Trendberufe 2017 - Berufe mit Zukunft
Neues Jahr, neues Glück: Das gilt auch für Arbeitssuchende oder Wechselwillige, die sich von 2017 eine attraktive neue Stelle versprechen. In manchen Branchen stehen die Ampeln zwar auf Rot, in anderen dagegen auf Hellgrün. Karrierebibel sagt Ihnen, welche Berufe derzeit von der Konjunktur profitieren und in welchen Sie - ob Akademiker oder Nicht-Akademiker - gute Chancen auf Ihren Traumjob haben. Das sind die Trendberufe 2017...

Trendberufe 2017: Die Zukunft ist da

Der Name Foxconn steht in der öffentlichen Wahrnehmung synonym für Ausbeutung, Burnout, suizidale Tendenzen der Beschäftigten. Nicht mehr lange. Der berüchtige Apple-Zulieferer aus China will in Zukunft den Faktor Mensch aus der Gleichung - und damit aus den Schlagzeilen - nehmen. Geschöpfe aus Fleisch und Blut sollen alsbald aus den Fabriken verschwinden, möglichst komplett.

Schon jetzt arbeiten 40.000 Roboter für den Handy-Schrauber, jährlich sollen 10.000 hinzukommen. Am Ende soll die vollautomatisierte Fabrik stehen, in der es nur noch minimalen Bedarf für menschliche Arbeitskraft gibt, in der Qualitätskontrolle oder Logistik etwa. Von den derzeit rund 1,2 Millionen Beschäftigten in China werden den Plänen nach kaum welche übrig bleiben.

Die Roboterisierung nimmt also Fahrt auf - auch in Deutschland. So sagte Continental-Vorstandschef Elmar Degenhart zum Jahresende 2016 in einem Interview mit der "Welt am Sonntag", dass der zu erwartende Durchbruch von Elektro-Autos viele Arbeitsplätze kosten werde - zumindest in der Produktion.

30.000 der etwa 218.000 Arbeitsplätze bei Continental seien unmittelbar vom Verbrennungsmotor abhängig. Ein E-Auto hat deutlich weniger Komponenten als ein Benziner, auch andere Zulieferer werden die wegfallenden Arbeitsplätze in der Produktion nicht vollständig ersetzen können.

Arbeitsmarkt 2017: Glänzend oder bedrohlich?

Noch aber vermelden die Behörden immer neue Beschäftigungsrekorde. Im Jahr 2016 hatten nach Angaben des Statistischen Bundesamts durchschnittlich 43,4 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Deutschland einen Job - so viele wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

Im November 2016 stieg die Zahl sogar auf einen Höchststand von 43,8 Millionen. Vor allem in Dienstleistungsberufen wurden im vergangenen Jahr neue Stellen geschaffen: Erziehung, Handel, Gesundheit, Gastronomie. Im produzierenden Gewerbe dagegen sank die Zahl, auch in Land-, Forstwirtschaft und Fischerei.

Doch setzt sich dieser positive Trend fort - und wenn ja, wo entstehen 2017 neue Stellen?

Arbeitsmarkt Trends: Hier gehen Jobs verloren

Verhalten euphorisch fällt die jährliche Verbandsumfrage des Instituts für Wirtschaft Köln (IW) aus. Die Forscher haben insgesamt 48 deutsche Wirtschaftsverbände nach ihrer Zukunfts- und Beschäftigungserwartung für 2017 befragt.

15 Verbände rechnen demnach für das Jahr 2017 mit einem Stellenzuwachs in ihrer Branche, 20 mit gleichbleibenden Zahlen, zwölf Verbände gehen von sinkenden Beschäftigtenzahlen aus.

Weniger Stellen gibt es demzufolge in diesen Wirtschaftszweigen:

  • Banken
  • Bergbau
  • Chemische Industrie
  • Druckindustrie
  • Energie- und Wasserwirtschaft
  • Gießereien
  • Gummiverarbeitung
  • Mineralölverarbeitung
  • Papierfabriken
  • Sparkassen
  • Versicherungswirtschaft
  • Volksbanken


Ein Grund, der auch hier häufig genannt wird: die Digitalisierung. Vor allem die Vertreter von Banken und Versicherungen glauben, dass ihre Branchen künftig auf Personal verzichten und mehr Aufgaben an Maschinen übertragen können.

