Seite stark reduziert sein, um dem Nutzer ein möglichst gutes Erlebnis zu bieten.

  • Integrieren Sie Google Analytics

    Wenn die mobile Version nicht der Desktop-Version entspricht, müssen Sie sicherstellen, dass auch hier Analytics installiert ist. Ansonsten haben Sie keine Daten, die Sie später auswerten können, um das Nutzererlebnis zu verbessern.

  • Verknüpfen Sie Mobil- und Desktop-Version

    Stellen Sie sicher, dass auch wirklich die richtige Version der Seite ausgeliefert wird. Stellen Sie außerdem sicher, dass die mobile Version per rel="alternate" auf die Desktop-Version verweist und dass durch das Canonical Tag doppelte Inhalte kenntlich gemacht werden.

Optimieren Sie für unterschiedliche Sprachen und Länder

Alle bisherigen Schritte müssen Sie für alle Sprachversionen der Webseite durchführen. Darüber hinaus gibt es bei mehrsprachigen, internationalen Seiten diese Punkte zu beachten:

  • Zeichnen Sie Sprachen im Code aus

    Verschiedene Sprach- und Länderversionen sollten mit einem "hreflang" und "rel alternate" Tag verknüpft werden. Sie teilen hierdurch den Suchmaschinen und Browsern mit, dass es sich um die Version für eine andere Sprache oder Region handelt.

  • Vermerken Sie die Sprachen in Webmaster Tools

    Um Google darüber hinaus mitzuteilen, dass es die Seite auf verschiedenen Sprachen gibt, sollten Sie dies in den Webmaster Tools hinterlegen.

  • Sorgen Sie für landesspezifische Währungsangaben

    Zeigen Sie Nutzern in anderen Ländern Preise in ihrer eigenen Währung an. Dieses erhöht das Vertrauen in Ihre Seite und somit auch die Verkaufsrate.

  • Übersetzen Sie die URLs

    Natürlich sollten Sie nicht nur die Texte sondern auch die URLs in die jeweilige Landessprache übersetzen. Die Nutzer wissen so sofort, was Sie auf der URL erwartet.

Onpage Optimierung: Überprüfen Sie jede einzelne Seite Ihrer Webseite

Onpage Optimierung Checkliste-Henze

Überprüfen Sie Ihre Keyword-Auswahl

Bevor Sie einzelne Seiten optimieren, müssen Sie sich im Klaren sein, worauf Sie optimieren möchten. Führen Sie deshalb eine umfassende Keyword Recherche mit anschließender Analyse durch.

Die Meta Daten werden von Google in der Suche angezeigt. Sie sind das Erste, was Google Nutzer von Ihrer Seite sehen. Legen Sie deshalb viel Wert auf die Optimierung der Meta Daten.

  • Hinterlegen Sie für jede Seite Title Tags

    Der Title Tag ist der blaue Link und damit das Erste, was Nutzer von Ihrer Seite in Suchmaschinen sehen. Überlegen Sie sich gut, was Sie schreiben müssen, damit er angeklickt wird. Darüber hinaus ist er für Google ein wichtiges Signal dafür, was auf Ihrer Seite zu finden ist.

  • Hinterlegen Sie für jede Seite Description Tags

    Die Meta Description ist der kurze Text unter dem Title und damit das Zweite, was Nutzer bei der Suche sehen. Nachdem der Title neugierig gemacht hat, sollte die Description Gründe liefern, warum der Nutzer klicken sollte.

Optimieren Sie die URLs

Die URL wird ebenfalls in der Suche angezeigt. Für den Nutzer ist sie ein weiteres Indiz dafür, ob Ihre Seite die gewünschten Informationen liefert.

  • Nutzen Sie sprechende URLs

    Verwenden Sie das gewählte Keyword auch in Ihrer URL. Nutzer wissen so schneller, worum es auf der jeweiligen URL geht.

  • Achten Sie auf hackbare URLs

    Hackbar bedeutet, dass man den Teil nach dem Slash "/" löschen kann und nun eine entsprechende Seite angezeigt bekommt. Es zeigt dem Nutzer zudem die Struktur Ihrer Seite. Beispiel: meinshop.de/kategorie/unterkategorie/

  • Setzen Sie kurze URLs ein

    Verwenden Sie möglichst kurze URLs, damit der Nutzer schneller erfassen kann, worum es sich auf der URL handelt. Vermeiden Sie möglichst lange Parameteranhängsel.

Überprüfen Sie Texte und Inhalte

Nachdem Sie den Nutzer davon überzeugt haben auf Ihre Seite zu klicken, gilt es nun die Erwartung zu bestätigen. Optimieren Sie deshalb Ihre Texte und bieten sie dem Nutzer die gewünschten Informationen.

  • Versehen Sie jede Seite mit einzigartigen Text

    Schauen Sie sich hierzu auch noch mal den Teil über doppelte Inhalte an. Prinzipiell sollte auf jeder Seite ein einzigartiger Text stehen, der dem Nutzer weiterhilft.

  • Verwenden Sie die H1-Überschrift nur einmal

    Die H1-Überschrift gibt neben dem Title Tag vor, worum es auf der Seite geht. Fügen Sie auch hier Ihr Keyword ein. Verwenden Sie die H1 möglichst nur ein Mal pro Seite.

  • Strukturieren Sie durch Überschriften

    Verwenden Sie weitere Überschriften (H2, H3, H4), um Ihrem Text Struktur zu geben. Wie bei einer Bachelor-Arbeit unterteilen Sie hierdurch Ihren Text in Kapitel und helfen so Nutzern und Suchmaschinen den Text schneller erfassen zu können.

