4 Schritte um Überforderung zu überwinden

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Uns allen wachsen die Dinge manchmal über den Kopf. Schnelllebigkeit und Multioptionsgesellschaft lassen uns immer wieder in der Überforderung landen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft Stress als eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts ein. Überforderung kann ein starker Stressauslöser sein. Sie sollten diesem daher proaktiv begegnen. Folgende vier Schritte können helfen:

  • Reflektieren Sie, ob Sie sich wirklich regelmäßig überfordert fühlen oder einfach eine anstrengende Woche hatten. Sie können dazu zwei Wochen lang jeden Abend eine Überforderungsskala nutzen, um ein klareres Bild zu bekommen. Sie schreiben einfach jeden Abend auf, wie stark überfordert sie sich fühlen (1 = gar keine Überforderung, 10 = absolut überfordert). Wenn Sie regelmäßig hohe Zahlen aufschreiben, sollten Sie etwas unternehmen. Eine weitere Hilfe kann eine Außenperspektive sein. Was melden Ihnen Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen zurück, wenn Sie diese zum Beispiel fragen: „Hast du in letzter Zeit das Gefühl, dass ich zu viel zu tun habe, gereizt oder überfordert bin?“
  • Wenn Sie regelmäßig überfordert sind, ist eine Weniger-ist-Mehr-Liste ein mächtiges Werkzeug. Listen Sie zunächst alle ihre Aufgaben auf. Danach überlegen Sie bei jeder Aufgabe müssen Sie diese unbedingt selbst ausführen oder können Sie sie delegieren (d), kürzen (k), oder streichen (s). Jede Aufgabe, die Sie potenziell auf die ein oder andere Art und Weise abwenden können, markieren Sie mit dem entsprechenden Buchstaben. Ein zusätzlicher Kniff ist sich zu fragen: „Was würde mit der Aufgabe passieren, wenn ich plötzlich zwei Wochen krank wäre?“ Oft finden sich viele Lösungen, Aufgaben abzugeben, auf die wir sonst nicht kommen.
  • Im nächsten Schritt Priorisieren Sie Ihre Weniger-ist-Mehr-Liste. Das heißt: Sie fragen sich, welche Aufgaben, die Sie delegieren, kürzen oder streichen können, reduzieren Ihre Überforderung am meisten. Dann beginnen Sie diese Liste Schritt für Schritt abzuarbeiten. Wahrscheinlich müssen Sie dazu Gespräche mit Ihrem Chef oder Ihren Kollegen führen. Machen Sie sich und allen Beteiligten hierbei klar, wie alle davon profitieren, wenn Sie auf die wichtigen Aufgaben fokussieren und unwesentliches wegfallen lassen.
  • Abschließend reflektieren Sie, ob sich Ihre Überforderung gelegt hat. Sie können hierzu wieder Ihre Skala zur Hilfe nehmen. Sollte dies nicht der Fall sein, sollten Sie Ihre Weniger-ist-Mehr-Liste nochmal überprüfen und noch konsequenter umsetzen.

Weitere Tipps und Details finden Sie im Video.

Mathias Minsel ist Gründer und Wegbegleiter auf Neustartimjob.de. Der studierte Wirtschaftspsychologe unterstützt Menschen, genau den Job zu finden, der ihnen morgens Energie und Motivation gibt und sie abends glücklich einschlafen lässt.