Smartduvet: Die schlaue Bettdecke

Betten machen – keine Aufgabe, die einen mit Freude erfüllt. Darum kann man sie jetzt outsourcen, an eine wundersame Erfindung namens Smartduvet. Die selbstmachende Bettdecke kommt aus Kanada und wird über einen Schlauch aufgeblasen. Und sie war erst der Anfang. Die Nachfolgerin heißt Smartduvet Breeze: Damit lässt sich das Bett sogar auf die gewünschte Temperatur bringen. Zumindest in der Theorie, denn die Fans warten schon eine halbe Ewigkeit auf ihre Decke…

Smartduvet: Die schlaue Bettdecke

Smartduvet: Das selbstmachende Bett

Smartduvet InflatedDie Community war gnadenlos. Klar würden die Macher von Smartduvet ihre Decke über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanzieren, schrieb ein User vor einem Jahr bei Reddit, denn „niemand, der bei Verstand ist, würde sein eigenes Geld dafür riskieren“.

Ein anderer fügte spöttisch hinzu: „Nah dran. Es fehlt ein Bierhalter. Ich warte auf 2.0.“ Das alles unter der Überschrift Peak stupid. Frei übersetzt: Der Gipfel der Blödheit.

Tatsächlich könnte man die smarte Bettdecke gut und gerne in der Kategorie Nonsens ablegen. Man darf ihr aber auch eine ganze Menge abgewinnen. So wie die Menschen, die im Rahmen der Kickstarter-Kampagne Ende 2016 rund 41.000 Kanadische Dollar zusagten. Das waren damals umgerechnet ca. 29.000 Euro.

Von dem Geld entwickelten die Kanadier das erste selbstmachende Bett der Welt. Ihre Idee bezeichnen sie selbst vollmundig als die „größte Innovation in unseren Schlafzimmern seit 100 Jahren“.

Bei Smartduvet handelt es sich um ein aufblasbares Tuch, das einem Gitternetz ähnelt und in den Bettbezug gesteckt wird. Ein Ventilator bläst Luft über einen Schlauch hinein, so dass sich die Decke schön ordentlich wieder über das Bett legt.

Der Nutzer kann via App sogar die Uhrzeit einstellen, zu der das Bett gemacht werden soll.

Smartduvet Breeze: Warm oder kalt?

Der zweite Streich der Kanadier heißt Smartduvet Breeze. Damit kann man das Bett nun auch nach Wunsch temperieren – und das sogar separat auf beiden Bettseiten. Eine mollig warme Bettdecke für die Frau, eine kühlere für den Herrn.

Das System funktioniert wie eine Luftpumpe. Durch den Schlauch wird die Decke wahlweise mit kalter oder warmer Luft gefüllt. Knopfdruck genügt.

Die Hersteller behaupten darüber hinaus, dass die Sauerstoffzufuhr im Bett sogar Schweiß reduzieren und Bettwanzen verhindern würde. Auf der anderen Seite stellen sich – neben der Sinnfrage – auch die nach Sicherheit und Lärmpegel.

Über Indiegogo kamen für Smartduvet Breeze im Juni 2017 fast 1,2 Millionen US-Dollar in die Kasse. Über 4.800 Menschen hatten Geld zugeschossen — ein riesiger Erfolg.

Aber eine Erfolgsgeschichte ist die smarte Decke deshalb noch lange nicht. Auf den Crowdfunding-Plattformen häufen sich die Beschwerden der Käufer. Denn ausgeliefert haben die Ahornblätter bis heute nicht.

Es habe unter anderem große Schwierigkeiten mit den chinesischen Zulieferern gegeben, schreiben sie. Am 6. Juli 2018 kam dann die (vermeintliche) Erlösung per Unternehmens-Update. In den nächsten zwei oder drei Wochen soll die Bett-Innovation endlich ausgliefert werden.

Auf die ersten Erfahrungsberichte darf man gespannt sein…

Steckbrief: Smartduvet

Die wichtigsten Eigenschaften von Smartduvet Breeze im Überblick:

  • Material: Nylon
  • Größe: in fünf verschiedenen Größen erhältlich
  • Temperaturen: Maximal 108 Grad Fahrenheit (ca. 42 Grad Celsius) bis minimal zehn Grad Fahrenheit unter Raumtemperatur
  • Preis: 249 US-Dollar

Habenwill? Hier gibt es Smartduvet: Smartduvet-Shop.

[Bildnachweis: www.smartduvet.com]
14. Juli 2018 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur der Karrierebibel. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt den Veränderungen des Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.

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