Stellenmarkt: Das sollten Sie wissen

Wer auf der Suche nach einem Job ist, kommt nicht drum herum, sich ausführlich mit dem Stellenmarkt auseinanderzusetzen. Welche Arbeitgeber kommen in Frage? Was wird von Bewerbern erwartet? Wie stehen die Jobchancen? Auf dem Stellenmarkt finden sich in den Angeboten viele grundlegende Informationen für Arbeitnehmer, doch oftmals herrscht auch große Verwirrung. Auf der einen Seite die sinkenden Arbeitslosenzahlen, auf der anderen Seite steigender Fachkräftemangel. Mancherorts Wirtschaftswunder, in anderen Teilen Deutschlands suchen junge, motivierte Leute das Weite, weil Sie keine berufliche Zukunft für sich sehen. Wir zeigen, was Sie zum Stellenmarkt wissen sollten und wo die Chancen auf einen Job besonders hoch sind…

Stellenmarkt: Das sollten Sie wissen

Wie steht es um den Stellenmarkt in Deutschland?

Die gute Nachricht zuerst: Die Situation auf dem deutschen Stellenmarkt ist in vielen Bereichen tatsächlich sehr gut. Deutlich wird das immer wieder durch die niedrigen Arbeitslosenzahlen. Im März diesen Jahres waren in Deutschland 2,66 Millionen Menschen ohne Beschäftigung – vor 12 Jahren waren es noch fast 4,9 Millionen. Eine sehr positive Entwicklung des gesamten Arbeitsmarktes, die sich bereits seit vielen Jahren hält.

Grund dafür ist auch die gute wirtschaftliche Situation. Die Nachfrage ist groß, Umsätze steigen und so können Arbeitnehmer mehr Mitarbeiter einstellen – was sich auf dem Stellenmarkt bemerkbar macht, wo Bewerber oft die Chance bekommen, sich auf viele verschiedene Positionen gleichzeitig zu bewerben.

Insbesondere junge und gut ausgebildete Jobsuchende profitieren von der aktuellen Lage. Viele Unternehmen sind auf der Suche nach langfristigen Mitarbeitern, die frischen Wind und neue Ideen mitbringen. Auch die Startup-Branche in Deutschland boomt, gerade in Berlin, München oder auch Hamburg machen sich viele junge und innovative Gründer selbstständig und schaffen dabei auch neue Arbeitsplätze.

Gut sind die Chancen auf dem Stellenmarkt oftmals auch, weil sich die Einstellung zum Berufsleben gewandelt hat. Jobwechsel, verschiedene Arbeitgeber oder gar Branchen gehören zunehmend zu fast jeder Biographie dazu. Mosaik-Lebensläufe sind kein Hindernis und stehen dem Erfolg nicht im Weg, oftmals sind sie der Grundstein und Wechsel werden bewusst genutzt, um beruflich voran zu kommen und aufzusteigen.

Wechselbereitschaft müssen Sie deshalb keineswegs auf dem Stellenmarkt verstecken oder gesondert begründen, aus Angst, dass Personaler oder Unternehmen kritisch nachfragen. Vielmehr können SIe es sogar als Argument für sich nutzen, Ihre Ziele darlegen und erklären, weshalb ein neuer Arbeitgeber zu genau diesem Zeitpunkt der richtige Schritt ist.

Mit welchen Problemen hat der Stellenmarkt zu kämpfen?

Es wäre jedoch falsch und einseitig, sich nur auf die vorteilhaften Entwicklungen des Stellenmarktes zu konzentrieren. Insgesamt präsentiert sich der Stellenmarkt zwar in guter Verfassung und gibt Arbeitnehmern und Jobsuchenden Grund zur Hoffnung, doch gibt es auch einige Schwachstellen und Probleme, die dazu führen, dass die Situation längst nicht für alle so rosig aussieht.

Besonders schwierig haben es auf dem Stellenmarkt beispielsweise Langzeitarbeitslose. Wer über mehrere Jahre aus dem Job raus ist, hat es schwer, wieder den Einstieg zu schaffen. Da helfen auch viele verschiedene Angebote auf dem Stellenmarkt nichts, wenn bei den Bewerbungen am Ende nur Absagen als Antwort kommen.

Ein häufiger Kritikpunkt am Stellenmarkt sind auch die großen regionalen Unterschiede. Gerade in den neuen Bundesländern ist die Diskrepanz oft noch deutlich spürbar. Weniger Arbeitgeber, weniger Stellenangebote, schlechtere Bezahlung. Kaum überraschend, dass für junge Menschen die beruflichen Perspektiven fehlen und Nachwuchskräfte oft in wirtschaftlich stärkere Regionen ziehen.

In Großstädten und Ballungszentren sind die Chancen, auf dem Stellenmarkt fündig zu werden, deutlich größer. Allerdings wächst hier natürlich auch die Konkurrenz und so ist es keine Seltenheit, dass auf eine einzelne Stelle hunderte von Bewerbungen eingehen. Arbeitgeber haben dann die freie Auswahl, Bewerber müssen hingegen Geduld mitbringen und manchmal auch Frust verarbeiten.