Trends 2017: Diese Branchen schaffen Jobs

Andere Branchen sind - mit Blick auf die nähere Zukunft - weniger gefährdet. Hier soll es 2017 deutlich mehr Jobs geben:

  • Feinmechanik und Optik
  • Groß- und Außenhandel
  • Holzverarbeitung
  • Informationswirtschaft
  • Leasing
  • Privater Rundfunk und Telemedien
  • Schiffbau und Meerestechnik
  • Speditionen
  • Textil- und Modeindustrie


Dazu kommen noch diese fünf Branchen, auf die wir einen näheren Blick werfen wollen ...

  • Ernährungsindustrie

    Immer mehr Nahrungsmittel werden ins Ausland exportiert - das sind zum Beispiel für Lebensmitteltechniker (siehe unten) gute Nachrichten. Insgesamt beschäftigt die Branche nach Angaben der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) 570.000 Menschen - allein 2015 wurden demnach 9.500 Stellen neu geschaffen.

    Der Verband verweist zudem auf die ständig steigenden Qualitätsanforderungen in der Lebensmittelproduktion, ergo steigen auch die Ansprüche an Fach- und Nachwuchskräfte. Weitere Pluspunkte: 90 Pozent der Arbeitsverträge sind unbefristet, nur drei Prozent der Ausbildungsplätze unbesetzt.


  • Handwerk

    Im Herbst 2016 erreichte das Geschäftsklima im Handwerk ein neues Allzeithoch - hervorgerufen unter anderem durch die niedrigen Zinsen. Viele Betriebe arbeiten laut Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) an der Kapazitätsgrenze und suchen händeringend neue Mitarbeiter.

    Prognose für 2017: 15.000 neue Stellen im Handwerk. Vor allem im Lebensmittelhandwerk (z.B. Bäcker, Fleischer) wird eine Zunahme erwartet, aber auch Kfz-Mechatroniker haben gute Karten, denn steigende Pkw-Absatzzahlen führen vermutlich zu einem besseren Werkstatt-Geschäft.


  • Baugewerbe und Bauindustrie

    Deutschland baut - ohne zupackende Hände ist das (noch) nicht möglich. Laut Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie verzeichneteten die Bauunternehmen von Januar bis November 2016 ihren höchsten Auslastungsgrad bei den Maschinenkapazitäten in den vergangenen 25 Jahren. Prognose für 2017: 10.000 neue Jobs.


  • Tourismus und Gastgewerbe

    Es gibt viele Gründe, warum Tourismus und Gastgewerbe in Deutschland wachsen. Erstens: das Bevölkerungswachstum, vor allem bedingt durch die starke Zuwanderung. Zweitens: die Konjunktur. In finanziellen Notlagen sind Restaurantbesuch und Urlaube die ersten Ausgabenposten, die gestrichen werden. Eine solche Notlage aber haben die meisten nicht, Konjunktur, Beschäftigung und Löhne sind auf Wachstumskurs. Und drittens: Deutschland gewinnt angesichts weltweiter Terrorgefahr an Attraktivität - auch als Urlaubsziel.

    Aber: Die Zeit der Glückseligkeit auf der Insel Deutschland ist spätestens seit dem Berliner Terroranschlag vorbei. Wiederholen sich derartige Attacken, dürfte auch das Reiseziel Deutschland bei In- und Ausländern - und damit auch das Gastgewerbe - nachhaltig Schaden nehmen. Noch aber geht der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) von steigenden Beschäftigtenzahlen für 2017 aus. Jobperspektiven gibt es etwa in Hotels, Gaststätten, Restaurants, Cafés, im Catering oder in der Systemgastronomie.


  • Messewirtschaft

    Geheimtipp für Studenten: Die meisten Messeveranstalter wollen die Zahl ihrer Beschäftigten 2017 erhöhen, nur eine kleine Minderheit plant keine Neueinstellungen. Auch die Terminierung einiger Messen, die in das aktuelle Jahr fallen, spielt dabei eine Rolle.

    Herausragendes Beispiel (wenngleich es sich dabei um eine Kunstausstellung und keine Messe im klassischen Sinne handelt): Die Documenta schlägt nach fünf Jahren vom 10. Juni bis 17. September 2017 wieder in Kassel auf.


Trendberufe 2017: Das sind sie

Alte Jobs verschwinden, neue erscheinen auf der Bildfläche. Welche Berufe bieten eine glänzende Perspektive? Das Gehaltsportal gehalt.de hat die Trendberufe des Jahres 2017 aufgelistet. Das sind sie ...

  1. E-Sports-Manager

    Elektronischer Sport ist längst keine Hinterzimmer-Veranstaltung mehr. Er ist eine Goldgrube. Allein beim Dota-Turnier "The International" wurden für die besten Spieler auf dem Planeten 2016 Preisgelder in Höhe von 20 Millionen Dollar ausgeschüttet. Auch die Spiele League of Legends, FIFA oder Hearthstone locken Millionen vor den Bildschirm. Bundesligist Schalke 04 verfügt bereits über ein eigenes Profi-Team, der VfL Wolfsburg ebenso, nach und nach werden vermutlich auch andere Bundesligisten einsteigen.

