Times New Roman wirkt intelligenter

Dass die Schrift einiges über den Verfasser verrät, ist den Langzeitlesern dieser Seite nichts Neues. Graphologie heißt diese Form der Handschriftanalyse. Sie gilt zwar vielen als esoterische Kaffeesatzleserei und Hokuspokus, ist aber letztlich eine untergeordnete Disziplin der Psychologie, angesiedelt in der Persönlichkeitsdiagnostik. Dass derlei Rückschlüsse aber auch gedruckter Text zulässt, insbesondere die Schrift Times New Roman (siehe Bild), ist eher ungewöhnlich…

Times New Roman wirkt intelligenter

Times New Roman wirkt intelligenter

Der Psychologe Daniel Oppenheimer ist der Urheber dieser bemerkenswerten Studie, bei der Studenten der Princeton Universität beurteilen sollten, wie intelligent der Verfasser eines gedruckten Textes auf sie wirkt.

Die Probanden musterten dabei Textproben aus Schüler- und Doktorarbeiten sowie philosophischen Werken, die in zwei Schriftarten verfasst waren:

  • der Times New Roman und
  • der eher künstlerisch anmutenden Schrift Juice ITC.

Das Erstaunliche: Wer in der weniger gebräuchlichen Juice schrieb, erhielt durchschnittlich einen halben Prozentpunkt weniger als jene Autoren, die ihren Text in Times New Roman verfassten.

Aber auch jene Autoren, die auf hochgestochene Synonyme verzichteten und beispielsweise statt „Syntax“ „Satzbau“ schrieben, machten auf ihre Leser einen klügeren Eindruck.

Fazit: Wenn Sie intelligent erscheinen wollen, schreiben sie kurz, prägnant klar und in Times New Roman.

[Bildnachweis: Jochen Mai]
21. September 2009 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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