Zu kämpfen hat der Stellenmarkt auch mit dem immer wieder thematisierten Fachkräftemangel. Eine der Ursachen ist die stetig steigende Zahl der Studenten. Kaum jemand, der heutzutage nicht ein Studium anstrebt, bevor es in die Berufswelt geht. Ein weiterer Effekt: Immer mehr Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt, Ausbilder suchen oft händeringend nach geeigneten Azubis.

Stellenmarkt: Wo werden die meisten Jobs ausgeschrieben?

Beim Stellenmarkt denken viele an das klassische Einkreisen passender Angebote in der Zeitung. Das ist sicherlich immer noch eine gute und bewährte Möglichkeit, um lokale Stellenanzeigen zu finden, allerdings hat sich das Angebot weiterentwickelt. Der Stellenmarkt hat sich immer weiter den Anforderungen und Erwartungen der Jobsuchenden angepasst – er ist digital und mobil. Der Großteil aller Stellen wird in Online-Jobbörsen ausgeschrieben.

Auch die eigenen Karriereseiten von Unternehmen rücken immer weiter in den Mittelpunkt. Viele Arbeitgeber nutzen das E-Recruiting, um potenzielle Mitarbeiter direkt auf der Homepage anzusprechen und eine sofortige Bewerbung zu ermöglichen.

Ein weiterer aufstrebender Stellenmarkt: Social Media. Viele Unternehmen verbreiten ihre Stellenanzeigen über Facebook, Xing, Linkedin, Twitter und Co. Für Jobsuchende lohnt sich in jedem Fall ein Blick in die verschiedenen Kanäle von Unternehmen, die als Arbeitgeber interessant sind.

Doch keine Sorge: Auch die Printanzeige in Zeitungen und Zeitschriften hat noch lange nicht ausgedient und ist immer noch ein wichtiger Aspekt für den Stellenmarkt, gerade auch weil Sie der absolute Klassiker ist.

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So sind Sie auf dem Stellenmarkt erfolgreich

Stellenmarkt NRW Deutschland Köln Bayern Hessen Arbeitsamt JobcenterEin attraktiver Stellenmarkt ist eine gute Grundvoraussetzung, um schnell den Traumjob zu finden – eine Garantie ist es aber leider noch lange nicht. Natürlich muss auch die Bewerbung stimmen, um Arbeitgeber und Personaler zu überzeugen. Darüberhinaus gibt es aber weitere Möglichkeiten, um die eigenen Chancen zu erhöhen und sich auf dem Stellenmarkt einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern zu verschaffen.

Mit diesen Fähigkeiten und Eigenschaften überzeugen Sie auf dem Stellenmarkt und finden den Job, den Sie sich wünschen:

  • IT-Kenntnisse Ohne IT funktioniert in den meisten Bereichen heutzutage gar nichts mehr und die ständige Entwicklung macht IT-Kenntnisse zu einer besonders gefragten Fähigkeit, mit der Sie sich von anderen abheben können, um sich auf dem Stellenmarkt durchzusetzen.
  • Fremdsprachenkompetenz Durch die Globalisierung ist die Zusammenarbeit über den ganzen Globus möglich. Viele Unternehmen arbeiten mit Zulieferern und Kunden auf der ganzen Welt zusammen oder haben eine Niederlassung im Ausland. Fremdsprachen sind auf dem Stellenmarkt daher ein wichtiges Merkmal und werden von vielen Arbeitgebern explizit gefordert und als Kriterium bei der Auswahl sehr hoch eingeschätzt.
  • Führungseigenschaften Mitarbeiter von heute sind oftmals die Führungskräfte von morgen. Umso besser, wenn Sie von Anfang an die nötigen Führungsqualitäten mitbringen und zeigen, dass Sie dazu in der Lage sind, den Überblick zu behalten, andere zu motivieren und gemeinsam Ziele zu erreichen. So zeigen Sie großes Potenzial – auch langfristig gesehen.
  • Eigeninitiative Arbeitnehmer sollen engagiert und motiviert sein – und zwar von sich aus, ohne dass ihnen ständig gesagt werden muss, was zu tun ist und welche Aufgaben die höchste Priorität haben. Ihre Eigeninitiative sollten Sie am besten bereits in der Bewerbung deutlich machen und zeigen, was Sie alleine auf die Beine gestellt haben.
  • Flexibilität An Mitarbeiter werden immer größere und abwechslungsreichere Anforderungen gestellt. Soll heißen: Es ist wichtig, gut in seinem Kernbereich zu sein und mit Fachwissen zu überzeugen, ein großer Vorteil ist es aber, sich schnell an neue Bedingungen anpassen zu können, eine schnelle Auffassungsgabe zu haben und auch über den eigenen Tellerrand hinaus blicken zu können.
[Bildnachweis: racorn by Shutterstock.com]

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28. April 2017 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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