    Die Potenziale sind längst nicht ausgeschöpft. Für Manager, die die jungen Profizocker beraten, betreuen, trainieren und/oder für sie verhandeln, tun sich hier ungeahnte Möglichkeiten auf. Gehalt.de sieht die Einkommen von E-Sports-Managern auf dem Niveau eines Online Marketing Managers - bei durchschnittlich rund 43.000 Euro brutto jährlich.

  2. Robotik-Ingenieur

    Wo Roboter ganze Produktionabläufe übernehmen, fallen Arbeiter-Jobs weg. Doch im Dunstkreis der Maschinen entstehen auch neue. Schließlich müssen die Roboter ja erst entwickelt, programmiert, gewartet und instandgesetzt werden. Eine Aufgabe für Robotik-Ingenieure. Konkret helfen könnten - neben einem abgeschlossenen Studium, etwa in Elektrotechnik - beispielsweise Kenntnisse in Simatic, Java- oder Kuka-Programmierung.

    Ebenfalls ein Einsatzbereich für Robotik-Ingeniere: alle Anwendungen rund ums autonome Fahren. Gehalt.de veranschlagt für sie ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 52.443 Euro.

  3. Lebensmiteltechniker/-kontrolleur

    Die deutsche Ernährungsindustrie will 2017 neue Arbeitsplätze schaffen (siehe oben). Ein Teil-Aspekt, der fachliche Expertise erfordert: der Trend zu Bio- und Fleischersatzprodukten. Prägnantes Beispiel: Wurstfirma Rügenwalder stellt nach eigenen Angaben schon heute ein Fünftel seiner Frikadellen und Schnitzel aus Fleischersatzstoffen wie Eiweiß, Milch oder Soja her. Man könne sich vorstellen, in 20 Jahren komplett ohne Fleisch auszukommen.

    Derartige Produktneuheiten müssen entwickelt, kontrolliert und weiterverarbeitet werden, bevor sie das Supermarktregal erreichen. In diesem Verantwortungsbereich sind Lebensmitteltechniker und Lebensmittelkontrolleure unterwegs. Durchschnittliches Jahresgehalt laut gehalt.de: 41.200 Euro.

  4. Software-Entwickler

    Hier soll vor allem ein Trend für Beschäftigungswachstum sorgen: Virtual Reality. Ob Health Care, Reisen, Edutainment, Games - für VR-Anwendungen sind die abenteuerlichsten Anwendungen denkbar. Beispielsweise können sich 52 Prozent der Deutschen laut Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos vorstellen, dass VR-Erlebnisse beim Einkaufen nützlich sind. Einfach VR-Brille aufsetzen und Klamotten (virtuell) anprobieren!

    Wichtiges Glied in der Kette sind die Frontend Developer, die die Anwendungen und Spiele vor die Pupille zaubern. Gehalt.de sieht sie bei 42.792 Euro brutto im Jahr.

  5. Lehrer für Naturwissenschaften

    Mathematik, Physik, Chemie gelten bei vielen Schülern nicht unbedingt als Lieblingsfächer. Besser wäre es. Der Bedarf nach Fachkräften mit naturwissenschaftlichen und IT-Kenntnissen steigt, auch in den Schulen selbst. Schon jetzt ist der Quereinstieg für Naturwissenschaftler in den Lehrerberuf in vielen Bundesländern eine sehr machbare Option.

    Laut gehalt.de daher ein Trendberuf 2017: Lehrkraft für Naturwissenschaften - also für Mathe, Physik, Chemie, aber auch für Informatik. Das Gehalt ist tariflich geregelt und steigt mit der Zeit. Als Richtwert kann man sich laut gehalt.de einen durchschnittlichen Jahresverdient von 58.945 Euro merken.

  6. Luft- und Raumfahrtingenieure

    Im Weltraum ist die Hölle los: Da gibt es die belächelten Abenteurer von MarsOne, die Recycling-Raketen von SpaceX oder den Starliner von Boeing. Sogar Facebook schießt Satelliten ins All. Indien und China interessieren sich von Jahr zu Jahr mehr für den Weltraum, auch NASA und ESA sind noch im Spiel.