  • Bauen Sie Keywords und LSI Keywords ein

    In Ihren Texten sollten Sie Ihre Keywords verwenden, damit die Suchmaschinen den Text besser verstehen können. Wenn Sie wirklich über einen Text zu Ihrem Keyword schreiben, passiert das in der Regel von ganz allein. Darüber hinaus sollten Sie sogenannte LSI (latent semantic indexing) Keywords in Ihren Texten verwenden. Durch diese Keywords helfen Sie Google besser zu verstehen, worum es in Ihrem Text geht. Zum Beispiel hat das Wort Bremse eine andere Bedeutung, wenn im gleichen Satz das Wort Insekt oder Auto vorkommt.

  • Prüfen Sie, ob der Text Leserbedürfnisse befriedigt

    Besucher kommen auf Ihre Seite um Informationen zu erhalten. Stellen Sie sich also Fragen, die Ihre Besucher haben könnten, wenn Sie die Seite finden. Fragen Sie sich, ob der Text diese Fragen beantwortet. Wenn dies nicht der Fall ist, ergänzen Sie den Text.

  • Achten Sie auf die Formatierung

    Das Auge liest mit. Achten Sie darauf, dass Ihre Absätze nicht zu lang sind, dass Sie Aufzählungen verwenden und wichtige Dinge hervorheben. So helfen Sie dem Leser die Inhalte schneller zu erfassen und halten ihn länger auf der Seite.

  • Überprüfen Sie Rechtschreibung und Lesbarkeit

    Grammatik- und Rechtschreibfehler lassen Ihre Seite unseriös erscheinen. Lassen Sie Ihre Texte mindestens ein Mal Korrektur lesen. Erhöhen Sie durch kurze, aktive Sätze die Lesbarkeit. Die Lesbarkeit beschreibt, wie einfach ein Text zu verstehen ist. Bitte nicht mit Leserlichkeit verwechseln.

  • Setzen Sie verkaufsfördernde Elemente ein

    Texte lassen Leute kaufen oder anrufen. Verwenden Sie in Ihren Texten deshalb beschreibende Adjektive und beschreiben Sie Produkte möglichst ausführlich. Warum sollte der Nutzer hier und nicht bei Ihrem Wettbewerber kaufen?

Optimieren Sie die verwendeten Bilder

Je nach Suchbegriff verwenden mehr oder weniger Leute die Bildersuche. Zeichnen Sie Ihre Bilder aus, um auch hier besser gefunden zu werden.

  • Geben Sie Bildern deskriptive Dateinamen

    Versehen Sie Ihre Bilder möglichst nicht mit Nummern oder nichtssagenden Buchstabenkombinationen. Wie auch bei Texten sollte der Dateiname beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist.

  • Versehen Sie jedes Bild mit dem Alt-Attribut

    Nachdem Sie das Bild hochgeladen und in Ihre Webseite eingebunden haben, sollten Sie es mit dem Title Tag sowie dem Alt-Attribut versehen. Der Title wird angezeigt, wenn man mit der Maus über das Bild fährt. Das Alt-Attribut wird angezeigt, wenn das Bild nicht angezeigt werden kann. Beides hilft Suchmaschinen den Inhalt des Bildes zu verstehen. Auch Blinde profitieren, da Sie eine Erklärung dafür haben, was auf dem Bild zu sehen ist.

Passen Sie Social Sharing Snippets kanalspezifisch an

Auf Facebook, Twitter und Google befinden sich unterschiedliche Zielgruppen. Auch werden die sogenannten Snippets anders dargestellt. Über den Quellcode der Seite können Sie festlegen, welche Texte und Bilder geteilt werden, wenn ein Nutzer auf den Share- oder Tweet-Button klickt. Über die Social Snippets können Sie Einfluss auf die Viralität Ihrer Seite nehmen.

Rich Snippets wiederum sind fest definierte Code-Schnipsel. Durch diese Schnipsel können Daten wie zum Beispiel Adressen, Bewertungen und viele weitere Daten leichter ausgelesen werden.

  • Zeichnen Sie mit Unternehmens-Snippets aus

    Teilen Sie Google mit, um welche Firma es sich handelt, wo diese Firma Ihren Sitz hat und wie man sie erreichen kann.

  • Binden Sie Produkt-Snippets ein

    Zeichnen Sie Produkte mit Preis, Bewertung und anderen Maßangaben aus, damit diese Daten leichter erfasst und in der Google-Suche dargestellt werden können.

Machen Sie regelmäßige Qualitätskontrollen

Weder Onsite- noch Onpage-Optimierung sind eine einmalige Aktion sondern kontinuierliche Arbeit. Genau das ist Ihre Chance: Keine Webseite ist perfekt. Indem Sie diese Checkliste durchgehen, werden Sie sicherlich einige fehlerhafte Punkte finden. Und wenn Sie gerne mit Tools arbeiten, können Sie einen Teil der Punkte über diese Onpage Tools überprüfen OnpageDoc, Xovi, Sistrix, Onpage.org, Seobility und Audisto.

Über den Autor

Hendrik-HenzeHendrik Henze betreibt seit 2004 eigene Webprojekte. Hauptfokus lag dabei von Anfang an auf Suchmaschinenoptimierung. Seit 2011 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Online Marketing Agentur HEWO Internetmarketing, die vor allem Dienstleister und Software-Firmen betreut. In seiner Freizeit reist er gerne und spielt montags Improtheater.

[Bildnachweis: by Shutterstock.com]

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