Social Media Sucht? 25 starke Indizien

Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest, Snapchat, Whatsapp, Amen. Hand aufs Herz: Können Sie noch ohne? Oder anders gefragt: Wann haben Sie das letzte Mal auf Ihr Smartphone geschaut? Jetzt zum Beispiel? Wissen Ihre Freunde, Fans und Follower schon, dass Sie gerade diesen Artikel lesen? Gefällt er ihnen? Daumen hoch? Tja. Das ist womöglich kein gutes Zeichen. Vielleicht gehören Sie sogar schon zu den Smartphone-Zombies (kurz: Smombies)?! Sagen wir es, wie es ist: Es gibt sie – die Social Media Sucht. Soziale Netzwerke können regelrecht abhängig machen. Ob auch Sie schon an der Web-Nadel hängen und ob es bei Ihnen selbst ohne Smartphone piept, verraten Ihnen die folgenden 25 Warnzeichen

Social Media Sucht? 25 starke Indizien

25 Indizien für eine veritable Social Media Sucht

Likes, Follower, Kommentare – all das kann tatsächlich enorm süchtig machen. Menschen, die morgens vor dem Zähneputzen erste Mails checken und selbst auf der Toilette mit dem Smartphone Statusmeldungen an Facebook senden, dürften es längst ahnen, dass hier der Schwanz mit dem Hund wedelt. Die Social Media Sucht – sie ist inzwischen auch wissenschaftlich verbürgt.

Netzwerke wie Instagram, Facebook oder Twitter gelten unter Experten bereits als neue „Schokolade“. Denn die Online-Reaktionen und die virtuelle Zustimmung anderer, setzen bei uns nachweislich Glückshormone wie Dopamin frei. Und die können abhängig machen – wie Süßigkeiten.

Mehr noch: Zu viel Social Media Konsum kann jedoch auch zu Bluthochdruck, Diabetes und Schlaflosigkeit führen. Eine Studie von DAK-Gesundheit und dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf kam jüngst zu dem Ergebnis: Wir verbringen inzwischen bis zu drei Stunden mit den sozialen Medien. Täglich! Knapp ein Viertel der Befragten bekommt deshalb schon zu wenig Schlaf. 13 Prozent sind sogar unglücklich, wenn sie keine sozialen Medien nutzen können.

Laut weiterer Studien lassen sich 49 Prozent der Online-Junkies schon durch eine simple E-Mail von einer Mahlzeit ablenken, 22 Prozent schenkten daraufhin auch dem Meeting oder Date, dem sie gerade beiwohnen, weniger Aufmerksamkeit.

Und ganze elf Prozent gaben sogar an, dass sie sich durch ihr Handyklingeln sogar beim Sex unterbrechen lassen. Bei den Älteren waren das immerhin noch sechs Prozent. Wobei die Frage schon erlaubt sein muss: Wo bitteschön legt man das Handy beim Beischlaf hin???

Egal. Warnzeichen, dass man selbst bereits Social Media süchtig ist, gibt es genug. Die folgende Liste ist zwar mit einem dicken Augenzwinkern (denken Sie sich an der Stelle das Zwinkersmiley dazu) geschrieben, hat aber einen wahren Kern…

Na, wobei fühlen Sie sich ertappt?

Social Media Sucht: Hängen Sie schon an der Web-Nadel?

  • Sie wundern sich, dass die Vögel vor Ihrem Fenster nicht blau sind.
  • Ohne #ff und #tgif würden Sie nicht wissen, dass Freitag ist.
  • Ihre Gehhilfe ist ein Selfie-Stick.
  • Ihre Augenbrauen haben inzwischen die Form von ^^.
  • Wenn Sie Ihr Social Media Profil ansehen, denken Sie: „So ein Leben hätte ich auch gern!“
  • Sie können keinen Tatort mehr sehen, ohne die Handlung parallel zu twittern.
  • Ihr PKW sendet neuerdings Auto-DMs.
  • Ein Tag ohne Likes ist ein verlorener Tag.
  • Wenn Sie sonntags die Kirche betreten, checken Sie erst einmal online ein.
  • Sie können sich nicht erinnern, eine Toilette besucht zu haben, ohne Ihr Smartphone zu zücken.
  • Ihre Freunde können sich nicht erinnern, den Toilettenbesuch nicht online bemerkt zu haben.
  • Ihr jüngster Anmachspruch lautet: „Sind wir uns nicht schon mal gefolgt?“
  • Ihre Briefe beginnen neuerdings mit „@Sehr geehrte #Damen und #Herren“.
  • Sie kennen die Instagrammer in Ihrer Umgebung besser als Ihre Nachbarn.
  • Auf „Wie finden Sie das?“ antworten Sie: „+1“.
  • Früher haben Sie zur Entspannung abgehangen, heute haben Sie Hangouts.
  • Eine Kamera wird auf Sie gerichtet und Sie fragen: „Facebook oder Instagram?“
  • Nachdem das Essen serviert ist, machen Sie zuerst #foodporn.
  • Sie whatsappen und chatten mit Ihrem Partner, obwohl der keine zwei Meter neben Ihnen sitzt.
  • Ihr Lieblingstag? Natürlich der #Hashtag!
  • Zum Lächeln legen Sie Ihren Kopf automatisch zur Seite.
  • Als Sie aufwachten, stand diese Woche schon zwei Mal ZTREWQ auf Ihrer Stirn.
  • Sie kennen in Ihrer Stadt mehr freie WLANs als Sehenswürdigkeiten.
  • Ihre Lieblingssportart ist Surfen. Ohne Wasser.
  • Sie haben bei jedem der Punkte genickt – und diese Liste trotzdem bis zum Ende gelesen.

Erwischt? Schuldig in wie vielen Punkten?

[Bildnachweis: lassedesignen by Shutterstock.com]
3. November 2018 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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