    In irdischen Sphären gewinnen unbemannte (und vielleicht bald auch bemannte) Drohnen an Bedeutung. Die Luftfahrtbranche wächst ohnehin, Lufthansa sucht für 2017 schon wieder neues Bordpersonal. Kurzum: Die Luft- und Raumfahrt dürfte Ingenieuren mit Fachwissen auf absehbare Zeit gute Beschäftigungschancen bieten. Auch das Gehalt kann sich sehen lassen: 67.073 Euro im Schnitt.

Trendberufe: Auch diese Jobs haben Zukunft

Irgendwas mit Menschen, irgendwas mit Medien, irgendwas mit IT - diese drei Bereiche scheinen in der Tat für die Zukunft gute Job-Perspektiven bereitzuhalten, wenn man den Weissagungen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpropheten glaubt.

Karrierebibel geht für Sie ins Detail. Wir stellen Ihnen konkret fünf Berufe vor, von denen wir glauben, dass sie in Zukunft noch stärker gebraucht und nachgefragt werden. Hier sind unsere 5 Berufe mit Perspektive ...

5 Berufe mit Perspektive

  1. Content Manager

    Was sie machen: Unternehmen werden heute zu Publishern, sobald sie ihre Homepage mit Inhalten befüllen. Ein Content Manager hilft dabei, die Content-Konzepte zu erstellen, vor allem aber verwaltet er die Online-Inhalte. Er recherchiert Themen, erstellt Themenpläne, pflegt, gestaltet und optimiert die Website oder den Online-Shop. Er verlinkt, optimiert, bebildert. Kurz: Er stellt sicher, dass die Firma im Netz einen blitzsauberen Auftritt hinlegt. Vielleicht schreibt er - je nach Tätigkeitsprofil - auch selbst fürs Unternehmensblog, unterstützt die Presse- und Marketingabteilung und betreut Social Media-Accounts.

    Was sie können: Ein souveräner Umgang mit Content-Management-Systemen ist Pflicht. SEO- und SEA-Kenntnisse sind die Kür, technisches Know-how ist wünschenswert. Mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop sollte sich ein Content Manager auskennen, HTML-Kenntnisse schaden ebenfalls nicht. Ein IT-Studium - oder eines im Dunstkreis des Journalismus - ist optimal. Aber: Ein Studium ist keine Grundvoraussetzung. Wer zum Beispiel eine Ausbildung zum Mediengestalter absolviert und seine Fähigkeiten nachweist, kommt ebenfalls für den Job in Frage.

    Was sie verdienen: Nach Angaben der Datensammler von gehalt.de liegt die durchschnittliche Verdienstspanne für Content Manager zwischen 2100 und 3360 Euro brutto pro Monat. Am meisten gibt’s in Hessen (3254 Euro) und Baden-Württemberg (3055 Euro), in Sachsen (2049 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (2003 Euro) überspringt man dagegen nur ganz knapp die 2000er-Schwelle.

  2. Jobs für Content Manager, Data Scientists, Category Manager ... Hier finden Sie welche!

    Stellenanzeigen finden Sie auf www.karrieresprung.de.
  3. Category Manager

    Was sie machen: Category Manager werden gerne auch als strategische Einkäufer umschrieben. Sie sind für Auswahl und Preisgestaltung der Produkte zuständig, zum Beispiel eines (Online-)Shops. Dazu analysieren und planen sie Sortimente, spüren Trends auf, initiieren gegebenenfalls auch Merchandising-Konzepte. Sie erstellen Shopper-Analysen, führen Marktbeobachtungen durch und sagen, mit welchen Produkten die Absätze gesteigert werden könnten. Sie helfen, die richtige Absatzkanalstrategie zu finden und setzen sie um. Sie verhandeln mit Lieferanten, unterbreiten Vorschläge zur Preisgestaltung und kalkulieren die Artikel.

    Was sie können: Ohne BWL-Studium wird der Weg steinig. Grundsätzlich bildet aber auch ein Background in der Marktforschung ein starkes Fundament. Auch gute Referenzen für die Bewerbung: eine kaufmännische Ausbildung oder Erfahrungen in einer Unternehmensberatung. Ohne profundes Zahlenverständnis und analytische Fähigkeiten geht ohnehin nichts.

    Was sie verdienen: Category Manager gehören zu den Besserverdienern. Laut gehalt.de liegt die durchschnittliche Spanne grob zwischen 3330 und 5550 Euro brutto monatlich - mit Spitzenwerten bis zu 10.000 Euro. In Hessen werden die höchsten Durchschnittsgehälter gezahlt (5.097 Euro), in Bayern beträgt das berechnete Durchschnittsgehalt rund 4600 Euro, in den östlichen Bundesländern sind es etwa 3200 Euro.

  4. Feelgood Manager

    Was sie machen: Ein Berufsbild, das man gemeinhin in Berliner Startups verortet. Feelgood Manager haben die Aufgabe, ein warmes Nest zu bauen, in dem sich alle Mitarbeiter wohl und behaglich fühlen. Immer mit dem Ziel vor Augen, die besten Talente zu finden, zu ködern und vor allem zu halten. Aufgabenspektrum: Obst bestellen, Lauftreffs vereinbaren, Gesundheitswochen planen, Partys und Events auf die Beine stellen. Einen DJ für die Mittagspause organisieren. Insgesamt für gute Stimmung sorgen und den Stress im Büro reduzieren. Häufig sind diese Aufgaben im Office Manager vereint. Aber: Eine Monster-Umfrage kam 2016 zu dem Ergebnis, dass sich 76 Prozent der befragten Arbeitnehmer einen Feelgood Manager in ihrem Unternehmen wünschen würden.

    Was sie können: Wünschenswert ist ein Studium in Psychologie, Soziologie oder BWL mit Schwerpunkt Personalwesen. Entscheidend fürs Feelgood Management: Organisationstalent, eine Prise Kreativität und Soft Skills.

    Was sie verdienen: Hier ist die Quellenlage dünn. Als Richtmaß sind 40.000 Euro jährlich ein vernünftiger Wert.

  5. Data Scientist

    Was sie machen: Ein Data Scientist übernimmt im Grunde Aufgaben einer internen Unternehmensberatung. Er soll die gewaltigen Datenmengen in konkrete Handlungsanweisungen für das Unternehmen überführen. Dazu führt er Daten aus verschiedenen Abteilungen zusammen, baut daraus übergreifende Analysen und Modelle. Er bereitet die Daten auf, präsentiert seine Ergebnisse vor dem Management und gibt Handlungsempfehlungen. Er entwickelt Lösungen, zum Beispiel für die Bestandsoptimierung oder Kundensegmentierung, gibt Machbarkeitsstudien ab, ist für Projekt- und Ressourcenplanung zuständig. Laut US-Bewertungsportal Glassdoor war Data Scientist der Beruf mit den meisten Stellenausschreibungen 2016 in den USA.

    Was sie können: Ein Data Scientist hat ein Studium in Mathematik, Physik oder Informatik absolviert und am besten den Schwerpunkt Statistik gewählt. Auch Wirtschaftsmathematiker und Wirtschaftsingenieure sind Kandidaten. In der Praxis muss er Statistik-Tools, Programmiersprachen und Datenbanksysteme beherrschen. Und: Data Mining, Predictive Analytics oder Machine Learning sind für ihn keine Fremdwörter.

    Was sie verdienen: Zwischen 3000 und 4700 Euro brutto im Schnitt. In den östlichen Bundesländern muss man mit unter 3000 Euro Vorlieb nehmen, bei rund 7000 Euro ist - nach den Zahlen von gehalt.de - das Ende der Fahnenstange erreicht.

  6. Mobile Developer

    Was sie machen: Mobile Entwickler tüfteln Apps fürs Smartphone und Tablet. Eine Aufgabe, die angesichts steigender Smartphone-Zahlen so schnell nicht aus der Mode kommen wird. Der Mobile Developer entwickelt und optimiert Apps für die unterschiedlichen Endgeräte, begleitet den gesamten Produktentwicklungszyklus. Er konzipiert und implementiert Schnittstellen zum Datenaustausch, entwickelt selbstständig Algorithmen, stellt die User Experience sicher. Möglicherweise muss er auch den Support den Anwendungen sicherstellen, Dokumentationen und Spezifikationen erstellen.

    Was sie können: Ein Informatik-Studium ist der Königsweg, angesichts der großen Nachfrage reicht oft aber auch eine IT-Ausbildung. Wichtig: Als Bewerber kennt man sich mit Softwarearchitektur, Browsertechnologie und Internet-Standards aus, beherrscht Programmiersprachen. Must-Haves: Gute Schulnoten in Mathe und Physik.

    Was sie verdienen: Die monatlichen Durchschnittseinkommen liegen laut gehalt.de zwischen 2900 und 4000 Euro brutto. Wie überall gilt: Das Gehalt ist von unterschiedlichsten Faktoren wie Berufserfahrung, Arbeitgeber, Standort und Verhandlungsgeschick abhängig. Im Einzelfall können daher gut und gerne 1500 Euro oder 8500 Euro auf dem Lohnzettel stehen.

[Bildnachweis: connel by Shutterstock.com]

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, erzählen Sie es weiter...